"So wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind: Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der Schriftstudien zu lesen haben wird, die ihm dann das Fehlerhafte seines Tuns zeigen werden."
(Band 7 der Schriftstudien, aus "Zeugen Jehovas" von Lothar Gassmann)
Das ist in der Tat eine grausame Strafe.
Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. Deshalb mache ich jetzt einfach eine Umfrage. Vielleicht mag ja jemand seinen Senf dazugeben. Welches der entworfenen Buchcover gefällt euch am besten, bzw. spricht euch am meisten an?
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HIER, hoffe ich. Irgendwie war mir so, als wenn Umfragen automatisch erscheinen. Vielleicht funktioniert es aber auch gar nicht mehr, dann gerne per Kommentar.
Cover 1:
Cover 2:
Cover 3:
Cover 4:
Cover 5:
Cover 6:

Es ist erstaunlich, wieviel Zeit gute Menschen damit verbringen, den Teufel zu bekämpfen. Wenn sie nur die gleiche Energie aufbrächten, ihren Nächsten zu lieben, dann würde der Teufel vor Langeweile sterben.
(Helen Keller, amerikanische Schriftstellerin)
Es gibt ein Sehen, das den Augen im Kopf überlegen ist
und weiter reicht als zu den Himmeln und zur Erde.
(Meister Eckhart)
Als ich heute im Büro auf den Fahrstuhl wartete, standen zwei Klienten vor mir, die sich angeregt über ihre Schufa-einträge unterhielten. Da es ewig dauerte bis der Fahrstuhl kam, blickte ich schnell an dem einen vorbei auf die Anzeige, um zu sehen, ob sie leuchtet. Das war der Auslöser dafür, dass sie mich inmitten ihres Gespräches auf einmal wahrnahmen und einer von den beiden nun einen Flirtvorstoß wagte, in dem er anfing, etwas von meinen Augen zu faseln. Unter anderem sagte er, dass ich Augen wie Terence Hill hätte. Na ja, mit einem gewissen Pegel Alkohol im Blut wird es wahrscheinlich schwierig, blau von grün zu unterscheiden. Weil er auch seinem Kumpel gleich die großartige Entdeckung meiner Augen mitteilen mußte, starrten mich schließlich beide während des Fahrstuhlfahrens an und redeten über meine Augen, während ich vor mich hin grinste und bei mir dachte: Ich warte auf den Tag, an dem jemand zu mir sagt, ich sehe aus wie Bud Spencer.
(Tagebucheintragung vom 31.08.2004)
Ein Mann meint zu seiner Frau als sie das Lokal verlassen haben: "Das Trinkgeld, das du dem Ober gegeben hast, war aber reichlich übertrieben." - "Nein", antwortet sie. "Das war es mir wert. Hast du nicht gesehen, in was für einen tollen Mantel er mir reingeholfen hat?"
Eine Kathedrale aus Engelsflügeln spannt sich hoch im Halbrund über mein Bett. Von den Engeln ist allerdings nichts zu sehen. Vielleicht befinden sie sich hinter den Flügeln auf der anderen Seite der Kathedralenkuppel, dort, wohin mir der Blick durch die Flügel verwehrt wird. Doch ich bin ziemlich sicher, daß sie da sind. Und daß ihre Körperhaltung hinter der Kuppel, um ihre Flügel so über- und nebeneinanderzulegen, daß ein ganzes Bauwerk entsteht, ganz schön unbequem sein muß.
Bemerkung: Sowas passiert, wenn man Filme über Kathedralen schaut und theologische Bücher über Engel liest.
Ok, Liebesgeschichten kommen zwar darin vor, aber man kann
"Lila, lila" von Martin Suter auch als unaufdringlichen Thriller im Literaturmilieu lesen. Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl ich die vielen Lokalitäten, in denen sich die Protagonisten ständig tummeln, teilweise etwas befremdlich finde.
Ich bin klein,
mein Herz ist rein,
mein Kopf ist leer,
die Glieder schwer,
zuviel Cortisol
in meinen Adern
und du sagst:
Reiß dich zusammen!,
aber der Frust
frißt verfressen
unaufhörlich...
(2005)
Paßt zur Zeit irgendwie wieder ganz gut.
Ein weiblicher, dem äußeren Anschein nach sehr fruchtbarer und gesunder Homo sapiens, flaniert in der ersten wärmeren Frühlingssonne mit einem kurzen Röckchen und nackten Beinen auf der Halteinsel der Straßenbahn. Ein männlicher Homo sapiens, sofort angelockt von den leuchtend blonden Haaren und so viel entblößter Haut, bleibt auf dem Gehweg gegenüber am Straßenrand stehen und beginnt das Weibchen zu taxieren. Da sie anscheinend den Anforderungen eines weiblichen Sexualpartners entspricht, setzt nach wenigen Sekunden das Balzverhalten ein. Dieses äußert sich durch spezielle, pfeifende oder schnalzende Laute, die das Männchen von sich gibt, z.B. "pfiiiiii....pfiiii......pfiiii" oder ein langgezogenes "Pfiiiiiiiiiiiiiiiiiiii" oder aber ein "klack...klack....klack", das mit der Zunge geschnalzt wird. Dabei plustert sich der männliche Homo sapiens mit seinem ganzen Körper auf, damit er so groß und stattlich wie möglich wirkt.
Das Weibchen tut so, als bemerke sie ihn nicht.
Dies entmutigt das Männchen jedoch keineswegs, sondern spornt es an, seine Balzaktivität zu erhöhen und die Werbung fortzusetzen, indem es zunehmend lauter und herausfordernder wird.
Das Weibchen wirft ihr langes Haar nach hinten und ihm mit einem Augenaufschlag einen kurzen Blick zu.
Nun wird das Männchen noch aktiver, indem es wild zu gestikulieren anfängt und seine Zähne zeigt.
Der weibliche Homo sapiens wendet sich demonstrativ gelangweilt ab.
Der männliche Homo sapiens dagegen wirft sich in Pose und stolziert lässig über die Straße, um sich dem begehrten Sexualpartner zu nähern - sich dabei so breit wie möglich machend und ohne das Weibchen aus den Augen lassend. Nur knapp entgeht er dem Bus, der ihn beinahe erfasst hätte.
Aufgrund der obigen Beobachtung rege ich zu einer empirischen Untersuchung darüber an, ob sich zwischen der statistisch auffällig erhöhten Anzahl von Todesfällen im Frühling und dem Beginn der umgangssprachlich als "Paarungszeit" bezeichneten Phase erhöhter sexueller Aktivität signifikante Zusammenhänge ergeben.
(Tagebucheintragung vom 14. April 2005)
Eine Kollegin kommt in mein Zimmer gestürzt, legt mir was auf den Schreibtisch, stutzt und fragt mich:
"Bist du heute geschminkt?"
Etwas erstaunt schaue ich sie an, denn ich bin jeden Tag geschminkt und meistens immer auf die gleiche Weise. Deshalb frage ich mich, was diese Frage zu bedeuten hat und worauf sie damit hinaus will.
"Ähm.....ja.....wieso....eigentlich bin ich immer geschminkt....."
"Achso....na ja...ich weiß nicht....bist du gepudert? Oder warst du Wochenende in der Sonne?"
Ich, schon befürchtend, dass ich den ganzen Tag mit Make-up-Streifen auf der Nase oder verwischter Wimperntusche herumgelaufen bin und meinen Drang zum Spiegel zu springen kaum noch unterdrücken kann, bin noch verunsicherter.
"Nee.....wieso.....ich hab nur Make-up drauf. Das gleiche wie immer.....warum?" *schulterzuck*
Seltsamerweise scheint meine Kollegin jetzt von den Antworten auch immer irritierter zu werden und druckst irgendwie, so scheint es mir, rum. Kurzentschlossen gehe ich deshalb zum Frontalangriff über in Erwartung eine unangenehmen Gegenschlages.
"IST IRGENDWAS?"
"Nö....nein....es ist ist nichts..... äh....ich weiß nicht...äh.....du siehst heute irgendwie so anders aus."
"Ich seh anders aus?"
Jetzt muß ich sie wohl mit so groß aufgerissenen, verwunderten Augen angeschaut haben, dass sie beschließt, die Sache nun auf sich beruhen zu lassen. Doch an der Tür dreht sie sich nochmal um und meint:
"Aber du siehst wirklich schön aus heute. Vielleicht liegt's ja an den Haaren. Ich weiß auch nicht."
Vielleicht sollte ich ja öfters am Wochenende saufen, rauchen und bis um 6 Uhr früh durchfeiern. Das scheint für den Teint äußerst bekömmlich zu sein und enorm verschönernd zu wirken.
Ja, wie konnte ich das nur vergessen. Ich muß unbedingt rauchen, saufen und bis um 6 Uhr früh durchmachen, um meinen Teint aufzufrischen.