Alien
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Freitag, 30. Mai 2008

Zwischen Tür und Spiegel

 | gespiegelt |

Donnerstag, 29. Mai 2008

Gabriel Garcia Marquez über "Ulysses"

Jorge Alvaro Espinosa, ein Jurastudent, der mich gelehrt hatte, die Bibel zu durchschiffen, und der mich alle Namen der Begleiter Hiobs auswendig lernen ließ, legte mir eines Tages einen erschreckenden Wälzer auf den Tisch und erklärte mit seiner bischöflichen Autorität: "Das ist die andere Bibel." Es war, wie konnte es anders sein, der Ulysses von James Joyce, den ich stückweise und stolpernd las, bis meine Geduld am Ende war. Es war verfrühter Wagemut. Jahre später, als ich schon erwachsen und demütig war, stellte ich mich der Aufgabe, den Ulysses ernsthaft wieder zu lesen, und es war für mich die Entdeckung einer eigenen Welt, die ich nie in mir vermutet hatte, und darüber hinaus eine unschätzbare technische Hilfe, was die Freiheit der Sprache, die Behandlung der Zeit und die Struktur meiner Bücher anbelangte.
(aus "Leben, um davon zu erzählen" von Marquez)

Ein Hauch Sahara

Nachdem ich heute die Nachrichten gesehen habe, weiß ich endlich, was das für komische gelbe Sandflecken auf dem Holzboden meines Balkons sind. Allerdings sind diese schon vor zehn Tagen mit dem letzten Regen heruntergekommen und ich hatte mich arg gewundert, da ich in KEINEM meiner Balkonkästen gelben Sand habe, aber auch noch nicht erlebt habe, daß Regen gelbe Flecken hinterläßt.

Außerdem fiel mir auf, daß ich, wenn ich mit Heimwerken beschäftigt bin und ständig in Baumärkten unterwegs, auch dauernd von Leuten nach dem nächsten Baumarkt gefragt werde, selbst und sogar dann, wenn nichts an mir nach Baumarkt aussieht. Doch seitdem Baumarkt mich nicht mehr beschäftigt, vorerst zumindest, hat mich seit Monaten kein Sch.... mehr nach einem Baumarkt gefragt.

Matratzenselbsthinrichtung und Matratzenzirkus

Eine junge Frau möchte sterben und mir wird im Traum ausführlich von anderen erklärt, wie sie das anfangen kann oder angefangen hat, so daß es absolut sicher ist, ohne daß sie selbst Hand an sich legen muß oder die Helfer. In zwei übereinanderliegenden dicken Matratzen wird eine Höhlung geschnitten, in die sie genau hineinpasst. Die Matratzen ähneln dabei einer Abgußform. Bevor sie sich da hinein legt, nimmt sie dreierlei Tropfen: Tropfen, die das Herz ruhigstellen und verlangsamen, Tropfen, die schläfrig machen und den Muskeltonus herabsetzen (Clonazepam?) und noch irgendwas anderes, an das ich mich nicht mehr erinnere. Wenn sie jetzt in der Matratze liegt, hat sie keine Chance mehr, lebendig herauszukommen, zumal sie da drinnen auch keine Luft bekommt. Während mir das erklärt wird, bin ich ein wenig skeptisch. Sie könnte doch einfach die Matratze anheben, aber nein, mir wird gesagt, das könnte sie wegen der Tropfen dann nicht mehr. Hm, ich finde es ja ein wenig aufwendig und grausam, zwischen zwei Matratzen zu ersticken. Aber zumindest wenn es funktioniert, umgeht es die Situation, daß man selbst Hand an sich legen muß oder andere, die sich dabei strafbar machen.

In der Ferne sehe ich eine Veranstaltung, auf welcher Menschen auf Matratzen in der Luft herumgewirbelt werden. Schließlich landen die Matratzen - es ist ein erstaunlicher Stapel von ziemlicher Höhe, fast wie ein Turm - und eine junge Frau steht darauf. Durch das Gewirbel ist sie wohl ziemlich aus dem Gleichgewicht, weshalb sie rücklings herunterfällt und mit so geknicktem Kopf aufprallt, daß ich schon vermute, sie hätte sich das Genick gebrochen. Aber nein, sie lebt noch. Ich und mein Kumpel wollen jetzt auch bei diesem Zirkus mitmachen, besser gesagt, ich bin mir nicht wirklich sicher, lasse mich aber überreden. Doch dann dürfen gar nicht alle mitmachen und mein Kumpel landet im Publikum, während ich mit anderen zusammen in Reihen auf dem Fußboden sitze. Vorne befindet sich eine Wandtafel und bevor der ganze Zirkus losgeht, müssen wir sechsunddreißig nummerierte Songs von der Tafel abschreiben. Manche kenne ich davon nicht, kann mich aber noch an Jethro Tull erinnern. Irgendwie fällt mir das Abschreiben enorm schwer, weil ich das da vorne nicht lesen kann. Ich muss immer wieder einen jungen Mann neben mir fragen, der mir auch bereitwillig Auskunft gibt. Mir ist mulmig, wenn ich an den bevorstehenden Zirkus denke, wo ich durch die Luft geschleudert werde, aber anscheinend geht es immer noch nicht los, sondern jetzt müssen die Kandidaten alleine einen der Songs singen und interpretieren. Auch das noch! Wäre ich nur nie hierher gekommen! Ich kenne ja nicht mal die Texte von den Songs. Soll ich meinen Kumpel fragen, ob er mit mir tauscht? Ich weiß aber nicht, ob das möglich ist. Jeder, der einen Song gesungen hat, gibt eine zerknüllte McDonald-Tüte an einen anderen weiter, der dann als nächstes singen muß. Zum Glück geht die zerknüllte Tüte knapp an mir vorbei.

Im obersten Stockwerk eines Hauses, das ein Kaufhaus zu sein scheint. Im obersten Stockwerk ist aber alles leer. Nur ein schimmernder blauer Fußboden ist vorhanden. Meine ehemalige Mitschülerin C. erzählt etwas über meinen ehemaligen Mitschüler R. Sch., nämlich daß dieser so lichtempfindlich gewesen sei. Dies sagt sie in sehr herablassendem und spöttischem Tonfall, was mich dazu bringt, völlig ernst zu erklären, daß ich ebenfalls sehr licht- und lärmempfindlich bin. Dies stimmt ja auch, allerdings betone ich es extra, um zu zeigen, daß es etwas normales bei manchen Menschen ist und nichts, worüber man sich lustig machen muß.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Der Zauber

Außerhalb von Berlin, auf dem Weg in eine Diskothek. Mein Ex-Freund wartet mit Bekannten an irgendeiner Ecke, um mich abzufangen. Oder ist es vielleicht umgekehrt? Gehe ich dort entlang, damit er mich sieht? Er - groß und athletisch -, ist von einem Moment zum anderen ein winziger Zwerg mit dicker schwarzer Brille, der an meinen Hosenbeinen herumklettert. Nanu, wie ist das denn passiert? Oh Gott, jetzt fällt es mir ein. Ich muß ihn verhext haben. Allerdings hat der Zauber wohl etwas zu stark gewirkt. Ihn in einen Zwerg zu verwandeln war keineswegs meine Absicht. Bloß schnell weg hier! Keiner soll merken, was ich mit meinem Gezaubere angerichtet habe. Dum di dum.....

Bemerkung: Ich verwandle Männer in Zwerge mit dicker Hornbrille - jetzt wird mir einiges klar. Das sind alles verwunschene Prinzen und ich bin schuld.

Dienstag, 27. Mai 2008

Das Versteck

Das Versteck

Mittags in der Poliklinik

Als ich zeitig zum Termin für den Allergie-Test erschien, hing an der Anmeldung das Schild "Kurze Pause" und davor saßen drei Senioren, welche sich künstlich über die Pause aufregten. "Wahrscheinlich geht die Pause bis 14 Uhr und dann gehen se nach Hause!" unkte die Rentnerin unheilvoll und das Ehepaar daneben nickte bitter. Natürlich war das nicht der Fall. Der Ehemann kam sogar auf die Idee, das Personal hinter den geschlossenen Türen anzurufen, was seine Frau aber als Schwachsinn abwehrte. Länger als eine halbe Stunde machen die dort keine Pause, weshalb ich die Aufregung nicht verstehe. Ich habe für so viel Unverständnis kein Verständnis, vor allem wenn es von Rentnern kommt. Die Poliklinik ist sozusagen ein Glücksfall für mich, weil es kaum Arztpraxen gibt, die zwischen 12 und 14 Uhr geöffnet haben. Jede Arztpraxis außerhalb hat entweder bis 12 Uhr oder ab 14 Uhr - nicht dazwischen. Nur in dieser Poliklinik haben alle Praxen durchgehend von früh bis nachmittag geöffnet, was mir ermöglicht, einige Arztbesuche während der Mittagspause abzuhandeln. Dafür gönne ich den Ärzten und Schwestern gerne, daß sie sich zwischendurch mal selbst eine halbe Stunde zur Mittagspause zurückziehen. Schließlich sind das auch nur Menschen und aus meiner publikumsintensiven Zeit weiß ich noch gut, wie es ist, wenn man allein die Wahl hat zwischen dummen Gelaber der Wartenden oder Verzicht der tariflich vorgesehenen Mittagspause, wofür man keineswegs Dank erntet, die man aber auch nicht aus der Arbeitszeit eigenmächtig streichen darf. Zu allem Überfluß hatte ICH ausgerechnet auch noch einen Termin und die Schwester nahm mich deshalb als erste in die Anmeldung, was bei den Senioren die Kinnladen herunterfallen ließ. Da komme ich 25jähriger gesunder Hüpfer (ok, ich bin längst keine 25 mehr, sondern gehe auf die 40 zu, weiß aber genau, daß sie das dachten) und werde vor den armen alten Herrschaften hereingebeten. Unglaublich! Es wurde kurz diskutiert, die Schwester bestand jedoch darauf und erklärte lang und breit, daß ich einen Termin zum Allergietest habe, welcher 40 Minuten dauert. Ich glaube, die Bemerkung über die 40 Minuten kam nicht so gut an, dabei war das nur die halbe Wahrheit, denn 20 Minuten davon saß ich im Nebenzimmer und wartete auf eine Reaktion, während die Sprechstunde bei der Ärztin weiterging. Wenn Blicke töten könnten....würde dieses Blog ab heute leer bleiben.

Montag, 26. Mai 2008

Eine Million Jahre alter menschlicher Schädel - the missing link?

Der Schädel aus dem Höllenloch

Im Haus gegenüber

Gegenüber

Jetzt weiß ich endlich, wer im Haus gegenüber wohnt - und habe sogar meinen ersten Katzencontent. :-))))

Im Haus gegenüber | 2

vergelesen

"konsumgefährdendes Verhalten" statt "bei Konsum selbstgefährdendes Verhalten"

Nun ja, so lange konsumgefährdendes Verhalten noch nicht medikamentös behandelt wird....

Samstag, 24. Mai 2008

High Society

High Society

Wie lange braucht man zum Lesen der Bild-Zeitung?

Gerade habe ich "Der Gefangene" von John Grisham ausgelesen, und da mich manchmal auch noch nach dem Lesen interessiert, was andere zu bestimmten Büchern sagen, stöberte ich ein wenig in den Amazon-Rezensionen und im Netz. Dabei fällt mir immer wieder auf, und ich muß sagen, ich finde das irgendwie faszinierend, wie unterschiedlich die Meinungen und Wahrnehmungen gegenüber meinen eigenen Eindrücken sein können. "Der Gefangene" ist kein Roman, sondern ein Sachbuch und Bericht über einen tatsächlich stattgefundenen Justizskandal, der sich allerdings wie ein Roman liest. Der Stil ist schnörkellos, die Fakten werden ohne Umschweife präsentiert, man spürt aber auch stark die emotionale Beteiligung des Autors durch über das ganze Buch hinweg eingestreute bissige und ironische Bemerkungen. Doch die gesamte Spannung des Buches kommt ganz klar allein durch die unglaubliche Geschichte zustande, welche vollkommen ausreicht, um einen nicht loszulassen. Das Buch liest sich leicht und flüssig, ohne überflüssiges Juristendeutsch werden die Vorgänge bei den Vernehmungen, Verhandlungen und sonstigen Ereignissen für jeden verständlich dargestellt. Ich habe das Buch mit ca. 460 Seiten in einer Woche gelesen, davon allein 200 Seiten am letzten Wochenende. Um so erstaunter war ich, folgende Rezension zu lesen:

"Ich habe Monate gebraucht um mich dadurch zu kämpfen, es immer wieder weggelegt und wieder begonnen. Ich lese Bücher von Grisham wirklich sehr gerne, aber hätte ich gewußt was mich hier erwartet hätte ich es nie begonnen. Wenn man ganz böse sein möchte, so hat es den Charme einer großen deutschen Boulevardzeitung mit 4 Buchstaben nur in xxxl Format."

Mal ganz abgesehen davon, daß ich diese Meinung für mich nicht nachvollziehen kann, was aber nicht weiter schlimm ist, finde ich diese Aussage etwas verwirrend. Mein vorschnelles Gehirn beginnt nämlich sofort zu rechnen und sich zu fragen, wie lange der Herr wohl zum Lesen der Bild-Zeitung braucht. Und selbst wenn ich annehme, daß das Buch keiner xxxl-Bild-Zeitung, sondern vielleicht ca. vierzig Stück davon entspricht, die vielen Bilder mal großzügig weggerechnet, finde ich Monate dafür doch ziemlich viel. Allerdings habe ich noch nie eine Bild-Zeitung gelesen, vielleicht habe ich ja ganz falsche Vorstellungen davon.
Auffällig ist, daß viele Rezensenten das Buch als langweilig und ausschweifend empfinden, und sich lieber einen Roman gewünscht hätten, wie auch eine Rezension des Hamburger Abendblattes:

"Und doch: Der neue Grisham kann literarisch nicht mit seinen Vorgängern mithalten. Es mag an der Form liegen, dieser seltsamen Mischung aus Sachbuch und Belletristik. Zu ausschweifend, zu genau, weil jedes kleinste Detail, jede auch nur am Rande beteiligte Person aufgeführt wird. Das verwirrt. Eine etwas klarere Konstruktion, ein gestraffter Inhalt hätten dem Buch gut getan."

Das entspricht absolut nicht meinem Eindruck, im Gegenteil. Ich habe bisher zwei Romane von Grisham gelesen, welche ich so furchtbar langweilig fand, daß ich mich nicht einmal erinnern kann, worum es ging. Jedenfalls besaßen diese aber die von der Rezensentin geforderten Aspekte von klarer Konstruktion und straffem Inhalt. Der Inhalt war sozusagen so straff, daß man wie auf einer blankpolierten Rutschbahn durch sie hindurchbrettern konnte, ohne die geringste Reibung zu spüren. War da was?
Grisham ist nicht der Autor, von dem ich mir freiwillig noch einmal einen Roman zulegen würde. Um so dankbarer bin ich, daß er aus dieser Geschichte KEINEN Roman gemacht hat. Ich finde das Buch weder langweilig noch ausschweifend, die vielen Details machen die Story erst lebendig und bringen dem Leser die Menschen näher, denen das alles wirklich wiederfahren ist. Vielleicht empfinde ich das aber auch nur so, weil ich sowieso lieber Sachbücher als Romane lese.

Für jemanden, der das Buch lesen will, empfehle ich, sich vorher oder nachher die Original-Interviews mit Ronald Williamson, der jahrelang unschuldig in der Todeszelle saß, anzuschauen. Das rundet die erhaltenen Informationen ab und man erhält den Beweis, daß die ganze Geschichte nicht nur ausgedacht ist, etwas, das man beim Lesen immer wieder gerne glauben möchte.

Ron Williamson selbst faßt dabei die Ereignisse in einem Satz zusammen:

It takes one lawyer to get you thrown in jail und twenty to get you out.

Fazit: Der Sachbuchstil steht Grisham gut. Wenn es nach mir ginge, dürfte sich Grisham künftig darauf beschränken.

Freitag, 23. Mai 2008

Bäumchen-wechsel-dich

Vorgestern stand sie noch neben den Abfalleimern im Büroflur, ein mickrige Zimmerpalme mit angegammelten Spitzen, die irgendjemand nicht mehr wollte. Gestern prangte sie auf einmal auf dem Prospekttisch vor dem Chefzimmer. Heute hatte sie schon den Weg bis zum Besuchertisch vor unserem Zimmer gefunden. Dies wollte Herr N. aber nicht auf sich beruhen lassen, weshalb er sie auf den Tisch drei Zimmer weiter verbrachte. Ich bin schon gespannt, wohin es die Palme wohl am Montag verschlagen hat.

Herr N. mußte heute zugeben, daß ich recht hatte. Gestern kam unsere Chefin ins Zimmer und fragte, wie wir es mit dem Haken zur Zahlsperre in unserem Softwareprogramm handhaben, ob wir wüßten, ob das notwendig sei. Herr N. erklärte - Ja, er hätte das schon immer so gemacht und gelernt. Ich sagte aber nein, das sei völlig überflüssig und die Rechnungen aus früheren Monaten können von den Mitarbeitern nicht mehr eingegeben werden, worauf Herr N. sofort erwiderte, wie es so seine Art ist : "Sagen Se doch nicht Nee!!! Ich bin doch viel länger hier als Sie!" Dann brachte er ein Gespräch zur Sprache, daß er mit der Systembetreuerin hatte, in welchem sie sagte, daß die Fälle mit roter Markierung nicht richtig beendet worden seien. Ich versuchte ihm daraufhin zu erklären, daß die Sytembetreuerin nicht das Beenden im Sinne von Abschließen meinte, sondern das falsche Beenden der Software, wodurch die Fälle automtisch gesperrt werden. Herr N. reagerte natürlich sofort mit der bissigen Bemerkung, ob ich das Gespräch geführt habe oder er. Ich mußte schon die ganze Zeit in mich hineingrinsen und unsere Chefin beschloß, einfach mal selbige Systembetreuerin zu befragen. Heute wurde uns mitgeteilt, daß das Häckchen zur Zahlsperre überflüssig ist. Herr N. registrierte dies mit der sarkastischen Feststellung: "Da mache ich jahrelang dieses Häkchen und dann ist es völlig überflüssig!" "So ist das Leben." antwortete ich ihm belustigt.

...

Erhöhte Harnsäurespiegel im Blut können zu Ablagerungen in Nieren und Gelenken führen, zu Gicht. Erfahrungsgemäß handelt es sich dabei um Patienten mit wenig körperlicher, aber erhöhter geistiger Tätigkeit. Man hat in Amerika gefunden, daß Hochschüler, die weniger begabt sind und sich daher mehr anstrengen müssen, eher höhere Harnsäurespiegel haben; das hat zu der Hypothese (Orovan) geführt, daß die Harnsäure, die bei Primaten - im Gegensatz zu weniger intelligenten Tieren - im Stoffwechsel anders behandelt wird, zur Anregung des Gehirns, etwa wie Kaffee dient. Und tatsächlich sind beide Substanzen chemisch nahe verwandt...

...Die Urzelle im Urmeer war sich selbst genug, eine glich der anderen, und in jeder von ihr waren alle Funktionen vereinigt. Sie war selbst Nerv, Kreislauf, Magen, Leber und Muskel. Wird eine unserer Zellen krebsig, dann entdifferenziert sie sich in Richtung auf jenen Urzellen-Zustand. Man kann zwar bei gutartigen Tumoren im allgemeinen noch erkennen, aus welchen Zellen bzw. Organen sie stammen. Je bösartiger aber ein Tumor wird, um so mehr verliert er jegliche Art der Organspezifität, und umso weniger unterscheidet er sich von der Urzelle. Untersuchungen über Tumorzellen, wie sie in der letzten Zeit durchgeführt wurden, scheinen diese Vorstellungen zu bekräftigen, denn bei krebsiger Entartung verliert die Zelle die Fähigkeit, organspezifische Eigenheiten zu bilden....Auf dieser Basis kann man sich Zusammenhänge zwischen Kohlenhydraten und Krebs vorstellen. Bringt man einen Menschen in Bedingungen, unter denen der Fisch lebte, d.h. mit Schwierigkeiten in der Sauerstoffversorgung bei ungestörter Kohlensäureabgabe, dann wird er in seiner Atmung zum Fisch. Zerstört man ihm seine Niere, dann reaktiviert er die Vorniere, die er vor vielen hundert Millionen Jahren zum letzten Mal gebraucht hat. Unter Bedingungen des Urlebens vor zwei Milliarden Jahren, wo es als Nahrung nur Kohlenhydrate und zum Atmen keinen Sauerstoff gab, wird er zur Urzelle, oder einzelne seiner Zellen entdifferenzieren sich zu diesem Zustand. Sie vermehren sich rücksichtslos, wie wenn sie allein im Urmeer schwämmen, obwohl sie sich doch in einem geordneten menschlichen Organismus befinden....An Patienten, bei denen nach Organübertragungen die Abstoßungsreaktionen unterdrückt wurden, etwa durch Antilymphozyten- Serum oder durch hohe Dosen von Cortison, hat man eine Häufung bösartiger Erkrankungen feststellen können. Offenbar können sieh Krebskeime bei behinderter Tätigkeit des Immunsystems leichter festsetzen und entwickeln. Man nimmt daher an, daß menschliche Tumoren viel häufiger entstehen, als sie tatsächlich sich dann bemerkbar machen, weil ein großer Teil der Krebskeime den Abwehrkräften des Körpers zum Opfer fällt. Diese werden aber nicht nur durch das Antilymphozyten-Serum und die Nebennierenrindenhormone, sondern vor allem durch den abnormen Stoffwechsel des Kohlenhydratessers geschwächt. Es ergeben sich hier wiederum Beziehungen zwischen Krebs und Nahrungsqualität...Immerhin gibt es bereits Tierversucbe, welche erkennen lassen, daß eine kohlenhydratreiche Ernährung unter der Wirkung krebserzeugender Substanzen das Auftreten bösartiger Geschwülste eindeutig fördert, eine fett- und eiweißreiche, kohlenhydratarme Ernährung aber dem Auftreten von Krebs entgegenwirkt. Ich selbst habe beobachtet, daß man mit kohlenhydratarmer Diät zwar das Auftreten von Brustkrebs nicht mehr verhindern kann, weil die Wurzeln einer bösartigen Erkrankung jahrzehntelang zurückreichen, wohl aber das von Metastasen nach Entfernung der ursprünglichen Geschwulst...1998 wies mich eine meiner Anhängerinnen auf eine Beobachtung von Nobelist Albert Schweitzer hin, enthalten in dem Vorwort zu einem Buch über Krebs, dessen Autor aus dem Pasteur Institut Paris kam38) . Albert Schweitzer berichtet darin, daß er nach seiner Ankunft in Lambarene im Jahre 1913 bei den vielen Patienten dort niemals Krebs zu Gesicht bekam. Sie lebten salzlos, einige 100 Meilen fern vom Ozean. Als er Lambarene 1954 verließ, hatten die dortigen Einwohner Zugang zu reichlich Salz aus Europa gewonnen, auch aus Dosennahrung, ohne daß sich sonst in ihrem Lebensstil etwas geändert hätte, und es gab jetzt Krebs aller Arten. Albert Schweitzer führte dies auf das Hinzutreten von Salz zu der Nahrung der Eingeborenen zurück. Für mich ist es "Wasser auf meine Mühle", denn auch Salz ist ein Bestandteil des Ur-Meeres und komplettiert damit das Szenario, das ich mit dem zurück zum Beginn des Lebens als Ursache von Krebs entworfen habe.

...Man hat bisher zwar noch keine Fossilien einer aquatischen Vorstufe gefunden. man weiß aber ziemlich genau, wo sie zu suchen wären (Abb. 48). Die geologischen Untersuchungen der letzten Jahrzehnte haben bekanntlich die Richtigkeit der Wegenerschen Kontinentalverschiebungs-Theorie bestätigt und gezeigt, daß die Erdkruste aus Platten besteht, die sich gegeneinander bewegen. So war in der Gegend von Aden und im unteren Teil des roten Meeres eine tektonische Platte durch Meeresarme vollständig von den umliegenden Kontinenten isoliert, womit die dort lebenden Schimpansen- ähnlichen Primaten von ihren Verwandten in Afrika getrennt und zu einem Leben am Wasser oder im Wasser gezwungen waren. Diese Periode könnte einige Millionen Jahre umfaßt haben und jedenfalls ausreichend gewesen sein, alle die Unterschiede herauszuarbeiten, die heute zwischen Affen und Menschen bestehen. Sicher ist es kein Zufall, daß alle fossilen Funde bis vier Millionen Jahre vor der Zeitrechnung zurück aus dem sogenannten Rift Valley (Abb. 48) stammen, aus einer ebenfalls tektonisch bedingten vulkanischen (Feuer!) Einbruchsrinne, die der Gegend von Danakil - Afar direkt benachbart ist und sich durch ganz Ostafrika bis zum Süden dieses Kontinents erstreckt, wo die ersten Fossilien der verschiedenen Australopithecinen gefunden wurden. Vielleicht ist es auch kein Zufall, daß bei etwa vier Millionen Jahren vor der Zeitrechnung die Fossilienfunde abbrechen. Die Zeit von dort bis zurück zu der Trennung des Vormenschen von dem Menschenaffen liegt völlig im Dunkeln. Kommt das vielleicht daher, daß diese Entwicklung eben an einer isolierten Stelle und im Wasser stattgefunden hat? Von Danakil aus könnte jedenfalls der nun nackte Vormensch nach Rückzug des Meeres direkt ins Rift Valley gelangt sein und dort seinen Aufstieg zum Menschen angetreten haben. Dieser Teil Afrikas spielt in der Menschheitsgeschichte jedenfalls eine entscheidende Rolle. Große Teile Ostafrikas waren zur Zeit der Trennung unserer Vorfahren von den Menschenaffen vom indischen Ozean überflutet, so daß die aquatic genesis auch ohne Afar durchaus denkbar ist. Ich kann mir kaum vorstellen, welche andere Umweltänderung gleichzeitig die Speckschicht unter unserer Haut, den Verlust des Fellkleides, den aufrechten Gang und die Kohabitation von vorne her, wie bei Wasser- Säugetieren üblich, hätte in Gang setzen können als der längere Aufenthalt unserer frühen Vorfahren im Wasser oder doch am Wasser mit der Nahrungssuche im feuchten Element....

....Diese meine Adaptationstheorie, erstmals veröffentlicht 1989, zeigt, daß die Ausbreitung des Ackerbaues, wie sie aus linguistischen 34 ', archäologischen 15) und genetischen") Studien ersichtlich ist (siehe Abb. 28, 29, Seite 118), durch die Verbreitung unserer Zivilisationskrankheiten nachgezeichnet wird. Dort, wo die Kohlenhydrate zuletzt hinkamen, nach dem Nordwesten von Europa, zu den britischen Inseln, nach Schottland, Irland, Skandinavien und Sibirien, dort sind die typisch westlichen Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkte, multiple Sklerose, Diabetes I und Krebs viel häufiger als im nahen Osten und in Nord-Afrika, wo die Kohlenhydrate schon länger zu Hause sind (siehe die Abb. 30 bis 33, Seite 119 bis 120). Dort gab es diese Krankheiten viel früher, als der Ackerbau sich ausbreitete, als die Kohlenhydrate noch neu waren; man studiere die Berichte über die Krankheiten der alten Ägypter, die selbst die Pharaonen nicht verschonten. Heute haben diese Völker im Osten und Süden von Europa ihre Kohlenhydratadaptation im wesentlichen hinter sich; sie haben gute Zähne trotz reichlich Kohlenhydraten in ihrer Nahrung, haben viel weniger an westlichen Krankheiten zu leiden als wir, die wir die Adaptation noch nicht ausreichend geschafft haben....Die Archäologen haben nicht nur festgestellt, daß es Zahnkaries nur dort gibt, wo Kohlenhydrate gegessen werden; sie haben auch gefunden, daß in der Türkei und in Griechenland die Skelette mit dem Einzug des Ackerbaues um einen Kopf kleiner wurden. Die Vorstellung, daß es die Kohlenhydrate sind und nicht die tierischen Fette, die uns schaden, ist noch nicht bis zu den Archäologen vorgedrungen; trotzdem bringt jede neue Ausgrabung die Bestätigung für die Richtigkeit der Adaptationstheorie. Man kann sogar die Eroberung Südenglands durch die Römer und den Einfall der Kurgan-Völker, östlicher Reiterstämme in Mitteleuropa (Abb. 28, Seite 118), in der Krankheitshäufigkeit nachvollziehen. Wo die Römer in England waren, gibt es weniger westliche Krankheiten, weil die Römer die Kohlenhydrate schon früher hatten als die Anglosachsen und daher eine Kohlenhydratadaptation mitbrachten. Die Kurgan-Reitervölker (genannt nach ihren Hügelgräbern) waren mehr Hirten als Ackerbauer im Gegensatz zu den überfallenen Mitteleuropäern, weshalb sie deren Kohlenhydratadaptation störten. Wir haben deshalb in Polen, in der Tschechei und in Österreich mehr Herzinfarkte als in sonst vergleichbaren europäischen Regionen.

(aus "Leben ohne Brot" von Wolfgang Lutz)

Donnerstag, 22. Mai 2008

Eine sonderbare Angewohnheit

des Herrn N. ist es, neben einigen anderen, bei dämlichen Telefonanrufen, die ihn nerven, in rhythmischen Abständen mit der flachen Hand auf den Tisch zu trommeln. Ich frage mich, ob das wohl durch den Telefonhörer hindurch zu hören ist, aber auf jeden Fall höre ich es und je länger das Telefongespräch ist, um so mehr nervt es. Man sagt ja, daß die Dinge, die jemand während des Telefonierens auf einen Zettel kritzelt, etwas über dessen Persönlichkeit aussagen und die Überlegung ist, ob das auf andere Angewohnheiten während des Telefonierens ebenfalls zutrifft. Vielleicht ist das Trommeln mit der flachen Hand ja so eine Art unbewußt eingesetzter Schlagreflex, mit dem man den Gesprächspartner am liebsten mit der flachen Hand umgehend mundtot machen würde. (Damit möchte ich Herrn N. keineswegs als potentiellen Schläger stigmatisieren.) Herr N. ist generell berüchtigt für seine Telefonate, in denen er kein Blatt vor den Mund nimmt und auch mal einfach den Hörer auflegt. Schon am ersten Tag wurde ich Zeuge solch eines Telefonats und verstand, was die anderen meinten, als sie mir das erzählten. Inzwischen finde ich, daß er sich ziemlich gebessert hat, zumindest hat man den Eindruck, daß er durchaus auch freundlich sein kann. Nun weiß ich nicht, ob das an mir liegt oder an seiner Stimmung, einige Kollegen meinen, ich hätte einen guten Einfluß auf ihn, aber der heutige Anruf, hat ihn wieder völlig von der Rolle gebracht. Anruferin war eine Frau, der er gestern bereits lang und breit etwas am Telefon erklärt hatte, sie allerdings zum Zeitpunkt mit Handy auf der stark befahrenen Straße unterwegs. Heute rief sie wieder an, weil sie alls nochmal wissen wollte, da sie es am Handy nicht richtig verstanden hatte. Er fragte sie wenig höflich, weshalb er ihr das alles noch einmal erzählen sollte, untermalt vom rhythmischen Schlagen seiner flachen Hand, regte sich nach dem Telefonat tierisch über Handybesitzer auf und schloß mit dem Satz: "Alles können sie gleichzeitig, die Frauen, aber nichts richtig!" Und bis auf die Einschränkung auf das weibliche Geschlecht, möchte ich ihm beinahe recht geben. Schließlich gibt es inzwischen auch schon genug Männer, die während des Einparkens das Fenster hochkurbeln, das Radio lauter stellen, telefonieren und den Autoatlas studieren.

Das Puschel-Stuhlkissen

Meine verstorbene Katze und ein flaches, flauschiges Stuhlkissen auf einem Stuhl im Wohnzimmer, das verdächtig an Puschel erinnert. Sie springt hinauf und breitet sich auf dem Kissen aus, langgestreckt, die Augen geschlossen, Die Pfötchen zucken vor Behaglichkeit. Oh, denke ich, hat sie jetzt etwa einen neuen Lieblingsplatz? Sonst liegt sie doch immer an ganz anderen Orten, aber nie auf Stuhlkissen. Sie läßt sich von meinen Überlegungen nicht stören und gibt sich genußvoll der Verbesserung ihres Schlafnestes hin, indem sie da und dort mit den Pfötchen zieht oder gräbt. Ich kann nicht aufhören, ihr sinnliches Behagen zu beobachten. Da klappt auf einmal ein Stück Stoff-Rückenlehne nach vorne und begräbt sie unter sich, wie in einer Höhle. Erschrocken kriecht sie rückwärts heraus, vergißt dabei die Stuhlkante und rutscht mit dem Hintern zuerst am Stuhl hinunter auf den Boden. Ich muß laut lachen, sie dagegen hat ihren Schreck unten angekommen schon wieder vergessen und beginnt erneut die Höhle auf dem Stuhl zu erkunden. Lachend wache ich auf.

Bemerkung: Spüre ich da irgendwas von Eifersucht auf Puschel?

Mittwoch, 21. Mai 2008

Casa de la Plaza

Casa de la Plaza

Blogkonzepte

Hin und wieder überkommt mich die Einsicht, daß mein Blog unbedingt ein richtiges Konzept bräuchte. Bisher sprießt es hier wie Kraut und Rüben, von Youtube, bunten Stöckchen und albernen Piratengeschichten bis zu Blavatsky und Ulysses findet man so ziemlich alles (nur keine Katzen, aber nicht, weil ich die nicht mag). Das kann ja einfach nicht gut gehen. Das muß doch für jeden, der völlig unschuldig und ahnungslos dieses Blog betritt, ein regelrechter Kulturschock sein oder zumindest ein ernsthaftes Identifikationsproblem auslösen. Der überwältigte Leser dürfte sich sofort fragen, wo er denn hier gelandet sei und welches Niveaulevel ich zu drücken oder zu sprengen versuche. Ein gutes Konzept würden den ersten Eindruck des Blogs sicherlich verbessern und den Lesern einiges an Verwirrtheit ersparen. Aber hatte ich schon einmal erwähnt, daß ich es hasse, mich an Konzepte zu halten? Von Regeln will ich gar nicht erst sprechen. Bereits in der Schule zeitigte es ziemlich unterschiedliche Erfolge, wenn ich beim Hochsprung rücklings statt bäuchlings sprang, Aufsätze von hinten statt von vorne begann und im Kunstunterricht weite Landschaften trotz anderslautender, bewährter Gestaltungshinweise auf Schallplattencover quetschte. Und meine Eltern überzeugte ich schnell davon, daß kleine Kinder durchaus bis in die Nacht hinein draußen spielen dürfen. Der Einsicht folgt die Nachsicht mit weiser Voraussicht - Konzepte sind Stillstand, sind einfach nichts für mich.

...

Wenn man schläft, betrügt man das System. Schlaf gehört einem selbst, nicht dem Staat.
(aus "Der Gefangene" von John Grisham)

Dienstag, 20. Mai 2008

Beschiss

Da schaue ich gerade die Bonus-DVD der Platinum "The sixth sense"-DVD-Box und denke, unter dem Menüpunkt Making of "The sixth sense Project" finde ich ein Making of des Films, aber denkste - es ist ein Making of der DVD. Wen interessiert ein Making of der DVD? Ok, ich sollte nicht denken.

Was von den Träumen der letzten Nacht übrig blieb



Das aber hartnäckig...

Die tantrischen Hexen vom Verlag Death Proof

Ich weiß genau, daß es Frau Audrii ist, aber dann, als ich zum Zombiehorror aus einer Bewußtlosigkeit "erwache", sind es Geister, die ich aus dem dunklen Schlund des Schrankes holte. Wir sollen Georg, den Drachentöter, begrüßen, warum auch nicht.
Er nahm Gestalt an, wie die Natur ihrer bedarf, in einem schönen Schreibtisch am Fenster, von denen angebetet, die zurückgeblieben sind. Mein Staunen wollte nicht aufhören, als er nachhakt: "Wir hätten Ihnen gern was Freches gesagt, das muß man zum Einstieg und für etwaige Zuschauer." "Ja," sagt Traumzeit, "so ist das Horrorskop. Obwohl Samstag, war diesmal keine Chance, ihr Augenlicht wiederzuerlangen. Dennoch träumt sie weiterhin in farbigen Bildern." Sollte ich diesen tollen Durchblick haben, der nie je einem Zimmerkollegen wiederfahren ist? In jedem dieser Fenster, so wußte ich, erwartete mich Onkel Albert und die Umhüllung von Licht, in der Schwimmhalle. Das Wasser ist sehr hoch, höher als bei den schwarzen Steinen des Zauberlandes. Der Kahnführer erklärte, daß der Wind tobte, auf der Südseite, wo die Pein geringer ist, wenn ein Flugzeug unterwegs ist und ewiges Leben hat. Ich ziehe mir die edle und interessante Einrichtung des Verlagshauses an. Rote Teppiche, Kristalllüster an den Hals. Wenigstens sorgte Olga dafür, dass sie ihre Energie wie funkelnden Schnee auf die Apostel herabsenkte, wenn sie mit übereinandergeschlagenen Beinen saß. Läuft Uranus durch das hindurchfallende Licht, was mit linkem und rechtem Bein abwechselnd geschieht, wird spontan ein Marilyn Monroe-Film daraus. Gunkanmaki sind einfach und machbar und es ist schon ganz interessant, welche Menschen sich so im Fusselsieb der Waschmaschine auflösen. Deshalb ist jede Erscheinung, die behauptet, die 14. Reinkarnation eines Computerwissenden zu sein, eine störende Unehrlichkeit, die so sehr dunkel ist, daß einige andere Frauen schnellstmöglich einen nicht unerheblichen Teil meines Anteils an ihm zurücklassen. Ich bleibe bei dem Gartenfest mit einem Rausch im Kopf und in der oberen Schädelform. Das ist ja, als sei früher jeder neue Film ein viel größeres Ereignis gewesen als mein Nasenflügel!