An einem Schreibtisch sitzend, neben mir einen Stapel Fotos aus Elsas Leben. Ich weiß nicht, wie die Fotos zu mir gekommen sind und auch nicht, ob es ihr recht ist, wenn ich sie ansehe. Das allererste Bild, auf das ich automatisch schon einen Blick werfen kann, zeigt ihre Häuser. Es sind zwei kleinere, weißgetünchte, die eng beieinander stehen. Elsa kommt herein, beugt sich über meine Schulter und beginnt das Foto zu erklären. Die anderen Bilder verstecke ich vorsorglich. Von einem Moment zum anderen befinde ich mich nun mitten auf einer Landstraße in einer ländlichen Gegend. Links an die Straße schmiegt sich ein kleinerer bewaldeter Hügel, der auf der Spitze bebaut ist. Rechts liegen Felder und über kleinere Feldwege gelangt man ebenfalls in den Wald. Elsas Vater jagd gerne in den ausgedehnten Wäldern. Die Landstraße selbst ist teils gesperrt und aufgerissen, anscheinend wird hier gebaut. Deshalb habe ich auch keine große Lust, auf ihr weiter zu gehen, sondern biege nach rechts in die kleineren Wege ab. Dabei lande ich erst aber zum Einkauf in einer Kneipe mit Verkaufsraum. Beides ist miteinander gekoppelt. Man betritt zuerst den Schankraum mit mehreren Tischen, und wenn man diesen durchschritten hat, führt eine schmale Tür in den sehr unspektakulären Verkaufsraum, wo es auch nicht viel im Angebot gibt. Gerade nur das wichtigste. Mit einem Abendessen ausgestattet, verlasse ich den Laden und folge weiter dem Weg, der stets tiefer in stille, unberührte Natur führt. Um mich herum ist immer noch Feld, welches aber durch locker stehende Baumgruppen unterbrochen wird. Hoch am blauen Himmel breitet ein großer Vogel seine mächtigen Schwingen. Ich halte ihn für einen Kranich und beobachte ihn, da läßt er sich plötzlich ganz in meiner Nähe nieder. Ich gehe etwas heran und stelle fest, daß es ein Eisvogel ist, der in den schönsten Farben schillert. Auf den Flügeln trägt er einen Schnörkel als Zeichnung. Etwas später befinde ich mich an einem Landschaftgebiet, das durch einen Maschendrahtzaun von der restlichen Gegend abgetrennt ist. Es ist von unaussprechlicher Schönheit, völlig wild von bunten Blumen und Kräutern bewachsen, mittendrin ein kleiner Teich, in dem ungewöhnlich große Libellen, die sogar noch aus der Ferne zu erkennen sind, ihre silbrigen Flügel breiten. Das ganze Gebiet liegt etwas tiefer, so daß man es gut überschauen kann, gehört zu einem Schloß oder einer Burg, die dahinter thront, und hat etwas märchenhaftes, verwunschenes und magisches, was nicht zuletzt an den außergewöhnlich glänzenden und leuchtenden Farben liegt. Aber es geht hier wirklich nicht mit rechten Dingen zu, denn eine unbekannte Frauenstimme aus dem Off fordert uns auf (es stehen noch andere an der Begrenzung und gucken), über den Zaun hinüber zu springen und an den Schloßmauern zeigen sich immer wieder seltsame Flecken und Zeichen - Sonnenflecken -, die sofort wieder verschwinden, wenn man hinschaut. Einerseits würde ich nichts lieber als über den Zaun in diese märchenhafte Natur zu springen, andererseits bin ich auf der Hut, denn ich vermute daß es dort sumpfig ist. Wo es besonders schön schillert, ist wahrscheinlich auch besonders viel Wasser, und wenn ich Pech habe, stecke ich dann bis zur Hüfte im Schlamm. Irgendwann befinde ich mich aber doch auf der anderen Seite und es ist wirklich sumpfig, allerdings nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Durch die brusthohen Gräser und den Schlamm arbeite ich mich langsam bis zum Schloß vor. Im Schloß erfahre ich etwas über Elsas Eltern und befinde mich bald darauf in dichtem Wald, wo ich Elsas Vater beobachte, wie er in einem kleinen Waldtümpel Selbstmord begeht. Er hat eine Flinte in der Hand, denn anscheinend war er gerade auf der Jagd, doch denn Selbstmord begeht er, indem er in dem Tümpel untergeht. Etwas später sehe ich auch Elsas Mutter am Tümpel. Ich denke, daß sie ebenfalls Selbstmord begehen will, da sie Anstalten macht, hineinzuspringen, und das bestürzt mich sehr, so daß ich fieberhaft überlege, ob ich noch irgendwie eingreifen und sie davon abhalten kann. Aber da ist sie bereits gesprungen und zu meiner großen Erleichterung beobachte ich, wie sie wieder aus dem Wasser auftaucht. Puh, so kann ich Elsa wenigstens diese eine gute Nachricht überbringen.
Ich erhielt heute die Mitteilung auf Anrufbeantworter, daß ich einen nagelneuen PEUGEOT gewonnen hätte. Nun kann ich leider keinen PEUGEOT gebrauchen. Wer ihn stattdessen haben möchte, der melde sich bitte bei:
Alvimada
Marek Malinowski
Zam. Czernica 102
58521 Jezow Sudecki
POLEN
(rufe aber keinesfalls!!! unter der Nummer 09003101341 an).
Stille Nacht, in der jedoch so etwas wie ein Gartenschwimmfest stattfindet. Trotzdem wird die Stille und die Dunkelheit kaum gestört, da nicht sehr viele Leute sich um den großen rechteckigen Swimmingpool versammelt haben. Ich selbst befinde mich erhöht auf einem Sprungturm sitzend. Von hier habe ich einen Überblick über das gesamte, fast menschenleere Becken. Die unzähligen Sterne des Nachthimmels spiegeln sich faszinierend auf der schwarzen Wasseroberfläche. Es ist, als sei die Milchstraße hineingestürzt, ein Anblick, der mich fast hypnotisch zum Dichten inspiriert. Versonnen ins Wasser blickend spinne ich einige Worte in der Art: "Ferner noch die Sterne in den Tiefen des Wassers denn ihre Brüder am Himmel. So tief du auch tauchst, erreichst du sie nie." Es gefällt mir nicht besonders und während ich noch sinne, fällt mir ein glänzender Gegenstand auf dem Grund des Schwimmbeckens auf. Es ist ein riesiger silbriger Zirkel, dessen Schenkel noch größer sind als ein Mensch. Er muß in das Wasser gefallen sein und sollte schnellstens wieder herausgeholt werden, bevor er zu rosten beginnt. Irgendwie fühle ich mich in der Verantwortung, aber ich springe sicher nicht von hier in das schwarze Wasser. Das Schwimmbecken mit dem Zirkel begegnet mir noch mehrmals im Traum aus unterschiedlichen Perspektiven. Einmal befinde ich mich direkt im Wasser und bemerke, daß der Swimmingpool nicht besonders tief ist, aber der Grund abfallend. Am Rand reicht mir das Wasser gerade bis zur Hüfte, doch je weiter man hineingeht, um so tiefer wird es. Ich wate durch die dunklen Fluten - die nicht all zu sauber sind, denn tote Insekten und welkes Laub schwimmt darin herum - und erkenne wieder denn sibrig vom Grund herauf schimmernden Zirkel. Doch er liegt im tieferen Teil und auch diesmal kann ich mich nicht dazu überwinden, herabzutauchen und ihn zu holen. Das Wasser ist mir einfach zu dunkel und zu dreckig. Sieht den Zirkel denn niemand sonst und fischt ihn da raus?
Eine undefinierte Umgebung, mein Vater in der Nähe. Auf einem (Kühl-?) Schrank entdecke ich eine schleimig-glibbrige Larve in einer Art Schneckenhaus oder Muschel. Ich zeige sie meinem Vater und währenddessen noch entfaltet sie sich und wird zu einem winzigen Krokodil, einem Baby-Krokodil, das seine Schnauze herausstreckt. Ich bin etwas erschrocken, denn auch wenn es jetzt noch klein ist, wird es irgendwann mal größer und ist dann nicht mehr so niedlich. Ich bin deshalb dafür, daß es entfernt wird, aber mein Vater lacht bloß, tippt mit dem Zeigefinger an die kleine Krokodilschnauze und sagt "Das tut doch keinem was!". Na jetzt vielleicht nicht, aber wenn das Krokodil hier bleibt, dann bleibe ich nicht. Und schon wandere ich schnellstens von der Bildfläche ab.
Bemerkung: Gestern schrieb ich in einer Mail über die Quadratur des Kreises.
ich habe eine tier-, bzw. hundetelepathische Begabung. Ich mein, ich rede ja ständig mit Tieren - mit Vögeln, Spinnen, Wespen, Katzen und was mir sonst noch so über den Weg läuft, in der Regel nicht unbedingt laut, sondern innerlich. Allerdings bin ich bisher nicht davon ausgegangen, daß die mich verstehen. Heute wieder ein Hund im Bus (seltsamerweise treffe ich in letzter Zeit nur noch weiße und silbergraue), lang im Mittelgang hingestreckt, so daß ich über ihn hinweg steigen mußte, da er auf Frauchens Gezerre gar nicht reagierte. Ein paar Sitze entfernt beobachtete ich ihn amüsiert und begann mich mit ihm zu unterhalten, still natürlich und in etwa so: "Hast ja recht, warum soll man sich auch untern Sitz quetschen, wenn der ganze Gang leer ist. Und so einen kleinen Schritt übern Schwanz werden die Zweibeiner ja noch hinbekommen. Ganz schön wacklig der Bus, nicht wahr? Gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten...usw. usf." Der Hund änderte seine Sitzhaltung und schaute nicht mehr Richtung Frauchen, sondern in meine, und robbte während meines Plapperns immer näher heran, Frauchen mit dem Rücken zu uns. Kurz vor meiner Ausstiegshaltestelle plapperte ich ganz spontan und absichtslos in Gedanken weiter: "Kommst du mit? Steigen wir jetzt aus? Na komm, steig mit mir aus!" Hund erhob sich und setzte sich in Hab-acht-Stellung, Blick zur Tür gerichtet. Und dann, Bus war im Abbremsen und ich wollte mich gerade aus dem Sitz schrauben, sprintet er zur Tür, von der Leine allerdings zurückgehalten. Frauchen sieht sich verwundert um, anscheinend hat sie erst jetzt mitbekommen, daß er auch noch da ist, und ist glücklicherweise stärker. Hund kommt trotz energischem Ziehen nicht bis zur Tür. Also bleibt nur noch 'Auf Wiedersehen!' zu sagen. Peinlich! Das nächste Mal, wenn ich einen Hund treffe, sollte ich besser die Klappe halten, auch die in meinem Dachstübchen....
irrte heute abend panisch vor der Haustür hin und her und flog mir fast gegen die Schläfe. Zumindest nehme ich an, daß es eine Fledermaus war, denn das Tier war viel zu schnell, um wirklich zu erkennen, was es gewesen ist. Und da wir gerade bei Tierbegegnungen sind - ein Hund im Bus sah aus, als könne er mit seinen Ohren fliegen oder zumindest das Gleichgewicht halten. Echt.
Man glaubt, Heidelberg - mit seiner Umgebung - bei Tage sei das Höchstmögliche an Schönheit; aber wenn man Heidelberg bei Nacht sieht, eine herabgestürzte Milchstraße, an deren Rand jenes glitzernde Sternbild der Eisenbahn geheftet ist, dann braucht man Zeit, um sich das Urteil noch einmal zu überlegen.
(aus "Bummel durch Europa" von Mark Twain)
"Gebetstraum" statt "Gebetsraum"
"opulenter Mist" statt "opulenter Mix" -
ich hoffe, das ist keine Vorahnung zum anvisierten Film
gerade fest, besser gesagt, gestehe es mir ein, daß ich mich von meiner gigantisch angewachsenen Blogleserolle vollkommen überfordert fühle. *zutiefst zerknirscht*
die Disco meiner Nachbarn scheint täglich pünktlch um 20 Uhr zu beginnen und generell erst früh um 6 Uhr zu enden. Ich würde ja gerne meine Arbeitszeiten entsprechend verlegen. Und ich frage mich, wie das die Leute unter denen aushalten. Wenn die Vibrationen in die Decke gehen, muß das noch viel schlimmer sein als bei mir. Ab nächstes Jahr kein Baulärm mehr und ab übernächstes kein Fluglärm, aber wohl zu früh gefreut - manche Leute scheinen es ohne Lärm einfach nicht auszuhalten.
Wer die Welt beherrscht, weiß aus täglicher Erfahrung, daß es in ihr nicht mit rechten Dingen zugeht, daß die Verquickungen der Geschehnisse nicht von ihm abhängen, daß er ein Spielball geheimer Kräfte und Gegenkräfte ist, die nach Anbetung und Opfer verlangen und immer wieder verlockt oder ausgesöhnt werden müssen. Ob die Kugel eines Attentäters trifft oder nicht, das hängt weniger von der Ballistik ab als von jenen Mächten, mögen sie ein dreieiniger Gott sein oder der Wille der Gestirne. Nur ein Herrscher erlebt es, wie sehr er außerhalb des erkannten Naturgesetzes steht, das heißt, inmitten des Wunders. Darum ist der Glaube der Könige und der Gewaltigen seit eh und je der Aberglaube...
(aus "Das Lied von Bernadette" von Franz Werfel)
ist man den ersten Tag auf Arbeit, ist schon wieder ein Klient tot. Es ist merkwürdig, was dieser Job oft für Gefühle in mir auslöst. Manchmal denke ich, daß ich nur haarscharf daran vorbeigeschrammt bin, selbst vor dem Schreibtisch und nicht hinter ihm zu sitzen. Eine winzigste Abweichung der gelebten Vergangenheit, eine Microverkrümmung nur, und ich lebte heute auf der anderen Seite. Ab und zu kommt es mir sogar vor, als würde ich auf die andere Seite gehören und nur ein unglaublich paradoxer und aberwitziger Zufall hätte mich stattdessen in die Position hinter den Schreibtisch geführt.
die Schlafposition beeinflußt auch die New Yorker Börse.
Das Zimmerchen, das Bernadette bewohnt, ist kahl, winzig, weiß getüncht, geht aber auf den Garten hinaus. Sie kann, wie sie es liebt, halbe Stunden lang am Fenster sitzen und völlig sinnverloren auf die Baumkronen starren. Dann und wann wird sie bei diesem gedankenvoll gedankenlosen Müßiggang überrascht, der für einfältige Beobachter unverständlich und daher aufreizend ist. Ein leerer Kopf hält's nämlich nicht aus, wenn er nicht jederzeit alle Hände voll zu tun hat.
(aus "Das Lied von Bernadette" von Franz Werfel)
Am frühen Morgen auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich bin früher dorthin unterwegs als eigentlich nötig. Im Krankenhaus muß ich in einem großen Raum mit mehreren Liegen warten. Nur eine sehr junge Schwester schaut vorbei. Nach einiger Zeit betritt eine freundliche, aber auch energische und witzige Ärztin den Raum. Die trägt braune, glatt herunterfallende halblange Haare und Ohrringe. Hinter einer Theke in einer Ecke des Raumes hat sie ihren Platz. Sie erklärt mir, daß noch einmal zur Sicherheit eine Blutuntersuchung durchgeführt werden müsse und ich zwölf Stunden zur Beobachtung da bleiben solle. Ich bin ziemlich unbesorgt und sehr überzeugt, daß es nicht wirklich etwas zu finden gibt, aber ok, wenn sie meint, daß es besser ist. Es geht wohl um die Venen und ein Gerinnsel, doch statt mir Blut abzunehmen, klebt sie mir jetzt eine Elektrode an das rechte Bein. Daß es das rechte ist, irritiert mich im Traum, den ich bin zu diesem Zeitpunkt, warum auch immer, felsenfest davon überzeugt, daß es das linke sein müßte, sage aber nichts. Irgendwann verläßt die Ärztin das Zimmer und ich bleibe zurück. Es ist langweilig zu warten, ohne groß nachzudenken gehe ich zur Tür und strebe unbewußt dem Ausgang des Krankenhauses zu, vorbei an Krankenzimmern, in die ich einen Blick erhaschen kann. Patienten in den typischen Krankenhauskitteln sitzen dort herum. Kurz vor dem Ausgang kommt mir die junge Schwester von der linken Seite entgegen. Wenn ich jetzt hinaus gehe, ist sie sicher sauer, also gehe ich stattdessen in ihre Richtung, weil ich hinter ihr eine Tür mit den Toilettenmännchen gesehen habe. So denkt sie nur, daß ich die Toiletten suche. Allerdings muß ich feststellen, daß diese Toilette ausschließlich für Personal ist und trotte erneut mit der Schwester in den Untersuchungsraum. Irgendwann ist die Ärztin wieder da und ich bekomme eine Tanztherapie, das heißt, ich stehe im Kopfhörern vor einer Wand und soll ganz locker drauf los tanzen. Es wird ein bekannter Popsong gespielt. Ich komme ich mir etwas blöd vor, allein vor der Wand herumzutanzen, während andere zugucken, weshalb meine Bewegungen anfangs wohl eher ungelenk sind, ehe ich in die Situation hereinfinde. Dann ist mein Bruder da. Er hatte auch eine Untersuchung oder ähnliches im Krankenhaus, könnte aber jetzt wieder nach Hause gehen. Ich dagegen muß noch genau zwölf Stunden hier bleiben. Ich wünschte mir, mein Bruder bliebe bei mir in dieser Zeit. Ohne daß ich es gesagt habe, erklärt mein Bruder von sich aus, daß er mit mir die zwölf Stunden wartet. Mein Blick fällt aus dem Fenster des Untersuchungszimmers. Ich mache den Vorschlag, daß man ja zwischendurch mal ein wenig raus und spazierengehen könne. Dagegen dürfte von den Schwestern kaum etwas einzuwenden sein und schließlich kennen wir diese Gegend noch nicht.
Das Göttliche ergreift das ganze Wesen dessen, den es begnadet. Das Dämonische will es sich leicht machen und wählt daher unsre Talente, um sich einen Eingang zu bahnen. Die krankhafte Eitelkeit aller Talentierten hat darin ihren Ursprung.
(aus "Das Lied von Bernadette" von Franz Werfel)
einige Berufe, die ich in diesem Leben noch gerne lernen würde (nur lernen - nicht darin arbeiten), die da wären: Tischler, Fotolaborant und Gebäudereiniger.
Twittereis, ein Eis wie ein Kuß, der eifersüchtig macht: Schäumig geeistes Zitronen- und Erdbeersorbet in Schichten getwirlt mit cremigem Milcheis, und das alles in einer rohrförmigen langen Eiswaffel. Wow, ist das lecker!
In der elterlichen Dienstwohnung des Pfarrhauses. Aus irgendeinem Grund fallen mir ständig Bunt- und Bleistifte aus dem Fenster. Einer ist aus dem Kinderzimmerfenster gefallen, und der andere wurde gerade durch einen Luftzug aus dem Küchenfenster geweht. Dann werde ich mal schnell schauen gehen, ob ich die Stifte unten wieder aufsammeln kann. Einen der Stifte finde ich auf dem vergittertem Vorsprung unter dem Küchenfenster, der andere liegt auf den Pflastersteinen. Aber ich finde noch viel mehr. Überall sehe ich Sachen von mir herumstehen. Die Nische unter dem Balkon, wo normalerweise Bretter lagen, ist nun ein Regal. Auch im vergitterten Vorsprung ist ein Regal, und sogar seitlich vom kleinen Vorgarten sind Regale. Und alles voll mit meinen Sachen. Je mehr ich schaue, um so mehr entdecke ich. Mein Gott, ich muß das Zeug schnellstens nach oben schaffen. Wir wohnen doch nicht mehr lange hier und sonst vergesse ich es vielleicht. Ich beginne damit, daß ich alles in die Hofmitte herausstelle - Bücherstapel, Plastikeimer und -wannen, Gläser, Halbedelsteine, Spielwürfel, Plakate. Hoffentlich gehört das wirklich alles mir. Nicht daß der Hausmeister dort auch Sachen abgestellt hat und ich die mitnehme. Aber M., der Enkel des Hausmeisters und mein Spielfreund, ist mit dabei und wird schon merken, wenn sich etwas falsches unter die Dinge geschmuggelt hat. Der gesamte Hof ist nun vollgestellt. Es sieht aus wie bei einem Umzug. Hilfe, wie kriege ich das jetzt alles nach oben? Zum Glück helfen mir M. und noch eine zweite Person (S.?). M. ist bereits mit einem Arm voller Zeug ins Haus gegangen. Ich schnappe mir einen hohen Turm aus Plastikschüsseln und -eimern. Im Haus erreiche ich seltsamerweise sofort das Dachgeschoß. Ich wundere mich darüber, daß hier alles so fremd und neu aussieht. Kein Dachboden, wie ich es erwartet habe und kenne, sondern saubere kleine Zimmer und Wohnungen, die wahrscheinlich sogar bewohnt werden. Doch wo die Sachen lassen? Irgendwo müßte der Eingang zu einer Dachkammer sein. Die Zimmerfluchten und Türen sind wie ein kleines Labyrinth. Eines der Durchgangszimmer dient wohl neuerdings als Antiquariat und ich entdecke eines meiner Bücher, mit einem Zettel, auf welchem groß "Susi" steht. Ahh, dann hat M. die ganzen Sachen also schon in die Zimmerchen verteilt, sortiert und ggf. zum Verkauf freigegeben, nicht ohne mit Zetteln zu vermerken, daß es sich um meinen Besitz handelt. Aber im Antiquariat kann ich keine Plastikschüsseln lassen. Suchend irre ich weiter umher, um die richtige Stelle zum Deponieren der Plastikteile zu finden.