Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2023 NeonWilderness

Die Steilküste

Am Ankunftstag war es sehr stürmig, aber sonnig. Doch mehr als eine Fußtaufe im Meer, eine Nase voll Wind zu nehmen und ein wenig die Umgebung zu sondieren, war nicht mehr drin. Am nächsten Morgen machte ich mich jedoch sofort auf zur Steilküste bei Ahrenshoop, da es an diesem Tag sowieso leicht verregnet war. Da es immer wieder zu neuen Abbrüchen von der Steilküste kommt, ist dieser Strandabschnitt eigentlich gesperrt. Gesperrt ist jedoch relativ, denn es steht nur ein Schild dort, daß das Betreten verboten ist, weil Lebensgefahr besteht. Wie man sieht, sind jedoch trotzdem immer einige Leute dort unterwegs. Auch auf dem oberen Weg stehen überall Warnschilfder, allerdings liest man darauf nicht, daß das Betreten des Weges verboten ist, sondern nur, daß es auf eigene Gefahr geschieht. Und bei meinem späteren Rückmarsch vom Prerower Leuchtturm war mir das dann herzlich egal, weil ich gar nicht in der Lage gewesen wäre, noch einen größeren Umweg zu machen. Der Weg sah ziemlich sicher aus, breit und nicht sehr nah an der Kante. Mir kamen aus der anderen Richtung zwei Frauen mit Fahrrädern entgegen, die von mir wissen wollten, ob der Weg irgendwo gefährlich oder schmal wird. Nö, meinte ich, alles schön breit und befestigt, aber vorsichtshalber laufe ich trotzdem am innersten Rand. Na wir machen das dann genauso, antworteten sie. Durch die Abbrüche von der Steilküste sind auch die Bunker dort herausgefallen, die zur Hitlerzeit in die Steilküste hineingebaut worden waren und später von der NVA genutzt wurden. Am Anfang, als sie hinausgefallen waren, konnte man am Strand noch durch sie hindurchlaufen, aber inzwischen liegen sie richtig im Meer - und zwar auf dem Kopf.

Urlaub8

Urlaub1

Urlaub2

Urlaub3

Urlaub

Urlaub6

Urlaub4

Urlaub5

Urlaub7

Urlaub9

Urlaub10
iGing - Sa, 15:27

Es ist alles okay, solange man selbst bereit ist, für sich die Verantwortung zu übernehmen. Leider ist es aber so, dass, wenn was passiert, sofort nach den Verantwortlichen geschrien wird, die nicht ausreichend Warnschilder aufgestellt haben oder die falschen oder an der falschen Stelle ... Irgendwie kann ich es verstehen, wenn denen das langsam auch egal ist, es wird ja sowieso ignoriert.

Nur deshalb

stehen dort wahrscheinlich diese Warnschilder, zumal es hilfreich ist, wenn man als Tourist, der die Gegend nicht kennt, darauf hingewiesen wird, daß Gefahr bestehen könnte. Allerdings frage ich mich schon, warum am Strand nur auf einer Seite ein Schild war. Wäre ich von der anderen Seite gekommen, wäre ich nur auf diese einladende Treppe gestoßen, die direkt hinunterführt und wäre auch sofort hinuntergestiegen. Mit viel Glück hätte ich dann NACH diesem Strandgang auf der anderen Seite das Schild gefunden.

Trackback URL:
https://weltentanz.twoday.net/stories/die-steilkueste/modTrackback