Einige Treppen höher in meinem Elternhaus wartet eine Faschingsveranstaltung der Schule auf mich. Mein Vater schaut von einem über mir liegenden Treppenabsatz herunter und sagt, daß ich mich beeilen soll, der Film beginne in zwei Minuten. Ja, doch, ich komme schon. Anscheinend ist der Film die Eröffnungsveranstaltung. Ich erreiche gerade noch pünktlich den Raum und muß bei zwei Japanern (? - wäre natürlich auch möglich, daß es Südamerikaner waren) für sehr viel Geld eine Eintrittskarte kaufen. Hui, das ist aber wirklich teuer. Doch statt eines Filmes sind jetzt quadratische Spielbretter zu sehen, auf denen aus tausenden kleinen Würfeln Gebilde aufgebaut sind, die an Mayapyramiden erinnern. Um sie herum warten die Faschingsteilnehmenden, hauptsächlich ehemalige Mitschüler, Verwandte oder Kollegen, alle in verschiedenen Verkleidungen, bis sie an der Reihe sind zu spielen. Ich selbst trage eine Verkleidung, die sich wie ein zweites dickes Fell anfühlt, aber nicht viel meiner Aufmerksamkeit auf sich zieht, was positiv ist, denn ansonsten würde es bedeuten, daß sie stört. Während ich mich zu den Spielenden geselle, frage ich jemanden nach den Spielregeln, denn ich habe keine Ahnung, was das für ein seltsames Spiel ist. Er erklärt mir, daß jedem aus dieser Pyramide ein Würfel zugewiesen ist, welcher, wenn derjenige an der Reihe ist, geworfen (und damit auch etwas entschieden?) werden darf. Doch da es unzählige Würfel sind, besteht das Spiel zum größten Teil aus Warten, bis man an der Reihe ist. Und so richtig habe ich die Logik oder den Sinn des Spiels noch immer nicht kapiert, aber ich denke mir, wahrscheinlich habe ich noch jede Menge Zeit, bis ich selbst würfeln muß, bis dahin sehe ich vielleicht klarer. Noch immer nicht am Zug, habe ich mich an einer Schulbank niedergelassen, wo ich in eine Bierflasche einen Schuß roten Grenadine-Sirup kippe, welchen N. auf dem Platz vor mir bereitgestellt hat. Dies ist jetzt ein bestimmter Cocktail, dessen Name mit Su... beginnt, und ich trinke mehrere von diesen Cocktails, indem ich immer wieder roten Grenadine-Sirup verwende. Mir fällt auf, daß M. vorne an einem Tisch sitzt, als würde er die ganze Veranstaltung beaufsichtigen. Besonders auffällig sind seine langen schattigen Wimpern. Die sind wahrscheinlich angeklebt und sollen wohl die Traurigkeit in das Gesicht bringen, denn er hat ein geschminktes Clowns-Gesicht und Clown-Gesichter sind traurig. Draußen steigen jetzt große Ballons mit Gondeln auf, in denen eigenartige Figuren, sicherlich Masken aus Pappmaché gedrängt stehen. Die Figuren erinnern an die
Götterstandbilder von Braak und das Ganze soll eine Protestaktion gegen irgendetwas sein. Während ich noch schaue, kommt jemand zu mir und flüstert, daß F.D. verstorben sei. Er hatte eine Infektion am Zahn. Mir fällt ein, daß mich vorher bereits jemand angerufen und mir mitgeteilt hatte, daß F.D. tot sei. Aber das muß ich vergessen oder nicht geglaubt haben. Jetzt bin ich mir sicher, daß es wahr ist. Was für eine Ironie des Schicksals, daß F.D. tot ist, während ich noch lebe!
Da haben sie alle Herbst- und Winterstürme überstanden, aber versuchen kurz vor Frühlingsbeginn doch noch zu fliegen.
die extreme Angst, die direkt körperlich bis in die Haarspitzen spürbar ist, genauso wie vor der Erkrankung. Ohne Voranmeldung, doch lange im Bett verkriechen konnte ich mich nicht, erinnere mich aber an einen kurzen Traum. Im Geisterhaus, dem Haus der verlorenen Seelen von der Platte, befinde ich mich in einem Büro, meinem Büro. Blaumeisen schwirren umher und ich wundere mich, wie sie in das Zimmer gelangt sind. Die Fenster und Türen sind alle geschlossen. Mit einem Mal wird mir klar, daß ich selbst eine dieser Blaumeisen bin und finde das überhaupt nicht seltsam. Anscheinend sind wir hier irgendwie hineingeraten und haben den Weg hinaus nicht mehr gefunden, bevor Türen und Fenster geschlossen wurden. Vor der Tanzstunde wollte ich mir noch schnell eine bestimmte Zeitschrift besorgen. Eigentlich kaufe ich seit mindestens zehn Jahren keine Zeitungen und Zeitschriften mehr, weil sich das Papier auch ohne diese ständig vermehrt. Jedoch sah ich im TV die Werbung von der neuen "petra", die als Extra-Beilage eine DVD Fit mit Latin Dance hat. Die hätte mich dann doch interessiert, also klapperte ich alle Geschäfte und Discounter ab, die bei mir in der Nähe Zeitschriften führen (was nicht viele sind) und nirgendwo war etwas von dieser Zeitschrift zu sehen. Ist die schon wieder ausverkauft, oder was? Da will man mal eine kaufen und genau die ist nirgends zu kriegen...
Du sprichst von Liebe,
ich rede von anderem,
reiße Stück um Stück
dir die Masken vom Gesicht,
doch die letzte läßt
du dir nicht nehmen
du hörst mich nicht
du siehst mich nicht
Liebe macht taub
Liebe macht blind
Liebe denkt nur an sich
Liebe tut Wichtigeres,
kümmert sich nicht
um festen Grund,
hängt in Wunschwolken
bis das Liebesobjekt,
zurückgelassen mit
uneinholbarer Geschwindigkeit
in lästigen Gruben,
die sie selbst gegraben hat,
ihr ein Bein stellt
Wie soll ich mit
dir Schritt halten,
wenn du dich nie umblickst
nach mir?
Auch weiße Lilien werfen schwarze Schatten. (ungarisches Sprichwort)
Auf der Flucht vor etwas mit dem Ballon. Ein Professor steuert ihn, vielleicht derselbe aus "Fünf Wochen im Ballon", und noch ein oder zwei andere Leute befinden sich mit in der Gondel. Abgehoben sind wir ohne Probleme. Jetzt überfliegen wir ein sumpfiges Seen-Gebiet. Ist die Frage, ob wir den Ballon lange genug oben halten können bis wir es überquert haben und in Sicherheit sind.
Ein schwerer weißer Koffer mit schwarzer Aufschrift steht auf meinen Knien, während ich im Beifahrersitz eines Wagens sitze. Der Koffer ist so riesig, daß er mir völlig den Blick nach vorne versperrt. Neben mir am Steuer ein Mann, den ich für meinen Cousin halte. Mit einer Hand hält er ununterbrochen meine Hand fest, vielleicht um mich zu beruhigen, weil ich nichts sehe, und fährt nur mit der Linken. Ich denke bei mir, daß er besser mit beiden Händen lenken sollte und entziehe ihm deshalb schließlich meine Hand. Doch zu spät. Eine Polizeistreife mit drei blonden Polizistinnen hat uns gestreift und auf den Gehweg abgedrängt.
wie ich es liebe, wenn meine Mutter sich mal eben selbst "nachher" zu einem Besuch bei mir einläd. Da ist die Tagesplanung futsch, man hat gerade noch eine halbe Stunde, schnell etwas aufzuräumen und wünscht sich, man wäre nicht ans Telefon gegangen. Und natürlich habe ich vergessen, die Haribo-Lakritzmischung vom Tisch wegzunehmen und zu verstecken, was zur Folge hatte, daß sie mich gleich mit entsetztem Blick über die teuflische Schädlichkeit dieser Süßigkeiten aufklärte. Allerdings nur so lange, bis ich ihr erzählte, daß Lakritz sowohl gegen Krebserreger als auch gegen Magenbakterien wirkt - dann war Ruhe. Und beides habe ich tatsächlich einmal gelesen, wieviel Wahrheit hinter solchen Zeitungsmeldungen steckt, weiß ich natürlich nicht. Aber Lakritze wird ja aus Süßholz, einem Pflanzenextrakt, hergestellt und ist damit sicher, zumindest um Nuancen, besser als diverse andere Süßigkeiten aus purem Zucker. Daß meine Mutter sich über jede Praline und jede Süßigkeit so entsetzt, liegt, so glaube ich, vor allem daran, daß sie selbst nicht an sich halten kann, wenn sie so etwas im Haus hat. Innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen ist alles weggeputzt und dann schimpft sie um so mehr über die bösen Süßigkeiten. Meine Haribo-Lakritzmischung dagegen habe ich schon seit Dezember im Haus und sie ist immer noch fast voll. Wie immer macht hier die Dosis das Gift, aber das ist etwas, was sie nicht hören möchte. Ich für meinen Teil habe als Schluß aus meinen früheren Ernährungsgewohnheiten vor allem gezogen, daß Einseitigkeit mehr schadet als eine maßvolle, möglichst basenüberschüssige Vielseitigkeit, während meine Mutter ständig von einem Wundermittel und einen Extrem ins nächste fällt und sich schon manches Mal selbst sehr damit geschadet hat. Das Schlimmste daran ist, daß sie dann immer anfängt zu missionieren und alles nachzubeten, was man ihr in den Werbeversprechungen des neuesten Naturheilhypes verspricht. Dabei sind diese ebenso mit Vorsicht zu genießen wie alle anderen Werbeversprechungen, selbst wenn da ominöse Forschungen mit beteiligt sind, da es sich genauso um eine Industrie handelt, die um neuen Profit zu machen immer mal wieder eine neue Pflanze oder eine neue Beere aus der Versenkung holen und mit wundersamen Wirkungen bestücken muß. Und auf einmal rennen alle nach dieser Wunderpflanze, dabei gibt es ein riesiges Angebot an Pflanzen und Kräutern, die mindestens genausogut, wenn nicht besser sind. Super-Cystus hin oder her, in meinen Tee kommen im Moment Schafgarbe, Ringelblume und Salbei, weil die einfach viel besser gegen Hitzewallungen und diverse Wechseljahresbeschwerden helfen. Doch am meisten nervt es, wenn sie bei jedem, aber wirklich jedem Gespräch anfängt, über die bösen Tabletten zu jammern, die ich nehmen muß und immer wieder mit den Nebenwirkungen kommt. Hallo? Ich kenne die Nebenwirkungen, ich habe mich informiert, aber entschieden, die Tabletten zu nehmen, schließlich geht es hier nicht um eine Grippe. Da muß ich es nicht haben, daß mich jemand ständig noch geradezu krank redet. Und dieses Drama zieht sich genauso bereits über die Chemo-und Strahlentherapie hin. Ich habe das Gefühl, sie konditioniert mich richtig darauf, es ganz schlimm mit den Knochen zu bekommen, so wie sie mich in meiner Kindheit dazu konditioniert hat, auf keinen Fall und niemals zu heiraten. Ich frage mich, ob es ihr lieber gewesen wäre, wenn ich gar keine Therapie gemacht hätte? Helfen tut mir dieses ständige Herumreiten auf möglichen Schäden jedenfalls nicht, im Gegenteil, jedes dieser "Gespräche" ist eine psychische Belastung für mich und hat mir weder im letzten Jahr noch im heutigen irgendwie geholfen. Warum ist es eigentlich so schwer, wenn man sich ein- oder zweimal mit dem Thema auseinandergesetzt hat, die Therapieentscheidung dann zu akzeptieren und einen zu unterstützen? Doch wenn ich ihr das sage, bringt es immer nur zeitweise etwas, indem sie sich vielleicht für ein-zwei Wochen zurückhält, und es dann genauso weitergeht, weil sie nichts davon verstanden hat. Ist das normal, daß Mütter so unsensibel sein können? Zuhören konnte sie ja früher bereits nicht, bzw. hat nur gehört, was sie hören wollte, aber es heißt ja immer, daß Mütter am besten wissen, was man Krisensituationen braucht. Meine allerdings nicht.
Die Blogbauarbeiten sind abgeschlossen und noch ein nagelneuer Header prangt über dem Blog. Der gefällt mir jetzt jedenfalls besser als beide vorherige zusammen und hoffe, er findet uneingeschränkte Zustimmung.
In einem kleinen Raum ohne Fenster erwache ich. Drei Wände des Raumes sind von oben bis unten mit Regalen verkleidet, in welchen ausschließlich dicke Gesetzessammlungen stehen. An der vierten Wand steht mein Krankenbett, in welchem ich liege. Kollegin T. beaufsichtigt diesen Raum und die Gesetzessammlungen sind sehr interessant einsortiert. Die unteren liegend und die oberen darauf diagonal stehend. Ungewöhnlich, aber vielleicht ist das eine ihrer geheimen Ordnungen. Außerdem scheint sie es auch übernommen zu haben, sich um mich zu kümmern. Ziemlich dunkel, trist und ungemütlich ist es hier zwischen all den Gesetzessammlungen, aber wahrscheinlich hatten sie woanders kein Platz für ein Bett. Mit einem Plan tritt sie an mein Bett und erklärt mir, man habe mich endlich für einen bestimmten Zeitraum im Krankenhaus untergebracht. Erschrocken frage ich sie, was ich da soll. Ich war doch gerade erst im Krankenhaus, warum soll ich also wieder dorthin? Sie erklärt mir lächelnd, daß dies nötig sei, weil ich ein neues Kleid bekommen solle und das könne man nur besorgen, wenn ich im Krankenhaus sei. Das verstehe ich zwar immer noch nicht, doch sage nichts mehr. Eigentlich kann ich mit Kleidern gar nichts anfangen, die stehen mir nicht. Aber gut, vielleicht wollen sie mir damit nur etwas Gutes tun und es würde undankbar wirken, wenn ich jetzt herummäkel. Eine lange Hose wäre mir aber trotzdem lieber. Andere Kollegen gehen ein und aus oder stehen beeinander, alle in Besetzung einer früheren Abteilung und nicht der jetzigen. Kollegin P. kommt herzlich an mein Bett geeilt, umarmt mich, fragt wie es mir geht und flüstert: "Jetzt bekommst du ja bald dein neues Kleid!" Schon wieder! Was meinen die nur damit? "Da ist doch irgendetwas im Busch. Eine Überraschung, oder so." sinniere ich laut vor mich in und merke zu spät, daß die Teamleiterin diese Gedanken mitbekommen hat. Sie reagiert jedoch nicht weiter darauf. Etwas später hat man mich aus dem Krankenbett herausgeholt und ich sitze mit den anderen Kollegen, unter ihnen K. und der Große, zusammen. Es werden jede Menge Geschenke ausgepackt, vielleicht ist das hier gerade ein Julklapp, muß wohl so sein, was sollten sonst diese vielen Geschenke. Ein dunkelhaariger Mann kommt hinzu, der mich an einen ehemaligen Seminarleiter erinnert. Er scheint eine Art Kopfjäger zu sein, denn er offeriert dem Großen einen neuen Job. Dann fällt sein Blick auf mich, er drückt mir ein liniertes Blatt und einen Stift in die Hand und fordert mich auf, meinen Namen aufzuschreiben. Fragend schaue ich ihn an, ziemlich perplex, weil ich nicht weiß, was das werden soll. Als er meine Verwirrung bemerkt, erklärt er wie nebenbei, als sei es schon beschlossene Sache, daß er für mich auch einen neuen Job hat und fragt mich, ob ich Samba tanze. Er scheint großes Interesse daran zu haben, mit mir tanzen zu gehen und mich attraktiv zu finden. Daß er mir nur deshalb gleich einen Job anbietet ohne mich zu kennen, ist schon ziemlich kühn von ihm. Spontan, um ihn vor einem großen Fehler zu bewahren, möchte ich etwas über meine Krankheit sagen, beiße mir dann aber auf die Zunge. Warum soll ich mir die Chance verbauen? Selbst schuld, wenn er nur nach dem Äußeren geht. Stattdessen sage ich nur, daß ich nicht wirklich gut tanzen kann. Dann beginne ich meinen Vornamen in Großbuchstaben auf das Papier zu schreiben. Kollegin T. und ich stehen mit einem Kinderwagen in einem Flur mit geschlossener Fensterwand. Mein Blick fällt auf einen grauen Himmel, an welchem Funken regungslos verharren, so als sei gerade ein Feuerwerk am hellichten Tag fotografiert worden. Was ist hier los? Eine Explosion? Kaum habe ich das gedacht, beginnt es von oben Gegenstände herunterzuprasseln. Einige durchschlagen das Fensterglas und das Dach. Mit einem Brett versuchen wir das Baby im Kinderwagen zu schützen, damit es keine Glassplitter oder gefährlichen Gegenstände abbekommt, was wohl auch gelingt.
In einer Küche brate ich mir ein Spiegelei, esse aber nur das gestockte Eiweiß. Mein Vater kommt hinzu und sagt, daß er auch ein Spiegelei möchte. Er geht hinüber zur Spüle und macht sich dort an etwas zu schaffen, wobei er mir den Rücken zukehrt. Während ich seinen Rücken betrachte, kommt mir Gedanke, daß hier etwas nicht stimmen kann. Doch was ist es? Nach mehreren Überlegungen weiß ich es. Mein Vater ist tot und dies hier kann deshalb nur ein Traum sein. Dann erwache ich.
Mein Partner, eine seltsame Mischung aus zwei Ex-Freunden, hat mich zu meiner Zahnärztin begleitet und im Wartezimmer während der Behandlung ausgeharrt. Wieder zu Hause sitzen wir beieinander, unterhalten uns, während ich die Hose ausziehe, wobei mir meine schneeweiß leuchtenden Beine auffallen. Er erzählt mir, daß er an den Geräuschen, die während des Schleifens der Zähne entstanden sind, hören konnte, daß meine Zahnärztin eine sehr gute und akkurate Arbeit leistet. Hm, merkwürdig, wie er darauf kommt, dies aus den Schleifgeräuschen heraushören zu können, aber andererseits beruhigt es mich, daß er diesen Eindruck hat.
Ein Wellnesscenter mit Sportangeboten und einem Thalasso-Pool. Ich möchte in das mit dunklen Algen versetzte Wasser steigen und erfahre, daß dieses 52 Grad Wassertemperatur hat. Ist das nicht etwas viel? Da verbrüht man sich ja! Doch als ich mit dem Fuß vorteste stelle ich fest, daß das Wasser eher zu kühl als zu heiß ist.