Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Freitag, 9. Mai 2014

Die weissen Meister

Einhörner sind weiße Pferde, die in die höheren Dimensionen aufgestiegen sind. Wie Menschen so inkarnieren sich auch Pferde, bis sie sich vervollkommnet haben. Sie kehren immer wieder auf die Erde zurück, um hier ihre Lektionen zu lernen, bis sie schließlich zu weißen Pferden geworden sind und in einem feurigen Licht aufsteigen können. Dann arbeiten sie in ihren spirituellen Körpern als Einhörner mit uns.

(aus "Spirituell bewusst leben" von Diana Cooper)


Hm, ob es wohl auch aufgestiegene weiße Hunde, Katzen und Vögel gibt? Wächst denen dann auch ein Horn? Fragen über Fragen - irgendwann werde ich ein Buch über die weißen aufgestiegenen Katzenmeister schreiben und jede Menge Geld damit verdienen. Oh, ein weißer Hase!

Donnerstag, 8. Mai 2014

Der vollkommene Sommer

sitzt auf meiner Fensterbank. Jetzt muß ich nur noch die Fenster putzen, denn wenn diese geschlossen sind, sehen seine Farben etwas grau aus.

Außerdem ist ein leeres Nest zu vermieten. Wer will und hat noch nicht? Es ist sehr geräumig, stabil gebaut und liegt windgeschützt und trocken unter einem Dach in wunderschöner Umgebung mit bunten Blumen. Nach Nordwesten hin hat man einen herrlichen Ausblick auf viel grüne Bäume und Himmel. Garten/Balkonnutzung gemeinsam mit dem Vermieter. Zuschriften bitte an die Vogelpension Zuckerwattewolkenmond!

Sommer

Dienstag, 6. Mai 2014

Die Elfen-Bestellung

Inmitten eines vollbesetzten Cafés winke ich die Kellnerin heran, weil ich möchte, daß sie für mich einen Brief oder eine Karte losschickt, welche an mich selbst geht. Warum ich das möchte, weiß ich nicht mehr, und sie lehnt es leider ab, indem sie mir erklärt, dies sei Energieverschwendung und bei so etwas mache sie nicht mit. Sie sagt das so laut und naserümpfend, daß alle um uns herum zu mir schauen und ich mich ein wenig wie ein entlarvter Umweltsünder fühle, der einfach so Energie verplempert. Deshalb bin ich erst etwas sprachlos und entgegne nichts, doch sobald ich das Café verlassen habe, werde ich auf einmal richtig wütend. Was bildet die sich eigentlich ein, über mich zu urteilen und mir zu erklären, was richtig und was falsch ist? Ich habe meine Gründe, warum ich sie um diesen Dienst gebeten habe und wegen so einer einmaligen Kleinigkeit muß man ganz sicher nicht so ein Faß aufmachen. Überhaupt ist es, das steht fest, generell üblich, Kellnern solche Dienstleistungen zu übertragen, also normal. Reagiert sie vielleicht bei anderen genauso oder was genau hat ihr nicht gepaßt? Ich schaue noch einmal in einem Lexikon nach wie sich diese Art von Aufgabenübertragung an Kellner nennt. Es ist eine Elfen-Bestellung. Ah ja, ich erinnere mich.

Montag, 5. Mai 2014

Der Urururur-Krimi

Kriminalromane sind eine relativ neue Kunst- und Unterhaltungsform. Nichtsdestotrotz gibt es auch hier bereits jede Menge Klassiker, die aus der kriminalistischen Literatur nicht mehr wegzudenken sind. "Die Andere Bibliothek" hat nun den "Urkriminalroman" der Literaturgeschichte übersetzen lassen und neu aufgelegt. Das Buch stammt von Charles Warren Adams und wurde 1862 in England unter Pseudonym publiziert.

>>Am 13. Mai 2014 um 20.00 Uhr lädt der Herausgeber der Anderen Bibliothek in die Buchhandlung Uslar & Rai, in der Schönhauser Allee 43, 10435 Berlin, um dort bei einer Lesung aus "Das Mysterium von Notting Hill" gehörig zu rätseln und zu schaudern. Es ist alles dabei, was zu einem Kriminalroman gehört: Ein Todesfall, ein Mordverdacht, ein Ermittler, alter Adel, ein Motiv und eine umfangreiche Vorgangsakte, mit deren Hilfe der Leser aufgefordert ist, sich an der Aufklärung des Falles zu beteiligen.

»Meine Aufgabe ist erledigt. Im Besitz aller Indizien, die vor ihnen ausgebreitet sind, wird ihr Urteil darüber so gut sein wie meins.«

(Die Großschreibung der Ableitungen der Anrede 'Sie' sollte der Ermittler dennoch ein wenig üben.)

Sonntag, 4. Mai 2014

I'm walking

Am fast frühen Morgen war ich mit einer neuen Bekannten aus diesem Rücken-Tanz-Kurs zum Walking im Park verabredet. Ich dachte so, ach das wird locker, schließlich laufe ich ja generell viel, renne ständig vier Treppen rauf und runter und mein Kumpel beschwert sich auf Wanderungen immer, daß ich so schnell vorne weg sprinte. Aber denkste. Diesmal mußte ich sehen, daß ich hinterherkomme, als sie mit ihren Stöcken losgestiefelt ist. Ich bin richtig außer Puste und durchgeschwitzt, aber das ist gut so, denn dafür kann ich mir jetzt ein besonders dekadentes Sonntagsfrühstück gönnen. Ha!

Allerdings scheint heute ein wenig die Technik herumzuspinnen. Erst hat es nicht geklingelt, als sie bei mir angerufen hat, der Anrufbeantworter ging aber, auch der Rückruf. Und als ich diesen Beitrag online stellen wollte, war das Internet tot. Fast ein halbe Stunde lang. Was sind das für Sperenzien?

Samstag, 3. Mai 2014

So ein fieser Eierdieb!

Nachdem die Amseln ja mehrmals Elster und Krähe erfolgreich von ihrem Nest verjagt hatten, machte ich mir nicht mehr allzu viele Sorgen, wunderte mich aber, als Frau Amsel heute stundenlang nicht in ihrem Nest erschien. Schließlich schaute ich nach und was soll ich sagen: Oh Schreck - die Eier sind weg! Und zwar vollkommen weg, nicht einmal Eierschalen liegen irgendwo herum. Das muß wohl ein sehr großer Eierdieb gewesen sein. So eine Gemeinheit! Vielleicht hat den Amseln ja meine seelische Unterstützung gefehlt, als ich gestern abend abwesend war, oder sie waren selbst zu unaufmerksam und ließen das Nest zu lange aus den Augen. Jetzt kehren sie sicher nicht in das Nest zurück. Andere Vögel kommen nun jedoch ebenfalls nicht mehr, weil die Amseln sie immer angegriffen haben. Es ist aber auch schwierig mit den Amseln! Mit den Grünfinken gab es bei der Fortpflanzung überhaupt keine Probleme, weder Eiermangel noch gefräßige Beutetiere.

Und noch etwas: Ich schreibe jeden Tag tausende von Wörtern, aber nur in mein geheimes Tagebuch. Wenn das ein richtiger Text wäre, hätte ich inzwischen schon einen neuen Roman zusammen. Es ist allerdings ausschließlich persönliches Gebrabbel. Ich bin gespannt, wann ich den Kopf von mir selbst wieder frei habe.

Freitag, 2. Mai 2014

Mozart und Schönberg

R.olando V.illazón sang an diesem Abend in der Philharmonie Mozart-Arien und ich war dabei. Allerdings ist mir ein Rätsel, warum Mozart generell so einschläfernd auf mich wirkt, denn es ist doch hübsche, lebhafte Musik. Natürlich bin ich nicht wirklich eingeschlafen, aber ich stelle das bei Mozart immer wieder fest. Ich vermute ganz stark, daß dies etwas mit der Einschlafmusik in meinem Kleinkindalter zu tun hat, denn meine Mutter, die in jugendlichen Jahren als Geigerin in einem Sinfonie-Orchester mitwirkte, erzählt mir gerne, daß sie mir am Gitterbettchen zur Schlafenszeit Geige vorgespielt hätte. Und ich könnte wetten, es war Mozart. Es ist also eine frühkindliche Einschlafprägung und ich kann gar nichts dafür. Wahrscheinlich kann man das auch nicht wegtherapieren. Sie hat mir außerdem erzählt, daß ich als etwas älteres Kind in der Oper "Cosi fan tutte", natürlich von Mozart, einmal eingeschlafen bin. Da war das bekannte Opernhaus aber selbst etwas schuld, denn bei dieser Inszenierung gab es nur eine völlig weiß in weiß dekorierte Drehbühne, also auch nichts zu sehen, die Oper war deshalb sozusagen doppelt einschläfernd. Vor Kurzem habe ich Schönbergs "Verklärte Nacht" für mich entdeckt und von dieser Musik werde ich komischerweise munter. Schon verrückt.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Schwarze Amsel

Wenn du singst,
öffnen sich Höllen wie Himmel,
Gräber zerspringen
und bleiches Gebein
leuchtet im Lauf der Dinge

Wenn deine Stimme bricht,
und du fortfliegst,
läßt du zurück ein Schlachtfeld
aus offenen Herzen,
schwarze Amsel

Mittwoch, 30. April 2014

Angriff!

Die Aufregung war groß, als sich heute eine Elster, mit ihrem Kumpan der Krähe, am Amselnest zu schaffen machte. Das war selbst für mich in der Wohnung nicht zu überhören, weshalb ich spontan die Balkontür öffnete, um die beiden Übeltäter mit meinem furchtbaren Anblick zu verjagen. Sofort flogen Elster, Krähe, Herr und Frau Amsel mit Mordsgezeter in den gegenüberstehenden Baum, durch welchen Krähe und Elster unablässig von den beiden wild gewordenen Amseln gejagt wurden. Und es war wirklich so, daß die Amseln die beiden gejagt haben und nicht umgekehrt. Die Amseln waren auch am lautesten, die haben so ein Theater gemacht, daß ich froh bin, nicht so angegangen zu werden, wenn ich an dem Nest vorbeigehe, denn dann würde sogar ich vom Balkon flüchten. Irgendwie amüsierte es mich, daß die Amsel ihr eines Ei so vehement verteidigt und ich dachte kurz, vielleicht wäre es besser gewesen, die Elster hätte es aus dem Nest geworfen. Während sich die Meute im Baum noch bekriegte, schaute ich schnell mal nach und siehe da - es lag ein zweites Ei im Nest! Also ist doch noch nicht alles verloren. Irgendwo las ich auch, daß die Amseln erst beim dritten Ei richtig anfangen zu brüten und die Eier davor die ganze Zeit kalt bleiben, ohne daß dies später schadet. Allerdings hätte ich nicht erwartet, daß sich die Amsel für jedes Ei zwei bis drei Wochen Zeit läßt. Bei den Grünfinken ging das alles richtig flott, da waren innerhalb eines Tages sechs oder sieben Eier da. Nachdem sich die Aufregung im Baum endlich legte, kehrte die Amsel zurück und verfügte sich zufrieden in ihr Nest, so als wolle sie sagen: "Ha, gegen meine beiden Beschützer kommt ihr nicht an!" Herr Amsel ist dafür jetzt richtig auf Trab. Alleine als sich eine Taube auf das Balkondach setzten wollte, stieß er wie ein Pfeil aus dem Baum heran und machte solch einen Heidenlärm, daß die Taube sofort das Weite suchte. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum sich die Blaumeisen nicht mehr bei ihrer Lieblingsvorratshöhle blicken lassen und selbst die frechen Spatzen trauen sich nicht mehr herbei. Das Revier ist abgesteckt und wird mit Schnäbeln und Klauen verteidigt. Ich habe jedoch ein wenig Sorge, daß die Elster, da sie ja weiß, wo sich das Nest befindet, irgendwann mal zurückkehrt und die Verteidigung ohne meine Hilfe nicht so erfolgreich verläuft. Schließlich kann ich ja nicht 20 Stunden am Tag auf das Nest aufpassen.

Als ich gestern unterwegs war fand ich übrigens eine wunderschöne Vogelfeder, die mir mit ihren blockigen Farbverläufen so gut gefiel, daß ich sie gleich mit nach Hause nehmen mußte.

Amseleier

Vogelfeder

Himmelsfeuerwerk

Eine Höhle, in welcher sich einige Menschen, meine Mutter und ich aufhalten, ist auf einer Seite vollständig offen, so daß sie mehr wie ein überdachter Unterschlupf wirkt. Wir arbeiten dort anscheinend für eine wohltätige Organisation, denn ich sortiere eifrig alte Kleidungsstücke, die hier abgegeben wurden. Vor der Höhle gibt es ein grasbewachsenes Plateau mit Feuerplatz, angelegten Beeten und aus Steinen errichteten Sitz- und Versammlungskreisen. Als es Abend wird, steht ein übergroßer, hell leuchtender Vollmond am Himmel, der vom Horizont bis zum Zenit reicht und vor dessen Wand alles andere nur noch als Schattenriß sichtbar ist. Staunend und ehrfürchtig betrachte ich ihn, bis er langsam vergeht und einem klaren Nachthimmel Platz macht, welcher über und über mit funkelnden Sternen übersät ist, aus denen eine Vielzahl von Sternschnuppen fallen. Schließlich geht der Sternschnuppenregen in ein Feuerwerk über. Erst ist es nur ein kleineres Feuerwerk am Horizont, doch irgendwann werden die Lichter und Feuer größer und schneller, bis es scheint, als rasten riesige leuchtende Gestalten um die Himmelsmitte, so als würde man inmitten einer riesigen, sich drehenden Laterna magica sitzen. Fast wird mir ein wenig schwindlig, doch ich empfinde es als einen angenehmen Schwindel.

Irgendwann verlasse ich den Ort und mache mich alleine auf den Weg durch eine weitläufige Landschaft. Erst fühle ich mich in dieser überwältigenden Weite etwas verlassen und einsam. Rechts von mir liegen alte, verfallene Burgruinen, vor mir am Himmel dagegen gaukelt wie eine Fata Morgana ein dreimastiges Segelschiff. Als es verschwindet, ist in der Ferne ein Turm zu erkennen. Und während ich das alles sehe und in mich aufnehme, beginnt mein Herz vor Freude zu kribbeln und zu hüpfen, denn es sieht die vielen aufregenden Abenteuer, die noch auf es warten.

Montag, 28. April 2014

Meine Hausamsel

ist pünktlich zur Nacht in ihr Nestchen geschlüpft. Sie scheint noch immer guter Hoffnung zu sein. Ich denk mir ja gerne, daß Wildvögel schon wissen, was sie tun, und daß sie es wahrscheinlich merken würden, wenn im Ei nichts mehr lebt. Wenn die alle monatelang auf einem toten Ei hocken würden, würden sie wohl irgendwann aussterben. Andererseits bin ich wirklich skeptisch, denn heute sind mindestens 22 Bruttage vorbei. Sollte die Amsel vorhaben, tatsächlich noch den ganzen Sommer über auf dem Ei zu sitzen, hätte ich sowas wie ein Haustier. Ich frage mich, was passiert, wenn ich das Ei, natürlich nicht sofort, entsorgen würde. Würde sie dann ein neues Ei ins Nest legen, vielleicht sogar mehrere, oder würde sie gar nicht in das Nest zurückkehren? Leider liest man im Internet immer nur über Hühner und bei Hühnern macht man das so.

Erfreulich ausgebrütet dagegen ist diese Rezension hier. Endlich mal eine Rezension, die ich glatt so unterschreiben würde.

Kritisch die Termine bei der Psychoonk. Anfangs hat sie mir ja viele gute Impulse gegeben, die mich weiter gebracht haben. Doch inzwischen habe ich den Eindruck, sie kann mir nicht mehr folgen. Sie widerspricht sich dauernd selbst und redet dieselben Dinge, die ich nicht mehr hören kann, weil ich sie mein ganzes Leben lang gehört habe und welche für meine heutige Situation mitverantwortlich sind, schüttelt aber gleichzeitig staunend den Kopf, wenn ich ihr erzähle, was mir früher gesagt wurde. Ich glaube, sie merkt es nicht einmal. Die letzten Schritte bin ich alle alleine gegangen und ich mußte auch allein auf sie kommen. Glücklicherweise funktioniert meine Intuition perfekt, die mich regelmäßig auf die richtigen Gedanken und Informationen führt. Trotzdem scheint es mir noch zu früh, um die Termine einzustellen. Alles ist neu gerade und ich weiß noch nicht, wo mich das hinführt.

Biobox Mai 2014

Die Biobox wurde mir diesmal als recht großes Paket übergeben, es kam mir jedenfalls größer vor als sonst, doch der Inhalt hat mich dafür weniger überzeugt. Das Beste ist noch die Flasche Tomatenketchup von Byodo. Die Oliven im Glas von Mani Bläuel mögen gut sein, aber ich mag keine Oliven. Rajas Cup ist ein ayurvedischer Kaffeeersatz, der für das Gleichgewicht zwischen Vata, Pitta und Kapha sorgen soll, allerdings befürchte ich, daß er scheußlich schmecken wird, da ich kein Kaffeetrinker bin. Mit viel Glück vielleicht wie starker Kräutertee. Das Sauce Hollandaise-Pulver von Oscho ist nahezu überflüssig, da ich keine Fertigsoßen mehr verwende. Außerdem sind Glukosesirup und Hefeextrakt enthalten, obwohl im Flyer dazu steht, es wäre ohne geschmacksverstärkende Zusätze. Vor Irreführung und Glukosesirup kann man selbst bei Bio-Produkten nicht sicher sein, aber das ist ja nichts Neues. Das Bio-Haferbrot von Frankenkorn ist ok. Weiterhin ist eine Packung Tulsi-Tee von Pukka enthalten, den ich nicht kenne und noch nie getrunken habe. Es soll ein Indisches Basilikum sein, was für mich jetzt nicht besonders schmackhaft klingt. Zu guter Letzt gab es zwei kleine Proben Barbecue und Knoblauchsoße von Byodo, sowie eine Plakette zum Anstecken mit der Aufschrift: "Born to grill". Ich stelle mir das schon recht seltsam vor, wenn man mit so einer Plakette herumspazieren würde, auch deshalb, weil das doppeldeutig aufgefasst werden kann. Nicht daß man dann von der Straße geradeweg ins Schlachthaus transportiert wird. Außerdem fand ich an der Biobox diesmal doof, daß nichts Süßes dabei war.

Biobox Mai 2014