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Montag, 26. November 2007

Das dämonische Datum - der 1.1.

Montag vormittag eine zweistündige Dienstberatung und schon ist man für den Rest der Woche wieder bedient. Eine still keimende Hoffnung trage ich jedes Jahr aufs neue in mir und jedes Jahr wird sie aufs neue enttäuscht. Ich werde diesen 1.1.-Fetischismus nie verstehen, doch ob ich ihn verstehe oder nicht, jedes Jahr pünktlich Ende November bis Anfang Dezember kriechen die 1.1.-Fetischisten aus ihren Löchern und der 1.1.-Wahn bricht aus, während sie all die Monate davor in tiefem Schlaf ruhten. Das schlimme ist, daß diese Kranken auch noch ganz normale und vernünftige Leute damit anstecken, die durchaus nichts gegen jedes andere Datum davor oder danach gehabt hätten, aber auf einmal hundert Sachen auf einmal an die Backe geklebt kriegen, welche zu diesem Datum erledigt werden müssen oder beginnen. Und dann wundern sich die Kranken noch und stöhnen, daß jedes Jahr im Dezember soviel Hektik und Streß ist und heutzutage das Weihnachtfest nicht mehr würdig und besinnlich begangen wird, sondern ständig in einer Katastrophe endet, weil viele, selbst die ganz normalen, ob des geballten Drucks reizbar und aggressiv werden. Doch es ist auch einfach unmöglich, sich dieser Hektik zu entziehen, da der 1.1.-Wahnsinn anscheinend epidemieartigen Charakter besitzt. Manchmal habe ich mir schon überlegt, den gesamten Dezember Urlaub zu nehmen und allen die Nase zu zeigen, aber mit meinen paar Urlaubstagen komme ich da nicht sehr weit.

Sonntag, 25. November 2007

Herrlich!

Im Fernsehen läuft "zdf umwelt", eine charmante blonde Moderatorin kündigt einen Beitrag über gesundes Schulessen an. Der Beitrag läuft, recht positives Fazit, Bio und engagierte Köche in den besuchten Schulen. Beitrag endet und eine dunkelhaarige Dame erscheint. "Ja, meine Damen und Herren, Sie wundern sich sicher, wo xxx geblieben ist. Meiner Kollegin ist ganz plötzlich schlecht geworden und jetzt mache ich einfach weiter. So flexibel sind wir."
Ich fürchte, die blonde Moderatorin hatte wohl deutlich schlechtere Erfahrungen mit dem Schulessen. *lol*

EDIT: Ende der Sendung mit den Worten "Meine Kollegin xxxx hat sich heute ganz plötzlich in die Babypause verabschieden müssen. Wir wünschen ihr alles Gute." Hört sich für mich eher so an, als wäre sie verabschiedet worden. Grausame Medienwelt.

Samstag, 24. November 2007

P lanet T error -

Zombiehorror aus einer Mischung von Kettensägenmassaker und die Nacht der lebenden Toten, mit Litern von Schleim und Eiter und einer einbeinigen Amazone, die ein Maschinengewehr als Prothese trägt und eigentlich mal Stand-up-Comedian werden wollte. So kanns gehen.
Aber jetzt muß ich erstmal was essen.

Es gibt zwei Dinge,

die ich an Agatha Christie schätze. Das allererste ist ihr Humor, der mir dem meinen nicht unähnlich scheint und überall auch in ihren Krimis hindurchblitzt, sowie ihre Schnörkellosigkeit und Direktheit. Letzteres finde ich manchmal erfrischend, manchmal ist es mir aber auch fast zuviel, dann ertappe ich mich dabei, mir zu wünschen, sie hätte diese oder jene Szene noch ein wenig mehr ausgeführt.
Doch der Humor ist immer gleichermaßen skurril und in ihren Erinnerungen an glückliche Tage, den Bericht über ihre Ausgrabungsreisen durch Syrien und Mesopotamien mit ihrem Mann, dem Archäologen, lese ich oftmals witzige Beschreibungen über das alltägliche Leben während der Reise, von denen ich sofort denke, genauso oder so ähnlich würde es wohl klingen, wenn ich diese Erlebnisse gehabt und im Blog festgehalten hätte. Überhaupt erscheinen ihre Erzählungen wie frisch gebloggt. Man merkt ihnen gar nicht an, daß sie in einer Zeit entstanden, in welcher der Reißverschluß eine vollkommen neuartige Erfindung gewesen ist. Modern, frech und zeitlos, trotz ihres nachvollziehbaren Mißtrauens gegen die Unwägbarkeiten dieses technologisch hochwertigen Verschlußsystems. Genau das richtige amüsante und leichte Leseabenteuer für graue und dunkle Novembertage und für mich gerade eine regelrechte Erholung. Endlich kein gechanneltes oder spirituelles Geschwafel, keine Außerirdische, keine fliegenden Untertassen, keine Sephirots, keine aus fgestiegenen Meister und das Eschaton immanentisiert sich eh, wann und wo es will.

"La Sainte Sophie ist herrlich", schwärmt ein Franzose. Jedermann stimmt ein, bis auf eine unrühmliche Ausnahme, und die bin ich. Ich Unglücksrabe habe der Hagia Sophia nie etwas abgewinnen können. Ein bedauerlicher Mangel an Kunstverstand, aber so ist es. Schon immer war ich der Ansicht, daß diese Moschee einfach falsche Maße aufweist. Voller Scham über meinen perversen Geschmack halte ich den Mund."

"Als wir heirateten, schätzten Max und ich die Freuden der Tafel in vollkommener Übereinstimmung - wir aßen mit Verstand, doch viel zu üppig. Betrübt stellte er fest, daß mir gute Weine, ja jeder Alkohol, nichts, aber auch gar nichts bedeuteten. Er gab sich alle Mühe, mich zu erziehen, indem er mir Beaujolais und Sauternes, weißen Bourdeaux und Rheinwein, schließlich voll Verzweiflung Tokaier, Wodka und Absinth vorsetzte. Am Ende gestand er die Niederlage ein, denn mir schmeckte das eine immer scheußlicher als das andere. Mit einem müden Seufzer faßte Max eine Zukunft ins Auge, in der er auf ewig dazu verdammt war, in Restaurants mir eine Karaffe Wasser zu erkämpfen. Er behauptet, er sei deswegen um Jahre gealtert."

(Das zweite Zitat könnte auch von mir sein. *gg*)

Der Schlüssel passt, weil es ein Traum ist und der Teufel trägt Lidstrich

Ich bin in der Wohnung meiner Mutter, gehe aber wieder, und als ich auf der Straße unterwegs bin, sehe ich eine Frau als Paketausfahrerin. Plötzlich fällt mir ein, daß meine Mutter immer von einer supernetten Paketausfahrerin erzählt und daß sie außerdem ein Paket erwartet. Das muß diese Frau sein und sie steht genau an der Ecke zur Straße meiner Mutter. Ich überlege deshalb, ob ich schnell zurück in die Wohnung gehen soll, damit jemand da ist, wenn sie klingelt, denn meine Mutter ist irgendwo unterwegs. Allerdings habe ich gar keinen Schlüssel mitgenommen, denn der liegt noch da, wo er immer liegt bei mir zu Hause (auch in real). Doch halt! Ich war doch eben schon in der Wohnung und habe auf- und zugeschlossen? Wie habe ich das denn gemacht? Das muß mein eigener Schlüssel gewesen sein. Wie geht das denn, daß er ebenfalls für die Wohnung meiner Mutter paßt? Dann weiß ich auf einmal die Antwort: Der Schlüssel paßt deshalb, weil das hier ein Traum ist. Hätte ich ja eigentlich auch eher drauf kommen können, denn ich wußte ja die ganze Zeit, daß ich in einem Traum unterwegs bin.
In einem zweiten Traumfragment kämpfe ich diesmal nicht gegen Geister, sondern gegen den Teufel. Der Teufel sind zwei Frauen, eine menschliche und eine außerirdische, welche beide ihre Augen sehr schwarz mit Lidstrich umrahmen. Dabei ähnlich sie sich verblüffend, aber man kann trotzdem erkennen, wer die Außerirdische ist, sie hat nämlich einen größeren, birnenförmigen Kopf und schrägstehende große Augen. Um den Teufel verschwinden zu lassen, spreche ich (wie im Traum "Verräucherte Geisterstunde") etwas Humbug und mache ein paar Armbewegungen in Richtung eines Spiegels (?). Diesmal hilft es aber wirklich, denn eine Stichflamme schießt heraus und der Teufel ist verschwunden. Super! Jetzt besteht keine Gefahr mehr.
Im dritten Traumfragment befinde ich mich in einem Raum, wo ringsumher an den weißen Wänden kleine Schaukästen mit zwei sich einander berührenden schwarzen X hängen. Mein Exfreund K. ist dabei und schießt mit Laserstrahlen auf die beiden X, um sie auf eine bestimmte Art zu teilen, während ich ihn dazu navigiere. Er hat es sich dazu in der Mitte des Zimmers, gleich neben einem Treppenaufgang, auf einem Stuhl bequem gemacht, während ich von Kasten zu Kasten gehe. Es geht darum, die X an nicht mehr als fünf Stellen oder an genau fünf Stellen zu teilen(?).

X-Traum

Bemerkung: Beim letzten Traumfragment finde ich nur vier oder mehr als fünf Stellen, um die X zu teilen, bin mir aber nicht sicher, ob es nicht genau fünf sein sollten. Im Nachhinein erinnern mich die beiden X an Chromosomen. Zum ersten Traum fällt mir auch Traumzeits gestriger Schlüsseltraum ein.
aus der Wiki:
Die X-ähnliche Form der Chromosomen, die in den meisten Darstellungen vorherrscht, tritt nur in einem kurzen Abschnitt während der Zellkernteilung (Mitose) auf, nämlich in der Metaphase...
...So ging Walther Flemming 1882 noch davon aus, dass sich die „Kernfäden“ erst während der frühen Phase der Kernteilung aus einem zuvor durchgehenden Faden voneinander trennen. Zwar beobachtete er eine Längsspaltung der Chromosomen zu einem späteren Zeitpunkt (heute als Metaphase bezeichnet), nahm aber an, dass sich das gesamte Chromosom (also mit beiden Chromatiden) später (heute: Anaphase) in Richtung eines Spindelpols bewegte. Auch schloss er nicht aus, dass sich Zellkerne zumindest in manchen Fällen auch neu bilden könnten, also nicht durch Teilung aus bestehenden Kernen. Beides zusammen macht deutlich, dass die Bedeutung der Chromosomen für die Vererbung noch nicht erkannt wurde...
...Die Metaphase tritt genau in dem Moment in die Anaphase über, indem sich die Chromosomenpaare an der Zentromerstelle trennen und die beiden Tochterchromosomen zu den einzelnen Polen wandern. Damit passiert in dieser Phase eigentlich nichts bis auf den erreichten Zustand, indem die eigentliche Chromosomentrennung stattfindet....
... Beim Menschen ist das 23. Chromosom das Geschlechtschromosom. Bei Frauen ist dieses durch ein Paar X-Chromosomen ausgeprägt, bei Männern durch ein Paar aus einem X-Chromosom und wegen seiner Form Y-Chromosom genanntes Exemplar.

Freitag, 23. November 2007

Die besten deutschen Musiker

heute im Zdf. Immerhin - Rosenstolz vor Modern Talking. Es hätte mich ja nicht wirklich sehr gewundert, wenn letztere auf dem ersten Platz gelandet wären.

Ich mußte allerdings zum wiederholten Male feststellen, daß ich eine tiefsitzende Aversion gegen die "Ode an die Freude" von Beethoven hege. Der Text ist ja ok, aber die Melodie hat für mich den Charme eines Abzählreimes, nur das Abzählreime gnädigerweise in der Regel etwas kürzer sind.

Agatha Christie

heiratete mit vierzig Jahren einen sechsundzwanzigjährigen Archäologen und sagt dazu:

Heiraten Sie nur einen Archäologen. Je älter Sie werden, desto interessanter findet er Sie.
Ok, drei Jahre hab ich ja dann noch Zeit, um mir einen jungen Archäologen zu suchen. *die Humboldt-Uni belagert*

Mittwoch, 21. November 2007

rosed

rosed

Zucker sagt,

nach mehrmaliger Aufforderung habe ich randaliert, weil dieses das Denken wie einen aufgehängten Teppich sich selbst überläßt und den Kantischen Idealismus nicht entkräftet, sondern vielmehr bestärkt.

Bratkartoffeln oder Realitätswechsel?

Knusprige, goldgelbe, duftende, saftige, perfekte Bratkartoffeln mit Quark stehen auf einem Teller neben meinem Bett, besser, als sie je Klaus Luchterhand machen könnte. Doch leider werden sie kalt, wie ich aus einer neuen Realität bedauernd bemerke, weil sich nämlich in der Wand des Schlafzimmers ein Durchgang zu einer anderen Wirklichkeit geöffnet hatte, welchen ich beschloß zu durchqueren. In einer verschneiten Landschaft auf der Autobahn unterwegs, besser gesagt auf mehreren, da ich im Zickzack über einige weit gestreute, nebeneinanderliegende Autobahnen fahre, im wahnwitzigem Tempo, so als würde ich ein Muster zeichnen. Ich kann mich jedoch nicht mehr erinnern, ob ich selbst am Steuer saß. An den Autoscheiben fliegen schneebedeckte Tannenwipfel vorüber und ich halte vor einer alten Burg. In dieser Burg geht etwas Gespenstiges vor sich, etwas, das mit dem Tod zu tun hat. Deshalb steht wahrscheinlich eine Warnung draußen am Eingang. Ich entziffere "Death". Der Eingang hat Ähnlichkeit mit dem Durchguck auf meinem zweiten Grafiktablettversuch, nur daß er auch von Nahem besehen nur die Breite eines Risses in der Wand hat. Vielleicht das Tor zur dritten Realität?

Auszüge aus "Die Kabbala im Traumleben des Menschen" von Friedrich Weinreb - Teil 3 - Traumdeutung Mann/Mensch, sterbendes Tier, Tod

Wie hast du den Mann im Traum gesehen? Wenn er einen Beruf repräsentierte, dann bedeutet es, du neigst zur Spezialisierung, der Mann in dir ist gespalten. Im Leben kann man auf viele Arten gespalten sein. Einer sagt zum Beispiel: Ich bin nur Bibelforscher. Das ist sogar eine ganz grausame Spezialisierung, würde ich sagen. Ein anderer möchte nur Naturforscher oder nur Wirtschaftsfachmann oder nur Sozialpsychologe sein. Heute spricht man ja auch besonders gern jemandem die Kompetenz für andere Gebiete ab - dies vor allem auch sich selbst. Aus lauter Verzweiflung gibt man sein Menschsein auf. Von einem Weisen wird gesagt, er kenne alle 70 Wissenschaften, alle 70 Sprachen. In unserer Zeit der Rekordsucht denkt man dann gleich an Sprachgenies - übrigens oft sehr beschränkte Leute. Die 70 Sprachen aber - damit ist gemeint: Er versteht die Arten, wie alles sich äußert; versteht jeden Menschen, wie immer er sich gibt. Du sollst, heißt es, die Bereitschaft haben, jeden verstehen zu wollen, wie immer er auch zu dir spricht... ...Ein Herr im Traum ist eben nur einer, der alles hat. Wenn ein Mann im Traum als einer erscheint, der bestimmte Aufgaben zu erledigen hat, dann ist er nicht Herr. Wie auch einer, der ein schwarzes Gewand trägt und predigt, noch lange nicht Priester ist - im Traum wie im Leben. Priester ist er nur, wenn er dir Antworten auf alle Fragen gibt, die du je stellen könntest; als solcher Ruhepol könnte er dir auch im Traum erscheinen. So wird gesagt: Siehst du einen Herrn, einen König, einen Priester im Traum, dann ist es gut. Du hast die Sehnsucht zur Totalität. Sind es Menschen, die dir in Berufen erscheinen, dann bist du selbst irgendwie degradiert, du hast eine Kain-Neigung. Das ist natürlich nie eine Festlegung für immer; in dem Moment bist du vielleicht so, im nächsten schon kannst du anders sein...

...Das Enden eines Tieres im Traum: Die Existenz des Menschen endet in Phasen. Schlaf und Tod, heißt es, sind im Prinzip identisch: 60 mal der Schlaf ist der Tod. Schon die Zahl, die hier genannt wird, macht klar, daß der Schlaf nicht zum Horizontalen, zum Kausalen gehört. Du schläfst ein, kannst nichts dazu tun. Der Schlaf ist im Leben eine Ausschaltung; danach wirst du wieder wach. »60 mal« bedeutet: die 6 Tage der Schöpfung in der Ebene der Gegenwart, der Zehner. Die Einerebene ist die Vergangenheit in den Tiefen deiner Erinnerung, die Hunderterebene ist das Künftige. Hier im Diesseits, will das »60 mal« sagen, ist Schlaf und Tod die gleiche Erfahrung; du gehst nicht fort, dein Ich bleibt. Schlaf und Tod entsprechen Traum und Prophetie. Die Prophetie kommt dir, wie der Traum dir kommt. Durch Konzentration oder Studium oder sonstige Anstrengungen sind prophetische Visionen nicht zu erlangen. Im Hebräischen trägt das Wort für Prophetie den Begriff des Kommens in sich. Hier im Leben schon erlebst du das Jenseitige...
...Das Töten der Tiere zum Essen des Fleisches wird vom Menschen, der das Leben und die Welt nur in den engen Grenzen von Leben und Tod kennt, oft sentimentalisiert. Es sei grausam, sagt man dann, das Tier dafür umzubringen. In den Traumdeutungen aber heißt es: Das Tier sehnt sich danach. Das Tier, das auf dem Berg Moria bereitsteht - wie unser Körper bereitsteht - möchte gern geopfert werden. Das ist auch der Grund, warum der Körper älter und schwächer wird. Das Erlebnis des Körpers ist diese Sehnsucht, »korban« zu sein, dorthin zu kommen. Der Körper spürt, daß er aus dem Gesetz in die Freiheit kommt. Immer wieder auch liest man in Berichten von Leuten, die klinisch tot waren, aber wieder ins Leben zurückkehrten: »Ich sah meinen ganzen Körper, alle Funktionen, nur die Schwere war nicht da, der Druck fehlte, es war leicht.« Die Tiere, sagt man, kommen herbei und bieten sich zum Opfer an. Das Tier wartet auf den Menschen, der Körper sehnt sich nach der Erlösung durch den Menschen. Wenn der Mensch es schlachtet, bedeutet es, daß es ihm nun eine Freude ist. Deine körperliche Existenz wird dir zum Zeichen deiner Persönlichkeit, deines Ichs, das bleibt. Du bist nicht mehr Tier, sondern erfährst dich selbst...

...In allen Traumbildern sollten wir das Ewige suchen, denn sie kommen uns doch aus der Vertikale. Die Sicht der Horizontale, an die wir hier gewöhnt sind, ist, könnte man sagen, eine prinzipielle Fehlerquelle. Oft sehen wir das Leben nur als ein Leben in den Grenzen der Zeit: »Gelebt hat er von dann bis dann«, vorher nichts und nachher nichts, die Vertikale wird ausgeschaltet. Nun sind aber der Schlaf mit dem Tod und der Traum mit der Prophetie verbunden; alle Träume also sind prophetische Bilder. Mißverstehen Sie bitte Prophetie nicht im Sinne einer nützlichen Vorhersage. Prophetie ist eine Mitteilung aus dem Sein. Auch der Traum kommt aus dem Sein, daher manifestiert er sich im menschlichen Verhalten. Was der Mensch denkt und tut, ist eine Manifestation in der Horizontale dessen, was aus der Vertikale zur Befruchtung der Horizontale gegeben wird. Die Vertikale ist das Männliche; das Horizontale, die Zeitlinie von Ort zu Ort, wird das Weibliche genannt. Vom Vertikalen wird das Weibliche befruchtet; die Befruchtung aber ist nicht so, daß das Weibliche sich um die Heranzüchtung des Kindes kümmern müßte. Es kommt von selbst, oder es kommt nicht. Die Züchtungsversuche, das ständige Untersuchen und genaue Schauen, wie es sein wird, verhindern das Kind, es kommt gar nicht zustande. Das Traumleben geschieht schon währe während des Tages. Wenn es aber nicht im Geschehen aufgeht, wenn du dich an etwas erinnerst, dann, sagt man, bedeutet es: Der Prophet spricht, und die Worte des Propheten sind aufgeschrieben. Man erzählt in der Überlieferung: Unendlich vieles haben die Propheten gesprochen, aber nur die wenigen Kapitel in der Bibel sind erhalten; es sind die Träume, die in der Erinnerung bewahrt blieben. Lies deshalb, heißt es, einen Traum, der in deiner Erinnerung bewahrt blieb, wie ein prophetisches Buch. Niemals kannst du es in der Absicht lesen, Nutzen für dich davon zu haben....

...In allen Träumen, in denen du Freude erlebst, ist der Tod weggenommen. Der Gesalbte ist das Erlebnis der Freude. Nie kannst du, heißt es, von Erlösung sprechen und dabei düster dreinschauen. Dann ist es nicht wahr, dann lebst du in einem Zwang. Jeder ist irgendwo auf dem Weg. Niemals kannst du wissen, wo der andere gerade ist...
...Bist du den Tag über aufgeräumt, gelassen und gehst du ein auf alles, was auf dich zukommt, dann weißt du aus deinem Verhalten, daß du von der Freude geträumt hast...
...Bist du gedrückt und sorgenvoll den Tag über, hast du im Traum wohl auch keine Freude erlebt, sie wäre sonst gewiß ins Verhalten durchgekommen. Ein freudiges Verhalten aber löst und erlöst vieles. Es ist unmöglich, dem Erlöser anders als in Freude zu begegnen.

Dienstag, 20. November 2007

Die Preise werden immer verrückter.

Nicht nur für New Age-Literatur, von der man eh nur Komplexe bekommt, weil man sich irgendwann für unnormal hält, da einem bisher weder Jesus, noch Thot, noch Maria, noch ein indischer Yogi, noch irgendein Engel der obersten bis untersten Hierarchien, ja, noch nicht einmal das winzigste Marsmännlein oder ein Ufo erschienen ist, während die sonst anscheinend ÜBERALL in den Wohnungen der Esoterikautoren ein- und ausgehen. (Ok, ist wahrscheinlich auch besser, denn ich würde sowieso nur einen Lachkrampf kriegen oder hektisch nach meinen Exzorzisten-Utensilien suchen.) Heute kam ich bei Blume 2000 vorbei und sah dort ein paar Zweige mit roten Beeren, von den ich mir einen mitnehmen wollte. Es waren noch nicht einmal große Zweige, zu klein für eine Bodenvase, eben nur ein kleines Zweiglein mit ein paar Beeren dran, aber als ich den Preis sah, dachte ich, ich befinde mich in einem Paralleluniversum. 1,99 EURO pro Zweig. (Und ich rechne noch immer in DM um, obwohl man das nicht tun darf, weil einen sonst das kalte Grausen befällt.) Ist das noch normal? Ich glaube, ich werde mich mal in den Straßen genauer nach Gestrüpp mit roten Beeren umschauen und mir dann dort ein paar Zweige abholzen. Blöderweise fotografiere ich die immer nur und vergesse dann, was mitzunehmen. Es ist zwar nicht so, daß ich mir so einen Zweig für 1,99 EURO nicht leisten könnte und auch nicht so, daß ich für schöne und gute Sachen nicht auch einmal gerne etwas mehr Geld ausgebe, aber irgendwo ist bei mir eine Punkt, da beginne ich bockig zu werden.

Montag, 19. November 2007

Mein erster Versuch

mit dem Grafiktablett:

Versuch

Das Zeichnen geht damit tatsächlich besser, als mit dem winzigen Touchpad, ist aber immer noch gewöhnungsbedürftig.

Sonntag, 18. November 2007

Nachdenklicher Idealist (INFP)

Sie vermitteln in ihren Beziehungen persönliche Wärme, auch wenn Sie die oft erst zeigen, wenn Sie einen Menschen sehr gut kennen. Immer wenn Sie von einer Sache ganz überzeugt sind, erfüllen Sie die damit verbundenen Aufgaben äußerst zuverlässig. Wenn Sie sich einer Aufgabe verschrieben haben, neigen Sie zum Perfektionismus. Deshalb liegen Ihnen solche Aufgaben, die persönliches Engagement und Anpassungsfähigkeit verlangen.

Sie sehen alles aus einer persönlichen Sicht, denn Maßstab sind für Sie Ihre eigenen Ideale. An Ihren Überzeugungen halten Sie leidenschaftlich fest und lassen sich nur durch Menschen, denen Sie sehr nahe sind beeinflussen. Obwohl Ihre inneren Normen und Ideale für Sie so grundsätzlich sind, finden Sie es schwierig, darüber zu reden.

Andererseits greifen Sie immer wieder neue Ideen auf, verstehen komplizierte Zusammenhänge und brauchen langfristige Ziele. Sie interessieren sich für Bücher und Sprachen und wenn Sie endlich Ihr ureigenstes Thema gefunden haben, können Sie genial und überzeugend sein. Dabei werden Sie nicht laut, sondern tiefgründig und ruhig. Beratung, Unterrichtung, Literatur, Philosophie, Psychologie und Künste liegen Ihnen am meisten.

Über Ihre inneren Empfindungen sprechen Sie nur selten und schützen Ihre Verletzlichkeit mit reservierter Zurückhaltung. Sie haben keine Ambitionen, jemanden zu beeindrucken oder Macht auszuüben und schätzen Menschen, die sich die Zeit nehmen, Ihre Vorstellungen und Ziele zu verstehen. Sie sind bescheiden und neigen dazu, sich selbst zu unterschätzen. Wenn Sie Ihre Ideale nicht umsetzen können, werden Sie leicht übersensibel und verletzlich. Sie verlieren dann Ihren Lebensmut und Ihr Selbstvertrauen.

Wenn es Ihnen nicht mehr reichen sollte, als tiefgründiger Denker in Ruhe gelassen zu werden, dann bemühen Sie sich darum, Ihr analytisches Denken weiterzuentwickeln. Das wird es Ihnen leichter machen zu erkennen, welche Weisheit in dem bekannten Spruch verborgen ist, nach dem der Teufel im (praktischen) Detail steckt.


Den Test gibt es HIER.

Ich hege eine stille

und unausgesprochene Leidenschaft für Deko-Artikel. Deshalb komme ich nie an sowas vorbei, ohne etwas zu kaufen. Am liebsten mag ich alles, was funkelt und glitzert, für Kerzenarrangements verwende ich am liebsten Glas, Kristall und Wasser, weil so das Licht am schönsten gebrochen und gespiegelt wird. Eigentlich wollte ich nur Blumen für meinen Bruder kaufen und schon gibt es eine neue Errungenschaft in meiner vier Schubladen großen Sammlung:

Deko2

Dürfen Zen-Wecker spuken?

Ich finde nicht und meiner treibt mich fast in den Wahnsinn, weil er stets trotz nagelneuer Batterien, lustig immer dann und wann, zu jeder Tages- und Nachtzeit, auf vollkommen falsche Zeiten umspringt, was er immerhin mit einem lauten Gongen ankündigt, welches mich dann auch nachts um 3 Uhr wieder wach macht. Wenn das Teil nicht so teuer gewesen wäre, würde ich drüber lachen. Leider ist es aber der einzige Wecker, mit dem ich vernünftig Aufwachen kann, d.h. wenn er zufällig mal die richtige Zeit anzeigt. Aber im Zen ist ja Zeit eh nicht von Bedeutung.

Das Monster und die Geisha

Im Fernsehen bleibe ich zufällig an einem völlig neuen Film hängen, in welchem ein Monster, eine Geisha und Sean Connery in jüngeren Jahren vorkommen. Er sieht in dem Film ungefähr so aus wie in "Meteor". Die Geschichte erinnert mich ein bißchen an Fürst Pückler, Sean Connery wäre also dann Fürst Pückler gewesen, allerdings hatte er eine afrikanische Sklavin und so viel ich weiß, kein Monster. *gg*

Samstag, 17. November 2007

Die übliche Ostprominenz

war auf der Geburtstagsparty anwesend und es wurden der Reihe nach alle möglichen Leute aus dem Showbiz durchgehechelt, wer was macht oder nicht mehr macht, usw. usf., inklusive Rocklexikon des Ostens. Der Brüller des Abends war allerdings, als ein Sänger die Story von einer gewissen Außerirdischen N.H. erzählte, welche zufällig einstmals seine Nachbarin war und deren Talkshowauftritt natürlich ebenfalls Thema gewesen ist. Jene N.H. trat ihm einmal vollkommen verheult, tuscheverlaufen, aufgelöst und kaum noch in der Lage zu sprechen im Hausflur entgegen, in ihrem Einkaufsnetz eine Wodkaflasche, und versuchte ihn zu bewegen, in ihre Wohnung zu kommen, wobei er das Wort "gestorben" verstand. Er dachte schon - um Gottes Willen, jetzt hat die in der Wohnung eine Leiche gefunden, wo ich doch keine Leichen sehen kann, aber in der Wohnung zeigte sie auf eine große Suppenschüssel auf dem Klavier, in welchem ein kleiner Goldfisch namens Hugo, mit dem Bauch nach oben schwamm. Er sollte ihn hinausfischen, was er mit der Hand versuchte, worauf sie ihm vorwarf, er hätte Hugo zerdrückt und ihm einen Löffel gab, um ihn herauszuangeln. Dann wollte er den Goldfisch im Klo runterspülen, allerdings war N.H. heftigst dagegen, holte einen riesigen Schuhkarton, den sie mit viel Watte ausstopfte, in welche sie den kleinen Fisch bettete.
Danach schleppte sie ihn mit Löffel und Schuhkarton in den gegenüberliegenden Stadtpark, wo er für den Schuhkarton mit dem Löffel ein Loch ausheben sollte. Das hätte nun aber so mindestens Stunden gedauert, mal ganz abgesehen davon, daß sicherlich bald jemandem diese Aktion aufgefallen wäre, glücklicherweise konnte er sie überreden, den Karton wegzulassen und nur die Watte zu nehmen. Nachdem der Goldfisch Hugo begraben war, hat sie sich schließlich noch vor sein Grab gekniet und für diesen gebetet.

Ansonsten meinte jemand am Abend zu mir, daß ich noch für 27 durchgehen würde. Prima. Sowas hört man doch gerne. *gg*

Die Ruhe vor dem (Schnee)sturm

Es ist eisig und dunkel draußen. Der Himmel ist verhangen und suppig, so als würde es jeden Moment beginnen zu schneien. Und ich stelle fest, daß es durchaus was hat, sich bei diesem Wetter hinaus auf den Balkon zu begeben. Die kalte Luft pustet einem den Kopf frei und es ist unglaublich ruhig. Wahrscheinlich bleiben die meisten bei diesem Wetter noch im Bett oder sitzen eingemummelt vor dem Kamin der Heizung. Ich stattdessen, habe mir ein trockenes Kissen zum Unterlegen geschnappt und mich raus auf die Bank gesetzt, wo ich der Stille lausche, welche nur von ein paar Krähen und leise in der Ferne rauschenden ICEs unterbrochen wird. Ich liebe diese Stille. Es ist dieselbe, die man auch belauschen kann, wenn es frisch geschneit hat. Die Ruhe vor dem Schnee ist die Ruhe nach dem Schnee(sturm).

Freitag, 16. November 2007

Welcher Lese-Typ bin ich?

Der Retro-Typ

Sie schätzen Stil und Lebensart vergangener Epochen und beschäftigen sich gern mit dem Zauber alter Zeiten. Als Retro-Typ haben Sie ein Faible für den besonderen Charme früherer Lebenswelten und verstehen es aufs Beste, diesen Charme ins heutige Leben hinüberzutragen und ihn raffiniert zu integrieren. Auch was Ihre Lesegewohnheiten betrifft, reizt Sie die Vergangenheit. Sittengemälde, die das Leben in anderen Jahrhunderten beschreiben, und andere Bücher, die Sie zurück in die Historie versetzen, üben eine besondere Faszination auf Sie aus. Ein Roman, der Ihren Lesevorlieben wunderbar entspricht, ist beispielsweise „Die Hexe von Freiburg“ von Astrid Fritz. Diese bewegende Erzählung über ein Frauenschicksal zur Zeit der Hexenverfolgung ist unser besonderer Lesetipp für Sie!


http://www.petraclub.de/vorlagen/tests;modul;5;crypt;;test_id;352.htm

Aus einem Zeitungshoroskop:

Was sich da abzeichnet, könnte das glänzende Finale Ihres Jobjahres werden. Sie müssen sich nur vertrauensvoll darauf einlassen und bis spätestens 20. laut "Ja" sagen.
Also ich habe noch vom letzten spontanen Ja-Sagen genug. Ich finde das für dieses Jahr völlig ausreichend. Man muß es nicht übertreiben, nein. Schon gar nicht, wenn man ein Ja-Nein-Problem hat und "Ja" schreit, wenn man eigentlich "Nein" meint. '*sich den Mund zuklebt*

In dieser Zeitrechnung

lebe ich längst nicht mehr:

Zwei Schüler in der U-Bahn. Fragt der eine - wie spät ist es denn? Die Antwort des anderen - siebente Stunde vorbei...

Verlust eines Eckzahns bei JBKerner

Ganz plötzlich und unerwartet verliere ich beim Essen einer Hähnchenkeule einen Eckzahn. Abgerundet und marmorweiß, mehr wie ein Reiskorn, liegt er auf dem Fußboden. Ich hebe ihn auf und überlege, ob sich Zähne wieder einpflanzen lassen. Da ich mich als Zuschauer bei einer Sendung von JBKerner befinde (wo man gerade leckere gebratene Hähnchenkeulen ißt), spricht man mir ringsumher mitfühlende Worte zu. Während ich lächle wird mir bewußt, daß jetzt wohl eine ziemlich unschöne Zahnlücke zu sehen ist. Schließlich fällt mir ein, daß meinem Bruder genau dasselbe passiert ist (und zwar real, aber schon vor einigen Jahren) und ich frage mich, ob sowas wohl eine erbliche Angelegenheit ist, ein bestimmtes Gen, daß in jeder Generation der Familie einen Eckzahn ausfallen läßt.

Zucker sagt,

der Samstag rückt näher, um der Materialisation des ewig immateriellen und unerkennbaren Prinzips zu genügen.