Das Eingangsfragment ein belebter Seminarraum, in welchem ich eine Frau frage, ob der Platz in ihrer Nähe noch frei ist. Sie sieht mich seltsam an, so als hätte sie die Frage nicht verstanden, und wiegt ihren Kopf hin und her, aber ohne, daß man darin ein Nicken oder Kopfschütteln erkennen könnte. Ich frage sie noch einmal und noch einmal, immer mit derselben Reaktion. Als ich mich abwende, weil ich schlußfolgere, sie verstehe mich nicht oder könne nicht reden, höre ich sie jedoch in sehr klarem Deutsch zu anderen sprechen. In mir beginnt es zu brodeln, denn anscheinend ignoriert sie mich absichtlich. Um den anderen zu zeigen, daß meine nicht abgeschlossene Suche nach einem Platz und einer Antwort nicht an meiner Unfähigkeit zu fragen liegt, sage ich zu ihnen etwas schnippisch: "Ah, sieh an, sie kann ja doch sprechen!"
Es ist dunkel um mich herum, als ich erwache. Nur ein schlammiger Schein des Nachthimmels fällt durch die großen Fenster vor mir. Ich kann mich nicht erinnern, wo ich mich hier befinde. Es scheint eine Art Schlafsaal mit Doppelstockbetten zu sein. Mir ist als sähe ich Schemen unheimlicher Kreaturen, weshalb ich schnell wieder die Augen schließe. Da fühle ich, wie sich mein Bett bewegt, was ich zuerst noch unheimlicher finde, doch dann fällt mir schlagartig ein - Natürlich, ich bin auf einem Schiff! Es ist die allerletzte Nacht einer Schiffsreise. Sobald ich das weiß, beginne ich das Schwanken zu genießen, ja förmlich mit allen Sinnen aufzusaugen. Hui, macht das Spaß, besser als Karussellfahren. Das Schwanken wird immer heftiger, ich kann deutlich spüren, wie es wie in einem Fahrstuhl nach unten und wieder nach oben geht, mache mir aber lange keine Sorgen deshalb. Doch irgendwann wird das Schlingern so stark, daß ich bei mir denke, ich sollte mal nachschauen, was sich draußen auf See so tut und ob alles unter Kontrolle ist. Als ich den dunklen Schlafsaal verlassen habe, stelle ich fest, daß ich allein bin, denn um mich herum ist alles menschenleer, was mich aber nicht weiter beunruhigt. In einem der großen Säle tost und brodelt Wasser knietief und auch im Speisesaal ist ein aufgewühltes Meer zu beobachten. Sogar jetzt fühle ich mich keineswegs in Gefahr, sondern genieße vor der geöffneten Saaltür dieses aufregende Schauspiel und fühle mich sehr wohl dabei. Seltsamerweise bekomme ich nicht einen Spritzer Wasser ab, es ist, als wäre eine Glaswand in der Tür, welche das Wasser wie in einem riesigen Aquarium hält. Auf einer der Treppen neben mir kommt eine eigenartige Gestalt heruntergestiegen. Als sie sich zu mir umdreht, erkenne ich, daß es sich um einen Seemann handelt, der von Kopf bis zu den Füßen in Regen- und Wetterschutz steckt. Der alte Seebär sieht mich und sagt erstaunt und ruhig: "Ach, hier ist ja noch jemand!" Mir wird klar, daß er wohl nach Passagieren schaut, die sich noch im Schiff befinden. Anscheinend wurde alle anderen längst evakuiert, ohne daß ich davon etwas mitbekam.
Erinnert mich sehr an >diesen Traum.
Wir werden niemals erfahren, ob Edgar Allan Poes Rausschmiß in West Point ein Beispiel für Kompetenz oder Inkompetenz war, es sei denn, wir gewinnen eines Tages Klarheit über die Motive seines Handelns. 1831 wurden die Kadetten angewiesen, "mit weißen Gürteln, weißen Handschuhen und in Waffen" zur Parade zu erscheinen. Poe wurde "wegen grober Pflichtverletzung" der Kadettenanstalt verwiesen - er war zu der anberaumten Parade mit Ausnahme des weißen Gürtels, der weißen Handschuhe und seines Gewehrs völlig nackt erschienen.
(aus "Schlimmer geht's immer - Das Peter-Prinzip im Lichte neuerer Forschung" von Laurence J. Peter)
ist vor der Nachsorge. Und da alles so ist, wie es sein soll, auch in meinem Kopf alles an seinem Platz und keine Schraube locker ist, habe ich mir zur Feier des Tages gleich zwei richtig klebrige, süße Pfannkuchen alias Berliner gegönnt. Ganz ohne schlechtes Gewissen, denn seit ich einmal die Woche zum Zumba gehe, halte ich mein Wohlfühlgewicht von 75 kg selbst bei gutem Hunger. Vorher hatte ich ja immer mal zwei bis drei Kilo mehr auf den Rippen, aber das mag ich nicht besonders, da ich anscheinend hauptsächlich am Bauch und im Gesicht zunehme und im Gesicht finde ich es am unangenehmsten. Ich hatte mir auch extra eine neue Jeanshose eine Konfektionsnummer größer gekauft, die rutscht mir nun schon wieder bis über die Beckenknochen. Schade nur, daß über Dezember/Januar eine Zumba-Pause ist, wahrscheinlich wegen Ferien. Sehr unpraktisch, gerade in dieser kalorienreichen Zeit!
Auf einem belebten grünen Hügel herrscht buntes und geschäftiges Treiben. Auch ich bin mal hier mal dort, arbeite erst, um später alleine auf einer Bank zu sitzen. Irgendetwas ist im Anmarsch, ohne daß ich direkt etwas Ungewöhnliches entdecke, aber es ist eine Spannung fühlbar. Plötzlich fällt vom Himmel ein großes, schweres Stoffstück (ein Fallschirm?), welches mich samt Bank bedeckt und in Dunkelheit hüllt. Für einen Moment habe ich das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen und unter der schweren Decke zu ersticken, doch sofort springen hilfreiche Menschen hinzu, die das Teil hochheben und mich darunter hervorholen. Mit diesen Menschen ströme ich nun in Massen in ein Gebäude oder Bunker. Überall scheint Chaos zu herrschen, hinter und vor uns, am Himmel ist viel Bewegung und sind seltsame Objekte zu sehen. Trotzdem ist mir nicht klar, was eigentlich vor sich geht. Im Gebäude oder Bunker selbst fallen mir seltsame weiße Kreaturen auf, Aliens - ganz klar, die versuchen, das Gebäude zu besetzen. Inzwischen wurde aber auch eine Abwehr gebildet, welche durchgehend orangerote Schutzanzüge trägt und alles tut, um die Aliens zurückzudrängen. Kein Zweifel mehr, es herrscht Krieg und ich rekapituliere, um es ja nicht zu vergessen, daß die Orangeroten die Guten und die Weißen die Bösen sind.
An einem Tisch sitze ich nun K. gegenüber und erkenne ein Stückchen entfernt hinter ihm einen Weißen, der versucht, eine Bombe oder Granate in K.s Richtung zu werfen. Ich rufe K. immer wieder aufgeregt zu: "Geh da weg! Geh da weg! Geh da weg!", doch K. reagiert gar nicht darauf, sondern schaut mich verwundert an. Seltsamerweise bin ich nur wegen K. ängstlich, aber nicht wegen mir, denn ich selbst bewege mich ebenfalls nicht von der Stelle, obwohl ich in derselben Wurflinie sitze. Schließlich landet der Sprengkörper, der die Form eines Megaphons hat, wie mir pikiert aus dem Augenwinkel auffällt, neben meinem Stuhl und ich springe mit einem riesigen Satz zur Seite, verstecke mich hinter einem Möbelstück, während K. seelenruhig sitzen bleibt. Es springt eine Frau in orangeroter Abwehrkluft hinzu, hebt den Sprengkörper auf und schleudert ihn direkt in eine Gruppe Weißer hinein, verschwindet darauf sofort wieder, um ihren Kampf gegen die Aliens fortzusetzen.
Irgendwann bin ich alleine im Zimmer, welches zwei Türen auf der gleichen Seite hat. Ich spähe hinaus auf den Flur und bemerke, daß sich die Aliens, hinter geöffneten Türen versteckt, versuchen an mich, bzw. das Zimmer, heranzuschleichen. Sofort schließe ich die Tür und spähe durch die zweite in die andere Richtung. Auch von dort scheinen nur Weiße auf mich zuzukommen, so daß ich diese Tür ebenfalls schließe. Ich bin von Aliens eingekesselt! Fieberhaft überlege ich, was ich tun kann, als es gegen die Milchglasscheibe der Tür klopft. Durch das dicke Glas versuche ich zu erkennen, wer das ist, und das Bild einer Frau mit Brille und orangerotem Ornat wird deutlicher. Mir wird klar, daß sie zu den Guten gehört und ich öffne. Sie wolle mir nur sagen, daß die Aliens vertrieben sind und ich hinauskommen könne. Ah, welch Erleichterung!
Ich glaube, mein Immunsystem ist gerade ziemlich in Aufruhr.
Schon vor einigen Wochen wurde ich zu einer Party im November eingeladen. Heute telefonierte ich mit dem Geburtstagskind, meinem Kumpel, und erfuhr, daß ein gewisser Mensch, den ich bei der Party kennenlernen sollte, urplötzlich im letzten Monat an einem Herzinfarkt verstorben ist. Er war 47. Toll und tragisch, wenn der potentielle Datingpartner bereits den Löffel abgibt, bevor er meiner überhaupt ansichtig wurde. Aber ich gehe mal davon aus, daß dies nichts mit mir zu tun hat, sondern so ein Phänomen ist, dessen statistische Häufigkeit mit zunehmendem Alter proportional zunimmt. Vielleicht ist die Party dort oben oder unten, wo immer, aber einfach auch viel besser.
Am Küchenfenster stehend fällt mir das unvergleichlich rauchige und andersartige Blau des Himmels auf. Er hat die Farbe von samtigem Saphir mit vereinzelten strahlend graublauen Verwölkungen. Ich weiß gar nicht genau, ob es Tag oder Nacht ist, aber jedenfalls ist es so dunkel, daß auch die Scheibengardinen die blaue Farbe annehmen und die tropfenförmigen Abschlüsse der Gardine sich wie Tränen abheben, die aus dem wolkigen Blau fallen. Ein kleiner orangeroter Sonnenball läßt sich kurzzeitig sehen, ohne etwas zu erhellen, und zieht sich sofort wieder hinter blauen Wolken zurück. Kurz darauf erscheint ein riesenhafter weißer Himmelskörper in meinem Blickfeld, so groß, daß ich auf ihm Kontinente wahrzunehmen scheine. Einer der Kontinente sieht aus wie Afrika, aber das geht ja nicht, denn würde ich Afrika sehen, wäre der Himmelskörper die Erde, auf welcher ich jetzt gerade stehen müßte. Oder befinde ich mich vielleicht nicht mehr auf der Erde? Dieser Gedanke ist so abwegig, daß ich beschließe, es muß wohl der Mond sein, aber ein so monumentaler Mond, wie ich ihn noch niemals gesehen habe.
In der Armbeuge der Nacht
ruhten wir,
bedeckten uns
mit ihren Wimpern
Weltraumfahrer
im eigenen Kosmos,
im Herzen Sternentore
so weit
Seemannsschmaus:
Selbu Blå (Blauschimmelkäse) Salat mit Trauben, Nüssen und gebackenen Paprikaschoten, serviert mit Moltebeerensirup
Langsam gebackenes Entrecote mit gerösteten Pastinaken und Karotten. Geschmorte Kartoffeln und Bearnaisesoße
Hurtigrutens Eisbombe, serviert mit Obstsalat
Für den zehnten Tag der Reise existieren sehr wenige Aufzeichnungen in meinen Notizen. Vielleicht hatte ich keine Lust mehr, es war aber wohl generell eher ein Ruhetag. Wir unternahmen nur vormittags einen kurzen Abstecher nach Bronnøysund hinein und zur dortigen Kirche. Am Nachmittag
segelten fuhren wir am berühmten Torghattan, dem Berg mit dem Loch, vorüber. Niemand weiß, wie das Loch dort hinein gekommen ist, durch welches ein ganzer Dampfer passen würde. Die runden Dinger im Wasser auf dem einen Foto sind Lachszuchten. Diesen darf man sich nur bis zu 250m nähern. Wird man erwischt dabei, daß man Lachs entwendet, droht einem als Tourist lebenslanges Einreiseverbot! An ihren Lachs lassen die Norweger nichts kommen.


Nein, das ist nicht die kleine Meerjungfrau. Irgendwie kommt mir ja der hochgestreckte Arm etwas deformiert vor, aber das mag auch am Blickwinkel liegen.

Gerade kam die Biobox Food & Drink für Oktober und ich bin wirklich begeistert. Alles ist brauchbar, für mich sogar noch viel mehr, als jede Kosmetikbox. Zwar sind Dinge enthalten, die ich mir sonst im Markt nicht selbst kaufen würde, welche ich aber trotzdem, wenn ich sie in einem Überraschungspäckchen erhalte, gerne probiere. Zum Beispiel ist ein kleines Fläschen (100 ml) Haselnussöl dabei und mit diversen Nussölen liebäugle ich zwar ab und zu, kaufe sie aber nicht, da ich eher selten Salat esse und die Öle meist einen happigen Preis haben. Eine Packung fruchtiger Chai war drin, zu dieser Jahreszeit sind neue Teesorten sehr willkommen, sowie Tomatenstückchen im Glas. Sowas benutze ich immer für Tomatensoße zu Nudeln oder Paprikaschoten und hätte mir die sowieso wieder kaufen müssen. Drei kleine Probiergläschen mit Haselnusscreme, Akazienhonig und Erdbeerkonfitüre aus Italien werden meine dekadenten Sonntagsfrühstücke bereichern. Getrocknete Früchte sind nicht so meins, mit Ausnahme von Apfel und Ananas. Deshalb hatte ich Glück, daß ausgerechnet eine Tüte getrocknete Apfelringe die Box vervollständigte, sowie eine Packung Turron aus Alicante, was wohl eine Art Mandelkonfekt ist. Bisher kannte ich das noch nicht und werde mir die Packung für Weihnachten aufheben. Wenn ich nämlich jetzt im Supermarkt die vielen Weihnachtssüßwaren sehe, habe ich überhaupt keine Lust, das zu kaufen und wenn ich auf die Inhaltsangaben schaue, überkommt mich eher Ekel. Ich hatte deshalb überlegt, in diesem Jahr Weihnachten mal ganz ohne gekauften Süßkram zu verbringen und mich nur mit den geschenkten Dingen zu begnügen. Eine Alternative wäre natürlich, sich wenige, aber dafür qualitativ hochwertigere Produkte zu kaufen. So ein Bio-Mandelkonfekt ist schon mal ein guter Anfang.

Irgendetwas muß in der Luft liegen. Dieser Tag war alles andere als normal und ich bin völlig fertig. Alles begann damit, daß ich mir unabsichtlich zwei Arzttermine auf einen Tag legen ließ. Da aber der eine Termin vormittags und der zweite nachmittags lag, dachte ich, das müßte zu schaffen sein. Dazu kommt, daß ich heute anscheinend aussah, als hätte ich Gesprächsbedarf, jedenfalls wurde ich extrem häufig angesprochen.
Am Morgen weckte mich der Fernseher eine Stunde früher als eingestellt, da er sich nicht automatisch umgestellt hatte. Was soll's, sagte ich mir, habe ich halt etwas mehr Zeit und kann früher los gehen. Leider nutzte mir das nicht, denn ich wartete genau diese Zeitspanne auf den Bus, der nicht kam. Endlich im Bus sprach mich meine Sitznachbarin, eine ältere Dame, mit einer Frage an, schien aber weniger auf eine Antwort als auf eine Unterhaltung erpicht zu sein. Dann stieg plötzlich meine ehemalige Mitpatientin ein, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte, sondern nur noch höre, da wir regelmäßig telefonieren. Ich zupfte sie am Ärmel und sie erkannte mich erst nicht. Ich stelle in letzter Zeit häufiger fest, daß man mich nicht erkennt, dabei finde ich nicht, daß ich mich großartig verändert habe. Ich habe weder viel zugelegt noch abgenommen, nur der Pony ist neu. Aber so ein Pony scheint direkt dieselbe Wirkung zu haben wie bei Männern ein Bart. Man könnte glatt Undercover arbeiten.
Als ich von der Straßenbahn zur Arztpraxis hetzte, da ich mich inzwischen ziemlich beeilen mußte, sprach mich ein Mann an und fragte, ob ich Feuer hätte, schien aber ebenfalls eher an einer Unterhaltung interessiert. Immerhin schaffte ich es auf die Minute genau in der Arztpraxis zu sein. Dort erklärte ich der Arztschwester, daß ich in spätestens drei Stunden wieder weg müsse und sie meinte, ich solle, wenn ich noch nicht aufgerufen worden wäre, eine halbe Stunde vorher zur Anmeldung kommen, aber es seien ja genug Stunden Zeit. Da ich noch nie in Marzahn im Gesundheitszentrum war, hatte ich nur grob überschlagen, wieviel Zeit ich bis dorthin bräuchte, und war relativ großzügig, da man beim ersten Mal manchmal das Gebäude oder den Eingang suchen muß. Wie erwartet und befürchtet hatte sich bis zu einer dreiviertel Stunde vor der anvisierten Abflugzeit nichts getan und ich begab mich nun in den Flur. Zum Glück sah mich die Ärztin und ich kam schließlich noch rechtzeitig dran.
Allerdings sollte ich danach ins Labor. Ich wartete und wartete, - zwischendurch erzählte mir eine unbekannte Patientin von ihrer neuen Katze -, es war bereits fünf Minuten über der Zeit, als ich hereingerufen wurde und ganze fünf Röhrchen mit Blut gefüllt werden sollten. Es dauerte und dauerte. Wie ein Wirbelwind raste ich schließlich nach draußen und rannte fast blutleer ohne die abgezapften fünf Röhrchen Blut erst zur Straßenbahn und später zur S-Bahn, weil ich nicht auf die nächsten Bahnen warten wollte. Tatsächlich schaffte ich es, fünf Minuten nach dem vereinbarten Termin bei der Anmeldung zu sein und konnte im Wartezimmer meinen Adrenalinspiegel nur dürftig wieder senken. Ich mußte nicht sehr lange warten und die Arztschwester beim MRT erklärte mir wortwörtlich, da wir hier auf der Allee der Kosmonauten seien, bekäme ich jetzt auch einen Helm auf den Kopf. So lag ich in meinem Space Shuttle, es klopfte, hämmerte und blinkte, ohne daß ich mich rühren durfte.
Danach auf dem Weg durch halb Berlin nach Hause noch schnell beim Supermarkt vorbei und irgendwann nach 18 Uhr war ich zu Hause. Ich hatte den ganzen Tag hindurch von früh bis abends nichts gegessen, obwohl etwas eingepackt, aber beim Rennen nach Bussen und Bahnen ist Essen einfach hinderlich. Natürlich freute ich mich jetzt sofort meinen Kühlschrank zu plündern, aber noch bevor ich die Taschen ausgepackt und die Hände gewaschen hatte, hörte ich es schon laut krachen und scheppern auf dem Balkon. Der Orkan wütete und ich hatte alle Hände voll zu tun, alles was nicht niet- und nagelfest ist, in Sicherheit zu bringen. Auf der Straße war mir der Sturm gar nicht so stark erschienen, doch auf der Wetterseite unter dem Dach ist jeder Wind heftiger. So heftig wie diesmal hatte ich ihn allerdings lange nicht erlebt. Und wie heute geht es, fürchte ich, noch mindestens die nächsten zwei Wochen weiter, na gut, vielleicht nicht ganz so schlimm, aber immer noch zu viel. Gleich morgen früh ist erneut Zumba fällig, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das nach diesem Tag überhaupt schaffe. Der Geist ist ja willig, schließlich macht es Spaß, aber das Fleisch, nun ja...braucht einfach viel Erholung. Fünf Tage hintereinander würde ich so etwas nicht durchstehen.