Früh extra 30 Minuten eher losgegangen, weil die letzten zwei Tage die Busse bereits so seltsam fuhren, daß ich auf Nummer sicher gehen wollte. An der Haltestelle war ich noch so optimistisch zu glauben, daß ich heute ganz bequem und locker pünktlich sein würde. Doch was geschah? Eine halbe Stunde in der Kälte gestanden und mir den A... abgefroren. Als ich dann beim Umsteigen an der Straßenbahn wartete, kamen gleich drei Busse hintereinander. Und ich war genauso spät wie die anderen Tage. Wenn ich das vorher gewußt hätte, hätte ich die halbe Stunde auch im Warmen vertrödeln können. Danach mit ein paar Akten zur Rücksprache bei meiner Chefin und drei Stunden nicht mehr rausgekommen. Herr N. wunderte sich schon und kam zwischendurch nachschauen, was los ist. Schließlich ein Berg Arbeit und bis spät abends ohne Pause durchgeackert. Dafür aber auch viel abgearbeitet. Als Resümee kann ich also korrigieren: ein mieser, doch erfolgreicher Tag.
leidet unter der Wirtschaftskrise und Branche um Branche ruft nach dem Onkel Doktor Staat und einer Wunderheilung. Nicht umsonst verteilt man FinanzSPRITZEN. Die moderne Medizin scheint allgegenwärtig zu sein - Herumdoktorn an den Symptomen statt die Ursachen zu finden und zu verändern. Mit Pillen oder Spritzen geschehen leider in den seltensten Fällen Wunderheilungen von Dauer. Hier ist wohl eher eine langwierige Verhaltens- und Grundlagentherapie von Nöten.
Träume können sich auf Eindrücke aus dem allwissenden und liebenden Über-Bewußtsein gründen oder auf die der unterbewußten Schichten, in denen sich auch Fehlinformationen finden. Eine Einstimmung auf den inneren Geist Gottes sowie die ehrliche Absicht, bestmöglichen Gebrauch von den besten verfügbaren Informationen zu machen, helfen uns, unsere höchsten Aspekte zu erreichen und über unsere Träume außerordentlich wertvolles Material zu erhalten. Auch in Fällen sehr präziser Traumbotschaften besteht die Möglichkeit, sie auf der Verstandesebene zu mißdeuten. Hier kann eine Einstimmung auf die inneren intuitiven und spirituellen Kräfte - sozusagen ein größeres Vertrautwerden mit diesen Aspekten von uns - den Verstand unterweisen, die wahre Bedeutung der Träume besser zu erschließen......
Traummaterial über vergangene Leben als solches zu erkennen kann schwierig sein. Manche Leute mögen zwar zuweilen ein ganzes Inkarnationsdrama in ihren Träumen dargestellt finden, aber normalerweise sind derartige Informationen nicht so deutlich,und deshalb mögen ein paar Hinweise, worauf man achten soll, ganz nützlich sein. Normalerweise wird die träumende Person in der Lage sein, sich mit einer Figur in irgendeinem Traum zu identifizieren. Wenn sich diese Gestalt von der gegenwärtigen Persönlichkeit des Träumers durch solche Merkmale wie Rasse, Nationalität oder Geschlecht unterscheidet, ist das ein Hinweis darauf, daß sich der Traum eventuell auf ein anderes Leben bezieht. Manchmal spielt sich ein ganzer Traum in einer anderen Zeit oder Umgebung ab, was ebenfalls ein deutlicher Anhaltspunkt für einen Inhalt ist, der mit vergangenen Leben zu tun hat. Weitaus häufiger aber wird der Hinweis nur aus einem einzigen Element der Szenerie bestehen, wie etwa Architektur, Kleidung oder auch ein Gegenstand aus der Gegenwart, den die träumende Person mit einer anderen Örtlichkeit oder Zeit assoziiert. Solche Einzelheiten sind leicht zu übersehen, aber mit ein wenig Übung und Achtsamkeitstraining werden wir sie leichter ausfindig machen können. Ein weiterer möglicher Anhaltspunkt ist das intuitive Gefühl der träumenden Person, daß es hier um eine frühere Inkarnation geht. In diesem Fall sollte man sich den Trauminhalt ganz besonders sorgfältig anschauen, um festzustellen, ob noch andere Elemente diesen Eindruck bestätigen. Was das Studium der Träume und seelisches Wachstum im allgemeineren angeht, so wäre es gut, das Empfangen von Material über vergangene Leben als Instrument, nicht als Ziel an sich anzufassen. Das Hauptziel bei der Arbeit mit jedem Traum besteht in der Entwicklung eines wachsenden Selbst-Verständnisses und der Fähigkeit, unser gegenwärtiges Leben so gut wiemöglich zu leben......
Und ganz besonders nützlich ist das Traum-Journal in Verbindung mit der Erforschung vergangener Leben. Wie wir schon erwähnten, haben die meisten Leute relativ selten einen Traum, der ein umfassendes Bild von einer früheren Inkarnation vermittelt. Weitaus häufiger erhalten wir solche Informationen Stück für Stück, wobei die verschiedenen Details einer Erfahrung aus einem anderen Leben über mehrere Träume verstreut sein können, manchmal über einen Zeitraum von Wochen, Monaten oder Jahren. Wenn wir hoffen, diese Mosaiksteinchen irgendwie zusammensetzen zu können, dann brauchen wir Aufzeichnungen, auf deren Genauigkeit wir uns verlassen können....
Wenn Sie Probleme haben, die Botschaft eines Traums zu verstehen, können Sie Verschiedenes tun. Sie können zum Beispiel beten. Sie erhielten den Traum ja über den sechsten Sinn,der der Seele angehört. Durch das Gebet drücken wir den Wunsch aus, die seelischen Kräfte und der Geist Gottes mögen in unserem Leben aktiver werden. Und damit stimulieren wir den natürlichen Drang der Seele, mit uns zu kommunizieren, und werden gleichzeitig sensibler für das Material, das sie uns zukommen läßt. Das kann dazu führen, daß wir entweder in der Meditation oder als intuitive Einsicht oder in einem weiteren Traum nochmals die gleiche Botschaft erhalten, diesmal aber in einer für uns verständlicheren Form....
Eine Meditation dieser Art wird nicht unternommen, um irgendwelche speziellen Vorteile oder besonderen Fähigkeiten, gleich ob medialer oder anderer Natur, zu erlangen. Es geht nicht ums Bekommen, sondern ums Werden. Es geht um das Bestreben, Gott näher zu sein, eine bessere Manifestation Seiner Liebe zu werden. Wenn wir uns diesem Ziel zuwenden, werden wir zum effektiveren Kanal der göttlichen Energie des Geistes. Wir werden uns dessen Aktivität in unserem Leben bewußter, sind uns unserer Seele mehr gewahr. Und wenn das geschieht, entwickeln sich unsere medialen Fähigkeiten ganz natürlich, denn das Mediale gehört der Seele an. Hier können wir sehen, warum die Meditation eine so wichtige Rolle bei der Steigerung unseres Erinnerungsvermögens an frühere Inkarnationen spielt. Sie schärft unser Wahrnehmungsvermögen für die Botschaften des Geistes im Innern. Nach Anschauung der Cayce-Readings meditieren wir nicht mit dem direkten Ziel, uns an vergangene Leben zu erinnern oder irgendwelche medialen Kräfte zu entfalten; wir versuchen nicht, unsere Meditation vorzuprogrammieren, um derartige Informationen abzurufen. Aber wenn wir die Meditation zur beständigen Praxis machen, wird sich unser Erinnerungsvermögen an frühere Leben ganz natürlich als Aspekt des seelischen Wachstums entfalten. Wenn wir uns der inneren Quelle göttlicher Weisheit nähern, erhalten wir alle nötigen Informationen, wann immer wir sie brauchen und nutzen können....
Die Meditation birgt die Kraft, jeden unserer Lebensbereiche zu transformieren. Die in der Stille geweckte Energie hat eine deutliche Auswirkung auf den physischen Körper....
Auf physischer Ebene kann diese Energie unmittelbar bestimmte Körperempfindungen auslösen. Jeder Körper reagiert anders, und so mag jede Person andere Auswirkungen erfahren. Einige fühlen vielleicht gar keine Reaktion. Hier sollte noch einmal betont werden, daß die wahre Absicht der Meditation darin besteht, Gott näher zu kommen, und nicht in der Wahrnehmung verschiedener Körperempfindungen. Trotz allem bezeugen diese Reaktionen, daß in der Meditation etwas geschieht. So stellten manche Leute unter anderem ein Vibrieren oder eine Schaukelbewegung im Körper fest, ein Pulsieren im unteren Teil der Wirbelsäule, ein auf- und absteigendes Vibrieren im Rückgrat, Schweregefühl im Kopf, leichtes Schwindelgefühl, Gefühl von Schwerelosigkeit, Kühle des Kopfes oder der Stirn, optische Eindrücke, Knackgeräusche im Kopf oder das Gefühl, aufzusteigen und den Körper zu verlassen....
Aber noch einmal soll hier betont werden, daß wir in der Meditation die Nähe zu Gott suchen. Wir meditieren nicht, um unsere medialenFähigkeiten zu entwickeln; sie entfalten sich mit wachsender Nähe zu Gott auf natürliche Weise. Mit der Zeit werden wir feststellen, daß sie offensichtlicher werden, nicht nur in der Meditation, sondern auch in unseren Träumen und im Alltagsleben. Bestandteil dieser Entwicklung ist auch eine zunehmende Kenntnis von den Erinnerungen der Seele. In Verbindung mit der Eigenbestandsaufnahme und dem Studium der Träume kann die Meditation ein starker Auslöser für Erinnerungen an vergangene Leben sein.
(aus "Du weisst, wer du warst" - Edgar Cayce)
als Leute, die einen im November/Dezember noch mit Terminen vollknallen, das sind Leute, die einem ihre Termine aufdrücken, aber dann, wenn man sich schon richtig schön abgehetzt und gestreßt hat, einen Rückzieher machen, weil ihnen einfällt, daß ihnen das alles ein bißchen zuviel wird. Ja, wie leben die denn? Haben die tatsächlich noch nie mitgekriegt, daß es um diese Zeit immer eng wird? Aber Hauptsache erstmal andere mit ihrem Wahnsinn nerven...
da hab ich gerade eine nette Physiotherapeutin gefunden, bei der ich mich wohl fühle, und dann sagt sie mir, daß sie bald im nächsten Jahr nicht mehr da ist. Also sie schon, aber die Praxis halt nicht mehr. :-/
Und Herr N. erklärte mir heute, daß ich meiner Chefin sagen solle, mir sei schlecht. Er würde dann den Rest des Jahres die Sachgebiete alleine schmeißen. Ähhh.... will der mich loswerden, oder was? Ich mein, ich hätte ja theoretisch nichts dagegen. Das ist doch mal ein Angebot, ein großzügiges obendrein. Allerdings bezweifle ich, daß man mir fünf Wochen lang abkauft, daß mir schlecht ist.
Heute hat jemand im Blog nach Aldrian B gesucht. Dabei gibt es den doch gar nicht. Oder doch? Ich dachte immer, das ist eine Erfindung von mir.
In drei Stunden reise ich weiter. Nach Saint-Germain bei Paris. Ich muß einiges, was ich nun erkannt habe, aufzeichnen, damit es mir nicht verlorengehe:
Erstens: Wolfram von Eschenbach läßt den Namen des Gralssuchers und Gralskönigs Parzival "Schneid' mitten durch" (Percavel: Schneid' gut) bedeuten. Das altprovenzialische Wort 'Trencavel' besagt dasselbe. Wolfram von Eschenbach hat den Carcassonner Vizegrafen Raimund Trencavel als Parzival besungen!....
Fünftens: Wolfram von Eschenbach behauptet, die wahre Sage vom Gral sei aus der Provence, also aus Südfrankreich, nach Deutschland gekommen! Der welsche Dichter Kyot von Provenze habe ihm die Mär vermittelt. Nun weilte um die zwölfte Jahrhundertwende ein Troubadour namens Guiot von Provins am Carcasonner Hof als Gast. Dieser fahrende Sänger ist Wolframs Kyot gewesen und hat, wie es damals gang und gäbe war, dem Hause Trencavel seinen Dank dadurch abgestattet, daß er seine Gastgeber, Adelaide und ihren Sohn Raimund-Roger Trencavel, als Herzeloyde und Parzival besungen, und Wolfram hat die Vorlage von Guiot, seinem Kyot, übernommen...
Siebtens: Wolfram von Eschenbach und Troubadour Guiot von Provins können sich zu Mainz kennengelernt haben, denn beide haben hier zu gleicher Zeit geweilt, anläßlich eines von Friedrich Barbarossa veranstalteten Ritterfestes. Damit soll nicht gesagt sein, daß die Gestalten des Parzival und der Herzeloyde Schöpfungen des Dichters Kyot-Guiot seien, denn die Mären vom Gral und vom Parzival waren damals ungemein verbreitet und beliebt. Sie lassen überdies auf ein viel höheres Alter als siebenhundert Jahre schließen. Ich sage nur, daß Kyot-Guiot seine Gastgeber als eine Herzeloyde und als einen Parzival besungen hat.
Achtens: Wohl hat Rom die Schriften der Katharer vernichtet, wir besitzen aber in Wolframs "Parzival" eine zweifellos vom Katharertum diktierte Dichtung!
(aus "Luzifers Hofgesind" von Otto Rahn)
Ein Freibad der etwas anderen Art. Das labyrinthartige Konstrukt besteht aus vielen kleinen verwinkelten Becken, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Da die Höhen und Tiefen der Becken unterschiedlich sind, funktionieren manche Kanäle wie Wasserrutschen. Jedes Becken ist auch gleichzeitig ein Blog eines Blogbesitzers. Man kann in die Becken hineinspringen, hinabtauchen, sie durchschwimmen und schließlich über die Kanäle in andere Blogbecken schlittern. Leider ist das Freibad sehr überlaufen. Zu bestimmten Zeiten drängen sich die Leute dicht an dicht im Wasser, weshalb ich nur noch vormittags hingehe. Ich erfahre dabei, daß
Traumzeit einen dritten Blog mit oder unter dem Namen "Kron" führt. Außerdem höre ich in einem deutlichen Satz, daß bei ihr ein Stau herrscht. Ein Stau inwiefern? Ist das Becken verstopft? Zu viele Leute? Es geht auch um zwei männliche Internetbekanntschaften von Traumzeit. Dies erinnert mich an meine eigene Internetbekanntschaft. Dieses dunkle Wasser möchte ich nicht noch einmal durchschwimmen. Jenem Becken halte ich mich lieber fern. Auf den Plätzen neben den Becken kann man jetzt Bettwäsche sehen, weiße und weiß-rot karierte. Die Bettwäsche gehört verschiedenen Leuten. Ich meine mich zu erinnern, daß in Träumen immer Spinnen auftauchen. Dies ist doch auch ein Traum, also findet sich hier sicherlich ebenfalls eine Spinne. Sorgfältig untersuche ich jede einzelne Falte der Bettwäsche, nirgendwo eine Spinne in Sicht, nirgends ist eine versteckt. Das kann doch gar nicht sein! In Träumen findet man immer Spinnen und meistens dann, wenn man sie nicht erwartet!
wieder einen Geburtstag rumgebracht und stundenlang alte Musiker- und Muckengeschichten gehört. Die siebenjährige Enkelin hat die gesamte Festgesellschaft auf Trab gebracht, indem sie sich erst ständig jemanden gegriffen und gequält hat, der singen sollte, dann selbst hunderte Male hintereinander laut und falsch "Oh Tannenbaum" sang, schließlich alle zum Stille-Post-Spielen zwang und einen armen Nachbarn als Pferdchen mißbrauchte. Als sie endlich mit der Mutter nach Hause mußte ging ein Aufatmen durch die Reihen der Anwesenden. Ich finde, die Kleine könnte später gut Animateurin werden, oder so. Und wenn ich irgendwann zwischendurch meine Steuererklärung erledigt habe, kann ich langsam beginnen an Weihnachten zu denken.
Ich stelle gerade fest, daß Neptun nicht erst in zwei Jahren in das 8. Haus läuft und dann in
Rezeption mit dem Häuserherrscher vom 9. Haus steht, sondern sogar schon nächstes Jahr, verbunden mit einigen sehr markanten Aspekten, die das ganze anscheinend noch einmal verdoppeln oder verdreifachen: Neptun auf Hausspitze 8 in Opposition zur Sonne, zeitweise in Konjunktion mit Jupiter (im Radix Sonne Quadrat Neptun und Sextil Jupiter - Jupiter/Neptun = 9.Haus),
gleichzeitig Uranus 9. Haus in Opposition zu Pluto zeitweise in Konjunktion zu Saturn (Uranus/Pluto Radix = 8. Haus). Diese vielen Wiederholungen sind schon fast unheimlich. Für mich klingt das entweder nach Lottogewinn oder bodemlosen Leichtsinn mit zeitweiligen Verwirrtheitszuständen, jedenfalls nach Veränderung, aber Spekulieren ist ja eh immer müßig.
Ich besuche Herrn Luchterhand im Gefängnis. Blaß sitzt er an einem Tisch und schaut mich anklagend an. Ich habe ein ungutes Gefühl. Will er sich vielleicht rächen, weil ich ihn hinter Gitter gebracht habe? Ok, ich habe es noch nicht getan, denn ich bin noch nicht ganz so weit, aber ich habe es vor. Doch als Romanfigur hat er eigentlich gar nichts zu melden, schließlich bin ich der Autor. Ich fühle mich etwas schuldig. Aber ich kann ihn ja nicht auf die Karibik schicken, nur damit er ein besseres Ende nimmt. Er schiebt ein Buch zu mir herüber. Es ist nicht sein Tagebuch, sondern eines, dessen fester Einband rundum mit einem Sepiabild bedruckt ist. "Da fehlt was!" sagt er. Huch! Da fehlt etwas? Was meint er?
Bemerkung: Hm, da fehlt etwas? Etwa das Ende? Das ist klar, daß das noch fehlt. Irgendwie nervt es mich, von meinen eigenen Romanfiguren zu träumen. Die haben immer so viel zu meckern.
Im ersten Teil des Traumes sehe ich alle möglichen Leute mit dicken, selbstgestrickten Strümpfen statt mit Schuhen herumlaufen. Dafür haben diese Strümpfe aber ein Muster eingestrickt, welches das Aussehen von Schuhen nachahmen soll.
Danach gelange ich irgendwie, ich glaube über einen von der Straße abgekommenen LKW, in ein riesiges, verwinkeltes Haus. Es erinnert fast an ein Labyrinth, denn überall sind Türen, kleine Kammern und seltsame Ecken. Durch manche Kammern kann man hindurchlaufen, weil sie auf allen Seiten Türen haben, manche Kammern sind auch "Sackgassen" bzw. richtige Zimmer. Während ich durch einige der Gänge laufe und Zimmer durchquere, bekomme ich mit, daß es in diesem Haus Ärzte und Patienten gibt. Die Patienten sind Leute, die ihre eigenen Eingeweide und Körperteile essen. Das ist mir ziemlich suspekt, denn ich denke mir, wenn sie ihre eigenen Körperteile essen, essen sie vielleicht auch die von anderen. Also möglichst unauffällig verhalten, damit keiner von denen auf dumme Ideen kommt. Aus diesem Grund ziehe ich mich in einen relativ abgeschnittenen Teil des Hauses zurück, den ich nun bewohne. Er ist trotzdem frei betretbar, da die Türen sich nicht abschließen lassen, aber so entlegen, daß sich scheinbar keine von den Gestalten des Hauses dorthin verirrt. Das ist mir sehr angenehm, aber leider fühle ich mich nicht hundertprozentig sicher. Die anderen Teile des Hauses meide ich. Eines Nachts spüre ich, wie meine verstorbene Katze am Kopfende auf mein Bett springt, bis zum anderen Ende hinuntertappelt und sich dort zusammenrollt. Ich schaue genauer hin und sehe, daß sie sich diesmal nicht auf dem Bett zusammengerollt hat, sondern so unter die Bettdecke gekrochen ist, daß nur noch das Schnäuzchen hervorguckt (etwas, daß sie in der Wirklichkeit nie getan hat). Versteckt sie sich vielleicht ebenfalls?
Irgendwann beschließe ich, daß es nun Zeit ist, daß Haus bis in jeden Winkel zu erkunden. Es erscheint mir besser, zu wissen, wovor ich mich fürchten muß oder auch nicht, als die ganze Zeit in meinem Zimmer zu hocken und auf irgendwas zu warten, das ich nicht kenne. Ich gehe also los, wieder denselben Weg durch das Hauslabyrinth, den ich gekommen bin, nur daß ich diesmal keine einzige Tür und keinen Winkel auslasse. Viele der Zimmerchen und Ecken sind einfach nur leer. Vor einer Tür steht ein Paar Frauenschuhe. Ich denke mir, daß hier vielleicht gerade eine Patientin bei einer ärztlichen Untersuchung ist, mache die Tür aber trotzdem auf. Auch diese Kammer ist leer. In einem Teil des Hauses treffe ich auf viele junge Mädchen, die Getränke ausschenken oder nähen und ziemlich gelangweilt wirken. Ich versuche eine Unterhaltung mit ihnen zu beginnen, was sich aber als schwierig erweist. Während ich noch mit den Mädchen beschäftigt bin, strömen von allen Treppen, Gängen und Winkeln Gestalten herbei, bis ich in einer Masse davon stehe. Die Situation erinnert an eine gut besuchte Stehparty. Einige Gestalten sind völlig gesichtslos, andere wirken sehr furchteinflössend, haben deformierte (hohe) Köpfe, Blutergüsse oder sehen ein wenig aus, wie verwesende Leichen. Ich habe nicht den Eindruck, daß die wirklich gefährlich sind, aber einen Schreck einjagen wollen sie mir anscheinend schon. Vielleicht sehen sie sogar nur deshalb so aus. Auf Verstecken oder Flucht habe ich keine Lust, weshalb ich einfach stehen bleibe und jedem, der mir doof kommt ein paar auf die "Mütze" gebe. Die Gestalten scheinen diese Kabbeleien zu amüsieren. Ich selbst fühle mich eher unwohl, auch wenn ich denke, die Situation im Griff zu haben. Da kommt mir schlagartig, wie eine alte Erinnerung, eine erlösende Erkenntnis - dies alles um mich herum ist nur eine Projektion meines Geistes, es ist ein Traum. Wenn ich mich also in mich selbst zurückziehe und meinen Geist still werden lasse, dürfte auch diese Traumprojektion verschwinden. Ich schließe mitten in der Menge die Augen und versuche an nichts zu denken, sondern völlig still zu werden. Vor meinen geschlossenen Augen sehe ich einen hellgrauen Hintergrund mit einem weißen, scrollenden Kästchen, wohl ein Computerprogramm. Erst will ich neugierig mit den geschlossenen Augen hinschauen, was in diesem Programm steht, aber dann wird mir klar, daß auch dies nur eine Ablenkung des Geistes ist. Wenn ich mich jetzt auf dieses Bild konzentriere, lande ich wahrscheinlich in einem völlig anderen Traum und das will ich eigentlich nicht. Ich möchte jetzt auf jeden Fall aufwachen. Also ziehe ich meine Aufmerksamkeit noch weiter zu mir heran und beachte das Bild vor meinen geschlossenen Augen gar nicht mehr. Während ich so stehe, spüre ich ein Vibrieren und Schwingen, welches ich für Schwingungen des Hauses halte, durch die vielen Gestalten um mich herum verursacht, die umherlaufen und den Boden zum Schwanken bringen. Dies stürzt mich für einen Moment in Zweifel, denn wenn ich die Bewegungen der Gestalten um mich herum spüren kann, dann müssen sie noch da sein und das mit der Projektion stimmt vielleicht gar nicht. Kurzzeitig bin ich versucht, die Augen zu öffnen, widerstehe aber dem Drang und lasse den Gedanken vorüberziehen, während ich mich weiter auf meine innere Mitte konzentriere. Dabei habe ich nun das Gefühl, bzw. den Eindruck, durch neue Bilder verursacht, durch viele Bewußtseinsschichten meiner selbst "aufzusteigen". Es erinnert an ein langsames Auftauchen aus der Tiefe eines Wassers. Unter anderem erwache ich auch wieder in meinem Traumbett, so wie in anderen Aufwachträumen. Dies bestätigt meine Vermutung, daß das Aufwachen im Traum so etwas wie ein Tor von einer Bewußtseinsebene zur nächsten ist, so wie es das "richtige" Aufwachen ja ebenfalls ist. Und schließlich erwachte ich wirklich hellwach.
werde ich entweder depressiv oder aggressiv. Herr N. versuchte mich wieder aufzubauen, indem er mir mehrmals versicherte, auf das, was die bei den Dienstberatungen quasseln, dürfe man eh nicht hören, die reden sowieso nur Sch.... Normalerweise mache ich das auch nicht, sondern beschränke mich auf zum einen Ohr rein, zum anderen raus, aber anscheinend ist selbst das noch zuviel.
Ein Geburtstagsgeschenk für Samstag habe ich immer noch nicht und ich habe mich jetzt entschlossen, Geld zu schenken. Wenn mein Bruder der Meinung ist, daß er neue Klamotten braucht und ihm sonst nichts einfällt, ist das vielleicht das Beste, auch wenn ich Geld schenken eigentlich blöd finde. Nun fiel mir dazu ein, daß es in meiner Kindheit Anziehpuppen aus Papier gab, die man auschneiden konnte und mit ebenfalls ausgeschnittenen Sachen "anziehen" konnte. Gibt es sowas eigentlich heute noch? Das wäre ja mal ein witziges Detail, das Geld mit so einer Anziehpuppe mit aufgeklebtem Gesicht von meinem Bruder oder so zu verschenken. Leider fällt mir das mal wieder viel zu spät ein, so daß ich es wahrscheinlich bis Samstag vergessen kann.
stürzen sich die Termine auf mich, als wäre ich ein gefundenes Fressen. Ich muß nur einmal "Piep" sagen oder mich irgendwo blicken lassen, schon hab ich wieder einen an der Backe. Dabei fühle ich mich kräftemäßig dem nicht gerade gewachsen, aber sobald ich mich in mein Schneckenhaus verkriechen will, sind alle Umstände gegen mich. Anscheinend gibt es kein Entkommen. Ich hoffe bloß, daß es zu Weihnachten hin nicht noch schlimmer wird.
Es gibt so Gelegenheiten, bei denen mir der Gedanke kommt, irgendetwas stimmt mit mir nicht. So eine war auch heute, als eine Kollegin von ihrem Vorstellungsgespräch erzählte. Eine Konkurrentin für die Stelle wartete vor der Tür und die Kollegin überlegte, ob sie nicht, wenn sie hinausgeht, eine "Strike"-Geste machen solle, um die andere zu verunsichern. Sie tat es nicht, aber ehrlich gesagt, ich wäre vorher noch nicht einmal im Traum auf so eine Idee gekommen. Und ich halte mich wirklich nicht für unschuldig. Ich habe schon geklaut, Unterschriften gefälscht, Emailkonten geknackt, geschwänzt, gelogen, geflucht, böse Briefe geschrieben, gewissen Männern Haarausfall an den Hals gewünscht, kleine Kinder geschubst, mich sinnlos besoffen, an die Kirche gepinkelt (ok, das war aus der Not heraus) und bin mit fremden Männern mitgegangen - alles Dinge, die eine gut erzogene Pfarrerstochter eigentlich nicht tut. Wenn es allerdings um subtile Einschüchterungs- oder Rufschädigungsstrategien geht, das Spinnen von Intrigen bzw. darum, Leute zu verarschen, bin ich eine komplette Niete. Nicht nur, daß ich von alleine garantiert in keiner Situation auf solche Taktiken komme, ich erkenne sie meist auch nicht bei anderen. Zwar kann ich manchmal die tiefsten Geheimnisse und die blinden Flecke von anderen Menschen ergründen, je tiefer es geht, um so treffsicherer werde ich, doch wenn es um oberflächliche Launen und Intentionen geht, versage ich auf ganzer Linie. Auch ich mache immer wieder den Fehler, zuerst von mir selbst auszugehen, obwohl doch klar ist, daß nicht jeder Mensch so ist wie ich. Aber irgendwie kann ich auch einfach nicht auf diese Art denken. Deshalb muß man mich schon mit der Nase darauf stoßen, und selbst dann falle ich noch immer jedesmal aus allen Wolken, besonders wenn es mich betrifft, aber auch, wenn ich solche Aktivitäten um mich herum bemerke, sei es nun sowas relativ Harmloses wie bei obiger Kollegin, das anonyme Anschwärzen von jemandem beim Arbeitgeber (wie im Freundeskreis meines Bruders geschehen), beliebte Spielchen im Büro, wie Informationen vorenthalten oder bewußt jemanden madig machen. Ich kenne das alles und vergesse es wieder. Mir muß da irgendeine Hirnregion fehlen, vielleicht die für versteckte Winkelzüge. Ich kann ja auch kein Schach spielen, obwohl ich die Regeln kenne. Und als ich mit 14 oder 15 "Gefährliche Liebschaften" von de Laclos gelesen habe, habe ich kein Wort kapiert, sondern mich gewundert, warum sich Leute so gähnend langweilige Briefe schreiben. Ich bin absolut untauglich für diese Spielchen und wahrscheinlich deshalb ein um so leichteres Opfer. Bloß gut, daß ich davon meistens gar nichts mitkriege...