Alien
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Sonntag, 22. April 2007

Also ich weiß nicht,

immer wenn ich diese Unmengen, aber in Abwandlungen stets gleichen Fantasyfilme im Fernsehen laufen sehe, denke ich mir, irgendwann müssen die Leute doch mal genug haben von von schuppigen Mutanten, schmarotzenden Aliens, entarteten Riesenkraken, jagenden Dinosauriern und ähnlichem Krimskrams, doch anscheinend ist das nicht der Fall, denn warum werden sonst immer wieder neue Filme in der Art gedreht? Leider schlafe ich bei Herr der Ringe, Harry Potter & Co. regelmäßig ein, man hört dann mitten im heftigsten Kampfgeklirr nur noch ein Schnarchen von mir, was insofern für den Film ein Gewinn ist, weil es den Eindruck erweckt, dass irgendwo in der Nähe ein gräßlicher Drache schnaufend in seiner Höhle liegt. Mir muss da irgendein Gen fehlen vielleicht so eine Art Urzeit-Gen. Wenn man mich nach einem Lieblingsfantasyfilm fragen würde, würde ich ziemlich in der Klemme stecken und wahrscheinlich würden mir zuerst ganz alte Filme einfallen, wie "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde", die noch fast vollständig ohne Genmutationen, Aliens und Schießereien auskommen, aber auch Akte X, die Serie, nach der ich eine zeitlang süchtig war, die aber zum großen Teil eher angenehm leise als laut wirkte und deren Basis nicht auf Effekten beruhte. Nach Fantasyromanen befragt, sähe es noch schlechter aus, genaugenommen würde mir da nur ein einziger einfallen, der mich einigermaßen beeindruckt und den ich nicht vergessen habe, nämlich "Germelshausen, 0.00 Uhr". Und denn kennt natürlich kein Schw...äh....Leser.

...

Ich bitte nicht um Glück der Erden,
Nur um ein Leuchten nun und dann,
Daß sichtbar deine Hände werden,
Ich deine Liebe ahnen kann;
Nur in des Lebens Kümmernissen
Um der Ergebung Gnadengruß:
Dann wirst du schon am besten wissen,
Wieviel ich tragen kann und muß.


(Annette von Droste-Hülshoff)

Geisterstunde (Fluorit)

In meiner Wohnung, die sehr groß ist, mit riesigen Zimmern, und völlig anders aussieht.
Meine alte Schulfreundin A. ist zu Besuch. Ich befürchte, dass sie nur wenig Zeit hat und versuche mich mit einigen Arbeiten zu beeilen, wobei ich besorgt bemerke, dass meine Wohnung anscheinend die Einflugschneise für einige Vögel ist. Insbesondere ein riesiger, fetter Pinguin in meiner Badewanne ist mir aufgefallen. (Oder ist es eine Elster? Jedenfalls schwarz/weiß und von der Form eher Pinguin.) Es scheint so, als wäre er wegen ausgelaufenem Wasser in mein Bad geflogen, was wieder eher auf Pinguin hindeutet, auch wenn diese normalerweise nicht fliegen können. Überraschenderweise bleibt meine Freundin doch viel länger, als ich dachte, sogar bis spät in die Nacht. Es ist fast so wie früher, als ich bei ihr immer zu Besuch war, bevor sie geheiratet und ein Kind bekommen hat. Ich finde das richtig schön, aber irgendwann geht sie und in meiner Wohnung ist auf einmal die Hölle los. Alle möglichen Leute, bekannt und unbekannt, laufen darin umher. Das allein finde ich nicht verwunderlich, aber es irritiert mich, dass sie alle behaupten, hier verschiedene Geister sehen zu können. Ich wohne schon lange in der Wohnung und habe noch nie Geister gesehen, worüber ich auch ganz froh bin, denn eigentlich grusel ich mich nicht gerne in meiner eigenen Wohnung. Nun sehe ich aber Leute, die immer ganz vorsichtig über eine bestimmte Stelle des Fussbodens laufen, weil sie sagen, dass Geister erscheinen, wenn man dort entlang läuft. Auch in vielen anderen Ecken sollen Geister hausen. Das alles beunruhigt mich und ich weiß nicht genau, ob ich mir wünschen soll, die auch zu sehen, oder besser nicht, aber neugierig bin ich schon etwas. Schließlich liege ich neben einer früheren Mitschülerin (C.S.) im Bett, welche ebenfalls behauptet, überall Geister sehen zu können. Plötzlich sehe ich vor dem Bett eine helle Lichtgestalt, die genauso aussieht wie meine Mitschülerin. "Das bist du ja!" sage ich und frage, ob sie sich selbst auch sieht. Sie nickt und rollt sich schützend zusammen. Auf einmal wird mir klar, dass die Nähe mit ihr das "Geistersehen" auf mich übertragen hat und ich nun das sehe, was sie auch sieht.

Nachtrag: Zwischendurch im Traum las ich einen längeren Blogkommentar, der sprachlich sehr gewandt formuliert war, den ich mir aber in der Originalform nicht gemerkt habe. Sinngemäß lautete er, dass das, was ich schreibe nicht das Beste ist, dass es jedoch mein Verdienst wäre, dadurch einige Dinge in die Wirklichkeit gebracht zu haben. (aus dem Traum in die Wirklichkeit?)

Samstag, 21. April 2007

...

Ich begehrte Aldrian B. wie eine Fliehende die Freiheit. Das Wasser kroch die gläsernen Wände meines Aquariums hinauf und drohte über mir zusammenzuschlagen. Auf meinem Aquariumbett liegend blickte ich hinaus und beobachtete die wirbelnden Fluten seines dreckigen Reiches, in denen der Meeresgott mich gefangenhielt. Sein Kopf, umzüngelt von grünschuppigen Seeschlangen, die sich in seinem lange Barte wanden, hatte die Farbe schleimigen Seetangs und er roch ebenso. Um meinen Widerstand gegen die Gefangenschaft zu brechen, schickte er Aldrian B. zu mir, jung und hochgewachsen, der mich sogleich nahm, so wie ein Mann eine Frau und ein Kater eine Katze. Während ich mein Gesicht in die Kissen presste, schleuderte er seine Sterne in mich, bis in mir ein Himmel schwoll. Nach dreißig Tagen und dreißig Nächten ließ er ab, um mir auf hohen Stengeln wippend, von der sonnenwarmen Friedhofsmauer zu erzählen, hinter der er lebte, von den pickenden Kleibern und singenden Pirolen, und den flinken Eichhörnchen, welche von den Astgabeln aus mit Nüssen warfen. Durstig hörte ich ihm zu und erträumte für ihn die Friedhofsmauer, die Sonne, die Kleiber, Pirole und Eichhörnchen. Dann versteckte ich diese vor dem Meeresgott, der nichts davon wissen durfte. So vergingen viele Wochen und Monate in denen Aldrian B. erzählte und ich seine Erinnerungen erträumte, welche wir in Kleidern, Möbeln, Allegorien versteckten. Ich liebte seine Erinnerungen und er liebte meine Träume. Die Träume durften nicht gefunden werden, doch so gut wir sie verbargen, die Orte dafür wurden immer knapper und der Meeresgott musste gespürt haben, dass etwas fremdes wuchs, denn er kam und entdeckte sie. Sofort entfernte er Aldrian B. aus meinem Gefängnis, fesselte mich und riss den Himmel aus mir heraus. Er durchschritt ihn, trennte das Oberste vom Untersten, die Finsternis vom Licht und entschied, dass es schlecht war. Auf meinem Aquariumbett liegend blickte ich hinaus in die finsteren Wogen. Einige weiße Blüten schwammen darin und wurden gegen das Glas gewirbelt. Sie leuchteten wie Sterne.

Freitag, 20. April 2007

Je älter man wird,

um so mehr scheinen einen von allen Seiten die Horrormeldungen einzuholen. Gerade habe ich eine Stunde lang mit meinem Kumpel telefoniert und er hat mir von seiner Bekannten berichtet, die Darmkrebs hat und jetzt im Sterben liegt. Sie ist genauso alt wie ich und wenn man dann sowas hört und sich selbst dabei noch so jung fühlt, ist das richtig erschreckend, obwohl ich mit ihr als Person nicht sehr viel zu tun hatte. Sie war nur zwei oder drei Mal bei unseren früheren nächtlichen Diskobesuchen und bei einer der Silvesterpartys dabei und ich war nicht mit ihr befreundet, aber trotzdem tut mir das so unendlich leid. Es ist jetzt wirklich nichts mehr zu machen - der Krebs wurde viel zu spät entdeckt - und sie bekommt nur noch schmerzstillende Medikamente im Krankenhaus. Sie hätte gerne aktive Sterbehilfe bekommen, aber die Ärzte lehnen das ab.

Nachdem ich Wochen

vergeblich versucht habe, meinen Kumpel zu erreichen, kam ich heute endlich auf die Idee, ihm eine sms zu schreiben. Ich hatte gerätselt, ob er vielleicht in einem besonders langen Urlaub ist und normalerweise schreibe ich genauso selten sms, wie ich telefoniere, doch jetzt habe ich ein neues Smartphone, mit einer zwar winzigen, aber richtigen Tastatur, so dass ich keine fünf Stunden mehr dafür brauche. Ich schrieb, ob er mit mir telefonieren mag und bekam sogar prompt eine Antwort: "Ich mag immer mit dir telefonieren."
Gut zu wissen. Er ist also doch nicht verschollen. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass er endlich zu Hause ist. Und warte, und warte....

Wow,

jetzt hab ich gerade noch von der Vertretung meiner Chefin und meiner zweitobersten Chefin Blumen zur Verabschiedung bekommen. Das wirkt nun so richtig offiziell. Und wenn meine Chefin nächste Woche aus dem Urlaub zurückkommt und ich nicht mehr da bin, wird die voll aus den Latschen kippen, weil sie natürlich noch gar nichts davon ahnt.

Donnerstag, 19. April 2007

Uhrentausch und Schlüsselrückgabe (Fluorit)

Meine Schwägerin gibt mir eine Kaminuhr von sich und ich gebe ihr im Gegenzug dazu eine Kaminuhr von mir aus weißem Schiefer, die ihr gut gefällt. Wir sind beide zufrieden mit dem Tausch.
Später gebe ich den Schlüssel für eine Wohnung zurück, die nicht die meine ist. Die Schlüsselrückgabe macht mich ein wenig traurig und in einiger Entfernung schaue ich wie bei einem kleinen Puppenspiel einem Rechtsanwalt oder Mietberater zu, der in und auf allen möglichen Häusern und Ruinen herumklettert, oftmals in schwindelerregender Höhe und dabei darüber doziert, was man bei einem Auszug und der Schlüsselrückgabe beachten sollte.
Daraus merke ich, dass ich irgendwas falsch gemacht habe und das ist mir etwas peinlich, aber trotzig denke ich, dass diese Situation auch gar nicht so genau auf meine passt, sondern anders ist. Besser ist, so sagt er, erst alles fertigzumachen und dann den Schlüssel abzugeben, als umgekehrt. Meine Mutter, die neben mir steht, ist darüber begeistert, wie er so tollkühn herumklettert und gleichzeitig Vorträge hält. Ich stehe nun vor dem Fahrstuhl eines Hauses und spüre plötzlich so etwas kaltes, nasses an meinem Mittelfinger der rechten Hand. Als ich hinunterschaue, macht sich gerade ein schwarzer Hund aus dem Staub. Anscheinend habe ich ihm mit meinem Finger auf der Nase herumgestochert, kein Wunder, dass er Reißaus nimmt.
Ein weiteres Traumfragment ist hängengeblieben, in welchem ich mich in meinem alten Kinderzimmer befinde. Meine Katze liegt zusammengerollt dicht am Ofen auf meinem Bett. Ich streichel sie und merke, dass es furchtbar heiß im Zimmer ist. Es ist eine Hitze, wie in einem Backofen, der Kachelofen wurde wohl überheizt. Der Katze scheint das nichts auszumachen, aber ich öffne die Ofentür einen Spalt, weil ich meine, dass die Hitze so entweicht und der Ofen sich etwas abkühlt.

Noch eine Traumdeutung

Mir ist eben spontan die Idee gekommen, wie man die Dachantenne in meinem Propeller-Feuer-Katastrophen-Traum deuten kann. Und zwar ist mir aufgefallen, wie oft mein Medium Coeli zur Zeit aspektiert ist. Den Traumerlebte ich kurz vor einem Neumond, der fast direkt am Medium Coeli
stattfand. Nun wird das Medium Coeli umgangssprachlich auch der "höchste Punkt" im Horoskop genannt. Die Dachantenne war ebenfalls der höchste Punkt an dem Haus und wenn Sonne und Mond sich im Widder treffen, kann es wahrscheinlich tatsächlich etwas explosiv und feurig werden. Der Schutzengel in diesem Traum war eventuell Jupiter, der ja zur Zeit positiv zum Medium Coeli steht. Das Wasser war Neptun in positivem Aspekt zum Medium Coeli, sowie auch in Opposition zu meinem Mars (Herrscher des 10. Hauses) im Löwen(wiederholt durch den transistierenden Mars in den Fischen). Wenn man das so astrologisch betrachtet, ist es fast erstaunlich, wie gut alles passt, nur mit dem Propeller kann ich noch nicht viel anfangen. Es scheint beinahe so, als würde ich wirklich astrologisch träumen und als hätte mich der Traum auf diese Art darauf aufmerksam machen wollen, dass in meinem Beruf etwas Neues ansteht. Nun habe ich diese Botschaft, trotz enormer astrologischer Kenntnisse, dennoch nicht gleich verstanden (vielleicht habe ich es auch verstanden, wollte es aber nicht wahrhaben). Ich finde es schon seltsam, wie verwickelt und kompliziert Träume sich manchmal gebärden, allerdings, wenn man ehrlich hinschaut, merkt man, dass es genau genommen nicht die Träume sind, die es kompliziert machen, sondern wir. Denn wenn wir Worte wie "der höchste Punkt" für etwas benutzen, was nur berechnet auf dem Papier existiert, muss man sich nicht wundern, wenn der Traum diese Worte dann allegorisch ihrem wirklichen Sinn entsprechend sichtbar macht. Überhaupt ist mir diese "Übersetzungsart" der Träume schon oft aufgefallen, besonders was ganz konkrete Worte und Wortgruppen betrifft, ich finde es immer wieder faszinierend. Manchmal frage ich mich fast, ob viele Träume vielleicht so eine Art verschlüsselte Schrift sind, bzw. eine Symbolschrift wie die
Hieroglyphen, die man nur entschlüsseln muss, um die richtigen Worte zu lesen. Und doch schreibt jede Seele im Traum ihre eigene Schrift.

Mittwoch, 18. April 2007

...

Ja oder Nein
das ist hier die Frage
Ist's edler im Gemüt
selbstlos sich dem
Wohl der Allgemeinheit
zu widmen und unverzagt
Eierkuchen backend,
Friede und Freude
mit Sahnehäubchen
zu bedecken, - oder
die Pfeile des grimmigen
Blicks ertragend,
zu sich selbst zu stehen
und ein kühnes Nein
den Ja-Sagern
entgegenschleudernd,
zerbrechliche Harmonie
hinter kleinlichen
Ellenbogengittern
zu erschüttern?

Dienstag, 17. April 2007

War das ein Tag!

Ich weiß noch immer nicht, was mich geritten hat, locker lächelnd "Ja" zu sagen. Ich könnte mir jedes Haar einzeln ausraufen und mir kreuzweise den Arsch versohlen. Vielleicht merke ich mir ja so vielleicht endlich, dass man nachdenkt, bevor man spricht, GANZ BESONDERS dann, wenn man "Ja" sagt. Einen Rückzieher traue ich mich nicht mehr zu machen, weil sich mein drittoberster Chef hundert Mal bei mir bedankt und danach eine "Konferenz" mit allen Beteiligten einberufen hat, um ihnen zu verkünden, dass ich "Ja" gesagt habe und die weitere Vorgehensweise abzusprechen. Hätte ich da gesagt: "Ach wissen Sie, ich hab mich nur versprochen, ich meinte das gar nicht, ich meinte dieses andere Wort mit N...", hätten die mich erst recht für bescheuert gehalten.
Und mein Chef bemerkte sogar noch, nachdem er mich gefragt hat: "Ich hätte gar nicht gedacht, dass das so einfach gehen würde." Schlaues Kerlchen. Wenn mich nicht gerade in jenem Moment mein Hirn verlassen hätte, wäre es auch sicher nicht so einfach gegangen. So heißt es aber nun für mich, ab nächsten Montag die Suppe auszulöffeln, die ich mir eingebrockt habe.

Und eben fand ich in meinem Horoskop:

Allerdings sollten Sie sich nicht übernehmen, sich nicht in überschäumendem Optimismus zu große Verpflichtungen auferlegen, sondern immer bedenken, daß Sie auch jetzt nicht über unbegrenzte Kraftreserven verfügen.

Durch Benutzer ausgewählter Transit:
Jupiter Trigon Med.Coeli ,
aktuell ab Anfang März 2007 bis Anfang November 2007.


Das hätte ich vielleicht mal ein bißchen eher lesen sollen....

Mir ist schlecht.

Warum hab ich nur "Ja" gesagt?

Montag, 16. April 2007

...

Wenn das Bewusstsein nicht auf dieselbe Wirklichkeit gerichtet ist, in der unser Körper anwesend ist, dann löst dies extreme Angst aus. Drei Situationen in vielen Untervarianten treten auf:
1. Ein Mensch in der Warteschlange am Postschalter nimmt außer den Wartenden noch andere Wesen wahr, indem er Stimmen hört, Schattenwesen und Lichtwesen sieht oder sich einfach von fremden Wesen berührt fühlt. Sein Bewusstsein hat sich derart ausgeweitet, dass die Alltagswirklichkeit vom Meer des Träumens überflutet wird. Angst packt ihn.2. Ein Mensch betritt ein Restaurant und stellt dabei fest, dass sich einige nach ihm umdrehen, andere sich mit gesenkter Stimme unterhalten. Wenn sich bei ihm dann die Gewissheit festsetzt, dass die anderen über ihn reden und über Informationen über ihn verfügen, dann lebt er im Bewusstsein, wie es für das Träumen und das Meer des Träumens typisch ist, wo alle mit allem verbunden sind. Solche Menschen ziehen sich immer mehr zurück, brechen den Kontakt mit der Umwelt ab, leben in einem Gespinst von Bezügen, das für niemanden nachvollziehbar ist.

3. Ein Mensch versteht seine eigene Familie nicht mehr, er nimmt sich wie durch einen dunklen Tunnel von der Umwelt getrennt wahr. Er kann seine Kraft nicht mehr auf die Bewältigung der Alltagswirklichkeit richten, seine Lebensfunktionen kommen zum Erstarren und seine Kraft manifestiert sich nur in innerer Unruhe und Schlaflosigkeit: Ihn quält die Angst vor dem Verlust jeden Bezuges zum Leben, er ist depressiv. Er lebt im Bewusstsein der Zwischenwelten. Sein Bewusstsein ist im Wachtraumzustand, obwohl Wachheit gefordert ist...

...Beim Einführungsseminar in schamanische Basistechniken von letzter Woche waren unter den vierzig Teilnehmern sieben jüngere Männer und Frauen, die mit diesen Problemen kämpfen und in separaten Gesprächen betreut werden mussten. Einige von ihnen konsultierten zuvor schon einen Psychiater, erhielten Diagnosen von spiritueller Krise über Depression bis Borderline-Persönlichkeit. Aus meiner Sicht als Psychotherapeut konnte ich diese Diagnosen bestätigen. Nur hilft das nicht weiter. Diese Menschen leben in Zwischenwelten oder, um bei unserer Metapher zu bleiben, am Strand und werden von Kräften aus beiden Richtungen bedrängt. In diesem Gespaltensein lehnen sie sich selbst ab und kämpfen dann noch an einer dritten Front gegen sich selbst.
Heute wird zwar mehr von jenen gesprochen, die mutwillig oder aus reiner Neugier spirituelle Praktiken anwenden und den Boden unter den Füßen verlieren. Wir müssen vorsichtig sein mit solchen Urteilen, solange wir unsere Kinder Sprache, Mathematik und Physik lehren, nicht aber ein Basiswissen für den Umgang mit den überall verfügbaren spirituellen Praktiken vermitteln - aus falscher Angst vor Sektentum und Esoterik.
Ich treffe immer mehr Menschen, die nicht erwachen können; Erwachen im alltäglichen Sinne, weil das Träumen sie so sehr in Anspruch nimmt, dass sie viele Stunden des Alltags träumend verbringen, unfähig ihre Aufmerksamkeit auf eine anspruchsvolle Alltagsbeschäftigung auszurichten, obwohl sie intellektuell dazu ohne Zweifel in der Lage wären. Sie vermögen mit dem Tempo des Arbeitslebens nicht Schritt zu halten.
Alle aufgezählten Phänomene haben aus meiner Sicht einen gemeinsamen Kern - der Mangel an einer tragfähigen Kosmologie mit zwei Sphären: der Alltagswirklichkeit und einer Unendlichkeit, das heißt einer Sphäre, die durch eine Schwellenzone getrennt ist, in der alle möglichen anderen Wirklichkeiten entstehen und wieder vergehen können. Hier hat die Nichtalltägliche Wirklichkeit der Schamanen, das Nirwana der östlichen und der Himmel der christlichen Mythologien ihren Platz. Andererseits brauchen die Menschen Techniken, wie sie in beide Richtungen die Schwellenzone durchqueren und die nötigen Bewusstseinsänderungen initiieren. In der Sprache des Träumens gesagt: Sie müssen sowohl ihre Träume zu einem "guten Ende" träumen, als auch ihre Aufmerksamkeit für den Alltag bündeln können. Träumend brauchen wir ein defokussiertes Bewusstsein, vergleichbar mit einem Licht, dass seine Helligkeit in alle Richtungen verstrahlt, im Unterschied zum Brennstrahl des konzentrierten Alltagsbewusstseins.

(aus "Der schamanische Weg des Träumens" von Carlo Zumstein)

Das Wohnheim oder 4, 4, 11 (Malachit)

Ich wohne statt in einem normalen Haus in einem Wohnheim mit Zimmern statt Wohnungen. Alle meine Nachbarn wohnen ebenfalls dort. Noch ist es Nacht und in meinem großen Zimmer rolle ich das Bett an das Fenster und schaue hinaus. Überraschend ist mitten im Frühling Schnee gefallen, die Bäume vor dem Fenster und die Straße strahlen in einem milden weißen Licht. Ich schaue kurz irgendwohin in das Zimmer und als sich mein Blick wieder nach draußen richtet, ist der Schnee verschwunden. Sollte er so schnell geschmolzen sein? Erstaunlich! Am nächsten Morgen besuche ich die alte Frau H. Sie freut sich sehr auf ein Fest, dass an einem vierten (Juni oder Juli?) im Wohnheim stattfinden soll. Sie hat eine Zeitung auf dem Tisch zu liegen, in der sie schon vier Veranstaltungen angestrichen hat, die sie besuchen will. Ich schaue mir an, was das für Veranstaltungen sind, habe selbst aber nicht viel Lust auf das Fest. Ich verabschiede mich wieder und schaue an einen Aushang. Dort erfahre ich, dass mein Zimmer im ersten Stock liegt und eine hunderter Zimmernummer hat. Elsa hat ebenfalls ein Zimmer im ersten Stock, wie ich sehe. Auffällig ist, dass im ersten Stock, im Gegensatz zu den weiteren Stockwerken, nur wenige ihr Zimmer haben. Ich denke mir, dass sie mich wahrscheinlich dorthin gesteckt haben, weil ich vorher in der Nähe des Wohnheims gewohnt habe. Dann sehe ich meine Nachbarin Fr. M. in einer Blumenrabatte Eier suchen, und zwar richtige ungekochte Hühnereier. Ich grüße nur kurz, sie jedoch kommt freundlich auf mich zu und fragt wie es geht, bzw. ob es wieder gut ist oder besser geht, nach dem Elftem, bzw. dem Stress mit diesem. Ich weiß nicht, was sie meint, nicke aber und wechsel schnell ein paar Worte mit ihr, bevor ich mich wieder in mein Zimmer zurückziehe. Dazu klebe ich einen Aufkleber auf das Türschloß, weil das die Tür, die normalerweise nicht richtig verschlossen werden kann, meines Glaubens verriegelt. Hinter mir reißt jedoch jemand die Tür wieder auf, um mir zu zeigen, dass ich mir das nur einbilde und die Türen auf keine Weise abgeschlossen werden können, sondern für alle immer frei zugänglich sind. Diese Vorstellung, dass sich jemand ungebeten in mein Zimmer schleichen könnte, behagt mir nicht, aber es ist anscheinend nicht zu ändern.

Malachit: Er macht einfühlsam, nimmt jede Scheu und macht wissensdurstig. Wünsche und Bedürfnisse werden sichtbar, wobei deren Erfüllung uns selbst überlassen bleibt.
Er macht das Leben intensiver und der Träger liebt das Risiko und verlässt sich mehr und mehr auf sein Glück als auf pure Sicherheit.

Sonntag, 15. April 2007

Motorbootfahrt in Stockholm und Feuerinferno - Wasser und Feuer (Fluorit/ Merkur t in Opposition Uranus r)

Der Traum beginnt auf dem Balkon meiner elterlichen Wohnung. Es war ein dunkler Nord-Balkon, von Bäumen umstanden. Er ist im Traum über seine vollen vier Meter Länge mit einem relativ breiten Tisch vollgestellt, so dass nicht mehr viel Platz ist. Ich überlege, ob ich einen Teil des Tisches, der sich einzeln bewegen läßt, auf die andere Seite schiebe und so vielleicht mehr Platz gewinne, und probiere es auch gleich aus. Dann kommt mir aber der Gedanke, dass es besser wäre, einen Teil des Tisches ganz zu entsorgen. Ich setze mich wieder auf eine Bank und starre auf einen tönernen Ofen, der genauso aussieht wie der, den ich zum Kauf ins Auge gefasst habe.
Anscheinend ist der Balkon so eine Art Pausenraum, denn er schließt gleich an meine Arbeitsstätte an. Die stellvertretende Gruppenleiterin schaut zur Tür herein und ruft mich. Ob das unangenehm auffällt, wenn ich hier sitze und vor mich hin träume? Sie sagt jedoch nichts, sondern bedeutet mir nur, dass es wieder etwas zu tun gäbe. Die Klienten sind ein schwarzhaariger und ein dunkelblonder Mann, von welchen scheinbar mindestens einer ein Finne ist. Meine Kollegin, die mit am Tisch sitzt, sagt jedenfalls, dass die finnischen Männer die bestaussehendsten Männer in der Welt wären und das würde hier bestätigt. Ich antworte dazu nicht viel, denn ich finde die Männer zwar durchaus nicht unattraktiv, aber auch nicht gerade anders, und außerdem nicht so sympathisch. Irgendetwas, das sie wollen, scheint nicht zu bewilligen oder zu machen zu sein, doch durch meinen Einsatz kann ich helfen. Und schon werde ich im Traum in ein Motorboot katapultiert mitten in Stockholm, dass zwar nichts mit Finnland zu tun hat, aber Träume sind ja selten logisch.
Mit dem Motorboot fahre ich umher, an anderen Booten vorbei, auf einem von ihnen sehe ich den dunkelblonden Mann und winke. Er bemerkt oder erkennt mich nicht. Dann an einer anderen Stelle sehe ich den schwarzhaarigen Mann mit einer Pudelmütze. Dieser bemerkt und sieht mich ebenfalls nicht. Nun fahre ich im rasenden Tempo eine Straße hinunter. Seltsam ist, dass auf der Straße Menschen laufen, aber ich trotzdem gleichzeitig mit dem Motorboot auf Wasser fahre. Irgendwie habe ich nicht rechtzeitig mitbekommen, auf welcher Spur ich bleiben muß, so dass nun reger Gegenverkehr in Form von Leuten herrscht, die mir erschreckt aus dem Weg springen. Im Traum komme ich nicht auf die Idee, die Geschwindigkeit zu drosseln, aber das wäre wahrscheinlich auch nicht gegangen. Große Wasserfontänen spritzen vor dem Bug des Bootes hoch und meine Haare werden vom Wind nach vorne geweht, so dass ich Mühe habe, durch das Wasser hindurch noch etwas vor mir zu erkennen. Trotzdem gelingt es mir, ohne Zusammenstoß unbeschadet durch den Verkehr zu kommen und auf die richtige Spur zu wechseln.
Nun bin ich an meine Arbeitsstelle zurückkatapultiert. Auch die beiden Männer sind wieder da. Sie wollen sich bedanken und haben große Tortenstücke mitgebracht, über die sich schon meine Kollegen her machen. Einer von beiden drückt mir verschiedene Zettel in die Hand, die ich nicht alle lese, aber auf einem davon sehe ich, dass er schreibt, weil er ich bedanken möchte.
Bei den nächsten Klienten ist ein junges Mädchen mit dabei, die plötzlich unvermittelt mit der Faust gegen eine Wand schlägt, um zu prüfen, ob sie die Wand durchstoßen und herausspringen kann. Doch diese Wand ist fest. Nun versucht sie es auf einer anderen Seite. Ein wenig irritiert schaue ich zu und bemerke gleich, als sie nur vortastet, dass es hinter der Tapete rieselt, deshalb ahne ich schon, dass sie hier mehr Glück hat. Mit einem ungemein kraftvollen Schlag hat sie ein großes Loch in die Wand geschlagen, ohne jedoch durchzukommen. Jetzt versucht sie es noch bei der Fensterscheibe, aber auch diese hält stand. Sie verschwindet nun in den Nebenräumen, aber dieses Loch in der Wand ärgert mich, denn ich weiß genau, dass ICH es wieder zuschmieren muss. Deshalb komme ich auf die Idee, diese Aufgabe einfach ihr zuzuweisen - schließlich hat sie das Loch verbrochen -, laufe hinter ihr her und rufe "Kleines! Hey, Kleines!". Ich finde sie bei einer Kollegin, von der sie schon die Aufgabe bekommen hat, aus verschiedenen Teilen (sieben?) einen Schlüssel zu basteln. Ich sage deshalb meiner Kollegin Bescheid, dass sie sie, wenn sie mit dieser Aufgabe fertig ist, zu mir schicken soll. Als es soweit ist, drücke ich ihr einen Eimer mit Spachtelmasse in die Hand und erkläre ihr ganz freundlich, wie sie das Loch wieder zuzumachen hat. Aus dem Mädchen ist jetzt ein kleiner Junge geworden, der sich mit vollem Eifer in die Arbeit stürzt und sich hinterher sogar bei mir bedankt. Anscheinend habe ich ihm mit Übertragung dieser Aufgabe ganz neue Perspektiven eröffnet und er weiß jetzt wohl genau, was er später mal machen möchte (Maurer?).
Aus einem mir nicht bewußtem Grund mache ich mich nun aus meiner Arbeitsstelle fort, obwohl die Arbeitszeit noch gar nicht vorbei ist. Es ist schon Nacht und ich kann mich nicht mehr erinnern, wohin ich wollte, jedoch versperrt mir ein großer LKW den Weg, der anscheinend versucht, um eine Kurve zu kommen, es aber wegen einem Müllberg nicht schafft. Ich muss daher einen kleinen Umweg machen und sehe erst als ich an dem LKW vorbei bin, dass es sich um ein Feuerwehrauto handelt. Von denen stehen noch viel mehr herum und dann sehe ich auch schon, warum. In einiger Entfernung gegenüber brennt der Dachstuhl eines Hauses. Dort, wo ich jetzt stehe, sind dicht an dicht Feuerwehrschläuche aufgebaut, die gleich losgehen werden. Da ich fürchte, mitten in das Wasser zu geraten, gehe ich wieder ein Stück zurück und bleibe auf dem Gehsteig stehen, um die Löscharbeiten weiter zu beobachten. Plötzlich scheint es, als explodiere eine große Antenne über dem Dachstuhl. Ein Feuerball ist zu sehen und auf einmal fliegen Trümmer durch die Gegend. Ein großer Flugzeugpropeller kommt direkt auf mich zu geflogen, obwohl ich gar kein Flugzeug gesehen habe. Ich drehe mich um und renne, habe aber Angst, dass mir das Teil von hinten unbemerkt den Kopf absäbelt, weshalb ich es dann doch sicherer finde mich wieder umzudrehen und stehen zu bleiben. Der Propeller geht nur einige Meter von mir entfernt zu Boden. Nun drehe ich mich erneut um, um mich aus dem Katastrophengebiet zu entfernen. Bisher erschien mir alles nur wie ein relativ kleines Feuer und ich habe auch keine Menschen gesehen, die irgendwie gefährdet waren, doch nun erkenne ich genau in der anderen Richtung das ganze Ausmaß der Katastrophe. Es muss noch viel mehr geschehen sein, als ein kleines Dachstuhlfeuer, denn ich sehe überall brennende Menschen. Sie liegen übereinander auf dem Gehsteig und glühen zwischen schwarz verkohlten Gliedmaßen wie durchgebrannte Kohlen, auffällig ist, dass auch die Augen alle glühen, während die Gesichter schwarz sind. Einige der brennenden Menschen laufen noch wie feurige Schemen umher und werden von plötzlichen Windstößen zu Asche verweht.
Mir wird klar, welch ein riesiges Glück ich hatte, dass ich genau zu diesem Zeitpunkt weggegangen war und mich dort aufhielt, wo ich das Feuer zuerst entdeckte. Wäre ich ganz normal an meinem Arbeitsplatz geblieben, hätte es mich vielleicht ebenfalls erwischen können. Und wieder kommt der Gedanke an einen Schutzengel hoch, bevor ich aus dem Traum erwache.

Bemerkung: Zur Zeit stecke ich in einer mehrmonatigen Neptun t/Mars r - Opposition, Wasser im Kampf gegen das Feuer? (übrigens ist Mars der Herrscher meines Berufshauses)

große Feuersbrunst
Volkstümlich: (europ.) bedeutet für Matrosen eine günstige und sichere Reise, für Literaten Erfolg und Auszeichnungen sowie unbegrenzten Erfolg für Geschäftsleute; -
Feuerspritze
Volkstümlich: (arab.) in Tätigkeit sehen: du wirst einen gewaltigen Beschützer bekommen; -
(ind. ) : - die Tage des Glücks sind nicht mehr fern.
Feuerwehr
Psychologisch: Waren Sie selbst aktiv am Einsatz beteiligt? Dann neigen Sie vermutlich auch in Ihrem Gefühlsbereich dazu, das Feuer lieber zu früh als zu spät unter Kontrolle zu halten. Eher das Gegenteil trifft zu, wenn man sich im Traum als faszinierter Beobachter eines Brandes erlebt, der dem Feuerwehreinsatz wie einem spannenden Film zusieht. Vielleicht äußert sich in der Symbolik ein uneingestandener Hang zur Pyromanie, der sich nur ungern mit den kontrolliert züngelnden Flammen eines Kaminfeuers zufriedengibt. Sich häufig wiederholende Feuerwehrträume sind durchaus als Hinweis zu verstehen, daß man real - oder emotional - ein bißchen mehr als andere Leute zum "Zündeln" neigt. (Zum Glück kommen Feuerwehrträume bei mir nicht sehr häufig vor. *gg*)
Abrennen
Psychologisch: brennt der Dachstuhl eines Hauses ab, sind die Kopfnerven oder die geistige Grundhaltung des Träumers gestört, oder in der Steuerzentrale des Gehirns geriet irgend etwas in Unordnung. Spirituell: Feuer und Wasser symbolisieren stets seelische Energie: Feuer reinigt. Helle Flammen kündigen eine neue Idee an.
Volkstümlich: (europ.) auf ein Haus zugehen, dessen Dachstuhl brennt: man sollte in einer aktuellen Angelegenheit lieber einen Rückzug planen; (manchmal auch Signal für eine Stirnhöhlenerkrankung)
Explosion
Psychologisch: Sie ist häufig ein Gefahrenzeichen, deutet an, daß irgend etwas in unserem zentralen Nervensystem nicht stimmt. Als Traumbild weist die Explosion auf einen psychischen Zusammenbruch oder auf einen heftigen Streit hin. Wird eine heftige Explosion des Zorns, der Angst oder sexueller Entspannung eher wie ein Gewitter empfunden, hat dies die Bedeutung, daß die Auseinandersetzung bereinigend wirkt. Die Explosion kann sich sowohl auf den privaten, als auch auf den beruflichen Bereich des Träumenden beziehen.
Spirituell: Eine Explosion im Traum verweist auf der spirituellen Ebene auf eine Art von Offenbarung.
Volkstümlich: (europ.) mit Todesopfern: man wird aus einer kritisch gefährlichen Lage, ohne Schaden zu nehmen, herauskommen;
das eigene Gesicht oder eines anderen geschwärzt oder entstellt glauben: ohne eigenes Zutun einer Taktlosigkeit beschuldigt werden, wobei die Umstände aber gegen einem sprechen;
Propeller
Psychologisch:
Ein Propeller als Traumbild drückt den Wunsch des Träumenden aus, eine Entdeckungsreise in das Land der Bewußtheit zu unternehmen. Der Träumende hat eine große Kraft zur Verfügung, die ihn auf seinem Weg vorantreibt. Vor allem seine Gefühle, die er gut "im Griff hat", unterstützen ihn dabei.
Spirituell: Auf dieser Ebene zeigt der Propeller im Traum, daß hinter dem Tun des Träumenden ein gewisses Maß an spirituellem Drang steckt.
Brand
Psychologisch:
Die Entdeckung eines Brandherdes im Traum kann, wenn er nicht Erinnerung an wirkliches Geschehen ist, eine Umstellung unseres bisherigen Lebens bewirken und erfordert Gewissens- und Gefühlsforschung. Es kann sich im Brande nur um unterdrückte Affekte der Erbitterung, der Rache handeln. Hie und da sind diese Träume Anzeichen geistiger Erkrankung. Brandträume müssen sehr ernst genommen werden. Zu diesem Gleichnis greift die Seele nur, wenn sie ernste Gefahr sieht. Man sollte beobachten, wo im Haus (siehe dort) der Brand ausbricht.

Hm, symbolisch wird ja der Dachstuhl immer mit dem Kopf der jeweiligen Person gedeutet, was bedeutet dann aber eine riesige Antenne auf dem Dach, die explodiert? Stehe ich kurz vor der geistigen Selbstentzündung, kurz vor dem Wahnsinn? Oder einer Hirnhautentzündung? Interessant dabei ist, dass der Fluorit dem Kronen- und dem Scheitelchakra zugeordnet wird.

Zitat Fluorit: Durch seine stark inspirierende Wirkung auf das Gehirn und die Gedanken fördert er Aufnahmefähigkeit, Intuition und Konzentration. Ihnen wird ein Schutzwall beschert, welcher keine böse Macht in Sie eindringen läßt. Krebs und Aids sollen genauso ihre Chancen verlieren wie negative Wünsche von Mitmenschen.

Letzteres erinnert mich an meine Gedanken bezüglich eines Schutzengels im Traum.

Samstag, 14. April 2007

...

In meinem Buch
gehört dir
die erste Seite,
ich lese dir vor
von deiner Haut
und deinen Küssen,
die Worte wandeln,
verändern sich,
du kennst sie nicht,
doch du verstehst,
sie klingen in
der Tonleiter
des Lebens,
aus staubigen Seiten
flieht der Duft
von grünem Bärlauch
und macht Hunger
auf weiße Wolken

Freitag, 13. April 2007

Totentanz

Das bombige Wetter verführte mich nach der Arbeit zu einem kleinen Ausflug ins Grüne. Allerdings war ich nicht die einzige mit dieser Idee und direkt am Wasser herrschte Hochbetrieb, so dass ich mich in den Wald schlug, um erst den toten Spreepark und dann das sowjetische Ehrenmal für die gefallenen Soldaten zu besuchen. Im Wald roch es die ganze Zeit so würzig-lecker nach Mittagessen, worüber ich mich wunderte, bis ich bemerkte, dass der Boden über und über mit Bärlauch bedeckt war, der so appetitanregend duftete. Jetzt verstehe ich auch, warum es auf einmal so viele Bärlauch-Produkte im Handel gibt - Bärlauchkäse, Bärlauchquark, Bärlauchwurst, Bärlauchnudeln, Bärlauchbrot usw. usf. Wahrscheinlich ernten sie dazu die wie Unkraut wachsenden Bärlauchfelder im Plänterwald ab.