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Freitag, 24. Februar 2012

Noch mehr Geschenke

Der Wilde Kaiser schenkt mir ein kleines Heftchen mit einem selbstgezeichnetem Comic. Das ist wirklich ein süßes Geschenk und ich bin bereits versunken in die Geschichte, als ich nur noch "Super!" hauche. Eigentlich bin ich zwar kein Comic-Fan, aber so ein selbstgemachtes Comic als Geschenk zu bekommen, ist schon außergewöhnlich. Er hat nicht verstanden, was ich gesagt habe und fragt etwas besorgt nach, vielleicht weil er befürchtet, daß es mir nicht gefällt. "Super! Das ist super!" wiederhole ich stark beeindruckt.
Ein ehemaliger Kollege lädt mich zu einem "Bäckerfest" ein. Da gibt es sicher viel Kuchen. Nicht so gut für meine Figur, aber frischem Kuchen kann ich nicht widerstehen. Als wir uns auf den Weg machen greift er sich fürsorglich Puschel, um sie mitzunehmen und zu tragen, so als würde sie wie selbstverständlich dazugehören, bzw. zu mir gehören. Wie süß, daß er daran, bzw. an mich denkt.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Pluto Quadrat Chiron

( Pluto tr Quadrat Chiron/Mond r aktuell Januar 2012 bis November 2014):
"Die Wut äußern *** Während vieler Monate gültig: Diese Zeitqualität könnte recht widersprüchliche Gefühle in Ihnen wachrufen. Möglicherweise verspüren Sie immer häufiger eine unbändige Lust, endlich Ihren Mitmenschen Ihre wirkliche Meinung über sie ins Gesicht zu sagen. Dann wiederum schrecken Sie vielleicht vor sich selbst zurück und schämen sich Ihrer verletzenden oder rachsüchtigen Gedanken. Ihre Umwelt dürfte es derzeit nicht gerade leicht mit Ihnen haben, und deshalb sind Sie mehr als sonst auf die Geduld und Nachsicht anderer angewiesen. Am besten versuchen Sie während dieser Zeit, sich selbst genügend Mitgefühl entgegenzubringen. Die Unruhe, die Sie in Ihrem Inneren wahrnehmen, ist ein Zeichen dafür, daß etwas in Bewegung kommt, was schon sehr lange im Dunkel Ihres Unterbewußtseins versteckt ist. Wie die meisten Menschen vergraben wahrscheinlich auch Sie seelische Verletzungen, Zurückweisungen oder Bloßstellungen tief in Ihrer Psyche, ohne jemals der Wut und dem Haß Ausdruck zu verleihen, die daraus entstehen.
Schwierigkeiten im Kollegenkreis oder Unstimmigkeiten in Ihrer Familie könnten jetzt zum Auslöser für heftige Gefühle werden, die in keinem Verhältnis mehr zu deren äußerem Anlaß stehen. Wenn Sie jetzt mit Wut und Aggressionen in Kontakt kommen, so vermutlich deshalb, weil Sie nun stark genug und bereit sind, damit umzugehen. Auch das mögliche Echo seitens Ihrer Mitmenschen werden Sie jetzt viel besser verkraften. Gestehen Sie sich Ihre unbequemen Gefühle ruhig zu! Nur dann werden Sie feststellen, daß Sie nach und nach das richtige Maß finden und niemanden zu Unrecht für etwas "bestrafen", wofür er im Grunde gar nichts kann. Wut ist ein ganz natürliches Gefühl, das sich zum Schutz der eigenen Persönlichkeit nur dann bemerkbar macht, wenn Ihnen Unrecht geschieht. Wenn Sie ihr keinen Ausdruck verschaffen, weil sie Ihnen von Kindesbeinen an abtrainiert wurde, fühlen Sie sich weiterhin ausgeliefert, hilflos, benutzt oder schuldig. Damit nehmen Sie sich jedoch die Möglichkeit zur Gegenwehr. " (Deutung von Astrodienst.com)

Haargenau zutreffend. Tanzen und Bloggen sind für mich im Moment zwei Möglichkeiten, den Dampf abzulassen, um das Maß nicht zu verlieren, denn ansonsten würde ich wahrscheinlich platzen wie eine Granate. In einem Forum erzählte jemand über seine Erfahrungen mit diesem Transit und stellte fest, daß er nach diesen zwei Jahren keinem Menschen mehr getraut hat. Ich vertraue bereits jetzt einigen Personen nicht mehr, aber hoffe doch, daß es um diese Zeit nicht wirklich so schlimm bestellt ist. Ich bin schon schüchtern genug, noch mehr Schüchternheit würde mir nicht gut bekommen. Noch gibt es ein paar wenige Menschen, von denen ich nicht glaube, daß sie ein falsches Spiel mit mir treiben. Aber zwei Jahre sind eine lange Zeit, da kann viel passieren. In einem englischen Blog dagegen berichtet jemand ganz begeistert über diesen Transit: http://in2themystics.com/2010/03/25/transit-pluto-square-chiron-a-cosmic-surgeon-that-rewards-patients-with-liberation-ambrosia/.
Fest steht jedenfalls, positiv betrachtet, daß wohl auch die nächsten Jahre nicht langweilig werden. Wenn man frisch aus einem Neptun-Transit kommt, der jetzt endlich abgetreten ist, und gleich Pluto folgt, dann ist es, als würde man von einem Extrem in das andere fallen. Eine Achterbahnfahrt der Superlative. Während man unter Neptun noch träumt und voller hehrer Ideale ist, fleißig Nachsicht und Vergebung übt, wacht man unter Pluto gnadenlos auf und stellt plötzlich fest, daß Verzeihen und Verständnis zu nichts anderem geführt haben, als daß man immer und immer und immer wieder verarscht worden ist. Ich finde, wenn mir jemand ständig auf die Füße tritt, dies nicht unterläßt und auf etwaige Nachfragen und Annäherungen nicht reagiert, hat er es verdient, daß ich zurücktrampel. Ich habe keine Lust mehr, zu der Minderheit zu gehören, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den geduldigen Prellbock für andere abzugeben. Zwar weiß ich (wie sollte es auch anders sein), daß umgekehrt niemand so viel Geduld mit mir haben wird, wie ich bisher gezeigt und geübt habe, aber mir ist es ab jetzt egal, was man von mir denkt oder hält. Wenn ich lieb, ruhig, gutmütig und angepasst bin, hat man trotzdem ständig etwas an mir auszusetzen UND verarscht mich noch dazu, wenn ich dagegen zurückschlage, empört man sich zwar erst recht über mich und quengelt an mir herum, aber überlegt es sich zwei- und dreimal, ob man mich für billige Psychoopern oder sonstige böse und mißgünstige Einfälle benutzt. Da wähle ich doch das kleinere, einzelne Übel. Das mir das nicht früher aufgegangen ist...

Abstecher zur Semperoper

Des nachts beschließe ich zu Fuß einen kleinen Abstecher zur Semperoper in Dresden zu machen. Das geht sogar recht schnell und einfach. Erstaunlich! Anscheinend ist Dresden gar nicht so weit entfernt, wie es den äußeren Anschein hat. Die Fassade der Oper wird von Lichtstrahlern beleuchtet und ragt nun vor mir in den dunklen Himmel auf. Schnell den Fotoapparat gezückt und ein paar Bilder gemacht. Gerade findet eine Veranstaltung statt, im Foyer sammeln sich Menschen in Grüppchen. Auch hier fotografiere ich, bis ich von einer Angestellten darauf hingewiesen werde, daß fotografieren verboten ist. Ich entschuldige mich und verlasse das Foyer wieder. Auf dem Rückweg komme ich an einem Platz vorbei, wo hinter einem Bauzaun alte Güterzugwaggons der Reihe nach auf einem Berg aufgestellt sind. Die Ansicht hat einen morbiden Charme, weshalb ich ebenfalls einige Fotos davon mache.

Mittwoch, 22. Februar 2012

...

Es geht doch nichts über ein ungestörtes, harmonisches und tiefgehendes Gespräch, bei welchem man sich ansehen, in die Augen schauen kann. Das kann weder eine Webcam noch ein Telefon ersetzen.

Zwei neue Kleider

Ein Paket liegt vor mir mit Geburtstagsgeschenken für mich. Darin befinden sich zwei neue, vom Schenkenden selbst genähte Kleider. Hübsche kleine Hängerchen, hauptsächlich in Blautönen. Das eine Kleid ist in gebrochenem Jeansblau mit Streublümchen in allen Schattierungen, leicht durchsichtig, das zweite Kleid aus einem satten, metallischen Blau mit abgesetzten Spitzen am Ärmel in elektrisch leuchtendem Weiß. Ich zeige die Kleider den Anwesenden um mich herum, darunter Kinker, und alle sind begeistert. Sie meinen, das eine Kleid sollte ich sofort überziehen, wenn ich das Glück habe, so ein Geschenk zu bekommen.
Irgendwo entdecke ich einen altertümlichen Stadtteil mit Kirchen und Museen. Es ist blauer Himmel und einige unansehnliche neuere Gebäude wurden mit witzigen Bildern verziert, die aussehen wie Pin-Ups aus den 50igern, die jedoch unregelmäßige Kanten haben und nicht rechteckig sind. Hier könnte ich jede Menge fotografieren und herumstromern, aber ich entscheide, daß ich ein anderes Mal wiederkommen werde, denn zur Zeit bin ich auf der Suche nach etwas und habe anderes zu erledigen.
Ich erreiche einen Hof, der tiefer liegt als die Erdoberfläche, so eine Art Kellerhof, von welchem einige Türen in dunkle Räume führen. Kinder spielen hier überall, denn dies ist eine Einrichtung für Kinder, wo laufend Veranstaltungen stattfinden. Im Moment jedoch sind hier keine Veranstaltungen, aber die Türen zu den Räumen stehen trotzdem für die Kinder jederzeit offen. Ich sehe Kinder rufen und in einen der dunklen Räume zu zeigen. Sie sagen, sie würden darin einen Geist sehen. Ich trete hinzu und suche die Dunkelheit nach diesem Geist ab, kann aber nichts entdecken.

Dienstag, 21. Februar 2012

Fehlschaltung

Die Monate Januar bis März sind einfach nicht für mich gemacht und den November könnte man auch noch in den Sack stecken. Im Februar und März müßte man mich eigentlich regelmäßig steril zwischenlagern, weil jede Vire und jede Bakterie im Umkreis von 2 km bei mir andockt. Mehr als schlafen schaffe ich in der Zeit sowieso kaum. Wenn es dann mit einigen größeren und kleineren Unpäßlichkeiten abläuft, war das noch ein gutes Jahr. Das Licht am Ende des Tunnels ist meistens erst ab April zu sichten. Dann beginnt mein richtiges Leben. Und seltsamerweise scheint diese Un-Zeit davor mit jedem Jahr prägnanter zu werden.

Waschnüsse

Ich habe inzwischen mehrere Wäschen mit einem Probesäckchen Waschnüssen gewaschen, darunter auch stark verschmutzte, bei der ich die Flecken mit Gallseife vorbehandelte, und ich muß sagen, ich sehe keinen großen Unterschied zu herkömmlichen Waschmitteln. Alles wird ausreichend sauber, allerdings vielleicht nicht so strahlend weiß. Doch da ich kaum bis keine weiße Wäsche besitze und auch die rauchigen weißen Gardinen inzwischen entsorgt habe, stört mich das nicht besonders. Meine Waschmittelvorräte gehen gerade zur Neige und ich werde mir wohl einen Vorrat von diesen grandiosen Nüsschen holen. Denn mir gefällt nicht nur, daß sie ohne aggressive Chemikalien waschen, sondern auch, daß man sie mehrmals verwenden kann und sie federleicht sind, weshalb man nicht so schwer schleppen muß wie an den Waschmittelpackungen.

Montag, 20. Februar 2012

Besuch vom Ex

K. sitzt neben mir in einem Viererabteil der S-Bahn. Uns gegenüber eine fremde junge Frau. Er, der hier im Traum kurzzeitig in die Gestalt einer ehemaligen Kollegin übergeht, erzählt mir, daß er meine früheren Liebesbriefe dazu benutzt, um irgendetwas zu verkaufen. Ich schaue ihn entsetzt an und er fügt schnell hinzu, daß er meinen Namen natürlich dabei nicht nennt. "Das ist auch gut so" antworte ich, "denn wenn du meinen Namen nennst, bekommst du von mir eine auf die Nase." Er lacht und die junge Frau gegenüber lächelt amüsiert in sich hinein, weil sie die Unterhaltung mitbekommen hat. In einem Cafe, das mehrere stufenweise angeordnete Podeste hat, sitze ich auf einem oberen Podest mit einer jungen Frau, vielleicht der aus der S-Bahn, während auf einem unteren Podest K. seinem Job am einem Verkaufstand nachgeht. Die junge Frau klagt mir, daß es ihr psychisch gerade nicht gut gehe. Seltsam, ich fühle mich hier im Cafe, so im Gespräch mit ihr, gerade sehr wohl, was ich ihr auch sage. Später gehe ich ein Stück mit K. während weit entfernt am Bahnhof eine Frau mit einem weißen Rollkoffer wartet. Ich weiß, daß sie auf ihn wartet, weil er ihr irgendwelche Zeichen macht, wahrscheinlich ist das seine neue Freundin. Dann legt er seinen Arm um mich, ich meinen um ihn und wir laufen nebeneinander her, bis er sich schließlich von mir mit den Worten: "Du weißt ja, ich brauche nichts, ich gebe nichts und ich nehme nichts." verabschiedet. Den letzen Teil des Satzes vervollständige ich scherzhaft mit ihm zusammen, denn ich kenne diese Worte bereits, weil er sie ständig sagt. Später liegt vor mir eine Packung Pastellkreiden und ein leeres Blatt Zeichenkarton. Mir fällt auf, daß die Farbskala der Pastellkreiden ausschließlich einen großen Umfang an Blautönen, einige Grüntöne und Gelb umfaßt. Ein bißchen wenig, damit kann man ja höchstens Schneelandschaften zeichen. Sofort habe ich das Bild einer Schneelandschaft mit einem igluähnlichen Eishaus vor Augen, aus dessen einem Fenster ein warmer gelber Lichtschein fällt. Nun betrete ich einen großen, etwas rümpeligen Seminarraum, in welchem eine wichtige Veranstaltung stattfinden soll. Es sind allerdings nur sehr wenig Leute dort, die man an einer Hand abzählen kann. Unter ihnen erkenne ich Iseman Namesi. Ich nicke ihm grüßend zu und sage "Du auch hier?", bevor ich Platz nehme. Er nickt zurückt. Draußen am Himmel ziehen wie bunte Wolken seine Bilder und Webseiten vorüber. Das ist eine gigantische Reklame, aber es paßt. Er macht seine Sache wirklich gut.

Sonntag, 19. Februar 2012

...

Der Freundschaftsbund, den sie geschlossen hatten, und die Worte, welche an jenem Sonntagabend zwischen ihnen gefallen waren, hatten sie ungezwungener und ganz sicher in ihren Beziehungen zueinander gemacht, und, einsam wie sie beide waren, schlossen sie eine innige, warme Freundschaft, die bald eine große Macht über sie gewann und ihren Sinn derartig beschäftigte, daß ihre Gedanken, ob sie nun getrennt oder beisammen waren, sich immer diesem Freundschaftsverhältnis zuwandten, wie Vögel, welche an demselben Nest bauen, alles, was sie sammeln und was sie verwerfen, mit dem einen heimlichen Zweck vor Augen ansehen, das Nest so recht warm und weich für den andern und für sich selbst zu machen.
(aus "Niels Lyhne" von Jens Peter Jacobsen)

Mit Gaga Nielsen im Kaufhaus

In meinem Fernsehsessel erwache ich. Ich habe dort die ganze Nacht verbracht und stelle fest, daß ich sehr gut geschlafen habe und außerdem auch über Nacht mehrere Kilos abgenommen haben muß, denn mein Bauch ist auf einmal platt wie eine Flunder. Super! Solche Auswirkungen hätte ich meinem Fernsehsessel nicht zugetraut, allerdings bin ich unsicher, ob dies nicht eher als ein Warnsignal zu werten ist, wenn man über Nacht so viel abnimmt. Doch gut sieht es aus. Den ersten Tag bin ich jetzt wieder im Büro, sitze an einem Besprechungstisch, als meine Teamleiterin und mehrere Kollegen kommen. Sie möchten, daß ich wieder nach Hause gehe, zu Hause bleibe und schreibe. Nanu? Wieso wollen die sowas? Aber es hört sich an, als wäre das ein Auftrag und schon beschlossene Sache. Ich gehe also wieder und treffe mehrere Kollegen, die ich hinter mir über mich reden höre. Sie sagen, daß ich entzückend aussehe und daß sich mein Aussehen mal meinem Körper anpassen sollte, bzw. umgekehrt. Wahrscheinlich meinen sie, daß ich für meinen Gesundheitszustand zu gut aussehe. Ok, ich bin zwar weiß wie eine Wand und habe enorm abgenommen, aber das kommt gut in meinen modischen Klamotten. Als nächstes bin ich mit Gaga Nielsen auf der Straße unterwegs. Sie trägt einen langen schwarzen Ledermantel und zeigt auf eine "grüne" Katze, die aus dem 5. Stock eines Hauses auf uns herunterschaut. Eigentlich ist sie mehr schwarz, hat in der Sonne aber einen grünlichen Schimmer und ist sehr klein und dünn. Während ich noch nach oben schaue, springt sie und es scheint, als wolle sie mir direkt ins Gesicht springen. Erschrocken weiche ich einen Schritt zurück, bevor sie auf mir landen kann und unversehrt kommt sie mit ihren Pfoten auf dem Gehweg auf, strolcht nun neben uns her. "Wow! Die traut sich ja was!" staune ich, auch erleichtert, daß ihr nichts passiert ist. "Also meine Katze hätte sich das nie getraut, von so hoch oben zu springen." Wir kommen auf den Alex, wo wir in das Kaufhaus wollen. Doch vorher kreuzt uns ein langer Zug von blassgrauen, fast durchsichtigen Personen von rechts, anscheinend eine Protestkundgebung. Wir warten, bis sie vorübergezogen sind und Gaga will schon wieder loslaufen, als nun von links noch einmal so ein Zug vorbeimarschiert und ich sie schnell am Ärmel zurückhalte. Endlich kommen wir zum Kaufhaus und Gaga weiß genau, wo es lang geht. Sie öffnet eine unscheinbare Tür, die zu einem Treppenhaus führt. Doch eigentlich ist es mehr eine Leiter, die zum offenen zweiten Stockwerk wie zu einem Heuboden führt. Leichtfüßig und elegant steigt sie die Leiter hinauf und betritt das Stockwerk, ohne die Hände zu benutzen, so als sei es tatsächlich eine normale Treppe. Ich folge ihr, habe aber Angst, von der offenen Plattform rücklings hinunter zu stürzen, weshalb ich mich sitzend wie ein gestrandeter Wal auf die Plattform wälze. Wir sind nun in einer Buch- und Zeitschriftenabteilung und ich suche nach der neuen "petra", aber auch hier ist nichts von der Zeitschrift zu sehen.

Samstag, 18. Februar 2012

Fasching

Einige Treppen höher in meinem Elternhaus wartet eine Faschingsveranstaltung der Schule auf mich. Mein Vater schaut von einem über mir liegenden Treppenabsatz herunter und sagt, daß ich mich beeilen soll, der Film beginne in zwei Minuten. Ja, doch, ich komme schon. Anscheinend ist der Film die Eröffnungsveranstaltung. Ich erreiche gerade noch pünktlich den Raum und muß bei zwei Japanern (? - wäre natürlich auch möglich, daß es Südamerikaner waren) für sehr viel Geld eine Eintrittskarte kaufen. Hui, das ist aber wirklich teuer. Doch statt eines Filmes sind jetzt quadratische Spielbretter zu sehen, auf denen aus tausenden kleinen Würfeln Gebilde aufgebaut sind, die an Mayapyramiden erinnern. Um sie herum warten die Faschingsteilnehmenden, hauptsächlich ehemalige Mitschüler, Verwandte oder Kollegen, alle in verschiedenen Verkleidungen, bis sie an der Reihe sind zu spielen. Ich selbst trage eine Verkleidung, die sich wie ein zweites dickes Fell anfühlt, aber nicht viel meiner Aufmerksamkeit auf sich zieht, was positiv ist, denn ansonsten würde es bedeuten, daß sie stört. Während ich mich zu den Spielenden geselle, frage ich jemanden nach den Spielregeln, denn ich habe keine Ahnung, was das für ein seltsames Spiel ist. Er erklärt mir, daß jedem aus dieser Pyramide ein Würfel zugewiesen ist, welcher, wenn derjenige an der Reihe ist, geworfen (und damit auch etwas entschieden?) werden darf. Doch da es unzählige Würfel sind, besteht das Spiel zum größten Teil aus Warten, bis man an der Reihe ist. Und so richtig habe ich die Logik oder den Sinn des Spiels noch immer nicht kapiert, aber ich denke mir, wahrscheinlich habe ich noch jede Menge Zeit, bis ich selbst würfeln muß, bis dahin sehe ich vielleicht klarer. Noch immer nicht am Zug, habe ich mich an einer Schulbank niedergelassen, wo ich in eine Bierflasche einen Schuß roten Grenadine-Sirup kippe, welchen N. auf dem Platz vor mir bereitgestellt hat. Dies ist jetzt ein bestimmter Cocktail, dessen Name mit Su... beginnt, und ich trinke mehrere von diesen Cocktails, indem ich immer wieder roten Grenadine-Sirup verwende. Mir fällt auf, daß M. vorne an einem Tisch sitzt, als würde er die ganze Veranstaltung beaufsichtigen. Besonders auffällig sind seine langen schattigen Wimpern. Die sind wahrscheinlich angeklebt und sollen wohl die Traurigkeit in das Gesicht bringen, denn er hat ein geschminktes Clowns-Gesicht und Clown-Gesichter sind traurig. Draußen steigen jetzt große Ballons mit Gondeln auf, in denen eigenartige Figuren, sicherlich Masken aus Pappmaché gedrängt stehen. Die Figuren erinnern an die Götterstandbilder von Braak und das Ganze soll eine Protestaktion gegen irgendetwas sein. Während ich noch schaue, kommt jemand zu mir und flüstert, daß F.D. verstorben sei. Er hatte eine Infektion am Zahn. Mir fällt ein, daß mich vorher bereits jemand angerufen und mir mitgeteilt hatte, daß F.D. tot sei. Aber das muß ich vergessen oder nicht geglaubt haben. Jetzt bin ich mir sicher, daß es wahr ist. Was für eine Ironie des Schicksals, daß F.D. tot ist, während ich noch lebe!

Freitag, 17. Februar 2012

Sturmschaden

Sturmschaden

Da haben sie alle Herbst- und Winterstürme überstanden, aber versuchen kurz vor Frühlingsbeginn doch noch zu fliegen.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Und da war sie wieder,

die extreme Angst, die direkt körperlich bis in die Haarspitzen spürbar ist, genauso wie vor der Erkrankung. Ohne Voranmeldung, doch lange im Bett verkriechen konnte ich mich nicht, erinnere mich aber an einen kurzen Traum. Im Geisterhaus, dem Haus der verlorenen Seelen von der Platte, befinde ich mich in einem Büro, meinem Büro. Blaumeisen schwirren umher und ich wundere mich, wie sie in das Zimmer gelangt sind. Die Fenster und Türen sind alle geschlossen. Mit einem Mal wird mir klar, daß ich selbst eine dieser Blaumeisen bin und finde das überhaupt nicht seltsam. Anscheinend sind wir hier irgendwie hineingeraten und haben den Weg hinaus nicht mehr gefunden, bevor Türen und Fenster geschlossen wurden. Vor der Tanzstunde wollte ich mir noch schnell eine bestimmte Zeitschrift besorgen. Eigentlich kaufe ich seit mindestens zehn Jahren keine Zeitungen und Zeitschriften mehr, weil sich das Papier auch ohne diese ständig vermehrt. Jedoch sah ich im TV die Werbung von der neuen "petra", die als Extra-Beilage eine DVD Fit mit Latin Dance hat. Die hätte mich dann doch interessiert, also klapperte ich alle Geschäfte und Discounter ab, die bei mir in der Nähe Zeitschriften führen (was nicht viele sind) und nirgendwo war etwas von dieser Zeitschrift zu sehen. Ist die schon wieder ausverkauft, oder was? Da will man mal eine kaufen und genau die ist nirgends zu kriegen...

Mittwoch, 15. Februar 2012

We are the champions!



Früher hatte ich auch weiße Hot-Pants. Ist allerdings lange her.

I love salsa