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Samstag, 28. September 2013

Boxenluders Biobox

Zur Glossybox bin ich ja im Grunde gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Wie ich bereits im Eintrag zur September-Glossybox schrieb, würde ich ein Jahresabo wohl nicht mehr abschließen, sondern nur noch sporadisch mal so eine Box bestellen. Inzwischen nun habe endlich auch ich mitbekommen, daß Boxen ein großes Geschäft und ein Riesen-Hype in der Internetwelt sind. Es gibt nicht nur jede Menge Kosmetikboxen, sondern auch Lebensmittelboxen und wahrscheinlich sogar welche zu ganz anderen Themen. Weiterhin gibt es Unmengen von Blogs, die sich nur mit Boxen und Produkten beschäftigen. Keine Sorge, ich habe nicht vor, mein Blog zu solch einem Themenblog zu machen. Aber es ist auch nicht zu leugnen, daß ich mich mit dem Boxenfieber infiziert habe. Ich hoffe, das ist eine Krankheit, die schnell vorübergeht. Und ich bin im Grunde ganz froh, daß ich mit den meisten Boxen, gerade auch mit den "normalen" Lebensmittelboxen nicht viel anfangen kann. Zwar mögen dort ab und an ebenfalls brauchbare Produkte drin sein, aber in der Masse sind es doch eher Dinge, die ich nicht anfassen würde, da mit zu vielen Inhaltsstoffen, die ich zu meiden versuche. Was Bio- und Ökoprodukte betrifft, gibt es nur sehr wenige und überschaubare Angebote. Als ich also ein wenig herumstöberte, stieß ich auf die Biobox und dieses Angebot gefiel mir deshalb am besten, weil es eigentlich zwei Boxen sind, eine Beauty-Box und eine Food&Drink-Box, die alle zwei Monate versendet werden. Bestellt man beide Boxen, erhält man also in einem Monat eine Beauty-Box und im nächsten Monat eine Food&Drink-Box. Das finde ich optimal - jeden Monat Kosmetik braucht kein Mensch und neue Bioprodukte aus dem Lebensmittelbereich teste ich auch immer mal gerne. Heute kam eine Beauty-Box bei mir an. Natürlich ist die Verpackung bei weitem nicht so schick und glamourös wie bei der Glossybox. Während es bei der Glossybox mit der bunten Schachtel, dem Seidenpapier und dem Schleifchen immer wie Geschenke auspacken ist, ist es bei der Biobox nur ein einfaches Papp-Päckchen mit Schaum-Schnipseln als Füllmaterial. Aber der Inhalt ist für meine Begriffe doch sehr viel cooler und brauchbarer. Worüber ich mich am meisten freute, war ein kleines Stück der afrikanischen schwarzen Seife, die ich schon immer mal ausprobieren wollte. Ich hätte davon auch gerne ein großes Stück genommen. Immerhin überhaupt endlich mal Natur-Seife - bei der Glossybox gab es das noch nie und dabei ist das doch mein Haupt- und Lieblingspflegeprodukt. Weiterhin war enthalten eine große 200 ml-Tube Duschgel von Cattier Paris mit Weisser Heilerde und Minze, aber garantiert ohne Parabene, Paraffine, Silikone und Phenoxyethanol. Zwar benutze ich lieber Seife, aber manchmal, zum Beispiel beim Reisen, ist Duschgel einfach vorteilhafter, von daher ebenfalls sehr ok. Ayurvedische Kräuterzahncreme wollte ich früher schon gerne testen, jetzt habe ich eine kleine Tube von Maharishi Ayurveda in der Box gehabt. Prima! Einen Concealer von Lavera hätte ich mir wahrscheinlich nicht gekauft, aber da ich mit Lavera bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und häufig mit Augenringen und Rötungen zu kämpfen habe, überhaupt nicht verkehrt. Leider war auch eine Gesichtscreme enthalten - selbst bei Bio kommt man daran nicht vorbei -, aber es sind nur 15 ml und zudem völlig unbedenklich zu testen oder zu verschenken, da von Love me green und ohne Silikone oder Parabene. Außerdem lag ein Gutschein über 10 Euro für love-me-green.de dabei. Als sechstes Produkt war in der Box eine Handcreme von Wilms Pinus Vital mit Kiefern-Kernholz-Extrakt aus der Schweiz. Nun ja, eine Handcreme ist eigentlich nichts, was ich mir in so einer Box wünsche, aber ab und an, besonders nach größeren Putzeinheiten, brauche ich dann doch mal Handcreme und da ist es ganz gut, wenn man ein hochwertiges Produkt zu Hause hat. Ich bin schon auf die Food&Drink-Box im nächsten Monat gespannt.

Biobox September

Freitag, 27. September 2013

Oh wow,

ich hatte bei Flip4new ein altes Tablet der eher preiswerten Kategorie zum Verkauf eingeschickt und bekomme nun, wie mir mitgeteilt wurde, sogar ein paar Euro mehr als den vereinbarten Ankaufspreis, weil es so gut in Schuß gewesen ist. Was mich daran freut sind nicht die paar Euro mehr, denn so nötig habe ich die nicht, als viel mehr, daß man dort als Kunde tatsächlich noch ehrlich behandelt wird. Mit einer ähnlichen Firma, deren Name ich hier nicht nennen will (Rebuy ist es nicht - mit denen habe ich bisher auch nur positive Erfahrungen gemacht), hatte ich nämlich erlebt, daß mit hohen Ankaufspreisen gelockt wird und man dann mit fadenscheinigen bis falschen Argumenten übers Ohr gehauen wird. Wahrscheinlich spekulieren sie dort darauf, daß jeder so wie ich einfach auf die Differenz verzichtet, weil man keine Lust hat, sich wieder alles zurückschicken zu lassen und woanders zu verkaufen, zumal der Ankaufspreis dann immer noch gleich hoch ist wie bei den anderen Anbietern. Auf Emails wird dort generell nicht geantwortet. Letzten Endes waren es "nur" 15 Euro weniger und trotzdem 1 Euro mehr, als ich z.B. bei Flip4new dafür bekommen hätte. Also an sich kein größerer Verlust, als hätte ich woanders verkauft. Nur lasse ich mich nun einmal unglaublich ungerne verarschen und merke mir so etwas für immer. Um so positiver überrascht war ich deshalb heute von Flip4new. Daumen hoch für den Service.

Donnerstag, 26. September 2013

Makeup-Recycling

Kopf hoch!

Ich habe heute festgestellt, daß man mit den Makeup-Vorräten, die man eh nicht benutzt und die irgendwann im Müll landen, prima auch Bilder machen kann. Sogar der ausgetrocknete Eyeliner aus der Glossybox funktioniert auf Papier noch.

Mittwoch, 25. September 2013

Petition gegen die Streichung wichtiger Diagnostik bei der Brustkrebsbehandlung

Genexpressionstests haben sich in den letzten Jahren zu einer wichtigen diagnostischen Methode in der Pathologie bei der Diagnose Brustkrebs entwickelt.
Nach Expertenschätzungen werden sie es ermöglichen, jedes Jahr allein in Deutschland ca. 12.000 bis 15.000 weniger Brustkrebspatientinnen als bisher mit einer überflüssigen und belastenden Chemotherapie zu behandeln, ohne dabei ihre Prognose zu verschlechtern.

Leider hat der Bewertungsausschuss trotz Einsprüche renommierter Ärzte, Experten und Fachkliniken beschlossen, dass ab dem 01.10.2013 gesetzlich versicherten Frauen diese Tests nicht mehr zur Verfügung stehen und dieser wichtige Bestandteil der Diagnostik aus dem Leistungskatalog EBM gestrichen wurde.
Ältere, bislang gültige Tests, erlauben es Ärzten nicht, eine objektive Beurteilung darüber zu stellen, wie weit Frauen einen Nutzen aus einer Chemotherapie erzielen können...
Einige dieser Tests besitzen laut Analyse der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie den höchsten wissenschaftlich-klinischen Evidenzgrad.

Von Brustkrebs betroffene Frauen sind der Ansicht, dass es unabdingbar ist, dass zukünftig von Brustkrebs betroffenen Frauen auch in Zukunft diese vielfach renommierten Genexpressionstests zur Verfügung stehen sollten – Frauen eine Chemo erspart bleiben sollte wenn dies möglich ist, um ihnen ein gesünderes Überleben nach dem Krebs zu ermöglichen. Diesen Frauen kann großes, unnötiges Leid erspart werden.
Fünf Prozent der Betroffenen aus der Gruppe von 12.000 bis 15.000 Frauen, denen man mit den bisherigen älteren Tests von einer Chemo abraten würde, da sie vermeintlich an einem weniger aggressiven Tumor erkrankt sind, empfiehlt man mit Hilfe der neueren Tests doch zu einer Chemo, da ihre Tumordaten zwar weniger aggressiv erscheinen mögen, aber eben doch dazu neigen, früh zu metastasieren. Ihnen könnte diese Art von Test ihr Leben auf lange Sicht retten.

Jeder gesetzlich versicherten Frau sollte auf Grund dessen, das Recht an Genexpressionstest im Falle einer Brustkrebsdiagnose, offen stehen dürfen. Genexpressionstests helfen unter anderem dabei, hohe Kosten im deutschen Gesundheitswesen einzusparen. Jährlich geschätzte 100 Millionen Euro. Somit ist dies ein Thema für jeden von uns.


Bitte unterzeichnet dafür hier, damit anderen Frauen eventuell die Chemo erspart bleibt und diese aggressive Behandlungsmethode, die mit vielen Neben- und Nachwirkungen verbunden ist, gezielter und effektiver eingesetzt werden kann:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2013/_09/_12/Petition_45688.html

Samstag, 21. September 2013

Der Reichstag in der Nacht

Der Reichstag in der Nacht
die Lichter aus
dem deutschen Volke
auf dass es schlafen möge
eines Morgens jedoch
ist es erwacht

Der Reichstag in der Nacht
ein Farbenrausch
wellt Spreewasser
fällt geordnet
in die Vergangenheit
abseits

Der Reichstag in der Nacht
in leeren Straßen
weiße Möwen
ruhen am Wegesrand
so auch die Geister
der Gefallenen

Der Reichstag in der Nacht
aus Geschichte
keimt die Zukunft
doch verdrängt die Lebenden
stille Ruhestörer
nächtens

Der Reichstag in der Nacht
um den Schlaf
hat er mich gebracht
aber denk ich an
Deutschland
schlafe ich gut

Freitag, 20. September 2013

Der erste Verriß

Oh cool, meine erste Ein-Sterne-Rezension ist online gegangen. Es heißt ja, sobald bei den Rezensionen Verrisse dabei sind, hat man es geschafft. Es freut mich aber auch deshalb, weil der Rezensent absolut recht hat mit seiner Vermutung, wie der Roman entstanden ist. Sehr schlau beobachtet! Was die Sache mit den scheinbar unwichtigen Körperpflegeprodukten, Wechselkleidung usw. betrifft, hat die Person aber leider nicht sehr aufmerksam gelesen, denn dazu gibt es eine extra Erklärung im Buch. Daß es jemand unrealistisch findet, wenn man ohne Körperpflegeprodukte und Kleidung zum Wechseln einige Tage länger irgendwo zu Besuch bleibt, gibt mir allerdings in anderer Hinsicht zu denken, denn ich hätte so etwas durchaus drauf. Hab ich auch schon gemacht. Wasser pur zum Waschen von Körper und Kleidung gibt es schließlich überall und funktioniert ebenfalls mal. Insgeheim macht es mich froh, daß ich anscheinend noch außergewöhnlich unabhängig von diesen ganzen Produkten bin, die man angeblich zum Leben braucht, wie es die Werbung behauptet. Irgendwie ist das eine andere und vieles sehr vereinfachende Form von Freiheit. Nur eine Wäscheleine sollte man immer mit dabei haben, unbedingt.

Die Qual der Wahl

Die Qual nähert sich langsam dem Ende, aber die Wahl steht noch in den Sternen. Die SPD, die in ihrer Regierungszeit mit ihren Sparzwängen Teile der Verwaltung (und natürlich nicht die oberen Ränge) total heruntergewirtschaftet und fast handlungsunfähig gemacht hat, sowie mit HartzIV kräftig am Sozialstaat geschraubt hat, behauptet nun bei Griechenland, man dürfe einen Staat nicht zum Sparen zwingen. Ja hallo? Aber im eigenen Land ist es richtig, oder wie? Die Grünen wollen Ernährung reglementieren statt aufzuklären, finden aber (Entschuldigung: es muß natürlich "fanden" heißen), Sex mit Kindern ok. Die Linken sind mit ihren utopischen Ideen nicht wirklich regierungsfähig. Die Piraten wollen die Atomkraft zurück, ein No-go für mich. Ich werde nie verstehen, warum man die Kernkraft wiederhaben möchte, obwohl es definitiv einige schonendere Methoden gibt, um Strom zu erzeugen, die keinen jahrtausende lang strahlenden Müll hinterlassen. Sobald wir technologisch in der Lage sind, den Atommüll am Ende der Galaxie auf einem unbewohnten Planeten endzulagern, bin ich bereit, meine Ansicht noch einmal zu überdenken. Weiterhin gehöre ich zwar nicht zu den begeisterten EURO-Anhängern, diesen aber jetzt wieder abzuschaffen, erscheint mir eine noch viel bescheuertere Idee, weshalb die AfD auch nicht in Frage kommt. Die CDU möchte ich ebenfalls nicht wählen, da sie unbedingt eine starke Opposition benötigt, die ihnen auf die Finger schaut. Die FDP ist es eigentlich nicht wirklich wert, daß man sie noch erwähnt. Die Tierschutzpartei, die der Wahl-O-Mat bei mir ausspuckte, steht gar nicht auf meinem Wahlzettel. Manchmal habe ich durchaus Verständnis für die Leute, die nicht wählen gehen.

Donnerstag, 19. September 2013

Wer

eine Handvoll Nüsse pro Tag ißt, soll ja sehr gesund leben. Ich vermute mal, daß damit nicht Edle Tropfen in Nuss gemeint sind. Schade eigentlich.

Mittwoch, 18. September 2013

Meisenunfallschreck

Oh je, oh je, gerade bin ich Zeugin eines Meisendramas auf meinem Balkon geworden. Mir steckt selbst der Schreck noch in allen Gliedern, obwohl der Schreck der Meise ganz sicher sehr viel schlimmer gewesen ist. Ich stand gerade hinter der Balkontür und beobachtete zwei Kohlmeisen, die auf meinem Balkon herumstöberten. In den Balkonkästen habe ich so eine kleine Holzeinfassung mit Latten zu stecken, die also wie ein kleiner Lattenzaun aussieht. Meistens setzen sich die Vögel sehr gerne dort hinauf. Auch diesmal landete eine der Kohlmeisen oben auf dem Zaun, während die andere stattdessen abrutschte und mit dem Kopf direkt zwischen zwei Latten geriet. Es war sofort auszumachen, daß sie anscheinend nicht mehr das Köpfchen hinausbekam. Die andere Kohlmeise hopste neugierig und hilfsbereit heran, um zu sehen, was mit ihrem Gefährten oder ihrer Gefährtin ist, konnte aber natürlich auch nichts ausrichten. Inzwischen stürzte ich schon auf den Balkon und die freie Meise flog ängstlich davon, die eingeklemmte Meise dagegen quiekte und flatterte wie am Spieß. Man merkte, daß sie wirklich absolut festsaß, wenn sie sich sogar dann nicht befreien konnte, sobald ein Mensch auftaucht. Ich habe nicht einmal ein Foto gemacht, weil ich es gemein gefunden hätte, deshalb ihre Panik zu verlängern. Sondern ich griff nach ihr und schob sie vorsichtig nach oben bis der Kopf zwischen den Latten herauskam, im gleichen Moment war sie aber sowas von weg, so schnell konnte ich gar nicht gucken. Ich vermute mal, daß sie ab jetzt einen großen Bogen um jeden Zaun macht. Und dabei hat sie ungeheures Glück gehabt, daß ich alles mitangesehen habe, denn ansonsten hätte sie dort wahrscheinlich stundenlang gehangen und sicher Jagdtiere angelockt. So etwas habe ich bisher noch nie erlebt, daß sich ein Vogel in meinem Zaun aufhängt, es ist unglaublich. Die Meise tut mir richtig leid, auch deshalb, weil ich solche Mißgeschicke ja selbst kenne. Als Kleinkind steckte ich in Polen einmal meinen Kopf durch ein Brunnengitter, weil ich in den Brunnen hineinschauen wollte, und kam nicht mehr hinaus. Zum Glück gelang es meinem Vater, mich ohne Feuerwehr zu befreien, indem er meinen Kopf nach oben oder unten schob, und die Stelle wiederfand, wo der Kopf hindurchgepaßt hatte. Mein Vater würde jetzt sagen, wie kann man nur so selten dämlich sein. Tja, und wenn ich böse wäre, hätte es heute unverhofften Meisenbraten gegeben.

Dienstag, 17. September 2013

Herbstliche Aktivitäten

Obwohl ich das Verscheiden des Sommers bedauere, hat mich das herbstliche Klima immerhin dazu animiert, einige Dinge in Angriff zu nehmen. Ich ließ mir endlich einen Termin für die genetische Befundbesprechung geben - in ungefähr einer Woche weiß ich mehr, und habe einen Großputz des Wohnzimmers vorgenommen. Schließlich will man es in der kalten Jahreszeit gemütlich haben. Unbedingt dazu gehört das Ausbürsten der Felle, mit denen die Höhle ausgepolstert ist und das Putzen der diversen Stövchen bis sie glänzen. Leider habe ich dabei das schönste und teuerste Keramik-Stövchen gleich zertrümmert. Komisch, der Tünnef, den ich manchmal für 3,50 EUR beim Discounter kaufe, geht nicht kaputt. Bald muß ich mir auch wieder einen Termin zur Nachsorge holen.
Außerdem bringe ich meinen Körper mit Zumba und mein Chemobrain mit Schreiben auf Trab. Ich hab es getan, ich habe eine neue Geschichte angefangen, von der ich hoffe, daß sie ein Roman wird. Im Grunde reifte die Story bereits seit einigen Monaten in mir heran, aber ich zwang mich aus verschiedenen Gründen heraus, vorerst nicht damit zu beginnen. Denn ich befürchtete, daß ich mich übernehmen könnte, zum einen, weil noch so viele andere Dinge und Projekte zu erledigen sind, für die ich teilweise feste Fristen habe, zum anderen weil mir das Schreiben seit der Chemo sehr viel schwerer fällt als vorher. Es ist einfach Tatsache, daß ich viel mehr Tippfehler, Buchstabendreher oder sogar Wortdreher mache, mal ganz abgesehen von den Wortfindungslöchern und anderem Nebel. Genau darum begann ich erneut mit dem Zeichnen, welches ich eigentlich in meiner Jugend ad acta legte, demotiviert von den hohen künstlerischen Ansprüchen, die man mir schon als Kind auferlegte und die ich schließlich für mich selbst annahm. Heute nehme ich es einfach als kontemplative oder lockere Beschäftigung, die Spaß macht, falls das Worteformen mal wieder zu anstrengend ist. Wenn man dieses Problem meinen Texten hoffentlich wenig anmerkt, so liegt das allein daran, daß ich mit viel Fleiß korrigiere. Während ich früher einen Text ein- bis zweimal zum Korrigieren las, sind es heute vier- bis fünfmal und selbst dann überlese ich Fehler häufig noch, weshalb ich das veröffentlichte Buch mir sogar im Ganzen laut vorlas. So entdeckt man auch Fehler, die man beim stillen Schauen vorher übersah, weil man gezwungen ist, langsamer zu lesen, damit die Zunge mithalten kann. Andererseits bemerke ich, daß die Probleme besser werden, je mehr ich schreibe. Schreiben scheint also auch eine Art Gehirntraining zu sein, leider aber nur für einen gewissen Zeitraum und nicht auf Dauer. Jedenfalls würde ich es so oder so weiter tun, aber dennoch setzte ich mir, um Überanstrengungen zu vermeiden, nur ein kleines Ziel. Und da geht es schon los, bereits am ersten Tag schrieb ich dreimal so viel und habe bis zum Abend nichts gegessen und nichts getrunken. Genau das, was ich eigentlich vermeiden wollte. Ich finde ja, aufhören ist manchmal mindestens genau so schwer wie anfangen, vor allem, wenn man voll in der Geschichte drin ist und bereits weiß, wo es hingehen soll. Ich nehme das jetzt als Übungsaufgabe für die nächsten Monate: Maßvoll an allem zu arbeiten, woran ich arbeiten muß und möchte, ohne dabei in Extreme zu verfallen. Bin allerdings skeptisch, ob ich das hinkriegen werde.

Glossybox September 2013 - Sugar & Spice-Edition

Allein der Name "Sugar & Spice" hat vorher hohe Erwartungen in mir geweckt, weil ich mit dem Namen automatisch hochwertige und natürliche Produkte verbinde. Mir war deshalb schon klar, daß ich wahrscheinlich mehr oder weniger enttäuscht sein werde. Doch ich muß ehrlich sagen, diese Glossybox ist eine, die mir von allen bisher erhaltenen am wenigsten zusagt. Ich kann diesmal eigentlich nicht einen Favoriten nennen, der mir besonders gut gefällt. Ein Eyeliner von Be A Bombshell war enthalten und ein Eyeliner wäre an sich nicht schlecht, dieser Eyeliner hat auch eine schöne dünne Spitze mit der man theoretisch gut einen Lidstrich ziehen könnte, wenn er denn nicht nach einem Auge schon wie leer und ausgetrocknet gewesen wäre. Außerdem sieht er auch total billig aus, wie ein dicker Filzstift, und wie einen ausgetrockneten Filzstift muß man ihn erst wieder naß machen, damit er noch etwas Farbe abgibt. Im Grunde ein Stück für den Müll. Weiterhin ist ein Nagellack von Color Club enthalten, mit einer sehr merkwürdigen Schlammfarbe, wobei mir die Farbe an sich durchaus gefällt. So für Wohndeko könnte ich mir das vorstellen, aber an den Fingern überzeugt sie mich nicht, bzw. höchstens, wenn noch etwas drüber kommt, das die Farbe aufpeppt. Erinnert mich irgendwie sehr stark an Stewardessen-Nagellack. Dann packte ich mal wieder Body-Butter aus, also etwas, das ich eigentlich nicht benutze. Diesmal ist sie zwar von The Body Shop und riecht auch lecker, obwohl etwas künstlich und bonbonmäßig, aber selbst bei The Body Shop sind Silikonöle enthalten. Würde ich deshalb niemals kaufen. Glücklicherweise - muß ich hier sagen, sind es nur 50 ml. Ein kleines Probefläschchen (15 ml) mit einer Gesichts-Lotion von Shiseido ist ok, aber ebenfalls nichts, das ich benutze oder gerne benutzen würde. Das letzte Produkt ist ein Original Makeup-Remover-Stift von Oceane für 4 EUR. Ich hab ihn noch nicht ausprobiert. Wenn er funktioniert, ist er wahrscheinlich das beste Produkt aus der Box, allerdings komme ich für solche Zwecke auch mit Wattestäbchen sehr gut klar. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß so ein Stift lange hält, denn die Spitze dürfte wie bei Wattestäbchen nach ein- bis zweimaligem Gebrauch nicht mehr clean und damit nutzbar sein. Zwar sind drei Ersatzspitzen dabei, das war es dann aber auch. Für meine Begriffe mehr ein Spielzeug. Nun gut, zumindest habe ich wieder meine Überraschung gehabt. Mein Jahresabo neigt sich ja langsam dem Ende zu und ich bin sehr am überlegen, ob nicht mein Überraschungsbedarf damit vorerst befriedigt sein dürfte.

Glossybox September 2013 - Sugar & Spice

Montag, 16. September 2013

Schlaft fein!



Ich geh jetzt ins Bett, muß schließlich den geflohenen Schlaf der letzten Nacht einholen.

Weissensee

Gestern Nacht liefen in der ARD mehrere Folgen am Stück der Familienserie "Weissensee". Ich hatte von dieser Serie bereits gehört, da ich aber kein Typ für Familienserien oder Soap Operas bin, von einer kurzfristigen Faszination für "Unsere kleine Farm" mal abgesehen, hat sie mich nie wirklich interessiert. Und das, obwohl sie im Ost-Berlin der frühen Achtziger spielt, also Zeit und Ort meiner Kindheit. Gestern nun habe ich dummerweise nach "ttt", das ich regelmäßig schaue und mich immer wie Bolle freue, wenn hinterher auch noch "Druckfrisch" folgt, den Fernseher laufen lassen. Irgendwann war ich plötzlich von der Serie so gefesselt, daß ich nicht mehr aufhören konnte zu schauen. Ein wenig erinnert mich die Serie an "Verbotene Liebe", nur halt im DDR-Milieu, und natürlich wird für die Dramatik alles ein wenig überspitzt dargestellt. Man findet darin, was man von solchen Serien gewohnt ist - Intrigen, Triebtäter, Agenten und ganz klar, eine verbotene Liebe, bei der es immer, wie der Berliner so schön sagt, "rinn in de Kartoffeln und raus aus de Kartoffeln" geht. Mal ganz abgesehen von den tollen und bekannten Schauspielern, ist vor allem die authentische Ausstattung mit Kleidung, Requisiten und Kulissen aus damaliger Zeit zumindest für mich sehr unterhaltsam. Sogar das "Cafe Nord" fand Erwähnung, allerdings kann ich mich nicht erinnern, daß dort jemals Chansonsänger auftraten. Das mag aber auch daran liegen, daß ich zum Zeitpunkt der Story erst zehn oder elf Jahre alt gewesen bin. Alle Folgen am Stück liefen bis ca. 5:30 h morgens und ich habe es tatsächlich bis 5 h durchgezogen, und zwar ohne jede Langeweile oder Schläfrigkeit, mir das anzusehen, bin aber eine halbe Stunde vor Ende dann doch eingeschlummert. Das ist bitter. Ich kenne es ja von gewöhnlichen Filmen oder Krimis, daß ich mittendrin einschlafe und das Ende nicht mehr mitbekomme. Aber wenn man sich so viele Stunden dafür die Nacht um die Ohren schlägt, um so kurz vor dem Ende wegzudämmern, das ist wirklich bitter. Nun versuchte ich anhand des Fernsehprogramms festzustellen, ob von der betreffenden Folge irgendwann eine Wiederholung läuft und mußte zu meinem Entsetzen sehen, daß immer noch wöchentlich neue Folgen ausgestrahlt werden, nämlich Dienstags um 20:15 h. Und ich hatte geglaubt, dies sei nur eine Kurzserie! Oh je, oh Schreck, jetzt bin ich voll angefixt und werde bestimmt keine Folge mehr auslassen. Das kann heiter werden!