Alien
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Dienstag, 26. April 2011

Was ich liebe...

...angeregt durch Nadine:

1. Das Meer
2. Vögel, vor allem Blaumeisen, Mauersegler und Spatzen
3. Amselgesang
4. Der Ruf der Türkentaube
5. Stille, besonders die Sommerstille, in der nur das leise Rascheln der Blätter zu hören ist oder die Schneestille, wenn frisch gefallener Schnee alle Geräusche dämpft
6. Katzen
7. Der Duft blühender Lindenbäume
8. Der Duft reifer Pfirsiche (die leider heutzutage besser riechen als schmecken)
9. Wassermelone und Ananas
10. Das Licht der untergehenden Sonne
11. Warme Sommerregen und der Geruch der feuchten Erde
12. Küssen, aber nicht jeden
13. Tanzen in warmen Sommernächten
14. Das Gefühl, wenn man nach einem tiefen, wirklich erholsamen Schlaf erwacht
15. Das Gefühl, wenn man nachts aufsteht, aber wieder ins Bett gehen darf
16. Das Gefühl, früh zu erwachen, sich aber noch einmal umdrehen zu dürfen
17. Das Gefühl, viel Zeit zu haben
18. Sich willkommen zu fühlen
19. Unbekannte Orte erkunden
20. Alte Burgen
21. Die Oberfläche von Steinen, besonders wenn sie naß oder von der Sonne beschienen sind
22. Sommerwiesen mit viel "Unkraut"
23. Schöne Ausblicke
24. Kamine und Kachelöfen
25. Nächtliche Regengüsse und deren Geräusch am Fenster
26. Frischgewaschene Bettwäsche und Daunenkissen
27. Poesie, poetische Prosa und ein schöner Sprachstil
28. Schwarzer Humor und skurrile Geschichten
29. Spielerische Fantasie und kauziger Unsinn
30. Lachen bis die Tränen kullern

Und bestimmt habe ich noch einige Dinge vergessen.

Eine interessante

neue Wortschöpfung im Supermarkt gesehen. Dort gab es nämlich einen Keramik-Schmlatzopf zu kaufen. Und da wir gerade bei Supermärkten sind - habe ich irgendetwas verpaßt? Ist mir etwas entgangen? Sind Sardinen inzwischen ausgestorben oder stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten? Jedenfalls gibt es in keinem einzigen Supermarkt in meiner Nähe mehr Sardinen zu kaufen, dabei waren die früher mal als Konserve Standard, kann ich mich erinnern. Und das natürlich ausgerechnet dann, wenn man mal Appetit darauf hat.

Montag, 25. April 2011

Zum Arbeitseinsatz auf dem Friedhof

wurden wir heute verpflichtet. Zwei Büsche mußten gepflanzt werden und das Grab gegossen. Gelb blühender Löwenzahn hatte sich bis an die ebenfalls frisch gepflanzte Buchsbaumumrandung herangewagt und meine Mutter stöhnte, sie könne gar nicht hingucken - um die anderen Gräber sei es immer unkrautfrei und geharkt. Was sollen die Leute denken, wenn das bei uns nicht so ist? Und die Frau M. wollte doch einmal zum Grab mitkommen, was soll die denken? Mir haben die gelben Tupfer um das Grab herum gefallen und meinem Bruder auch, aber meine Mutter, die sich überhaupt nicht mehr viel bewegen kann, weshalb sie ständig wegen des Grabes herumjammert, aber trotzdem nicht zu den Friedhofsgärtnern geht, deren Adressen sie alle hat, fing doch tatsächlich an mit ihrem Minispaten die Erde außerhalb der Umrandung umzugraben. Nur mit Mühe konnten wir sie davon wieder abhalten. Wie kann man sich nur selbst so viel Streß wegen eines Grabes machen? Wir fragten sie, wie denn das Grab des Mannes von Frau M. aussieht und sie antwortete, Frau M. hätte da nur Efeu drüberwachsen lassen. Wenn sogar die nun wirklich sehr penible und etepetete Frau M., die sehr an ihrem Mann hing, nur Efeu wachsen läßt, was für einen Preis hofft dann meine Mutter eigentlich zu gewinnen, wenn sie sich wegen des Grabes fertig macht und alle anderen mit dazu? Später im Auto schwärmte sie dann von Butterblumenwiesen und daß sie nicht verstehen kann, warum manch einer die nicht erträgt und gleich mit dem Rasenmäher kommt. "Ja, oder mit dem Spaten..." war meine Antwort dazu. Da mein Bruder mir gegenüber einmal die Bemerkung gemacht hatte, er wolle sich auf demselben Friedhof schon eine Grabfläche sichern oder kaufen - ich weiß es noch wie heute, schließlich hat es mich doch ziemlich erstaunt, obwohl 55 Jahre vielleicht nicht wirklich zu früh sind dazu -, fragte ich ihn danach, aber jetzt stritt er alles ab und behauptete, so etwas niemals gesagt zu haben. Ich bin mir nicht sicher, ob er sich tatsächlich nicht mehr erinnert und alles wieder verworfen hat, oder ob es ihm einfach unangenehm war, weil seine Freundin anwesend war. Diese fragte auch gleich ganz pikiert, ob er denn nicht vorhabe, mit zu ihr in die Grube zu hüpfen, was mich wiederum an die Folge der schrecklich netten Familie erinnerte, in der sich Al ohne Gattin neben dem Grab eines alten Kleppers begraben lassen wollte. Ich bin anscheinend die einzige, die sich noch nicht mit Grabstellen beschäftigt hat, dabei hätte ich vielleicht am ehesten Grund dazu. Später waren wir essen und die Freundin meines Bruders lief auf dem Weg dauernd hinter mir und meinte, ich röche so blumig, nach Maiglöckchen oder so, dabei hatte ich heute gar kein Parfüm aufgelegt. Vielleicht meinte sie das Perückenspray, aber das riecht eher ekelig, wie ich finde, und überhaupt nicht blumig. Und schließlich habe ich nach zwei Jahren endlich mein Romanmanuskript zurückerhalten. Es war deshalb so lange verschollen, weil mein Bruder es jemandem zu lesen gab, den er kennt und der einmal als Lektor gearbeitet hat. Dieser meinte, es wäre ganz interessant, aber er sei mit den Fremdwörtern nicht klar gekommen. Interessant? Fremdwörter? Ich vermute ganz stark, daß er es gar nicht gelesen hat, aber meinem Bruder den Gefallen nicht abschlagen wollte.

Vorstellungsgespräch für New York

Nach einem Tag beim Studium treffe ich an der Bushaltestelle meinen Sportlehrer, ein Bär von einem Mann mit grauem Vollbart und grauen langen Haaren. Ich grüße ihn, er grüßt zurück und ihm entfährt ein: "Wow, siehst du gut aus!" Meint der mich? Ich schaue mich um, aber da ist niemand anderes. Ich bin es außerdem nicht gewöhnt, daß ein Sportlehrer so mit mir redet. "Wir sehen uns dann am Donnerstag!" sagt er weiter. Hm, haben wir am Donnerstag Sport? Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Aber wahrscheinlich habe ich nur meinen Stundenplan nicht im Kopf. Wir steigen in den herbeigefahrenen Bus und setzen uns auf zwei freie, hintereinanderliegende Gangplätze. Während der Fahrt unterhält er sich mit einem Mann auf der anderen Seite des Busses, ebenfalls mit Vollbart, wobei er immer von hinten mit den Knöcheln seiner Hand auf meine Schulter klopft, als rede er über mich. Zusammen mit ihm betrete ich ein öffentliches Gebäude mit vielen Gängen und Treppenhäusern, wo wir zu unterschiedlichen Räumen müssen, aber ich folge ihm erst einmal, da ich noch nicht so wirklich weiß, in welche Richtung ich gehen muß. Doch dort, wo wir landen, bin ich verkehrt, deshalb verabschiede ich mich von ihm und den anderen Männern im Raum. Noch bevor die Tür hinter mir ganz zugegangen ist, höre ich einen von ihnen in meine Richtung sagen: "Sehr hübsch. Hoffentlich läßt er richtig was für sie springen." Anscheinend denkt er, der Sportlehrer macht mir den Hof, oder so, und soll nicht knauserig dabei sein. Ich irre jetzt im Treppenhaus zwischen verschiedenen Etagen umher. Mal geht es rauf, dann wieder runter. Manchmal weiß ich gar nicht mehr, auf welcher Höhe ich mich eigentlich befinde. Irgendwo entdecke ich sogar neben der Treppe eine Tür, doch sie führt nur in eine Toilette. Anscheinend sind die hier zwischen den Etagen, neben die Treppen ausgelagert. Als ich die Tür zur Toilette schließe, sehe ich um die Ecke die dicke, gemütliche Frau Kollegin T. die Treppe hinuntergehen. Die ist in Ordnung, der hätte ich Guten Tag sagen können, aber jetzt ist sie schon weg. Mir wird klar, daß ich hier in dem Haus bin, wo sich auch meine Arbeitsstelle befindet, den meisten meiner Kollegen möchte ich allerdings in meinem Zustand nicht so gerne begegnen. Andererseits - ich schaue an mir hinunter und mir fällt auf, daß ich ungewöhnliche Kleidung trage - einen Samtrock und rote Schuhe - fühle ich mich gut, sehe gut aus - sogar mit Perücke, die Aussagen der Männer haben das bestätigt. Also wenn ich Kollegen treffe, können sie sich ausschließlich darüber das Maul zerreißen. Inzwischen habe ich die richtige Etage gefunden. Hier kommt es mir bekannt vor und hier ist wohl auch die Arbeitsagentur. Der Grund meines Hierseins ist eine überraschende Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in meinem Briefkasten. Überraschend deshalb, weil ich mich nirgends beworben habe, aber ich dachte mir, es kann nicht schaden, trotzdem hinzugehen. Jetzt muß ich nur noch den richtigen Raum finden. Dieser Gang, der hier rechtwinkelig abgeht, mit dem großen weißen Schild an der einen Tür, kommt mir ebenfalls bekannt vor. Vielleicht ist es hier, vielleicht sogar dort, wo das Schild hängt. Als ich den Gang entlanggehe, fängt mich eine Frau mit gleich lang geschnittenen, halblangen Haaren ab. Sie hat bereits auf mich gewartet und erklärt mir, daß sie und ihre Kollegen das, was ich letztens über das Anorganische erzählt habe, sehr interessant fanden und mich für einen bestimmten Posten wollen. Hm, kann mich gar nicht erinnern, daß ich irgendein Gespräch über chemische oder biologische Themen hatte und eigentlich habe ich davon nicht viel Ahnung. Wer weiß, was sie meint, vielleicht habe ich es einfach vergessen. Sie führt mich in den Raum, wo das Vorstellungsgespräch stattfinden soll, doch dieser ist nur über eine steile enge Leiter zu erreichen, die man erklimmen muß. Diese Kletterei ist ziemlich anstrengend. Der gesamte Raum ist gefüllt mit Leuten, die zum Gespräch anwesend sind, jedoch größenteils Kinder, die sich mit anderen Dingen beschäftigen und die nicht interessiert, was wir reden, stelle ich erleichtert fest. Denn mich vor allen zum Löffel zu machen, was wohl, befürchte ich, eintreten wird, dazu habe ich nicht viel Lust. Mir werden drei Frauen namentlich vorgestellt (die Namen habe ich jedoch gleich wieder vergessen), die an dem Gespräch beteiligt sein werden. Wir begrüßen uns, jeder nimmt seinen Sitzplatz ein und ich frage erst einmal, um was für einen Posten es überhaupt geht. Es stellt sich heraus, daß es sich um einen Arbeits- oder auch Studienplatz in New York handelt. Für manch einen mag das ein Traum sein, aber was soll ich in New York? Ich wollte noch nie dort wohnen, arbeiten oder studieren. Na egal, nach dem Vorstellungsgespräch werden die mich sowieso nicht nehmen. Die erste Frage wird mir gestellt. Die Frau links von mir zeigt mir ein Metallteil mit metallischen Kügelchen und möchte auf Englisch von mir wissen, was das ist. Ich meine, daß das irgendein künstliches Gelenk ist, aber ich wäre froh, wenn mir der richtige Name auf deutsch einfiele, in Englisch kenne ich den Begriff überhaupt nicht. Wie heißt das nur? Hunne? Husse? Ach nee, daß ist ja der Möbelüberzug. Na ja, antworte ich, ich schätze, das ist irgendein künstliches Gelenk. Alle nicken eifrig und es scheint ihnen zu reichen. Ich jedoch denke bei mir, daß es Zeit wäre, diese ganze Situation langsam abzubrechen und aufzuklären, wenn die so von mir eingenommen sind, daß ich mich noch nicht einmal zum Löffel machen kann. Schließlich will ich gar nicht nach NY und krank bin ich außerdem. Selbst wenn ich wollte, wäre das mit einer Brustkrebserkrankung nicht möglich. Und sie sollten wissen, daß ich Brustkrebs habe, sonst sind sie hinterher noch sauer, weil sie mich doch nicht einstellen können. Aber hier vor versammelter Mannschaft möchte ich damit auch nicht herausplatzen. Muß ja nicht jeder wissen. Ich wende mich erstmal vorsichtig an die Frau, die mich in den Raum geführt hat und taste mich vor, indem ich anmerke, daß ich sicher nicht die geeignete Person für die Stelle bin und ich denke, daß dies hier nicht viel Sinn macht. Die Frau schaut mich ganz groß an und schüttelt vehement mit dem Kopf, ohne von mir irgendwelche Argumente hören zu wollen. Ihrem Gesichtsausdruck nach vermute ich, sie meint, ich fühle mich den Anforderungen nicht gewachsen und habe zu wenig Selbstvertrauen. Herrje, wie komme ich jetzt hier wieder raus?

Das Oster-Massaker

vorher:

Ostermassaker 1

nachher:

Ostermassaker 2

Frühlings-Fotoshooting 2

Frühlings-Shooting 6

Frühlings-Shooting 5

Frühlings-Shooting 4
.

Sonntag, 24. April 2011

Ich gebs auf.

Bis morgen muß ich meine Steuerunterlagen alle beisammen haben und ich versuche seit Tagen, die letzten Bescheinigungen auszudrucken, aber mein Drucker weigert sich. Dabei hat er meine Trigramme vor einigen Wochen noch klaglos alle abgearbeitet. Wahrscheinlich hat er nur keinen Bock auf Steuerkram. Ich auch nicht.

Samstag, 23. April 2011

Frühlings-Fotoshooting

Frühlings-Shooting

Frühlings-Shooting 2

Frühlings-Shooting 3
.

Traumsplitter

In meinen Träumen der letzten Nacht war jede Menge "Personal" versammelt. Der Betriebsrat von meiner Arbeitsstelle, die Psychoonkologin, diejenige, welche gerade die Wirbelsäulengymnastik anleitet, und mehr. Doch was die dort alle gemacht haben, ist mir größtenteils entfallen. In Erinnerung blieb nur die kleine Szene, als ich mit jemandem zusammen bestimmte Bücher aus einem dunklen Keller holen sollte. Angenehm fiel auf, daß dort weder Spinnen herumkrabbelten, noch sehr viele ungeordnete Kisten herumstanden. Die meisten Kisten waren bereits ausgepackt und geordnet worden. Das hatte ich beim Hineingehen nicht erwartet.

Freitag, 22. April 2011

...

Die Weißen sind zu unruhig!
Unablässig eilen sie umher und sorgen sich,
wie man sich noch mehr sorgen und beeilen kann.
Sie rennen so hastig durchs Leben, daß sie keine Zeit haben,
seine Schönheit zu bewundern oder tiefe Gedanken zu empfinden.
Ich bin glücklicher als die Weißen, weil ich mir über all diese Dinge nicht den Kopf zerbrechen muß.
Und wenn mir meine Habseligkeiten Sorge machen, verschenke ich sie.

(Hosteen Klah, Navajo-Häuptling)

Spinnen-Sperrgebiet

Ich wollte gerade meinen sommertauglich gemachten Balkon besetzen, da stelle ich fest, daß jemand schneller war. Eine Kreuzspinne hat ihr Netz genau quer vor die Gartenbank gewebt und ich wäre beinahe hineingelaufen. Wahrscheinlich hat sie nur auf mich gewartet und war mit voller Absicht auf die fetteste Beute aus. Die Bank ist jetzt sozusagen versperrt, das finde ich gar nicht nett. Und überhaupt wundere ich mich, daß die Spinnen in diesem Jahr schon so früh zutraulich werden. Sonst wollen sie immer erst ab dem Spätsommer kuscheln und weben ihre Netze überall hin. Im übrigen fand ich beim Saubermachen auf dem Balkon diesen leeren Kokon:

Kokon?

Sieht aus, als wäre da etwas rausgeschlüpft - hoffentlich keine Spinne, denn der Kokon ist um einiges größer als die Kreuzspinne im Netz.

Traumsplitter

Auf einer Untersuchungsliege in der Klinik. Als Arzt hinter dem Schreibtisch sitzt ein ehemaliger Kollege. Er hat anscheinend seinen Job gewechselt. Sehr aufmerksam und interessiert studiert er meine Krankenakte. Zuerst bin ich angenehm überrascht, als ich aber daran denke, daß er vielleicht meine Brust untersuchen möchte, geniere ich mich etwas. Zwar ist er jetzt Arzt, aber da wir uns kennen, finde ich das trotzdem blöd. Mir kommt es vor, als hätte er meine Gedanken erraten, denn während er liest, beginnt sein Gesich zu erröten. Auch seine Ohren leuchten immer roter und er steckt seine Nase noch angestrengter und konzentrierter in die Krankenakte, wie putzig. Die Tür geht auf und Kollegin D. tritt ins Zimmer. Auch sie ist nun Ärztin. Sind denn alle Kollegen zum medizinischen Personal übergelaufen?

Auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle. Als ich das Bürohaus betrete, treffe ich eine mir unbekannte Kollegin, mit der ich einige Worte wechsel. Doch bei einem Satz bleibt sie plötzlich hängen und wiederholt ihn unaufhörlich, so als hätte sie in sich einen Mechanismus, der mit einem Mal hakt. Mir wird klar, daß sie, obwohl wie ein normaler Mensch aussehend, ein Roboter ist. Und auch die anderen Kollegen, befürchte ich nun, sind wahrscheinlich nichts als Roboter.

Eine lebendige Taube in meiner vollen Einkaufstasche. War wohl etwas neugierig oder wollte sich dort verstecken.

Donnerstag, 21. April 2011

Nein, wie niedlich...

Zubereitung von Goji-Blatt Tee: nehmen Sie 1-1.5g Goji-Blatt Tee in eine Tasse,aufgiessen Sie den Tee mit kochendem Wasser bis das Wasser nimmt gerade ueber den Tee zu,dann ausschuetten Sie das Wasser aus der Tasse sofort. Aufgiessen Sie den Tee erneut mit 150ml kochendem Wasser und lasser Sie den Tee ca.5 Minuten ziehen lassen.Dann Trinken Sie den Tee.

Achtung: massloser Sex ist gesundheitsschaedlich! Bitte achten Sie darauf beim Trinken von Goji Blatt-Tee. Kaese kann die Wirkung von Goji Blatt-Tee schwaechen, trinken Sie Goji Blatt-Tee nicht mit Ihm.


Wie gut, daß man auf Sex keine Aufkleber draufpappen kann.

Montag, 18. April 2011

Weiße Schafgarbe

Zwischen unruhigen Träumen beschließe ich, mir eine Badewanne Wasser für ein entspannendes Bad einzulassen. Doch etwas fehlt noch, fällt mir ein, nämlich weiße Schafgarbe. Das Bad muß mit weißer Schafgarbe sein, wenn mir auch nicht mehr klar ist, aus welchem Grund. Ich gehe im Kindheits-Wäschegarten auf die Suche, finde tatsächlich eine Pflanze, die wie Schafgarbe aussieht, aber sie ist nicht weiß. Schade. Jetzt muß ich weitersuchen.

Seit diesem Traum habe ich Verlangen nach weißer Schafgarbe. Wenn ich an die zarten Blütendolden denke, steigt mir sofort der Duft einer Sommerwiese in die Nase. Ein Strauß weißer Schafgarbe wäre jetzt perfekt.

Ringlein, Ringlein, du mußt wandern...

So schön kann es manchmal sein, wenn man der 500. Follower bei Twitter ist. Gleich hat man einen ganzen Todeszauberer vom twitternden Blanvalent-Verlag im Briefkasten. Nach Axtmörder und Ballhausmörder, die im übrigen real sind und Stammgäste meiner früheren Jobabteilung waren, nun also der Schläfenmörder. "Mord in Germany, 100% Hochspannung" verspricht mir der Aufkleber des Buches. Und zu meinem Entzücken ist es nicht nur Mord in Germany, sondern sogar in Berlin.

Das Teil, das ich heute auf der Straße fand, "Ringlein" zu nennen wäre allerdings arg untertrieben. Es ist eher ein Monsterring aus 585 Silber mit riesigem lila Klunker. Wem der bekannt vorkommt, kann sich ja melden. Das letzte Mal fand ich vor einigen Jahren Schmuck in Form eines Kettenanhängers in meinem Balkonkasten. Die Elstern haben mich jedoch enttäuscht und verstecken jetzt nur noch Eicheln in der Erde...

Fundstück Ring

Montag, 11. April 2011

Schlaflos

Wenn man nebenwirkungsbedingt nicht mehr viel schlafen und träumen kann, gibt es zumindest noch den Tag um zu träumen, zum Beispiel von diesem Dachgarten, den ich gerne hätte:

Dachgarten (Scan)

Und eigentlich könnte man die schlaflosen Nächte gut nutzen, um stilecht bohemian an den Schreibprojekten weiterzuarbeiten, wenn da nur nicht diese Chemoleere im Gehirn wäre. Ich schreibe auch viel lieber mit Blick auf den blauen Himmel oder grüne Bäume. Manchmal habe ich das Gefühl, mein Gehirn schrumpft schneller als der Tumor, aber es gibt ja auch Leute, die behaupten, das Gehirn sei im Grunde nichts anderes als ein großer parasitärer Tumor, der ständig nach Glucose schreit.

Traumsplitter

Eine riesengroße Party in einem Ferienhaus, das mein Bruder und seine Freundin angemietet haben. Es sind so viele Leute dort, daß ich gar nicht bis ganz in das Innere des Hauses vordringe, auch deshalb, weil mir die vielen fremden Leute Angst machen, sondern in einem Vorbau mit anderen fremden Leuten herumhänge. Ich fühle mich unwohl dabei, deshalb bin ich froh, als die ersten gehen, und schließe mich ihnen an. Draußen weiß ich allerdings gar nicht, wohin eigentlich. Es gibt kein Ziel und es wird mir gesagt, daß ich Gaumenkrebs hätte, der mehr streut als andere. Jetzt merke ich auch, daß aus meinem Gaumen große Stücke herausgeschnitten wurden. Gleichzeitig meint jemand zu mir, daß eine bestimmte Person das ebenfalls hätte und noch leben würde, ich solle mir also keine Gedanken machen. Ich beschließe zum Haus zurück zu gehen. Mit den letzten Gästen kann man ja noch etwas weiterfeiern, vielleicht sogar im Zentrum des Hauses. Nicht daß ich Lust darauf hätte, aber ich hätte sonst keine Idee, wohin zu gehen und was zu tun. Doch inzwischen ist das Haus leer. Alle sind gegangen, von meinem Bruder und seiner Freundin ist ebenfalls nichts mehr zu sehen, als ich neugierig in die inneren Räumlichkeiten vordringe. Jetzt, wo keiner mehr da ist, kann ich mir zumindest mal alles in Ruhe anschauen. Da kommt die Hausbesitzerin fluchend herein, weil ihr das Chaos mißfällt, das hinterlassen wurde. Ich finde es gar nicht sehr schlimm. Man sieht, daß durchaus aufgeräumt wurde, allerdings nicht sehr gründlich. Weil ich als einzige noch anwesend bin, verlangt sie von mir, bei der Beseitigung der sie noch störenden Unordnung zu helfen. Nun gut, ich mache mich an die Arbeit, ein paar übrig gebliebene Schüsseln abzuwaschen. Aber insgeheim finde ich es ziemlich ungerecht, daß ich, obwohl ich von der Party überhaupt nichts hatte, vielleicht sogar am wenigsten von allen, jetzt den Mist der anderen wegräumen muß.

Sonntag, 10. April 2011

Shampoo

zum ersten Mal in diesem Jahr benutzt. Die Haare wachsen wieder, allerdings mit Geheimratsecken. Das bringt meine Denkerstirn besonders gut zur Geltung - wenn ich ein Mann wäre.

Gehirnwäsche und Tanzversuche

Es ist Nacht und ich bemerke, daß mein Fernseher von allein angesprungen ist und jetzt zwei etwas farblose Außerirdische, die aus einem Loch gekommen sind, welches sich im Nachthimmel öffnete, ihre suggestiven Botschaften darüber verbreiten. Anscheinend haben sie vor, eine Art Gehirnwäsche durchzuführen. Ich überlege, den Fernseher künftig abends ganz vom Netz zu nehmen, damit ihn die Außerirdischen nicht mehr okkupieren können. Das geht nämlich nur, solange er am Stromnetz angeschlossen ist.
Die Botschaften gehen weiter. Aus dem Hintergrund ertönt immer wieder eine Stimme, die mir und den vielen Menschen, die mit mir hier durch die Natur strömen, sagt, daß wir den gelben Weg suchen und benutzen sollen, wobei sie uns bereits die Richtung vorgibt, in welcher wir ihn finden. Mich nervt die Stimme, denn sie macht Lärm, während man ansonsten hier in der Stille zwischen den Bäumen ganz entspannt spazieren gehen könnte. Außerdem hat es den Anschein, als seien die anderen Menschen Roboter oder hypnotisiert, denn sie reagieren auf gar nichts und sind auf ihrem Drängen zum gelben Weg wie weggetreten. An einer Kreuzung stoßen wir auf den gelben Weg. Aber Moment mal, der Weg ist statt gelb tiefschwarz, nur daß in großen dünnen Buchstaben "gelber Weg" auf ihm in den Staub geschrieben ist. Doch ist er es wirklich? Die anderen Leute um mich herum scheinen die Diskrepanz nicht zu bemerken. Die Erkenntnis jedoch, daß die Stimme ihnen den Willen geraubt und sie hypnotisiert hat läßt mich an den Absichten der Stimme zweifeln. Ich bin verwirrt und muß an den gelben Backsteinweg im Lande Oz denken. Auch dort kann man nicht jedem trauen, der einem den Weg zeigt.
Während ich die lange Eckstraße in der Nähe meiner Wohnung entlanglaufe, überlege ich, wohin ich hier R. bringen will, wenn er da ist. Denn es gibt zwei Sehenswürdigkeiten - das Nymphenbad, so wie dieses in Dresden und sehr versteckt, sowie ein großes Haus mit Ausstellungen und anderen Freizeitvergnügungen (in der Realität das Gericht). Wir finden uns in dem Haus wieder vor einem Raum, wo eine Tanzveranstaltung mit klassischen Tänzen stattfinden soll. Er will nicht hinein, denn er kann nicht tanzen, deshalb lungern wir auf dem Flur herum. Ich versuche ihm kurzerhand den Walzer beizubringen, erst indem ich mich mit dem Rücken vor ihn stelle, danach von Angesicht zu Angesicht. Ich zähle, während wir uns drehen - 1,2,3 - 1,2,3 - geht doch!

Samstag, 9. April 2011

Halbherzig

das Küchenfenster geputzt, also meinem Kräftepotential entsprechend, bunte Schmetterlinge draufgeklebt, im Radio "Porgy and Bess". Danach mit bleigewichtiger Müdigkeit schon beim Hinsetzen im Sessel hinweggerafft vom Erschöpfungsschlaf.

Küchenfenster