kann man sich die große Vier relativ gut versüßen lassen. Deshalb habe ich mir gleich auch noch selbst eines spendiert, nämlich dieses
Tür-Reck.
Ich dachte bisher, in meiner kleinen Wohnung hätte ich keine Möglichkeit, irgendetwas zu finden, wo ich mich dranhängen kann, da wußte ich aber noch nicht, daß es solche praktischen Sportutensilien gibt, die quasi völlig ohne Schrauben halten und die man einfach zwischen zwei Türrahmen klemmen kann. Für die inneren Türen käme das allerdings höchstens für Zwerge in Frage, aber ich habe ja die hohe Balkontür mit stabilem Klinkersteinrahmen. Bei Holzrahmen hätte ich außerdem Bedenken, daß entweder der Rahmen beschädigt wird oder aber das Teil nicht wirklich richtig hält. Doch zwischen den Steinen hängt das Teil bombensicher. Ich habe schon so viel daran gezappelt, daß ich wohl davon ausgehen kann. Ich werde jedoch trotzdem versuchen, es mit den vorsorglich beigefügten Sicherungsschrauben zu befestigen, einfach um mich noch sicherer zu fühlen. Und ich habe nicht vor, die Stange ständig abzunehmen und wieder anzubringen. Dann würde ich sie nicht benutzen, das weiß ich. Zum Verschrauben muß ich aber erst prüfen, ob ich überhaupt zwei parallele Fugen habe, denn mit dem Schlagbohrer komme ich in Klinkerstein nicht rein. Ich bin ebenfalls gespannt, wie sie die Witterung ab kann, denn für Outdoor ist sie eigentlich nicht gedacht. Dort direkt unter dem Balkondach bekommt sie immerhin in der Regel keinen Regen ab. Na ja, wir werden sehen. Das Baumeln hatte ich irgendwie einfacher in Erinnerung. Das liegt wahrscheinlich daran, daß man als Kind den Affen noch näher steht und sich öfters mal mit den Armen fortbewegt, was dann mit dem zunehmenden Erwachsenenalter nachläßt.
Klimmzüge werde ich daran sicher keine machen, denn wenn man es gerade mal 2 mm hoch schafft, zählt sowas vermutlich noch nicht als Klimmzug. Aber dazu habe ich sie ja auch nicht gekauft, sondern einfach nur, um meinen Rücken ab und zu zu entgräten. Ich habe festgestellt, daß ich, so wie die Stange jetzt befestigt ist, mich oft fast automatisch dranhänge, wenn ich entweder den Balkon betrete oder ihn verlasse. Jetzt muß ich mir nur noch überlegen, was ich mache, wenn die Bäume ihr Laub verlieren und mich die Leute von gegenüber sehen können. Die werden sich sicherlich wundern, wenn ich wie ein nasser Sack ständig in meiner Tür hänge. Mit drei bis vier sportlich eleganten Klimmzügen sähe die Sache natürlich schon anders aus, aber so ist es wohl das Beste, wenn ich dann einfach das LIcht im ZImmer ausmache.
Ein eigenartiges Geburtstagsgeschenk habe ich dagegen von meiner Mutter erhalten. Sie hat mir nämlich das erste Mal, seit ich überhaupt denken kann, etwas in die Geburtstagskarte hineingeschrieben. Sonst gab es die Karten immer "blank" mit einem Schein drinnen. Ich habe mich zwar einerseits gefreut, andererseits war ich mir nicht sicher, ob ich mir deshalb Sorgen machen muß. An ihrem Bett habe ich dann ein Buch von Kübler-Ross liegen sehen. Das erklärt einiges. Außerdem hing an ihrer Wohnungstür innen ein weißer Zettel und als ich sie fragte, warum sie leere Zettel an die Tür hängt, erklärte sie, daß sie immer vergißt ihre Zähne mitzunehmen, wenn sie vor die Tür geht. Und da ja nicht jeder wissen muß, worum es geht, habe sie nichts auf den Zettel geschrieben. Aber er erinnert sie jetzt immer daran, ihre Zähne einzusetzen. Nun ja, so lange es nur ein einziger Zettel ist und die Wohnung nicht damit gepflastert ....
Witzig war es, als ich ihr zum Geburtstag gratulierte und meinen Blumenstrauß auspackte. Da fing sie lauthals an zu lachen und kriegte sich kaum wieder ein. Ich fragte sie verdutzt, was denn an dem Strauß so lustig sei und sie zeigte zu einer Vase, in der genau derselbe Strauß stand, welchen sie mir zum Geburtstag schenken wollte. So haben wir dann einfach mal den Strauß getauscht. Ich bestreite ja immer, daß wir den gleichen Geschmack haben, aber manchmal ist es wohl doch so.
In der Ecke eines Raumes finde ich einen großen, grünen Edelstein, vermutlich ein Aventurin. Ich gebe ihm jemandem, der sich im gleichen Raum befindet, da ich selbst bereits einen Stein besitze, allerdings einen roten. In seinen Händen verwandelt sich der Stein in ein hellgrün schimmerndes Handy aus Edelstein. Ob es auch funktioniert?
Ich gratuliere einem Vogel, der nicht vorhanden ist, schriftlich zum Geburtstag. Den Text sehe ich direkt vor mir. Ich weiß nicht, ob es da zur nächsten Traumsequenz einen Zusammenhang gibt, aber plötzlich bin ich von Ärzten und Krankenschwestern umzingelt. Alle wuseln um mich herum, während ich in einem Bett liege. Man hat mir irgendetwas um den Hals gelegt, vermutlich einen feuchten Halswickel, unter dem ich kaum Luft bekomme. Ich habe Angst zu ersticken. Als man mich mit einer weißen Daunendecke zudeckt, nehme ich trotzdem meine letzte Kraft zusammen und rufe, mich dabei etwas aufrichtend: "Ins Bett? Warum ins Bett? Ich bin doch gerade noch herumgelaufen. Ich kann das. Ich hab doch gar nichts!" Die Chefärztin schaut mich ungläubig an, so als könne sie nicht glauben, daß ich in meinem Zustand noch protestiere und als wüßte sie mehr als ich. Sie zuckt nur mit den Schultern. Es hat den Anschein, als hätte sie keine andere Wahl und könne daran nichts ändern. Ich ergebe mich meinem Schicksal, hoffe aber, daß die Leute um mich herum wissen, was sie tun und mich nicht vollends unter Halswickeln und Daunendecken ersticken. Das ständige Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, macht mich leicht panisch. Und ich muß an meinen Vater denken und daran, was sie mit ihm im Pflegebett alles angestellt haben. Aber das hier ist ja wohl kein Pflegebett, sondern nur vorübergehende Bettruhe. Hoffentlich. Ganz bestimmt.
Bemerkung: Ok, ich bin zwar immer auf Leute neidisch, die so viel schlafen dürfen wie sie wollen und brauchen, aber Bettruhe ist so ziemlich das Schlimmste, was man mir verordnen kann. Bettruhe ist wie lebendig begraben sein.
Auf einem Stuhl sitzend nähert sich mir ein Hund, dessen Kopfform an Snoopy erinnert, stellt sine Vorderpfoten auf meine Beine und legt zutraulich, wobei er die Augen schließt, seinen Kopf auf meinen Knien ab. Und alle um mich herum so: "Oh! Ist das süß!"
Ich bekomme eine sehr entspannende Rückenmassage von einer älteren Frau. Dabei liege ich genau ausgerichtet im rechten Winkel zum Meer auf einem Strand, der Kopf Richtung Brandung, und auch mein Körper selbst ist absolut gerade und gleichmäßig ausgerichtet. Ich wurde von ihr extra so hingelegt und einzelne Körperteile und Muskeln entsprechend in Form gedrückt und gezogen. Dies scheint von einiger Wichtigkeit zu sein, denn die Frau betont ebenfalls, daß ich nun absolut gerade sei.
was sich die Ei- und die Samenzelle dabei gedacht haben. Ich weiß auch nicht, was sich meine Eltern dabei gedacht haben. Vielleicht sollte ich mich bei den Leuten beschweren, die nicht zum 40. Geburtstag meines Vaters erschienen sind und meine Eltern damit auf dumme Gedanken gebracht haben. Und vermutlich habe ich mal wieder zu laut JA statt NEIN geschrien. Jetzt sitze ich hier zwischen lauter Verrückten und Ratten in einem merkwürdigen, bedrückenden Traum und weiß manchmal nicht, wozu das gut sein soll. Als zweifaches Geburtstagspräsent hat man es nicht leichter, es verhilft auch nicht zu besserer Gesundheit. Und eigentlich hat man seinen Zweck bereits in den ersten zwanzig Jahren des Lebens erfüllt. Ab heute zähle ich von 40 rückwärts. Der Countdown hat begonnen.
Während eines Urlaubs in Rumänien machen meine Mutter und ich mit einem kleinen Flugzeug einen Rundflug über eine größere Stadt. Wir fliegen dabei so tief, daß wir sogar teilweise an Sehenswürdigkeiten vorbeifliegen anstatt darüber hinweg. Die Stadt ist wirklich spannend, man sieht überall Burgen, mächtige alte Bauten, runde, pagodenartige Gebäude, deren einzelnen Abstufungen bewachsen sind und manchmal auch mitten in der Stadt Felsen, die von niedlichen Schlössern mit vielen Türmen gekrönt werden. Da wir gerne mehr sehen würden, als mit so einem Flugzeug möglich ist, lassen wir uns vorübergehend absetzen. Das Flugzeug schwirrt in Zickzacklinien und mit atemberaubender Geschwindigkeit davon, wir sind allerdings der Meinung, daß es irgendwo in einiger Entfernung wartet. Als wir genug gesehen haben, schauen wir uns suchend um. Ich bin der Meinung, es ist nach rechts geflogen, meine Mutter meint, geradeaus. Aber egal wohin wir auch schauen, nirgends findet sich ein wartendes Flugzeug. Jetzt müssen wir zu Fuß zu unserer Herberge laufen. Unterwegs bekommen wir durch Radio oder Fernsehen mit, daß ein Flugzeug über der Stadt abgestürzt ist. Wir wissen sofort, daß dies unser Flugzeug ist und wir nur dadurch, daß wir ausgestiegen und es ohne uns weitergeflogen ist, dem Absturz entkommen sind. Doch werden sich die Herbergsleute, welche denken, daß wir in diesem Flugzeug saßen, sicher große Sorgen machen. Aus diesem Grund beeilen wir uns nun sehr und hetzen so schnell wie möglich zu unserem Quartier. Aber die Leute dort wissen bereits bescheid, denn das Flugzeug ist ganz genau über diesem Quartier abgestürzt. Überall liegen leblose Menschen, die von Sanitätern und Feuerwehr notversorgt werden. Da wir nicht darunter waren, hatten sich die Wirtsleute denken können, daß wir wohl doch nicht in diesem Flugzeug waren. Es werden aufgeregte und erleichterte Worte gewechselt. Während ich mich betroffen im Absturzgebiet umschaue, bemerke ich eine alte rumänische Frau mit runzeligem Gesicht und grauem Haar, welche mich ohne Unterlaß mit unwirklich stahlblauen Augen mustert. Da ich irritiert zurückschaue, versucht sie mir radebrechend etwas zu sagen, kann aber nicht viel Deutsch und nimmt immer wieder neuen Anlauf.
"Du hast.... - du hast....." Hm, was habe ich? Mir kommt der Gedanke, daß es eine Wahrsagerin sein könnte, zumal sie mich zwar anschaut, aber auch auf eigenartige Weise an mir vorbei, als würde sie etwas erkennen, das sich neben mir befindet. Was will sie wohl orakeln? Daß ich einen Schutzengel habe? Schließlich scheinen ihr die Worte plötzlich eingefallen zu sein. "Du hast Papier-Finger." sagt sie lächelnd. Papier-Finger? Was meint sie wohl damit?
Uns wurde heute in einer Beratung ein fakultativer Kurs offeriert, in welchem man lernen kann, Emails zu schreiben und zu verwalten. Die meisten rollten nur mit den Augen, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Ich machte darüber unter uns eine Bemerkung, daß sowas Kindergarten ist und die meisten heute in der Schule schon Emails schreiben können. Selbst habe ich mir das ebenfalls ziemlich schnell alleine angeeignet, inklusive Verwaltung. Auch Herr N. schüttelte den Kopf über dieses Angebot, bei ihm liegt es allerdings daran, daß alles, was mit Computer und Emails zu tun hat, "Dreck" ist. Deshalb hat er nicht wirklich so viel Ahnung und antwortete, daß ihm solch ein Kurs nicht schaden würde, aber er sowas Schwachsinn findet. Das nahm ich dann zum Anlaß, ihn über seine technische Wohnraumausstattung auszufragen. Ich hatte in Erinnerung, daß er keinen Computer besitzt, und ließ mir das nochmal bestätigen. Handy verneinte er ebenfalls.
Er: "Was soll ich denn mit so'nem Dreck?"
Ich: "Haben Sie einen Festplattenrecorder?"
Er: "Was is'n das?"
Ich: "Dann haben Sie sicher noch einen Videorecorder."
Er: "Nö. Entweder es läuft was im Fernseher oder nicht."
(Die Surround-Anlage verkniff ich mir.)
Ich: "Und Sie haben bestimmt einen Plattenspieler."
Er: "Ja. Den behalt ich auch. Ist ja sogar wieder in."
Ich: "Aber nur, wenn man Scratchen kann."
Er: lacht und will mich in ein Gespräch über zerkratzte Schallplatten verwickeln, aber ich lasse mich nicht ablenken
und frage weiter: "Haben Sie noch so ein Telefon mit Wählscheibe?"
Er: (lacht wieder) "Nein, ein paar Tasten hat es schon."
Ich: "Aber nicht schnurlos?"
Er: "Für zehn Meter in der Wohnung brauche ich nicht so'n Zeug."
Ich vermute mal, daß er auch keinen Fotoapparat hat, zumal die Fotografen im Haus gegenüber für ihn immer "Schwuchteln" sind.
Jetzt muß ich ihn bei der nächsten passenden Gelegenheit nur noch über seine Küchengeräte ausfragen. Wenn er Kürbisse verarbeitet, dürfte die Ausstattung zumindest nicht rudimentär sein.
mußten ihn anziehen, weil er es selbst nicht mehr konnte, erzählt ein Rückengeschädigter. Da kann er noch von Glück reden, daß er überhaupt jemanden hat, der ihm beim Anziehen hilft. Wenn man niemanden hat, bleibt nur noch, im Bademantel den Pizzaservice zu empfangen oder sich einen Sack über den Kopf zu ziehen. Zum Glück habe ich immerhin genug Goldmünzen zur Stelle, falls das Geld ausgehen sollte. Eigentlich versuche ich, nicht an solche Horrorszenarien zu denken, um mich nicht verrückt zu machen. Aber kaum schaltet man den Fernseher ein, springt einem das nackte Grauen wieder ins Gesicht. Da sind mir Horrorfilme wirklich lieber, die Leute haben da ganz andere Probleme.
Ich träumte von einer neuen erotischen Spielart, nämlich sich von einem Phönix den A.... lecken zu lassen, wobei es auch im Traum nur bei einer Idee, die sich in Worte formte, blieb. Allerdings erschien diese Möglichkeit im Traum sehr viel reeller als nach dem Aufwachen, wahrscheinlich weil es in der Traumwelt keine Zweifel daran gab, daß man Phönixen tatsächlich begegnen kann, wenn man nur möchte.
"Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören."
(Kurt Tucholsky)
Eigentlich würde ich diesen Ausspruch gerne durch eine dritte Leidenschaft erweitern:
"Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, drei Leidenschaften: Krach zu machen, nicht zuzuhören und die Luft zu verpesten."
Der Vater und Betreuer eines Klienten stattete uns heute einen Besuch ab und fragte Herrn N., ob er Urlaub gehabt hätte, er sähe so erholt aus. Dabei war ICH es, die Urlaub hatte und er hatte damit natürlich Urlaub von mir. Ich glaube, das bekommt ihm richtig gut. Sobald ich längere Zeit da bin, sieht er ganz elend aus. :-))
Auf dem Nachhauseweg traf ich einen ehemaligen Kommilitonen von mir, den ich fast gar nicht wiedererkannt hätte. Früher war es ein ranker und schlanker, schnuckliger und wirklich, WIRKLICH, gutaussehender Typ. Er ist ungefähr vier oder fünf Jahre älter als ich und war damals bereits verheiratet. Vermutlich wurde dies sein Untergang und Verhängnis. Als ich ihn vor ca. drei Jahren öfters traf, da er auf dem gleichen Dienstgelände arbeitet, war er schon schwieriger zu erkennen, da pummelig und stämmiger. Allerdings waren die Züge des schönen Gesichts immer noch auszumachen. Heute dagegen war ich vor Schreck richtig perplex. Ein graues, aufgeschwemmtes Etwas von Gesicht, die dunklen Augen kaum noch erkennbar, ebenfalls stumpf und grau, eine Zigarette im Mund. Alles fort. Nichts mehr übrig. So viel verschwendete Schönheit bricht einem das Herz.
Auf einer Klassenfahrt, an der bunt gemischt Kollegen und ehemalige Mitschüler teilnehmen. Als sich einige Leute an Sachen von mir vergreifen, und das mehrmals, beschließe ich, etwas zu sagen und mache ihnen sachlich, aber bestimmt klar, daß ich das nicht in Ordnung finde. Diejenigen, mit denen ich spreche, reagierten für meine Begriffe extrem eingeschnappt, zumal ich sie nicht einmal angegriffen, sondern nur meinen Standpunkt und meinen Besitz verteidigt habe. Eine feindliche Atmossphäre baut sich auf, die mich aber erstaunlich wenig belastet, wie ich feststelle. Es ist sogar so, daß ich über das Verhalten der anderen eher schmunzeln muß, wenn sie mir verächtliche Blicke zuwerfen, über mich tuscheln und alles versuchen, damit ich mich mit meinem eigenen Verhalten schlecht fühle. Den ersten Tag nach der Klassenfahrt komme ich wieder ins Büro und Herr N. fragt, wie es gewesen ist. Er selbst war bei der Reise nicht dabei. Achselzuckend antworte ich ihm: "Ich habe ab jetzt vier Feinde."
Bemerkung: Wieder die Vier. Und dann auch noch gleich vier Feinde.
Habe mich heute beim Verdrängen ertappt. Eine Sportkollegin fragte, daß ich doch im August Geburtstag hätte und ich antwortete - ja, nächste Woche. Schön wär's, er ist schon diese Woche.
mit ganzen 180 Fragen, die ich teilweise etwas seltsam finde. Woher soll ich zum Beispiel wissen, ob ich irgendeine Empfindung mehr oder weniger als andere habe, denn schließlich kann ich ja nicht in andere Köpfe schauen. Auch hier bekomme ich wieder den
Typ 5.
Bei einem anderen
Eneagrammtest war ich auch schon die 5, also muß es wohl stimmen.
Enneagramm-Typ 5 - Der Forscher
"Denker", die zum Rückzug und zum Beobachten neigen
Der Forscher 5.Menschen dieses Persönlichkeitstyps fürchten tief im Inneren, dass sie nicht genug Stärke haben, um dem Leben standzuhalten. Deshalb neigen sie dazu, sich zu entziehen und den Rückzug in die Sicherheit und Geborgenheit ihres eigenen Bewusstseins anzutreten, wo sie sich geistig auf ihren Eintritt in die Welt vorbereiten können. Fünfen fühlen sich im Bereich des Denkens wohl und zuhause. Im Allgemeinen sind sie intelligent, belesen und nachdenklich und werden häufig zu Experten in den Bereichen, für die sich interessieren.Während einige von ihnen eine naturwissenschaftliche Orientierung haben, insbesondere jene mit einem Sechser-Flügel, fühlen sich genauso viele von ihnen zu den Geisteswissenschaften hingezogen, und es ist nicht ungewöhnlich für Fünfen, eine künstlerische Neigung zu besitzen. Fünfen sind häufig ein wenig exzentrisch; sie verspüren wenig Neigung, ihre Überzeugungen zu ändern, um sich der Mehrheitsmeinung anzupassen. Sie lehnen es ab, ihre Freiheit, zu denken wie es ihnen beliebt, zu kompromittieren. Fünfen fühlen sich im Bereich des Denkens wohl - problematisch und weit weniger angenehm wird es für sie, wenn es um ihre Gefühle geht, wenn die Beziehung Anforderungen stellt oder sie einen Platz in der Welt für sich finden müssen. Fünfen sind tendenziell schüchtern, unaufdringlich und unabhängig. Sie sind zögerlich, um die Hilfe zu bitten, die andere ihnen sehr gerne geben würden.
Fünfen sind empfindlich; sie fühlen sich gegen die Welt nicht ausreichend gewappnet. Um ihre Sensitivität zu kompensieren, übernehmen sie manchmal eine Haltung teilnahmsloser Gleichgültigkeit oder intellektueller Arroganz, was leider zur Folge hat, dass dies eine Distanz zwischen ihnen und den anderen schafft. Diese Distanz zu überbrücken, kann für Fünfen schwierig werden, weil sie ihrem sozialen Geschick nicht sehr vertrauen. Aber wenn es ihnen gelingt, dann sind sie wirkliche Freunde und lebenslange Verbündete.
Fünfen sind für gewöhnlich etwas gehemmt, wenn es um den emotionalen Ausdruck geht, aber sie haben oft stärkere Gefühle, als sie sich anmerken lassen. Nur wenige Menschen wissen, was unter der Oberfläche vorgeht, weil Fünfen oft ein übertrieben starkes Bedürfnis nach Abgrenzung und eine tief sitzende Angst vor Zudringlichkeit haben. Wegen ihrer Sensitivität und ihrer Angst vor Unzulänglichkeit fürchten sich Fünfen davor, überwältigt zu werden: sei es durch die Anforderungen anderer oder von ihren eigenen Emotionen. Manchmal gehen sie so damit um, dass sie einen minimalistischen Lebensstil entwickeln, durch den sie wenig von anderen verlangen und im Gegenzug wenig von ihnen verlangt wird. Andere machen ihren Frieden mit der Unübersichtlichkeit des Lebens und engagieren sich mehr, aber sie behalten zumeist ihre Angst, dass das Leben irgendwie mehr von ihnen fordern könnte als sie bieten können.
Fünfen - besonders die mit einem Vierer-Flügel - halten sich manchmal irrtümlich für eine Vier. Solche Fünfen erkennen, dass sie starke Gefühle haben, und sie identifizieren sich nicht mit dem oftmals extrem "hirnigen" Bild der Fünf. Aber die Fünfen, anders als die Vieren, behalten immer einen Rest Unbehagen, wenn es darum geht, ihre emotionale Befindlichkeit auszudrücken. Und ganz gleich, wie viel Geschick sie darin erwerben - die Sprache der Gefühle ist nicht ihre Muttersprache.
"voll trotzmundiger Sprüche"
statt
"trotz vollmundiger Sprüche"
Habe eine ganze Zeit lang in der Nacht rückwärtige Liegestütze gemacht, hinterrücks aufgestützt auf eine Stange. Bei jeder Liegestütze dachte ich, jetzt ist es vorbei, das war die letzte, nun kann ich nicht mehr, aber dann ging es doch immer noch. Ich wunderte mich selbst darüber, daß ich so viele Liegestütze schaffe und die mich gar nicht anstrengen. (Kein Wunder, war ja nur ein Traum.)
Danach in einer Stadt unterwegs, die mir wie eine Stadt der Zukunft oder auch eine auf einem fremden Planeten vorkam. Die Innenstadt sieht noch ganz normal aus, doch am Stadtrand entdecke ich Gebäude wie dicke weiße Klötze, die sich ringförmig als Mauer um die gesamte Stadt ziehen. Ich denke zuerst an Kraftwerke, vielleicht sind sie es teilweise auch, doch in manchen Abschnitten sind auch Wohnungsfenster zu erkennen. Dann folgen Straßen voller winzigen Bungalows, die eigentlich mehr die Größe eines Spindes haben, in welchen sich ein schmales Fenster und eine Tür befinden. Ein Bungalow gleicht hier dem anderen, nur daß bei einigen wenigen die Türen offen stehen, vielleicht weil hier niemand wohnt. Von dieser Straße gehen immer wieder Abzweigungen zu Durchgängen oder Siedlungen ab, wobei auffällig die vielen Türen überall sind. Türen befinden sich auch in Mauern und Felsgestein, allerdings bemerke ich, daß manche nirgendwohin führen, sondern ebenfalls nur Mauer oder Stein dahinter ist. Das Ganze ähnelt einem Labyrinth und zu allem Überfluß wird mir klar, daß es verboten ist, bestimmte Abschnitte zu betreten. Man sollte sich nicht dabei erwischen lassen, denn dann bekommt man Ärger mit den Aufpassern und Hütern des Gesetzes, die dort patroullieren. Irgendwoher ist mir klar, daß dies nicht nur wenig Ärger ist, sondern eine echte Gefahr darstellt.
Bemerkung: Wenn ich in der Nacht schon so viel Sport gemacht habe, dann muß ich ja jetzt keinen mehr machen. *gg*
Vielleicht war die Übung aber auch ein Vorschlag für meine Neuerwerbung.
Ich bin ja gespannt, wie lange es die Katholische Kirche durchzieht, die Leute sonntags neuerdings um 8:40 h aus dem Bett zu glöcknern, bevor sich die ersten Anwohner beschweren. Da haben alle Schiß wegen der Moschee und den eigentlichen Lärm machen ganz andere.
Wenn man noch nicht wegen der Kirchenglocken oder der Flugzeuge wach ist, hat man gute Aussichten, durch kreischende Kinder geweckt zu werden. Normalerweise stören mich Kindergeräusche relativ wenig, da ich 17 Jahre lang einen Kindergarten auf dem Hof hatte, in welchem wochentäglich 20 - 30 Kinder spielten. Ich bin also einiges gewöhnt und höre sowas kaum, bzw. verbinde es eher mit angenehmen Gefühlen wie Heimat, Zuhause usw. Einmal gab es allerdings unter den Kindern einen Jungen, der konnte täuschend echt die Polizeisirene nachahmen und hat damit meine Mutter um den letzten Nerv gebracht. Seit unser Vermieter einen kleinen Spielplatz in den Hof gebaut hat, hört man hier jetzt auch öfters Kinder spielen. Es sind "nur" zwei, nämlich eine Marie und ein Marco. Leider scheint die kleine Marie ausschließlich schreiend zu kommunizieren, denn während ich vom kleinen Marco noch nie einen Ton gehört habe, höre ich Marie ständig. Sie muß einige Aufgänge links von mir wohnen, der Spielplatz befindet sich 200 m weiter rechts von mir, so daß sie immer mit ihren Beinchen den Weg unter dem Fenster entlangtrappelt und ungefähr in meiner Höhe entweder ihre Eltern lauthals schreiend vorwarnt, daß sie im Anmarsch ist, oder aber in der anderen Richtung ihren Spielfreund, daß sie nun wieder den Spielplatz beehren wird. Es können sich aber auch solche Dramen abspielen, wie heute vor meinem Fenster, als man sie entzückt ausrufen hörte (man hätte meinen können, sie hätte die neue Mutation einer Waldsegelohreule gefunden) - Eine Ameise! Meine Ameise, meine Ameise! - Dann ein lautes Aufstampfen, ein gellender Schrei und eine Empörung, die wahrscheinlich noch drei Straßen weiter zu vernehmen ist - Ohhhhh, Marco! Du bist sooooo gemein! - Spätestens jetzt ist man hellwach.
Das unförmige Ding dort unter der Decke, das bin ich.
Ich bin nämlich auf die geniale Idee gekommen, mir mit einem weitmaschigen Plaid ein Lesezelt zu bauen. Einfach das Plaid unter Füße und Kopf klemmen. Darunter ist es hell genug zum Lesen und wird kuschelig warm, so daß selbst die Hände und das Gesicht nicht frieren, die sonst immer hervorschauen und bei diesem Mistwetter schnell klamm werden. Und nach drinnen möchte ich nicht, denn dort bin ich bald wieder lange genug. Außerdem ist es im Zimmer sogar weniger warm als in meinem Lesezelt, da ich keine Lust habe, schon die Heizung aufzudrehen.
Wenn ich so unter dem Plaid hocke, kommen mir sofort Erinnerungen an die Regentage meiner Kindheit. Es gab Zeiten, da war ich nur zum Essen und Schlafen in der Wohnung und ansonsten den ganzen Tag mit meinen Spielfreunden draußen. Und Regen hat uns damals nicht abgeschreckt. Wir legten Decken und Planen über das Klettergerüst, schoben ein Brett zwischen die Sprossen, das wir "unsere Couch" nannten, bauten uns so eine Behausung, in welcher wir hockten und uns Witze oder Gruselgeschichten erzählten. Manchmal hockten wir auch im Indianerzelt, welches M. gehörte, und das wir ebenfalls mit Planen abdeckten. Doch wenn es richtig schlimm mit dem Regen wurde, suchten wir Unterschlupf in einem der Hausflure. Es gab drei davon. Der vordere Hausflur war eher ungünstig, da relativ klein und von dort gingen auch die meisten Wohnungstüren ab, weshalb sich die Mieter durch lärmende Kinder im Flur leichter belästigt fühlten. Dann gab es einen Durchgang zum Hinterhof, der war groß wie ein Tanzsaal und mit ebenso glattem Steinparkett, wo man die schönsten Rutschpartien und sogar Wettrennen veranstalten konnte. Auch das Fangespiel durch beide Hausflure hindurch, immer im Kreis über Hinterhof, Hofeinfahrt, Straße und wieder vorderen Eingang war sehr beliebt, aber sehr laut, weshalb es nie lange dauerte bevor der Hausmeister kam und uns ermahnte, nicht so viel Krach zu machen. Einmal, mitten im schönsten Fangespiel, lief ich direkt gegen seinen Bauch, als er gerade hinter der Tür zum Zwischenflur stand. Auf frischer Tat ertappt, sozusagen. Doch am schönsten war es eigentlich immer im dritten Hausflur des Hinterhauses. Dieser hatte ebenfalls ein kleines, besonders glattes Steinparkett, für Eislaufimitationen bestens geeignet, und da dort nur zur linken Seite Wohnungstüren abgingen, davon zwei als Hinterausgänge, zur rechten Seite dagegen nur Gemeinderäume, in denen sich in der Regel niemand befand, beschwerte sich hier auch seltener jemand. Je höher man kam, um so schummriger wurde es, und auf dem letzten Treppenabsatz vor dem Dachboden gab es gar kein richtiges Fenster mehr, sondern nur noch ein rundes "Bullauge". Wenn man von hier auf den Hof hinuntersah, erschien einem die Welt fast unwirklich, so weit entfernt hinter dem dicken runden Glas. Direkt unter dem Bullauge stand eine alte Truhe, in welcher immer irgendwelche alten Kleider herumlagen. Wir verkleideten uns damit zum Beispiel als Piraten und der Treppenabsatz war unser Schiff. Durch das Bullauge hindurch beobachteten wir feindliche Annäherungen oder wir lieferten uns Fechtkämpfe, mit allem was uns gerade in die Hände fiel. Manchmal war der letzte obere Absatz vor der Dachbodentür aber auch eine Bühne und wir die Schlagerstars. Jeder war an der Reihe und der Rest spielte Publikum. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, daß ich mich in dieser Zeit jemals an einem Regentag gelangweilt hätte, und das völlig ohne Fernseher und Internet.
Dicke Wolken, wohin man blickt. Schon gestern morgen fing meine Narbe am Oberschenkel an zu jucken. Die habe ich bereits seit meinem Kleinkindalter und deshalb keine Ahnung, woher sie stammt. Vielleicht ist es eine Impfnarbe, allerdings legen meine anderen Impfnarben nicht solch ein seltsames Verhalten an den Tag. Normalerweise nur ein kleiner weißer Punkt, bekommt sie bei bestimmten Wetterlagen eine ringförmige Schwellung und fängt tierisch an zu jucken. Dann weiß ich sofort, aha, es liegt etwas in der Luft, meistens stärkere Regenfälle. So auch gestern. Tagsüber hielt es sich und genau abends, als ich mit vollen Taschen aus dem Supermarkt kam, schüttete es aus Kübeln, so daß ich bepackt an unserer doppelten Straße stand, wo man wegen der kurzen Sprinter-Ampelphasen immer zweimal warten muß, während die Autofahrer, nicht wartend, gemütlich im Trockenen sitzen, und tropfte vor mich hin.
Heute nervte dafür der Ordnungs- und Kontrollzwang meines Büro-Mitinsassen mal wieder. Er hat während meiner Abwesenheit die Akten umgehängt, Büroklammern aus meinem Behälter umsortiert, und meinen Kalender für 2010 weggeworfen, was er letztes Jahr mit dem Kalender für 2009 auch bereits getan hatte. Das mit dem Kalender habe ich erst heute gemerkt, so daß ich nach Montag wegen der Akten gleich noch einmal schimpfen mußte. Er hat so getan, als sei es eine "mysteriöse Person" gewesen, die den Kalender mit dem für 2011 ausgetauscht hat, aber es kann nur er gewesen sein, bzw. jemand auf seine Anweisung, denn nur ihn würde es stören, wenn bei mir zwei Kalender herumliegen. Aber klar, im August ist das Jahr sowieso vorbei. Er ist außerdem der Meinung, ich brauche keinen Kalender, weil ich 'nichts' eintrage. Ich trage wenig ein, das stimmt, aber vor allem schaue ich öfters hinein. Jedenfalls bin ich nach wie vor froh, daß ich sowas nicht zuhause habe. Bei einem Kontrollfreak, der ständig an den Heizungen und Fenstern herumdreht, Stecker von Fernseher und Computer jeden Abend herauszieht, alles wegwirft, was er nicht braucht oder kennt, egal ob es ihm gehört oder nicht, würde ich außerhalb des Büros eine Krise kriegen.
Gestern hab ich hinter meinem Bildschirm vor Lachen fast am Boden gelegen, als ich ein Telefongespräch von ihm belauschte. Er sprach mit einer Kollegin über einen Heimbewohner und sagte so Sachen wie "Na vielleicht pißt der so dolle, daß es den Bewohnern der Etage darunter schon auf den Kopf tropft." und dann "Die sollen ihn in den Keller schieben und sagen, es sei Hochwasser." Unterhaltsam ist er ja....
Heute lachte ich dagegen über eine Postangestellte, die mir auf dem Postamt ein Päckchen geben wollte. Ich weiß nicht, was passiert ist, vielleicht ist sie gestolpert, aber als sie sich mit dem Päckchen dem Thresen näherte, flog dieses plötzlich im hohen Bogen durch die Luft, landete glücklicherweise noch auf dem Tisch, und sie flog gleich mit ihrem Oberkörper hinterher. Dann fing sie lauthals an zu lachen und meinte: "Das war jetzt Flugpost." Ich habe erst etwas verdutzt geguckt und konnte danach auch kaum noch an mich halten. Den ganzen Nachhauseweg gluckste und grinste ich vor mich hin, weil es so komisch ausgesehen hat, als das Päckchen durch die Luft segelte und sie hinterher.
Als Zuschauer in einem frei zugänglichen Film, der in Paris spielt, wo ich auf Straßen und Grünflächen herumlaufe und mir so mittendrin diesen Film anschaue, während die Schauspieler an mir vorübergehen und die Handlung führen. Es ist ein französischer Film, der eine ungewöhnliche Idee umsetzt: Alle Schatten in diesem Film sind statt schwarz, bzw. dunkel nämlich weiß. Ein merkwürdiger Anblick, und sogar mein eigener Schatten, den ich auf eine Rasenfläche werfe, ist weiß. Ich frage mich, wie die Filmemacher es geschafft haben, diese Idee so perfekt umzusetzen, daß tatsächlich alle Schatten weiß aussehen.
Heute wieder von goldenen Schlüsseln geträumt. Diese lagen aufgereiht in einer Wandnische und sofort fiel mir im Traum ein, sozusagen als Fortsetzung
dieses Traumes, daß mir ein goldener Schlüssel ins Klo gefallen ist. Ist er jetzt wieder aufgetaucht? Hab ich alles nur geträumt? Warum sind es jetzt mehrere?
Bemerkung: Und überhaupt würde mich langsam mal interessieren, zu welcher Tür oder Schatzkiste diese Schlüssel gehören.