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Freitag, 25. Juni 2010

Bürodefibrillatoren

In einer Betriebsinfo las ich heute von der "Installation von Defibrillatoren in Dienstgebäuden" und hatte erst einmal drei Fragezeichen über dem Kopf, weil ich mir unter Herzschrittmachern immer die eingebauten vorstelle. Natürlich gibt es auch die Notfall-Defibrillatoren, allerdings frage ich mich, wozu wir die brauchen, zumal wir uns direkt neben einem Krankenhaus befinden. Ich kann mich nicht erinnern, daß bei uns jemals jemand einen Herzstillstand hatte. Wenn hier jemand umfällt, dann meistens wegen epileptischen Anfällen oder Delirium tremens. Ok, bis auf eine Ausnahme vor Jahren während der Phase der Kriegsflüchtlinge, als einer unserer Zigeuner-Jugos sich jedes Mal mit dramatischer Geste an das Herz griff und den Heldentod starb, wenn er nicht das bekam, was er wollte. Allerdings war er danach auch ohne Defibrillator wieder recht munter. Vielleicht werden die ja auch installiert, damit wir umgehend wiederbelebt werden können, wenn keine Anzeichen von Arbeitstätigkeit mehr zu verzeichnen sind. So eine Art moderne Elektroschocktherapie zur Steigerung der Produktivität. Übrigens sind es genau drei Defibrillatoren, die installiert werden sollen, was mich auffällig an diesen Traum erinnert.

Traumsplitter

Ein öffentliches Gebäude mit vielen Menschen. Ich suche jemanden und betrete dazu einen zimmergroßen Lift, ebenfalls mit vielen Menschen, der sich jedoch nicht bewegt. In der Decke befindet sich ein Glasfenster durch das man den Himmel sehen kann. Es hat eine extravagante Form und besteht linksseitig aus einer fünf- oder sechsseitigen Glaspyramide. Am Himmel fliegt eine Sojus-Raumkapsel vorbei und landet direkt auf dem Dach neben dem Fenster. Die Kapsel öffnet sich langsam wie eine Blüte mit transparenten Blütenblättern. Es ist eine ältere Raumkapsel, die nun für zivile Zwecke benutzt wird, zum Beispiel finden Kurse darin statt. Auch die gesuchte Person hat sich bei einem Kurs in der Raumkapsel befunden und entsteigt dieser nun mit anderen Kursmitgliedern zusammen. Wahrscheinlich ist es der letzte Flug dieser Art gewesen, denn das Sojus-Programm wird eingestellt.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Das Phantom

Phantom

Im Hier und im Jenen,
im Mehr und im Einen
begegnest du dir.

Kann es sein,

daß heute irgendsowas wie der internationale Tag der Bekloppten ist? Zur Feier des Tages werden alle für 24 Stunden raus gelassen? Kommt mir jedenfalls so vor. Interessant auch, daß man mich "Müslinutte" nennt. Das hatte ich bisher noch nie. Früher haben die Psychos immer gesagt, ich solle mir eine Kugel in den Kopf schießen. Und das mir, wo ich doch Müsli verabscheue.*gg*

Mittwoch, 23. Juni 2010

Unser

Fahrstuhl des Grauens ist schon wieder kaputt. Es dauert bestimmt nur Monate bis das Ersatzteil aus Norwegen eingeflogen ist. In einem Büroraum wird der Fußboden neu gemacht, weil er, wie fast überall in den alten Häusern, schon total uneben war, allerdings finde ich die Art und Weise etwas merkwürdig. Erst haben sie eine Masse ausgegossen, die über Nacht trocknete, und heute haben sie die Masse wieder aufgehackt. Im Flur stehen zwei Rollen Linoleum herum und der ganze große Flur riecht so ekelhaft seltsam, mir wird von dem Geruch richtig schlecht. Ich kann jedoch nicht ausmachen, ob der Geruch vom Linoleum oder aus dem Zimmer kommt. Das duftet nach purem Gift, genau wie diese billigen Plastikartikel aus dem Discounter. Arbeiten könnte ich bei so einem Gestank nicht. Und im Kirschbaum an der Haltestelle finden riesige Festtagsbankette der Stare und Spatzen statt. Inzwischen ist der gesamte Gehweg mit Kirschsteinen übersät.

Dienstag, 22. Juni 2010

Traumsplitter

In der Nacht das Gefühl, als würde ich neben mir selbst liegen. Ich meine zu bemerken, durch eine seltsame Diskrepanz zwischen dem "Gedanken-Bewußtsein" und dem Körperbewußtsein, daß sich der physische Körper mit seinen Empfindungen örtlich leicht nach rechts verschoben zu meinem Ich-Bewußtsein befindet, wo er eigentlich nicht hingehört. Sie müßten sich kongruent übereinander oder ineinander befinden. Dabei höre ich neben mir sogar meine eigenen Atemzüge. Es klingt, als würde jemand anderes neben mir liegen, aber trotzdem ist mir irgendwie klar, daß ich das bin.

Es gibt so Tage...

Mit verschwommener Sicht (die einem ständig das Gefühl gibt, im Halbschlaf zu taumeln, auch wenn man völlig wach ist) und entzündetem Auge morgens durch die Wohnung gewuselt, zur Bushaltestelle, Bus vor der Nase weg, Dreiviertelstunde auf den nächsten gewartet (der eigentlich alle 10 Minuten fährt), Eichelhäher im Baum über mir. Bus bleibt mitten auf der Strecke stehen - Feuerwehreinsatz wegen eines umgekippten Fahrgastes. Straßenbahn vor der Nase weg, zu spät auf Arbeit, stundenlange Anstrengungen, dem Computer und den Akten erkennbare Wörter aus dem Nebel vor den Augen zu entlocken, Kopfschmerzen davon, kaum Arbeitsergebnisse, und zwischendurch eine spontane Panikkonferenz mit der Mitteilung, daß unser Bereich mehrere Millionen Miese im Budget hat, verursacht durch Falschbuchungen. Umbuchungen müssen veranlasst werden. Ach ja, Klienten kriegen alle Erbschaften. Aber man sollte natürlich auch immer die positiven Seiten betrachten: Manchmal ist es besser, nicht alles zu sehen. Ich war nicht der Fahrgast, der umgekippt ist. Meine Vorgesetzte hat nichts wegen des Zuspätkommens gesagt. Kein Mensch in der Sprechstunde, der sich über ein blindes Huhn gewundert hätte. Blind schreiben geht immer noch ganz gut, auch wenn ich dauernd die Null mit dem ß verwechsel. Und glücklicherweise habe ich im Gegensatz zu anderen Kollegen nur einen Vorgang, der umgebucht werden muß.
Außerdem weiß ich endlich, warum meine Geranien so kahl aussehen. Eine riesige Türkentaube, die ich ja eigentlich wegen ihrer Rufe mag, sitzt auf meinem Balkongitter und rupft genüßlich Blütenblatt für Blütenblatt aus...

Sonntag, 20. Juni 2010

Traumsplitter

Im Traum sehe ich gedanklich und bildlich den Ablauf der nächsten Tage vor mir, welche vollkommen verplant sind. Duschen, Haare waschen, Arbeiten, Essen, Termin, Duschen, Arbeiten, Verabredung mit meinem Kumpel (Mittwochs?), Termin, Sport, Arbeiten, Essen, Einkaufen für Mutter, Erledigungen für Mutter, Duschen, Arbeiten, Essen usw. Bedauernd stelle ich fest, daß nicht ein Krümelchen freie Zeit dabei, d.h. wirklich freie Zeit, in welcher man sich ebenso frei fühlen kann.

In einer öffentlichen Räumlichkeit, wo ab und zu Veranstaltungen stattfinden, schlage ich einen Flyer o.ä. auf und finde darin eine Eintrittskarte, die extra für mich jemand dort hineingeschmuggelt hat. Die Eintrittskarte ist wie ein Bilderrätsel gestaltet und soll mir anscheinend eine Nummer mitteilen. Dazu sind neben einzelnen Zahlen auf der Eintrittskarte kleine Pfeile gezeichnet und daneben steht, wo sie im Ganzen einzuordnen sind. Das Rätsel überschlagend stelle ich fest, daß die Nummer mit einigen Zweien beginnt. Dann komme ich durcheinander. Hm, was soll das für eine Nummer sein? Die Telefonnummer eines stillen Verehrers? Der macht es aber geheimnisvoll...

...

Morgentau spiegelte dein Bildnis
und das Bild blieb haften,
obwohl du schon längst fort.
Der Wind sang es,
die Sonne streute es
auf allen Wegen,
und die Erde trank davon.
Lachende Libellen
erzählten mir von
weißen Schafgarbemonden
in deinen Gedanken,
ein Versprechen lag im
Klang der unsichtbaren Sterne
für die nahende Nacht.
Und eine Amsel spähte
im höchsten Baumwipfel
nach dem Abendschein,
ungeduldig.

Samstag, 19. Juni 2010

Traumsplitter

Ein grau getigertes Kätzchen schleicht um das Haus und schaut mich erwartungsvoll an. Allerdings bleibt sie immer etwas auf Abstand, anscheinend ist sie etwas scheu.
Glasvitrinen mit einer wunderschönen Auswahl an silbernen Halsketten. Unter ihnen eine einreihige, an der ringsherum kleine türkisfarbene Monde und Sterne hängen. Eine Stimme fragt mich, ob ich so eine Halskette schon habe. "Nein." antworte ich.

Bemerkung: Las gestern, daß die Kraft von Türkisen durch Silbereinfassungen erhöht wird.

Freitag, 18. Juni 2010

Traumsplitter (Bergkristall)

Wieder das Zimmer zur Untermiete im alten Pfarrhaus, diesmal ist es jedoch eine ganze Wohnung. Meine richtige Wohnung habe ich im Traum ebenfalls, also zwei Wohnungen, weshalb ich mich etwas zerrissen fühle. Ich sollte mich entscheiden, wo ich bleibe. In der Wohnung im Pfarrhaus haben sie inzwischen Heizungen eingebaut, so daß die eigentlich sehr schön ist. Hier halte ich mich zur Zeit mit einem Mann auf, es scheint, daß wir zusammen wohnen. Das Zimmer sieht fürchterlich aus, denn überall liegt und steht Krempel von mir unordentlich herum, anscheinend gerade erst wild in die Wohnung transportiert. Aber er ist trotzdem ganz entspannt und stört sich nicht daran. Zusammen sehen wir alles durch und entscheiden, was weg kann und was wir behalten, um nach und nach Ordnung zu schaffen und aufzuräumen. Er lernt durch die Sachen gleichzeitig mich besser kennen, weshalb er interessiert dabei ist. Irgendwo findet er eine Hülle mit alten Ausweisen und einer Karte, auf der Angaben über mich stehen. Allerdings stimmen diese nicht, da es damals eine Verwechslung gab. Er liest sie mir vor: "Du bist also Daniela und ge.... Hausfrau?" Ich erkläre ihm, daß das falsch ist und die Angaben nicht zu mir gehören. Zumindest, daß ich nicht Daniela heiße, müßte er wissen. Was die Hausfrau betrifft - was nicht ist, kann ja noch werden, obwohl eher unwahrscheinlich. Doch auch ich lerne ihn durch das Zusammenleben besser kennen. Zum Beispiel beobachte ich, daß er früh stets ziemlich lange vor dem Spiegel steht, um sich zu betrachten. Dabei stelle ich fest, daß er im rechten Ohr einen silbernen Ohrstecker trägt. Könnte es sein, daß er ein wenig eitel ist?

Ich mag Vuvuzelas.

Die sind nicht so nervig wie Trillerpfeifen oder Tröten und wenn ich sie höre, fühle ich mich mit meinem inneren Auge immer in eine magische Wildnis voller röhrender Elche, Elefanten und Einhörner versetzt.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Heute wieder so ein Fall -

kommt zu mir, großes Drama, Strom gesperrt und mit dieser Haltung "Ich habe einen Anspruch darauf, daß meine Stromschulden übernommen werden". Den Zahn habe ich ihr erst einmal gezogen, die Übernahme erfolgt immer noch als Kann-Bestimmung, und gefragt, was denn mit ihren Abschlägen sei. Abschläge - was ist das? Wie, warum, weshalb, und überhaupt - mein Name ist Hase und ich weiß von nix. Manchmal wundere ich mich, daß die Leute überhaupt zu uns finden. Und komischerweise haben sie es immer ganz furchtbar eilig, wenn der Strom gesperrt ist, aber sind ein Jahr lang die Ruhe selbst, egal wieviele Mahnungen sie bekommen.

Fragt mich doch eine Kollegin, ob ich das Begrüßungsgeld schon zurückgezahlt habe, nachdem ich erzählt hatte, wo ich nach dem Fall der Mauer zuerst damit einkaufen war. Ich habe damals noch Nachtschichten an der Maschine gearbeitet und hatte auch in entsprechender Nacht eine Nachtschicht. Zwar bekam ich mit, daß die Werkleiterin herumging und irgendwas von "Mauer ist offen" brabbelte, aber ich habe das gar nicht für voll genommen, zumal man nachts an der Maschine sowieso in so eine Art Halbschlaf fällt, in welchem man die Routinegriffe automatisch ausführt. Morgens war ich froh, in mein Bett zu kommen, und habe nichts bemerkt. Erst am Nachmittag wußte ich, daß es stimmt und der erste "Übertritt" fand am darauf folgenden Wochenende statt, allerdings mit zwei Stunden Schlange stehen an der Grenze und noch einmal zwei Stunden Schlange stehen an den Ausgabestellen, aber das waren wir ja gewöhnt. Wäre ja noch schöner, wenn ich jetzt das Geld zurückzahlen sollte, um Griechenland zu retten.

Meditationen

zur Stille auf CD zu hören ist in etwa damit vergleichbar, mit dem Auto zum Fitnessstudio zu fahren.

Küche gefunden (Bergkristall)

Eine meiner Traumwohnungen, die mir bereits bekannt ist, da ich viel früher schon von ihr geträumt habe. Vielleicht erscheint sie mir aber auch nur deshalb so vertraut, weil sie dieselben Merkmale wie einige frühere aufweist: labyrinthartige Räumlichkeiten, teilweise Glaswände, an bestimmten Enden geht sie übergangslos ("grenzenlos") in die Wohnung des Nachbarn oder in den Hof über. In diesem undurchschaubaren Labyrinth bewohne ich drei Zimmer und stoße nun durch Zufall auf ein viertes (schon wieder vier), welches, wie ich feststelle, die Küche der Wohnung ist. Bisher hatte ich keine wirkliche Küche, also wird es Zeit, daß ich mir eine einrichte. Ich liebe es, neue Zimmer zu entdecken, auch in den Träumen selbst finde ich das immer sehr aufregend. Mich ein wenig umschauend, sehe ich, daß in einer Ecke sogar noch eine Arbeitsstrecke mit Spüle steht, darüber Hängeschränke, beides aus massivem Holz. Zwar sieht das ganze äußerlich etwas heruntergekommen aus, aber man könnte es gut aufpolieren. Erst einmal müßte natürlich alles gesäubert werden. An der Wand unter den Hängeschränken sind Brettchen mit Haken befestigt. Dort kann man gut diverse Küchenhilfen griffbereit anhängen. Doch leider fehlt auch in der Küche eine richtige feste Wand am anderen Ende. Während ich den Raum erkunde, lande ich irgendwo auf dem Hof oder einer Terrasse und schließlich in der Wohnung einer Nachbarin, die sich etwas gestört fühlt. Das ist genau das, was mich selbst an dieser Wohnung stört - man weiß nie, ob sich nicht plötzlich irgendein Nachbar in das eigene Revier verläuft, da so viele feste Wände fehlen, es deshalb überall Durchschlüpfe gibt und man eigentlich keinen richtigen Überblick hat, wo eine Wohnung anfängt und wo sie aufhört. Und selbst wenn Wände da sind, sind sie manchmal nur aus Glas. Hier auf dem Hof entdecke ich nun aber einen ganz wunderbaren Ausblick in der Abenddämmerung, den ich so noch nie wahrgenommen habe. Ich sollte ihn fotografieren. Da ich gerade in Entdeckerlaune bin, beschließe ich, gleich noch in ein paar andere Winkel der Wohnung vorzudringen, und zu schauen, was zu mir gehört und was nicht. Eine Tür, die ich öffne, führt in einen dunklen Gang, der am anderen Ende ebenfalls eine Tür hat, sowie drei oder vier (?) auf der rechten Seite. Ich würde gerne wissen, was hinter ihnen liegt und ob die Zimmer auch zu meiner Wohnung gehören, traue mich aber doch nicht, die Türen zu öffnen, weil ich vielleicht wieder Nachbarn in ihrer eigenen Wohnung störe. Deshalb gehe ich nur durch die Tür am anderen Ende hinaus. Hier befinde ich mich jetzt in einem Hausflur. Ich beschließe, in meine Wohnung zurückzukehren, doch woher bin ich gekommen? Ich weiß es nicht mehr. Überall Türen um mich herum, aber keine scheint zu meiner Wohnung zu führen, sondern nur in fremde. Anscheinend liegt meine Wohnung tief drinnen im Labyrinth versteckt, also wie finde ich sie wieder? Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als versuchsweise durch die Nachbarwohnungen zu latschen und dort einen Durchgang zu suchen.

"Stellt euch vor, Kinder,

ich erinnere mich noch an die alten Zeiten, als in den Russisch-Brot-Tüten mehr Russisch Brot als Luft war."

(Ungläubiges Staunen)

Mittwoch, 16. Juni 2010

An der Haltestelle,

an welcher ich täglich auf den Bus warte, befindet sich ein herrenloses Grundstück, das nur noch von Ratten bewohnt wird, umwachsen von wilden Brombeerhecken. Gleich am kaputten Zaun zur Straße steht ein großer Kirschbaum, der zur Zeit jede Menge roter Früchte trägt. Ab und zu sieht man deshalb Leute im Baum herumklettern, da die Kirschen ziemlich hoch hängen. Als ich so unter den Ästen des Baumes stand, die weit auf den Gehsteig reichen, und ständig nach oben auf die roten Früchte starrte, lief mir fast das Wasser im Munde zusammen. Ich dachte bei mir - eigentlich, also eigentlich, wenn ich springen würde....die eine oder andere erreiche ich vielleicht... Und schwupps, ein gezielter Sprung und ich hatte gleich zwei. Dann kam jedoch der Bus und so blieb es bei genau zwei Kirschen heute zum Nachtisch.

Dienstag, 15. Juni 2010

vergesprochen

allerdings nicht ich, sondern Herr N. am Telefon:

"er zieht das Abkommen ein" statt "er zieht das Einkommen ab"

Ich mußte deshalb das ganze Telefonat lang leise vor mich hinkichern.

Im übrigen hat meine erste, bzw. letzte Vorgesetzte (je nachdem, von welcher Seite man zählt), anscheinend Angst, ich könnte Herrn N. gegen mich aufbringen. Jedenfalls ist mir schon öfters aufgefallen, daß sie immer so komische erschreckte Bewegungen in meine Richtung macht, als wollte sie mir sagen: "Neiiiin! Nicht doch!", wenn ich irgendeine spitzere Bemerkung loslasse, wobei ich die ja noch nicht einmal wirklich schlimm finde. Heute zum Beispiel ging es darum, daß er meinte, ich hätte irgendein altes Arbeitspapier. Allerdings hat er dieses zusammen mit anderen Papieren einmal entsorgt, weil er wohl meinte, ich brauche die nicht mehr. Er ist immer schnell dabei, alles mögliche wegzuwerfen oder wegzubringen, selbst wenn ihm die Sachen gar nicht gehören. Damit hat er sich schon bei anderen ziemlich unbeliebt gemacht. Und ich konnte mir natürlich nicht verkneifen im entsprechenden Tonfall zu bemerken: "Das war wohl unter den Papieren, die SIE weggeschmissen haben...", worauf ich dachte, meine Vorgesetzte bekommt gleich einen Herzkasper. Klar, als Feind möchte ich ihn auch nicht haben, aber ich glaube, ich kann ganz gut einschätzen, was ich zu ihm sagen kann und was nicht. Und ich habe stets den Eindruck, so wirklich Lust, mit mir Streit anzufangen, hat er nicht.