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Montag, 9. April 2012

Meine Mutter

nun wieder: Durch ein Mißverständnis bei der Terminabsprache kommen mein Bruder und seine Freundin eine halbe Stunde zu spät zum Essen. Schon eine dreiviertel Stunde vorher ist sie zunehmend besorgter und meint immer zu mir: " Da muß etwas passiert sein. Da muß etwas passiert sein!" Ich sage zu ihr, sie soll mal ganz ruhig bleiben, die beiden würden schon anrufen, wenn etwas wäre. Und meine Mutter schimpft wie ein Rohrspatz: "Nur noch Schwerbehinderte, Blinde, Taube und Lahme um mich herum. Da geht es mir mit meinen 78 Jahren ja noch besser!" Lol

Sonntag, 8. April 2012

Frühstück im Bett und Ostereier suchen

Das klingt jetzt nach dem üblichen Ostersonntag-Zeitvertreib, ist aber alles nur geträumt. Denn im Traum träumte ich, mir würde jemand ein Frühstück mit Kaffee und frischgebackenem Apfelkuchen ans Bett bringen und resümierte darüber nach dem traumhaften Erwachen, daß ich zwar eigentlich keinen Kaffee trinke, aber in diesem Falle trotzdem einen großen Schluck genommen hätte. Danach befinde ich mich in einem großen Hotel, das voller Menschen ist. Trotz der vielen Menschen fühle ich mich verloren, wandere hier hin und dort hin, suche einen Platz an den vollbesetzten Tischen, wo aber kein Platz für mich zu finden ist. Götz Alsmann trifft auf mich und nimmt sich meiner an, indem er mich durch das Hotel zu den geheimen Lagerkammern führt, in welchen bergeweise Fundsachen von Gästen aufbewahrt werden. Wir klettern auf einen der Berge und er sucht für mich eine Handvoll Silberschmuck heraus. Als ich mit dem Silber in der Hand aus der Kammer komme, schaut mich eine Hotelangestellte böse an. Ich erkläre ihr, daß alles rechtmäßig ist und das Silber mir geschenkt wurde. Im Park des Hotels stehen Bänke in einer Reihe, im Rücken ein Maschendrahtzaun. Hinter dem Maschendrahtzaun beginnen Feld und Wald. Irgendwo sehe unter einem Busch hinter dem Zaun ein leuchtend rotes Osterei blitzen. Hey, ein Osterei das noch niemand gefunden hat! Dann werde ich jetzt mal auf die Ostereiersuche gehen. Ich verlasse das Gelände und betrete einen Trampelpfad, der hinter dem Zaun entlangführt. Ich habe mir die Person gemerkt, die in der Nähe des Ostereis auf der Bank sitzt und hoffe sie durch die Büsche hindurch ausmachen zu können um eine Orientierung zu haben. Doch stattdessen verlaufe ich mich und komme bei einem monumentalem Bautenensemble heraus, vielleicht einer Gedenkstätte, welches aus Quadern und Kammern besteht, die teilweise wie Grabkammern wirken. Über allem ragt ein gigantisches Steinkreuz mit einem gigantischen Steinjesus, sicher so hoch wie ein Turm. Aus den Gesprächsfetzen einiger Besucher erfahre ich, daß diese Anlage von einem gewissen Christo erbaut wurde. Der hat sich ja ganz schön ins Zeug gelegt, aber ich kehre trotzdem erstmal wieder um, denn eigentlich wollte ich das Osterei suchen.

Samstag, 7. April 2012

Neue Räume

Im Traum besuche ich die neuen Büroräume meiner Firma (die bisher noch Zukunftsmusik sind) und stelle fest, daß das gesamte Gebäude undicht ist. Überall regnet es herein und das Wasser hinterläßt nasse Flecken auf dem Teppichboden. Hier muß es doch richtig schimmlig sein, so denke ich bei mir, auch wenn von außen noch nichts zu erkennen ist. Danach entdecke ich meine neue Wohnung wieder, die ich zwischenzeitlich vergessen hatte. Sie ist großzügig geschnitten, mit viel Platz, allerdings besteht sie aus aneinandergereihten Durchgangszimmern. Meine Mutter steht am Eingang und sagt, ich solle mal bis hinten durchgehen, sie wolle mir da etwas zeigen. Ich durchquere zwar einige Räume, mache aber vorher wieder kehrt. Die Räume sind größtenteils leer bis auf einige alte antike Möbelstücke und Schränke, die ich wohl vom Vormieter übernommen habe. Diese alten Möbel mögen zwar vielleicht teilweise wertvoll sein, aber mir gefallen sie nicht. Die müssen raus. Am Eingang sagt meine Mutter noch einmal, ich solle bis hinten durchgehen. Was gibt es denn da hinten so besonderes zu sehen? Ich gehe also abermals durch sämtliche Räume und bemerke, daß die Wohnung ohne jede Begrenzung in einen Hof mit einer grünen Wiese und Bäumen übergeht. Wo im Zimmer vorher die Vorhänge noch an Gardinenstangen hingen, sind sie im "Hofraum" an den Ästen der Bäume befestigt. In der hintersten Ecke des Hofes, von Häuserblöcken umgeben, sitzen Leute, wahrscheinlich Nachbarn, an Holztischen und folgen aufmerksam einem Seminar, welches unter freiem Himmel stattfindet. Irgendwo in den Träumen sah ich außerdem eine in mehrere Stücke zerteilte schwarze Katze, deren Kopf mit den Vorderbeinen trotzdem noch herumlief, sowie meine Großeltern, bei denen ich zu Besuch war.

Freitag, 6. April 2012

Das Liebesleben der anderen

Gut, das ist jetzt vielleicht kein angemessenes Karfreitagsthema, aber meine Nachbarn nehmen darauf keine Rücksicht und das ist gut so, steht doch schon in der Bibel, der Mensch solle fruchtbar sein und sich mehren. Ich möchte mich hier keineswegs über meine Nachbarn beschweren, denn ich höre ihnen gerne beim Sex zu. Also nicht so, daß ich darauf aus bin und auf voyeurhaftes Lauschen stehe, aber wenn etwas zu hören ist, stopfe ich mir auch nicht die Ohren zu, sondern mir gefällt es, zumindest bei ihnen. Es gibt Paare, denen hört man gerne zu, und es gibt Paare, die nerven. Wahrscheinlich ist es eine glückliche Fügung, daß es ein Pärchen unter meine Wohnung verschlagen hat, welches zu ersterer Kategorie gehört. Nicht daß ich ansonsten viel mit ihnen zu tun hätte oder sie übermäßig sympathisch finden würde. Sie sind noch sehr jung, Anfang zwanzig würde ich schätzen, und ihr einräucherndes Wesen ist manchmal ziemlich lästig. Aber während ihrer intimen Zweisamkeit erinnern sie mich immer an das Taubenpaar, das in einem Sommer ihr tägliches Stelldichein auf meinem Balkon hatte. Es klingt sehr echt und glücklich, kein angestrengtes Porno-Gestöhne, sondern glückseliges Jauchzen und Jubilieren, ab und zu unterbrochen von Kirchern und verliebtem Gurren. Man bekommt sogar vom Zuhören gute Laune, jedenfalls freue ich mich immer für sie mit. Heute allerdings hat es sich auch ein bißchen so angehört, als hätten sie sich dabei von Schränken und Tischen gestürzt. Egal, irgendwie hat man ja doch lieber glückliche Menschen in seiner Umgebung, als zum Beispiel verbitterte Alte oder Paare, die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Mein erster Nachbar in der Nebenwohnung hatte eine Partnerin, mit der er sich regelmäßig so gestritten hat, daß man dachte, die bringen sich gerade um. Da wurden Türen geschmissen, was das Zeug hielt, und zwar derart, daß davon sogar meine Wohnungstür manchmal aufgesprungen ist. Seit dieser Zeit habe ich die Angewohnheit, von innen das Sicherheitsschloß zu schließen. Einmal knallte es in solch einer Lautstärke, daß es klang, als sei der ganze Fußboden mitsamt allem, was darauf ist, zur darunterliegenden Wohnung durchgebrochen. Am nächsten Tag konnte ich dann den Nachbarn mit einer Halskrause um das Genick begrüßen. Die junge Frau, die vor dem Pärchen in der Wohnung unter mir wohnte, hatte ein eher sporadisches Liebesleben mit langen Pausen und eine obsessive Leidenschaft für das Lied "Tränen lügen nicht", welches oft und gerne außerhalb der Zimmerlautstärke und in Endlosschleife gehört wurde. Das Pärchen dagegen, das jetzt die Nebenwohnung bewohnt, höre ich weder miteinander reden noch miteinander schlafen und das macht mir, ehrlich gesagt, Angst. Während mich früher noch die extreme Hellhörigkeit in diesen Wohnungen geärgert hat, stelle ich fest, daß ich mit zunehmendem Alter mehr Gefallen an dieser Geräuschkulisse finde, weil man sich darin so ein bißchen eingebettet fühlt. Und ich möchte nicht wissen, was meine Nachbarn von den Geräuschen halten, die aus meiner Wohnung kommen, zumal sicherlich teilweise etwas befremdlich, wenn ich da zum Beispiel an die experimentelle Klangschalen-Massage denke oder meine üble Angewohnheit, sobald ich mich alleine und ungehört wähne, ganz unvermittelt und auch gerne ohne äußeren Anlaß "Coooooooooooool!" zu rufen, mit einem kleinen kindlichen Juchzer am Ende.

Miau!

Donnerstag, 5. April 2012

Virtuelles Tischtennis

In meinem Wohnzimmer steht bereits seit knapp einem Jahr eine Playstation slim, die ich bisher nur als Bluray-Player benutzt und eigentlich auch nur als Bluray-Player gekauft habe. Dazu hatte ich so ein Move Starter Kit mit einer Disc voller Demoversionen bekommen. Heute erinnerte ich mich daran und wollte das mal mit dem Sportspiel ausprobieren. Die anderen Spiele interessieren mich weniger. In der Demo sind nur Disc-Golf (was immer das ist) und Tischtennis freigeschaltet, also suchte ich mir Tischtennis aus und hey - das macht wirklich richtig Spaß. Um zu testen, ob das Spiel auch ohne mich spielt, habe ich mich testweise mal richtig blöd angestellt (wobei mir das bei Tischtennis nicht sehr schwer fällt) und immer woanders hin geschlagen, aber man muß tatsächlich mitarbeiten, hin- und herhopsen, die Rück- und Vorhand gezielt einsetzen. Und man kann es auch zu zweit spielen, sehr praktisch, wenn in die Wohnung keine Tischtennisplatte paßt. Einzig anders als in der Realität ist, daß man nicht gezwungen ist, sich nach heruntergerollten Bällen zu bücken, worauf ich unglaublich gerne verzichte. Aber ich merke, man sollte auch aufpassen, sich nicht vor lauter Begeisterung einen Tennisarm anzutrainieren.

Montag, 2. April 2012

Nesterinvasion

Nachdem eine Taube den ganzen Tag an derselben Stelle des Baumes vor dem Haus saß, wie ich durch die Treppenfenster bemerkte, beschloß ich, mir das mal durch das Küchenfenster näher zu betrachten. Erst von oben sah ich, daß sie in einem Nest sitzt, also anscheinend gerade brütet. (Brüten muß ein recht langweiliger Job sein.) Ich werde das mal genauer beobachten, denn von oben müßten auch die Küken zu sehen sein, so lange der Baum noch nicht zu viele Blätter hat. Überhaupt sind die Vögel in diesem Jahr extrem fortpflanzungsfreudig, vor allen meinen Fenstern hängen irgendwelche Nester. Allerdings sind die Elstern mit ihrem riesigen Elsternest sehr viel schlauer gewesen, da man dank angebautem Regendach und Sichtschutz im Nest selbst nicht viel erkennen kann.

Taubennest

Elsternest

Ausgesetzt

Ein Bild für Götter beim Heimgehen die Häuserzeile entlang. Aufgang neben Aufgang stand jeweils ein Raucher mit einer Zigarette vor der Türe. Beim Dritten begann ich vor mich hin zu grinsen, verkneifen ging nicht. Anscheinend haben die Ärmsten noch nicht einmal einen Balkon zum Rauchen. Ganz sicher wird man bald von Menschen hören, die ausgesetzte Raucher aufsammeln so wie früher ausgesetzte Katzen.

Sonntag, 1. April 2012

Lines

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Die Mechanik des Zufalls (5 Teile)

Auf einem geschätzten Nachbarblog gefunden und selbst gleich schnell verlinkt, da sehr sehenswert:

Samstag, 31. März 2012

Das sausende Sturmkonzert

vor den Fenstern hat mich fast die ganze Nacht über wach gehalten, bis ich, wahrscheinlich vor Erschöpfung, doch noch in einen zweistündigen Schlaf gefallen bin. Und mein Kreuz fühlt sich an, als wäre ein Schaufelbagger drüber gewalzt. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Tag. Zum Glück bin ich nicht mehr darauf angewiesen, am Wochenende alles erledigen zu müssen, sondern kann warten, bis ich wieder besser drauf bin. Eigentlich ist mir auch mehr nach Faulenzen, am liebsten geselliges Faulenzen, auch Abhängen genannt. In einem Cafe in der Nähe findet heute eine Tanzparty statt. Aber alleine trau ich mich nicht hin.

Edit: Und mein Tageshorroskop sagt, ich soll in der Frühlingssonne dösen - sehr witzig. Ich sehe keine Sonne.

"VORMITTAG
Wie schön! Endlich Ruhe! Sie sind gern alleine heute, Sie beschäftigen sich auch gerne mit sich selbst und brauchen kein Tam-Tam.
NACHMITTAG
Ein paar Stunden in der Frühlingssonne dösen? Es gibt nichts Schöneres!
ABEND
Morgen wird ein toller Tag. Je eher Sie ins Bett gehen, umso fitter sind Sie dann am Sonntag. Ab ins Bett!"

Freitag, 30. März 2012

Nach dieser Woche

gehe ich am Stock und das ist fast wörtlich gemeint. Meine Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld, in meinem Genick knackt es dauernd - zwar tut nichts weh, aber ich bekomme jedes Mal einen Schreck, weil es sich anhört, als hätte mir jemand den Hals umgedreht - und die fiese Bandscheibe ist dafür um so gereizter. Angefangen hat es schon nach dem dreistündigen Schulsitzen. Anscheinend bin ich langes Sitzen nicht mehr gewöhnt, denn zu Hause bin ich ja eher weniger seßhaft, bzw. wenn ich sitze, lümmel ich liederlich herum, was aber meinem Rücken viel besser gefällt. Nachdem mich letztens die Email meiner Kollegin auf das Krankenbett geworfen hat, ist auch nicht auszuschließen, daß die neuesten Nachrichten das ihrige zu den Rückenschmerzen dazutun. Wie immer sind sie nicht gut, was an sich ja nichts Neues ist. Und auch die Neuigkeiten sind nicht alle neu: Überlastung, Personalmangel, einer nach dem anderen klappt zusammen und wird dauerkrank, also eigentlich wie immer. Aus Angst vor dem SuperGau lassen sie die eigenen Leute nicht zu den Vorstellungsgesprächen für interne höherbewertete Stellen. Allerdings wurde jetzt auch auf höherer Ebene festgestellt, daß weitere Einsparungen des Personals nicht zu leisten sind, etwas, das wir schon vor zehn Jahren festgestellt haben. Stattdessen will man nun an Immobilien sparen. Wie man da noch sparen kann, ist mir etwas rätselhaft, wurde doch an den alten Gebäuden sowieso nie etwas getan oder saniert. Jemand, der die pachten oder kaufen wollen würde, müßte schon ziemlich wahnsinnig sein. Wahrscheinlich läuft das dann so wie mit dem alten Geisterhaus, der ersten Arbeitsstätte, das langsam vor sich hin verrottet. Die Mitarbeiter selbst haben erst aus der Presse erfahren, daß Umzüge geplant sind. Nachdem ich nach dieser Woche mehr oder weniger fertig bin, könnte es jetzt mal wieder etwas ruhiger werden. Eigentlich müßte ich mich an das Aufräumen machen. Besonders in der Küche riecht es stark nach etwas Verschimmeltem. Doch mit streikendem Rücken habe ich keine große Lust in und unter die Schränke zu kriechen, um nach schimmligen Ostereiern zu suchen. Eine gute Nachricht zum Schluß: Meine Haare sind so schnell gewachsen, daß ich, wenn ich wollte, mir schon einen mikroskopisch kleinen Zopf machen könnte.

Donnerstag, 29. März 2012

In der Kneipe

um die Ecke haben sie jetzt ein gelbes Schild mit der Eule und der Aufschrift "Raucherschutzgebiet" ins Fenster gehängt und an den Mülltonnen gammelte ein frisch entsorgter Weihnachtsbaum. Da lag ich ja mit Ende Februar noch richtig gut in der Zeit. Und ich habe nun das fünfte Krankenhaus innerhalb von zwei Jahren kennengelernt. Ich glaube, bald bin ich alle in der Stadt durch. Die Operation ist gelungen, der Patient lebt und die Netzhaut ist wieder angetackert. Wann und wieviel Sehvermögen sich wieder einstellt, kann allerdings niemand prognostizieren. Zu Weihnachten hatten wir noch, als mein Neffe wegen einer Grippe krankgeschrieben war und mein Bruder wegen seiner Augen-Op, herumgeflachst, daß die ganze Familie ZY nur noch aus Invaliden besteht, inzwischen ist es wirklich fast so. Ich mache mich jetzt bereit für meine Tanzstunde, man sollte tanzen, so lange man es noch kann. Mein Bruder hat nun Sportverbot und falls mir das Tamoxifen mal auf die Augen schlagen sollte, erwartet mich das Gleiche. Wobei mich das wiederum daran erinnert, daß ich mir schon seit Monaten einen Kontrolltermin bei der Augenärztin holen wollte.

Alles rot