Das passiert, wenn man vor dem Schlafen Filme wie "Shaun Of The Dead" sieht, wobei der Film selbst als Komödie eher lustig war, der Traum aber schon etwas gruseliger. Ich hatte ihn zwischen 4 und 5 Uhr:
Mit vielen anderen Menschen zusammen befinde ich mich in einem riesigen Gebäude, welches einem düsteren Schloß gleicht. Das Problem dabei ist, daß die meisten Leute Zombies sind und nur ich gehöre mit wenigen anderen zu denjenigen, welche noch nicht von der "Zombiekrankheit" befallen sind. Die Zombies strömen in Massen um uns herum die Treppen hinauf und herab, bzw. durch die Säle des Gebäudes, sind an sich aber anscheinend ungefährlich. Trotzdem ist es ein mulmiges Gefühl, sich zwischen ihnen zu bewegen. Man fühlt sich weder sicher noch wohl, und überdies ist die kleinste Berührung von ihnen hochansteckend. Und es ist bei diesen Massen gar nicht so einfach, Berührungen zu vermeiden, obwohl sich die Zombies durchaus selbst bemühen, dieses zu verhindern. Automatisch versuche ich zwar den Zombies auszuweichen, empfinde es aber irgendwie als Ungerechtigkeit, nicht zu ihnen zu gehören. Mir fällt auf, daß die "Zombiekrankheit" besonders gern körperlich gesunde Menschen befällt. Und nur, weil ich das nicht bin, gehöre ich nun wieder zu den Außenseitern, bzw. nicht dazu. Doch das Schlimmste daran ist nicht die Andersartigkeit an sich, sondern die große Last und Verantwortung, die damit wie ein Mühlstein auf meinen Schultern liegt. Die Verantwortung der wenigen "Unerkrankten", die Zombies nicht im Stich zu lassen, sondern sie von ihrem Fluch zu erlösen. Nur wir können das bewerkstelligen. Der Schlüssel zum Fluch liegt darin, uns mit ihnen abzugeben und mit ihnen zu leben. Aus diesem Grund habe ich vor, die Nacht mit vier von ihnen in einem Zimmer zu verbringen. Doch bevor ich mich auf diese schwere Mission mache, bleibe ich noch eine Weile in einem der Säle und versuche die Zombies zum Tanzen zu animieren. Dazu tanze ich selbst durch den Raum, allerdings vorsichtig, um niemanden versehentlich anzurempeln, und fordere sie auf, es mir gleichzutun, bzw. sich mir als Tanzpartner gegenüberzustellen, wobei ich aber beim Tanzen stets darauf achte, daß sie mich dabei nicht anfassen. Unter den Zombies im Raum befinden sich auch gestaltlos wie Schatten mein Physiotherapeut und seine Freundin, stelle ich fest. Schließlich mache ich mich mit vier Zombies auf den Weg zu unserem Zimmer. Während einer Fahrt im Fahrstuhl bemerke ich, daß diese inzwischen schon viel lebendiger und gesünder aussehen. Sollte etwa der Heilungsprozeß bereits eingesetzt haben? Mir kommt da so ein Gedanke. Könnte es sein, daß die Ursache für diese Gesundung mit im Tanzen zu suchen ist? Gibt es möglicherweise noch andere Wege, den Fluch zu brechen? "Hm", sinniere ich laut, während ich sie anschaue, "vielleicht reicht es ja schon einfach nur zu leben, so richtig zu leben, meine ich." Nachdenklich wiegen sie über meine Worte die Köpfe. Im Zimmer selbst gibt es eine Tür zu einem Nebenraum. Neugierig schaue ich hinein und finde zu meiner Überraschung die gesamten Mitarbeiter meiner Arbeitsabteilung dort versammelt. Ich grüße und mache eine kurze Bemerkung, dann ziehe ich mich wieder zurück. Erst im nachhinein überlege ich, ob meine Kollegen dort nebenan wohl zu den Zombies gehören oder zu den "Gesunden". Die Antwort weiß ich nicht, aber kann mir im Moment auch egal sein.
Ich bekomme auf einem Zettel, der an einer Farbtube hängt, die Aufforderung, die Farbe für einen Malzirkel zu bezahlen, der immer mittwochs stattfindet. Ach herrje, stimmt ja, diesen Zirkel gab es auch noch. Den hatte ich ganz vergessen und war ewig nicht mehr da, sondern stattdessen montags beim Sport. Eigentlich blöd, immer vierteljährlich Farbe zu bezahlen, wenn man dann doch nicht hingeht. Aber abmelden möchte ich mich nicht.
Auf dem Zaun eines Hinterhofes sehe ich drei Katzen nebeneinandersitzen. Sie sitzen in gleichen Abständen und in genau der gleichen Pose, wobei sie mich unverwandt ansehen, nur ihr Fell ist unterschiedlich. Ich finde es seltsam, daß sie sich überhaupt nicht rühren oder bewegen, egal wie nah ich herankomme, und sich so übereinstimmend präsentieren. Sie schauen mich stattdessen stets weiter mit großen Augen an. Einen mit Sandbergen überzogenen Weg zu einer S-Bahn-Station gehend, finde ich dort ein Briefkuvert mit meinem Namen auf dem Boden liegend. Oh, hier liegt eine Nachricht für mich! So ein Zufall! Auch dies ist eine Zahlungsaufforderung für einen Zirkel. Da aber ein Überfall stattgefunden hat und die Polizei ermittelt, benötigen sie die Nachricht als Beweisstück. Ich drücke sie also einem der Beamten in die Hand und sage, sie sollen mich benachrichtigen, wenn ich noch etwas zu bezahlen habe. Mühsam klettere ich über die rutschigen Sandberge und werfe dabei die Geldschatulle vor einem Ladengeschäft um. Blitzende Geldstücke kullern in den Sand. Schließlich fällt mir ein, daß ich für die Sportgruppe ebenfalls wieder bezahlen müßte und betrete den Hof mit einer Rezeption, wo man das machen kann. Als ich der blonden Rezeptionistin mein Anliegen klar mache, schaut sie mich verschwörerisch an und verrät mir, daß noch nicht feststeht, ob es mit der Sportgruppe überhaupt weitergeht, da mit 88,8 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Baby unterwegs ist. Ich sollte also besser warten. Dabei sieht sie aus, als würde sie gerne noch sehr viel mehr ausplaudern, ich frage jedoch nicht weiter, denn diese Auskunft reicht mir erst einmal. Was genau los ist, werde ich früh genug erfahren.
Bemerkung: Dunkel erinnert mich dieser Traum an einen früheren, der mir aber beim besten Willen nicht mehr einfallen will, dafür aber dieser eine Song.
Lange Fahrten im Bus durch Prag. Ich nehme mir vor, genau aufzupassen, was ich sehe, aber die Eindrücke wechseln so schnell und sind eher durch moderne Bauten und einen langen Betontunnel geprägt, daß ich alles sofort wieder vergesse.
Ich erwache in meinem Bett und weiß, daß meine Katze irgendwo in der Nähe sein muß. Sie rufend, taucht sie auch gleich auf, tigert an das Bett heran und läßt sich von mir streicheln. Sie macht einen Satz zu mir herauf und rollt sich behaglich in der Kuhle meines Halses zusammen. Mir fällt auf, wie dünn sie geworden ist, und plötzlich erinnere ich mich, daß ich ihr wahrscheinlich seit Monaten kein Fressen und Trinken mehr hingestellt habe. Ach du Sch..., kann es sein, daß ich sie total vergessen hatte? Trotzdem lebt sie noch. Ob sie wohl Mäuse gefressen hat? Oder doch eher nur Fliegen?
Sie hat ja eigentlich nie richtig Jagen gelernt. Doch sie scheint auch ohne mich zurechtzukommen und mir die Vernachlässigung in keinster Weise übel zu nehmen.
In der Ecke eines Parks oder Gartens finde ich zwei zerbrochene winzige Vogeleier auf dem Boden. Hier muß doch irgendwo ein Nest sein, wo diese herausgefallen sind! Tatsächlich finde ich es darüber in einem Strauch und es ist voll mit unzähligen quirligen und hungrigen frischgeschlüpften Vogelküken. Was für Freude! Also haben hier doch wieder Vögel gebrütet! Grünfinken können es diesmal aber nicht sein, die sahen anders aus. Ich kann es kaum erwarten, sie aufwachsen zu sehen und zu erfahren, was es für eine Vogelart ist.
Ein Platz mit vier Bäumen. Es erscheint mir, als sei dies ein durch irgendetwas eingeschlossener Ort gewesen, vielleicht ein Hinterhof, jedoch macht er einen märchenhaften Eindruck auf mich. Wie ein Zauberwald, dessen Bäume zu einem Feenreich gehören. Völlig beeindruckt lasse ich den Anblick der zarten Blätter und Zweige auf mich wirken. Ich stehe nun direkt vor einem der mächtigen Baumstämme und schaue auf eine mannshohe, vertikale, aber natürlich gewachsene Einbuchtung. Das könnte das Tor zu einer anderen Welt sein, denke ich.
Wie in einem Spiegel sehe ich einen prächtigen Tiger auf mich zu schleichen. Er macht einen äußerst friedlichen Eindruck. Ich bin entzückt, aber auch auf der Hut. Was will er von mir? Kann er gefährlich werden? Doch er benimmt sich wie ein zahmes Kätzchen, schmiegt seinen mächtigen Kopf gegen mich, sein Fell ist seidenweich. Anscheinend möchte er nur spielen und kuscheln. Wie lieb, aber im Hinterkopf bleibt immer eine Art angespannter Aufmerksamkeit. Schließlich ist es ein Raubtier, und wer weiß, vielleicht reicht nur eine falsche Bewegung und er sieht mich als Abendessen. Ich versuche ihn von mir abzulenken, indem ich ihn, wie man es mit Katzen macht, in einen Flur hineinlocken möchte. Ich zeige mit dem Finger in die entsprechende Richtung und sage im "Katzentonfall": "Hmmmmmmm....ein leckeres Freßchen! Da geh! Lecker! Hmmmmmmm....." Der Tiger tappt auch gleich mit angelegten Ohren auf die offene Tür zu und schaut neugierig hinein, macht aber sofort wieder kehrt. Entweder hat er gerochen, daß es dort nichts zu holen gibt, oder er ist so anhänglich, daß er mir nicht von den Fersen weichen möchte. Ich vermute letzteres, denn er läßt nun wirklich nicht mehr von mir ab. Er spielt mit mir, schnurrt und schmust, krümmt mir kein Haar, und doch bleibt im Kopf immer dieser Zweifel, ob ich mich wirklich ganz darauf einlassen kann, ohne Angst haben zu müssen, daß er von einem Moment zum anderen zur wilden Bestie mutiert. Mein Herz ist aber inzwischen schon butterweich. Er ist so lieb, verspielt und verschmust, er kann mir einfach nichts Böses tun. Unvorstellbar.
In einer fremden Umgebung mit mehreren Leuten, die wohl wie ich alle zu einem Verein gehören. Unter ihnen ein Mann, der der Freund meiner besten Freundin ist. Zuerst stehen wir etwas weiter entfernt voneinander, uns jedoch immer mehr aneinander annähernd, und es wird klar, daß wir uns lieben. Den Abstand halten wir nur, weil die anderen dabei sind. Sobald wir ein Zimmer für uns allein haben, wird unser Zusammensein sehr viel enger. Umschlungen, aber nicht völlig entkleidet, liegen wir in einem Bett, uns aneinander klammernd, als wollten wir uns nie wieder loslassen. Dabei sind wir ständig darauf bedacht, daß es nicht zu sexuellen Handlungen kommt. Schließlich ist er der Freund meiner Freundin, es darf deshalb nicht sein. Nicht einmal ein Kuß geschieht. Endlich stehen wir wieder auf, doch auch jetzt wollen wir uns noch nicht loslassen, sondern umarmen uns sofort erneut, stehen so eine lange Zeit. Die Tür geht auf und einige Leute aus dem Verein kommen herein. Dies ist kein Grund für uns, uns loszulassen, nein. Noch immer stehen wir eng umschlungen, aneinandergeschmiegt, und aus dem Augenwinkel bemerke ich die etwas verständnislosen und verwunderten Blicke der anderen. Die werden sich jetzt natürlich fragen, was hier los ist. Die Situation ist ja auch etwas merkwürdig und verwirrend. Im gleichen Traum ein Zimmer mit zwei Badewannen, welche im 90 Grad-Winkel zueinander stehen und sich an der Kopfseite berühren. Eigentlich möchte ich nur in eine Badewanne Wasser einlassen, habe aber den einen Wasserhahn, der sich genau am Verknüpfungspunkt der beiden Wannen befindet, so ungeschickt geschwenkt, daß das Wasser in beide Wannen läuft und auch noch zwischen ihnen auf den Boden läuft. Ok, dann eben zwei Bäder, im anderen kann ER baden, aber das Wasser auf dem Boden muß unbedingt aufgewischt werden. Während ich noch wische, beginnt eine Wanne bereits mit Wasser überzulaufen. Herrje.....
Irgendjemand hat genau in den Baum vor mein Küchenfenster zwei grüne Luftballons gehängt. Gestern waren jedenfalls noch keine Ludtballons zu sehen. Wer macht denn sowas? Und warum ausgerechnet vor mein Fenster im 4. Stock? Wie ist er hier herauf gekommen?
Ich habe heute eine kleine Sonnenbeobachtungsstation in mein Blog eingebaut, zu finden in der linken Seitenleiste. Das erste Widget zeigt die solare Strahlung und geomagnetischen Aktivitäten an. Bei Eruptionen auf der Sonne kommt es zu Sonnenwinden, einer Teilchenstrahlung, welche je nach Stärke Einfluß auf elektromagnetische Wellen nehmen kann. Treten die Teilchen der Sonnenwinde in die hohen Schichten der Erdatmosphäre ein, entstehen Polarlichter. Entsprechende geomagnetische Aktivitäten werden auf einer Skala von 0-9 des Kp-Indexes gezählt. Zeigt das Widget "Storm" an, ist der Kp-Wert höher als 4 auf der Skala und die Möglichkeit, Polarlichter zu sehen, besteht. Je höher der Kp-Wert ist, um so weiter rücken die Polarlichter auch bis in deutsche Breiten vor.
Das zweite Widget zeigt neben Werten zur globalen Erwärmung die Anzahl der Sonnenflecken und ebenfalls die solare Strahlung an. Bisher jedoch noch für den Monat September 2010, mal schauen, ob es sich auch aktualisiert.
Und das zum Schluß ist nicht einfach nur ein orangefarbener Kreis, sondern ein Real-Time-Bild der Sonne. Wenn alles gut geht, müßte es sich zumindest täglich einmal aktualisieren. Man sollte allerdings einen sauberen Monitor haben, weil sonst mehr Sonnenflecken zu sehen sind, als die Sonne tatsächlich hat.
Ich behalte das jetzt im Auge und bin dann wenigstens vorbereitet, wenn wieder irgendetwas streikt.
Mir kam gerade der Gedanke, ob wohl die bevorzugte Hauswirtschaftsverrichtung eines Menschen etwas über seine Persönlichkeit aussagt. Fast jeder hat ja, denke ich, irgendeine kleinere oder größere Tätigkeit, die er automatisch und lieber als andere bei entsprechenden Gelegenheiten ausführt. Ich bin zum Beispiel ein Tisch-Abräumer, während mein Bruder ein Kartoffel-Peller ist und sich hier immer ganz vorne anstellt. Ich dagegen hasse Kartoffeln zu pellen, da man sich dabei ständig die Finger verbrüht. Ich kann es jedoch nicht leiden, wenn dreckiges Geschirr herumsteht. Abwaschen mag ich schon wieder nicht mehr so sehr, ist aber auch ok. Wahrscheinlich wäre ich ein sehr guter Spülmaschineneinräumer, wenn ich eine hätte. Mein Vater war ein Ofen-Heizer und Tee-Kocher, mein Ex-Freund ein Wäsche-Zusammenleger und Feger (aber kein heißer). Ich kenne Leute, die sind Bügelfanatiker, wischen besonders gerne Staub oder hängen Sachen auf Bügel. Alles nicht meine Lieblingsbeschäftigungen. Und auch Staubsaugen hasse ich, was weniger an der Tätigkeit selbst liegt, als an den blöden Staubsaugern, die mir dauernd im Weg herumstehen und nie das machen, was sie sollen. Wäsche waschen dagegen finde ich ganz nett, ist ja auch kein Hit mit einer Waschmaschine. Ich frage mich, ob es wohl natürlich konditionierte Kloputzer gibt. Untergekommen ist mir noch keiner. Besonders gerne räume ich außerdem Schränke und Schubladen auf, bzw. organisiere sie um. Dies ist meine bevorzugte Prokrastinations-Ablenkung. Ich habe früher vor jeder Prüfung, Klausur oder schriftlichen Hausarbeit angefangen, meine Schränke aufzuräumen. Da ich heute keine Prüfungen mehr habe, sehen sie jetzt entsprechend weniger übersichtlich aus.
Im Traum beobachte ich die Handlung einer Sitcom, so als wäre ich mittendrin, aber ohne daß mich die Schauspieler wahrnehmen. Es beginnt damit, daß ein Mann die Tür zu einer großen, gut eingerichteten Küche öffnet. Eine Frau, vermutlich seine Frau, fragt ihn, wo er hin möchte, denn es ist tiefste Nacht. Es bekommt die Frage gar nicht mit und es wird klar, daß er schlafwandelt. Außerdem ist er von Beruf Koch. Er betritt die Küche und beginnt einen Kuchen zu backen, sucht die Zutaten zusammen, knetet einen Teig, schneidet Äpfel, belegt den Kuchen und schiebt ihn in den Ofen. Das Komische der Situation kommt allein im Gesicht der Frau zum Ausdruck, welche die ganze Zeit unbemerkt von ihm zuerst verblüfft und neugierig zuschaut, später jedoch mit einem Gesichtsausdruck, der sagt: "Okaaaayyy, dann lasse ich ihn mal backen. Vielleicht kommt ja ein leckerer Kuchen für mich dabei heraus." Der Kuchen ist fertig und sieht aus wie ein überdimensionaler American Pie. Er stellt ihn auf den Küchentisch und die Frau nimmt nun selbst ein Messer und schneidet ein dünnes Tortenstück heraus. Das hat ihn anscheinend aufgeweckt, denn verwundert blickt er sie an und fragt, was sie hier macht. Sie deutet nur mit dem Kopf auf den Tisch und sagt: "Guck mal, ein Feierabendkuchen!" Wahrscheinlich weiß er gar nicht, daß er ihn selbst gebacken hat.
Eine riesengroße Open-Air-Musikveranstaltung irgendwo in England oder Irland. Sie dient, neben der Musik, ganz konkret der Aufrechterhaltung des Friedens und alle sind aufgerufen, daran teilzunehmen, da durch die Versammlung der Menschenmassen ein geplanter (Kriegs?) Angriff nicht stattfinden wird.
Zu Besuch bei Christoph Schlingensief, der jetzt allerdings mit Nachnamen "Ichnich" heißt. Ein komischer Name, wie ich im Traum feststelle. Er wohnt mit den anderen "Ichnichs" auf einem etwas chaotischen Hof mit hölzernem Tor, über welchem in großen roten Buchstaben dieser Name geschrieben steht. Wie ich durch Beobachtungen bemerke, herrscht wohl gerade etwas Zoff unter ihnen.
In den Potsdamer Parks, wo ich mich an einer rohen Kartoffel kauend, fotografieren oder filmen lasse, was mir etwas peinlich ist. Was wird man denken, wenn man mich an einer rohen Kartoffel knabbernd sieht? Doch die Kollegin P.C. findet das nicht schlimm, sondern unterhält sich mit mir über gesunde Ernährung.
nervt es mich ja, wenn genau die kleinen Hüpfer mit abgebrochenen Beinen mir immer erklären wollen, wie und wo ich meine Beine zu drehen und zu stellen habe. Die sollten erst einmal selbst mit meiner Länge versuchen, sie unter einen Tisch zu bringen und zu verknoten, ohne mit den Knien irgendwo anzustoßen und sich blaue Flecken zu holen.
ich fragte mich gerade, ob einen Zengarten mit Geldzugabe zu verschenken, nicht etwas unpassend wäre. Und während ich noch nach Gegenständen googelte, welche besser zu Zen passen, fand ich dieses hier:
Mit einigen Leuten zusammen bin ich nachts unterwegs. Anscheinend waren wir aus und stehen nun zusammengerottet auf einem Gehweg, um zu diskutieren, ob wir noch woanders hingehen. Es ist 5:40 h, stellen wir fest, aber dunkel, und ich sage, daß ich zwar Lust hätte, weiterzufeiern, aber einfach zu müde bin. Jemand in einer schwarzen Jacke steht neben mir und spricht mich an, fordert mich auf, ihm ruhig die Fenster und Türen in der Wohnung zu zeigen, die repariert werden müssen. Wow, was für ein attraktiver Typ, groß, gutaussehend und will auch noch meine Fenster und Türen reparieren! Allerdings muß ich einen Filmriß haben, denn ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann und wo ich ihn vorher getroffen und mich mit ihm unterhalten habe. Aber das ist ja auch egal. Scherzend sage ich zu ihm: "Du willst doch nur, daß ich dich mit nach Hause nehme!" Ehe er antworten kann, liegt die Aufmerksamkeit bereits wieder bei der allgemeinen Diskussion. Durch eine Hofeinfahrt hindurch sehe ich ein kleines Gewächshaus und laufe neugierig hin, er folgt mir. Blau und rotblühende Pflanzen werden hier gut geschützt vor der Witterung aufgezogen. Die Versammlung auf der Straße verläuft sich und ich trete den Weg durch ein Neubaugebiet an, in welchem das Keller, bzw. Parterrestockwerk jeweils in die Häuser eingelassen ist, so daß sich Nischen in Größe der Betonplatten bilden, genau wie an den Neubauten, bei denen wir uns als Schüler manchmal aufhielten. Eine junge Frau hockt an einer der seitlichen Nischenwände und sprüht ein Graffiti mit viel Gelb auf. Auch an anderen Wänden hat sie sich schon verewigt. Doch das Bild scheint ihr nicht zu gefallen. Unzufrieden rubbelt sie es mit einem Tuch wieder fort.
Nach meinem Eintrag vom 22. Juli läuft nun die Funkuhr nach zweimonatiger Normalität erneut völlig verkehrt, die Sicherungen springen lustig und sämtliche Lampen im Wohnzimmer knallen. Nur gut, daß ich immer genug Kerzen zu Hause habe.
Ein Heilpraktiker piesackt mich Teile der Nacht hindurch mit Spritzen, Einläufen und Massagen, doch am nächsten Tag merke ich - es ist noch schlimmer geworden. Der ziehende Schmerz im unteren Rücken hat sich jetzt auch über die gesamte Bauchgegend ausgebreitet.
Die sterblichen Überreste meines Vaters liegen auf dem Boden eines Zimmers, von groben Sacktuch bedeckt. Eine junge Frau kommt und möchte etwas wissen. Hoffentlich holt sie jetzt nicht die Überreste unter dem Sack hervor. Das wäre mir unangenehm. Aber nein, sie greift nur zu einem Buch, das darüber liegt, und schaut hinein. Darin steht, daß künstliche Kniegelenke die Sterblichkeit erhöhen. Es wundert mich ein wenig, daß dies dort steht, denn mein Vater hatte nie ein künstliches Kniegelenk.
Im früheren Arbeitszimmer meines Vaters stehe ich am Fenster und beobachte fasziniert große Elstern, die sich irgendeine Erhöhung neben dem Fenster als Abflugplatz erkoren haben, um im Gleitflug hinunterzusegeln. Dies tun sie wie ein Spiel, Segelflieger, die nicht genug bekommen können von diesem Gefühl, zu gleiten. Mein Vater ist irgendwo im Hintergrund und die vorherrschende Atmossphäre ist Ruhe und Harmonie. Dies finde ich so ungewöhnlich, da ich das im Zusammensein mit meinem Vater nicht kenne, daß es mir sofort auffällt. Kurz darauf befinde ich mich allein in meinem Wohnzimmer. Von Außen fliegt im vollen Flug eine Elster mit ihrem Schnabel gegen die Balkontür. Erst denke ich, die Scheibe springt, aber er hinterläßt nur ein blingendes Geräusch. Doch es war kein Versehen. Gleich darauf kommt sie wieder auf die Balkontür zugeflogen. Auch andere Elstern picken nun gegen das Glas. In einer sekundenkurzen Vision erinnert es mich an Hitchcocks Vögel. Sie haben etwas fallen gelassen und ich greife danach. Es ist eine Jacke und es scheint, als wollten sie mich darauf aufmerksam machen, denn jetzt sind sie verschwunden. Ich nehme die Jacke an mich. Während ich im Wohnzimmer stehe, fällt mir auf, daß irgendetwas nicht stimmt. Wie in einer Würfelwelt befindet sich die Decke nicht mehr oben, sondern hat sich seitlich nach unten gedreht, so daß sie für mich nun eine Wand ist. Daß es sich um die Decke handelt, erkennen ich an der Deckenleuchte daran. Sehr merkwürdig! Habe ich so eine seltsame Stellung eingenommen oder haben sich die Wände bewegt? Auch ist mein Blickfeld eingeschränkt. Ich kann nur auf diese Decke und auf die Wand mit der Balkontür schauen. Es ist mir jedoch unmöglich mich umzudrehen, zumindest erfordert es übermenschliche Anstrengung. Im hinteren Blickwinkel des Auges erkenne ich jedoch eine Person, die sich irgendwo schräg hinter mir befinden muß. Da ich mich nicht umwenden kann, rufe ich mehrmals fragend, ob dort jemand ist. Die Tatsache, daß hinter meinem Rücken etwas vorgeht, das ich nicht sehen kann, macht mir Angst. Ich bekomme jedoch keine Antwort und habe es schließlich in winzigen Schrittchen geschafft, mich zu einem Teil umzuwenden. Der Schatten verschwindet genau in dem Moment, als ich die hintere Ecke sehen kann. Doch noch habe ich nicht die andere hintere Ecke gesehen. Im Winkel des rechten Auges meine ich Schatten hin und her huschen zu sehen, es gelingt mir jedoch nicht, einen Blick hinter mich zu werfen. Statt dessen höre ich plötzlich eine tiefe, furchteinfößende Stimme hinter mir sprechen. Sie erinnert mich an jemanden oder an einen Film, der mir aber nicht einfallen will, und spricht wohl extra in dieser Weise, um mir Angst zu machen. Ich spüre, daß etwas, jemand, meinem Rücken näher kommt, kurz hinter mir ist, bin jedoch noch immer völlig unfähig, mich umzuwenden. Sie sagt etwas davon, daß sie mich umbringen will und ich glaube im Augenwinkel ein Messer gesehen zu haben. Schnell greife ich nach Puschel zu meiner Rechten und haue damit um mich, bzw. hinter mich, um den Angreifer davon abzuhalten, an mich heranzukommen. Es gelingt demjenigen trotzdem, doch daß er mich umbringen will, war wohl auch nur ein Bluff, um mir Angst zu machen. Stattdessen verschleppt er mich und zwingt mich, ihn zu heiraten. Ich liege nun in einem Doppelbett neben ihm und habe einen meterlangen Brautschleier auf dem Kopf, der wie eine Bodengardine aussieht. Mein Entführer liegt neben mir, blond, mit freiem Oberkörper, und ich frage mich, ob ich ihn wohl umbringen könnte. Der Versuch, eine Hand auf seinen Mund zu pressen, um ihn zu ersticken, schlägt fehl. Er lacht nur darüber. Ich stopfe ihm das untere Ende des Brautschleiers in den Mund. Doch das macht ihm gar nichts. Trotz Brautschleier kann er atmen und sogar dabei reden, egal, wieviel ich ihm davon in den Mund stopfe. Bemerkenswert! Noch scheint er sich für unbesiegbar zu halten und lacht nur über meine kläglichen Bemühungen. Ich greife deshalb zu einem Trick, damit er weiter mitmacht und sage: "Wenn du es schaffst, den ganzen Brautschleier in den Mund zu nehmen, tue ich alles, was du willst." Das gefällt ihm und siegesgewiß läßt er sich den Rest des Brautschleiers von mir in den Mund stopfen. Am letzten Ende muß er schon etwas würgen, doch ich lasse ihm gar keine Zeit, sondern stopfe ihm gleich noch Puschel hinterher in den Rachen. Das ist zu viel. Daran verendet er elendlich und ich bin wieder frei.
Bemerkung: Ich bin ja manchmal selbst davon überrascht, wie ausgebufft ich in meinen Träumen bin.