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Montag, 14. Januar 2008

Seit einigen Wochen werde

ich von einem massiven Ordnungswahn geschüttelt. Ich meine, für ausgeklügelte Ordnungssysteme hatte ich ja schon immer ein Faible, sie sind sozusagen meine heimliche Liebe, die ich aufgrund von Prioritätensetzung nur auf wenige Rendevouz beschränke, da mein Motto lautet, das Leben ist zu kurz, um es mit solchem Kram zu verschwenden. Materielle Dinge sind eh endlich - die schönste katalogisierte Kassettensammlung wäre zum Beispiel jetzt schon lange in den Müll gewandert, wenn ich eine gehabt hätte (und ich wollte immer eine). Und ob meine Bücher nach Buchstaben oder Themen geordnet sind, interessiert keinen mehr, wenn ich das Zeitliche gesegnet habe. Mitnehmen kann ich sie jedenfalls nicht. Doch seit ich die Bücher-Computerkatalogisierung innerhalb nur weniger Monate erfolgreich abgeschlossen habe, fallen mir tausend Dinge ein, die ebenfalls noch ein wenig mehr Struktur und Übersicht gebrauchen könnten. Ich vermute, daß Saturn in der Jungfrau und zur Zeit durch mein zweites Haus laufend daran nicht unschuldig ist. Zeit zur Bestandsaufnahme der Besitztümer und lichten des "kreativen" Chaos. Als nächstes will ich deshalb, die durch diverse Dateien und Programme verstreuten Träume mehrerer Jahre in die Alchera Suite übertragen. Die bietet einfach am meisten Potential, auch wenn das englischsprachige Programm des nicht allerneuesten Baujahrs anfangs gewöhnungsbedürftig ist. Inzwischen habe ich mich gewöhnt und alles an meine Bedürfnisse angepasst. Da hat man einiges an Möglichkeiten. Und das Anlegen von Labels mit Statistikanzeige, sowie den integrierten Hall und Van de Castle Skalen zur Contentanalyse, mit welcher untersucht werden soll, mit welcher Häufigkeit man von bestimmten Personen, Objekten oder Orten träumt, findet man sonst nirgends. Auch die Mondphasen und der sofortige Überblick über luzide, telepathische oder animierte Träume ist toll. Das wird sicherlich wieder ein Projekt für mehrere Monate, ob ich dann noch Lust habe, die deutschen Symbole einzutragen, weiß ich nicht, aber die Symboldeutung ist für mich sowieso mehr zweitrangig. Der Effekt dieser Übung ist, daß ich jetzt nicht mehr träume, bzw. ich träume schon, erinnere mich aber kaum noch, da ich wieder vollkommen in die Ordnungsstrukturen der materiellen Welt abgetaucht bin und nichts anderes mehr im Kopf habe.*gg*

Sonntag, 13. Januar 2008

Fünf Worte

Und fühlt ich auch das Nahen der Geschichte
- der Hoffnung Nahrung wollt ich sein
und formen so der Zukunft Bild
nach meinem gewünschten Gesichte.
Fünf Worte nur verführten zum Schnitte,
der Vergessenheit anheim fallend,
so sollt es sein, niemals wird wahr,
was nicht Erlaubnis hat zum nächsten Schritte,
von mir persönlich abgesegnet.
Fünf Worte warten in gedenkender Ablage,
auf neuerliche, zwiespältige Ehren,
traurige Ehre wird das sein, fürwahr,
doch straften sie mich bereits für die Absage
und ließen zurück im Gefühl eine Lücke,
das falsche Setzen des Endes,
das spontane Enden der Sätze,
auf daß die schlaue Überlistung glücke -
sie tat es nicht.

...

Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? -

Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt -

Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.

(Rainer Maria Rilke)

Donnerstag, 10. Januar 2008

Die namenlose Prophezeiung

Das Lied der Linde, um 1850 in einer hohlen Linde bei Bad Staffelstein gefunden, sagt die Zukunft Deutschlands voraus:

Alte Linde bei der heiligen Klamm,
Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm,
Karl den Großen hast du schon gesehn,
Wenn der Größte kommt, wirst du noch stehn.

Dreißig Ellen misst dein grauer Saum,
Aller deutschen Lande ält’ster Baum,
Kriege, Hunger schautest, Seuchennot,
Neues Leben wieder, neuen Tod.

Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl,
Roß und Reiter bärgest einst du wohl,
Bis die Kluft dir sacht mit milder Hand
Breiten Reif um deine Stirne wand.

Bild und Buch nicht schildern deine Kron',
Alle Äste hast verloren schon
Bis zum letzten Paar, das mächtig zweigt,
Blätter freudig in die Lüfte steigt.

Alte Linde, die du alles weißt,
Teil uns gütig mit von deinem Geist,
Send ins Werden deinen Seherblick,
Künde Deutschlands und der Welt Geschick!

Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
Eckstein sollst du bleiben deutscher Zeit,
Hundertsechzig, sieben Jahre Frist,
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

Fremden Völkern front dein Sohn als Knecht,
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht,
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

Zehre, Magen, zehr' vom deutschen Saft,
Bis mit einmal endet deine Kraft,
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin,
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

Ernten schwinden, doch die Kriege nicht,
Und der Bruder gegen Bruder ficht,
Mit der Sens' und Schaufel sich bewehrt,
Wenn verloren gingen Flint' und Schwert.

Arme werden reich des Geldes rasch,
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch',
Armer alle mit dem großem Schatz.
Minder Menschen, enger noch der Platz.

Da die Herrscherthrone abgeschafft,
Wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft,
Bis der Tag kommt, wo sich glaubt verdammt,
Wer berufen wird zu einem Amt.

Bauer heuert bis zum Wendetag,
All sein Müh'n ins Wasser nur ein Schlag,
Mahnwort fällt auf Wüstensand,
Hörer findet nur der Unverstand.

Wer die meisten Sünden hat,
Fühlt als Richter sich und höchster Rat,
Raucht das Blut, wird wilder nur das Tier,
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar,
Schonet nicht den Greis im Silberhaar,
Über Leichen muß der Höchste fliehn
Und verfolgt von Ort zu Orte ziehn.

Gottverlassen scheint er, ist es nicht,
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
Bringt den Gottesstreit vors nah' Gericht.

Winter kommt, drei Tage Finsternis,
Blitz und Donner und der Erde Riß,
Bet' daheim, verlasse nicht das Haus!
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein,
Wofern sie brennen will, dir Schein.
Giftiger Odem dringt aus Staubesnacht,
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

Gleiches allen Erdgebor'nen droht,
Doch die Guten sterben sel'gen Tod.
Viel Getreue bleiben wunderbar
frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine andre mit dem Feuer ringt,
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem Wiener Stephansplatz wächst Dill.

Zählst du alle Menschen auf der Welt,
Wirst du finden daß ein Drittel fehlt,
Was noch übrig, schau in jedes Land,
Hat zur Hälfte verloren den Verstand.

Wie im Sturm ein steuerloses Schiff,
Preisgegeben einem jeden Riff,
Schwankt herum der Eintags-Herrscherschwarm,
macht die Bürger ärmer noch als arm.

Denn des Elends einz'ger Hoffnungsstern
Eines bessern Tags ist endlos fern.
"Heiland, sende den Du senden mußt!"
Tönt es angstvoll aus der Menschen Brust.

Nimmt die Erde plötzlich ändern Lauf,
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
"Alles ist verloren!" hier's noch klingt,
"Alles ist gerettet," Wien schon singt.

Ja, von Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt.
Weiße Blumen um das Herz des Herrn,
Seinem Ruf folgt der Wack're gern.

Alle Störer er zu Paaren treibt,
Deutschem Reiches deutsches Recht er schreibt,
Bunter Fremdling, unwillkommner Gast,
Flieh die Flut die du gepflügt nicht hast.

Gottes Held ein unzertrennlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land.
Den Verbannten führest du nach Rom,
Großer Kaiserweihe schaut ein Dom.

Preis dem einundzwanzigsten Konzil,
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel,
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt,
Daß nun reich und arm sich nicht mehr würgt.

Deutscher Nam', du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr',
Wächst um den verschlung'nen Doppelast,
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

Dantes und Cervantes welscher Laut
Schon dem deutsche Kinde vertraut,
Und am Tiber - wie am Ebrostrand
Liegt der braune Freund von Hermannsland.

Wenn der engelgleiche Völkerhirt'
Wie Antonius zum Wanderer wird,
Den Verirrten barfuß Predigt hält,
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

Alle Kirchen einig und vereint,
Einer Herde einz'ger Hirt' erscheint.
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz,
Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz.

Reiche Ernten schau' ich jedes Jahr,
Weiser Männer eine große Schar,
Seuch' und Kriegen ist die Welt entrückt,
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.

Dieses kündet deutschem Mann und Kind
Leidend mit dem Land die alte Lind',
Daß der Hochmut mach' das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll!

Mittwoch, 9. Januar 2008

Zwei schwarze Männer

balancierten heute gegenüber von unserem Fenster auf den Dachgiebeln. Da die Schornsteinfeger nicht gingen, sondern scheinbar aus der Ferne nur weit weg voneinander still standen, wirkte es irgendwie sehr surreal und erinnerte mich stark an die Dali-Sequenz aus dem Hitchcock "Ich kämpfe um dich", obwohl ich nicht genau weiß, wieso.

Dienstag, 8. Januar 2008

Zucker sagt,

meine Mutter ist noch unterwegs. Sie liegt ganz menschenleer und still in der Bismarckschänke, wahrscheinlich hat sie sich das ewige Leben erkauft.

Montag, 7. Januar 2008

Erster Arbeitstag

im neuen Jahr und gleich wurden mir die letzten Neuigkeiten serviert. Ein Klient von Herrn N. ist Heiligabend vor die U-Bahn gesprungen, allerdings meinte jemand, daß die Polizei von Mord spricht. Das ist wohl nicht ganz klar. Am meisten leid tun mir ja immer die Leute, die Heiligabend Dienst schieben müssen, wie Bahnfahrer, Sanitäter, Kripo usw. und dann noch solch eine Bescherung erleben. Zum Glück mußte ich am 24.12. nicht mit der U-Bahn fahren.
Glücklicherweise hielten sich die Poststapel im Rahmen, aber trotzdem breiten sich die Aktenstapel bei mir immer mehr aus, ohne daß es weniger wird. Deshalb wurde es heute auf Arbeit später, aber kaum wollte ich gehen, kam meine Chefin und war irgendwie extrem in Plauderstimmung. Obwohl ich beschäftigt war und mich erst nicht stören ließ, ließ sie nicht locker, wir redeten über ein paar inzwischen verstorbene Kollegen (es werden immer mehr) und ich weiß nicht, wie sie darauf kam, aber sie meinte, es läuft alles so gut bei mir, daß ihr das gefällt und allen möglichen Honig. Ich habe sie etwas verdattert und wohl auch sehr skeptisch angeguckt, weshalb sie fragte, ob ich das nicht finde. Darauf zeigte ich auf meine unbearbeiteten Aktenberge, aber das beeindruckte sie gar nicht. Sie meinte nur, so lange sich niemand beschwert, läuft es und es kräht kein Hahn danach, wenn mal was liegen bleibt oder nicht alles nach Vorschrift gemacht wird. Ja, diesen Slogan kenne ich auch noch aus meinem ehemaligen Dienstbetrieb. Es geht ja quasi gar nicht anders, als daß etwas liegen bleibt und zu den wichtigsten täglichen Entscheidungen gehört, das liegen zu lassen, was nur die Revision interessiert und sonst niemanden. Kurzzeitig war ich ja versucht ihr zu sagen, daß ich genau deshalb nicht dazu komme, sämtliche Folgeanträge, die schon bei mir herumliegen, zu bescheiden, aber ich biß mir dann doch lieber auf die Zunge, weil ich mir dachte, irgendwann fällt es mir auf die Füße, wenn ich in einem leutseligem Moment meiner Chefin sowas sage. Ich weiß genau, daß Herr N. nicht einmal Folgeanträge rausschickt, er hat da weniger Skrupel.
Gerade heute hatte ich ziemlich lange überlegt, ob ich die paar Monate Mittagessen in einer Akte noch abgleiche, und das nur für ein paar Euro und Cent Unterschied, oder ob ich das einfach lasse, so lange niemand danach fragt. Da kam wohl die Antwort auf dem Fuße.

Sonntag, 6. Januar 2008

Die Mathe-Prüfung und anderes

Bei einer Mathe-Prüfung in der Schule. Ich bin mir nicht klar darüber, ob das schon die richtige Abschlußprüfung ist oder nur eine zum Schuljahresende. Aber da beginnt sie auch schon und ich habe nicht viel gelernt. Meine ehemalige Mathelehrerin Frau S. verteilt Blätter mit je fünf Fragen. Zur allerersten Frage fällt mir zwar ein Satz ein, aber die anderen vier Fragen verstehe ich noch nicht einmal. Da ich nichts darauf antworten kann, lasse ich sie leer. Meine Hoffnung ist, daß die erte Frage die wichtigste ist und ich dafür noch ein paar Punkte kriege. Kaum ist mir klar geworden, daß ich vier Fragen frei lassen muß, werden die Arbeiten auch schon wieder eingesammelt. Das waren weniger als zehn Minuten. Ich frage M. neben mir und andere, was sie geschrieben haben, aber anderen ging es wohl genauso wie mir. Das beruhigt mich etwas. Vielleicht hat sich ja Frau S. einen Scherz erlaubt. Zurück im Internat (anscheinend wohne ich dort), komme ich in mein Zimmer, das ich mit R. einem ehemaligen Mitschüler vom Abitur teile. Auch mit ihm spreche ich über die Prüfung. Das Zimmer wurde ziemlich mit Musikinstrumenten vollgerümpelt. Tubas und andere Blasinstrumente liegen lustig umher. Könnte er nicht ein bißchen mehr Ordnung halten? Jetzt sehe ich meine Mutter am anderen Ende des Zimmers. Ich rufe ihr zu und will ihr verklickern, daß ich die Matheprüfung wohl verhauen habe, aber scheint das gar nicht sehr zu interessieren oder es wichtig zu finden. Nun bin ich in einem Zimmer mit R., einem Mitschüler aus der POS-Klasse. Er trägt schon einen Pyjama, weil es abends ist, und flirtet etwas mit mir. Es geht dann noch lange weiter damit, daß ich in irgendwelchen Internaten oder Reisegruppen bin, doch je näher der Morgen rückt, um so fremder fühle ich mich. Kurz vor dem Aufwachen bin ich in einer Gruppe von Leuten, die ich gar nicht mehr kenne. Sie sind zwar nett zu mir, aber ich fühle mich nicht zugehörig und weiß kaum ein Wort mit ihnen zu reden. Nachdem ich aufgewacht bin, fällt mir eine zweitägige Reise ein, die ich mit meiner Kollegin M. gemacht habe und bei der wir, zumindest zeitweise, im Zelt übernachteten. Erst nach einiger Zeit dämmert mir, daß ich niemals eine Reise mit M. gemacht habe, sondern daß dies auch ein Traum gewesen ist, den ich vor langer Zeit einmal hatte.

Samstag, 5. Januar 2008

Gigantisch, phänomenal - es ist vollbracht.

Ich habe tatsächlich geschafft, alle meine Bücher zu katalogisieren. Es hat natürlich doch länger gedauert, als ich es mir am 17.August gedacht hatte, aber der Bookcook macht es einem wirklich einfach, da man bei Amazon auch uraltes DDR-Zeug findet, so daß man nicht allzuviel tippen muß. Und es sind sehr viel weniger Bücher, als ich geschätzt habe. Unter Abzug der Zeitschriften und Ebooks, die ich ebenfalls aufgenommen habe, sind es nur ca. 1200, also keine 2000 - zum Glück. Im Schätzen war ich noch nie so gut. Der Koch hat außerdem schon die ersten Statistiken ausgeworfen. Danach lese ich monatlich im Schnitt zwei Bücher oder ca. 600 Seiten. Jedenfalls dürfte es jetzt nicht mehr vorkommen, daß ich ein Buch zweimal kaufe.

Der Steinkunde-Unterricht und andere Fragmente

Ich sitze in einem Unterricht, wo es um die Bearbeitung und Anwendung von Halbedelsteinen und Edelsteinen geht. Eigentlich ist die Unterichtsstunde schon vorbei, aber ich will nicht gehen, sondern tue so, als sei ich auf der Schulbank eingeschlafen. Der Lehrer, ein noch jüngerer und attraktiver Mann, kommt zu mir und drückt mir einen zarten Kuss in den Nacken, um mich zu wecken. Ich tue jetzt so, als werde ich wach und er fragt oder erzählt etwas zu dem letzten Stück, mit dem wir uns beschäftigt haben. Leider habe ich das inhaltliche alles vergessen. Dann stehe ich auf und trete an einen Tisch auf dem viele flache Täschchen liegen. Ich mache eines nach dem anderen auf und entnehme ihnen hauchdünn gearbeitete, aber sehr große Steindonuts (Scheiben mit einem Loch in der Mitte). Sie sind aus Aquamarin, Bernstein und vielen anderen Sorten. Das Licht fällt schimmernd durch sie hindurch.
Auf einer Wiese liegend mit meiner Freundin A. Wir schauen in den dunkel bewölkten Herbsthimmel. Ein Sturm bläst. Vögel ziehen in Schwärmen am Himmel vorbei und der Sturm ist so stark, daß er auch das Laub wie Vogelschwärme hoch über den Himmel pustet.
Mit meiner Mutter in einem Gebüsch, welches auf Treppen wuchert. Etwas versteckt wachsen Himbeersträucher an welchen sich sogar einige reife Himbeeren befinden, allerdings nur noch wenige. Die meisten sind anscheinend schon von anderen abgeerntet. Wir pflücken die paar rotvioletten Beeren und essen sie sofort.

Freitag, 4. Januar 2008

Zucker sagt,

Windmühlen eignen sich auch zum Studium der Weltschöpfung.

Donnerstag, 3. Januar 2008

"Sieben Sekten des Verderbens"

Unter dem theologischen Kram von meinem Vater fand sich auch ein kleines dünnes Heftchen aus dem Jahre 1924, in welchem nachdrücklich alle evangelischen Christen vor den folgenden sieben Sekten gewarnt werden, die "besonders geeignet sind, die Seelen zu verwirren und auf falsche Bahnen zu bringen":

1. Die Adventisten oder Sabbatisten
2. Die "Ernsten Bibelforscher" oder "Millenniums-Tagesanbruchsleute"
3. Die Neuirvingianer oder Neuapostolischen
4. Die Mormonen
5. Die Scientisten
6. Die Spiritisten
7. Theosophie und Anthroposophie

Also evangelische Christen, seid auf der Hut, denn das Verderben lauert überall! *gg*

Traumzeits Baby und weiße Strümpfe

Ich stehe neben Traumzeit an einem Fenster. Sie trägt einen Säugling mit feinen rotgoldenen Härchen auf dem Kopf im Arm. Er ist noch sehr klein und irgendwie teilnahmslos. Während Traumzeit in eine andere Richtung schaut, blicke ich das Baby neben mir an. Es ist wohl ein Junge, er ist vollkommen still und ruhig, bewegt sich nicht und gibt auch keinen Laut von sich. Ich grinse ihn an und mit einem Mal lacht er schallend los. Huch, mit so einer Reaktion hätte ich gar nicht gerechnet. Ich bin fast ein wenig erschrocken. Traumzeit wendet sich uns augenblicklich zu und entschuldigend erkläre ich, daß ich ich das Baby gerade angelacht hatte, so als müßte ich klarstellen, daß ich wirklich absolut nicht mehr getan habe. Dann bemerke ich noch, daß das Baby sehr ruhig zu sein scheint. "Ja," sagt Traumzeit, "so ist er immer."

Im nächsten Traumfragment trage ich lange weiße Strümpfe, die wie eine Strumpfhose bis in den Schritt reichen. Über den weißen Strümpfen trage ich zusätzlich andersfarbige Kniestrümpfe. Im Nebenzimmer sitzt irgendein Kollege oder Bekannter von mir und ich will mich umziehen. Dabei bemerke ich, daß die weißen Strümpfe ab der Stelle, wo die Kniestrümpfe abgeschlossen haben, ziemlich schmutzig und vergraut sind, während sie unter den Kniestrümpfen weiß geblieben sind. Man sieht auf ihnen genau, wo die Kniestrümpfe saßen. Sollte etwa die Luftverschmutzung schuld sein? Meine Entdeckung möchte ich dem Mann im Nebenzimmer zeigen, weshalb ich die Tür aufreiße und auf die Strümpfe deute. Doch während ich erzähle, schaut mich der Bekannte so seltsam erwartungsvoll an und ich habe den Eindruck, er hört gar nicht zu. Er wendet sich mir vollkommen entgegen, macht es sich auf seinem Stuhl bequem und seine dunklen Augen scheinen woanders hinzuschauen als auf meine Strümpfe. Jetzt dämmert es mir langsam, daß ich halb ausgezogen in der Tür stehe und er wohl meint, gleich einen Striptease präsentiert zu bekommen, denn schließlich muß ich ja die weißen Strümpfe auch noch ausziehen und wer weiß, was noch. Genervt gehe ich ins andere Zimmer zurück und knalle mit Schwung die Tür hinter mir zu.