heute doch für ein Mimöschen, und das bei herrlichstem Wetter. Vielleicht ja auch deshalb. Manchmal ist es ganz gut, wenn ich mich verstecken kann, nicht wegen dem, was andere bei mir sehen könnten, sondern mehr wegen dem, was ich bei den anderen sehen könnte. Es ist seltsam, man nimmt einige Unannehmlichkeiten in die Tagesordnung auf, lebt ziemlich normal weiter, zumindest geben die Alltäglichkeiten diese trügerische Sicherheit, doch dann reicht irgendeine Kleinigkeit, eine Beobachtung, sei sie nun positiv oder negativ, ein Verhalten oder Blick, daß man sich fühlt, als wäre einem die Haut abgezogen worden, die bereits vorher viel zu dünn gewesen ist. Und das Gezicke mancher Leute erhält dabei fast die Qualität einer zusätzlichen Bestrafung, zumal es sich mit all den inneren und äußeren Verlusten sowieso schon so anfühlt, als würde man die Strafe für ein schweres Verbrechen absitzen und abarbeiten...
Ich lese gerne Feng-Shui-Bücher. Vor allem wegen ihrer Funktion als hervorragende Motivationshilfe zum Aufräumen und Putzen. Vieles finde ich auch sehr einleuchtend. Mit Türen im Rücken oder spitzen Ecken auf sich gerichtet fühlt man sich in der Tat meistens unwohl, ob bewußt oder unbewußt. Nun ist Feng Shui im Osten sehr viel mit Astrologie und Numerologie verbunden. Mit den Jahrestendenzen aufgrund der Hausstellungen der eigenen Chi-Zahl habe ich bisher ziemlich stimmige Erfahrungen gemacht. Seit Februar zum Beispiel befinde ich mich im ersten Haus, allgemein als eine Zeit des Rückzugs und Stillhaltens beschrieben. Das letzte Mal mit dieser Konstellation hatte ich einen Burnout und war ebenfalls mehr oder weniger zwangsweise außer Gefecht gesetzt. Anscheinend sind diese Jahre für mich nie einfach, insbesondere gesundheitlich. Allerdings habe ich in dieser Zeit auch viel gelernt. An Literatur gibt es zum Thema Feng Shui sehr unterschiedliche Veröffentlichungen. Letztens las ich den Feng Shui Lebensplaner von Lillian Too, einer asiatischen Feng-Shui-Expertin, welche darin die Haus-Trigramme und Fliegenden Sterne näherbringt. In den Rezensionen bei Amazon gibt es dazu ziemlich unterschiedliche Meinungen. Einige Rezensenten stören sich daran, daß in den Deutungstabellen für einige Zahlenkombinationen Aussagen vorkommen wie Tod von Familienangehörigen, schwere Krankheiten, großes Unglück und anderes. Vielleicht hätte ich das zu einem anderen Zeitpunkt ebenfalls etwas übertrieben gefunden, aber habe jetzt das Problem, daß zumindest eine Aussage davon mitten ins Schwarze getroffen hat. Im letzten Jahr hatte ich im Haus-Trigramm im Südwesten die Kombination 4 und 5. Allgemein neben Krankheiten ist das die Kombination, bei der explizit Brustkrebs genannt wird. Im Südwesten befindet sich neben meinem Lieblingsaufenthalt, dem Balkon, auch mein Fernsehsessel. Jetzt war ich vor kurzem bei meiner Mitpatientin eingeladen, da sie mir ihre Wohnung zeigen wollte. Die Wohnung ist 6 qm größer als meine, kam mir aber nicht wirklich so viel größer vor, vielleicht weil sie doch relativ dunkel ist und kleine Fenster hat, etwas, das ich überhaupt nicht mag. Ich bin in den ersten 17 Jahren meines Lebens in einer 100 qm-Altbauwohnung mit zwei Eingängen und vielen Fenstern groß geworden, deshalb bevorzuge ich eher hellere und großzügigere Wohnungen. Ich wohne zwar in einem Altneubau, die leider meistens eng wie Kaninchenställe sind und oft genauso kleine Fenster haben, aber meine Fenster sind zum Glück eine Ausnahme und relativ groß. Die Wohnung meiner Mitpatientin kam mir seltsam vertraut vor. Ganz genau dieselbe Anordnung der Zimmer, sogar die angeschrägten Zimmertüren und ein ähnlicher Grundriss. Auch die Himmelsrichtungen sind genau dieselben. Hauseingang im Osten, Wohnungseingang im Norden und Balkon im Südwesten. Wie ich hat sie neben dem Balkon ihren Fernsehsessel im Südwesten. Zweimal Bingo. So ein Zufall. Ich glaube, ich werde es in diesem Jahr gründlich austesten, ob es noch einmal so gut paßt. Diesmal habe ich im Südwesten die Kombination 4 und 4, welche mir "Viel Glück bei kreativer Arbeit und beim Schreiben. Für das andere Geschlecht sehr attraktiv." und eine "blühende Romanze" verspricht. Viel passieren kann ja bei diesen Aussichten nicht mehr, wenn ich mich an diesen Orten aufhalte, und im nächsten Februar bin ich dann schlauer. Aber ich denke, wenn sich in neun Jahren diese Kombination wiederholt, falls es mich noch gibt und ich noch immer in dieser Wohnung lebe, wäre ich so oder so etwas abergläubig. Wer übrigens eine gute Anleitung sucht, wie man die "Fliegenden Sterne" per Hand berechnet, was in obigem Buch und anderen nicht beschrieben wird, schaue sich diese Seite an:
http://www.alpine-art.de/fengshui/flyingstars/.
"Abenteuer Leben - täglich Dissen"
statt
"Abenteuer Leben - täglich Wissen"
In der Stern gelesen (Kommentar zu großformatigem Bild): "(Maria Stuart)...wurde 1587, hier während einer Beichte, enthauptet." Der Verleser fand jedoch ausschließlich in meiner geistigen Assoziationskette statt, als ich mich im ersten Moment verwundert fragte, seit wann man direkt während des Beichtens geköpft wird.
lag wie zufällig hingeworfen auf einer Fensterbank im Hausflur. Darauf stand in großen, ungelenken Buchstaben: "Nur der Dumme braucht Ordnung, denn das Genie beherrscht das Chaos." Wer wollte da wohl wem eine Botschaft übermitteln? Jedenfalls scheint es eine Person zu sein, die auch die Meinung hat, daß flüssig zu schreiben nur etwas für Dumme ist.
Die Chemotage arten so langsam in Freß- und Sauftouren aus. In der Krankenhauskantine hatten wir heute Kasslerbraten mit tschechischen Knödeln und grünen Bohnen. Leider erwischte meine Mitpatientin den letzten Schokopudding und ich mußte mit Joghurt vorlieb nehmen. Unsere Chemoschwester versteht auch nicht, warum der Pudding immer so arg rationiert ist. Den kriegen nur die Ersten. Vielleicht war das der Grund, daß ich nach der Chemo nicht an mich halten konnte, und nach langer Zeit mal wieder ein Freßpaket vom Bäcker geholt habe. (Bäckereien und Mängelbuchverkaufe hat der Teufel geschaffen - letzttägige Erkenntnisse.) Diesmal aber nicht nur Obstkuchen, sondern dicke, mit Pudding gefüllte Eclairs. Die liegen jetzt hier herum und warten darauf, in das Nirwana meiner Fettzellen einzugehen. Wenn das bis Ende der Chemo so weiter geht, schaffe ich locker noch den 80 kg-Rekord - das wäre dann eine Premiere. Wenn ich vor dem Spiegel stehe, kann ich aber seltsamerweise die 10 kg mehr nicht wirklich ausmachen. Klar, der Bauch ist eine kleine Wampe geworden, der Po und die Oberschenkel auch etwas runder, doch nach so viel mehr sieht es trotzdem nicht aus. Schließlich müssen die 10 Kilo ja irgendwo bleiben. Oder aber Fett hat enorm viel Eigengewicht. Das würde natürlich einiges erklären. Und im übrigen würde ich gerne einmal die Frage stellen, warum Adidas regelmäßig an der Länge der Kordelschnüre in den Sporthosen spart. Ich bekomme mit diesen Sporthosen nie eine vernünftige flache Schleife hin und es liegt definitiv nicht an meiner ausladenden Taille, denn dies fiel mir bereits im letzten Jahr auf.
Ein diktatorischer Staat, in welchem Menschen immer wieder spurlos verschwinden. Das wahre Außmaß der Vorgänge wird mir erst nach und nach als Bürger dieses Staates bewußt. Der Traum beginnt in der Kantine eines Betriebes. Vordergründig scheint alles in Ordnung zu sein. Es gibt eine Fülle an Speisen und ein Betriebsarzt läuft aufmerksam zwischen allen Anwesenden herum um achtet auf deren Wohlergehen. Er spricht sie an, fragt sie, wie sie sich fühlen, ob sie Probleme haben und gibt ihnen Medikamente. Allerdings kommt mir dieser Arzt gleich merkwürdig vor. Er ist viel zu neugierig und seltsamerweise tauchen die Menschen, denen er ein Husten- oder Schlafmittel aufgeschwatzt hat, nicht wieder auf. Ich vermute, daß er vom Geheimdienst ist. Als ich mit einer Kollegin irgendwo herumstehe, befindet er sich in der Nähe und will sich anscheinend auch uns zuwenden. Ich flüstere ihr warnend ins Ohr, daß er von der "Stasi" sei. Bloß nichts annehmen von ihm. Sie versteht, obwohl etwas verblüfft, aber ihr kann ich trauen. Das kann man ansonsten kaum noch jemandem, da man nicht weiß, wer Geheimdienst oder Verräter ist. Zwischendurch befinde ich mich draußen auf einem Markt und betrete danach eine andere Kantine, vielleicht die eines Wellnesscenters. In den inneren Räumlichkeiten sitzen die Menschen entspannt beim Essen, während es drumherum ein Schwimmbad mit Schwimmbecken gibt. Das ganze Gebäude ist ein bißchen wie ein Labyrinth und sehr verwinkelt. Kein Wunder, daß ich mich verlaufe und versehentlich die falschen Räumlichkeiten betrete. Es sind die Zimmer der Ärzte und hier finde ich eine Frau, deren Kopf in irgendein Gestell eingespannt ist. Eine Seite des Gesichts sieht noch ganz normal aus, aber an der anderen Seite wurden die Haut und verschiedene Schichten des Gewebes abgetragen, so daß nur noch einige Muskeln bloß liegen. Das passiert also mit den Leuten! Sie werden "verwurstet"! Obwohl ich etwas geahnt habe, schockiert es mich nun doch, den Beweis dafür zu sehen. Und auch diese Frau hatte vorher ein Mittel von den Ärzten bekommen, das sie genommen hat. Meine Nerven liegen jetzt so blank, daß ich das Gefühl habe, es hier nicht mehr länger auszuhalten, vor allem das Tun, als würde man nichts bemerken, und an Flucht denke. Doch beim ersten Vorantasten auf der Suche nach Fluchtwegen stelle ich fest, daß dies nur über die äußeren Schwimmbäder gelingen kann. Im Inneren ist alles so abgeriegelt, als solle man gar nicht mehr hinausgelangen. Meine Bemühungen, unentdeckte Wege zu finden, sind aufgefallen und man vermutet jetzt, daß ich flüchten will und alles weiß. Ein Mann des Geheimdienstes verfolgt mich deshalb. Ich renne, was ich kann, er hinter mir her, und versuche, ihn irgendwie abzuhängen. Leider renne ich in etwas, das wie ein Fahrstuhl aussieht, sich aber als eine Sackgasse entpuppt. Auch die Tür kann ich nicht mehr rechtzeitig schließen, um ihn auszusperren. Er steht nun genau vor mir, aber im letzten Moment fällt mir ein, daß ich diese Fähigkeit habe, Leute einfrieren zu lassen, so wie eine der Hexen aus "Charmed". Dazu schwinge ich einen Zauberstab, der aussieht wie ein Kochlöffel, und haue ihm diesen an die Stirn. Mit erhobenen Händen ist er erstarrt und an seiner Stirn klebt ein Postit-Zettel, auf welchem steht, daß dieser Fluch exakt 9 Stunden und 50 Minuten hält. So lange habe ich Zeit, um zu verschwinden. Unauffällig begebe ich mich in eines der Schwimmbäder, wozu ich eine lange, sehr flache Treppe hinuntergehen muß. Das Schwimmbecken befindet sich halb im Freien und auf der anderen Seite beginnen bereits die Nachbarhäuser. Zu ihnen muß ich gelangen, damit ich hier erst einmal raus bin. Einige Leute vergnügen sich im Schwimmbecken, achten aber nicht auf mich, als ich mich am Rand des Schwimmbeckens vorbeischleiche. Erst als ich den ersten Balkon der Nachbarhäuser erreicht habe und die Gegend aufmerksam betrachte, schlagen sie Alarm und stürmen hinter mir her. Ich habe also keine Zeit mehr, um nachzudenken, sondern springe in den Balkon hinein, wo ich einen Strauß Blumen umwerfe, und wieder hinaus auf die Straße. Dann renne ich und verstecke mich schließlich hinter einer Hecke. Suchhunde werden nach mir ausgesandt mit Frauen, die die Hunde an der Leine führen. Erst sind es schwarze Hunde, dann weiße Hunde und immer jeweils eine andere Rasse, weil man denkt, daß nur diese Rasse mich finden kann. Seltsamerweise kommen mir die Hunde ganz nah, sind nur durch die Hecke von mir getrennt, scheinen mich aber nicht wahrzunehmen. Vielleicht interessiert sie das Ganze aber auch gar nicht und sie schnüffeln lieber nach anderen Dingen. Da die Hecken nicht sehr hoch sind, hat mich schließlich doch eine blonde Hundeführerin dahinter entdeckt, tut aber überraschenderweise so, als hätte sie mich nicht gesehen und als ob sie fleißig weitersuche, wobei sie die anderen ablenkt. Also gehört sie gar nicht dazu und ist im Widerstand, ihr kann ich vertrauen.
Bemerkung: Heute wieder zum Essen in der Krankenhauskantine verabredet. (Mix aus Krankenhauskantine, Flucht ins 23. Jahrhundert, Charmed und Hundeshow)
in meiner Wohnung:

Ist der Fisch zu frisch, schmeckt er nicht. Das hängt mit der Totenstarre zusammen und dem Abbau von Milchzucker zu Milchsäure, der in der Muskulatur stattfindet. Das Fleisch frischer Fische ist fad. Erst nach ein paar Stunden, wenn sich die Totenstarre gelöst hat, bilden sich die Geschmacksstoffe. Deshalb verschmähen Feinschmecker tiefgefrorene Ware von Fabrikschiffen, denn die Fische werden auf hoher See noch vor dem Einsetzen der Totenstarre und deshalb viel zu frisch verarbeitet.
Alten Fisch erkennt man am typisch "fischigen" Geruch, der durch den Abbau von Fischeiweiß und Fett entsteht. "Fisch muß nach Meer riechen", sagen Spitzenköche und Kenner...
..."Man sollte den Händler fragen, ob der Fisch schon vorher gefroren war", sagt Dr. Matthias Keller vom Fischinformationszentrum in Hamburg....
...Denn das Gewicht von Fisch läßt sich manipulieren. "Wiederaufgetaute Fische bringen mehr auf die Waage, wenn der Händler sie vor dem Einfrieren mit phosphathaltigem Wasser gewaschen hat", sagt Dr. Keller.
(aus "Unser kläglich Brot" von Eva Goris)
In meiner Kindheit gab es fast um die Ecke einen Fischladen, dort waren die Fische noch superfrisch, nämlich lebendig. Sie schwammen in großen Holzfässern und wenn man welche davon wollte, wurden sie mit einem Käscher herausgeholt und von der Verkäuferin mit einem Holzhammer getötet. Als Kind war es mir immer sehr suspekt, wenn die Fische danach noch herumzappelten. Aber noch etwas war völlig anders als heute im Fischmarkt in der Nähe. Nicht nur, daß man keine lebendigen Fische mehr sieht, in dem kleinen Fischladen flog einem bei dem ersten Schritt, den man hineintat, sofort eine erfrischende Brise von Salzwasser und Meer entgegen, sowie natürlich Fisch. Diesen Geruchscocktail mochte ich. Im Fischmarkt riecht es heute nur noch nach Fisch und Essen.
wenn man sich erst beim Sport abrackert und danach eine Familienpackung Moskauer Eis vertilgt, bringt das figurtechnisch wahrscheinlich gar nichts, aber wenn ich jetzt nicht eine gründliche innere Kühlung bekomme, besteht die Möglichkeit einer Kernschmelze. Und die Folgen für die Umwelt wären nicht abzusehen.
Mein Weg führt durch einen Schafstall hindurch. Die Schafe mit weiß-schmutzigem Fell sind in Gattern eingepfercht, um mir den Weg frei zu machen. Ein winziges Lämmchen jedoch, nicht größer als ein Dackel, dackelt genauso immer hinter mir her, dabei teilweise neugierig schnüffelnd in meine Beine springend, so daß ich aufpassen muß, nicht auf es zu treten.
Finde mich im Bett mit zwei Männern wieder. Nackt und wild durcheinander gewürfelt, über- und untereinander miteinander verhakelt, könnte man meinen, hier hätte gerade Sex stattgefunden. Jetzt passiert allerdings nichts mehr - einer von beiden ist bereits eingeschlafen, der andere und ich ruhen angenehm matt und zufrieden auf den weißen Laken. Spielerisch beginnt er, an meiner rechten Brustwarze zu saugen, dann sagt er allerdings etwas, das das angenehm ungezwungene Gefühl sofort zerstört. Er sagt, es sei zwar alles ganz nett gewesen, aber ihn störe doch etwas, daß ich nicht so gut aussehe. Meine Ohren seien einfach an der falschen Stelle. Wie bitte? Meine Ohren an der falschen Stelle? Seit wann das denn?
ist im Frühjahrsrausch - kein Wunder, hat sie doch den harten Winter in einem ungeschützten Topf auf meinem Balkon überlebt. Und deshalb muß sie jetzt auch mit besonders vielen Blüten zeigen, daß sie noch da ist.
Eine andere witzige, heimatlose Pflanze gabelte ich dagegen heute auf, für 99 Cents, wobei mir nicht der Preis auffiel, sondern dieses rosa Teil mit der blauen Blüte daran. Das hatte ich noch nie gesehen und ich mußte zu Hause erst nachschauen, wie man die hält und was das ist.
Tillandsien sind wohl doch eher Zimmerpflanzen und gehören glücklicherweise zu den Bromelien. Glücklicherweise deshalb, weil so die Chance besonders hoch ist, daß die Pflanze bei mir überlebt, da diese nicht sehr viel Wasser brauchen. An Pflanzen gedeihen bei mir nämlich nur mir wesensähnliche - die ohne hohen Wasserbedarf.

Letztens habe ich mir einen Tiefkühlhummer gekauft und der soll heute auf den Tisch. Ich habe noch nie im Leben Hummer gegessen oder gekocht, und deshalb dachte ich mir, ich sollte mich damit beeilen. Glücklicherweise stellte ich gerade fest, daß er bereits gekocht ist. Jetzt taut er gerade auf, und wie weiter? Den Hammer holen? Draufhauen? Wenn ich das herausgefunden habe, gibt es nachher (vielleicht) Hummer mit Erdbeeren. Ansonsten muß ich mir wohl erst noch den richtigen Werkzeugkasten zulegen.
Edit: Wie ich befürchtet hatte, benötigt man Werkzeug, nämlich eine Hummerzange und eine Hummergabel. Aber unwissende Frau ist ja clever und benutzt einfach Nußknacker und Vorlegegabel. Sieht ja keiner und geht genausogut. ;o)
Das Fleisch ist durchaus schmackhaft, allerdings für mich jetzt nicht solch eine unabkömmliche Delikatesse, daß ich die Mühen des Hummeressens noch einmal auf mich nehmen würde. Vor allem bei den dünnen Beinchen hat man zu tun und bekommt nicht wirklich viel dafür. Dann doch lieber ein zartes Lachsfilet. Die Hummer dürfen sich also künftig unbehelligt von mir fühlen und stehen nicht auf meinem bevorzugten Speiseplan. Aber immerhin weiß ich jetzt, was ich nicht verpasse.
Gerade vor mir auf der Straße ein Mensch, Punkerfrisur, auf dem Rücken des T-Shirts in großen Lettern der Spruch: "Denn du bist, was du isst." In der Hand eine geöffnete Bierflasche, aus der Mensch immer mal wieder einen langen Zug nimmt. An solche großformatigen, offensichtlichen Hinweise ist man irgendwie nicht gewöhnt.
mit jedem Zyklus der Chemo fertiger, kraftloser und matter und sehe zu allem Überfluß inzwischen auch total aufgedunsen und aufgeschwemmt aus. Ob nun durch den starken Heuschnupfen, der wie erwartet durch die Antiallergika-Infusionen nicht mehr richtig auf die rezeptfreien Mittel anspricht - zur HNO-Ärztin zu fahren habe ich bisher jedoch auch noch nicht geschafft -, oder die Cortisongaben, wahrscheinlich ist es beides. Während der Chemo habe ich allein ca. 7-8 Kilo zugenommen und die Haut wabbelt an den unmöglichsten Stellen, da wo sonst noch nie etwas gewabbelt hat. Außerdem bekomme ich regelmäßig Hitzewallungen, die mich jetzt schon während noch gemäßigter Temperaturen jede Nacht klatschnass aus dem bißchen Schlaf aufwachen lassen, der noch möglich ist, aber auch am Tage bin ich reich gesegnet mit unglaublichen Schweißausbrüchen. Ich habe mir extra ein federleichtes Sommerbett gekauft und schwitze damit immer noch kleine Seen. Das Gute an diesen Außentemperaturen im Vergleich zu den niedrigeren davor ist allerdings, daß einem zwischendurch wenigstens nicht wieder kalt wird. Vorher habe ich mich ständig mehrmals am Tag aus- und wieder angezogen, weil ich dann zwischen den Schweißausbrüchen trotzdem eiskalte Hände und Füße hatte. Im Hochsommer werde ich sicher drei- bis fünfmal am Tag duschen müssen. Wenn wenigstens bis dahin die Haare so weit nachgewachsen wären, daß ich ohne Perücke herumlaufen könnte, aber mit diesen Geheimratsecken kann ich mich noch nicht auf die Straße trauen. Deshalb graut es mir vor dem richtigen Sommer mit seinen Hitzewellen und dem nächsten Krankenhausaufenthalt. Vor Krankenhausaufenthalten graut es mir dank meiner Krankenhausangst eigentlich immer, aber jetzt frage ich mich außerdem, wie ich den ohne Hitzschlag überleben soll, zumal ich bereits im November mit den Kompressionsstrümpfen im Bett und ohne Hormoneingriffe wie ein Schwein geschwitzt habe. Wahrscheinlich wird die Schwester eines morgens nur noch einen großen, dampfenden Wasserfleck in meinem Bett vorfinden... Ich stelle immer wieder fest, daß sich niemand der nicht selbst eine Chemo mitgemacht hat, nicht einmal die Chemoärzte, diese vielen lästigen kleineren und größeren Widrigkeiten und Befindlichkeiten in ihrer sich potenzierenden gemeinsamen Summe überhaupt nachempfinden können, denen man plötzlich ausgesetzt ist. Eine kleine Kostprobe zumindest der dazugehörigen Gefühle durfte ich ja bereits während der letzten zweieinhalb Jahre erleben, als ich mit dem Bandscheibenvorfall herumlief und mir immer gesagt wurde, ich müßte damit leben, da es nur ein bißchen Abnutzung sei. Aber ich habe festgestellt, daß es vor allem die chronischen Schmerzen sind, wirkliche Schmerzen, die einen Menschen am stärksten verändern.
...angeregt durch
Nadine:
1. Das Meer
2. Vögel, vor allem Blaumeisen, Mauersegler und Spatzen
3. Amselgesang
4. Der Ruf der Türkentaube
5. Stille, besonders die Sommerstille, in der nur das leise Rascheln der Blätter zu hören ist oder die Schneestille, wenn frisch gefallener Schnee alle Geräusche dämpft
6. Katzen
7. Der Duft blühender Lindenbäume
8. Der Duft reifer Pfirsiche (die leider heutzutage besser riechen als schmecken)
9. Wassermelone und Ananas
10. Das Licht der untergehenden Sonne
11. Warme Sommerregen und der Geruch der feuchten Erde
12. Küssen, aber nicht jeden
13. Tanzen in warmen Sommernächten
14. Das Gefühl, wenn man nach einem tiefen, wirklich erholsamen Schlaf erwacht
15. Das Gefühl, wenn man nachts aufsteht, aber wieder ins Bett gehen darf
16. Das Gefühl, früh zu erwachen, sich aber noch einmal umdrehen zu dürfen
17. Das Gefühl, viel Zeit zu haben
18. Sich willkommen zu fühlen
19. Unbekannte Orte erkunden
20. Alte Burgen
21. Die Oberfläche von Steinen, besonders wenn sie naß oder von der Sonne beschienen sind
22. Sommerwiesen mit viel "Unkraut"
23. Schöne Ausblicke
24. Kamine und Kachelöfen
25. Nächtliche Regengüsse und deren Geräusch am Fenster
26. Frischgewaschene Bettwäsche und Daunenkissen
27. Poesie, poetische Prosa und ein schöner Sprachstil
28. Schwarzer Humor und skurrile Geschichten
29. Spielerische Fantasie und kauziger Unsinn
30. Lachen bis die Tränen kullern
Und bestimmt habe ich noch einige Dinge vergessen.
neue Wortschöpfung im Supermarkt gesehen. Dort gab es nämlich einen Keramik-Schmlatzopf zu kaufen. Und da wir gerade bei Supermärkten sind - habe ich irgendetwas verpaßt? Ist mir etwas entgangen? Sind Sardinen inzwischen ausgestorben oder stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten? Jedenfalls gibt es in keinem einzigen Supermarkt in meiner Nähe mehr Sardinen zu kaufen, dabei waren die früher mal als Konserve Standard, kann ich mich erinnern. Und das natürlich ausgerechnet dann, wenn man mal Appetit darauf hat.
wurden wir heute verpflichtet. Zwei Büsche mußten gepflanzt werden und das Grab gegossen. Gelb blühender Löwenzahn hatte sich bis an die ebenfalls frisch gepflanzte Buchsbaumumrandung herangewagt und meine Mutter stöhnte, sie könne gar nicht hingucken - um die anderen Gräber sei es immer unkrautfrei und geharkt. Was sollen die Leute denken, wenn das bei uns nicht so ist? Und die Frau M. wollte doch einmal zum Grab mitkommen, was soll die denken? Mir haben die gelben Tupfer um das Grab herum gefallen und meinem Bruder auch, aber meine Mutter, die sich überhaupt nicht mehr viel bewegen kann, weshalb sie ständig wegen des Grabes herumjammert, aber trotzdem nicht zu den Friedhofsgärtnern geht, deren Adressen sie alle hat, fing doch tatsächlich an mit ihrem Minispaten die Erde außerhalb der Umrandung umzugraben. Nur mit Mühe konnten wir sie davon wieder abhalten. Wie kann man sich nur selbst so viel Streß wegen eines Grabes machen? Wir fragten sie, wie denn das Grab des Mannes von Frau M. aussieht und sie antwortete, Frau M. hätte da nur Efeu drüberwachsen lassen. Wenn sogar die nun wirklich sehr penible und etepetete Frau M., die sehr an ihrem Mann hing, nur Efeu wachsen läßt, was für einen Preis hofft dann meine Mutter eigentlich zu gewinnen, wenn sie sich wegen des Grabes fertig macht und alle anderen mit dazu? Später im Auto schwärmte sie dann von Butterblumenwiesen und daß sie nicht verstehen kann, warum manch einer die nicht erträgt und gleich mit dem Rasenmäher kommt. "Ja, oder mit dem Spaten..." war meine Antwort dazu. Da mein Bruder mir gegenüber einmal die Bemerkung gemacht hatte, er wolle sich auf demselben Friedhof schon eine Grabfläche sichern oder kaufen - ich weiß es noch wie heute, schließlich hat es mich doch ziemlich erstaunt, obwohl 55 Jahre vielleicht nicht wirklich zu früh sind dazu -, fragte ich ihn danach, aber jetzt stritt er alles ab und behauptete, so etwas niemals gesagt zu haben. Ich bin mir nicht sicher, ob er sich tatsächlich nicht mehr erinnert und alles wieder verworfen hat, oder ob es ihm einfach unangenehm war, weil seine Freundin anwesend war. Diese fragte auch gleich ganz pikiert, ob er denn nicht vorhabe, mit zu ihr in die Grube zu hüpfen, was mich wiederum an die Folge der schrecklich netten Familie erinnerte, in der sich Al ohne Gattin neben dem Grab eines alten Kleppers begraben lassen wollte. Ich bin anscheinend die einzige, die sich noch nicht mit Grabstellen beschäftigt hat, dabei hätte ich vielleicht am ehesten Grund dazu. Später waren wir essen und die Freundin meines Bruders lief auf dem Weg dauernd hinter mir und meinte, ich röche so blumig, nach Maiglöckchen oder so, dabei hatte ich heute gar kein Parfüm aufgelegt. Vielleicht meinte sie das Perückenspray, aber das riecht eher ekelig, wie ich finde, und überhaupt nicht blumig. Und schließlich habe ich nach zwei Jahren endlich mein Romanmanuskript zurückerhalten. Es war deshalb so lange verschollen, weil mein Bruder es jemandem zu lesen gab, den er kennt und der einmal als Lektor gearbeitet hat. Dieser meinte, es wäre ganz interessant, aber er sei mit den Fremdwörtern nicht klar gekommen. Interessant? Fremdwörter? Ich vermute ganz stark, daß er es gar nicht gelesen hat, aber meinem Bruder den Gefallen nicht abschlagen wollte.
Nach einem Tag beim Studium treffe ich an der Bushaltestelle meinen Sportlehrer, ein Bär von einem Mann mit grauem Vollbart und grauen langen Haaren. Ich grüße ihn, er grüßt zurück und ihm entfährt ein: "Wow, siehst du gut aus!" Meint der mich? Ich schaue mich um, aber da ist niemand anderes. Ich bin es außerdem nicht gewöhnt, daß ein Sportlehrer so mit mir redet. "Wir sehen uns dann am Donnerstag!" sagt er weiter. Hm, haben wir am Donnerstag Sport? Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Aber wahrscheinlich habe ich nur meinen Stundenplan nicht im Kopf. Wir steigen in den herbeigefahrenen Bus und setzen uns auf zwei freie, hintereinanderliegende Gangplätze. Während der Fahrt unterhält er sich mit einem Mann auf der anderen Seite des Busses, ebenfalls mit Vollbart, wobei er immer von hinten mit den Knöcheln seiner Hand auf meine Schulter klopft, als rede er über mich. Zusammen mit ihm betrete ich ein öffentliches Gebäude mit vielen Gängen und Treppenhäusern, wo wir zu unterschiedlichen Räumen müssen, aber ich folge ihm erst einmal, da ich noch nicht so wirklich weiß, in welche Richtung ich gehen muß. Doch dort, wo wir landen, bin ich verkehrt, deshalb verabschiede ich mich von ihm und den anderen Männern im Raum. Noch bevor die Tür hinter mir ganz zugegangen ist, höre ich einen von ihnen in meine Richtung sagen: "Sehr hübsch. Hoffentlich läßt er richtig was für sie springen." Anscheinend denkt er, der Sportlehrer macht mir den Hof, oder so, und soll nicht knauserig dabei sein. Ich irre jetzt im Treppenhaus zwischen verschiedenen Etagen umher. Mal geht es rauf, dann wieder runter. Manchmal weiß ich gar nicht mehr, auf welcher Höhe ich mich eigentlich befinde. Irgendwo entdecke ich sogar neben der Treppe eine Tür, doch sie führt nur in eine Toilette. Anscheinend sind die hier zwischen den Etagen, neben die Treppen ausgelagert. Als ich die Tür zur Toilette schließe, sehe ich um die Ecke die dicke, gemütliche Frau Kollegin T. die Treppe hinuntergehen. Die ist in Ordnung, der hätte ich Guten Tag sagen können, aber jetzt ist sie schon weg. Mir wird klar, daß ich hier in dem Haus bin, wo sich auch meine Arbeitsstelle befindet, den meisten meiner Kollegen möchte ich allerdings in meinem Zustand nicht so gerne begegnen. Andererseits - ich schaue an mir hinunter und mir fällt auf, daß ich ungewöhnliche Kleidung trage - einen Samtrock und rote Schuhe - fühle ich mich gut, sehe gut aus - sogar mit Perücke, die Aussagen der Männer haben das bestätigt. Also wenn ich Kollegen treffe, können sie sich ausschließlich darüber das Maul zerreißen. Inzwischen habe ich die richtige Etage gefunden. Hier kommt es mir bekannt vor und hier ist wohl auch die Arbeitsagentur. Der Grund meines Hierseins ist eine überraschende Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in meinem Briefkasten. Überraschend deshalb, weil ich mich nirgends beworben habe, aber ich dachte mir, es kann nicht schaden, trotzdem hinzugehen. Jetzt muß ich nur noch den richtigen Raum finden. Dieser Gang, der hier rechtwinkelig abgeht, mit dem großen weißen Schild an der einen Tür, kommt mir ebenfalls bekannt vor. Vielleicht ist es hier, vielleicht sogar dort, wo das Schild hängt. Als ich den Gang entlanggehe, fängt mich eine Frau mit gleich lang geschnittenen, halblangen Haaren ab. Sie hat bereits auf mich gewartet und erklärt mir, daß sie und ihre Kollegen das, was ich letztens über das Anorganische erzählt habe, sehr interessant fanden und mich für einen bestimmten Posten wollen. Hm, kann mich gar nicht erinnern, daß ich irgendein Gespräch über chemische oder biologische Themen hatte und eigentlich habe ich davon nicht viel Ahnung. Wer weiß, was sie meint, vielleicht habe ich es einfach vergessen. Sie führt mich in den Raum, wo das Vorstellungsgespräch stattfinden soll, doch dieser ist nur über eine steile enge Leiter zu erreichen, die man erklimmen muß. Diese Kletterei ist ziemlich anstrengend. Der gesamte Raum ist gefüllt mit Leuten, die zum Gespräch anwesend sind, jedoch größenteils Kinder, die sich mit anderen Dingen beschäftigen und die nicht interessiert, was wir reden, stelle ich erleichtert fest. Denn mich vor allen zum Löffel zu machen, was wohl, befürchte ich, eintreten wird, dazu habe ich nicht viel Lust. Mir werden drei Frauen namentlich vorgestellt (die Namen habe ich jedoch gleich wieder vergessen), die an dem Gespräch beteiligt sein werden. Wir begrüßen uns, jeder nimmt seinen Sitzplatz ein und ich frage erst einmal, um was für einen Posten es überhaupt geht. Es stellt sich heraus, daß es sich um einen Arbeits- oder auch Studienplatz in New York handelt. Für manch einen mag das ein Traum sein, aber was soll ich in New York? Ich wollte noch nie dort wohnen, arbeiten oder studieren. Na egal, nach dem Vorstellungsgespräch werden die mich sowieso nicht nehmen. Die erste Frage wird mir gestellt. Die Frau links von mir zeigt mir ein Metallteil mit metallischen Kügelchen und möchte auf Englisch von mir wissen, was das ist. Ich meine, daß das irgendein künstliches Gelenk ist, aber ich wäre froh, wenn mir der richtige Name auf deutsch einfiele, in Englisch kenne ich den Begriff überhaupt nicht. Wie heißt das nur? Hunne? Husse? Ach nee, daß ist ja der Möbelüberzug. Na ja, antworte ich, ich schätze, das ist irgendein künstliches Gelenk. Alle nicken eifrig und es scheint ihnen zu reichen. Ich jedoch denke bei mir, daß es Zeit wäre, diese ganze Situation langsam abzubrechen und aufzuklären, wenn die so von mir eingenommen sind, daß ich mich noch nicht einmal zum Löffel machen kann. Schließlich will ich gar nicht nach NY und krank bin ich außerdem. Selbst wenn ich wollte, wäre das mit einer Brustkrebserkrankung nicht möglich. Und sie sollten wissen, daß ich Brustkrebs habe, sonst sind sie hinterher noch sauer, weil sie mich doch nicht einstellen können. Aber hier vor versammelter Mannschaft möchte ich damit auch nicht herausplatzen. Muß ja nicht jeder wissen. Ich wende mich erstmal vorsichtig an die Frau, die mich in den Raum geführt hat und taste mich vor, indem ich anmerke, daß ich sicher nicht die geeignete Person für die Stelle bin und ich denke, daß dies hier nicht viel Sinn macht. Die Frau schaut mich ganz groß an und schüttelt vehement mit dem Kopf, ohne von mir irgendwelche Argumente hören zu wollen. Ihrem Gesichtsausdruck nach vermute ich, sie meint, ich fühle mich den Anforderungen nicht gewachsen und habe zu wenig Selbstvertrauen. Herrje, wie komme ich jetzt hier wieder raus?
vorher:
nachher:
