Obwohl Samstag, war diesmal keine Zeit zum Ausschlafen, denn pünktlich mußte ich am Treffpunkt für unseren jährlichen Ausflug sein. Es ging diesmal zum Anwesen von Fürst Pückler, der durch das gleichnamige Eis in aller Munde ist. Auf unserer Hinfahrt machten wir Zwischenstopp an einem Bekleidungsgeschäft in Königs-Wusterhausen. Ich habe dort keine Sachen gesehen, die mir gefielen, bis auf eine ecrufarbige, sportliche Jacke mit ziemlich vielen silbernen Nieten, die ich aber nicht gedachte zu kaufen, weil ich genug Jacken besitze. Als meine Mutter mit so einer komischen anderen Jacke anfing, wie gut mir die sicher stehen würde usw., erwähnte ich beiläufig, dass mir die ecrufarbene besser gefällt. Meine Mutter inspizierte daraufhin die Jacke eingehend und erklärte mir kategorisch und naserümpfend: "Das ist eine Jacke für 16-jährige, du gehst auf die 40 zu." Toll! Ich liebe es, mit der Familie unterwegs zu sein. Man wird immer wieder auf den Boden der Tatsachen gestellt.*gg* "Ist sie nicht heute wieder nett?" fragte mich meine Tante lachend. Gegen Mittag endlich im Spreewald angekommen, nahmen wir erst einmal ein Essen am Stammtisch ein, wo uns der Wirt noch jeweils ein Fläschchen "Mückenblut" offerierte.
Meine Tante ist auch lustig. Als wir die Hofgebäude so betrachteten, meinte sie:
"Das sieht irgendwie russisch aus."
Ich: "Russisch?"
Sie: "Na ja, oder irgendwie chinesisch."
Ich: "Chinesisch? Hm, vielleicht eher englisch?"
Sie: "Ja, oder englisch."
*grins*
Fürst Pückler war etwas extravagant und ließ sich als letzte Ruhestätte eine Pyramide mitten im Wasser errichten. Dort ruht er mit seiner Gattin, nachdem sein Herz in Schwefelsäure aufgelöst und sein Körper in Ätznatron gebettet worden ist.
Nach dem Rundgang im Park waren wir noch im Schloß selbst. Es ist zwar im Gegensatz zu anderen nicht wirklich sehr groß und protzig, aber trotzdem auf eine eigene Art auserlesen und mit allem nötigen Komfort, wie eine Heißluft-Zentralheizung und einer eigenen Rennbahn im Garten, ausgestattet. Fürst Pückler wußte, was gut ist und war außerdem weitgereist. Davon zeugen die Räume des Schlosses, wo es außer dem roten, blauen und gelben Salon, einem mintfarbigen Musizierzimmer und weiteren Räumlichkeiten, ebenfalls zwei orientalische Zimmer gibt. Fürst Pückler hat natürlich von seinen Reisen diverse Souvenirs mitgebracht unter anderem eine 12jährige äthopische Sklavin, die er von einem Sklavenmarkt kaufte und welche seine Geliebte wurde. Allerdings starb sie schon 16jährig an Auszehrung. Angeblich soll ihr das kühle Klima in der Lausitz nicht bekommen sein. Neben seinen Möbeln, seiner Bibliothek und seiner Souvenirsammlung kann man im Schloß auch eine Totenmaske ihres Gesichts und ihrer Hand besichtigen.
Gestern bekam Herr N. von einer Kollegin einen großen Kürbis, allerdings in Grün. Er erklärte, er wolle daraus Kürbissuppe und -gemüse machen. Heute fragte ich ihn, ob er den Kürbis schon geschlachtet hat, oder ob er bis Halloween wartet. Er erwiderte, dass Halloween seinethalben in Amerika bleiben könne. Da zögen ja dann wieder die rotzigen Kinder durch die Gegend und klingeln überall. Im vierten Stock (das hat er sich also gemerkt) könne ich ja den Kürbis aus dem Fenster auf die Kinder werfen, aber er im Paterre könne ihnen den Kürbis höchstens vor die Füße rollen. Ooch, meinte ich darauf, wenn der Kürbis groß genug ist, reicht das schon. Das ist dann wie Kegeln. (Genaugenommen hatte ich aber an DIESEN Verwendungszweck eines Kürbis zu Halloween nicht gedacht. *gg*)
Kurz nach vier Uhr wache ich auf und kann nicht mehr einschlafen. Ich wälze mich hierhin, wälze mich dorthin und denke mir schließlich - he, bevor ich mich hier sinnlos im Bett herumwälze könnte ich eigentlich auch aufstehen und ausnahmsweise mal SEHR pünktlich auf Arbeit sein. Zwar habe ich nur drei Stunden geschlafen, aber egal, schließlich gab es auch schon Nächte, in denen ich überhaupt nicht geschlafen habe. Ich also los, mitten in der Nacht, Bus, U-Bahn, alles wie am Schnürchen. Dann komme ich zur S-Bahn - nix fährt, Streik. Prima. Ich mitten in der Nacht die wirklich lange Strecke zu Fuß und das auch noch in dieser dunklen "Milieuecke". Keine Ahnung, was das nun wieder für ein Karma ist, aber IMMER, wenn ich absichtlich oder unabsichtlich eher aufstehe, brauche ich für meinen Fahrtweg doppelt so lange, weil irgendwas nicht fährt, ausfällt, ein Hubschrauber landet, sich jemand vor die S-Bahn schmeißt oder ein anderer eine Fliegerbombe ausgräbt. ES BRINGT EINFACH NICHTS! Die einzige Möglichkeit, den Fahrtweg so kurz wie möglich zu halten, ist tatsächlich, bis 7:30 h zu schlafen und auf den letzten Drücker im Büro zu erscheinen. Nun war ich diesmal allerdings trotzdem immer noch SEHR pünktlich auf Arbeit, so pünktlich, dass mich mein Computer nicht rein lassen wollte - "Ihr Konto erlaubt Ihnen keinen Zugriff um diese (nachtschlafene) Zeit". Äh, sag mal, gehts noch? Ich träume wohl. Erst um 6 Uhr bequemte er sich endlich, aus dem Tiefschlaf zu erwachen. Tja, und zurück bin ich dann heute eine andere Strecke mit dem Schienenersatzbus gefahren, der für eine Straßenbahn eingesetzt wurde, die ebenfalls nicht fährt. Wie nicht anders zu erwarten, stand er die meiste Zeit im Stau rum und der Bus, in den ich umsteigen wollte, fuhr mir vor der Nase fort. Also lief ich wieder eine lange Strecke bis nach Hause, im Grippewetter, obwohl es mir Herr N. strengstens untersagt hat. Er ist der Meinung, immer noch besser ich komme früh um Sechs, als dass ich krank werde....
Die Primaten führten gerade eine ihrer periodischen Stammesreinigungen von Angst durch, bei der man Jagd auf dreckige Scheißer machte, die man dann fertigmachen konnte. Domestizierte Primaten haben immer irgendwelche dreckigen Scheißer in ihren Reihen, die sie fertigmachen können. In einem Jahrhundert sind es Jugendliche, die masturbieren, im nächsten die Ideologen irgendeiner neuen Politik und im dritten die, die das falsche Gras rauchen. Im Moment waren es die Twinkiesfresser. Furbish Lousewart war der erste, der Twinkies denunzierte. Er war der Vorsitzende der People‘s Ecology Party, aber er denunzierte so viele, daß die Twinkiesfresser unter seinen Anschuldigungen zunächst nicht allzuviel zu leiden hatten. 1979 heuerte jedoch ein Primat namens Dan White, der zwei andere Primaten erschossen hatte, einen besonders cleveren Anwalt an, um sich vor Gericht zu rechtfertigen. Der Anwalt schaffte es, die Jury davon zu überzeugen, daß White nach einer Überdosis Twinkies vorübergehend nicht Herr seiner Sinne gewesen war. Gewiefte Primatenjournalisten haben einen Riecher für Ideen, die die Primatenhorde verunsichern, und so hatten sie nichts Besseres zu tun, als auf die Gefahren hinzuweisen, die von Twinkies ausgehen. Unzählige Reportagen über die White-Morde wurden in billigen Revolverblättchen abgedruckt. Danach hatte der twinkiessüchtige Primat erst Bürgermeister George Moscone ermordet und war dann, immer noch unter dem Einfluß des hohen Zuckeranteils dieser Süßigkeiten, in die Halle heruntergestürzt, wo er den Supervisor Harvey Milk erledigte. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wurden siebzehn Angeklagte in anderen Teilen von Unistat entweder freigesprochen oder auf Grund des Twin-kies-Einspruchs zu geringeren Strafen verurteilt. Mittlerweile waren Twinkies in vierzehn Staaten verboten. Die Entscheidung des Kongresses zur Gesetzgebung gegen sie stand noch aus. Das Resultat war unausweichlich, nachdem Präsident Hubbards Revision der Strafgesetzgebung buchstäblich die komplette frühere Gesetzgebung für Verbrechen ohne Opfer abgeschafft hatte. Die Bevölkerung von Unistat, allmählich fast aller dreckiger Scheißer (Sündenböcke) traditionellen Kalibers beraubt, erhoben den Twinkiessüchtigen zum neuen nationalen Monster. Junkies, Homosexuelle und frühere Sündenböcke waren natürlich die eifrigsten Verfolger der Twinkiesfresser. Sie hatten schon lange auf die Chance gewartet, ihre Moral unter Beweis zu stellen. Alle Primaten glauben, ihre Moral dadurch beweisen zu können, daß sie bei der Jagd auf ausgewählte dreckige Scheißer kräftig mitmischen.
(aus "Schrödingers Katze - Der Zauberhut" von Robert Anton Wilson)
Wenn ich gewußt hätte, dass der Zauberhut ein Porno ist, dann hätte ich mir für das Lesen und genaue Studieren extra frei genommen. Und ich frage mich, was oder wer wohl Wilson dabei geritten hat. Ist ihm nichts anderes mehr eingefallen? Hatte er gerade seine Leidenschaft für Hardcore-Pornos entdeckt? Ist sein Alter Ego Markoff Chaney, der zynische Zwerg, der seine Jungfernschaft nicht los wird? Oder erst im fortgeschrittenen Alter losgeworden ist? Wie auch immer, der Orgasmusmarathon und selbstlose Einsatz Rhoda Chiefs für die Wissenschaft ist wirklich bewundernswert, und da ich noch nicht ausgelesen habe, bin ich neugierig, wer länger durchhält - Rhoda oder der ACE. Rein quantenmechanisch betrachtet würde ich sagen, dass Sex wohl hier die Rolle des unkontrollierbaren Zufallvektors, bzw. der variierenden Variabel, einnimmt, der den Zustandsvektor zusammenbrechen läßt.
ob es wohl irgendeine freud'sche Bedeutung hatte, dass sich die Apothekerin versprach und statt "für die Schilddrüse" "für die Schildkröte" sagte. Hoffentlich habe ich bei ihr nicht entsprechende Assoziationen ausgelöst. Tolle Beratung übrigens: "Diese Tabletten sind für die Schildkröte." Und was ist, wenn man keine Schildkröte hat? Bekommt man die dann auch von der Krankenkasse bezahlt? *ggg*
kam eine Kollegin, um mir von den neuesten Todesfällen zu erzählen, das, was alle immer am meisten interessiert - wer hat zuletzt ins Gras gebissen? - und das sind immer eine ganze Reihe, gerade wenn man schon 15 Jahre dabei ist. Unter anderem diesmal ein ehemaliger Systembetreuer aus meinem alten Arbeitsbereich, der erst vor knapp zwei Jahren in Rente gegangen ist. Viel hat er davon ja nicht mehr gehabt und wenn ich sowas höre, dann frage ich mich immer - was mache ich hier eigentlich?
einfach nicht aus meinem Kopf. Gestern dran hängen geblieben, erst heftigst amüsiert (Kenn ich diese Intrigenspiele nicht genauso aus dem Büro?), bezaubert von den schönen Kameraaufnahmen und dann vom kalten Entsetzen gepackt. Der bunte, fremdartige Schein wandelt sich schlagartig zum grauen Horror. Der Film ist schon von 1994, muss mir damals entgangen sein, man findet eben doch immer mal wieder ein Filmjuwel.
Rote Laterne
aber ich habe als Kind tatsächlich geglaubt, eine Kartause sei eine adlige Dame, die diesen Titel trägt. Und die Kartause von Parma eine adlige Dame aus Parma. Das fand ich so langweilig (ich konnte adligen Damen und Romanen über sie noch nie viel abgewinnen), dass ich das Buch aus der Bibliothek meines Vaters nie angefasst habe. Bemerkenswert ist aber trotzdem, dass Stendhal diesen tausendseitigen Roman, wie sie auch Dickens schon bekehrten, in nur 53 Tagen verfasst hat.
Wohne wieder in meinem alten Zimmer, wo ich vor Jahren zur Untermiete wohnte. In meinem Bewußtsein denke ich zuerst, dass ich keine andere Wohnung mehr habe, weder die jetzige, noch ein Zimmer bei meinen Eltern. Doch dann meine ich mich dunkel zu erinnern, dass ich doch noch eine Wohnung habe (die jetzige). Das verwirrt mich. Wieso bin ich dann nicht in der Wohnung sondern hier? Ich verlasse das Haus und bin nun in einer völlig fremden Umgebung. Ich überquere einen großen Platz und gehe auf ein altes Gebäude zu. Was ich dort wollte, habe ich vergessen, allerdings habe ich nicht damit gerechnet, was mich dort erwartet. Schon als ich einen Eingang des Gebäudes betrete, sehe ich mich neugierig um, da der Raum, in dem ich mich jetzt befinde, so ungewöhnlich aussieht. Es ist ein eher kleiner Raum, aber auch nicht kleiner als ein gewöhnliches Zimmer, rechteckig langgestreckt und mit einer gewölbten halbrunden Decke. Keine Fenster, die Wände sind aus Stein und ringsherum ab mittlerer Höhe mit bunten, aber schon etwas verblassten Mosaiken verziert. Sofort wird mir klar, dass der Raum sehr byzantinisch wirkt, wie eine byzantinische Kapelle. Das verwundert mich. Da merke ich auf einmal, wie der Raum sich hebt und nach oben fährt. Oh, ein Fahrstuhl! Ist der nicht etwas zu groß und schwer? Ich frage mich, ob der Fahrstuhl wegen seines Gewichts und seiner Größe sicher ist, weshalb ich auch ganz erleichtert bin, als er in irgendeinem Stockwerk anhält. Neugierig warte ich, wo sich den nun ein Durchgang öffnet. Hoffentlich ist es nicht so ein kleines Loch im Mauersims, wo ich durchkrabbeln muss. Aber nein, auf der gegenüberliegenden schmalen Seite öffnet sich ein normale Tür. Ich trete hindurch, doch was ich jetzt sehe, beeindruckt mich noch mehr. Ich befinde mich in einem riesigem, aber total verlassenem und verwüstetem Bürogebäude. Der Anblick ist wirklich unbeschreiblich. Eine Seite des Hauses fehlt ganz, so dass ich vom Gang aus hinunter in die Bäume schauen kann. Auf der anderen Seite des endlosen Ganges stehen unzählige weiße Türen halb offen, teilweise wehen Papierfetzen im Wind, Schutt liegt auf dem Fußboden, Gerümpel und kaputte Möbel sind überall verstreut. Es ist menschenleer und sehr still. Was ist hier denn geschehen? Wurde das Haus ausgebombt? Der Anblick ist unheimlich und trostlos zugleich.
Erst zögere ich, weiter in den Gang hineinzugehen, weil es dort so gruselig ist, tue es aber doch und will jetzt fotografieren. DAS muss ich unbedingt mit meinem Fotoapparat festhalten. Hab ich ihn überhaupt mit? Ja, er müßte in meiner Tasche sein. Doch bevor ich ihn herausholen kann, höre ich von irgendwoher aus den schweigend daliegenden Räumen Schritte. Ich bekomme es mit der Angst zu tun, das kann nichts gutes bedeuten. Schnell husche ich durch eine der offen stehenden Türen in einen der verwüsteten Büroräume, in der Absicht, mich dort zu verstecken. Hier möchte ich niemandem begegnen. Doch sobald ich hineinkomme, sehe ich aus einer zweiten Tür zum gleichen Gang hin, einen Schatten hinaushuschen. Anscheinend sind die Schritte genau aus diesem Zimmer gekommen. Nochmal Glück gehabt, dass ich nicht gesehen wurde. Aber ich hab mich zu früh gefreut, denn dieselbe Gestalt kommt noch einmal zurück. Es ist eine schwarzhaarige junge Frau. Das erleichtert mich jetzt und ich frage sie, was sie hier macht. Sie erzählt es mir und wir kommen ins Gespräch. Der Inhalt desselben liegt völlig im Vergessen.
In einem Seminar, das Thema hab ich natürlich wieder vergessen. Der Seminarleiter ist noch sehr jung, jünger als ich. In einer Aufgabe geht es um eine metallische Gittertür, wie sie in Kellern verwendet wird. Ich mache die Aufgabe erst gar nicht, weil ich der Meinung bin, dass die Gittertür so feste Verstrebungen hat, dass die Aufgabe schon von Grund auf nicht lösbar ist. Der Seminarleiter setzt sich neben mich, um jemandem am gleichen Tisch zu helfen, bemerkt aber auch, dass ich da sitze, als sei ich schon fertig. Er fragt, ob ich klar komme und ich versuche ihm, meine Meinung dazu zu sagen, aber im Raum ist es so laut, weil alle durcheinanderquatschen, dass wir uns gegenseitig anschreien müssen und trotzdem kaum etwas verstehen. Ich sage dann auch, dass ich so laut bin, weil ich kaum mein eigenes Wort verstehe und er nickt und meint sarkastisch, dass es den anderen wohl ebenso geht. Wir bekommen jetzt einen Zettel mit anderen Aufgaben, aber blöderweise verbummel ich diesen und hoffe deshalb, dass er mich nicht dran nimmt, suche hektisch danach. Zum Glück läßt er mich in Ruhe.
Im nächsten Traum bin ich zunächst beim Einkaufen mit meiner Schwägerin. Sie hat einen Geburtstag vorzubereiten, ich glaube, für ihre Adoptivtochter, und ist wieder Hans Dampf in allen Gassen. Jetzt befinde ich mich in meinem alten Elternhaus und gehe durch den langen Korridor, komme in die Küche. In meinem Bewußtsein bin ich allein und ich denke noch immer über meine Schwägerin nach, die so ein großes Programm mit Leichtigkeit absolviert. Als ich wieder aus der Küche hinausgehe, greife ich nach einer kleinen Tomate und esse sie. Irgendwie ist etwas besonderes an dieser Tomate, das ist mir schon vorher klar, bevor ich sie esse, denn ich frage mich, ob vielleicht eine kleine Stelle schimmlig ist, aber dann, als ich sie gegessen habe, verändert sie schlagartig mein Bewußtsein dahingehend, dass ich nun wie selbstverständlich weiß, einen Partner zu haben. Außerdem geschieht plötzlich eine Explosion während ich in das Wohnzimmer komme. Mein Partner liegt lang ausgestreckt auf dem Boden. Er ist dunkel-, fast schwarzhaarig und trägt eine Arbeitshose. Anscheinend hat er irgendwo rumgebastelt, er ist wohl Handwerker, und dabei eine Explosion ausgelöst. Erschrocken eile ich zu ihm und ziehe ihn so hoch, so dass er jetzt mit dem Rücken an der Couch lehnt. Er bewegt sich und murmelt etwas, lebt also noch. Das erleichtert mich. Inzwischen macht er auch schon wieder Witze indem er irgendeine Bemerkung über den Qualm und meine Schuhe vor sich losläßt. Er hat jetzt die Augen geöffnet und seltsamerweise hat er in seinen Augen jeweils ein gelbes, griechisches Kreuz. Auch sein Gesicht sieht etwas merkwürdig aus, so flach und mit den Augen irgendwie reptilienartig. Das Telefon klingelt und obwohl er noch wacklig auf den Beinen ist, kann er kaum schnell genug an den Hörer kommen, wobei er wieder eine witzige, ironische Bemerkung macht. Es ist ein rotes, modernes und sehr schickes Telefon, passt so gar nicht zu der Einrichtung bei meinen Eltern.
Kreuz
Psychologisch:
Das Kreuz unterteilt die Welt oder den Himmel in die vier Himmelsrichtungen. Es ist im Traum sowohl als Ordnungs-, wie auch als ältestes Ganzheitssymbol zu verstehen. Spirituell: Das Kreuz ist Sinnbild der Einheit von Extremen, der Synthese und des Maß - in ihm sind Zeit und Raum verknüpft.
Auge
Psychologisch:
Das Traumsymbol "Auge" hat die Bedeutung eines Bewußtseinsorgans. Es steht im Traum wie auch in der Wirklichkeit als Spiegel der Seele. Spirituell: Das Auge ist das Sinnbild der sinnlichen und intellektuellen Wahrnehmung.
Gelb
Psychologisch:
Die Farbe der Bewegung und der Kommunikation (z.B. Post) - und die Farbe des Sonnenlichtes ist Symbol für Energie, für die Fülle des Lebens und für "reiche Ernte" - auch im geistigen Bereich.
Erstes Bild: Blick aus dem Fenster am Abend. Zwei Männer mit Gasmasken gehen die beleuchtete Straße mit Geigerzählern ab. Sollte etwa in Atomunfall geschehen sein? Wenn das keine Geigerzähler sind, sondern zum Beispiel Metalldetektoren, wie Schatzsucher sie benutzen, dann bräuchten sie doch keine Masken. Mir fällt auf, dass von links, aus einem alten großen Gebäude, das wohl ein Industriegebäude ist, eine helle Wolke strömt. Könnte auch nur Dampf sein. Seltsamerweise bleiben die Leute, die ebenfalls auf der Straße entlanggehen und den beiden Männern begegnen, vollkommen ruhig, sie beachten sie nicht einmal. Vielleicht denken sie sich ja nichts dabei. Und vielleicht wird mal wieder irgendein Unfall vertuscht.
Zweites Bild: Ich stehe direkt am nächtens schwarzen Wasser der Spree und mein Blick fällt nach rechts, auf die in der Ferne bunten Lichter der Stadt, die sich in den kleinen Wellen spiegeln, ein schöner Anblick, sowie nach links auf den Eingang eines Hotels und die Ecke des großen Industriegebäudes. Von dorther komme ich.
Drittes Bild: Eine große quadratische Fläche mit einem schmalen gemauerten Vorsprung darum. Zwei Herren teilen mir mit, dass ich in einem Musical tanzen soll. Ich bin zum einen überrascht, besorgt, da ich gar nicht tanzen kann und zum anderen aber auch hocherfreut. Sowas wollte ich immer schon mal machen. Meine Abenteuerlust siegt schließlich über die Angst vor einer Blamage. Ich denke mir, dass ich es einfach versuchen werde und vielleicht irgendwie hinkriege. Eine Frau, die mir zeigen soll, wie sie sich das Tanzen vorstellen, kommt herbei und beginnt auf dem Vorsprung entlangzutanzen. Sie macht Schritte und Sprünge wie Fred Astair und ist einfach grandios. Einerseits reißt mich ihr Tanz mit und begeistert mich, andererseits zieht er mich auch wieder runter, da ich weiß, dass ich das selbst so niemals können werde. Ich bin etwas neidisch auf sie und frage mich außerdem, warum sie nicht einfach sie nehmen statt mich. Jetzt bin ich an der Reihe. Solche Schritte wie sie kann ich nicht, deshalb mache ich viel einfachere Schritte und Drehungen, bin aber mit vollem Elan bei der Sache. Es macht riesigen Spaß und gerade anfangs fühle ich mich auch gar nicht sehr gehemmt. Während ich den Vorsprung entlangtanze, bemerke ich, dass dieser anscheinend um eine große Pyramide führt. Ich tanze um eine Ecke und stelle fest, dass dort der Vorsprung nicht gerade ist, sondern sich verjüngt und so schmal wird, dass ich kaum darauf gehen kann. Auch die beiden Herren von der Besetzung, die mich beim Tanzen begleiten und kritisch beäugen, sehen das und notieren es eifrig in ihren Notizbüchern. Der Vorsprung muss hier verbreitert, mindestens begradigt werden, wenn ich nicht herunterfallen will, ganz klar. Das sehen die Herren genauso. Ich tanze weiter, doch nicht mehr ganz so frei und schwungvoll, was wahrscheinlich an den ziemlich skeptischen Blicken der beiden liegt. Sie wirken nicht sehr begeistert. Und ich fühle mich immer plumper. Endlich habe ich die Pyramide einmal umrundet. Die beiden Herren schauen ernst in ihre Notizbüchern. Ernst und direkt erklären sie mir, was alles an der Choreographie, an mir und sonstwo geändert werden muss, damit das irgendwie hinhaut. Ich hab es ja gewußt, dass ich das nicht kann. Aber seltsamerweise wollen sie es anscheinend immer noch mit mir versuchen. Zumindest fällt kein Wort davon, dass jemand anderes tanzen soll. Irgendwie verwundert mich das.
Bemerkung: Der Traum erinnert mich an die "Tanzbeine" in meinen Händen und es ist sicher nicht uninteressant, dass Saturn gerade über meinen absteigenden Monknoten läuft, der für Vergangenes steht (Pyramide). Die beiden kritischen und prüfenden Herren sind wohl eindeutig Saturn zuzuordnen.
Pyramide
Allgemein:
Pyramide steht für Kreativität, Energie und Streben nach höheren Einsichten, außerdem für Reifung der Persönlichkeit. Die genaue Bedeutung kann man nur individuell finden. Die Pyramide ist ein äußerst mächtiges Symbol. Auf der physikalischen Ebene ist sie ein faszinierendes Bauwerk, geistig gesehen ist sie ein Bauwerk der Regeneration, und in spiritueller Hinsicht ist die Pyramide die Hüterin der Macht. Es hängt von der Bewußtseinsebene des Träumenden ab, welche Deutung für ihn Gültigkeit hat.
Psychologisch:
Altägyptische Traumforscher behaupteten, wer eine Pyramide sieht, komme ein Geheimnis auf die Spur. Spirituell: Auf der spirituellen Ebene ist die Pyramide ein Symbol für die Integration von Selbst und Seele. In Träumen kann sie für den Tod stehen, aber sie beinhaltet auch Wiedergeburt. Die Basis der Pyramide steht für den Körper, die Seitenflächen zeigen die geistigen Bestrebungen, die Spitze symbolisiert die harmonische Vereinigung des Menschlichen mit dem "höheren Selbst" (Gott).
Volkstümlich:
(arab. ) : - sehen: du wirst etwas großartiges erfahren; du wirst nach großen streben und dennoch bescheiden bleiben;
(europ.) : - bedeutet Größe und Reichtum sowie, daß man sein Glück in der Ferne eher als daheim finden wird; bedeuten viele Veränderungen; eine erfolgreiche Zukunft und eine hohe Position im Leben ist einem sicher; - sehen: man wird den Weg zum Glück in der Ferne finden und eine wunderbare Offenbarung erleben;
ich bin Kapern-Fan. Während eingelegte Oliven bei mir nur eine unkontrollierbare Übelkeit hervorrufen, kann ich Kapern gläserweise essen. Entsprechenden Gerichte werden bei mir natürlich entsprechend großzügig mit ihnen bestückt und früher bei der Schulspeisung hat meine Schulfreundin ihre immer vom Teller gesammelt und auf meinem abgelegt, da sie keine Kapern mochte. Ich wußte natürlich, dass Kapern Pflanzenknospen sind, allerdings wußte ich bisher noch nicht, was für
tolle Blüten aus ihnen werden, wenn sie nicht vorher abgepflückt werden. Wow, was für eine Schönheit! So ein Fotomodell hätte ich auch mal gerne.
sicher war mir, dass keiner der mir bekannten Theologen "das Licht, das in der Finsternis schien" mit eigenen Augen gesehen hatte, sonst hätten sie keine "theologische Religion" lehren können. Mit der "theologischen Religion" konnte ich nichts anfangen; denn sie entsprach nicht meinem Gotteserlebnis.
Carl Gustav Jung (Erinnerungen, Träume und Gedanken)
Auf einem Hinterhof. Was mir zuerst auffällt, ist der exotische Eindruck, den dieser Hof auf mich macht. Dann merke ich, dass dies wohl an den Geräuschen liegen muss, die mich umgeben. Fremdartige Vogellaute. Sie erinnern mich ein wenig an das Alfred-Brehm-Haus. Ich schaue mich genauer um und erblicke einen sehr schlanken und hochgewachsenen Baum. Anscheinend ist er es, der die vielen verschiedenen Vögel anzieht. Ich versuche nun herauszufinden, was das für ein Baum ist, indem ich jedes Detail betrachte.
Sein Stamm ist schlank und hat eine weiße Rinde, so wie eine Birke. Von der Baumkrone und auch von der Höhe her, wirkt er allerdings mehr wie eine Kiefer. Statt Blätter hat er dunkelgrüne lange Nadeln, die ebenso wie bei einer Kiefer buschig angeordnet sind. Während ich die Baumkrone betrachte, sehe ich einen pastellig bunten Vogel auf einem Ast sitzen und singen. Was für ein schöner Baum! Wohl ein ziemlich seltener. So einen würde ich auch gerne mal pflanzen, denn das Klima scheint er ja zu vertragen, aber wo herbekommen?
Die nächsten Traumfragmente drehen sich alle um K.B., einen ehemaligen Mitschüler aus der Unterstufe. Aus irgendeinem Grund bin ich der Meinung, ihm irgendetwas Gutes tun, vielleicht auch mich bei ihm bedanken zu müssen. Ich suche sein Zuhause in einer Gartenkolonie. Es stehen zwar keine Namen an den Gärten, aber zufällig erwische ich trotzdem den richtigen, der sich U-förmig um einen Weg schlingt. In der entstandenen Sackgasse, habe ich einen Streifen Erde aufgeschüttet und Blumensamen ausgesät. Diese sind schon aufgebrochen und wachsen in rasender Geschwindigkeit, so dass es mich selbst wundert. Die kleinen Pflanzen sind bereits ca. 2-3 cm hoch. Und das in nur zwei Tagen. K.B. kommt hinzu und läßt mich in seinen Garten, sagt aber nicht viel zu den Pflanzen. Später treffe ich ihn woanders und will ihm eine kleine ovale, weiß-silbrige Porzellan- oder Steingutdose schenken. Doch er möchte sie nicht annehmen. Ich versuche mehrere Male ihn zu überreden, sie doch zu nehmen, habe aber keinen Erfolg. Also muss ich sie selbst behalten.
Bemerkung: Ich fasse es kaum, aber dank des Internets habe ich den Baum, von dem ich träumte, in Japan gefunden, nämlich hier: http://www.yunphoto.net/de/photobase/yp1483.html
Dabei hätte ich nicht gedacht, dass es sowas wirklich gibt. Leider steht nicht dabei, was das für eine Baumart ist.
Ich gehe durch die Wohnung der Großen Mutter, die ebenfalls evangelischer Pfarrer war und mich durch das ewig gleiche anzügliche Geschwätz langweilt. Hegel, der grosse, deutsche Denker, muß diese Wahrheit gewusst oder intuitiv gefühlt haben, fast hege ich es in den oberen Brustmuskeln. Wenn unsere modernen Philosophen - nach dem Vorgange der mittelalterlichen Gelehrten - sich mehr als ein Reptil, krokodilähnlich, blitzschnell die Treppen des Fernsehturmes hinaufgeschlichen hätten, um Brandopfer darzubringen, ist es nicht eher so, dass sie den Anspruch darauf verloren hätten, dass ihnen Darbringungen mit Feuer gewidmet werden? Hingegen werden die Tempeldiener einmal die Woche einkaufen gehen, rosafarbene Benediktinertulpen mit Heiligenschein, wie sie bei den Buschmännern in der Offenbarung gefunden werden.
Und die Informations-Sucht?
Am besten zieht man tausendseitige Romane vor, die auch Dickens schon bekehrten.
Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Meistens mit, aber wenn doch nicht, dann heißt es aufzupassen, um nicht von wildgewordenen Nashörnern gekreuzt zu werden.
Er dreht sich um den Herrscher Pachakutek, der als Bond-Darsteller von seiner Schuppenflechte geheilt worden ist. Auch Anwohner waren davon betroffen, so dass ein Licht kommen möge. Doch alles angestrengte Nachdenken half nichts. Die Krokodile juckt es nich, weil sie blitzschnell duckten sich und das Überleben der tauglichsten Nationen und Rassen wurde durch das Unglück einer ihrer gesamten Familie beraubten Dame hilfreich zur Seite gelegt.
Ausgelassen tanze ich zu Scherzen,
die Buntheit der Straße drängt.
Ich habe keine Mäuse.
Weder tote noch lebende.
Das ist so zäh und ärgerlich.
Spinnenfäden mit roten Punkten,
auf die Nerven achten.
Strahlen ist Deine Devise.
Alle kühlen Farben.
Schöpfe aus Deiner Genialität.
Das Leben ist...hart und ungerecht.
Sterben müssen heisst...leben, um zu sehen.
Hat er den Schlüssel etwa schon abgegeben?
Oder sind die anderen erneut benannt?
Die Aspekte der Sterne zeigen -
Bentley nimmt das Jahr 3102 vor unserer Ära
Schicke endlich jemand einen Exzorzisten zu mir. Ach egal, ich steh auf dem Fußboden meines Zimmers, wurde in Symbolen vergraben. Spätestens bei den Nationen, die den ewigen Frühling deines Seins vergleichen. A. ist zu sehn in strahlender Begleitschaft. Der große Coopaccio hat geendet in des stillen Auges brechendem Lichte. Rauscht das Brahman, lauscht die Sybille und da fällt mir erst heute ein, dass es damals ein bestimmtes Cafe mit sensationell leckerem Eis gab. Schon zu dritt in dem nachmanvantarischen Nirvana. Du blickst voraus, so weit weg.
Wie wahrhaft esoterisch...