Alien
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Samstag, 20. August 2011

Komisch,

sobald man das Wort GUTSCHRIFT in den Mund nimmt, läuft alles wie am Schnürchen. Aber auch nur dann. GUTSCHRIFT scheint so eine Art Zauberwort zu sein. Sage GUTSCHRIFT und alles, was bisher nicht klappte, wird sofort erledigt. Geld regiert die Welt, da ist das nur logisch. Mir dagegen ist das Geld an sich egal, deshalb nervt es mich immer, wenn ich auf diesen Zug aufspringen und mit Geldentzug drohen muß, obwohl ich doch nur möchte, daß ein kleiner Auftrag reibungslos ausgeführt wird.

Und Amazon, die im übrigen nichts mit obiger GUTSCHRIFT zu tun haben, schickt mir heute zum Geburtstag Bilder von Männern in Schiesserunterwäsche. DAS nenne ich Kundenservice!

41

Im nächsten Jahr ist dann die Zahl des Lebenssinns an der Reihe. Und wenn ich gerade Nik Kershaw auf Konzert im NDR sehe, den ich mit dem Bild, das ich von ihm noch aus den 80igern im Kopf habe, überhaupt nicht mehr in Zusammenhang bringen kann, fühle ich mich mindestens genauso alt, wie er jetzt aussieht.

Edit: OMD wenigstens haben sich besser gehalten, wirken aber trotzdem ungewohnt.

Edit 0:46 h: Oh, jetzt auch noch die Simple Minds. Und alles zu meinem Geburtstag. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aber der Sänger von denen sah immer schon alt aus.

Freitag, 19. August 2011

Dreh dich nicht um...

Spukhaus | 2
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Premiere:

Das "Vergnügen" meines ersten Wespenstiches hatte ich gerade. Nicht nur des ersten in diesem Sommer, sondern des ersten meines Lebens. Bisher hat mich noch niemals eine Wespe oder Biene gestochen. Aber irgendwann ist ja immer das erste Mal, besonders, wenn man ein Wespennest auf dem Balkon beherbergt. Das ist dann der Dank dafür. Da ist doch eine Gestreifte durch eines der großen Löcher meiner Crocs gekrabbelt und kitzelte auf meinem zweiten Zeh herum. (Was suchte sie da wohl? Käse?) Ich rieb ganz automatisch den Zeh an der Innenseite des Schuhs und sie hat aber richtig sauer zugestochen. Klar, sie wollte ja nicht zerquetscht werden. Und das hat wirklich weh getan! Aua! Gleich auf dem Zeh daneben habe ich einen ätzend juckenden Mückenstich. Drei Zehen sind jetzt noch frei. Wer will, wer möchte, wer hat noch nicht?

Bäume ausreißen

Vor den Eingängen eines großen Vergnügungsparkes, welcher aus Zoo und einer Oper besteht. Ich habe Lust zu fotografieren und frage an den Kassen, welche sich unter weißen Toren befinden, wie teuer der Eintritt ist. Die Frauen dort schauen mich etwas ratlos an und scheinen zu überlegen. Hm, komisch, wenn sie hier arbeiten, müßten sie das ja eigentlich wissen. Oder habe ich übersehen, daß man hier gar nicht bezahlen muß? Eine fragt, wo genau ich denn hin will und ich antworte, ohne davon überzeugt zu sein: "In die Oper." Schließlich hat sich die eine entschieden und nennt einen Preis, den ich in Münzen bezahle. Außerdem gibt sie mir noch einen Packen in feine Scheiben geschnitten Fleisch-Aufschnitt mit. Während ich um das wuchtige, schwarz neben mir aufragende Operngebäude laufe, erregt zunächst einmal ein Baum meine Aufmerksamkeit. Er ist sehr hoch gewachsen und überragt sogar das Opernhaus. Die Krone beginnt erst ziemlich weit oben, so daß ich vor mir nur den relativ schlanken Stamm mit einer rauhfasrigen Rinde habe, deren Beschaffenheit ich so anziehend finde, daß ich sie mit sachter Neugier sehr leicht mit dem Zeigefinger berühre. Doch was ist das? Kaum habe ich den Baum berührt, beginnt er sich gefährlich zu neigen. Er wird doch nicht....? Nein, nein, das kann nicht sein. Mit beiden Armen umklammere ich den Stamm, um ihn wieder in solch eine senkrechte Position zu bringen, daß er sich von alleine stützt. Doch erst kommt die Krone des Baumes mit einem Ruck auf dem Dach der Oper zum Erliegen - oh, oh.....hoffentlich geht da nix kaputt, und dann, nachdem ich den Stamm etwas anheben und zur Seite drehen konnte, auf einer Straßenlaterne, deren Glas dem Gewicht sicher auch nicht lange standhält, weshalb ich weiter versuche, den Stamm in solch eine senkrechte Position zu bringen, daß er auf sich selbst balanciert. Schließlich scheint der Baum in ein trügerisches Gleichgewicht gebracht zu sein. Er liegt nirgends drauf und steht von allein, allerdings könnte die kleinste Berührung ihn wieder zum Fallen und Entwurzeln bringen. Also nichts wie weg hier und ganz unbeteiligt tun....dum di dum.....damit niemand merkt, was ich angestellt habe. *pfeifend ab*

Donnerstag, 18. August 2011

Das Spukhaus

Spukhaus
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Die Wespen

auf meinem Balkon werden immer hektischer in ihren Bemühungen, Futter für die Königin herbeizuschaffen und achten in ihrer Hektik schon nicht mehr darauf, wo sie hinfliegen, sondern prallen ständig gegen meinen Kopf, wenn ich in ihrer Ein- und Ausflugschneise stehe. Soviel Streß kann man gar nicht mitansehen. Außerdem ist mein Balkon ständig von toten Wespen übersät. Anscheinend ist die Sterblichkeit in so einem Wespenstaat ziemlich hoch. Die meisten davon sind "nur" tot, aber einige von ihnen sind zweigeteilt, d.h. der Kopf ist abgerissen. Ich will ja nicht wissen, was die da in ihrem Bau anstellen, bzw. was die Königin mit ihnen anstellt. Waren das nicht andere Tiere, die den Männchen während der Paarung den Kopf abbeißen? Was für ein Glück, daß ich keine Wespe bin... Ich finde es faszinierend zu beobachten, wie manche Tiere sich in ein lebenslanges Joch begeben, nur um sich fortzupflanzen. Und vermutlich gibt es nicht eine Wespe, die bei sich denkt: "Ach nö, ich habe keine Lust mehr. Das ist mir hier zu blöd. Ich möchte mich lieber selbst verwirklichen, ein bißchen durch die Welt reisen - die Königin ist eh schon fett genug." Theoretisch ist der Mensch die einzige Kreatur, die sich bewußt und frei für oder gegen die Fortpflanzung entscheiden kann. Theoretisch. Praktisch ist oft wieder eine andere Sache, wenn man sich so umschaut.

Mittwoch, 17. August 2011

Heute

war also der erste vorbereitende Termin in der Strahlenklinik. Es ging relativ schnell - erst wurde ich (mal wieder) mehrmals gepiekst und dann in einen Zeittunnel geschoben. Zumindest sah das Teil aus wie ein Zeittunnel und die Lichter im Ring drehten sich genauso. Als die Schwester rausging, dachte ich, wenn das Ding stehenbleibt bin ich im Jahr 3011 gelandet. Allerdings scheint die Technik in der Klinik ein Eigenleben zu führen. Während ich wartete, ging mehrmals vor dem Anmeldungstresen die automatische Jalousie herunter und die Schwestern waren ausgesperrt, außerdem war wohl auch die automatische Tür geschlossen. Sie guckten entsprechend entsetzt, und die Ärzte, welche zufällig vorbeikamen, waren ebenso verdutzt. Eine meinte dazu: "Na solange es nicht noch Wasser von der Decke regnet...." Eine Patientin im Warteflur erzählte, daß dies der letzte Tag für sie sei und sie so etwas bisher nicht erlebt habe. Nun ja, für mich war es sozusagen der erste Tag und es könnte natürlich reiner Zufall sein. Könnte.... Genauso wie der Tag, an dem das ganze Computersystem der Charite ausgefallen ist, als ich dort zur Knochenszintigrafie war oder das Röntgengerät, das vor einigen Jahren bei mir nicht mehr arbeiten wollte und nur noch Streifen zeigte. Aber pssst.....sonst läßt man mich in kein Krankenhaus mehr rein. *lol*
Den nächsten Termin habe ich erst kommende Woche, so daß ich um meinen Geburtstag herum frei bin. Das trifft sich gut. Auf dem Rückweg waren im übrigen die Brombeeren, die letzte Woche noch rot leuchteten, gereift, nur leider hatte ich mal wieder keine Dose dabei. Und wenn ich dann eine Dose mitnehme, sind die Brombeeren alle weg. So ist es immer.

Reife Brombeeren

Letzte Woche

hatte ich den ersten Termin in der Strahlenklinik. Da sie jwd liegt (für Nichtberliner: janz weit draußen), war es gar nicht so leicht hinzufinden, zumal ab der S-Bahn-Station die Busse in beiden Richtungen diverse gleichnamige Kliniken im Angebot haben. Deshalb stand ich erst unschlüssig an der falschen Haltestelle herum, bis ich auf die Idee kam, in der Klinik anzurufen. Die Dame am Telefon meinte zwar, sie weiß das nicht, aber Hintergrund nannte jemand eine Busnummer, die an der Haltestelle gar nicht zu finden war. So suchte ich auf der gegenüberliegenden Seite und hinter der S-Bahn und wurde fündig. Der entsprechende Bus fährt nur in einer Richtung, nun ja. Die offene Anmeldung des Strahlenzentrums befindet sich in einem offenen Lichthof, der ganze fünf Stockwerke umfaßt und mit Glas überdacht ist. Man kann sozusagen in jede Station der anderen Stockwerke schauen. Anscheinend dient der Lichthof auch als interne Rohrpost, denn es wird hier schnell mal eine Krankenakte von oben nach unten befördert, d.h. geworfen. Erinnert ein wenig an indische Lichthöfe, man könnte meinen, das Gebäude ist nach Vastu-Regeln erbaut, aber das täuscht, denke ich, und ich finde es eher unvorteilhaft. Es ist doch mit fünf offenen Stockwerken sehr wuselig und zugig. Immerhin bekommt man, so wie ich es beobachtet habe, in dieser Klinik ebenfalls zwei Kompressionsstrümpfe, anders als in der Klinik, in der meine Mutter lag, wo sie, obwohl mit Thrombose, immer nur einen Strumpf für das kranke Bein erhält. Und überhaupt fällt mir, während ich das schreibe, plötzlich auf, daß ich in den letzten zwei Jahren gleich vier Berliner Kliniken von innen kennengelernt habe. Ich könnte mir ehrlich schönere Plätze für Sightseeing vorstellen. Das Vorgespräch hatte ich bei einer anderen Ärztin als meine Mitpatientin. Sie nahm sich viel Zeit, mir alles zu erklären, und die Sprache kam auf das Aussehen der Brust. Blöder- oder glücklicherweise - wie man es nimmt - sieht man von dem Loch kaum etwas wenn ich stillstehe oder -liege, sondern nur wenn ich mich bewege (und das nichtbewegte Aussehen wird in dem Maße, wie sich das Gewebe lockert, auch immer besser). Also zeigte ich ihr das und sie sah gleich, was ich meine. Beim Anziehen bemerkte ich, daß man dagegen zum Glück etwas tun könne, es sei ja keine Geh-Behinderung o.ä., worauf sie sofort erwiderte, man müsse sogar etwas tun. Ich habe sie wohl sehr verblüfft angeschaut, denn mit sowas hatte ich aus dem Munde eines Arztes nicht mehr gerechnet. Sie sagte, daß ich damit leben und mich damit wohlfühlen müsse und deshalb kann und muß man etwas tun, wenn es nicht so ist. Und dabei sei es völlig egal, ob die ganze Brust fehlt oder nur ein kleines Stück. Ich war völlig perplex und dachte, ich hätte mich verhört. Niemand der mir einen moralischen Erpresser- oder Angstmacherzeigefinger auf die Brust setzt, nach dem Motto, ich solle zufrieden und dankbar sein, daß ich noch lebe, bzw. die Brust noch dran ist (wobei jede Moral, die sich nicht am Menschen orientiert, nur eine Scheinmoral ist), keine heiligen Amputationspersönlichkeiten, mit denen ich mich vergleichen soll und verglichen werde, obwohl beides nur sehr bedingt vergleichbar ist, und das alles dann möglichst noch von Leuten, die nie etwas in der Art am eigenen Körper durchgemacht haben. Daß ich das noch erlebe....

Dienstag, 16. August 2011

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In deinen Spielen komme ich nicht vor. Du warst immer stärker im Vorteil als ich und hast dies nicht gesehen oder sogar gegen mich verwendet. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber endgültiger und weniger schmerzlich.

Montag, 15. August 2011

Golden Brown

Puppenkleid

Mein früheres Kinderzimmer teile ich mir jetzt mit einem Kollegen. Es ist wie ein Büro eingerichtet und er bewohnt den hinteren, ich den vorderen Teil, wobei unsere Schreibtische genau dort zusammenstehen, wo mein Kinderschreibtisch stand. In allen Schränken und Regalen befinden sich statt Spielzeug Akten. Wer hätte gedacht, daß es sich hier so verändern würde? Auf der Seite von K. sind nur noch einige Spielzeugautos zu sehen, die wohl ihm gehören, und auf meiner Seite zwei Puppen, die zwischen den Akten stehen - eine in Spreewaldtracht und meine Hippie-Puppe. Irgendwo auf seiner Seite finde ich zwei gleiche, noch neue und eingeschweißte Puppenkleider. Da ich denke, daß die sowieso für mich sind, nehme ich mir einfach eines, um es meiner Hippie-Puppe anzuziehen. Allerdings sieht es mehr aus, wie für eine magere Barbie gemacht und die Hippie-Puppe hat etwas fülligere Formen. Ob es da paßt? Doch die Taille ist aus Gummi und elastisch, wie ich feststelle. Könnte also klappen. Aber kurz bevor ich es der Puppe überziehe, überlege ich es mir anders. K. ist wieder da, hat meinen Aktionsrückzieher mitbekommen und ich sage zu ihm: "Nee, lieber doch nicht. Damit sieht sie ja aus wie ein Gothic! Dann lieber Hippie."

Die Hippie-Puppe ist die Rechte vom Betrachter aus gesehen.

Sonntag, 14. August 2011

Operation Sonntagsbrötchen

Das Experiment geht weiter und diesmal hieß das Motto: Zurück zu den Basics. Pures Bio-Weizenmehl mit Salz, Hefe und Mineralwasser. Passend dazu fand ich ein Rezept für die DDR-Brötchen bei Bäcker Süpke. Inzwischen hab ich auch den Dreh raus, wie die Kruste weich bleibt. Einfach nach dem Backen die Brötchen in einen Plastikbeutel packen. Und wirklich nur 20 min bei 220 Grad backen. Für mein Versuchslabor habe ich mir inzwischen eine Silikon-Backunterlage gekauft und das Teil ist einfach fantastisch. Kein Vergleich zu normalem Backpapier.

Brötchen

Ein Rollstuhl für zwei

Ausgelassen auf dem Schoß eines Mannes sitzend. Wir fahren eine Straße entlang, denn er sitzt in einem Rollstuhl, genauso wie ich. Der Rollstuhl ist sozusagen für uns beide, aber trotzdem nichts, was uns in unserer verliebten Stimmung stören würde. Eine tiefe Intimität und Nähe ist zu spüren, während wir uns gegenseitig necken und miteinander scherzen. Mittendrin kommt eine solch starke und warme Woge von Liebe in mir hoch, daß es mir die Sprache verschlägt. "Ich kann jetzt nichts sagen." hauche ich, ohne weitere Erklärungen. Doch gleichzeitig bin ich mir völlig sicher, daß er weiß, was mit mir los ist, weil er ganz genau dasselbe spürt, auch wenn ihm äußerlich nichts anzumerken ist. Es gibt absolut keinen Zweifel daran, daß alles, was ich spüre, er ebenfalls spürt und umgekehrt. Als die höheren Wogen vorüber sind, beginne ich ihn wieder zu necken. In der Hand halte ich eine Zeichnung mit einer Figur im Pyjama. Auf diesem sind Sterne oder Blümchen angedeutet. "Das bist du mit deinem Blümchenpyjama." sage ich schelmisch. Lachend erwidert er etwas. Im Hintergrund blitzt das Wissen auf, daß er sowohl eine Frau als auch eine Geliebte hat, welches beides nicht ich bin. Doch dies bleibt völlig unerheblich und nebensächlich für die Situation, auch von seiner Seite, wie ich erfreut feststelle. Schön, wenn die Liebe so frei fließen kann.

Bemerkung: Am Abend zuvor sah ich einen Sketch mit Harald Juhnke und Eddie Arendt. Beide betreten den Saal zu einer Party. H. J. prahlt: "Sehen Sie die attraktive Brünette da hinten?" "Ja." "Das ist meine Frau. Und sehen Sie die sexy Blondine, mit der sie gerade redet?" "Ja." "Das ist meine Geliebte." Eddie Arendt darauf: "Interessant! Bei mir ist es genau anders herum!"

Samstag, 13. August 2011

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Das Treffen zweier Persönlichkeiten ist wie der Kontakt zweier chemischer Substanzen: Wenn es eine Reaktion gibt, werden beide transformiert.
(C. G. Jung)

Donnerstag, 11. August 2011

lauschen

lauschen
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Montag, 1. August 2011

Aussicht

Ein sonniger(!) fremder Urlaubsort mit kleinen hügeligen Gäßchen. Über eine Straßenbalustrade gelehnt tut sich der Blick auf ein stark verfallenes Haus auf, dessen Fenster mit Brettern vernagelt sind und welches Löcher im Dach aufweist. Jemand macht sich Sorgen, daß sich Leute darin herumtreiben könnten, doch ich beobachte das Haus hier bereits eine Weile und habe niemanden gesehen. Dies berichte ich auch so. Später im Urlaubsquartier öffne ich zwei große Fensterläden zu einem fast wandgroßen Fenster. Der Ausblick, der sich dahinter auftut, ist atemberaubend. Über einer weiten Silhouette von Türmchen und Dächern schimmert ein Streifen blauen Himmels, welcher von einer dicken Decke flauschig rosa Wölkchen gekrönt wird. Einige Leute in meinem Zimmer stoßen bei jedem Zentimeter, welche sich die Fensterladen öffnen, Begeisterungsrufe aus. Ich bin darüber etwas amüsiert, aber es stimmt schon - die Aussicht ist einzigartig.

Bemerkung: Ich habe in unwegsamen Gelände ein stark verfallenes Haus gefunden, das ein wenig an eine Horrorfilmkulisse erinnert und mich fototechnisch ganz kribbelig macht. Allerdings habe ich mich bisher nicht auf das Grundstück getraut, weil ich nicht weiß, ob sich da irgendwer herumtreibt und weil die Umgebung auch ein wenig unheimlich ist. Darf ich mir jetzt selbst glauben, wenn ich sage, daß da niemand ist?