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Sonntag, 9. November 2008

...

Eine mir durch mündliche Überlieferung bekannt gewordene Legende will wissen, daß Maria Magdalena den Gral nach Marseille mitgebracht und in einer Höhle (Sainte-Baume bei Tarascon) gehütet habe. Es handelt sich hierbei um die Rhonestadt Tarascon. Wie ich aber im Textteil bereits angedeutet habe, kannten die Tarusconienses im Ariegetal diese Tarask als Totem. Ich nehme an, daß hier eine Verschmelzung von zwei Tarasklegenden vorliegt.
(aus "Kreuzzug gegen den Gral")

Neptun im 8. Haus

Bei guten Aspekten Vermögenszuwachs durch die Ehe oder durch Erbschaften; Befähigung, tief in okkulte Dinge einzudringen.
Ein schlecht - gestellter Neptun bringt eine gleichgültige, nachlässige Ehehälfte, Verluste durch die Ehe, durch Nachlasssachen, Testamente usw., Gefahr eines rätselhaften Todes, verborgene, schleichende Krankheiten, Doppelleben, Verschwinden, Verschollenheit.


Jim Morrison hatte Neptun im 8. Haus.

Ich selbst bekomme ihn als Transit und habe einen Quadrataspekt von Neptun zur Hausspitze, führe aber jetzt schon mehr oder weniger ein Doppelleben. Sollte ich also plötzlich (Uranus Herrscher des 8. Hauses) spurlos verschwinden, setze ich mein Doppelleben wahrscheinlich irgendwo anders fort.

Zucker sagt,

als eines der nützlichsten Werkzeuge Satans und einer überstandenen Virusgrippe leide ich unter Beschränkung.

Samstag, 8. November 2008

Ahn (1820 - 1904)

Ahn

Ich glaube, ich habe das schon einmal geschrieben, aber ich finde, mein Ahn sieht aus wie Nosferatu. Er war übrigens Arbeiter in einer optischen Anstalt (ja, ja, das sagen sie alle), neben dem Bäckerhandwerk (von dergleichen Fähigkeiten aber nichts auf mich übergesprungen ist) das traditionelle Gewerbe unserer Familie. Inwieweit dies damit zusammen hängt, daß die meisten auch dicke Brillen tragen, wage ich nicht zu beurteilen.

Cross over

Cross over

When the music's over



Ich mag Jim Morrison nicht besonders. Ehrlich jetzt. Jeder denkt, wenn man gerne The Doors hört, müsse man Jim Morrison mögen. Das stimmt nicht. Zum Beispiel finde ich ihn nicht besonders gutaussehend und attraktiv (ok, bis auf die Hüften, als er noch schlank war - aber das Gesicht ist doch wirklich gruselig). Vielleicht habe ich aber auch nur so ein gespaltenes Verhältnis zu ihm, weil ich in meinen ersten vier Schuljahren einen Mitschüler hatte, der genauso wie ein kleiner Jim Morrison aussah. Er hatte dieselben Schlupfaugen, dasselbe flache Gesicht und denselben Trotzmund. Außerdem auch noch genau die gleiche Frisur, was die Eltern wohl absichtlich so wollten. Er war ein Rabauke wie Jim Morrison, nur an Intelligenz mangelte es ihm völlig (ganz im Gegensatz zum Vorbild). Ich mag zum zweiten die Stimme und den Gesang von Jim Morrison nicht besonders, sondern war schon immer der Meinung, daß viele der Doors-Songs instrumental sehr gut kommen, weshalb ich mich meistens mehr auf die Begleitung konzentriere. Das ist ungefähr so wie bei den Wagner-Opern, nur mit dem Unterschied, daß bei den Doors der Gesang die Songs nicht sehr viel schlechter macht und man das halt wegen der Lyrics akzeptiert. Allerdings gibt es auch hier eine einzige Ausnahme, nämlich diese paar Zeilen "When the music's over, when the music's over, yeeeeaaaaahhh....turn out the lights, turn out the lights", von ihm gesungen mit diesem Timbre wie tropfender zähflüssiger Sirup in der Stimme, die ich immer wieder hören könnte.

Freitag, 7. November 2008

Doppelte Rezeption

In der Zeit von März 2003 bis 2011 stehen Uranus und Neptun in Rezeption: Uranus, der Herrscher von Wassermann, durchläuft in diesen Jahren das Fischezeichen, während Neptun, der Herrscher der Fische, im Wassermann weilt. Das an sich ist noch nicht so aufregend. Das wird es erst, wenn in ca. zwei Jahren beide Planeten auch in Rezeption in Bezug zu meinen Radixhäusern stehen: Uranus als Herrscher des 8. Hauses im 9. Haus und Neptun als Herrscher des 9. Hauses im 8. Haus. Spannend!

Traumsplitter

Einen grünen Apfel (wahrscheinlich Granny Smith - meine Lieblingssorte) gegessen, Bissen für Bissen. Den süß-sauren saftigen Apfelgeschmack noch nach dem Aufwachen im Mund gespürt.

Ich erhalte von Traumzeit einen Kommentar in meinem Weblog, der von Stalin handelt. Erst wundere ich mich darüber. Habe ich überhaupt jemals über Stalin geschrieben? Ich lese meinen Eintrag selbst noch einmal. Ich habe ihn flüchtig nur für mich hingerotzt und er enthält nicht den Namen "Stalin". Trotzdem hat sie den Inhalt wohl richtig erraten. Auch der Kommentar an sich ist recht interessant. Weniger wegen des Inhalts als wegen seines Aufbaus. Er beginnt mit einer Frage. Danach schreibt sie, daß sie nicht bewaffnet ist, bzw. sich entwaffnet hat und dies als sehr wohltuend empfindet, wenn sie Kommentare gibt. Erst danach beginnt der eigentliche Kommentar. Ich denke bei mir, daß sie die Sache ziemlich raffiniert angeht, denn diese Art, Kommentare zu beginnen, ist sozusagen entwaffnend.

Meine Mutter enthüllt mir, daß sie Krebs hat, Brustkrebs. Sie gesteht auch, daß sie es bereits eine ganze Weile weiß, es mir gegenüber aber bisher verschwiegen hat. Ich frage nach Stand der Dinge, Behandlung usw. Angeblich ist sie in Behandlung. Sie trägt ein schmutzigweißes Oberteil. Über ihrer linken Brust zeichnet sich ein kleiner, bräunlich nässender Fleck ab. Auch die Konsequenz für mich wird mir klar - also nicht nur meine Großmutter.

In einem Park mit einem verwitterten altertümlichen Haus. Das Haus hat zwei Balkone, einen links und einen rechts an der Fassade, wobei der linke nicht ganz so weit hervorsteht wie der rechte. Ich stehe genau unter einem der Balkone und frage mich, ob der wohl noch trägt oder womöglich jeden Moment herunterkommt. Aber nein, das Haus sieht zwar verwittert aus, aber nicht verfallen. Der Balkon dürfte also keine Gefahr darstellen. Ungewöhnlich ist, daß ich, wenn ich hochblicke, eine eingemeißelte Schrift auf der Unterseite des Balkonbodens erkennen und entziffern kann. Auch der zweite Balkon ist "beschriftet". Leider habe ich mir die Worte nicht gemerkt.

Bauchmuskeltraining der fortgeschritteneren Art

Die gestrige neue Übung für die schrägen Bauchmuskeln, die ein wenig an einen strampelnden Käfer auf dem Rücken erinnerte, war schon erheblich anspruchsvoller als die früheren. Dies merke ich daran, daß ich fast den Anflug eines Schweißausbruches zu verspüren meinte, während ich mit Oberkörper und Beinen in der Luft zappelte, und daß ich mich heute fühle, als hätte mir jemand einen Schlag in die Rippen gegeben. Die Physiotherapeutin versprach mir freudig, daß wir diese Übung auch im Gruppenkurs machen werden. Ich kann es kaum erwarten. *ächz*

Donnerstag, 6. November 2008

Turn out the lights, turn out the lights

Turn out the lights, turn out the lights

Mittwoch, 5. November 2008

When the music's over

When the music's over

turn out the lights...

Am Rheinfall (hoffentlich mit H), zartgrünes Bambuspapier und ein zahmer Grünfink

Ein Familienausflug in eine Stadt mit Wasserfall. Meine Mutter, meine Schwägerin, mein Bruder und meine Tante sind dabei. Ich sehe die Stadt zuerst von oben, als würde ich über ihr schweben. Man sieht den sogenannten Rheinfall, einen sehr großen Wasserfall, sogar der Größte in Europa, wie ich im Traum weiß. Über diesem Rheinfall hängen zur Vergnügung runde, reifenartige Schaukeln, in welche man sich setzen kann. Sie sind angeordnet wie ein großes Mobile, schlenkern hin und her oder drehen sich um sich selbst. Zum Schluß kann man von der Schaukel abspringen, direkt in den Wasserfall hinein. Meine Schwägerin ist sofort begeistert und möchte das machen. Sie sagt, wir brauchen nur ein paar Boote, falls jemand nicht schwimmen kann. Noch einmal werfe ich einen Blick von oben auf die Stadt. An drei Stellen leuchtet ein Licht, als wären einige Häuser riesige Lampen. Unter anderem fällt mir eine langgestreckte Halle auf, die wohl schon aus früheren Jahrhunderten stammt. Sie ist ebenfalls stark beleuchtet und trägt zwei Kuppeln, die einen warmen, gelblichen Schein ausstrahlen. Nun befinden wir uns mitten in der Stadt. Zuerst halten wir uns in einem Lokal auf, welches eigentlich nicht geöffnet hat, aber trotzdem offen steht. Es ist Tradition, daß sich dort müde Gäste an den Tischen ausruhen und ihre mitgebrachten Stullen essen können. Ein Streit bricht zwischen zwei Männern aus und es geht hoch her. Wir ziehen weiter durch die Gassen der Altstadt. Diese Gassen sind wirklich sehr eng und beiderseits an den Häusern befinden sich alte schmiedeeiserne Schilder, ab und zu auch Marktstände, an denen man sich vorbeidrängeln muß. Bald haben wir einen Aufsichtspunkt auf Treppen erreicht, links von uns die langgestreckte, große Halle. Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt und ich mache Fotos vom Panorama, zuerst mit der Digitalkamera, aber ich habe auch die analoge Pentacon mitgeschleppt, mit der ich nun die gleichen Bilder machen möchte. Leider habe ich den Film noch nicht eingelegt und das jetzt auf der Tteppe zu machen, ist mir irgendwie zu fummelig, weshalb ich die Kamera resigniert zuklappe. Allerdings habe ich in ihr noch ein Stückchen belichteten und entwickelten Film gefunden. Genau drei Negative, welche Zwillinge (?) zeigen. Bin ich der eine Zwilling? Die Bilder müssen uralt sein. Ich beachte sie nicht weiter. Jetzt wird wieder der Rheinfall aktuell. Wir betreten das Gebäude, von dem aus es zu den Schaukeln und zum Wasser geht. Man läuft hier über erhöhte Gänge und schaut seitwärts hinunter auf riesige Badewannen mit Wasser. Die Badewannen sehen wie ganz normale weiße Badewannen aus, scheinen aber für haushohe Riesen gemacht worden zu sein. Man bekommt das Gefühl, daß jeden Moment solch ein Riese herbeikommt und sich in eine der Badewannen legt. Dabei sind diese eigentlich für die Besucher gedacht. Eine ist zum Tauchen, eine zum Sprudeln usw. Nur daß hier nirgendwo ein Besucher zu sehen ist. Wir sind die Einzigen in diesem Haus und mein Bruder zeigt begeistert auf die einzelnen Wannen, während ich skeptisch bleibe und mir der Gedanke unangenehm ist, in einer dieser Badewannen zu schwimmen oder zu tauchen. Wir verlassen das Gebäude wieder und landen in einem Shop, in welchem ganz besonderes Zeichenpapier in Stapeln aufgeschichtet ist. Es ist Bambuspapier und man bekommt es in vielen Variationen und Größen, auch mit zarten Tönungen. Mir gefällt besonders das Papier mit zartgrüner Tönung. Eigentlich habe ich ja das Zeichnen aufgegeben, aber diese reinen, leeren Papierblöcke reizen mich. Ob ich einen mitnehmen sollte?

In der nächsten Traumsequenz finde ich in meinem Zimmer einen Grünfinken. Ich vermute, daß er sich einfach verflogen hat und ganz schnell flüchten wird, aber überraschenderweise trippelt er stattdessen auf mich zu. Er kommt so nah, daß er meinen Schuh berührt und ich halte ihm einen Finger hin. Vorsichtig pickt er daran herum, als suche er Kontakt und streicht mir jetzt fast wie eine Katze um die Beine. Ich beginne ihn zu streicheln und er scheint es tatsächlich zu mögen. Könnte es sein, daß der Grünfink mein Haustier sein möchte? Ich bekomme fast den Eindruck, er legt es darauf an.

Bemerkung: Aus der Wikipedia habe ich gerade gelernt, daß es wirklich einen Rheinfall gibt und dies tatsächlich der größte Wasserfall in Europa ist. Ich schwöre, ich habe das bisher nicht gewußt. Stattdessen habe ich an meinem Traum gezweifelt und gedacht, na ja, wer weiß, vielleicht der größte Wasserfall Deutschlands oder so (dabei liegt er aber gar nicht in Deutschland). Da sieht man mal wieder, daß auf Träume Verlaß ist. Ich staune aber auch jedesmal, an welchen Orten ich mich nachts so herumtreibe, die ich eigentlich gar nicht kenne und die es dann wirklich gibt. Kyritz habe ich ebenfalls so kennengelernt. Jetzt frage ich mich nur noch, was es mit diesen Schaukeln über dem Wasserfall auf sich hat. Die wird es ja wohl in Wirklichkeit nicht geben.

Es tut mir sehr leid,

aber ich kann die allgemeine Euphorie über den Wahlsieg von Barack Obama nicht teilen. Zwar halte ich ihn für das kleinere Übel, aber mehr auch nicht. Und das liegt nicht daran, daß er farbig ist - würde Louis Armstrong noch leben und hätte kandidiert, was ja auch unter Unterhaltungskünstlern vorkommen soll, hätte ich keinerlei Bedenken. Aber Barack Obama ist mir irgendwie nicht geheuer, ich könnte jedoch nicht benennen, woran das liegt. Er ist ebenso glatt wie seine Wahlkampfmethoden und der Ehrgeiz, der in ihm steckt, muß immens sein. Wobei das bei amerikanischen Präsidenten sicher nichts Neues ist, aber trotzdem - ich glaube rein intuitiv, er ist noch einen Zacken schärfer als manch anderer. Ich weiß, dies ist ein völlig unqualifizierter Beitrag zu diesem Thema, aber ich schreibe ja hier sowieso keine qualifizierten Beiträge, wie allgemein bekannt ist.

Dienstag, 4. November 2008

Am Brunnen

Am Brunnen

Unter Wölfen

Manchmal fühle ich mich, als befände ich mich mitten unter Wölfen, die nur darauf warten, daß ich irgendeinen Fehler mache, um sich dann sofort auf mich zu stürzen. Das Problem ist allerdings, daß ich einfach zu gut bin, was zwar nicht bedeutet, daß ich keine Fehler mache, aber in Verbindung mit meinen Leistungen zumindest von der Leitung noch niemanden gestört hat. Man weiß, was man an mir hat, trotz der Schwächen, die auch ich in einigen Bereichen, die nicht zu meinen Fähigkeiten gehören, an den Tag lege. Ich habe den Eindruck, daß dies manchen ein Dorn im Auge ist, ebenso wie die Tatsache, daß ich für mich gekämpft habe, um nicht weiter wie ein alter Schindergaul ausgebeutet zu werden. Wenn ich trotz dieser kleinen gewonnenen Freiheit noch immer mehr Leistung bringe als manch anderer, so spricht das eigentlich nur für mich, finde ich. Trotzdem bleiben die Neider nicht aus und so sehr ich sie verstehen kann, so kann ich ihnen doch den Weg nicht abnehmen, selbst für sich einzutreten und zu handeln, wie auch immer das dann aussieht. Sie sehen nur die paar Privilegien, die ich jetzt genieße, aber nicht das, was ich dafür auf mich genommen habe und wie ich mich durchsetzen mußte, um überhaupt ernst genommen zu werden. Jedem steht es frei, den gleichen Weg zu gehen oder es zu lassen. Dann sollte er sich aber auch nicht beschweren, wenn er nichts geschenkt bekommt. Niemand bekommt in diesen Zeiten etwas geschenkt. Das Einzige, was man mir vorwerfen kann, ist - wie nennt man das heute? - mangelnde Teamfähigkeit. Das bedeutet nicht, daß ich unsozial, unfreundlich oder rücksichtslos wäre, im Gegenteil, es bedeutet einfach nur, daß ich meine Ruhe haben will. Es gab Zeiten in meinem Leben, da habe ich alles getan, um so zu sein wie andere, um möglichst nicht aufzufallen oder anzuecken. Da war ich sehr teamfähig. Bis ich gemerkt habe, daß es viel zu viel Kraft kostet, etwas anzustreben, wenn es nicht wirklich dem entspricht, was man ist oder möchte. Das Leben ist zu kurz und weder habe ich Lust, ständig Verantwortung für andere zu übernehmen und deren Arbeit zu machen, nur weil ich weniger Ellenbogen habe, noch meine Freizeit mit Leuten zu teilen, die mich nicht so akzeptieren wollen oder können wie ich bin, bzw. mir etwas neiden und nur darauf warten, etwas zu finden, womit sie an meinem Image kratzen können. Manchmal ist mir dieses Interesse an meinen Fehlern, aber auch dahingehend suspekt, daß ich mich frage, womit ich so viel Interesse eigentlich verdient habe. Ich bin doch im Grunde so völlig uninteressant und harmlos...

Montag, 3. November 2008

Californication -

das "Sex and the City" für Männer betitelt, ist mit Abstand witziger als "Sex and the City". Zwar habe ich von letzterer Serie nur drei oder vier Folgen gesehen, da es mir zu Kitsch- und Mädchenstorymäßig war (Schuhe, Make-up, Kleider, Frauenmagazine *gähn*), aber da ich von "Californication" bisher auch nur fünf Folgen gesehen habe, ist das vielleicht der richtige Zeitpunkt für einen Vergleich. Anfangs war ich ja skeptisch, zumal mich Sex nicht wirklich interessiert (im Fernsehen meine ich, in Büchern aber ebenfalls) und die ersten beiden Folgen noch mit mehr Californication als Witz daher kamen, doch bei den letzten Folgen habe ich sehr gelacht. Ich beginne es zu mögen. Da scheint eine vielversprechende Steigerung drin zu sein. Ok, David Duchovny sieht zwar mit zunehmendem Alter aus wie seine eigene Großmutter, aber immerhin merkt man, daß er auch komisches Talent hat. Könnte es außerdem sein, daß "Californication" die erste Serie ist, in der es ums Bloggen geht? Natürlich nur sekundär. Primär geht es um Sex, schon klar.

Mit etwas Glück

bin ich bald 1,80 m groß. Wirklich. Heute war zur Abwechslung wieder Massage fällig, aber der etwas anderen Art. Die Physiotherapeutin stand an meinem Kopfende, lehnte sich mit vollem Gewicht auf meinen Rücken und versuchte, meinen Po zu meinen Füßen runterzuschieben. Ich hatte das Gefühl, ich werde immer länger und länger, deshalb sagte ich irgendwann scherzeshalber: "Nicht daß ich hinterher noch 5 cm größer bin." Darauf antwortete sie völlig ernsthaft: "Das kann passieren. Vielleicht nicht gleich 5 cm, aber etwas weniger wäre schon drin." Gab es für sowas früher nicht Streckbänke?

Bevor es richtig zur Sache geht, muß ich jedesmal erst eine halbe Stunde auf einer heißen Moorpackung liegen. Ich werde außerdem mit einer weichen Kuscheldecke zugedeckt, das Klassikradio dudelt leise im Hintergrund und heute hat sie noch extra eine Salzkristalllampe geholt um gemütliches Licht zu machen. "Sie sollen es ja schön haben bei mir." sagt sie immer. Inzwischen habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, während dieser halben Stunde zu meditieren. An so eine halbe Stunde nach der Arbeit könnte ich mich gewöhnen. Theoretisch kann man sowas natürlich auch zu Hause gut machen, aber praktisch sieht das völlig anders aus. Wenn ich zur Physiotherapeutin komme, dann ist da alles schon aufgeräumt und sauber. Ich muß weder irgendwas wegräumen noch putzen, werde bedient und muß mich um nichts kümmern. Wenn ich nach Hause komme, sehe ich erst mal, was noch zu erledigen ist und wo ich aufräumen muß. Räume ich nicht auf, würde ich mich nicht so richtig wohl fühlen. Klar, die eigentliche Wellnessoase liegt im Kopf. Wenn man es drauf hat, kann man sich mitten im Chaos wie im siebenten Himmel fühlen. Aber ich mag es um mich herum lieber übersichtlich und so viele Stunden hat ein Tag leider nicht, wenn man ihn auch noch mit solchen Nebensächlichkeiten, wie Arbeiten und Schlafen füllen muß. Bei der Frage allerdings, was wohl besser ist, eine eigene Putzfrau oder eine eigene Physiotherapeutin, komme ich nicht so recht zu einem Ergebnis.

Gerade

in einem Werbeblättchen gelesen:

Kind erzählt vom Zoobesuch - "Der gefährliche Löwe im Zoo hat mir ganz toll gefallen." - "Und dem Vati?" - "Das süße Mäuschen an der Kasse."

Sonntag, 2. November 2008

Rabenkönig

An Tagen wie diesen,
wenn es nichts zu sagen gibt,
da fliegen die Worte wie Raben,
sie lassen sich nieder
und ziehen wieder fort.

An Tagen wie diesen,
wenn es nichts zu träumen gibt,
vorbei ist die Nacht, lichterbefleckt
und du bist nicht erwacht.
Schwarz beschwingt breitet er,

an Tagen wie diesen,
die fremd gewohnte Welt um dich,
den lockenden Spiegelsee der Feen
und hockt in den Poren
deiner verstaubten Sinne.

An Tagen wie diesen
hebt der Rabenkönig sein Haupt
und wartet auf Begleitung.
Auf sein Roß steig ich nicht,
doch einen Kuß behalt ich.

Samstag, 1. November 2008

Bei der Laterne

Bei der Laterne

Freitag, 31. Oktober 2008

Halloween auf dem Dachboden

Seit Monaten schon hören wir über unserem kleinen Büro in dem großen, alten Haus merkwürdige Geräusche. Es klingt, als würde etwas umherrollen oder über den Boden schleifen, als wäre jemand da oben. Über uns ist aber nur der Dachboden. Keine Kegelbahn, auch wenn es sich so anhört. Ich habe seit längerem vor, der Sache auf den Grund zu gehen, vergaß es jedoch, bis es mir drei Tage vor Halloween wieder einfiel. Hm, das trifft sich gut, dachte ich bei mir, Halloween ist am Freitag und da ist abends niemand mehr im Haus. Die doppelt passende Gelegenheit, um einmal nachzuschauen und sich gegebenenfalls zu gruseln. Also wartete ich vor meinem Dienstcomputer, bis die Laternen auf der Straße angingen und kein einziger Laut mehr aus den langen, leeren Fluren des Hauses drang. Ich beschloß, den Hinteraufgang zu benutzen, auch wenn dort das Licht nicht funktioniert. Im Dunkel des Treppenhauses, nur ab und zu durch das wenig hellere Restlicht des Abendhimmels durchbrochen, tastete ich mich eine Etage nach oben, bis auf dem obersten Treppenabsatz die Dunkelheit so undurchdringlich wurde, daß in der Schwärze absolut nichts mehr zu unterscheiden war, weder Tür noch Wand. Trotzdem spürte ich gleich darauf eine Klinke unter meinen Fingern und wußte sofort, daß die Dachbodentür nur angelehnt war.

Irgendwie hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, sondern erwartet, daß die Tür fest verschlossen sein würde. Ich hätte daran gerüttelt, wäre unverrichteter Dinge, aber nicht unbedingt enttäuscht nach Hause gegangen und hätte die Sache vergessen. Doch die Tür stand offen und ich jetzt mitten in ihr, ohne in der Schwärze um mich herum irgendetwas ausmachen zu können. Zögernd taste ich nach einer Wand neben mir und dem möglicherweise existierenden Lichtschalter. Ich fahre mit der Hand die Wand hinauf und hinunter. Fühlt sich nach einfachem Putz an. Weiter unten treffe ich auf einen klappernden metallenen Gegenstand. Was ist das? Das werde ich im Dunkeln sicher nicht herausfinden, deshalb weiter nach dem Lichtschalter gesucht. Hoffentlich ist es hier einigermaßen sauber und es hängen nicht überall Spinnen herum. Etwas weiter in die Wand hineintastend spüre ich plötzlich etwas Pelziges. Erschrocken ziehe ich die Hand zurück. War das wirklich pelzig oder habe ich mir das nur eingebildet? Vorsichtig suche ich die Stelle noch einmal. Nein, es ist nichts Lebendes, es ist nur der Lichtschalter aus Plastik, der sich im Vergleich zum kühlen und glatten Metall pelzig anfühlt. Schnarrend springt das Licht an und es bleibt trotzdem dunkel. Nur in geschätzten hundert Metern Entfernung ist ein schaler Lichtschein auszumachen, der sich um düstere Balken herumschlängelt. Wenn ich es bis dort hin schaffe, hätte ich Licht. Aber in völlig fremdem Gelände bis zu diesem Punkt vorzudringen erscheint mir zu riskant. Schließlich möchte ich mir nicht die Beine brechen, erkläre ich mir selbst vernünftig. Andererseits ist da aber auch noch die unbestimmte Angst davor, im Dunkeln durch einen bis dahin unbekannten riesigen Raum zu stolpern, während ich keinerlei Vorstellung habe, was mich dort erwartet. Sich eine Treppe hinauf- oder hinunter zu tasten ist dagegen vergleichsweise harmlos. Ich steige also wieder hinunter und beschließe, es noch einmal auf der Vordertreppe zu probieren. Immerhin gibt es dort Licht.

Auch hier steht die Dachbodentür offen. Doch als ich sie aufstoße, stehe ich unerwarteterweiser in einem schäbigen Bürokorridor. Das Licht knallt krachend an und wirft aus Neonröhren einen grünbleichen Schein auf die gelben Wände.

Halloween auf dem Dachboden 1

Erstaunt schaue ich mich um und erschrecke, als der morsche Boden unter dem abgenutzten Linoleum verräterisch laut zu meinen Schritten knarrt. Der schmale flackernde Gang wirkt unheimlich. Ganz am Ende kann ich eine Tür mit Knauf ausmachen und meine zu erkennen, daß sie ebenfalls nur angelehnt ist.

Halloween auf dem Dachboden 2

Ob ich dort hindurch muß? An den Türen entlang des Ganges lese ich seltsame Schilder. Damit meine ich nicht die, auf welchen 'Archiv' oder 'Kasse' steht, sondern die, auf denen "Bitte nicht abschließen" steht, denn jede einzelne Tür ist - fest verschlossen. Endlich erreiche ich die allerletzte Tür und ziehe sie mit einem klumpigen Gefühl im Magen auf. Wieder erwartet mich eine Überraschung. Eine kleine hölzerne Treppe führt über Rohre und Kabel auf ein hölzernes Podest, welches sich im Dunkel zwischen alten Balken verliert.

Halloween auf dem Dachboden 3

Geht es dort hindurch zum Dachboden? Vorsichtig steige ich über Treppe und Kabel. Die Neonröhren aus dem Gang hinter mir spenden hier nur noch wenig Licht, aber immerhin mehr, als ich vorher auf der anderen Seite des Hauses hatte.

Halloween auf dem Dachboden 4

Das verlebte Holz knirscht gefährlich. Und gibt kurz darauf zu meinem Schrecken fast lautlos unter mir nach. Sekundenbruchteile später höre ich etwas dumpf und in meinen Ohren fürchterlich laut gegeneinanderprallen. Gleichzeitig halte ich mich geistesgegenwärtig an der splittrigen, aber geraden Kante des Holzbodens fest. Eine Falltür! Es muß eine Falltür sein. Mühsam rolle ich mich zur Seite, bis ich auf dem Rücken liegen bleibe. Splitter haben sich unter meine Nägel gebohrt, wie ich ganz nebenbei bemerke. Mein Blick fällt nach oben. Über mir sehe ich einen schwarzen Balken von dem herab etwas baumelt. Oh, mein Gott! Sehr langsam begreife ich und eine eisige Kälte kriecht über meine Arme bis in die schmerzenden Fingerspitzen. Ein Galgen! Es ist ein Galgen! Leise und ungerührt wiegt sich die Schlinge in eintönigen Kreisen.

Halloween auf dem Dachboden 5