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Donnerstag, 13. Dezember 2007

Popper meets Beatles -

das scheint der neue Look der jungen Leute zu sein. Überall wo man hinschaut sieht man schräge lange Ponys an extremen Seitenscheiteln. In den achtziger Jahren hatte ich auch mal so einen Pony.

Ansonsten schien heute jemand Plapperpulver bei uns im Zimmer verstreut zu haben, oder aber, es waren die Dämpfe des seltsamen Gebräus der Sozialarbeiter. Die hatten gestern abend eine Feier, auf der sie laut tröteten und kreischten, während ein ekliger Geruch durch die Gänge zog. Es roch wie eine Mischung von erhitztem Alkohol und alter Salami. Vielleicht Salamipunsch. *gg* Auch heute roch es noch danach. Jedenfalls kamen ständig Leute in unser Zimmer und blieben oft stundenlang um zu reden. Normalerweise machen die meisten einen großen Bogen um unser Zimmer, da viele Herrn N. nicht gerne begegnen. Heute dagegen war ein ständiges Kommen und Gehen, mir war vom dauernden Reden schon fast wirr im Kopf. Da das Zimmer so kahl war (Herr N. ist der Meinung, daß darin gearbeitet werden soll und nicht gewohnt. Ich bin eigentlich derselben Meinung und würde mir das Büro nicht gerade wie ein Wohnzimmer einrichten. Ich hab nur etwas Nippes auf dem Schreibtisch.), habe ich eines meiner Potsdamer-Platz-Fotos als Poster drucken lassen und in einer nackigen Ecke aufgehängt. Eine Kollegin betrachtete das Poster und fragte: "Wo ist das? Irgendwie kommt mir das bekannt vor." Als ich "Potsdamer Platz" antwortete, schlug sie sich vor den Kopf und meinte nur "Peinlich!"

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Kinderkrankenhaus und Mille Fleurs-Gewand

In einer fremden Stadt, in der die Menschen eine andere Sprache sprechen als ich (russisch, polnisch oder ungarisch?), komme ich an einem tristen Haus mit vorverlegtem, rechtsseitigem Eingang vorbei. Es ist ein Kinderkrankenhaus, das weiß ich sofort, auch wenn es nicht an dem Gebäude steht. Ich bin mir sicher, dort schon einmal gewesen zu sein. Nämlich in meiner Kindheit mit der Mutter. Ich kann mich nicht wirklich erinnern, aus welchem Grund sie mit mir dorthin gegangen ist und was darin geschehen ist. Woran ich mich erinnere sind weniger Geschehnisse, als vielmehr eine dunkel-brütende, kalte Atmosphäre. Diese Atmosphäre schiebt sich bildhaft in meine Gedanken. Ich überlege, ob ich vielleicht mal hineinschauen sollte, vielleicht erkenne ich ja etwas wieder und es wäre interessant, ob dabei noch weitere Erinnerungen kommen, aber ich entscheide mich dagegen. So besonders einladend finde ich das Haus nicht. Doch entweder war diese Entscheidung falsch oder meine Neugier hat gesiegt, jedenfalls erlebe ich genau diese Situation im Traum ein zweites Mal, wobei zwischendurch, wie ich glaube, einige Zeit vergangen ist. Auch jetzt stehe ich vor genau dem gleichen Gebäude, aber diesmal gehe ich hinein. Die Atmosphäre ist nicht anders, als ich sie vor meinem inneren Auge sah, nur etwas belebter. Sehr viele junge Menschen sitzen auf Bänken in den Fluren und warten wohl auf eine Behandlung. Seltsamerweise sind die Ärzte und Schwestern ebenfalls sehr jung. Ich gehe einige Gänge entlang und Treppen hinauf, ohne daß sich bei mir großartige Deja-Vus einstellen oder neue Erinnerungen kommen, deshalb verlasse ich das Haus wieder.
Im nächsten Traumfragment schwänze ich mal wieder, ich weiß jedoch nicht, ob Schule oder Arbeit. Mir ist bewußt, mir ein paar freie Tage (mit Krankheit?) gestohlen zu haben und ich fühle mich deshalb leicht und beschwingt und ohne jedes schlechte Gewissen. Mitten auf der Straße stehend lege ich ein völlig anderes Gewand an, wobei mir unklar ist, woher ich dieses genommen habe. Es besteht aus einer langen Bluse, bodenlangem Rock und aus demselben Stoff gearbeitete, dazu passende Schuhe in Clogform. Alle Teile bestehen aus einem Stoff, auf dessen schimmerndem Lila unzählige kleine feine Blüten in weiß und anderen dezenten Farben verstreut sind. Die Bluse hat außerdem einen Bindegürtel. Bei den Clogs ist seltsamerweise der Stoff an der Ecke über dem großen Zeh zurückgeschlagen und darunter kommt der grellorangefarbene Zipfel eines Netzstoffes zum Vorschein. Noch immer auf der Straße erreiche ich einen sehr klar abgegrenzten Abschnitt, auf dem das Plaster zugefroren ist, während es daneben ganz normal ist. Ich mache mir ein Vergnügen daraus, auf diesem gefrorenen Straßenabschnitt mit meinen Clogs juchzend hin- und herzuschlittern.

Bemerkung: Vielleicht die Aufforderung eine neue Flower-Power-Bewegung zu gründen und nur noch in Clogs auf der Straße rumzuhängen? *gg*

Dienstag, 11. Dezember 2007

Entweihte Kirche und Elternhaus

Irgendwo an einer U-Bahnstation. Eine feste Lokalität ist nicht auszumachen, da es weder Wände noch Räume gibt. Ich drapiere sehr akkurat eine Decke über eine junge langhaarige Frau, die so tut, als würde sie schlafen. Dann gehe ich unter die Dusche, drehe das Wasser nur leicht auf, die Wasserstrahlen verwandeln sich in funkelnde Glaskristalle. Eine blonde Frau duscht ebenfalls, dreht aber demonstrativ das Wasser voll auf. Auch hier verwandelt es sich in blitzende Glaskristalle, die wie Trauben über ihrem Kopf hängen. Eine U-Bahn fährt in die Endstation ein. Zwei Ausländer schlafen im letzten Wagen und haben nicht mitbekommen, daß die U-Bahn nicht weiterfährt. Ich shampooniere meine Haare sorgfältig und laufe so an der U-Bahn entlang. Eine Frau vor mir hat ebenfalls einen "gewaschenen Kopf". Jetzt befinde ich mich in der Nähe der alten Kirche vor dem ehemaligen Elternhaus. Die Tür zur Kirche gegenüber vom Pfarrhaus, die normalerweise in die Sakristei führt, ist eine Art Rollo und steht einen kleinen Spalt offen. Mein früherer Spielfreund M. schaut daraus hervor und winkt mir zu, bzw. bedeutet mir, zu der Tür zu kommen. Ich gehe hin und er reicht mir durch den Spalt hindurch seine Spielsachen (Spielkiste, Decke usw.), allerdings sind wir im heutigen Alter. Ich erhasche einen Blick durch den Spalt und schaue in das düstere Kirchenschiff. Zum Glück kann man den Jesus nicht sehen, denn der hängt genau um die Ecke von meinem Blickpunkt aus und das ist mir auch ganz recht so, da der Anblick so gruselig ist. Mir fällt aber auf, daß vor dem Spalt, auf dem Kirchenfußboden sehr viel Kram herumliegt. Zum Teil sind es Werkzeuge und Baumaterial, zum Teil aber auch Spielsachen. Ziemlich chaotisch für eine Kirche. Ich frage mich, ob es erlaubt ist, daß M. hier seine Spielsachen lagert, auch wenn sein Opa der Hausmeister ist.
Wir gehen zum Pfarrhaus hinüber und ich erkenne, daß sich einiges geändert hat. Den Eingang zum Hof versperrt nun ein kunstvolles, sehr hohes schmiedeeisernes Tor. Auch um den Wäschegarten ist jetzt statt des Maschendrahtzauns ein neuer bunter Holzlattenzaun gezogen. Anscheinend wird der Wäschegarten aber gar nicht mehr als Wäschegarten genutzt, denn auf der Hälfte der Fläche erkenne ich einige Gräber. Haben die sich jetzt hier einen eigenen Hausfriedhof angelegt? Ich zähle vier Gräber und lese die Namen darauf. Sie sind mir unbekannt, weshalb ich meinen Spielfreund frage, wer das ist. Er kennt die Leute, ein Mädchen und ihre Familie, aber er hat ja auch viel länger im Haus gewohnt oder wohnt sogar immer noch. Im Haus selbst befinden wir uns jetzt in einer leeren Wohnung. Der Fußbodenbelag erinnert mich an das Zimmer, wo ich zur Untermiete wohnte, deshalb frage ich, in welcher Etage wir uns hier befinden. Es sind mehrere Leute mit dabei und auf einmal befinden wir uns wieder in der Kirche, in deren Vorraum. Bunte Kronleuchter mit blütenartigen Leuchtfassungen hängen von der Decke herab. Eine Vietnamese spricht mich von der Seite an, wedelt mit einigen Ansichtspostkarten in der Hand, die er mir für einen Euro verkaufen will. Meine Mutter, die nun auch dort ist, sagt, ich soll doch eine nehmen, aber ich lehne ab. Viel lieber würde ich den Innenraum selbst fotografieren, aber ich weiß nicht, ob das erlaubt ist. Erst jetzt bemerke ich, daß der Vorraum genauso aussieht wie in diesem anderen Traum, nämlich mit einem langen Verkaufstresen, an welchem sich aber im Moment keine Verkäufer befinden. An der Geschäftstüchtigkeit hat sich also nichts geändert. In einen anderen Raum gekommen, stelle ich fest, daß dies ein Schwimmbad ist. Was? Die haben hier sogar ein Freizeitbad angelegt? Nicht schlecht. Schade, daß es das nicht schon früher gab. In meiner Kindheit wäre das der Kracher gewesen. Statt der viereckigen Schwimmbecken sind es jedoch quadratisch angeordnete schmale Wasserkanäle, in welchen die Menschen schwimmen. Verführerisch türkis leuchtet das Wasser um mich herum. Auf der anderen Seite des Schwimmbades liegt ein Supermarkt. Auch den haben sie also noch in der Kirche eröffnet. Er nennt sich aber nicht Supermarkt, sondern trägt einen sehr exquisiten Namen, ich habe den Namen mehrmals gelesen, irgendwas mit A.... Damit soll klargemacht werden, daß es ein sehr besonderer Supermarkt ist.

Die erste Silvestereinladung

erhielt ich schon heute - auf dem Bahnhof - von einem Typen, von dem ich erst dachte, er wolle mich um eine Fahrkarte anbetteln. Nun ja.
*Leckermäulchentee aus dem elften Teetürchen schlürft*

Montag, 10. Dezember 2007

Zucker sagt,

dein gegenwärtiges Glück bis zum Umfallen in höheren Dimensionen in aus Gedanken geschaffenen Räumen wohnt.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Mein Vater ist heute 78 Jahre geworden.

Als ich zum Pflegeheim fahren wollte und die Menschentraube an der Bushaltestelle gesehen habe, dachte ich echt, ich bin im falschen Film. Die Busse waren heute fast noch voller als wöchentlich zur Hauptverkehrszeit. Ich frage mich, ob die Leute am Advent alle kein Zuhause haben. Meine Mutter hat meinem Vater zum Geburtstag einen kleinen, mit echtem Leder bezogenem Flachmann geschenkt, den sie mit Weinbrand gefüllt hatte. Sie hatte schon vorher immer eine unauffällige weiße Plastikflasche mit Rotwein mit in das Heim genommen. Ich fragte sie deshalb scherzhaft, ob sie ihn jetzt noch zum Alkoholiker machen wolle und sie meinte nur, was könne ihm denn schon jetzt noch passieren. Leider gab es auch an diesem Geburtstag wieder einen Todesfall zu beklagen, denn einige Tage zuvor ist ein Studienfreund meines Vaters gestorben. Als er das erfuhr, war er zwei Tage lang total geknickt. Heute wirkte er dagegen wieder sehr fidel, war aber völlig woanders. Schon gestern hatte er eine große Planung aufgestellt, wer alles zu seinem Geburtstag kommen solle und hatte überlegt, welches Zimmer er zum Feiern nimmt. Er war vollkommen im Dorf und im Zuhause seiner Kindheit. Auch heute wollte er dauernd seine Schuhe haben, um Bus zu fahren (in seinem Dorf fuhr natürlich nur alle paar Stunden der Bus, den man nicht verpassen durfte) und wurde dann ungeduldig, weil sich keiner bemüßigt fühlte, ihm Schuhe zu bringen. Soll ich vielleicht mit Pantoffeln Bus fahren? - fragte er und nannte meine Mutter mal wieder bekloppt, weil sie immer nur beschwichtigend abwinkte. Wir mußten darüber lachen, weil das so typisch ist - alle anderen sind bekloppt, nur er nicht. Aber in seiner jetzigen Situation wirkt dieses Spiel natürlich immer grotesker. Dann fragte er meinen Bruder und mich, was wir davon halten, daß meine Mutter immer sagt, er braucht keine Schuhe und soll liegen bleiben. Wir bestätigten dies eifrig und sagten, daß der Bus oft fahre, er brauche sich nicht zu beeilen und könne auch im Bett bleiben. Dann gab er mit den Schuhen Ruhe ("Ach, am besten ist, ich bleibe im Bett."), hatte aber immer Angst, daß wir nun den Bus verpassen. Er fragte, wo die Haltestelle ist, schaute dauernd auf seine Armbanduhr und rief: "Es ist ja schon dreiviertel Vier! Müßt ihr denn nicht los?" Wir sagten zwar, daß wir uns beeilen würden und die Haltestelle gleich um die Ecke wäre, aber so hat er uns dann mehr oder weniger rausgeschmissen. *gg*
Er war wirklich die ganze Zeit in dem Dorf seiner Kindheit, dachte wohl auch, er befände sich in seinem Elternhaus und ich war mir nicht mal sicher, ob er mich für den hält, der ich bin, oder nicht vielleicht für seine Schwester. Er erzählte nämlich auch wiedermal, daß er mich im Fernsehen gesehen hätte, sagte aber immer den Namen meiner Tante. Doch dann fragte er mich plötzlich, ob mir die Tochter seines Studienfreundes erzählt hätte, daß dieser gestorben ist. Ich habe nämlich einmal vor vielen Jahren, noch während meiner Ausbildung, während eines Praktikums, mit der Tochter zusammengearbeitet. Da war ich wiederum platt, daß er das noch wußte.

*das neunte Teetürchen, einen chinesischen Grüntee, schlürft*

Der Dorfdichter

Eine Geschichte wie aus ferner Zeit. Mit einem Bus fuhr ich durch dieses Dorf, zusammen mit meinen Klassenkameraden. Wir waren auf Klassenfahrt und hielten hier kurz. Ich stieg für einen Moment aus und als ich wieder einsteigen wollte, schloß die Tür vor meiner Nase und der Bus fuhr davon. Die haben mich einfach hier in diesem gottverlassenen Nest vergessen und zurückgelassen. Im Traum habe ich jedoch Schwierigkeiten einzuordnen, ob das gerade erst passiert ist oder schon vor mehreren Jahren, denn obwohl ich meine, fremd hier zu sein, scheine ich doch einige Leute zu kennen und gehe geradewegs zu einem Garten, der etwas entfernt vom Dorfkern liegt. Eine ältere Frau bewirtschaftet ihn. Ich gehe in den Garten hinein und finde sie, wie sie gerade mit einem Eimer Schlamm schöpft. Ich begrüße sie, sie kennt mich schon und ich sie, und helfe ihr, indem ich ebenfalls einen kleinen Buddeleimer mit Schlamm fülle und neben den Gartenweg stelle. Wir unterhalten uns über jemanden und dann verabschiede ich mich wieder. Sie begleitet mich zum Gartentor, verbarrikadiert sich dahinter und lächelt mich an. Zwischen ihren Vorderzähnen hat sie eine kleine Zahnlücke und sie trägt eine Brille. Schade, daß sie da so hinter dem hohem Tor steht, denn ich hätte sie gerne umarmt oder mich von ihr umarmen lassen, aber das will sie wohl nicht. Ich gehe zum "dunklen" Dorfkern zurück, dunkel deshalb, weil der Dorfanger wie eine Insel voller dichter und hoher alter Bäume mitten auf dem freien Platz zwischen der Dorfstraße liegt. Die Bäume auf dem Dorfanger stehen so dicht, daß es dort tatsächlich sehr dunkel ist und der Anger ist ziemlich groß, womit er fast wie ein kleiner Wald wirkt. Ich spaziere in diesen Wald hinein und treffe auf ein Denkmal zwischen den Bäumen, welches mich seltsam fasziniert. Es zeigt die dunkel verwitterte Gestalt eines jungen Mannes, um welche herum ein kleiner quadratischer Platz mittels Steinen und Hecke abgeteilt wurde, ungefähr so wie bei größeren alten Familiengräbern auf dem Friedhof. Dieser Platz scheint dem Gedenken zu dienen, denn es liegen dort einige Blumen. Ich stütze mich mit den Armen auf die kleine Umfassungsmauer und betrachte das Denkmal genauer. Der junge Mann ist von schlanker, schöner Gestalt und hat ein fast engelhaft lächelndes schönes Gesicht. Ich weiß nicht, ob es seine Schönheit ist, aber irgendetwas berührt mich an ihm sehr. Neugierig suche ich das Denkmal und die Umfassungsmauer nach einem Namen ab, finde jedoch nichts. Aber ich scheine schon zu wissen, daß es ein Dichter ist. Das Denkmal erst einmal hinter mich lassend spaziere ich weiter und finde viel kleine, durch Hecken abgetrennte quadratische Plätze zwischen den Bäumen. Vielleicht bin ich ja hier auf dem Dorffriedhof gelandet. In der Dunkelheit sehe ich etwas entfernt ein schwarzes Tier hinter einem Baum erscheinen. Es kommt auf den schmalen, versteckten Weg getrottet, auf dem ich stehengeblieben bin, und ich kann nicht gleich erkennen, was es für ein Tier ist. Schließlich entscheide ich, daß es wohl ein Lämmchen sein muß, allerdings ein schwarzes. Nun bemerke ich neben mir außerdem noch viele kleine schwarze Kätzchen, die aus einer Hecke kommen und niedlich herumpurzeln. Das Muttertier stolziert hinterher und stellt sich dem schwarzen Lämmchen in den Weg, vielleicht um es zu beschnuppern. Das Lämmchen selbst ist nicht viel größer als die Katze und wirkt außerdem irgendwie krank oder unterernährt. Die Katze und das Lamm stupsen ihre Nasen zusammen, aber als die Katze ihre Zähne bleckt, wird mir schlagartig bewußt, daß sie trotz aller Niedlichkeit ein Raubtier ist und frage mich, ob sie das Lämmchen wohl angreifen und fressen wird. Die Kraft dazu hätte sie auf jeden Fall. Etwas besorgt beobachte ich die Situation, doch die Katze beißt dem Lämmchen nur in die Nase und läßt dann ab. Ich nehme jetzt den Weg zurück zum Denkmal und treffe dort einen Mann auf der Mauer lehnend. Ich lehne mich neben ihn und nutze die Gelegenheit, um ihn anzusprechen. Dabei sage ich ein wenig unsicher, daß dies also sowas wie ein Dorfdichter war und der Mann lacht bei diesem Begriff amüsiert und meint, so könne man es nennen. Ich weiß nicht, ob er mir auch den Namen nannte, aber er erzählte, daß dieser Mann Katzen in das Feuer warf und wohl auch sonst ziemlich bösartig und unausstehlich war. Das erstaunt mich etwas, weil es so gar nicht zum Aussehen passt, aber ja, es ist eigentlich nichts neues, daß auch schöne Menschen böse sein können. Nur geht man bei ihnen gerne und leicht vom Gegenteil aus. Doch diese Erzählung steigert mein Interesse und die Faszination für diese Gestalt nur noch mehr. Es ist jetzt, als würden sich die Zeiten ineinander verschieben, sich vermischen, denn plötzlich erscheint der Dorfdichter selbst an seinem Denkmal. Sein Aussehen erinnert mich an Johnny Depp in irgendeinem Film, an den ich mich nicht mehr erinnern kann, denn er trägt einen seltsamen Hut, eine Mischung aus Zylinder und ballonartigem Aufbau, sowie ein buntes Halstuch, auf aristokratische Art gebunden. Neugierig folge ich ihm nun durch das Dorf, wobei ich mir nicht sicher bin, ob er mich wahrnimmt und wir uns kennen, oder ob ich ihn nur beobachte. Persönlich ist mir aber, als würden wir uns kennen und uns sogar sehr vertraut sein. Während ich ihn begleite, bekomme ich einige wüste Beschimpfungen von ihm mit, die er gegen andere ausstößt, und sehe, wie er eine Katze ertränkt. Dann kommen wir, es ist inzwischen dunkler Abend, an einer langen und hohen Mauer vorbei, die sich entlang einer Straße hinzieht. An der Ecke der Mauer führt eine gewundene Treppe bis zu einer Art Aufbau auf der Mauerecke, welcher an eine Kirchenkanzel erinnert. Der Dorfdichter stürmt davon und auf diese Treppe. Im Laufschritt nimmt er die Stufen. Was will er denn jetzt, denke ich. Da bemerke ich mit Schrecken, daß er sich anscheinend von da oben hinunterstürzen will. Das ist ganz offensichtlich. Er läuft impulsiv die Kanzel und einen Teil der Mauer ab, um den besten Punkt dafür zu finden, und ich überlege fieberhaft, wie ich ihn davon abbringen oder was ich tun kann. Ich möchte nicht, daß er sich umbringt, denn ich habe ihn gerne und glaube, daß sein ganzes Benehmen aus einer Form von tiefer Verzweiflung zustandekommt. Auch die anderen Menschen auf der Straße bemerken jetzt, daß er sich hinunterstürzen will und rennen schreiend weg. Ich laufe hinterher, weiß aber selbst nicht warum, denke jedoch, daß ich sowieso nichts hätte tun können. Mit diesen anderen Leuten befinde ich mich jetzt in einer Gaststube. Es wird die Geschichte des Dorfdichters erzählt. Er sei einstmals bei einer Klassenfahrt hier zurückgelassen worden, und danach im Dorf geblieben. Wäre er nicht vergessen worden, hätte der Ort wohl nie einen eigenen Dichter gehabt. Eine Frau sagt, daß es Zeit wäre, den Morgen einzuläuten. Dabei klapst sie auf eine Uhr, die sofort beginnt laut zu ticken, so als hätte sie die vergangenen Stunden stillgestanden. Die Uhr zeigt genau sechs.
(Danach erwachte ich, es war ca. gegen 9 Uhr.)

Samstag, 8. Dezember 2007

Der große Traumsoftware-Test

Nach meiner Erkenntnis gibt es drei Produkte auf dem Markt. Mit dem Traumlabor ( http://deutung.com/traumlabor/info.htm ) habe ich bisher am längsten gearbeitet. Es ist die preiswerteste (12,99 EURO), gleichzeitig aber auch die rudimentärste Software. Das Traumlabor hat zwar ca. 3200 Traumsymbole integriert, kommt aber ansonsten ohne viel Möglichkeiten daher. Pro Tag kann man nur einen Traum eingeben, bzw. mehrere Träume in einen Eintrag, ohne irgendetwas darin editieren zu können (keine Auswahl von Schrift- oder Darstellungsarten). Es besitzt leider keine Funktion, um Träume in Kategorien einzuordnen oder ihnen Attribute zuzuweisen. Die Suchfunktion besteht aus einem einfachen Suchfeld mit kaum vorhandenen Filteroptionen. Ein Paßwortschutz oder die Möglichkeit, mehrere Träumer zu erfassen fehlt vollständig, ebenso wie eine Backup- und Druck-Funktion. Trotzdem hat diese Software auch einen entscheidenden Vorteil, nämlich den, aus den eingegebenen Träumen automatisch die im Datenbestand erfassten Symbole anzuzeigen. Allerdings sucht man die Möglichkeit, eigene Symbole zu erfassen oder die bestehenden Deutungen zu erweitern umsonst. Etwas störend ist ebenfalls das nicht in der Größe veränderbare Fenster.

Die zweite deutschsprachige Traumsoftware ist die gleichnamige Software von http://www.traumonline.de. Diese ist schon etwas umfangreicher, aber keineswegs ausgereift. Deshalb empfinde ich den Preis für die CD-Version von 33 EURO, bzw. sogar 58 EURO bei Amazon als geradezu unverschämt. Dementsprechend paranoid ist dann auch das trotz vorhandener Seriennummer notwendige Freischaltprocedere, welches sich zusätzlich noch extrem lange hinzieht, selbst über die Emailoption. Im übrigen kann man aber eine Download-Version für 19.95 EURO oder neuwertige CD-Versionen ab 16.95 EURO bei Amazon-Marketplace erhalten. Mit dieser Software ist es möglich, Träume in Kategorien einzuordnen, einen Paßwortschutz zu installieren (jedoch nicht verschiedene Anwender), die Einträge zu editieren und sogar Bilder anzuhängen. Auch gibt es ein integriertes Alltagstagebuch, eine Backup- und Druck-Funktion und die Suchparameter sind sehr viel umfangreicher. Traumsymbole sind ca. 2500 vorhanden, deren Datenbestand selbst erweitert werden kann. Allerdings fehlt hier wiederum die Option, vorhandene Symbole automatisch aus dem eingegebenen Traum anzuzeigen. Das Nachschlagen in den Symbolen erfolgt nur manuell über die Datenbank.
Kleiner Tipp: Falls man aufgrund der vielen Nachteile des Traumlabors lieber mit der Traumsoftware von Traumonline.de arbeitet, gibt es auf http://deutung.com/traum/deutung.php3 einen Traumdeutungs-Assisstenten, mit welchem man alle vorhandenen Symbole aus einem Traum herausfiltern und anzeigen lassen kann.

Ich suchte hoffnungsvoll nach einer Software, die alle Vorteile enthalten würde und fand Alchera von http://www.mythwell.com, eine Traumsoftware, die mir vom Umfang und von den Möglichkeiten am besten gefällt, aber leider ebenfalls zwei große Nachteile hat. Zum einen gibt es sie nämlich nur in Englisch (aber immerhin findet sie auch in deutschen Texten Symbole, die dann jedoch auf Englisch erklärt werden) und zum anderen wird sie anscheinend nicht mehr aktualisiert und weiter entwickelt. Die letzte Version 3.72, die man im übrigen erst nach Bezahlung und Registrierung erhält, ist von 2001. Im Preis (ca. 28 EURO) enthalten soll ein kostenloses Upgrade auf die Version 4.0 sein, deren Erscheinen aber wohl in den Sternen steht. Die Registrierung vollzieht sich reibungslos und schnell. Diese Software bietet ansonsten alles, was ein ambitionierter Träumer sich wünschen kann, vereint alle Vorteile der deutschsprachigen Produkte und bietet darüber hinaus auch noch verschiedene andere Highlights, wie Statistikoptionen, die Möglichkeit, Träume mit veschiedenen Attributen(z.B. "luzid" o.ä.) oder Label (Farben, Emotionen, Zeit, Charaktere usw.) zu versehen, um Träume so nach bestimmten Gesichtspunkten schnell herauszufiltern. Weiterhin hat diese Software auch eine Mondphasenanzeige, das Anlegen neuer Träume ist sogar uhrzeitgenau, sowie für verschiedene Anwender möglich, und bietet die umfassendsten Freiräume, was die eigene Sammlung und Deutung von Symbolen betrifft.
Genial, aber wohl ein Traum bleibend, wäre für mich noch eine integrierte astrologische Konstellationsanzeige zum Zeitpunkt des Traumes oder auch die Anzeige des Mayakalenders und der entsprechenden Tagesqualitäten. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre ein Softwareentwickler, aber man kann ja schließlich nicht ALLES selbst machen.

Besetzte Stadt

Ein riesiges Gebäude, in dem eine Menschenmenge flüchtend nach draußen drängt. Ihnen entgegen kommen Truppen von Soldaten, die in das Haus eindringen. Meine Mutter und ich setzen uns gerade rechtzeitig durch eine seitliche Tür ab, während die anderen Menschen den Soldaten geradewegs in die Arme laufen. Hinter der Tür kommen wir auf einen kleineren abgelegenen Gang von dem weitere Türen abgehen. Es sind Türen zu Wohnungen oder Wohnräumen, die alle vollständig verlassen sind. Wir durchlaufen sie und bleiben schließlich in einem ganz kleinen Zimmer, von dem wir hoffen, daß man es nicht finden wird. Für den Fall, daß uns doch Soldaten finden, kleide ich mich so, als würde ich hier wohnen, indem ich mir einen Bademantel überziehe. Meine Mutter setzt sich auf eine Bettkante und wirft einen Bademantel so über sich, daß es aussehen soll, als läge er nur unordentlich auf dem Bett. Das gelingt aber nicht so richtig, weshalb ich ihr helfe und noch einen zweiten Bademantel über sie drapiere, in der Art, daß möglichst nichts mehr von ihr zu sehen ist. Doch unten schauen immer noch ihre Füße heraus. Sowas blödes. Mehr schlecht als recht, versuche ich ihre Füße auch noch zu verstecken. Erst dann merke ich, daß ich einen Rollkragenpullover trage, der unter dem Bademantel hervorschaut. Das fällt denen doch bestimmt auf. Aber egal, ich werde mich schon irgendwie herausreden. Jetzt kommt noch eine junge Frau mit einem Kind in das Zimmer, wahrscheinlich wohnt sie hier, gemeinsam warten wir mucksmäuschenstill, auf das, was da kommt. Doch die Soldaten sind irgendwann wieder aus dem Haus verschwunden, ohne das Zimmer betreten zu haben. Jetzt befinde ich mich mitten in der Stadt (Berlin?) auf der Straße. Während ich meinen Blick schweifen lasse, sehe ich da und dort zerstörte Häuser oder Brücken. Auf einer der zerstörten Brücken hängt ein VW-Käfer fest, der sich anscheinend in den Trümmern verkeilt hat. Eine altertümliche Straßenlaterne vor der Brücke ist wie ein Strohhalm umgeknickt. Die Szenerie wird jetzt so klein wie eine Puppenstube und mit meiner Hand versuche ich die nun kleine Laterne wieder so aufzurichten, daß sie gerade stehen bleibt. Dann betrete ich einen Straßenzug, wieder in normaler Größe, der vollkommen unzerstört geblieben ist. Allerdings sind die Häuser und Wohnungen alle verlassen. Ich weiß irgendwoher, daß in einem der Häuser Heinz Rühmann gewohnt hat. Genau dieses suche ich und betrete die wirklich winzige Wohnung zu ebener Erde. Doch obwohl die Wohnung verdammt klein ist und nicht einmal ein eigenes Schlafzimmer hat - das Schlafzimmer ist eine abgetrennte Nische in welcher drei Betten u-förmig zusammenstehen -, ist sie sehr geschmackvoll und elegant im Stil der 20iger Jahre eingerichtet. Die Betten sehen aus, als hätte gerade noch jemand darin geschlafen, aber auch hier ist alles verlassen. Ich mache es mir auf einem der geblümten Art Deco-Sessel bequem und sehe mich neugierig in der Wohnung um. Es ist zwar beengt, aber heimelig. Später befinde ich mich erneut auf einer Straße der Stadt (jetzt bin ich mir ziemlich sicher, daß es in Berlin ist, vielleicht irgendwo am großen Stern), neben mir eine gutaussehende Frau, die dunklen Haare zu einer eleganten Hochsteckfrisur gedreht und funkelnde Brilliantstecker im Ohr. Sie trägt ein rot schimmerndes, knöchellanges Abendkleid. Irgendetwas von dem, was ich sage, läßt sie so "anspringen", daß sie kokett etwas erwidert und versucht mich zu küssen. Dabei läßt sie nicht locker, obwohl ich ständig ausweiche und mich wegdrehe. Mir ist es unangenehm und ich habe keine Lust, sie zu küssen. In dieser letzten Szene meine ich ein Mann gewesen zu sein.

Wie kann man

zu "eine Verknüpfung auf dem Desktop anlegen" auch sagen?

VERURSACHEN SIE ABKÜRZUNG IM SCHREIBTISCH

Ich habe erst mal einige Minuten gebraucht, bis bei mir der Groschen gefallen ist, was dieser Installer eigentlich von mir will. *lol*

Genau das sage ich auch immer:

http://www.aufklaerungsgruppe-krokodil.de/MariaDuval.pdf

Freitag, 7. Dezember 2007

Weihnachtsgebäckfütterung

Eine Kollegin aus dem Nebenzimmer hatte heute eine große Dose selbstgebackene Weihnachtskekse dabei. Die haben nicht schlecht geschmeckt, waren aber etwas trocken, und Herr N. legte deshalb seine auf das Fensterbrett, um die Vögel zu füttern. Sobald er zur Mittagspause war, kamen auch die Elstern im Sturzflug heran, um sich die Weihnachtskekse vom Fensterbrett zu stehlen und schnell davonzufliegen. Herrn N. begeisterte das so, daß er meinte, er hole sich jetzt noch welche und sage einfach, die hätten so gut geschmeckt. Das zog er auch durch und mit ein paar neuen Keksen als Beute pflasterte er das Fensterbrett und trommelte laut darauf herum, um eine Krähe, die auf dem Trafokasten saß, auf die Leckereien aufmerksam zu machen. Ich lachte mich dabei hinter meinem Computer weg und dachte bloß immer, hoffentlich haben die im Nebenzimmer jetzt nicht gerade das Fenster auf und kriegen das mit, bzw. sehen Elstern mit Weihnachtskeksen im Schnabel vorbeihuschen. Abschließend erklärte er, da hätte Frau M. doch mal ein gutes Werk getan und Kekse für die Vögel gebacken. *gg*

*das siebente Teetürchen - indisches Basilikum - aus hitzetechnischen Gründen zurückstellt*

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Zucker sagt,

zumindest meine ich, daß auch das Lesen mühselig und beladen sein soll.

Ich bin frech,

behauptet Herr N. Ich frage mich, wie er wohl darauf kommt. (Kein Wunder, daß ich vom Nikolaus nur verschimmelte Walnüsse bekomme - würde mein Vater jetzt sagen.) Als in der Sprechstunde nur ein einziger zu mir wollte, aber gleich vier sich bei ihm die Klinke in die Hand gaben, meinte er, zur ausgleichenden Gerechtigkeit müßten jetzt bei mir auch noch welche kommen. Darauf antwortete ich, daß es prozentual gesehen aber gerecht ist (denn ich habe ja aus gutem Grund auch noch weniger Akten als er). Ich hatte dieses kurze Geplänkel nach einer Weile schon wieder vergessen, als eine andere Kollegin irgendetwas sagte und danach heftig zu husten begann.
Herr N. dazu: "Ja, so ist das, wenn man was Freches sagt, dann muß man gleich husten. Warum husten Sie eigentlich nicht?" und guckt mich an.
Ich erstmal total perplex: "Iiiiiiichhhhhh? Wieso? Ich hab doch gar nichts gesagt."
Er: "Prozentual gesehen gerecht...."
Ich: "Das ist doch nicht frech, das ist einfach nur richtig."
Herr N. meinte dann nur noch zu mir, daß er dieses Thema mit mir jetzt nicht weiterdiskutieren könne, da er für Frau X noch ganz schnell etwas fertig machen müsse. *ggg*

*das sechste Teetürchen, einen Assam trinkt*

Der Nikolaus war bei mir

im Büro und hat mir einen Sack voll verschimmelter Walnüsse gebracht, wie auch den anderen Kollegen. Die sahen aus, als wären sie noch vom letzten Jahr gewesen. Da ich weiß, daß gerade schimmlige Walnüsse ein gesundheitschädliches Gift enthalten, hab ich den Sack eingesteckt und zu Hause im Müll entsorgt. Natürlich hat sich aber kein Kollege getraut, eine Bemerkung darüber zu verlieren, weil ja niemand wußte, ob nicht gerade das Gegenüber der edle Spender war. *gg*

Mit Geschenken von Kollegen hab ich eh so meine Erfahrungen. Vor einigen Jahren erhielt ich von einer Kollegin, ich wußte zufällig auch von welcher, Brotkäfer zum Julklapp. Also die Brotkäfer natürlich nicht primär, sondern eigentlich eine Dose mit Gebäck. Die Brotkäfer waren nur eine kleine Zugabe dazu, haben mich aber ca. ein Jahr lang in der Küche beehrt und sich durch jede Suppentüte und jeden Teebeutel gefressen, bis ich es irgendwann geschafft hatte, sie wieder loszuwerden.

Geschenke von Kollegen sind doch immer die schönsten.

Aurisas Buch

Ich bin in einer Buchhandlung und stoße auf ein Buch, auf dem Aurisa als Autor angegeben ist. Es ist ein großformatiges Sachbuch mit vielen Bildern und es behandelt ein bestimmtes ausgefallenes Thema, vielleicht auch nur einen Begriff, den ich mir aber nicht gemerkt habe.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Das fünfte Teetürchen: Rooibusch-Apfel mit Vanille

Rooibos, Apfel, Hagebutte, Rote Beete, Süßholz, Vanille.
Doch ich habe auch noch ein anderes Türchen geöffnet, nämlich das zum Dänischen Bettenlager. Seit die Bahn dauernd gestreikt hat, habe ich mir eine andere Fahrroute gesucht, mit der ich sogar ca. 5 Minuten schneller bin. Auf dieser Fahrt komme ich regelmäßig am Dänischen Bettenlager vorbei, aber natürlich ist mir das die ganze Zeit nie aufgefallen, bzw. ich habe es zwar gesehen, aber irgendwie fehlt mir noch der rote Alarmknopf im Gehirn, der mich sofort darauf aufmerksam macht, daß ich dort oder dort shoppen gehen kann. Erst auf der gestrigen Busfahrt kam das Signal, nach mehreren Wochen. Dafür habe ich heute aber gleich hineingeschaut und ein genau passendes Körbchen für ein Regalfach, sowie für 4,99 € zwei Kerzenduft-Sets mit Grünem Tee-Duft erstanden. Ich bin ja ein totaler Grüner Tee-Fan, allerdings weniger vom Geschmack - trinken tue ich ihn seltener -, als vielmehr vom Geruch. Alle meine selbstgekauften Parfüms, die ich benutze, duften nach grünem Tee, mein Duschgel duftet nach grünem Tee, meine Creme duftet nach grünem Tee und was immer man noch mit Grünem Tee-Duft bekommen kann. Also, wenn es irgendwo nach grünem Tee riecht, bin ich garantiert nicht weit. Und diese Kerzen-Sets dufteten schon durch die Verpackung hindurch so köstlich nach grünem Tee, daß ich einfach nicht vorbei konnte und fast versucht war, die gesamte Palette leerzukaufen. Und jetzt hänge ich bereits den ganzen Abend wie blöd über den Packungen und bin am schnüffeln. Ich finde, der Duft von grünem Tee wird nur noch von dem reifer Pfirsiche übertroffen.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Das vierte Teetürchen: ökologischer Früchtetee

Apfel, Hibiskus, Orangenschale, Zitronenschale, Hagebutte, Holunderbeere, Rote Beete. Leider konnte ich ihn nur noch kalt genießen, da mein Kumpel zwischendurch anrief und wir ca. eine Stunde lang gequatscht haben. Mein Kumpel ist inzwischen mein bestes männliches Anschauungsobjekt, was die Unterschiede des Gedächtnisses von Männern und Frauen betrifft, da wir uns ja schon ganze 16 Jahren kennen, länger als ich jemals einen anderen Mann kannte, und ich muß sagen, die seltsamen Gesetze des männlichen Erinnerungsvermögens werde ich wohl nie verstehen.

Heute meinte er am Telefon zu mir, daß ich mal gesagt hätte, ich hätte Angst vorm Fliegen. Ich sage, nee, das kann nicht sein. Sowas kann ich nie gesagt haben, da ich keine Angst vorm Fliegen habe. Er besteht jedoch darauf, er ist sicher, ich hätte das gesagt. Ich: Nee, garantiert nich. Da mußt du mich mit jemandem verwechseln. Er: Hm, das glaube ich nicht. Ich: Wirklich, das stimmt nicht. Ich habe keine Angst vorm Fliegen. Ich bin ja auch schon geflogen. Bestimmt verwechselst du mich. Er: Es gibt Menschen, die kann man nicht verwechseln. Dich kann man auch nicht verwechseln, dazu kennen wir uns schon viel zu lange. Ich: Ja, wir kennen uns lange, aber ich muß dir sagen, daß du doch manchmal ziemlich seltsame Sachen erzählst, was ich gesagt oder getan haben soll, was gar nicht so ist. Er: Hm, wirklich? Kann ich mir nicht vorstellen. Ich: Na z. B. konntest du dich ja auch nicht mehr daran erinnern, daß ich mal beim Angeln mit dabei gewesen bin. (Was ich erst letztens bei einem unserer Ausflüge festgestellt hatte, während ich mich noch sehr gut daran erinnern kann.) Er (überlegt): Das stimmt! Hm, hm, merkwürdig.

Ja, das männliche Gedächtnis ist tatsächlich ein merkwürdiges Ding.

Wer Jesus war,

erfuhr ich letzte Nacht klar und deutlich im Traum. Ich hörte es so deutlich, daß ich auf der Stelle wach war: "Jesus war einer Außerirdischer der 2. Bundesversammlung." Ok. Aber was ist daran so neu? Schließlich schrieb ich das schon im Müllroman, nur daß es dort außergalaktische Förderation oder so hieß. Hauptsache ich höre diese Stimmen nicht irgendwann mal, während ich wach bin.

Auch ein völlig unabhängiges Traumbild blieb in Erinnerung - eine unterirdische U-Bahnstation, in die es hineingeschneit hatte. Der Schnee schimmerte hell zwischen den Säulen und dem Bahnsteig aus Marmor, der in einem sanften Rot leuchtete, so als würde ihn eine heimliche Glut durchdringen. Der Anblick war so umwerfend, daß ich am Eingang stehen blieb und sofort fotografieren wollte, wobei ich mir überlegte, daß wohl die Decke der U-Bahnstation defekt sein müsse. Das ist scheinbar auch der Grund, daß kein Mensch darin zu sehen ist und alles so still und verlassen liegt.