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Donnerstag, 19. April 2012

Man merkt,

daß ich seit Ewigkeiten nicht mehr beim Friseur war. Als mich die Friseuse fragte, ob ich selbst föhnen wolle, muß ich sie ziemlich entgeistert angeschaut haben. Beim Friseur selbst zu föhnen ist ja fast wie Fertigjoghurt aus dem Supermarkt eigenhändig zu rühren. Das verweigere ich seit Jahren. Entweder ich kaufe fertigen Joghurt, an dem alles schon gerührt ist, oder ich mache ihn gleich mit echtem Obst selbst. Wenn ich zum Friseur gehe, überlasse ich das Föhnen lieber ihm. In diesem Friseurladen waren nur ganz junge stylische Hüpfer, ein männlicher und der Rest weibliche, die mich gleich konsequent mit 'Du' anredeten, weshalb ich ebenfalls 'Du' sagte. Da ich keine genaue Vorstellung hatte, was man mit meinen Haaren anstellen könnte, erklärte ich nur etwas von "rundherum fransig schneiden". Die Friseuse schien aber gleich zu wissen, was ich meine, wahrscheinlich mehr als ich, und ich ahnte schon, worauf der Haarschnitt hinauslaufen würde. Schließlich sehe ich ja überall diese Pilzkopf-Windstoß-Frisuren, mit denen die jungen Leuten heute herumlaufen, aber ich ließ sie machen, aus Neugier und weil eh nicht viel im Vergleich zu vorher zu versauen war. Und tatsächlich - heraus kam eine Pilzkopf-Windstoß-Frisur, allerdings ohne Windstoß, da man meinen Pony wegen der Wirbel nicht schräg schneiden kann. Aber egal, ob die Haare mit Haarwachs nach vorne, oder wie ich es mache, im 80iger-Style nach hinten geknetet sind, so richtig vom Hocker haut mich keine Variante.

Bei der Onkologin mußte ich alle meine Überredungskünste aufwenden, damit sie mir eine Überweisung zur Knochendichtemessung gibt. Sie behauptete steif und fest, eine Chemo geht nicht auf die Knochen. Ob das nun die Chemo an sich ist oder das Kortison, ist mir relativ egal, aber all die Patienten, die nach Chemos oder Kortisonbehandlung Zahnprobleme oder Osteoporose bekommen, können sich wohl kaum irren. Nun habe ich noch eine familiäre Vorbelastung, einen vorgeschädigten, seit der Geburt verkrümmten Rücken, und wenn es bei den Knochen genauso ist wie bei den Zähnen, daß die Substanz zuerst an der schwächsten, bzw. vorgeschädigten Stelle schwindet, dann möchte ich es schon gerne genauer wissen, und zwar möglichst, bevor etwas auf Röntgenbildern zu sehen ist. Jetzt muß ich nur noch herausfinden, wo man solche Knochendichtemessung macht. Ich finde es auch immer super, wenn mir Ärzte erklären, wie oft ich Schmerzen haben bzw. nicht haben darf. Sie behauptete, ich wäre zu jung, um täglich Schmerzen zu haben. Ich wünschte, mein Körper würde sich mal an diese Vorgaben halten. Immerhin bestätigte sie, daß Schmerztabletten tatsächlich die Müdigkeit verstärken können, etwas, was mir in den letzten Wochen bewußt aufgefallen ist. Wenn ich Schmerztabletten nehme, sind zwar die Rückenschmerzen besser, aber das nützt mir gar nicht viel, wenn ich dann mit bleierner Müdigkeit, Muskel- und Gehirnschwäche herumlaufe. Und sie gab mir eine DVD mit einem Film über Fatigue mit. Darauf sind auch einige kurze Bonusfilme, darunter über Lach-Yoga. Das wird wohl heute meine Abendunterhaltung.

Mittwoch, 18. April 2012

...

Um auch sinnlich ein Verständnis für das Befinden meiner Mutter zu bekommen, starte ich einen Selbstversuch so wie ich mich in einen Charakter als Schauspielerin/Regisseurin einarbeiten würde. Ich trinke zwei Liter warmen Tee, nehme die Unterteile eines Besens und eines Schrubbers und schnalle sie mir unter die Sohlen von zwei verschieden hohen Schuhen, um die Arthrose zu simulieren. Nehme eine alte Brille meiner Großmutter, verkleinere das Sichtfeld mit dunklem Klebeband, beschmiere den Rest mit Spülmittel, lege eine Einlage aus dem Krankenhaus ein, stopfe mir die alten Hörgeräte meines Vaters in die Ohren, verstelle sie sinnlos, nehme Mutters Stock und schwanke so ins Treppenhaus. Wahrscheinlich sollte ich noch drei Cognac trinken, doch darauf verzichte ich. Dafür atme ich bewußt falsch, hyperventiliere fast. Nach der dritten Treppe stellt sich eine Unsicherheit ein. Ich halte die vermaledeiten 76 Stufen durch. Ungeduld und Wut kommen in mir hoch: Ich möchte es besser können. Scheiße, ich könnte schneller sein. Zurück nach oben spüre ich die Anstrengung, mir ist schwindelig und schlecht. Ich uriniere absichtlich in die Einlage, sie saugt nicht alles auf. Urin fließt an meinen Beinen herunter in meine Schuhe. Ich höre den Schlüssel meiner Nachbarn im Schloss, nee, ist mir das peinlich! Ich flüchte in die Wohnung zurück, werde das Malheur gleich aufwischen. Wie meine Mutter das ohne meine Kraft schafft, ist mir ein Rätsel, immerhin trennen uns 39 Jahre.
(aus "Hilfe, meine Eltern sind alt" von Ilse Biberti)

So genau würde ich nun gar nicht wissen wollen wie das ist. Ich fand es in den letzten Jahren schon beängstigend genug, wenn der Rücken streikt und man auf sich alleine gestellt ist.

Montag, 16. April 2012

Gesundes Denken und Extrem-Shopping

Bei der Psychoonkologin wurde heute aus aktuellem Anlaß das Programm geändert. Eigentlich hatten wir ja diese Innere-Kind-Sache vor, aber weil ich gerade wegen des Nachsorgetermins so angespannt bin, sind wir eine Technik durchgegangen, um negative Gedanken zu relativieren und abzuschwächen. Dabei sagte sie mir aber deutlich, ich solle mir bloß nicht den Streß antun, positiv zu denken. All die vielen Menschen, die glauben, positiv denken zu müssen - schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen. Nein, es gibt das negative Denken, es gibt das positive Denken und genau dazwischen liegt das gesunde Denken. Und da hat sie recht. Mir war dieses positiv um jeden Preis schon immer suspekt. Statt dessen haben wir jedem Horrorszenario, das sich manchmal in den Kopf schleicht, die abgeschwächten oder sogar positiven Seiten gegenübergestellt. Da ich bei einem der negativen Punkte sagte, ich möchte nicht an Krebs sterben, es gibt bessere Todesarten, wollte sie von mir ganz interessiert wissen, welche das denn wären, als würden ihr selbst keine einfallen. Und ich so, etwas schnippisch: "Altersschwäche zum Beispiel?" Ich mein, mein Opa ist mit 96 friedlich im Fernsehsessel eingeschlafen, also warum nehme ich mir nicht ihn als Vorbild statt meiner Oma?
Nach dem Termin bin ich dann meiner eigenen Therapie nachgegangen, nämlich der Shopping-Therapie. Dieses weibliche Shopping-Gen meldet sich bei mir ja untypischer Weise nur ein-bis zweimal im Jahr und es war mal wieder soweit. Eigentlich wollte ich nur eine Deckenlampe, die ich im Internet gesehen hatte, live betrachten. Ich fragte also einen netten Herrn nach der Lampe und er zeigte mir auch eine mit Blumen, aber ich war der festen Meinung, ich hätte eine andere gesehen. Wir surften am Computer durch alle Deckenlampen im Internet und da war nur dieselbe, während ich in meiner Vorstellung noch eine ganz andere vor mir gesehen habe. Wahrscheinlich habe ich mir wohl die perfekte Küchen-Deckenlampe zusammengeträumt. Aber immerhin versprach er, daß bald eine neue Kollektion reinkommt. Gekauft habe ich deshalb nur eine Schale in derselben Farbe, die eine Küchenwand hat, und ich weiß in meiner Vorstellung auch schon genau, wo sie stehen soll, obwohl noch nicht einmal die neue Küche vorhanden ist.

Schale

Weiterhin kaufte ich einen neuen Seifenvorrat, die Seifen mit der Schwarzen Katze duften nach Grapefruit und die grünen Seifen nach grünem Tee, meine beiden Lieblingsdüfte. Da ich gerade mitten im Kaufrausch war, kaufte ich auch gleich noch eine rote Seifenschale mit, obwohl ich in meinem Bad alles in Türkis habe. Und weil ich so fleißig gekauft hatte, erhielt ich noch die Erdbeerseife als Geschenk dazu.

Seifen

Dazu kommt dieser hautangenehme Pullover, mit dem ich mich erst unentschlossen drehte und wendete, bis ich sah, daß er von 19,95 auf 9 EUR herabgesetzt war und da dachte ich mir, für diesen Preis ist jeder Zeitaufwand bei der Entscheidung zu schade.

Pullover

Sowie ein sehr leichtes Sommer-T-Shirt. Leider sieht man auch die Bauchröllchen ziemlich gut durch den Stoff, nun ja.

T-Shirt

Und vier witzige Eulen als Zettelhalter. Eine davon will ich behalten und drei verschenken, aber ich kann mich nicht entscheiden, welche Farbe ich am schönsten finde. Ich glaube, ich favorisiere die lila Eule.

Eulen

Im Biomarkt holte ich mir diese Now-Biocola, die ich mal probieren wollte, aber da ich in meiner direkten Nähe genauso wenig Biomärkte habe wie Apotheken, wird das wohl eine Ausnahme bleiben, wobei ich finde, daß die tatsächlich sehr gut schmeckt. Mir ist aber auch aufgefallen, daß die Biomärkte immer zahlreicher werden, also vielleicht komme ich ja doch irgendwann mal in den Genuß von Bio in Laufnähe.

Cola

Schließlich mußte ich noch eine Büchersendung abholen, die der Fahrer in irgendeiner weiter entfernten Kiosk-Kaschemme abgegeben hatte. Schon vor der Tür hing eine ganze Traube von Alkis herum, die mich neugierig betrachteten, als ich den Laden betrat. Im Laden selbst auch überall Alkis, die da herumstanden, als gehörten sie zum Inventar. Erst als ich etwas planlos herumschaute, da ich zwischen diesen ganzen Gestalten nichts ausmachen, konnte, das wie ein Ladenbesitzer aussieht, zeigte einer mit der Bierflasche auf mich und rief erfreut: "Da isse ja!" Der Ladenbesitzer, ein behäbiger, aber unalkoholisierter Mann, schob sich hinter der Theke hervor, wo ich ihn gar nicht gesehen hatte, und händigte mir die Sendung aus. Ich glaube, als ich den Laden verließ, zog ich genauso eine Alkoholfahne hinter mir her, wie alle, die da herumstanden. Der Geruch in dem Laden war einfach zu penetrant, aber irgendwie wohlvertraut, so wie früher in der Obdachlosenstelle und den Bürokorridoren, wo nicht nur die Obdachlosen, sondern auch die "Chef-Sachbearbeiterin" den ganzen Tag nach Alkohol, in Fachsprache "Medizin" genannt, roch. Und wenn sie einem linkisch ein kleines Mitbringsel offerierten, dann immer nur Flaschen. Da kommt schon fast ein heimeliges Gefühl auf und egal was man den Brüdern nachsagt, gesellig sind sie...

Sonntag, 15. April 2012

5 Minuten bis alles vorbei ist



Schon schön, immer wieder.

Samstag, 14. April 2012

Arbeit Arbeit Arbeit

Ich habe das Gefühl, mir wachsen Knochen im Körper, die ich vorher noch nicht hatte, nur damit sie mir weh tun können. Aber ich muß bis zur nächsten Woche mit meinem Plan fertig werden, denn dann habe ich jede Menge Termine und schaffe sowieso nichts mehr. Wenn man viele Erholungspausen braucht, dauert alles länger, das hätte ich vielleicht einkalkulieren sollen. Aber mit diesem sch... Kreuz mit dem Kreuz kann man einfach nichts mehr anständig planen, das streikt immer dann, wenn man es am wenigsten brauchen kann. Was bildet sich der Rücken eigentlich ein, ausschließlich noch Wellnesskuren für sich zu beanspruchen? Schließlich ist er nicht dazu da, sich nur auszuruhen. Zur Zeit scheint die Rückseite eine zickige überempfindliche Diva zu sein, die bei der kleinsten Anstrengung mit dem Riechfläschchen wedelt und sich weder die Hände dreckig noch krumm machen will. Wenn man sie 24 Stunden am Tag verwöhnt ist alles schick, aber wehe, sie soll etwas tun, gar etwas, das ihr nicht paßt. Schade, daß man ihr nicht kündigen kann. Also ran, ob sie will oder nicht.

Freitag, 13. April 2012

Je näher

der Nachsorge-Termin rückt, um so unsicherer und unruhiger werde ich. Normalerweise bin ich recht zuversichtlich, aber jetzt frage ich mich, ob Zuversicht nicht eine Art von Selbsttäuschung ist. Ähnlich wie "mir passiert das nicht". Schließlich lasse ich mich ja auch ständig verarschen und dazu gehört ebenfalls eine gehörige Portion Selbsttäuschung über die Motive und Gefühle des Gegenübers. In Selbsttäuschung habe ich also Talent. Jedenfalls traue ich meinem Vermögen zur realistischen Einschätzung nicht mehr über den Weg. Und dann tauchen die Fragen auf, ob man das Richtige getan hat, ob man genug getan hat oder ob etwas zu tun nicht auch eine Art von Täuschung ist, weil über den Ausgang ganz woanders entschieden wird, doch man trotzdem das Gefühl braucht, irgendwie Einfluß darauf nehmen zu können.
Öfters lese und höre ich über Patientinnen, die ganz auf Zucker verzichten oder zumindest keine Cola mehr trinken, weil eine Theorie davon ausgeht, daß Zucker die Krebszellen ernährt und man sie so einfach aushungern könne. Geholfen hat es bei denen, die mir bekannt sind, keiner von ihnen. Eine innere Stimme sagt mir immer, daß die Theorie falsch ist, es könnte aber natürlich gut sein, daß diese Stimme meinem inneren Schweinehund gehört. Es erscheint mir aber zu einfach für einen Stoffwechsel, der auf höchstkomplizierten subtilen Vorgängen und Gleichgewichten beruht. Ich bleibe deshalb weiter bei meiner Strategie des bewußten Maßhaltens, ohne mir jedoch etwas zu verbieten, und trinke meine Cola nur noch in pharmazeutischen Dosen, also so wie andere ihren Magenbitter. Schließlich hätte ich sonst keine Laster mehr. Aber während man versucht, den richtigen Weg für sich zu finden, dabei ständig unsicher, ob man nicht einem Irrtum anhängt und sich auf dem Holzweg befindet, kommen andere, die selbst noch nie erkrankt sind, und erklären einem im Brustton der Überzeugung, man solle dies tun oder jenes lassen, und machen einem ein schlechtes Gewissen, weil man dies tut oder jenes nicht tut. Und es gelingt kaum, sich kein schlechtes Gewissen machen zu lassen, weil man sich einfach dessen zu bewußt ist, daß es echte Sicherheit nicht gibt und ob so oder so, eine jede die falsche Entscheidung sein könnte. Die Nachsorge-Termine werden es an den Tag bringen.

Mittwoch, 11. April 2012

Kühlschrank neben Gasleitung?

Meine Küche hat ja nun schon seit mehreren Jahren das Aussehen einer Baustelle, da ich nach der Haus-Rekonstruktion und dem Elektriker zwar alle anderen Zimmer geschafft habe wiederherzustellen, aber bevor es mit der Küche losgehen konnte, sich diverse Krankheits-, Todes- und Erschöpfungsfälle dazwischen drängelten. Ich hatte bereits die Hängeschränke abgenommen und entsorgt, weshalb sämtliches Zeug aus diesen Schränken in der Küche verteilt herumsteht und immer fleißig einstaubt. Jetzt wollte ich endlich mal ein bißchen weitermachen und habe immerhin schon einen Plan. In den letzten Tage räumte ich die Anrichte aus und von der Wand weg und fand darunter drei meiner Küchenmesser. Ich hatte mich oft gewundert, warum mein Besteckkasten immer leerer wird, zumal ich die kleinen Löffel auch gerne mal mit dem Joghurtbecher in den Müll werfe. Dann nahm ich die Maße und suchte nach passenden Kühlgefrierkombis. Bisher habe ich noch einen uralten Kühlschrank, dessen "Dach" gebrochen ist und einen uralten Gefrierwürfel. Schnell fand ich so ein Kombi, in den ich mich mehr oder weniger verguckt habe, doch die Gebrauchsanleitung liest sich, als würde man sich damit eine Bombe ins Haus holen. Weder darf man das Teil neben Wasser, noch neben Hitze, noch neben die Gasleitung stellen. So einen Platz muß man in einer kleinen Küche erst einmal finden. Ich habe den jedenfalls nicht. Komischerweise steht bei anderen Kombis meistens nur, daß keine brennbaren Stoffe in der Nähe aufbewahrt werden sollen, von Gasleitungen steht da nichts und eigentlich gehe ich ja auch davon aus, daß die Leitungen dicht sind. Jetzt bin ich total verunsichert. Schließlich wollte ich den Kühlschrank nicht in das Wohnzimmer stellen. Da habe ich kein Wasser und auch keine Gasleitung.

Dienstag, 10. April 2012

Schmetterlingszüchter werden

In der Arla-Butter habe ich heute eine faszinierende Aktion gefunden. Wenn man sich unter http://www.arlafoods.de/ einträgt und begründet, warum man gerne Schmetterlingszüchter werden möchte, hat man die Chance, eines von 5000 Schmetterlingsaufzuchts-Sets inklusive eines Gutscheins für fünf lebendige Raupen zu gewinnen. Natürlich sind die Raupen nicht dazu da, sie an den Wellensittich zu verfüttern, sondern sie aufzuziehen, bis echte Schmetterlinge daraus geworden sind. Sogar ein richtiges Schmetterlingshaus bekommt man dafür. Das ist doch mal eine coole Sache!

Montag, 9. April 2012

Meine Mutter

nun wieder: Durch ein Mißverständnis bei der Terminabsprache kommen mein Bruder und seine Freundin eine halbe Stunde zu spät zum Essen. Schon eine dreiviertel Stunde vorher ist sie zunehmend besorgter und meint immer zu mir: " Da muß etwas passiert sein. Da muß etwas passiert sein!" Ich sage zu ihr, sie soll mal ganz ruhig bleiben, die beiden würden schon anrufen, wenn etwas wäre. Und meine Mutter schimpft wie ein Rohrspatz: "Nur noch Schwerbehinderte, Blinde, Taube und Lahme um mich herum. Da geht es mir mit meinen 78 Jahren ja noch besser!" Lol

Sonntag, 8. April 2012

Frühstück im Bett und Ostereier suchen

Das klingt jetzt nach dem üblichen Ostersonntag-Zeitvertreib, ist aber alles nur geträumt. Denn im Traum träumte ich, mir würde jemand ein Frühstück mit Kaffee und frischgebackenem Apfelkuchen ans Bett bringen und resümierte darüber nach dem traumhaften Erwachen, daß ich zwar eigentlich keinen Kaffee trinke, aber in diesem Falle trotzdem einen großen Schluck genommen hätte. Danach befinde ich mich in einem großen Hotel, das voller Menschen ist. Trotz der vielen Menschen fühle ich mich verloren, wandere hier hin und dort hin, suche einen Platz an den vollbesetzten Tischen, wo aber kein Platz für mich zu finden ist. Götz Alsmann trifft auf mich und nimmt sich meiner an, indem er mich durch das Hotel zu den geheimen Lagerkammern führt, in welchen bergeweise Fundsachen von Gästen aufbewahrt werden. Wir klettern auf einen der Berge und er sucht für mich eine Handvoll Silberschmuck heraus. Als ich mit dem Silber in der Hand aus der Kammer komme, schaut mich eine Hotelangestellte böse an. Ich erkläre ihr, daß alles rechtmäßig ist und das Silber mir geschenkt wurde. Im Park des Hotels stehen Bänke in einer Reihe, im Rücken ein Maschendrahtzaun. Hinter dem Maschendrahtzaun beginnen Feld und Wald. Irgendwo sehe unter einem Busch hinter dem Zaun ein leuchtend rotes Osterei blitzen. Hey, ein Osterei das noch niemand gefunden hat! Dann werde ich jetzt mal auf die Ostereiersuche gehen. Ich verlasse das Gelände und betrete einen Trampelpfad, der hinter dem Zaun entlangführt. Ich habe mir die Person gemerkt, die in der Nähe des Ostereis auf der Bank sitzt und hoffe sie durch die Büsche hindurch ausmachen zu können um eine Orientierung zu haben. Doch stattdessen verlaufe ich mich und komme bei einem monumentalem Bautenensemble heraus, vielleicht einer Gedenkstätte, welches aus Quadern und Kammern besteht, die teilweise wie Grabkammern wirken. Über allem ragt ein gigantisches Steinkreuz mit einem gigantischen Steinjesus, sicher so hoch wie ein Turm. Aus den Gesprächsfetzen einiger Besucher erfahre ich, daß diese Anlage von einem gewissen Christo erbaut wurde. Der hat sich ja ganz schön ins Zeug gelegt, aber ich kehre trotzdem erstmal wieder um, denn eigentlich wollte ich das Osterei suchen.