So heißt mein drittes Tee-Türchen. Anis, Fenchel, Kümmel, Melisse, Pfefferminze, Lavendel -
"Diese Kräutertee-Mischung aus ökologischem Landbau ist ganz famos zum Träumen und Nixtun." - steht auf der Packung. Aha! Hört sich wie für mich gemacht an und schmeckt auch sehr klar und warm. Werde ich mir merken.
In meinem früheren Kinderzimmer. Ich habe ein nagelneues Holzregal mit schöner herb-brauner Maserung bekommen und bin nun dabei, die Sachen neu ein- und umzuräumen. Dabei möchte ich auch gleich ein paar alte Spielsachen, wie eine angeschlagene, unansehnliche Matroschka und ähnliches entsorgen, merke aber, daß ich an den meisten Sachen doch irgendwie hänge. Es stecken Erinnerungen an meine Kindheit darin. Schließlich finde ich auch eine große runde Pappscheibe, auf der eine kleinere Pappscheibe befestigt ist, die man drehen kann. Zuerst halte ich das für eine dieser Pappuhren, wie wir sie in der Schule gebastelt haben, um die Zeit lesen zu lernen. Ich denke daran, sie an die Wand zu hängen, denn eine Uhr ist eine Uhr, doch dann bemerke ich, daß ich mich geirrt habe und daß es eine Art Horoskop-Scheibe ist. Bei genauerem Hinsehen entdecke ich, daß auf der Scheibe selbst und auf einem ausklappbaren "Schwanz" handschriftlich eine Deutung geschrieben wurde, sogar mit einem Datum. Die Jahreszahl sagt mir, daß diese Horoskop-Scheibe und Deutung noch auch der Zeit stammt, bevor meine Eltern zusammengekommen sind und für meine Mutter erstellt wurde. Die Deutung liest sich mehr wie eine Voraussage oder Prophezeihung und erstaunt stelle ich fest, daß schon zu dieser Zeit prophezeiht wurde, daß mein Vater einmal im Rollstuhl sitzen würde, obwohl meine Mutter ihn da noch nicht einmal kannte und er gesund war. Unglaublich!
Ich habe keine eigene Wohnung mehr, sondern bin bei einer grauhaarigen älteren Dame untergebracht, die wohl bei der Kirche arbeitet (wahrscheinlich in Anlehnung an die Zeit, als ich zur Untermiete bei einer Pastorin wohnte). Dort habe ich jedoch nicht einmal ein eigenes Zimmer, sondern nur ein Bett, in dem ich schlafen kann. Es ist einer dieser Morgen, an denen ich lange ausschlafen will und immer kommt jemand in das Zimmer, um irgendwas aus den Schränken zu holen. Ich ziehe mir die Bettdecke über die Nase und tue so, als ob ich noch fest schlafe. Doch die Frau läßt nicht locker und "weckt" mich, indem sie sich neben das Bett stellt. Ich öffne also die Augen und stehe auf, laufe ins Wohnzimmer, wo ich mit einem energischen "Guten Morgen!" die Leute grüße, die schon um den Frühstückstisch sitzen. Danach befinde ich mich wieder im Zimmer mit dem Bett, doch es ist auf einmal, als würde eine Wand fehlen und ich hinaus auf das flache Dach eines Hauses sehen. Seltsamerweise ist es Nacht. Man sieht überall Lichter der Werbetafeln blinken und aus weiter entfernten Häusern scheinen. Ich könnte mir vorstellen, daß dies ein Hochhaus war, denn ich denke mir, daß es tief hinunter geht, obwohl ich von meinem Standpunkt nicht den Fuß des Hauses und die Straße sehen kann. Es scheint eine Großstadt zu sein, zumindest meine ich fast den Lärm der Autos auf der Straße zu hören, der aber nur gedämpft bis zum Dach dringt. Eine schwarzhaarige junge Frau tritt an eine Ecke des Daches und läßt sich ohne das kleinste Zögern, so als wäre es etwas ganz normales, in die Tiefe fallen. Ihr Oberkörper ist nackt und schimmert weiß, während sie in die Nacht fällt. Erschrocken frage ich mich, ob sie jetzt wohl tot ist, denn ich kann ja nicht erkennen, wie tief es ist und wo sie hinfällt, aber ich gehe davon aus. Dann kommt ein kleiner schwarzhaariger Junge auf das Dach. Er hat asiatische Gesichtszüge und schaut mich einen Moment lang an, bevor er sich ebenfalls in die Tiefe fallen läßt. Etwas verwirrt suche ich jetzt den Dachboden des Hauses, wobei ich auf eine Art Galerie gelange, die in einen hohen und großen Raum hineingebaut ist. Der Raum liegt ganz menschenleer und still vor mir, er scheint schon seit Jahren nicht mehr benutzt worden zu sein, vielleicht kennt man ihn noch nicht einmal. Von der Galerie führt eine extrem schmale Treppe, schmaler als ich selbst, in den Raum hinunter, so steil, daß es eigentlich mehr eine Leiter ist. Spontan begebe ich mich auf diese Treppenleiter, muß aber feststellen, daß sie nicht gesichert ist und schief steht. So beginnt sie nun, mit mir daran, bzw. darauf, hin- und herzuschwanken. Ich rechne fest damit zu stürzen und es geht ziemlich tief hinunter in den Raum. Etwas panisch, versuche ich sie mit meinem Gewicht noch irgendwie zu dirigieren und verfluche mich selbst, daß ich da hinaufgestiegen bin. Jetzt hänge ich hier oben und komme weder wieder auf die Galerie hinauf, noch in den Raum hinunter, da die Leiter wohl dann das Gleichgewicht verliert. Während ich noch ratlos an der Leiter hänge, spüre ich plötzlich Boden unter den Füßen. Ich bin unten angekommen, wie auch immer. Während ich noch darüber sinniere, was für eine kreuzgefährliche Treppe das ist, wird mir mit einem Schlag klar, daß dies wohl genau die Treppe sein muß, von der ein kleiner Junge gestürzt und gestorben ist. Dies wurde mir von den Bewohnern des Hauses erzählt, zumindest meine ich mich daran zu erinnern. Jetzt weiß ich auch, daß dieser Raum das Zimmer des kleinen Jungen war, welches unverändert gelassen wurde und nicht mehr benutzt wird. Mir wird jetzt etwas unbehaglich in dem großen, unbewohnten Raum, denn ich frage mich, ob der kleine Junge wohl hier noch herumspukt und ich in sein Zuhause eingedrungen bin.
Meine Träume müssen sehr lustig gewesen sein, denn mitten in der Nacht wachte ich wegen eines Lachanfalls auf. Ich kann mich jedoch nur noch an einen Begriff erinnern, nämlich "göttlicher Arsch", um den es ging, allerdings hatte er im Schlaf eine, wie mir schien ganz selbstverständliche andere Bedeutung, als gemeinhin gebraucht, denn die Betonung und der wörtliche Sinn lag hier auf "göttlich" und nicht auf Arsch. Vielleicht hat mich dies so erheitert.
Bemerkung: Erinnert an den "großen Sack"-Traum.
Aber über den Häuptern der Gestalten war es wie eine Himmelfeste, wie ein Kristall, unheimlich anzusehen, oben über ihren Häuptern ausgebreitet, daß unter der Feste ihre Flügel gerade ausgestreckt waren, einer an dem andern; und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib. Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. Wenn sie aber stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen, und es donnerte im Himmel über ihnen. Wenn sie stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen.
Und über der Feste, die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch. Und ich sah, und es war wie blinkendes Kupfer aufwärts von dem, was aussah wie seine Hüften; und abwärts von dem, was wie seine Hüften aussah, erblickte ich etwas wie Feuer und Glanz ringsumher. Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat, so glänzte es ringsumher. So war die Herrlichkeit des Herrn anzusehen. Und als ich sie gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hörte einen reden.
(Hesekiel 1.2, Vers 22-28)
Gott erreichst du nur, oder besser gesagt, Gott kann dich nur von gegenüber bei eingeschaltetem Licht sehen.
hat mir Herr N. heute erklärt. Darauf kann man sich bei Herrn N. aber beinahe schon etwas einbilden. Es ging um die chaotische Ordnung und Arbeitsweise von Frau Sch. mit zig Ordnern unbearbeiteter Post und Akten auf dem Fußboden, auf dem Schreibtisch ebenfalls Berge von unbearbeiteter Post wie Kraut und Rüben. Dazu kommt, daß sie oft krank ist und jedesmal ihr Gegenüber ebenfalls plötzlich erkrankt, was ich auch irgendwie nachvollziehen kann, wenn ich für dieses Sachgebiet Vertretung machen müßte. Herr N. regte sich also wieder einmal auf, weil er gerade dabei war, die Post, die ich zusammen mit den Akten ab nächste Woche bekomme, herauszusuchen und fragte mich: "Ihnen gefällt doch sowas auch nicht?" Und das stimmt, ich mag solch ein Chaos tatsächlich nicht, wenn ich allerdings nicht damit zurechtkommen muß, sondern jemand anderes, ist es mir relativ egal. Jeder kann ja die Ordnung haben, die er will, so lange er mich damit nicht belästigt und selbst die Arbeit macht. Ich nickte also, fügte aber diese Überlegungen hinzu, sagte, daß es halt solche und solche Menschen gibt und daß er nicht nur von sich selbst ausgehen könne. "Von mir selbst sowieso nicht, wenn man so gut ist wie ich....äh.....so übertrieben wie ich, aber man kann ja ein Mittelmaß nehmen. Ich mein, Sie zum Beispiel oder so." Ich mit scharfem Blick und etwas provokant: "Äh, hab ich das jetzt richtig verstanden, wollten Sie damit gerade sagen, daß ich Mittelmaß bin?"
Er windet sich grinsend etwas, erklärt dies und jenes, unter anderem: "Ich meine, Frau Sch., Herr K. und Frau M. könnten sich ja von Ihrem Arbeitsplatz auch noch etwas abgucken. Wenn sie sich von mir was abgucken sollten, das wäre ja dann schon Mobbing, so übertrieben und so.....na ja. "
Aha. Ich sage zu ihm: "Wird Zeit, daß ich anfange, mal ein paar Kaffeeflecken auf dem Schreibtisch zu hinterlassen....."
um Antworten zu finden, sehe man zu, daß man den Polarstern in der U-Bahn-Station erwischt. Aber nur im Hoch-Bahnhof ist diese Brüderlichkeit, dieses Verstehen möglich.
Nachdem ich bis Mittag geschlafen habe, stehe ich auf und denke mir, daß ich jetzt mal was unternehmen sollte. Mein Blick fällt aus dem Fenster und ich sehe eine Stadtlandschaft mit einem Fluß, auf welchem Schiffe und Kähne fahren. Man sieht Männer auf den Schiffen arbeiten, Kräne und Baustellen an den Ufern. Durch ein Gebäude am Ufer fällt das Sonnenlicht hindurch, da es auf beiden Seiten Glasfenster hat. Das zerstreute Sonnenlicht leuchtet aus einem bestimmten Blickwinkel golden und strahlend, wie ein geheimer, in diesem Gebäude verborgener Schatz. Auf einmal weiß ich, was ich den Rest des Tages tun werde - ich werde auf Fototour gehen. Nochmals ändere ich meinen Blickwinkel, das Strahlen verblaßt, doch jetzt sehe ich deutlich den Sonnenball durch beide Fenster hindurch. Seltsam, daß die Mittagssonne so niedrig steht, als wäre es am Morgen. Dann beschließe ich, mich frisch zu machen zu machen und suche den Waschraum. Dieser befindet sich in einem winzigen Verschlag auf dem Hof, nicht größer als ein Kleiderschrank. Nur mit einigem Dünnmachen und Quetschen passe ich da hinein. Ein Mann fährt in einem Auto auf dem Hof vor und will mich sprechen. Da bemerke ich mit einigem Erstaunen, wie ich mich teile, sich eine zweite Person von mir abspaltet und zu dem Mann geht. Mein Beobachter und erstes Ich bleibt jedoch in dem Waschschrank. Die zweite Hälfte kommt nach einigen Worten wieder zurück, doch wo wir nun beide in den Waschschrank passen müssen, wird es doppelt so eng. Sie weist meine erste Hälfte an, mehr zusammenzurücken und sich kleiner zu machen, damit sie auch noch in den Waschschrank hineinpaßt.
Bemerkung: Als ich heute morgen meinem Büro zustrebte, fiel blendend helles Sonnenlicht strahlend durch die Fensterseite des Büroflurs und eine Kollegin, die mir entgegenkam grüßte und meinte: "Na, haben Sie die Sonne mitgebracht?"
neben mir sitzt jetzt ein Scherz, oder?
ich schwöre, wenn ich den Lotto-Jackpot gewinne, werde ich die neugewonnene Zeit sinnvoll nutzen und die beste Dschinghis Khan Video Parodie aller Zeiten produzieren. *kniet*
Montag vormittag eine zweistündige Dienstberatung und schon ist man für den Rest der Woche wieder bedient. Eine still keimende Hoffnung trage ich jedes Jahr aufs neue in mir und jedes Jahr wird sie aufs neue enttäuscht. Ich werde diesen 1.1.-Fetischismus nie verstehen, doch ob ich ihn verstehe oder nicht, jedes Jahr pünktlich Ende November bis Anfang Dezember kriechen die 1.1.-Fetischisten aus ihren Löchern und der 1.1.-Wahn bricht aus, während sie all die Monate davor in tiefem Schlaf ruhten. Das schlimme ist, daß diese Kranken auch noch ganz normale und vernünftige Leute damit anstecken, die durchaus nichts gegen jedes andere Datum davor oder danach gehabt hätten, aber auf einmal hundert Sachen auf einmal an die Backe geklebt kriegen, welche zu diesem Datum erledigt werden müssen oder beginnen. Und dann wundern sich die Kranken noch und stöhnen, daß jedes Jahr im Dezember soviel Hektik und Streß ist und heutzutage das Weihnachtfest nicht mehr würdig und besinnlich begangen wird, sondern ständig in einer Katastrophe endet, weil viele, selbst die ganz normalen, ob des geballten Drucks reizbar und aggressiv werden. Doch es ist auch einfach unmöglich, sich dieser Hektik zu entziehen, da der 1.1.-Wahnsinn anscheinend epidemieartigen Charakter besitzt. Manchmal habe ich mir schon überlegt, den gesamten Dezember Urlaub zu nehmen und allen die Nase zu zeigen, aber mit meinen paar Urlaubstagen komme ich da nicht sehr weit.
Im Fernsehen läuft "zdf umwelt", eine charmante blonde Moderatorin kündigt einen Beitrag über gesundes Schulessen an. Der Beitrag läuft, recht positives Fazit, Bio und engagierte Köche in den besuchten Schulen. Beitrag endet und eine dunkelhaarige Dame erscheint. "Ja, meine Damen und Herren, Sie wundern sich sicher, wo xxx geblieben ist. Meiner Kollegin ist ganz plötzlich schlecht geworden und jetzt mache ich einfach weiter. So flexibel sind wir."
Ich fürchte, die blonde Moderatorin hatte wohl deutlich schlechtere Erfahrungen mit dem Schulessen. *lol*
EDIT: Ende der Sendung mit den Worten "Meine Kollegin xxxx hat sich heute ganz plötzlich in die Babypause verabschieden müssen. Wir wünschen ihr alles Gute." Hört sich für mich eher so an, als wäre sie verabschiedet worden. Grausame Medienwelt.
Zombiehorror aus einer Mischung von Kettensägenmassaker und die Nacht der lebenden Toten, mit Litern von Schleim und Eiter und einer einbeinigen Amazone, die ein Maschinengewehr als Prothese trägt und eigentlich mal Stand-up-Comedian werden wollte. So kanns gehen.
Aber jetzt muß ich erstmal was essen.
die ich an Agatha Christie schätze. Das allererste ist ihr Humor, der mir dem meinen nicht unähnlich scheint und überall auch in ihren Krimis hindurchblitzt, sowie ihre Schnörkellosigkeit und Direktheit. Letzteres finde ich manchmal erfrischend, manchmal ist es mir aber auch fast zuviel, dann ertappe ich mich dabei, mir zu wünschen, sie hätte diese oder jene Szene noch ein wenig mehr ausgeführt.
Doch der Humor ist immer gleichermaßen skurril und in ihren Erinnerungen an glückliche Tage, den Bericht über ihre Ausgrabungsreisen durch Syrien und Mesopotamien mit ihrem Mann, dem Archäologen, lese ich oftmals witzige Beschreibungen über das alltägliche Leben während der Reise, von denen ich sofort denke, genauso oder so ähnlich würde es wohl klingen, wenn ich diese Erlebnisse gehabt und im Blog festgehalten hätte. Überhaupt erscheinen ihre Erzählungen wie frisch gebloggt. Man merkt ihnen gar nicht an, daß sie in einer Zeit entstanden, in welcher der Reißverschluß eine vollkommen neuartige Erfindung gewesen ist. Modern, frech und zeitlos, trotz ihres nachvollziehbaren Mißtrauens gegen die Unwägbarkeiten dieses technologisch hochwertigen Verschlußsystems. Genau das richtige amüsante und leichte Leseabenteuer für graue und dunkle Novembertage und für mich gerade eine regelrechte Erholung. Endlich kein gechanneltes oder spirituelles Geschwafel, keine Außerirdische, keine fliegenden Untertassen, keine Sephirots, keine aus fgestiegenen Meister und das Eschaton immanentisiert sich eh, wann und wo es will.
"La Sainte Sophie ist herrlich", schwärmt ein Franzose. Jedermann stimmt ein, bis auf eine unrühmliche Ausnahme, und die bin ich. Ich Unglücksrabe habe der Hagia Sophia nie etwas abgewinnen können. Ein bedauerlicher Mangel an Kunstverstand, aber so ist es. Schon immer war ich der Ansicht, daß diese Moschee einfach falsche Maße aufweist. Voller Scham über meinen perversen Geschmack halte ich den Mund."
"Als wir heirateten, schätzten Max und ich die Freuden der Tafel in vollkommener Übereinstimmung - wir aßen mit Verstand, doch viel zu üppig. Betrübt stellte er fest, daß mir gute Weine, ja jeder Alkohol, nichts, aber auch gar nichts bedeuteten. Er gab sich alle Mühe, mich zu erziehen, indem er mir Beaujolais und Sauternes, weißen Bourdeaux und Rheinwein, schließlich voll Verzweiflung Tokaier, Wodka und Absinth vorsetzte. Am Ende gestand er die Niederlage ein, denn mir schmeckte das eine immer scheußlicher als das andere. Mit einem müden Seufzer faßte Max eine Zukunft ins Auge, in der er auf ewig dazu verdammt war, in Restaurants mir eine Karaffe Wasser zu erkämpfen. Er behauptet, er sei deswegen um Jahre gealtert."
(Das zweite Zitat könnte auch von mir sein. *gg*)
Ich bin in der Wohnung meiner Mutter, gehe aber wieder, und als ich auf der Straße unterwegs bin, sehe ich eine Frau als Paketausfahrerin. Plötzlich fällt mir ein, daß meine Mutter immer von einer supernetten Paketausfahrerin erzählt und daß sie außerdem ein Paket erwartet. Das muß diese Frau sein und sie steht genau an der Ecke zur Straße meiner Mutter. Ich überlege deshalb, ob ich schnell zurück in die Wohnung gehen soll, damit jemand da ist, wenn sie klingelt, denn meine Mutter ist irgendwo unterwegs. Allerdings habe ich gar keinen Schlüssel mitgenommen, denn der liegt noch da, wo er immer liegt bei mir zu Hause (auch in real). Doch halt! Ich war doch eben schon in der Wohnung und habe auf- und zugeschlossen? Wie habe ich das denn gemacht? Das muß mein eigener Schlüssel gewesen sein. Wie geht das denn, daß er ebenfalls für die Wohnung meiner Mutter paßt? Dann weiß ich auf einmal die Antwort: Der Schlüssel paßt deshalb, weil das hier ein Traum ist. Hätte ich ja eigentlich auch eher drauf kommen können, denn ich wußte ja die ganze Zeit, daß ich in einem Traum unterwegs bin.
In einem zweiten Traumfragment kämpfe ich diesmal nicht gegen Geister, sondern gegen den Teufel. Der Teufel sind zwei Frauen, eine menschliche und eine außerirdische, welche beide ihre Augen sehr schwarz mit Lidstrich umrahmen. Dabei ähnlich sie sich verblüffend, aber man kann trotzdem erkennen, wer die Außerirdische ist, sie hat nämlich einen größeren, birnenförmigen Kopf und schrägstehende große Augen. Um den Teufel verschwinden zu lassen, spreche ich (wie im Traum
"Verräucherte Geisterstunde") etwas Humbug und mache ein paar Armbewegungen in Richtung eines Spiegels (?). Diesmal hilft es aber wirklich, denn eine Stichflamme schießt heraus und der Teufel ist verschwunden. Super! Jetzt besteht keine Gefahr mehr.
Im dritten Traumfragment befinde ich mich in einem Raum, wo ringsumher an den weißen Wänden kleine Schaukästen mit zwei sich einander berührenden schwarzen X hängen. Mein Exfreund K. ist dabei und schießt mit Laserstrahlen auf die beiden X, um sie auf eine bestimmte Art zu teilen, während ich ihn dazu navigiere. Er hat es sich dazu in der Mitte des Zimmers, gleich neben einem Treppenaufgang, auf einem Stuhl bequem gemacht, während ich von Kasten zu Kasten gehe. Es geht darum, die X an nicht mehr als fünf Stellen oder an genau fünf Stellen zu teilen(?).
Bemerkung: Beim letzten Traumfragment finde ich nur vier oder mehr als fünf Stellen, um die X zu teilen, bin mir aber nicht sicher, ob es nicht genau fünf sein sollten. Im Nachhinein erinnern mich die beiden X an Chromosomen. Zum ersten Traum fällt mir auch Traumzeits gestriger Schlüsseltraum ein.
aus der Wiki:
Die X-ähnliche Form der Chromosomen, die in den meisten Darstellungen vorherrscht, tritt nur in einem kurzen Abschnitt während der Zellkernteilung (Mitose) auf, nämlich in der Metaphase...
...So ging Walther Flemming 1882 noch davon aus, dass sich die „Kernfäden“ erst während der frühen Phase der Kernteilung aus einem zuvor durchgehenden Faden voneinander trennen. Zwar beobachtete er eine Längsspaltung der Chromosomen zu einem späteren Zeitpunkt (heute als Metaphase bezeichnet), nahm aber an, dass sich das gesamte Chromosom (also mit beiden Chromatiden) später (heute: Anaphase) in Richtung eines Spindelpols bewegte. Auch schloss er nicht aus, dass sich Zellkerne zumindest in manchen Fällen auch neu bilden könnten, also nicht durch Teilung aus bestehenden Kernen. Beides zusammen macht deutlich, dass die Bedeutung der Chromosomen für die Vererbung noch nicht erkannt wurde...
...Die Metaphase tritt genau in dem Moment in die Anaphase über, indem sich die Chromosomenpaare an der Zentromerstelle trennen und die beiden Tochterchromosomen zu den einzelnen Polen wandern. Damit passiert in dieser Phase eigentlich nichts bis auf den erreichten Zustand, indem die eigentliche Chromosomentrennung stattfindet....
... Beim Menschen ist das 23. Chromosom das Geschlechtschromosom. Bei Frauen ist dieses durch ein Paar X-Chromosomen ausgeprägt, bei Männern durch ein Paar aus einem X-Chromosom und wegen seiner Form Y-Chromosom genanntes Exemplar.
heute im Zdf. Immerhin - Rosenstolz vor Modern Talking. Es hätte mich ja nicht wirklich sehr gewundert, wenn letztere auf dem ersten Platz gelandet wären.
Ich mußte allerdings zum wiederholten Male feststellen, daß ich eine tiefsitzende Aversion gegen die "Ode an die Freude" von Beethoven hege. Der Text ist ja ok, aber die Melodie hat für mich den Charme eines Abzählreimes, nur das Abzählreime gnädigerweise in der Regel etwas kürzer sind.
heiratete mit vierzig Jahren einen sechsundzwanzigjährigen Archäologen und sagt dazu:
Heiraten Sie nur einen Archäologen. Je älter Sie werden, desto interessanter findet er Sie.
Ok, drei Jahre hab ich ja dann noch Zeit, um mir einen jungen Archäologen zu suchen. *die Humboldt-Uni belagert*