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Dienstag, 24. März 2009

Die faule Gerbera

Die stellvertretende Gruppenleiterin kam heute überall in die Zimmer und schenkte jedem von uns eine Gerbera. Sozusagen als Motivationshilfe, "damit wir durchhalten", wie sie meinte. Zuerst dachte ich ja, ich hätte meinen eigenen Geburtstag verpaßt, als sie mit den Blumen hereinspazierte und sofort auf mich zustrebte. Ich bekam die rote, Herr N. die gelbe Gerbera, da sie ihm nicht die rote schenken wollte, wie sie erklärte. Als sie wieder weg war, sagte Herr N. trocken, eine Gehaltserhöhung wäre ihm lieber gewesen. Aber das beste passierte erst nach ein bis zwei Stunden. Von beiden Gerbera, die zusammen in derselben Vase standen, ließ die gelbe schon nach kurzer Zeit welkend ihren Kopf hängen, während die rote noch kerzengerade stand. Als ich dies sah, sagte ich erst nichts dazu, doch etwas später entdeckte es auch Herr N. und konnte es gar nicht fassen. Er lief extra in die anderen Zimmer, um zu sehen, ob die Gerbera dort noch frisch sind und auch die standen alle kerzengerade. Dann wollte er von einer hereinkommenden Mitarbeiterin wissen, wie sowas sein kann. Schließlich behauptete er, natürlich aus Spaß, das habe Frau K. mit Absicht gemacht, er fühle sich gemobbt und werde nicht mehr kommen. Witzigerweise können sich die beiden aber tatsächlich nicht besonders leiden. Jedenfalls fanden es alle sehr lustig, daß ausgerechnet die Gerbera von Herrn N. sofort den Kopf hängen ließ.

Montag, 23. März 2009

...

"So wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind: Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der Schriftstudien zu lesen haben wird, die ihm dann das Fehlerhafte seines Tuns zeigen werden."
(Band 7 der Schriftstudien, aus "Zeugen Jehovas" von Lothar Gassmann)

Das ist in der Tat eine grausame Strafe.

Sonntag, 22. März 2009

Auswahl und Umfrage Buchcover

Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. Deshalb mache ich jetzt einfach eine Umfrage. Vielleicht mag ja jemand seinen Senf dazugeben. Welches der entworfenen Buchcover gefällt euch am besten, bzw. spricht euch am meisten an?

Zur Umfrage geht es HIER, hoffe ich. Irgendwie war mir so, als wenn Umfragen automatisch erscheinen. Vielleicht funktioniert es aber auch gar nicht mehr, dann gerne per Kommentar.

Cover 1:

Cover 1

Cover 2:

Cover 2

Cover 3:

Cover 3

Cover 4:

Cover 4

Cover 5:

Cover 5

Cover 6:

Cover 6

Samstag, 21. März 2009

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Es ist erstaunlich, wieviel Zeit gute Menschen damit verbringen, den Teufel zu bekämpfen. Wenn sie nur die gleiche Energie aufbrächten, ihren Nächsten zu lieben, dann würde der Teufel vor Langeweile sterben.
(Helen Keller, amerikanische Schriftstellerin)

Freitag, 20. März 2009

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Es gibt ein Sehen, das den Augen im Kopf überlegen ist
und weiter reicht als zu den Himmeln und zur Erde.

(Meister Eckhart)

Donnerstag, 19. März 2009

Heute

B1

B2

B3

B4

B5

B6

B7

Und wirkt besser als jede Schmerztablette. Als ich wieder nach Hause kam, waren die Kopfschmerzen fast weg.

Mittwoch, 18. März 2009

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Montag, 16. März 2009

Augen wie Terence Hill

Als ich heute im Büro auf den Fahrstuhl wartete, standen zwei Klienten vor mir, die sich angeregt über ihre Schufa-einträge unterhielten. Da es ewig dauerte bis der Fahrstuhl kam, blickte ich schnell an dem einen vorbei auf die Anzeige, um zu sehen, ob sie leuchtet. Das war der Auslöser dafür, dass sie mich inmitten ihres Gespräches auf einmal wahrnahmen und einer von den beiden nun einen Flirtvorstoß wagte, in dem er anfing, etwas von meinen Augen zu faseln. Unter anderem sagte er, dass ich Augen wie Terence Hill hätte. Na ja, mit einem gewissen Pegel Alkohol im Blut wird es wahrscheinlich schwierig, blau von grün zu unterscheiden. Weil er auch seinem Kumpel gleich die großartige Entdeckung meiner Augen mitteilen mußte, starrten mich schließlich beide während des Fahrstuhlfahrens an und redeten über meine Augen, während ich vor mich hin grinste und bei mir dachte: Ich warte auf den Tag, an dem jemand zu mir sagt, ich sehe aus wie Bud Spencer.

(Tagebucheintragung vom 31.08.2004)

Gerade gelesen

Ein Mann meint zu seiner Frau als sie das Lokal verlassen haben: "Das Trinkgeld, das du dem Ober gegeben hast, war aber reichlich übertrieben." - "Nein", antwortet sie. "Das war es mir wert. Hast du nicht gesehen, in was für einen tollen Mantel er mir reingeholfen hat?"

Engel + Kathedrale =

Eine Kathedrale aus Engelsflügeln spannt sich hoch im Halbrund über mein Bett. Von den Engeln ist allerdings nichts zu sehen. Vielleicht befinden sie sich hinter den Flügeln auf der anderen Seite der Kathedralenkuppel, dort, wohin mir der Blick durch die Flügel verwehrt wird. Doch ich bin ziemlich sicher, daß sie da sind. Und daß ihre Körperhaltung hinter der Kuppel, um ihre Flügel so über- und nebeneinanderzulegen, daß ein ganzes Bauwerk entsteht, ganz schön unbequem sein muß.

Bemerkung: Sowas passiert, wenn man Filme über Kathedralen schaut und theologische Bücher über Engel liest.

Sonntag, 15. März 2009

Von wegen Liebesgeschichte...

Ok, Liebesgeschichten kommen zwar darin vor, aber man kann "Lila, lila" von Martin Suter auch als unaufdringlichen Thriller im Literaturmilieu lesen. Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl ich die vielen Lokalitäten, in denen sich die Protagonisten ständig tummeln, teilweise etwas befremdlich finde.

Der lächelnde Mond

Der lächelnde Mond

Samstag, 14. März 2009

Nahendes

Ich bin klein,
mein Herz ist rein,
mein Kopf ist leer,
die Glieder schwer,
zuviel Cortisol
in meinen Adern
und du sagst:
Reiß dich zusammen!,
aber der Frust
frißt verfressen
unaufhörlich...

(2005)

Paßt zur Zeit irgendwie wieder ganz gut.

Das Balzverhalten des männlichen Homo sapiens zur Frühlingszeit in freier Wildbahn (Eine Beobachtungsstudie)

Ein weiblicher, dem äußeren Anschein nach sehr fruchtbarer und gesunder Homo sapiens, flaniert in der ersten wärmeren Frühlingssonne mit einem kurzen Röckchen und nackten Beinen auf der Halteinsel der Straßenbahn. Ein männlicher Homo sapiens, sofort angelockt von den leuchtend blonden Haaren und so viel entblößter Haut, bleibt auf dem Gehweg gegenüber am Straßenrand stehen und beginnt das Weibchen zu taxieren. Da sie anscheinend den Anforderungen eines weiblichen Sexualpartners entspricht, setzt nach wenigen Sekunden das Balzverhalten ein. Dieses äußert sich durch spezielle, pfeifende oder schnalzende Laute, die das Männchen von sich gibt, z.B. "pfiiiiii....pfiiii......pfiiii" oder ein langgezogenes "Pfiiiiiiiiiiiiiiiiiiii" oder aber ein "klack...klack....klack", das mit der Zunge geschnalzt wird. Dabei plustert sich der männliche Homo sapiens mit seinem ganzen Körper auf, damit er so groß und stattlich wie möglich wirkt.

Das Weibchen tut so, als bemerke sie ihn nicht.

Dies entmutigt das Männchen jedoch keineswegs, sondern spornt es an, seine Balzaktivität zu erhöhen und die Werbung fortzusetzen, indem es zunehmend lauter und herausfordernder wird.

Das Weibchen wirft ihr langes Haar nach hinten und ihm mit einem Augenaufschlag einen kurzen Blick zu.

Nun wird das Männchen noch aktiver, indem es wild zu gestikulieren anfängt und seine Zähne zeigt.

Der weibliche Homo sapiens wendet sich demonstrativ gelangweilt ab.

Der männliche Homo sapiens dagegen wirft sich in Pose und stolziert lässig über die Straße, um sich dem begehrten Sexualpartner zu nähern - sich dabei so breit wie möglich machend und ohne das Weibchen aus den Augen lassend. Nur knapp entgeht er dem Bus, der ihn beinahe erfasst hätte.

Aufgrund der obigen Beobachtung rege ich zu einer empirischen Untersuchung darüber an, ob sich zwischen der statistisch auffällig erhöhten Anzahl von Todesfällen im Frühling und dem Beginn der umgangssprachlich als "Paarungszeit" bezeichneten Phase erhöhter sexueller Aktivität signifikante Zusammenhänge ergeben.

(Tagebucheintragung vom 14. April 2005)