saß ich die meiste Zeit heute wie auf Kohlen in der Weiterbildung. Zwischendurch ist mir kurzzeitig schlecht geworden, als ich mal wieder live die Nettigkeit der Menschheit zueinander erleben durfte. Kollege S. ist bereits allgemein bekannt dafür, andere gerne herunterzumachen und abzukanzeln. Das geschieht meist über Telefon und niemand gibt gerne Akten an ihn ab. Kollegin R. ist zugegebenermaßen etwas merkwürdig, groß, grob und klotzig wirkend, in seltsamem Kleidungsstil, sehr schnell und gerne redend, so schnell, daß ich oft nur die Hälfte verstehe, gerne vieles besserwissend, ist sie berühmt berüchtigt dafür, bei jeder Beratung und Gelegenheit komische oder unverständliche Fragen zu stellen oder Ausführungen zu machen. Dies und eine Hauterkrankung, die bei empfindlichen Tussis schon beim bloßen Anblick Grieben an den Lippen auslöst, hat zur Folge, daß sich gerne ein wenig über sie lustig gemacht wird. Natürlich machte sie ihre berühmt-berüchtigten Ausführungen auch wieder im Unterricht und Herr S. hatte tatsächlich die Frechheit, ungefragt zu unterbrechen und zu kommentieren mit Bemerkungen wie: ""Da sind sie aber sehr falsch informiert, Frau Kollegin, und das schon seit zwei Jahren. Sie sollten sich mal ein wenig belesen." und dies in einem Tonfall, die aussagte, daß viel mehr damit gemeint war, als nur der äußerliche Inhalt der Sätze. So am Telefon mit Leuten umzugehen ist das eine, aber jemanden vor dreißig Kollegen so runterzumachen, zeugt von wahren A-loch-Qualitäten. Die Arbeitsatmosphäre ist ja kaum noch irgendwo in Ordnung. Je mehr Arbeit, je weniger Personal, um so mehr hackt man gegenseitig aufeinander los und sogar die Leitung macht mit. Wie in einer Hühnereierlegebatterie - und der Stärkste überlebt. Einige tun sich besonders dabei hervor. Ich bin froh, daß ich einigermaßen in Ruhe gelassen werde. Das Reden hinter dem Rücken hat immer mal wieder Höhepunkte, die man am Verhalten erkennen kann, und ebbt dann wieder ab. Die eine Kollegin, die einmal eine Zeit lang am liebsten auf mir herumgehackt hat, hat sich nach zwei Monaten wieder eingekriegt oder hat es vielleicht auch aufgegeben, wer weiß. Kritisch ist es mit den Teamleitern. Die eine ist Meisterin in Spielchen spielen, Nach-unten-treten und Droh-Mimikry, die andere im Sticheln.
Glücklicherweise hat der Dozent eher Schluß gemacht, so daß ich, wie meine Ärztin es wollte, persönlich ins Zentrum fahren konnte, um mir einen Termin zu holen. Und einfacher als gedacht bekam ich gleich für Freitag einen Termin. Die Schwester an der Rezeption meinte, das sei Glück, weil jemand den Termin abgesagt habe. So spare ich mir wenigstens morgen den Anruf bei der Ärztin, für den Fall, daß es nicht geklappt hätte, bis nächste Wochemit einem Termin versorgt zu sein. Dann hätte ich in der Spätsprechstunde ständig darauf lauern müssen, daß Herr N. mal das Zimmer verläßt, um telefonieren zu können. Natürlich liegt der Termin aber so während der Arbeitszeit, daß ich entweder meinen letzten Urlaubstag opfern oder mich krank melden muß. Doch das ist mir jetzt auch egal.
In einem Regal voller alter, ausrangierter Bücher, von denen ein Teil bereits weggeworfen oder verkauft wurde, suche ich nach Büchern zum Thema Krebs. Könnte ja sein, daß ich die jetzt brauchen kann. Allerdings finde ich keine, sondern stattdessen zwei völlig transparente Computermäuse ohne Innenleben, eine große und eine kleine. Super, daß ich die gefunden habe, denn ich bin der Meinung, sie nun im Gegenteil zu vorher richtig gut gebrauchen zu können. Mir will nur irgendwie nicht einfallen, zu welchem Zweck. Dieser muß mir vorübergehend entfallen sein, doch fest steht, daß die beiden Mäuse zu diesem Zeitpunkt ein glücklicher und praktischer Fund sind.
Seit heute geht die Funkuhr wieder völlig normal, natürlich ganz ohne neue Batterie, die ich ja erst im Juli gewechselt hatte, und siehe einer an - die Sonnenfleckenanzahl ist rasant gesunken. Mit bloßem Auge sind gar keine mehr zu sehen. Mich wundert allerdings, daß immer nur die Funkuhr in der Küche betroffen ist. Bei anderen Funkuhren ist mir das noch nicht so extrem aufgefallen.
zwischen Rechtsverordnungen und Gesetzbüchern in theoretischer Betrachtung bin ich erst einmal sicher vor dem bösen K-Wort, aber denkste. Gleich zu Beginn berichtete der dozierende RA von einer Mandantin, die ihm nach zwei Chemos mitten in den Verhandlungen weggestorben ist. Und auch die Kollegin, die neben mir saß, erzählte mir von der älteren Kollegin, mit der ich früher im "Geisterhaus" zusammengesessen und welche mitten während der Arbeit damals einen Schlaganfall bekommen hatte, daß diese später ebenfalls noch das K hatte, außerdem von unserer gemeinsamen Kommilitonin, welche jetzt so alt wäre wie ich, aber schon einige Jahre zuvor wegen K das Zeitliche gesegnet hat und von ihrem Schwiegervater mit einem unheilbaren K, den man wieder nach Hause geschickt hat, weil es noch zu früh sei, um etwas zu machen, und ich dachte die ganze Zeit bei mir - ich will das nicht hören, ich will das nicht hören, nicht heute. Außerdem saß meine ehemalige Chefin der alten Abteilung mit in der Schulung und kam zu mir, um mir zu sagen, daß sich die Alteingesessenen des "Geisterhauses" im November treffen würden und ob ich auch Lust hätte zu kommen. Ich hatte zuerst verstanden, sie würden sich in dem Haus selbst treffen und habe vor meinem inneren Auge bereits eine wilde Orgie in dem gesperrten, baufälligen Sanatorium gesehen. Halloween-Parties könnte man dort jedenfalls bestimmt gut feiern. Etwas peinlich war allerdings, daß die neben mir sitzende Kollegin ebenfalls in diesem Haus gearbeitet hat, wenn auch nicht so lange wie ich, und sie ebenfalls als Chefin hatte, doch weder angesprochen noch erkannt wurde. Ob mit Absicht oder ohne, wage ich nicht zu entscheiden, aber vorstellen könnte ich mir beides.
wieviele Gespenster heute auf der Straße unterwegs sind. Und seltsamerweise sind alle zwergengroß. Die scheinen in der jetzigen Zeit unter Wachstumsstörungen zu leiden. Eines davon hat jeden wie eine Katze angefaucht. Tja, daraus, sich auf dem Dachboden des Ehemals-Gefängnis-Bürogebäudes im Dunkeln bei Halloween zu gruseln, wird diesmal nix. Aber zu fürchten habe ich trotzdem mehr als genug. Da reicht es schon aus, nur an die nächste Woche zu denken, dann stehen mir die Haare zu Berge. Zwei Tage Fortbildung und dazwischen der Arzttermin, dabei habe ich weder für Fortbildung noch sonst irgendwas im Moment einen Kopf. Letzte Woche habe ich ständig alle Zahlen verdreht. Und wenn Saturn ab nächste Woche über die Venus läuft, ahne ich bereits, daß ich auch den Rest der Woche wohl nicht vor Freude strahlen werde. Ein wenig fühle ich mich wie vor meiner Exekution, wobei dieses Gefühl nicht aus einem Ereignis erwächst, sondern aus der Erkenntnis, daß egal was passiert, sogar das bestmögliche, ich in den nächsten Monaten immer, wohin es auch geht, den Kürzeren ziehen werde, dabei das Jahresende als rettenden Strohhalm im Blick, was es aber keineswegs sein muß. Und meine Mutter begrüßte mich heute sehr geheimnisvoll und teilte mir mit, daß sie meinen Ratschlag befolgt habe. Ich denke hä, wie, seit wann befolgt sie meine Ratschläge und vor allem welchen? Sie habe sich neue Möbel gekauft, um den uralten und kaputten Müll, den sie beim Umzug noch mitnehmen wollte, loszuwerden. Eine Schrankwand für knapp 4000 EUR, ein Couchtisch für 400 EUR und Badmöbel für 400 EUR. Bei den Preisen mußte selbst ich schlucken, aber sie kann es sich leisten.
sitzt gerade an meinem Fenster. Wenn sich das Teil nicht bewegen würde, würde ich mich fragen, wie wohl das Stück Bürste an die Hauswand gekommen ist. Merkwürdig, warum sie sich so spät im Jahr im vierten Stock eines Hauses blicken läßt. So eine Raupe braucht bestimmt ein Raupenleben, bis sie das Dach erreicht hat, oder was weiß ich, wo sie hin will.

Eine neuartige Dehnübung im Traum, über mehrere Minuten ausgeführt. Im Seitstütz das obere Bein anwinkeln und die Fußspitze nach oben, nicht nach hinten ziehen. Im Traum war es völlig einfach, in der Wirklichkeit kann ich mein Bein allerdings nicht so weit verdrehen, daß die Fußspitze ganz nach oben zeigt, sondern schaffe so ungefähr 70 Grad.
Im Kunstkatalog einer Künstlerin blätternd. Auffällig ist, daß in alle ihre Bilder Zahlenstempel integriert wurden, jedoch nur eine Zahl je Bild. Zum Beispiel bei einem Bild dreimal die Eins oder bei einem anderen viermal die Vier.
In einer (neuen?) Wohnung, welche noch halbleer ist und mit speckigem Linoleum ausgelegt. Eifrig versuche ich die Flecken vom Boden wegzuschrubben, aber entdecke immer mehr und größere davon. Außerdem finde ich meine Katze, unter einem Tisch sitzend. Aufmerksam schaut sie mich an und will mir etwas mitteilen, sagt mit komischer Mickymausstimme: "Bäuchlein voll." Huch, seit wann kann sie denn sprechen? Irgendwie cool - so bekommt man wenigstens mal ein paar klare Ansagen.
Bemerkung: Wenn sie auch noch staubsaugen könnte, so wie diese hier,
über die ich nicht hinwegkomme....
von Supermarkt, der im übrigen der einzige in meiner Nähe ist, der überhaupt Müllermilch führt, gibt es schon seit mehr als zwei Wochen keine Müllermilch Schoko mehr. Oder vielleicht bin ich abends auch immer zu spät, was weiß ich. Aber wenn ich nicht bald meine Droge bekomme, werde ich noch zum Mörder oder Geiselnehmer.
Ich befinde mich in einer Klinik als Patient, in welcher mein Physiotherapeut arbeitet. Ab und zu kommt er in mein Zimmer, um mir eine Massage zu verpassen und hat mir außerdem erlaubt, mich im Pausenraum des Klinikpersonals aufzuhalten. Dieser ist ziemlich groß und mit gemütlichen Sesseln und einem Sofa ausgestattet. Ein immer wechselndes Häufchen von Personal trifft man hier und es wird viel geraucht, was mich ein wenig wundert. Trotzdem bin ich gerne hier, da ich sofort akzeptiert werde und mich herzlich aufgenommen fühle. Nur einer ist ein wenig brummig zu mir. Als ich kurz hinausgegangen bin, hat er auf meinen Platz eine mächtige Tasche abgelegt und als ich erneut hereinkomme und höflich frage, ob ich wieder auf den Platz dürfte, nimmt er zwar die Tasche fort, setzt sich aber demonstrativ selbst in den Sessel. Hm, nun ja, war wohl blöd von mir zu fragen, aber es findet sich noch ein Plätzchen auf dem Sofa. In der Klinik gibt es auch Tiere unter anderem ein wohl altersdementer Hund, der sich wie ein Kreisel ständig um sich selbst dreht. Der Physiotherapeut ist immer mal wieder damit beschäftigt, ausgebüxte Tiere einzusammeln. Während er einem Vogel hinterherjagt, entdecken eine Schwester und ich zwei winzige grau gestreifte Kätzchen um uns herumschleichen. Na sowas! Wo kommen die denn her? Wenn ich mich nicht im Pausenraum oder in meinem Zimmer aufhalte, streife ich durch die meist leeren Klinikflure und schaue neugierig in die Zimmer der Ärzte. Diese sind nur durch Glasscheiben von den Fluren abgetrennt und man kann beobachten, wie sie Besprechungen abhalten und diskutieren. Und seltsamerweise fühle ich mich fast wie zu Hause. Ab und zu denke ich deshalb bei mir: Eigentlich ist Klinik ja gar nicht so schlimm. Zumindest nicht, wenn es so ist wie hier.
Es gibt so Menschen, die sind wie Ruhepole in einer stürmischen Zeit. Und es gibt Tage, die sind so bitter bitterkalt, daß weder ein Ofen noch ein Flächenbrand ihnen etwas Wärme zu geben vermöchte.
den Oktober zu kalt? Im Oktober 1995 gab es noch Tage mit einer Höchsttemperatur von 20 Grad. Jedenfalls zeige ich meinen Protest indem ich mich weigere, bereits meine Winterjacke anzuziehen, obwohl mir kalt genug dafür wäre. Stattdessen lenke ich mich mit einer meiner Lieblingsschwächen ab: Mängelexemplare. "Der Puppensammler", "Sundance" und "Die Wahrheit über das verlorene Symbol" für je 2,49 EUR, ein Vesta- und Tarotbuch für je knapp 4 EUR. Aber ich weiß gar nicht, warum ich das schreibe, denn mich beschäftigen ganz andere Dinge. Für diese eigentlichen Dinge finde ich nur keine oder wenig Worte. Was ist zum Beispiel mit den Ratten? Warum sehe ich keine mehr? Ist die Luft endlich rein oder lauern sie irgendwo im Untergrund, im Hinterhalt? Kann ich mich wieder hinauswagen oder muß ich mich vor dem nächsten Angriff fürchten? Fressen sie sich vielleicht schon durch meine Brust in das Herz hinein? Wieviele Täuschungen gilt es noch zu entwirren? Wievielen Wahrheiten ins Auge zu schauen? Werden die Wahrheiten angenehm oder unangenehm sein? Wie wird es weitergehen? Wann kann ich wieder unbeschwert sein? Wird mir nun, nachdem ich das ganze Jahr bereits auf schwankendem Boden gewandelt bin, dieser sogar noch vollends weggezogen? So viele Fragen und nicht eine Antwort...
Ich glaube, ich brauche dringend etwas zu lachen. Natürlich könnte ich mir alle Folgen von Al Bundy anschauen, aber wenn man jede fünf- bis sechsmal gesehen hat, ist es irgendwann nicht mehr so witzig und vielleicht ist der Humor auch etwas zu morbide. Obwohl mir das ja liegt, habe ich mir stattdessen im TV-Programm sämtliche Ausstrahlungen von "Switch reloaded" vorgemerkt. Und wehe, es ist nicht lustig!
Zunächst sei einmal gesagt, daß Menschen, die selbstbewußt sind und zu ihrer Emotionalität stehen, es leichter haben werden, sich ihrer Träume zu erinnern, weil jegliche Traumgestaltung im Zusammenhang mit unserer gesamten Emotionsskala steht. Versuche in Traumforschungslabors mit schlafenden Versuchspersonen haben gezeigt, daß an Traumverdrängern wesentlich häufiger Augenbewegungen unter geschlossenen Lidern festgestellt wurden als an Traumerinnerern...Ihre Augen brauchen wesentlich mehr Bewegung zum Wegschauen als zum Betrachten. Das wäre eine Erklärung dafür, daß Traumverdränger mehr Augenbewegung für ihre Träume benötigen als Traumerinnerer...
Wenn wir Fernsehfilme auch als "Ersatztraumhandlung" verstehen und das Spiel unserer Emotionalität dabei beobachten, könnte das Fernsehen neben seinem Unterhaltungs- und Informationswert auch eine großartige Selbsterfahrungshilfefunktion enthalten. Ja, Sie können Ihr Fernsehgerät ab sofort für Ihre Traumarbeit bewußt als "Selbsterfahrungshilfegerät" einsetzen und sich einen Emotionsspiegel erarbeiten. Gerade starke Traumverdränger werden mit Hilfe ihres Emotionsspiegels interessanten Aufschluß über das Funktionieren ihres Verdrängungsmechanismus erhalten...Sie ersparen sich viele Umwege, wenn Sie diese Betrachtungsweise, die später für Ihre nächtlichen Träume erforderlich ist, vor dem Fernsehapparat bewußt trainieren. Selbst dem dümmsten und oberflächlichsten Fernsehfilm können Sie auf diese Weise die "besten Wahrheiten über sich selbst abgewinnen"...Treten Sie aus der Rolle des passiven Fernsehkonsumenten heraus und gewinnen Sie dem Fernsehen Botschaften über sich selbst ab. Wählen Sie unter diesem Gesichtspunkt nicht nur Filme, die Sie interessieren, sondern auch Filme, für die Sie normalerweise nichts übrig haben. Wenn Sie also keine Krimis, Horror- oder Sexfilme mögen, so überwinden Sie sich einmal, sich so einen Film anzusehen - und beobachten Sie sich selbst dabei...Nehmen Sie sich am besten gleich nach dem Fernsehfilm ein wenig Zeit und versuchen Sie herauszufinden, warum Sie diese oder jene Szene so stark angesprochen hat...Das Spiel unserer Emotionen ist ja mit den Erfahrungen verbunden, die an Ursachenerlebnisse geknüpft sind. Versuchen Sie, für sich eine Erklärung für Ihre starke emotionale Beteiligung zu finden...Suchen Sie immer zu den Punkten, die Sie in einem Film besonders angenehm oder unangenehm berührt haben, Parallelen zu sich selbst und Ihren Erfahrungen in Ihrem Leben. Finden Sie heraus, mit welchen Erfahrungen das Unbehagen verbunden ist, das zum Beispiel ein Horrorfilm oder Krimi bei Ihnen auslöst. Auf diese Weise werden Sie nicht nur einen interessanten Fernsehabend genossen haben, sondern sich Abend für Abend ein Stück nähergekommen sein und so manches Erlebnis aus der Verdrängung holen und neu betrachten können...Sie arbeiten dabei automatisch an Ihrem Verdrängungsmechanismus, der Ihnen den Zugang zu Ihrer Traumwelt blockiert, und er wird nach und nach abgebaut...
Eine weitere Gefahr bei einer Überbewertung des analytischen Prozesses und der Unterbewertung des Kreativitätsaktes - der Traumproduktion selbst - besteht darin, daß der Kreativitätsausdruck auch im Wachzustand blockiert wird. Nicht selten gehen durch eine Analyse künstlerische Fähigkeiten verloren. Das wird übrigens auch von Analytikern beobachtet und bestätigt....Ich spreche hier aus einer gewissen Erfahrung, denn in meinen Kreativitätsseminaren "Schreiben aus dem Unterbewußtsein" haben Teilnehmer, die durch Analysen gegangen sind, häufig wesentlich größere Schwierigkeiten gezeigt, Blockaden vor dem kreativen Ausdruck abzubauen, als jene Teilnehmer, die keine Analyseerfahrung hatten. Der kreative und der analytische Prozeß sind zwei völlig verschiedene Dinge. Bei dem einen arbeitet der "Bauch" (Träume), bei dem anderen der "Kopf". Wenn man jetzt dazu neigt, den analytischen Prozeß überzubewerten, unterdrückt man damit den kreativen Ausdruck im Wachbewußtsein und kommt nicht in die Lage, den Kreativitätsmechanismus im Wachsein einzusetzen. Man kann also keine "Geschichte schreiben" und während des Kreativitätsaktes des Schreibens schon analysieren oder unbewußt den Analysierprozeß "eingeschaltet" haben, denn sonst fällt man aus der Geschichte heraus. Man muß daher den analytischen und kreativen Prozeß völlig voneinander trennen und letzteren prinzipiell höher bewerten.
(aus "Verschlafet eure Träume nicht" von Sonja von Eisenstein)
Ich werde aufgefordert, unter mehreren Männern den auszuwählen, den ich liebe. Dazu soll ich demjenigen eine lilafarbene, brennende Stumpenkerze übergeben. Ich wähle meinen ersten Kindheitsschwarm aus der 2.-3. Klasse und reiche ihm die Kerze. Er scheint skeptisch zu sein, aber ich beteuere ihm: "Wenn ich dich nicht lieben würde, würde ich dich nicht aussuchen und dir eine Kerze schenken!"
Im ehemaligen Untermietszimmer, das diesmal völlig anders aussieht und eingerichtet ist. An der Wand neben der Tür steht eine halbhohe Schrankwand und neben dem Fenster hängt ein großer Flat-TV an der Wand. Außerdem habe ich auch noch einen Fernseher, welcher die Form eines Kühlschranks hat, der Bildschirm sich über die gesamte vordere Seite ziehend. Das Besondere: Der Bildschirm ist ein Touchscreen und über dem Bild kann man halbtransparente Infos wie auf einem Computer einblenden, Datum, Wetter, TV-Programm und ähnliches. Leider verdeckt dieser Fernseher den Flat-TV ein wenig, deshalb muß ich mir einen anderen Platz dafür einfallen lassen. Außerdem fehlt noch ein Sofa und ich überlege, wo ich das am besten hinstelle. Dabei fällt mir auf, daß sich an der Wand gegenüber von den Fernsehern eine halbhohe Arkadenfront über die gesamte Länge zieht. Darin führen weiß gestrichene Türen anscheinend zu einer Reihe Einbauschränken. Cool! Da habe ich ja richtig viel Stauraum! Ich sollte unbedingt bald hinter die Türen schauen, um zu sehen, was sich dort verbirgt.
Meine Mutter streichelt und massiert meinen Rücken, was ich sehr angenehm finde, nur wird sie dabei immer schwerer und schwerer, bis sie schließlich vollends mit ganzem Gewicht auf meinem Rücken liegt. Puh, wenn sie nicht bald wieder runter geht, kriege ich keine Luft mehr.
Bemerkung: Las gestern über Fernsehen als Ersatzträumen und Kindheitsschwärme.