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Freitag, 9. November 2007

Wo sind all die Spielplätze geblieben?

Eisiger Wind und Regen, grau und wolkenverhangen - eigentlich ist das nicht das Wetter, an welchem man freiwillig vor die Tür geht. Ich normalerweise auch nicht, aber ab und zu zieht es mich doch zu einer echten Sturmregenwanderung, zumindest wenn ich schnell gehen kann und mich nicht im Schneckentempo fortbewegen muß. Ich finde, wenn dann so langsam meine Nase und meine Gusche abfrieren, während mir der Wind um die Ohren weht, und ich völlig durchgeweicht bin, hat das irgendwie etwas energetisierendes.
Eigentlich wollte ich ja nur vom Büro nach Hause laufen, aber als ich am Wohnhaus meiner ehemaligen Schulfreundin vorbeikam, hatte ich plötzlich die Idee, hinten über die kleinen Höfe und Straßen zu gehen und zu schauen, ob ich aus meinem "Kindheitskiez" noch irgendetwas wiedererkenne. Das war kaum der Fall. Natürlich ist in meiner Erinnerung alles viel größer und unbewachsener. Jetzt sind die Bäume richtig hoch gewachsen und die Rasenflächen sehen kleiner aus. Außerdem sind die beiden großen Spielpätze verschwunden, der mit der komischen Steinraupe, durch welche man hindurchkrabbeln konnte, und auch der andere, auf welchem wir manchmal mit dem Hort waren. Nur die kleine Wäscherei gibt es immer noch. Da ich nun schon einmal dort war, dachte ich mir, jetzt könnte ich auch gleich zu meiner ehemaligen Schule, wobei ich über die Höfe der damals neugebauten Häuser ging, wo wir uns während des Wehrerziehungsunterrichts versteckten, als wir uns an unseren Physiklehrer anrobben sollten. Einmal bei der Schule meinte ich, jetzt könne ich auch noch zur Kirche laufen, und so bin ich einmal kreuz und quer durch fast alle Straßen, Ecken und Winkel, die ich in meiner Kindheit durchstöberte.
Dabei fand ich es ziemlich erschreckend, daß wirklich sämtliche Spielplätze verschwunden sind, die ich aus meiner Kindheit kenne. In meiner Erinnerung gab es überall Spielplätze. Zwar hatten wir auch einen eigenen auf dem Hof, aber wenn man raus auf die Straßen ging, fand man stets in der Nähe, auf Höfen, Straßen und in Ecken, kleinere oder größere Spielplätze. Keiner davon ist mehr da, nicht mal der Spielplatz auf dem Hof der Schule. Auch den Spielplatz in Prenzlauer Berg mit der Elefantenrutsche gibt es nicht mehr, wie ich vor zwei Jahren feststellte. Es scheint tatsächlich so, als seien Parkplätze inzwischen wichtiger geworden als Spielplätze, mal ganz abgesehen davon, daß die Straße, in der wir wohnten, in meiner frühen Kindheit sogar eine SPIELSTRASSE war, auf der ich Rollschuhlaufen konnte. Sowas gibt es heute gar nicht mehr. Das wäre wohl lebensgefährlich.
Aber nicht nur in Berlin ist das so, im Dorf meiner Großeltern finde ich ebenfalls keinen Spielplatz wieder. Es ist ja jetzt sowieso kein Dorf mehr, sondern ein KURORT - da braucht es Parkplätze und Sendemasten statt Buddelkästen und Klettergerüste. Jetzt ist nur noch ein einziger Spielplatz übrig, der mit den tröpfelnden Wasserspielen, den ich noch nicht wieder aufgesucht habe, was ich mir aber unbedingt vornehme. Und ich bin mir fast sicher, daß ich dort wahrscheinlich auch nur Parkplätze finden werde. Bin ich froh, daß ich in heutiger Zeit kein Kind sein muß!

Der ehemalige Sportplatz erscheint mir heute ziemlich klein. Klar, wenn man da zehn Runden drumherum laufen soll, ist es ganz natürlich, daß sich die Strecken ziehen. Aber auch dieser seitliche Hügel, von dem wir früher mit Schlitten gerodelt sind, wirkt heute nur noch wie ein größerer Laubhaufen.

Der Anblick der Kirche überraschte mich, da ich feststellen mußte, daß es an der hinteren Seite der Kirche tatsächlich eine Plattform gibt, wie ich sie in diesem Traum sah. Ich hätte schwören können, daß es sowas nur vorne gab. Wie man sieht ist mein Gedächtnis beim Träumen sehr viel besser als beim Wachen.

Auf dem Gelände in der Nähe standen vor langer langer Zeit einmal Schrebergärten, welche, als ich kaum laufen konnte, also vor ca. 35 Jahren, platt gemacht wurden, weil man Platz zum Bauen brauchte. Allerdings stellte man erst hinterher fest, daß sich der Boden nicht zum Bauen eignet, und so liegt diese Brache seit 35 Jahren zwischen Zäunen eingefercht, und natürlich kommt auch niemand auf die Idee, dort vielleicht einen Spielplatz oder Park anzulegen. Sowas braucht ja keiner. Manchmal ist es doch ganz gut, daß es die Erinnerung gibt, denn in meinen inneren Bildern ist alles noch wie früher - mit Schrebergärten, Spielstraße und den abenteuerlichsten Spielplätzen an jeder Ecke.

Zucker sagt,

diese Flüstertaste an meinem Jungfrau-Merkur tut sich schwer mit dem Spiel der Identitäten.

Donnerstag, 8. November 2007

Auszüge aus "Die Kabbala im Traumleben des Menschen" von Friedrich Weinreb - Teil 2 - die vier Schichten des Träumens, Traumdeutung Prüfungsangst

Wir sehen also eine Entwicklung: Zu Beginn spricht Gott selbst mit dem Träumer; dann entfernt sich die Deutung gleichsam immer mehr und kommt beim Pharao auf dessen ausdrückliche Frage via die Traumdeuter und den Schenken, der sich erinnert, »von jenseits«. Joseph, der Jenseitige, gibt ihm eine Deutung, die nicht nur für Ägypten, sondern für alles entscheidend ist, was die weitere Geschichte erzählt....

...Die 7 Träume gliedern sich in 4 Gruppen: Jakob, Joseph, Bäcker und Schenke, Pharao. Wir finden also auch hier die 4heit wieder, die unsere Welt bestimmt in den 4 Elementen, den 4 Exilen, den 4 Himmelsrichtungen usw. Die 4heit im Traum erscheint als Stufung. Die vierte Schicht, Pharao, ist uns am nächsten; dort heißt es: »Ich habe geträumt und will eine Deutung.« Bäcker und Schenke sind von uns schon weiter entfernt; nur deren verstimmte, traurige, gedrückte Gesichter »sprechen«. Joseph - wieder eine Stufe tiefer, also noch weiter entfernt - sucht keine Deutung; er erzählt nur den Traum, und die anderen werden dadurch unruhig und irritiert, als ob es sie anginge. Und in der tiefsten Schicht, bei Jakob, ist Traum und Leben eine Einheit; Jakob nennt dann auch den Ort mit dem Stein, an dem er geträumt hat, »bethel «, »Haus Gottes«....

...Der Ort der Verbindung zwischen Himmel und Erde, die Leiter, auf der Engel auf- und herabsteigen, ist Ursprung und Wurzel des Traums. In einer alten, in aramäischer Sprache abgefaßten Mitteilung wird gesagt, der Traum solle in vier Schichten gedeutet werden. Weiteres steht dort allerdings nicht, weder werden die 7 Träume genannt, noch wird eine Anleitung gegeben, wie mit den vier Schichten umzugehen sei. Es wird - und das ist sehr charakteristisch für alle Mitteilungen des alten Wissens - als selbstverständlich vorausgesetzt, daß man die 4 Schichten in sich kennt und erlebt.... ....In der tiefsten Schicht wird, wie man sagt, für den Menschen die »Leiter« sichtbar. Dann ist er wirklich der Freie, hat keinen Zwang mehr, weil er spürt und weiß, daß überall dort, wo er ist, die Wohnung Gottes ist....

....Er träumt aber nur, wenn er den anderen flieht, Esau im Stich läßt, fortgeht. Das Unsichtbare im Menschen begibt sich woandershin, deshalb kann der Mensch träumen. Im Schlaf, erzählt das alte Wissen, verläßt die »neschamah«, das Göttliche der Seele, den Körper und erfährt den Traum. Bist du als Mensch imstande, dich vom nur Werdenden zu distanzieren, dann erfährst du den Traum und die Deutung in einem. Hat sich der Mensch aber in seinem Sein noch nicht erkannt, ist er noch nicht bis zur Kernschicht durchgedrungen, dann meldet sich der Traum......
Diesem »Traum im Kern« gegenüber steht Pharaos Traum in der äußersten Schicht hier. Pharao ist sein Traum bewußt, und er weiß, daß er ihn nicht deuten kann....

...Im bunten Rock und allen seinen Farben können alle Situationen des Lebens zu gleicher Zeit sein: Sein und Werden in einem. Der Fingerabdruck, die Schrift, das Horoskop und alles, was man sonst vom Menschen kennen und erklären kann, reicht nur bis zur 10. Dann kommt das andere, wovon gesagt wird, daß es kausal und rational auf keine Art bestimmbar ist. Das 11te spottet aller Tests und verhält sich »antihoroskop«. Die Astrologie gilt für alles, heißt es, nur nicht für Israel im Menschen; Israel steht über den Sternen. Beim Auszug aus Ägypten stehen die Sterne für Israel - so die Überlieferung - ganz schlecht. Israel aber entzieht sich dem Zwang der Sterne, etwas im Menschen durchbricht das Gesetz des Kausalen.....

...Der Haß der Brüder auf Joseph will sagen: Wir, unser eigenes kausales Denken, ertragen das andere bei uns nicht. Gerade heute gibt es viele Versuche, es kausal eingängig zu machen, zum Beispiel mit Hilfe der Parapsychologie. Man versucht, das andere zu messen, zu wägen, zu photographieren, im Glauben, dadurch erst werde es salonfähig, universitätsbekannt und damit wissenschaftlich. Auch in einer solchen Form kann sich der Haß der Welt auf das andere äußern. Es handelt sich hier nicht um Schlechtigkeit, vielmehr: In uns lebt ständig dieser Haß; nur wenn wir träumen, können wir das ganze Bild des Menschen in uns erfahren. Vielleicht verstehen Sie jetzt auch, daß das alte Wissen einen, der nicht träumt, einen »rascha«, einen »Bösen« nennt (wobei wir wissen, daß man durchaus träumen kann, ohne sich daran zu erinnern). Kranke oder Menschen, die in Not sind, träumen sehr viel und intensiv. Man könnte sagen, Joseph reklamiert in ihnen und meldet, daß er lebt. Wenn man sich klar an die Träume erinnert, ist es ein Zeichen dafür, daß man die Traumwelt nicht dergestalt mit dem Leben in Verbindung bringen kann, daß es sich lebt nach dem Traum. Du mußt dann erst den Traum erfahren, und nach dem Verstehen der Deutung kannst du es leben.....

...Mensch kann er erst sein, sagen die alten Mitteilungen, wenn er den Josephs-Traum hat, wenn er spürt: Alles um mich herum hat in und zu mir Beziehung, lebt durch mich; wie ich alles in mir habe, so - und genauso - lebt es auch außerhalb....Der Mystiker allein vernichtet die Welt, auch der Politiker oder Wissenschaftler allein vernichtet sie. Joseph träumt dort, wo der Mensch beide in einem erfährt. Dort erfährt er auch, daß er sich nicht nur unwichtig fühlen kann; gewiß, du bist unwichtig, gleichzeitig aber bist du der Wichtigste von allen. Beides ist wahr. Im selben Maße, in dem du dich unwichtig erfährst, rufst du hervor, daß du wichtig bist. Du mißt dich an der anderen Seite....

....Die alte Traumdeutung sagt dazu: Wenn einer dir keine Träume erzählen kann, macht das gar nichts. Es tut sich ja auch im Leben. Schau also, wo dieser Mensch ohne Zwang lebt. Danach frage ihn gleichsam. Das soll dir sein Traum sein, denn weil er es träumt, tut es sich...

...Ich möchte jetzt dazu übergehen, Traumsituationen zu besprechen, die den meisten Menschen vertraut sind. Beginnen will ich mit einer Situation, die wohl jeder im Traum wie im Leben erfährt: der Prüfungs- oder Examensangst. Man sieht sich vor ein Prüfungsgremium gestellt und hat Angst, entweder weil man nichts weiß oder weil man alles wieder vergessen hat oder weil man überhaupt das Gefühl hat, einer Willkür ausgeliefert zu sein. Eine derartige Lage ist eng mit der kausalen Seite des Menschen verknüpft, mit dem starren Glauben an Ursache und Wirkung. Jeder wache Mensch kennt diese Angst und lebt in Unsicherheit, denn er weiß nie, wie sein Planen sich auswirken wird. Etwas in uns ist so überzeugt von Ursache und Wirkung, daß es uns ständig einredet, es gäbe gar nichts anderes als das. Daher glaubt man, viel wissen zu müssen, um bestehen zu können. In der Meinung, alles sei abhängig von dem Moment, in dem man vor den Prüfern steht, setzt man alles daran, einen guten Eindruck zu machen. Wir hatten schon von den beiden Wirklichkeiten gesprochen, die zum Menschen gehören; die eine nannten wir die kausale, die andere — die Kausales und Akausales m einem enthält - die akausale Wirklichkeit. Zwischen beiden besteht die Spannung, daß man jeweils m betonter Einseitigkeit entweder glaubt, nichts tun zu können, da es doch komme, wie es kommt, oder alles tun zu müssen, da sonst nichts geschehe......

Angst also kommt dem Menschen, wenn eine Einengung des Lebens aufs Kausale stattfindet. Prüfungs- oder Examensträume - unter dieser Bezeichnung fasse ich der Einfachheit halber eine Vielzahl von Traumsituationen zusammen - weisen den Menschen auf sein Weltbild hin; im Traum zeigt es sich, wie es wirklich ist, da kann man sich nichts mehr vormachen. Solche Träume drücken das Gefangensein im Glauben an eine kausale Weltmacht aus. Es mag schon sein, daß du viel von Wundern sprichst, der Traum aber zeigt, daß du eigentlich nicht daran glaubst. Typisch für diese Träume sind die Gefühle von Beengung und Bedrängung, ihr Angelpunkt ist: Du kannst auf das Leben keine Antwort finden, jeder Versuch hat den Charakter des Sich-selbst-etwas-Vormachens, eines Sotuns, als ob alles kausal zusammenhinge. Der Traum zeigt die Vergeblichkeit..

....Der Prüfungstraum meldet dir: Dein Weltbild ist voller Drängnis, daß du nicht bestehen wirst. Der Traum zeigt es dir untrüglich, wenn du auch im Bewußten glaubst, eine ganz andere Weltansicht zu haben. Diesem Zwang steht die Möglichkeit der Überraschung gegenüber: Daß es eine akausale Kraft gibt, die nicht an Ursache und Wirkung gebunden ist, sondern die dich unvermutet überrascht. Träume, die das zum Ausdruck bringen, nennt man im alten Wissen Elia-Träume.....Der Elia-Traumtypus ist dem zuvor besprochenen genau entgegengesetzt; er zeigt, daß eine vollkommen unerwartete Überraschung eintritt.....Nach den Erkenntnissen der Psychologie kommt der Typus der Elia-Träume heutzutage in der westlichen Welt sehr selten vor. Häufig dagegen sind Träume, die auf Weltbildern beruhen, welche das andere Leben als eine Art Gerichtshof vorstellen....

In der Enge des kausalen Weltbildes verhält man sich dem Himmel gegenüber, wie man sich vor einer strengen Prüfungskommission verhält: angstvoll und in Unsicherheit, vielleicht doch der falschen Gruppe oder Religion anzugehören. Man glaubt an eine Macht, die sozusagen rechnet und Buchhaltung führt, und weiß nie genau, ob das, was man einzahlt, dort dasselbe wert ist wie hier; hier kennt man die Währung, aber dort...? Durch Jahrhunderte, ja, vielleicht Jahrtausende hat sich dieses Weltbild immer stärker herauskristallisiert und jenes von der Überraschung, der »guten Nachricht« fast völlig verdrängt....

....Es ist immer die Einseitigkeit, die zu Besessenheit führt. Vom Wahnsinn Besessene würden alle kausal-bedingten Vernünftigen einsperren, weil sie ihr Weltbild störten. Im Dritten Reich zum Beispiel fingen viele kausal-bedingte Vernünftige an, wahnsinnig zu reden und sich besessen zu verhalten. Sie schrien, bis sie heiser waren. Der Wahnsinn war Norm geworden, die Vernunft war ausgebannt. - Kausal- bedingte Vernunft läßt den Menschen an der einen Seite zugrunde gehen und Wahn an der anderen Seite. Wir müssen einsehen, daß wir unseren Tag nicht in Stunden der Rationalität und Stunden für die Mystik einteilen können. Wir können nicht entweder Verantwortung tragen oder verantwortungslos sein. Das Merkwürdige ist: Du trägst Verantwortung und bist verantwortungslos. Wenn man vom Menschen »im Bilde Gottes« spricht, meint man auch: Das, was der Mensch tut, ist bei Gott. Sieht man das Sprichwort »Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott« im kausalen Sinn, dann ist es eine Blasphemie; versteht man es im kausalen und akausalen Sinn, dann bedeutet es: Was du tust, wird getan. Es wird getan, aber wir müssen tun. Unser Tunmüssen ist an der anderen Seite die Freiheit vom Tun. Unser Gesetz hier ist die Freiheit dort, unsere Bewegung hier die Ruhe dort. Es ist nicht entweder Bewegung oder Ruhe. Es ist das gleiche. Wir tun, atmen, essen, trinken, schlafen, -weil es mit uns getan wird. Wir können nichts dafür, werden schläfrig, das Atmen geht von selbst, die Peristaltik beim Schlucken auch. Erst in dem Moment, in dem du es selbst und bewußt tun willst, geht's nicht mehr, verschluckst du dich, kommt die Nervosität und die Angst, daß du ersticken könntest.

Zucker sagt,

Bond ist ein junges Mädchen mit Topfschnitt und rotem Pullover.

Mittwoch, 7. November 2007

Stonehenge-Dorf war Steinzeit-Großstadt

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,515857,00.html

Zucker sagt,

das ganze Wesen der Wahrheit kann nicht nur deren Bücher katalogisieren.

Dienstag, 6. November 2007

Die Vögel sind meine Verbündeten

Eine liebreizende Eigenheit des Herrn N. ist ja, daß das Büro alles seins ist und ich natürlich nur der Gast. Das heißt, er ist der Herrscher über die Heizung, der Herrscher über die Fenster, der Herrscher über die Wände, der Herrscher über die Möbel und der Herrscher über das Licht. Mit der Zeit hat er mir jetzt immerhin schon einen Teil der Heizung zugesprochen und auch sonst kann ich mich einigermaßen mit ihm arrangieren, allerdings erklärte er mir bereits mitten im Hochsommer, daß er meist den ganzen Tag die Deckenbeleuchtung an hat, da das Zimmer so dunkel sei. Nun mag ich dieses Leuchtstoffröhrenlicht überhaupt nicht, ich versuche immer so lange wie möglich mit der Schreibtischlampe auszukommen. Nur im allernötigsten Notfall mache ich das Deckenlicht an, da ich es nicht mag, es ist ungemütlich, bzw., um es im Esojargon zu benennen, es hat irgendwie so unangenehme Schwingungen. Und gerade im Sommer fand ich es nun überhaupt nicht so schrecklich dunkel, schließlich schien die Sonne noch um die Ecke. Damals wunderte ich mich schon, warum die Spatzen nur kommen, wenn Herr N. nicht da ist. Als jetzt letztens dieser Spatz am Fenster sein Mimikri machte, fiel mir auf, daß diesmal Herr N. anwesend war, aber das Deckenlicht aus. Es kam mir der Gedanke, daß die Vögel vielleicht gar nichts gegen Herrn N. haben, sondern nur etwas gegen die Leuchtstoffröhren. Wenn ich allein war, hatte ich diese nämlich immer aus. Und wie es der Zufall so will, als Herr N. heute extra einen trockenen Kanten für die Spatzen von zu Hause mitbrachte, aber sich weit und breit kein Vogel blicken ließ, kam er, etwas beleidigt, ebenfalls auf genau diesen Gedanken. Und es sieht so aus, als hätten die Vögel ihn jetzt überzeugt. Ich glaube, künftig werde ich wohl im Dunkeln sitzen müssen. *gg*

Auszüge aus "Die Kabbala im Traumleben des Menschen" von Friedrich Weinreb - Teil 1

Viele glauben, sie seien nur normal, wenn sie wach sind und aus wachem Bewußtsein denken, sprechen und handeln. Die Überlieferung aber sieht gerade darin das Nichtnormale. Wer so denkt, von dem heißt es, daß er als Mensch nicht funktionieren kann, denn er hat die andere Wirklichkeit bei sich getötet, erstickt, still gemacht. Er ist dann nur ein halber Mensch. In meinem Esther-Buch habe ich von diesem König Achaschwerosch erzählt, dem König der Meder und Perser, der nur ein König der halben Welt ist, nicht der ganzen. Von ihm wird auch gesagt, daß er der König des halben Menschen ist, nicht des ganzen. Das gleiche aber gilt auch vom Mystiker, der sagt: »Ich versenke mich nur in Mystik, alles andere ist mir nicht so wichtig.« Der ist auch nur ein halber Mensch, denn wozu ist dann »alles andere«, diese Welt und diese Wirklichkeit? Viele sagen auch: Das sind zwei Dinge, die man gut auseinanderhalten muß wie Geschäft und Privatleben, Alltag und Ferien. Manchmal komme ich in Meditation und bin dann sehr gesammelt und in einer höheren Welt; dann wieder mache ich gute Geschäfte, gönne mir Luxus und bin auch sehr zufrieden dabei, nämlich wieder »normal«. - So aber geht es nicht, die Einheit fehlt, es ist eine Trennung da. Eine störende Unehrlichkeit, die so tut, als sei der Genuß der »höheren Sphären« am Festtag, was im Alltag als gelungener Geschäftsabschluß befriedigt. Das Heilige und das In-der-Welt-Sein ist aber eins...

...Ich möchte mythologische Begriffe von einer ganz anderen Seite her darstellen und versuchen, aus den sehr alten Quellen neues Leben hervorströmen zu lassen. Die Traumbilder können uns dann Wichtiges mitteilen, vor allem auch in unserem Wachsein, wo doch das Doppelte auch da ist. Wir fragen uns dann vielleicht eher: Warum habe ich jetzt diese Phantasie? Phantasie steht in der heutigen Zeit nicht sehr hoch im Kurs. Kinder sollen nicht phantasieren, sondern rechnen lernen. Im Hebräischen ist »rechnen« und »denken« das gleiche Wort: kausal funktionieren. Gewiß, man muß auch kausal funktionieren. Wird es aber überbetont oder gar ausschließlich gefordert, entsteht eine schreckliche Langeweile, weil alles gebunden wird. Kausalität ist ein Zwang. Die Menschen führen heute so viele Zwangshandlungen aus, weil sie soviel denken müssen. Denken Sie doch nur, woran Sie alles denken müssen, wenn Sie umziehen oder Ihre Steuererklärung ausfüllen oder Ihren Urlaub vorbereiten! So kommen Sie in Zwang, weil alles kausal ist, und es öffnet sich nichts im Leben nach einer anderen Seite...

...Im Hebräischen hat das Wort für Krankheit die gleiche Wurzel wie das Wort für normal, und das Wort für Gesundheit hat die gleiche Wurzel wie das Wort für Schöpfung und schöpferisch. Norm heißt: gebunden, Zwang. Der Norm muß man entsprechen. Schöpferisch heißt: Ich durchbreche ständig den Zustand, ich schöpfe, erschaffe Neues. Wenn der Mensch also immer nur denkt und gut rechnet, dann ist er in einem krankhaften Zustand. Ist er schöpferisch, dann empfindet er keinen Zwang, fühlt sich gesund, ohne darauf bedacht zu sein. Eigentlich geht die Welt des Zwanges immer vor lauter Langeweile unter. Man denke nur an die zwanghaften Förmlichkeiten der Konversation und der Gesellschaftskleidung. Der Mensch will auch im Wachsein gern frei sein, gern phantasieren, gern träumen - viel mehr, als wir denken. Da will er gern, wie auf Chagalls Bildern, eine Figur in der Luft herumschweben lassen, die eigentlich auf den Boden gehört. Träumen sollten wir also nicht nur als Nachtgeschehen sehen....

...Sie kennen die Geschichte »vom Sündenfall«, wie das theologisch so schön heißt - die Bibel kennt keinen Sündenfall, nur die Theologie; wenn der Mensch vom Baum der Erkenntnis genommen hat, sieht er, daß er nackt ist. Er bekommt dann ein »Fell«, wie es in der Übersetzung heißt; in der Ursprache steht »or«, »Haut«. Es könnte auch Fell heißen, Tierfell. Die alten Kommentare sagen auch: Die Haut des Menschen ist ein Tierfell, er ist sozusagen ein Tier geworden, er ist begrenzt worden. Jedenfalls bekommt er diese Haut, und es fängt an, was man den »Weg des Menschen « nennt. Der Mensch beginnt seinen Weg durch sein Leben, durch die Geschichte, durch die Welten. Es beginnt nun das, was er als Entwicklung, als Wachstum erfährt, wo er fortwährend Änderungen erlebt. Stillstand ist unmöglich, der Weg zwingt zum Weitergehen. Erstarren würde bedeuten, der Weg ist zu Ende, d. h., eine Seite im Menschenleben ist ausgeschaltet. Ständig ist das ganze Leben in dieser Gefahr. Die Schlange bringt den Menschen also auf den Weg. Nun wird gesagt: Wenn dir eine Schlange erscheint, bedeutet das, du erlebst den Weg des Menschen. Du erlebst dann auch das Gesetzmäßige des Weges, denn Weg bedeutet: Ursache - Wirkung...

...Ich hoffe, diese einführenden Beispiele zeigen schon, daß Träumen und Wachsein eins sind. Weder kann man den Traum deuten und dann für das Wachsein benutzen, noch ist der Traum eine Folge deiner Handlungen im Wachsein. Vielmehr: Du erlebst beides, weil Träumen und Wachsein dein Leben sind. Im Träumen: das Leben im Sein, im Wachsein: das Leben im Werden. Aber das Sein enthält das Werden, und das Werden enthält das Sein - nur der Nachdruck ist verschieden...

....Der Mensch, der ständig im Bann des Gefühls lebt, er müsse dies und jenes erreichen, der in einem Netz von »Versicherungen« zappelt, erträgt das Leben nicht, weil er nicht mehr richtig träumen kann. Die alten Mitteilungen - und auch neuere Erkenntnisse - sagen, daß der Mensch so träumt, wie er tagsüber lebt, und so lebt, wie er träumt. In unserer Zeit träumt er rational, es treten kaum mehr Engel oder mythologische Wesen auf. Man träumt von Autos, Flugzeugen, Häusern, Zusammenstößen usw. Bis in den Traum hinein soll es stimmen! Vielleicht kommt es daher, daß uns der Traum diesen stimmenden, rationalen Tag in die Nacht bringt und nicht mehr einen anderen Tag, in dem die Freiheit der Phantasie herrscht....

...Es heißt, der Traum, an den man sich erinnert, meldet sich, weil etwas nicht ganz in Ordnung ist. So träumen zum Beispiel Menschen, die mit den Nerven fertig sind, sehr viel. Das viele Träumen - keineswegs nur auf nervliche Erschöpfungszustände beschränkt - signalisiert, daß etwas nicht stimmt. Ist ein Mensch zum Beispiel zu rational, dann meldet sich das andere wie eine Krankheit, Kopfweh oder Magenverstimmung. Es meldet sich und sagt: »Hier stimmt etwas nicht. So geht es nicht.« Es kann aber auch sein, daß ein Mensch sich der alltäglichen Welt entzieht, sie für einen Fehler in der Schöpfung hält, keinen Sinn in ihr sieht und nur in »höheren Welten« leben will, in Meditation und Versenkung zum Beispiel. Auch dann meldet es sich im Träumen: »Laß das. Hier ist keine Einheit, die Einheit von Tag und Nacht fehlt.«...

....In Indien sagte man mir: Nur unseren schon sehr weit fortgeschrittenen Schülern erzählen wir das Geheimnis von dem einen Gott, denn die vielen Götter sind alle in dem Einen. Wir aber können nur die Vielheit sehen und erfahren. Wir sind nicht imstande, von hier aus den Einen zu erfahren. Daher ist auch in unseren heiligen Schriften von ihm nicht die Rede. Im Hebräischen steht das Wort für Gott, »elohim«, in der Mehrzahl; aber auch Götter heißt »elohim«. Man müßte also aus dem Kontext erschließen, ob der Eine oder die Götter gemeint sind....

....Eine der alten Mitteilungen sagt, daß gerade die Ruhigen, Guten und Gerechten - die Zaddikim - von bösen Träumen heimgesucht werden. Auch die also, die während des Tages weder etwas Böses tun noch erleben, tragen das Leid der Welt....

...Wenn du in der Welt bist, hast du auch die Verantwortung für die Welt. Du hast doch die Umhüllung von Licht, wo Zeit und Raum nicht existieren, und die Umhüllung von Haut, die beschränkt, an einen Ort und an einen Moment bindet (vgl. S. 30ff.). Beides ist da. Dann gilt die Verantwortung auch für dich in der Umhüllung von Licht, in der du Raum und Zeit beherrschst, also die Verantwortung für die ganze Welt hast; gleichzeitig trägst du Verantwortung für den Moment jetzt und hier, die Verantwortung für dich...

...Bei Tage dagegen, im Lichte der Sonne, im Lichte der Wahrnehmungen, kann alles nur kausal sein. Dort nur besteht die Enge, die Beschränkung, weil das Kausale nicht zuläßt, daß zwei zugleich am selben Ort sind, oder daß du hier und an einem anderen Ort zugleich bist. Bei Tage bist du gefangen im Entweder-Oder; in der Nacht dagegen bist du frei. Tag und Nacht - es ist eine Zweiheit im Menschen da. Diese Zweiheit ist auch mit den Begriffen der beiden Bäume zu Beginn der Genesis gemeint. Der Baum des Lebens, so heißt es, enthält das Werden und das Sein, das Akausale; der Baum der Erkenntnis dagegen hat nur das Werden, die endlos verpflichtende Reihe von Ursache und Wirkung, die Kausalität. Beide Bäume haben eine Wurzel. Die Sünde des Menschen, wird gesagt, besteht darin, daß er diese Wurzel durchtrennt. Also kann man auch sagen: Die Sünde des Menschen ist es, Tag und Nacht in seinem Leben zu trennen. Wir haben schon gesagt, daß der Traum erlösend ist, wenn man sich nicht an ihn erinnert. Dann wirkt der Traum am Tag so, daß das Leben am Tag Spiegel vom Leben der Nacht ist. Dann spiegelt das Kausale das Akausale, wie der Mensch am Ende seines Weges sich selbst gegenübersteht. Dann ist Tag und Nacht eine Einheit, wie die zwei Cherubim auf dem Deckel der Bundeslade einander ansehen und eine Einheit sind. Der Traum aber, der sich meldet, meldet sich immer in einer Geschichte, die irgendwie kausal aussehen muß, da das Bild sonst gar nicht erinnert werden könnte. Und da es sich kausal zeigen muß, bedeutet es: Hier ist etwas krank, nicht in Ordnung. »Krank« meint »nicht heil«, »nicht ganz«, »nicht eins«. In diesem Sinn kranke Leute träumen sehr viel. Wer gesund ist, hat auch den Traum, aber er weiß nichts davon, sein Leben bei Tag ist Widerspiegelung seines Lebens in der Nacht. Dann ist die Wurzel heil und ganz, die Wurzel der beiden Bäume, die Wurzel von Tag und Nacht. Ist die Wurzel heil, kannst du den Traum weder kennen noch erklären....

...Nachdem Jakob von Esau fort ist, glaubt man, er habe einen langen Weg, bis er an den Ort kommt, wo er den Traum hat. Aber die Überlieferung sagt: ganz im Gegenteil! Die Erde geht ihm sogar entgegen, plötzlich ist er am Ort, wo er sein sollte. - Wir glauben doch auch immer, wir müßten, wenn wir das Kausale verlassen, eine lange Schule durchmachen, um das Akausale zu lernen, Meditation, Yoga und dergleichen. Alle möglichen Theorien und Praktiken gibt es, um uns glauben zu machen, es sei ein langer Weg. (Erfolgreich vor allem für die Lehrer, die einem das einreden.) In Wirklichkeit aber ist es so, daß die Erde förmlich entgegenkommt. Es geht so schnell, die Erde rennt unter ihm weg, und er ist schon am Ort. Dort, heißt es, sind 12 Steine. Die Zahl 12 meint hier ganz allgemein »viele«. Und wie er die vielen Steine hinlegt, werden sie ein Stein: Die Vielheit wird eins. Plötzlich öffnet sich dem Menschen das andere. Das ist die Erfahrung wirklicher Meditation. Eine Erfahrung, die man immer spüren könnte, den ganzen Tag über, und eben nicht Pseudomeditation für einen exklusiven Kreis durch mühevolle Rituale Eingeweihter! Der Alltag ist Meditation, ist genauso Geheimnis. Daher heißt es, die vielen Steine werden eins, der Himmel öffnet sich, und Gott spricht mit ihm. Es geschieht ganz plötzlich; nur der Zwang des Kausalen läßt uns glauben, es sei ein weiter Weg...

....Sie kennen doch die Geschichte von der Vertreibung des Menschen aus dem Paradies, nachdem er vom Baum der Erkenntnis gegessen hat. Nun ist das, wie Sie wissen, kein historischer Vorgang, der sich irgendwann einmal ereignet hat, sondern eine immerwährende Situation im Menschen. Der Mensch nämlich kann es nicht lassen, vom Baum der Erkenntnis zu nehmen, das heißt, Gut und Böse nach seiner Wahrnehmung zu beurteilen. Wer das Böse sieht, ist irritiert und denkt: »Das sollte doch gar nicht sein.« Und schon hat man ein Urteil von hier aus gefällt, von der Sichtbarkeit her, in der man lebt. Nun gibt es den vielbenutzten Ausweg, das Böse dem Menschen oder dem Teufel zuzuschieben; Gott jedenfalls habe es nicht gewollt. Das hieße dann aber, daß es eine selbständige Macht gäbe, die imstande wäre, Gottes Allmacht zu brechen. Dem aber wird immer ausdrücklich entgegengehalten: Du kannst nicht zwei Herren haben; du hast einen Herrn, und das ist der Herr von Gut und Böse. So heißt es auch beim Propheten Jesaja, wo Gott von sich sagt: »Ich, der Herr, und keiner sonst, der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, der ich Heil wirke und Unheil schaffe, ich bin's, der Herr, der dies alles wirkt« (Jes. 45,6-7). Es will also sagen: »Ich erschaffe das Böse und bringe das Gute« - beides von einem aus...

....Es heißt, daß für Adam die Nacht unerträglich wird, und zwar gerade dann, wenn die Nacht so tief ist, daß sie schon fast zu Ende ist. Gerade dann kann man es nicht mehr ertragen. Gerade dann ist der Mensch sehr schwach, wie wir auch aus der Statistik wissen, denn gerade dann, wenn es bald Morgen ist, sterben die meisten Menschen. »Halte doch noch ein wenig aus«, möchte man sagen, »dann ist es vorüber.« Das aber kann der Mensch gar nicht glauben im Zustand der tiefsten Finsternis, in seinem schwersten und schwächsten Moment. Deshalb ist das hebräische Wort für Morgen das gleiche wie für »schwarz«: »schachar«....

...Der Zustand der Nacht, der Angst im Menschen, gipfelt im Moment der Mitternacht. Dem einen ist es der point of no return, dem anderen die Wende; der eine glaubt, daß jetzt alles zugrunde geht, der andere weiß, daß der Schrecken zu Ende ist. (Behalten wir gegenwärtig, daß der eine und der andere in uns sind.) Deshalb heißt es auch, daß die Erlösung immer um Mitternacht stattfindet, dann also, wenn die Nacht am tiefsten ist. Wer von der Erlösung weiß, für den ist die zweite Hälfte der Nacht ein Erwarten des Kommenden. Auch die Nacht also erfahren wir als Zweiheit...

...Dann entsteht das Leben im Zwang mit seinen Zwangshandlungen. Immer denkst du dann: »Wenn ich's nicht tue, wird's nicht geschehen, wird keiner es tun, und es wird vielleicht verlorengehen.« Es kommt die ständige Unsicherheit dann und das Gefühl, daß nichts im Leben richtig ist. Das ist die Gefahr, wenn der Mensch Tag und Nacht, Absicht und Absichtslosigkeit trennt. Leben im Paradox hat aber das Merkwürdige, daß du zwar Feder und Papier suchen und schreiben mußt, aber doch auch weißt: Es ist schon da und schreibt sich selbst. Wir spüren, da ist etwas da im Leben, das wir nicht verstehen können. Und das ist es eigentlich, was kreativ ist. Sobald das im Menschen lebt, ist er kreativ. Wenn dieses Gefühl des Paradoxen im Leben ist, hast du das Gefühl des Durchbruchs. Es heißt: Abend und Morgen - zusammen erst der Tag. Im Menschen braucht es diese Einheit. Und der Mensch ist oder wird krank, wenn er nur eine Seite hat. Er ist dann traurig und untröstlich, weil er glaubt, von ihm müsse es gemacht werden; oder aber er ist traurig, weil er glaubt, alles ist schon da und er kann gar nichts tun. Der Mensch kann weder nur im Mysterium noch nur im Kausalen leben, beide Male ist die Einheit zerbrochen....

...Unser Leben des wachen Bewußtseins ist die Nachthälfte, denn wir kommen in der Übersicht nicht weit. Immer werden wir sofort wieder gebremst, können nicht durchdringen. Wir leiden unter der Beschränkung, bekommen Kopfweh, werden nervös. Wir leiden wie Adam, als er sieht, daß ihm das Paradies, das er kannte, verlorengegangen ist, und der nach der Vertreibung die Nacht schwerer und schwerer auf sich lasten fühlt. Das ist das Schreckliche: Er versteht es nicht und glaubt doch, nach der Art seines Wahrnehmens urteilen zu müssen. In der Nacht aber, heißt es, sollst du schlafen, träumen. Es bedeutet, daß du es in der Nacht sein läßt, daß du aufhörst, Erklärungen und Deutungen mit der Sicht der Nachtwelt aufzubauen. In der Nacht sollst du die ganze Wahrnehmung lassen...

...Im Leben in der Nachtwelt müßten wir Verbindung suchen zum Schlaf. Schlaf ist doch ein Über-sich-kommen- Lassen. Man sollte keine technischen Mittel - Konzentrationsübungen oder pharmazeutische Mittel - benutzen müssen, um schlafen zu können, sondern sich einfach im Leben hingeben - dem Schicksal und allem, was begegnet -, dann kann man auch schlafen. Wer zwingen will, braucht auch Zwang zum Schlaf....

...Ist der Tag eine Projektion dessen, was in der Nacht geträumt wird, dann ist der Mensch - so sagt es das alte Wissen - ausgeglichen, königlich, göttlich, menschlich; dann ist der Mensch »kascher«, was man mit »richtig«, »recht« übersetzen kann und was mit »kascher«, »recht zum Essen« identisch ist. Dem ausgeglichenen Menschen geschieht während des Tages, was er in der Nacht geträumt, »gesehen« hat; nicht im Sinne einer Kausalität, sondern im Sinne einer Spiegelung: Am Tag spiegelt sich, was in der Nacht ist. Es sind die zwei Seiten des Lebens, die, wie die zwei Cherubim, einander gegenüberstehend und sich anschauend, ein Fundament haben. Es sieht aus wie ein Gegensatz, ist aber eins, wie Tag und Nacht im Menschen eins sind. So ließe sich auch sagen: Weil du am Tag richtig bist, ist die Nacht ausgeglichen. Beides ist aus dem Paradox in einem....

...Der Mensch kommt in die Form, damit er ist. Wie Christus in die Welt kommt, um zu sein. Was alles dann geschieht, soll man aus dem Sein verstehen. Er kommt nicht mit der Absicht, dies und jenes zu tun. Er ist da, und dann geschieht schon manches. Die Natur, die Gewächse und Tiere sind entspannt. Nur beim Menschen, im Kontakt mit dem Menschen, werden Hunde, Katzen, Pferde, ja sogar Vögel neurotisch. Ausdruck der Spannung des Menschen ist auch die Architektur der Städte; man fährt »aufs Land«, um zu entspannen...

...Hier lebt der Mensch nun in der Welt der vier Grundlagen, der vier Elemente. Das alte Wissen spricht auch von den vier Reichen, den vier Exilen. Immer ist hier eine Vierheit, wie es auch die vier Richtungen des Kreuzes zeigen. Das erste Exil heißt das Exil von Babel, das zweite das von Persien und Medien, das dritte ist das Exil von Jawan (Griechenland), und das vierte ist das Exil von Edom (Rom). Das Hinuntersteigen endet auf der Erde, die das vierte Element ist und wie Edom, das vierte Exil, auf »tönernen Füßen« steht. Das Bild wird beim Propheten Daniel im 2. Kapitel gegeben: ganz oben Gold, dann Silber, dann Kupfer, ganz unten aber Ton, Erde für den Töpfer. Durch die vier Welten steigt der Mensch, wie erzählt wird, hinunter. Die Welt nahe bei Gott, die erste, heißt auf Hebräisch »aziluth«. Dann folgen die Welt der Schöpfung, »bria«, und die Welt der Formwerdung, »jezira«. Die vierte, unsere Welt des Tuns und Begehrens, heißt »assia«; aber in dieser vierten Welt sind alle anderen auch mit da, erscheinen mit. Hier unten leben wir in der Welt der vier Exile. Durch alle vier Exile müssen wir hindurch, bis wir zur Erde kommen, zum Ton. Das Bild bei Daniel zeigt, daß alles auf dem Ton fußt, auf »tönernen Füßen« steht. Die vier Exile zeigen dem Menschen: So ist dein Leben, es ist wie die Nacht. Exil bedeutet Gefangensein unter Mächten, die man nicht verstehen kann....

...Man sagt, wie man Krankheiten heilen muß, so muß man auch den Traum heilen, der von einem Bruch herrührt. In der Überlieferung nennt man einen Traum deuten eine Krankheit heilen. Die Deutung des Traumes wäre, daß du den Traum, der sich meldet, ins Leben hinüberbringst. Der Traum wird dabei wieder Leben, das Gleichgewicht, die Harmonie, wird wiederhergestellt....

....Das Sichmelden eines Traumes wurde als unvollkommene Kommunikation zwischen dem Erscheinungsbereich (Leben des wachen Bewußtseins, Leben im Kausalen) und dem Traumbereich (Leben aus dem Nichtkausalen) charakterisiert. Lebte der Mensch, wie er eigentlich gedacht ist, käme der Traum kaum vor. Sein Leben ist aber wie das Gehen, das mit linkem und rechtem Bein abwechselnd geschieht, nie ist dabei nur Gleichgewicht. Daher melden sich Träume oft. Wir wollen versuchen herauszufinden, was die Bilder aus der akausalen Welt hier bedeuten. Immer besteht dabei die Neigung, diese Bilder kausal, also »gescheit« zu erklären; damit allerdings werden sie auch gleich getötet, denn sie sind eben Ausdruck eines Bereiches, von dem kausal nichts erklärt werden kann. Eine Welt, die betont der naturwissenschaftlichen Denkweise huldigt, verbaut sich oft selbst den Weg zu Möglichkeiten, die ihr gegeben wurden. Das wird zum Beispiel auch deutlich, wenn man das alte Wissen von den Sternen mit der modernen Astrologie vergleicht.

....Das hebräische Wort für Schöpfung hat denselben Stamm wie das Wort für Gesundsein. Darin zeigt sich ein wichtiger Zusammenhang. Was ist schöpferisch? Wenn du etwas hier zur Erscheinung bringst, was zuvor nur im verborgenen, im Kopf, in der Idee - wie wir sagen - da war. Hier weise ich auf das Wort »Bereschith« hin, mit dem die Bibel beginnt; übersetzt wird es mit »im Anfang«, wörtlich bedeutet es aber »im Haupt« oder in der »Haupt-Sache«. Wenn ein Künstler eine Zeichnung macht, dann bringt er das, was im Kopf, im Kern da ist, aufs Papier; was ihn zeichnen läßt, ist im verborgenen Kern da. Dieses In-Verbindung-Bringen des Verborgenen mit dem Erscheinenden ist »schöpferisch «. Schaffen heißt Imstandesein, aus der Wirklichkeit des Verborgenen ewas hervorzubringen, das tatsächlich Verbindung hat. Eine Zeichnung kann natürlich auch verbindungslos sein, nur etwas Äußerliches, Dekoratives zeigen; andererseits kann in ganz wenigen Strichen sofort der Zusammenhang sehr stark empfunden werden. Schöpfen verbindet die beiden Wirklichkeiten. Wenn das geschieht, spricht man von Gesundheit. Nicht dem Entweder- Oder verfallen, sondern beide Möglichkeiten leben. Kranksein bedeutet ein Zerbrochensein, eine Gespaltenheit. Heilen aber meint immer ein Zusammenbringen, ein Ganzmachen....

...Auch die alten indischen Überlieferungen kennen dieses Doppelte des Weges. Indem er hinaufgeht, heißt es dort, geht er hinab. Das Wissen vom Zusammenhang von Ursprung und Ziel ist in den heiligen Schriften vieler Kulturen ausgedrückt. Weil wir einen Weg haben, erscheinen uns Anfang und Ende getrennt. Die Überlieferung aber spricht »vom Anfang, wo kein Anfang ist, zum Ende, wo kein Ende ist«....

Zucker sagt,

da erfasste ein Windstoß mich so, dass ich in die Parallelwelt eintrat und Visionen von Mückenscharen sah.

Montag, 5. November 2007

Der Löwe brüllt

In der finstern Mitternacht,
da geht er durch die Welt,
schreit seine Klage entgegen
dem, was ihm das Liebste ist.
Wind aus dem Norden ist er,
tobt über seine Schöpfung hin,
bringt die Erde zum Schwingen
und die Saiten zum Klingen,
die ihre Harfen gebannt.
In den Sinnen der Schlafenden,
in den Sinnen der Wachenden,
durch Neutronen und Neuronen
dröhnt donnernd sein Gebrüll
und er wandelt vorüber,
schreiend in der Nacht -
in der Nacht brüllt er,
läßt die Welt erzittern,
in der Nacht schreit er,
nicht unhörbar, doch leise
für das Menschenohr,
in der Nacht schreit er
in heiliger Schuld
in göttlichem Leid.

Heute war mal wieder

so ein Special-Day, an denen ich mich frage, ob ich vielleicht auf dem Stempelkissen eingeschlafen bin, weil mich jeder anstarrt oder sich nach mir umschaut. Als ich dann zu Hause vorsichtshalber in den Spiegel blickte, stellte ich fest, daß ich ziemlich idiotisch und grundlos vor mich hin grinse. Das kenne ich zwar schon von mir, aber heute war ich mir eigentlich sicher, daß ich nicht grinse. Irgendwie klappt es nicht mehr mit der Gesichtskontrolle. Ich werde das wohl nie lernen. Immerhin hatte ich den ganzen Tag über Kopfschmerzen und jetzt zum Feierabend sind sie verschwunden. So muß es sein und das ist doch wohl doch ein Grund zum Grinsen, finde ich, irgendwie.

Zucker sagt,

jede Pflanze hat eine sogenannte Umkehrwirkung; überschreitet man die sieben Strahlen in ihren Wohnungen, zögen selbst die Geheimnisse der Kabbalah aus.

Sonntag, 4. November 2007

Brandstiftung, Sternschnuppen, Vogelgruppenfoto und eine Falle für Graf Dracula

Im ersten Traum möchte ich aus irgendeinem Grund ein Feuer in meinem Büro legen (den Grund ahne ich, aber sowas mache ich natürlich nur im Traum *gg*). Dazu verwende ich Blumentöpfe mit Pflanzen, u.a. Hibiscus, wie ich ihn auf dem Schreibtisch zu stehen habe, und fülle statt der Erde in sie eine Brennpaste, die wohl aus reinem Alkohol besteht. Es sind ziemlich viele Blumentöpfe, vielleicht sechs oder noch mehr, und als ich sie alle mit einem Mal tragen will, beginnen sie mir wegzurutschen. Da jemand dabei ist (ist es schon Graf Dracula?), bitte ich ihn, mir schnell einige abzunehmen. Im Büro stelle ich erst einmal einen auf den Fußboden, zünde ihn aber noch nicht an, denn mir fällt ein, daß ich ja noch einige Sachen von mir aus dem Büro mitnehmen müßte, auf jeden Fall meine Handtasche und einigen Nippes vom Schreibtisch. Dann beginne ich jedoch zu grübeln, ob das später nicht auffällt, wenn gar keine Sachen von mir verbrannt sind, weil ich die vorher schon mitgenommen habe. Die Polizei würde mich sicher fragen, wie ich vorher wissen konnte, daß es brennen würde und schon hätte ich mich verraten. Ach egal! Ich nehme einfach meine Handtasche und ein paar Sachen mit und wenn ich Glück habe und alles zu Asche verbrannt ist, fällt das gar nicht weiter auf.
Im nächsten Traum befinde ich mich im elterlichen Wohnzimmer und bin gerade dabei, Graf Dracula, der sich in der Wohnung aufhält, eine Falle zu stellen. Dazu arrangiere ich die Gardinen am großen Fenster, d.h. ich öffne sie erst und schließe sie dann wieder. Es ist eine helle Vollmondnacht, zwar nicht taghell, aber es ist doch alles draußen gut sichtbar und der Mond erstrahlt in einem blendend weißem Licht. Dann ist der Mond verschwunden und auf einmal sehe ich am Himmel Unmengen kleiner Sternschnuppen, die wie ein Feuerwerk dort entlangfliegen und verglühen. Es sind so viele, daß ich sie nicht zählen kann. In diesem Moment ist mir bewußt, daß ich träume, allerdings denke ich sofort, daß ich aufgewacht bin und die Sternschnuppen wirklich sehe, nachdem ich das andere vorher geträumt habe. Doch es bleibt keine Zeit, um lange den Himmel zu bestaunen. Ich schließe die Gardinen und gehe zum ehemaligen Dienstmädchenzimmer der Wohnung. Dort wartet Graf Dracula in Bademantel und mit einem Handtuch um seine Schultern. Obwohl er im Dienstmädchenzimmer sitzt, rufe ich ihn mit "Herr!", so als sei ich ein Dienstmädchen. Er kommt in das Wohnzimmer und ich drücke mich etwas ängstlich hinter die andere Seite des Tisches, den ich gerne zwischen uns lassen möchte. Seelisch und moralisch habe ich mich auf Angriff und Kampf eingestellt, doch er geht wie gewünscht auf der gegenüberliegenden Seite des Tisches zum Fenster, obwohl ich vergessen hatte, die Stühle aus dem Weg zu räumen, und öffnet die Gardinen. Ein gleißendes Licht fällt in den Raum, denn unerklärlicherweise ist es nun draußen heller Tag. Ich weiß selbst nicht, wie das geschehen konnte.
Im dritten Traum sehe ich einen Schwarm von Vögeln auf dem Boden herumspazieren. Es sind keine Enten oder Gänse, denn sie haben spitze Schnäbel, aber Hühner sind es auch nicht, dazu sind sie zu groß. Wenn sie die Hälse recken, sind sie so groß wie ein Mensch, aber das witzigste ist, daß ihre Körper wie Sofakissen aussehen, denn sie haben dort eine Zeichnung von schwarzen Blumenranken auf weißem Grund. Außerdem gebärden sie sich auch witzig, zum Beispiel stellen sie sich so auf und strecken ihre Hälse, als wollten sie ein Gruppenfoto von sich machen lassen. Mein Vater stellt sich aus Spaß dazu, da die Vögel auf einem Tisch stehen, ist er sogar kleiner als sie und das sieht so lustig aus, daß ich sage, er soll so stehen bleiben und meinen Fotoapparat hole. Dieser befindet sich in meiner Tasche nahe den Vögeln, doch als ich darin herumkrame, laufen die Vögel auseinander und umpicken mich neugierig. Ich bin ringsherum von ihnen umgeben. Einer ist so neugierig, daß ich seinen Kopf und Schnabel mit der Hand festhalte. Dabei erwarte ich, daß er mir vielleicht mit dem spitzen Schnabel etwas schmerzhafter in die Hand pickt, aber das passiert nicht.
Weitere Traumfragmente: In der Straße der elterlichen Wohnung treffe ich auf eine Bushaltestelle des Busses, der eigentlich in meiner richtigen Wohnstrasse fährt. Ich schaue auf den Fahrplan und stelle fest, daß die Haltestellen jetzt anders benannt werden, und zwar in der Regel nicht mehr nach unbekannten Straßen, sondern nach den nächstgelegenen U- und S-Bahnstationen. Das finde ich sehr gut (ist aber doch eigentlich längst schon so).
Im Büro. Herr N. hat einige Sachen von mir fein säuberlich und in akkurater Anordnung auf dem sehr breiten Fensterbrett abgelegt. Ich frage mich, was das soll und meine mich zu erinnern, daß er das schon einmal gemacht hat. Einige Dinge liegen so weit vom Fenster entfernt, daß ich vielleicht auf das Fensterbrett klettern muß, um heranzureichen, und das, wo ich nicht schwindelfrei bin. Es macht mich wütend, aber glücklicherweise kann ich doch alles wieder einsammeln, ohne aus dem Fenster steigen zu müssen und dann kann ich auch darüber lachen.
Der Satz, sehr klar in meinem Kopf wie von einer Stimme gesagt: Du gehst den Weg allen menschlichen Fleisches, aber die Seele ist frei.

Bemerkung: Am interessantesten finde ich den zweiten Traum. Ich glaube, er ist so eine Art Fortsetzung des gestrigen Traumes, in welchen ich ebenfalls schon mit meinen Ängsten konfrontiert wurde. Da ich mich in letzter Zeit weder mit Vampiren noch mit Graf Dracula beschäftigt habe, sehe ich ihn hier als eine Art Symbol für solche Dinge, die mir Energie abziehen. Dies können neben anderem auch Ängste sein. Und wenn ich ihn mit "Herr!" anrede, bedeutet das wohl, daß ich mich von ihnen beherrschen lasse, statt ihnen den Platz zu geben, der ihnen gebührt - nämlich im kleinen Dienstmädchenzimmer als dienendes, durchaus auch hilfreiches Gefolge. Da es erst Nacht (Unbewußtes) ist und dann plötzlich das Licht des Tages auf Graf Dracula fällt, kann ich wohl annehmen, daß einige Schatten und Ängste stärker, vielleicht sogar plötzlich, in das Bewußtsein dringen und damit durchschaubarer und vielleicht kontrollierbarer werden. Da das alles in der Wohnung der Kindheit stattfindet, sind es wohl auch Dinge aus dieser Zeit. Ich bin im Traum auf Kampf eingestellt, doch dieser findet nicht statt. Leider habe ich aber nicht gesehen, ob sich Graf Dracula im Tageslicht gänzlich aufgelöst hat. *gg*

Samstag, 3. November 2007

Die Preisverleihung

Es findet die Preisverleihung für irgendeinen Film-Förderpreis statt und ich sitze unter den Zuschauern. Mit einem Mal wird mir bewußt, daß ich nur deshalb hier sitze, weil ich zu den Nominierten gehöre. Man hat mich hierher gelockt! Kalte Panik bricht in mir aus und der Gedanke, vielleicht auf die Bühne zu müssen, ist unerträglich. Meine ängstlichen Überlegungen überschlagen sich und enden schließlich in dem mich wieder ruhiger werden lassenden Fazit, daß es eh vollkommen unwahrscheinlich ist, daß ich den Preis bekomme. Außerdem ist es wohl kein vielbeachteter Preis, denn Zuschauer sind nicht wirklich sehr viele da. Einige Stuhlreihen sind noch frei. Vorsichtshalber stehe ich auf und setze mich weiter hinten auf einen anderen Platz, wo ich mich sicherer fühle, als könnte ich dort hoffentlich auch als Nominierter gänzlich übersehen werden. Ein farbloser korpulenter Herr mit Brille sitzt neben mir. Er wendet sich mir zu und sagt irgendetwas, aber ich verstehe ihn bei bestem Willen nicht. Er spricht anscheinend einen deutschen Dialekt, der für mich wie eine Fremdsprache klingt. Könnte das Bayrisch sein?

Schön.

Jetzt streiken ab Montag auch noch die Hollywood-Drehbuchautoren. Aber ehrlich gesagt stört mich das sehr viel weniger als bei den Bahnfahrern.

Freitag, 2. November 2007

Zucker

- mit diesem Wort endet "Inland Empire". Noch persönlicher angesprochen habe ich mich jedoch von der Szene gefühlt, in welcher Glitzerputz an der Wand zu sehen war, haargenau wie in meiner Wohnung. Nun ja, warum auch nicht.
Was für ein Trip! Man merkt, daß Lynch stets dieselben Themen und Motive verarbeitet, aber die Puzzles werden dabei immer größer und die Puzzleteile immer kleiner und zahlreicher. Mittendrin der Schlüssel, der meiner Meinung nach hier in dem anfänglichen Gespräch mit der obskuren Nachbarin zu finden ist. Die Story erinnerte mich wie erwartet vor allem an "Mulholland Drive", kann aber nicht so ganz die Spannung halten, zumindest nicht bei mir. Ich finde, für die immense Aufmerksamkeit, die man beim Schauen braucht, ist der Film doch ein bißchen zu lang geraten, denn sobald die Aufmerksamkeit nachläßt, ist es wirklich nur noch ein Trip.
Dennoch sehr kunstvoll, kreativ - diesmal in der Kamera ein wenig "Blair Witch Project" für Fortgeschrittene -, dabei durchgehend am Kern, bzw. an den Abgründen menschlicher Projektionen, Emotionen und Reflexionen, aus denen es niemals ein Entkommen gibt, zumindest nicht beim Schauen der Filme von Lynch, und - liebevoll. Ich weiß, es klingt verrückt, aber viele Sachen von Lynch haben für mich tatsächlich etwas liebevolles, obwohl sie oft so dunkel und gewalttätig sind. Letztendlich bin ich weder enttäuscht noch überschwenglich begeistert, es ist in etwa das, was ich erwartet habe und hat viel Potential, auch bei mehrmaligem Anschauen noch Neues entdecken zu lassen.

Das Vogelbuch und die reziproke Frage der Bewußtheit

Ich erinnere mich an Schnee. Eine hohe Schneedecke durch die ich stapfte. Mir ist auch, als wäre in diesem frühen Traum ein Tier anwesend gewesen, ich weiß aber nicht mehr, welches es war.
Später erhalte ich ein Päckchen mit zwei Büchern. Zum einen eine Anthologie, in welche eine Geschichte von mir aufgenommen wurde, aber auch noch ein anderes dünnes broschiertes Büchlein, welches ausschließlich Sachen aus meinem Weblog enthält, nämlich über Vögel. Das mit dem zweiten Buch kommt überraschend, der Verlag hat mich nicht vorher darüber informiert. Eigentlich steht in diesem Buch auch nicht viel drin. Auf dem Titel ist ein Rotkehlchen zu sehen und auf den Seiten steht jeweils nur ein einzelner Satz von mir und darunter, kursiv gesetzt und in einem gepunktetem Rahmen, ein Kommentar meiner Leser dazu. Trotzdem ist es schon irgendwie niedlich gemacht, wenn ich mich auch frage, wer das lesen oder kaufen soll. In meinem Weblog schreibe ich ja nun weiß Gott nicht viel über Vögel. Das alles spielt sich in der elterlichen Wohnung ab und ich zeige das Büchlein meinem Vater, der darin blättert und Fragen stellt. Merkwürdig an dem Traum ist, daß ich das Gefühl habe, dieses Buch, bzw. eine aufgeschlagene Seite daraus, schon gesehen zu haben, so als hätte ich bereits einmal davon geträumt. Auch der Satz auf dieser Seite kommt mir bekannt vor, aber nicht, weil ich ihn im Weblog gelesen habe, sondern weil ich ihn genau so schon einmal in diesem Buch gesehen habe.
Ich ziehe mich in mein Zimmer zurück, werde aber durch irgendetwas (ein Geräusch?) wieder herausgelockt. Es brennt überall Licht, aber mein Vater ist nirgends zu sehen. Ich suche und rufe ihn und finde ihn schließlich nackt im hinteren Korridor auf dem Fußboden liegend. Sofort beginne ich ihn anzusprechen und zu rütteln, um zu sehen, was mit ihn ist. Erst reagiert er nicht, doch dann sagt er mir, daß er nichts hören kann von dem, was ich sage. Klar, er ist ja schwerhörig. Das hatte ich vergessen. Aber er ist bei Bewußtsein und es scheint auch nichts ernsthaftes zu sein. Er fragt mich nur dauernd, warum ich nachts immer so schreie. Ich und nachts schreien - davon weiß ich nichts. Und wieso hört er mich schreien, wenn er schwerhörig ist? Was meint er nur? Ist er verwirrt oder bin ich es? Kann ich mich vielleicht nicht erinnern, daß ich schreie, weil ich mir dessen nicht bewußt bin? Ich beginne, an mir selbst zu zweifeln und der Traum verändert sich. Jetzt befinde ich mich woanders und statt meines Vaters ist Herr N. da. Die Situation kehrt sich um. Ich sage ihm, daß er dieses oder jenes getan hätte und er antwortet, daß er davon nichts weiß. Schließlich fragt er mich, ob er dabei bewußt gewesen sei.

Erinnert an diesen Traum.

Zucker sagt,

mein nackter Fuß springt furchtlos in ein Motorboot, katapultiert sich mitten in die blogosphärischen Krisengebiete, an den Puls der blogotorischen Kriegsführung, in den Fenstern welken kalte Blumen.

Du und ich



Die CD "Herzfrequenz" von Blümchen ist noch immer meine Gute-Laune-CD Nr. 1, obwohl ich keine 16 mehr bin. Aber als ich 16 war, gab es ja auch nur NDW und Depeche Mode. Und "Da Da Da" taumelt im Beat um Lichtjahre hinterher. *gg*

Donnerstag, 1. November 2007

Zarte Annäherungsversuche unter roten Fallschirmen und der blaublumige Terrazzoboden

Ich kenne ihn irgendwo her und kenne ihn auch nicht. Ist er ein Kumpel meines Bruders? Wenn er der ist, an den ich denke, kann er es aber nicht sein, weil dieser graue Haare hat und nicht dunkle. Ich komme einfach nicht dahinter, woher ich ihn kenne. Alles beginnt damit, daß ich ein Museum besichtige. Es erinnerte mich von den Räumlichkeiten her an das Schloß des Fürsten Pückler. Als ich es verlassen will, bleibe ich mitten im Türrahmen stehen und unterhalte mich auf einige Entfernung mit einem jungen Mann. Da kommt er dazu, stellt sich neben mich und legt seinen Arm um meinen Rücken. Er fragt mich, ob ich Lust habe, mit ihm abends in ein bestimmtes Lokal zu gehen. Ich habe keine Lust und antworte deshalb nur, daß ich nicht kann. Das reicht ihm aber nicht, auf etwas ironische Art will er wissen, warum ich nicht kann. Ich sage deshalb genauer aber falsch, daß ich schon etwas anderes vor habe. Er fragt nicht weiter, nimmt aber auch nicht seine Hand von meinem Rücken. Statt dessen schiebt er sie weiter, bis er damit meine, ihm abgewandte Hand erreicht und ergreift sie. Kein Wort fällt mehr. Unsere Händen spielen zärtlich miteinander, umfassen sich und trennen sich wieder, um sich erneut ineinander zu verhakeln. Es ist, als ob sie miteinander sprechen würden, während wir schweigen. Von meiner Seite aus ein wenig halbherzig, da ich eigentlich nicht so vertraulich mit ihm werden möchte, aber andererseits finde ich diese Nähe irgendwie sehr angenehm. Jetzt fällt mir auch wieder ein, was ich an ihm nicht mochte und mich abschreckte - er war in meiner (Traum)Erinnerung ziemlich manipulativ und dabei besitzergreifend, ohne daß wir jemals zusammengewesen wären. Ich spürte, daß er nicht frei ist, daß er nicht liebt, sondern aus Ängsten und Eigennutz heraus handelt. Und da er nicht frei ist, würde er es mich ebenfalls nicht sein lassen. Ob sich das inzwischen geändert hat?
Wir befinden uns nun bei irgendeiner Gartenparty in einer Reihenhaussiedlung. Der Garten der Gastgeberin ist groß, aber anscheinend ist das in der Siedlung nicht üblich und nur eine Ausnahme. Jedenfalls erfahren wir dies, als wir den Garten verlassen und eine kurzhaarige blonde Frau treffen, mit der wir uns unterhalten. Während ich mich umschaue, bemerke ich, daß die Gärten vor den Reihenhäusern tatsächlich klein wie Handtücher sind. Abgegrenzt sind sie jedoch nicht durch Zäune, sondern nur durch in den Boden eingefurchte Linien. Es ist hier wohl noch nicht alles fertig. In einem der kleinen Gärten steht ein grau geflecktes Pferd. Kein sehr großes, aber auch kein Pony, vielleicht so eine Shetland-Rasse. Dafür ist es aber um so ungestümer und kaum zu bändigen. Ein Mädchen reitet darauf, und für die ungestüme Kraft des Pferdes ist der handtuchgroße Garten natürlich viel zu klein. Ruckzuck hat es in wilder Geschwindigkeit die Begrenzungslinie übersprungen. Oh je! So geht das aber nicht, höre ich schon die Eltern des Mädchens und die Nachbarn sagen.
Wir haben hinter den Gärten eine grüne Wiese mit rot belaubten Bäumen gefunden. Zumindest halte ich das Terrakotta-Rot der Bäume für Herbstlaub, auch wenn es mich wundert, daß es so gleichmäßig ist. Der Himmel hat sich etwas verdunkelt, da es Abend wird. Wir haben uns auf der Wiese niedergelassen, aber auch das Pferd hat die grüne Fläche jetzt entdeckt. Im wilden Galopp rast es auf mich zu und springt über mich hinweg. Du meine Güte! Da ich mich eh schon flach gemacht habe, strecke ich mich jetzt auf dem Rücken aus und blicke in den Himmel. Die beiden anderen legen sich neben mich und so liegen wir zu dritt auf der Wiese und schauen in den Himmel. Während ich so schaue, bemerke ich, wie sich das Rot der Bäume langsam zu kleinen rechteckigen Fallschirmen aufbläht. Zart schimmert der Himmel durch terrakottarote Organzastoffbahnen. Anscheinend ist ein Wind aufgekommen. Die Fallschirme sind mit Schnüren jeweils am Baum befestigt und heben sich in den Himmel, ohne jedoch wegzufliegen. Gleichzeitig denke ich auch über ihn nach, der jetzt neben mir auf der Wiese liegt und überlege, ob ich eine Affäre mit ihm anfangen soll. Bevor ich zu einer Entscheidung komme, richtet er sich auf und beginnt an einem Bild herumzukritzeln. Ich richte mich ebenfalls auf und sehe mit Erstaunen, daß es ein von mir gemaltes Bild ist. Er muß es von irgendwoher mitgenommen und dann reproduziert haben. Es befremdet mich ein wenig, daß es in seinem Besitz ist und noch mehr, daß er darin herummalt. Das Bild zeigt zum Teil ein Publikum, welches aus dem Bild und zwei Vorhängen herausschaut, so als wären die Betrachter des Bildes auf einer Bühne. Mir fällt auf, daß er nicht nur in den Gesichtern und Details herumgemalt hat, sondern sogar ein Paßfoto von sich ausgeschnitten und mitten unter die Zuschauer geklebt hat. Was soll ich davon nur halten?

In einem anderen Traumfragment stehe ich auf meinem grau-schwarzen Terrazzo-Küchenfußboden und bemerke verwundert, daß er auf einmal ein unregelmäßiges, aber reizvolles Muster aus großflächigen, dekorativ gerankten blauen Blüten enthält. Allerdings waren weder Handwerker da, noch habe ich selbst irgendwas an dem Fußboden gemacht. Ich vermute, daß dieses Muster von unten durch den Boden gedrungen ist, genauso, als wären die Blumen aus Erde hervorgewachsen. Vielleicht eine neue Technologie, um Fußböden von unten, bzw. der anderen Seite aus zu legen oder wachsen zu lassen?

Bemerkung: Das zweite Fragment erinnert mich zum einen an die Geschichte aus meiner Kindheit, als ich den guten Linoleumfußboden meiner Eltern mit Blümchen bemalte, die nicht mehr zu entfernen waren, und zum anderen an die gestern gelesene Aussage aus dem Buch über den Lichtkörperprozeß, daß man in höheren Dimensionen in aus Gedanken geschaffenen Räumen wohnt, welche nur mit Gedankenkraft umgestaltet werden.

Endlich!

"Guten Tag! Wir haben Inland Empire an Sie verschickt." steht in der Mail, die ich gerade im Postfach fand. *auf die Knie fällt und in ekstatische Zuckungen ausbricht*

Das war heute ganz gewiß nicht mein Tag, das wußte ich schon nach dem Aufwachen. Doch da Nichtaufstehen in dieser Dimension sanktioniert wird, bin ich dann doch mehr schlecht als recht meinen terrestrischen Tätigkeiten nachgegangen. Diese Nachricht versöhnt mich aber wieder mit den schweren Schwingungen.

Zucker sagt,

wartet auf den gefallenen Engel, welcher der Führer der Ghandarvas, der himmlischen Scharen ist - er ist bei Herrn N.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Klasse!

Wenn du Leute triffst, wirst du vielleicht gefragt: "Wie machst du das nur, du siehst einfach großartig aus!" Gib diesen Menschen die Information, daß der Planet ins Licht geht und wir uns in einem Aufstiegsprozeß befinden. Gib ihnen ruhig eine Buchempfehlung. Oder sage ihnen, welche Leute sie beraten könnten. Oder biete deine Telefonnummer an, damit die Person darüber sprechen kann, wenn sie will....

....Bitte iß auch immer, was dein Körper verlangt. Wirf alle Bücher mit Ernährungsregeln fort. Du bist hier, um dem Geist zu folgen, nicht irgendwelchen spirituellen Regeln. Wenn du Vegetarier bist, dein Körper aber ein zweipfündiges Steak essen möchte, dann iß es bitte. Wenn du Keimlinge haßt, dein Körper sie aber gerne essen würde, iß sie bitte. Es kann sein, daß du dich verleitet fühlst, Bier zu trinken. Das liegt daran, daß Bier Bestandteile enthält, die den Körper im Mutationsprozeß unterstützen können. Wirf in bezug auf Ernährung alle begrenzenden Regeln über Bord, denn du wirst finden, daß du sehr merkwürdige Dinge essen möchtest, wie zum Beispiel Spinat mit Zimt. Du wirst auch feststellen, daß dein Schlafrhythmus unregelmäßiger wird. Einmal brauchst du zwei Stunden Schlaf, ein anderes Mal zwölf. Vielleicht wachst du auf und bist müde. Vergiß nicht, daß du ein ungeheures, multidimensionales Wesen bist, das im Schlaf hart arbeitet. Wenn du dich dafür öffnest, auf anderen Ebenen mehr und mehr bewußt zu sein, wird dein physischer Körper so müde werden, als hätte er die Arbeit im Schlaf selbst getan. Wenn dies passiert, sage einfach: "Bitte zieht den Schleier etwas straffer, ich brauche eine freie Nacht."....

...Arbeite mit der Gnade in jedem Bereich deines Lebens. Wenn dein Auto stehenbleibt, rufe: "Gnade, der Motor, bitte!" Wir nennen Gnade den göttlichen Schmierstoff. Wir können dies auch begründen. Erinnerst du dich an die Tetraeder in deinen Feldern, die durch karmische Muster blockiert werden? Wenn du mit irgend jemandem Probleme hast und die Gnade anrufst, läßt sie ihre Energie wie funkelnden Schnee auf die Tetraeder fallen, die sich sofort wieder deblockieren. Du kannst die Gnade wirklich in jeder Situation nutzen, und sie freut sich, helfen zu können - schließlich ist das ihr göttlicher Ausdruck.

(aus "Der Lichtkörperprozeß" von Tashira Tachi-ren)

Wirklich super Ratschläge! Wenn das nächste Mal eine Kollegin zu mir sagt, ich sehe aus wie glücklich verliebt, dann antworte ich einfach: "Äh du, die Erde geht in das Licht und wir gehen alle mit ihr."
Wenn mich das nächste Mal jemand fragt, warum ich ständig müde bin und das sogar nach dem Aufwachen, dann antworte ich einfach, daß ich einen langen Arbeitstag im Multiuniversum hinter mir habe. (Und das ist nicht lustig, ich fühle mich nach dem Schlafen tatsächlich manchmal, als hätte ich zwölf Stunden lang geschuftet. Was für ein Leben! Du arbeitest bis zum Umfallen in höheren Dimensionen und mußt hier dann auch noch stempeln gehen. Gibt es eigentlich irgendwo eine Dimension, in der man nicht arbeiten MUSS?) Und wenn das nichtvorhandene Auto (schließlich kann ich mich ja sowieso bald beamen, bzw. teleportieren) liegenbleibt, dann rufe ich laut: "Gnade, der Motor, bitte!" Mal sehen, wie lange ich noch frei herumlaufe. *gg*

Danke übrigens dem edlen Spender für die Mail.

Ich kriege gleich einen Kollaps!

Zulagennummer, Steuernummer, Sozialversicherungsnummer, Personalnummer usw. usf.
Und immer, wenn ich denke, ich hab alle Nummern beisammen, fehlt garantiert noch irgendeine. Kann mir nicht mal jemand so einen Computerchip ins Gehirn einbauen, auf dem alle meine 2000 Nummern gespeichert sind?

Zucker sagt,

denn jede Nation ist ein jungfräulicher verbotener Boden, unbetreten von den Problemen der schwarzen Magie.