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Freitag, 22. Mai 2015

So schön

Ok, es ist kein Zumba und heute ist nicht Sonntag, aber es ist echt schön, weshalb ich das gleich mal ausprobieren mußte. Und seltsamerweise geht es relativ leicht nachzutanzen, obwohl es schwer aussieht. Häufiger ist es andersherum: Ich sehe etwas, das total einfach aussieht und denke bei mir, das tanze ich mal eben schnell nach, und dann wird daraus - Ähm, hallo, was ist das? Hier ist man beim ersten Schauen komplett überfordert, aber wenn man dann mitmacht, geht es eigentlich. Bis auf die Einschränkung, daß das Vorbeugen bei mir gerade nicht besonders gut funktioniert. Aber den Affenschritt (wie ich ihn nenne) zum Schluß finde ich trotzdem richtig cool.
Ich weiß gar nicht, ob unter mir schon jemand wohnt. Es ist zwar ein neuer Name an der Klingel, aber liegt noch kein Fußabtreter vor der Tür. Na ja, ich schätze spätestens in drei Monaten habe ich den neuen Mieter wieder verjagt.

Sonntag, 17. Mai 2015

Höchststrafe

Zwei Wochen kein Zumba gemacht und gleich merke ich wieder meinen Rücken. Der Hüftschwung beim Salsa ist ja das einzige, was alles wieder entheddert und einrenkt, das sich wahrscheinlich in meinem nicht zusammengewachsenen Wirbel verschiebt. Yoga alleine hilft da auch nicht. Und plötzlich wurde mir klar, daß ich anscheinend dazu verdonnert bin, bis an mein Lebensende Salsa zu tanzen. Es ist eine Tragödie! Ich bin in einem Körper gefangen, der eine regelmäßige Dosis Salsa braucht! Und die inhaliert man nicht mal eben so nebenbei. Im Grunde ist das eine Strafe. Vielleicht habe ich außerdem noch schlechtes Tanzkarma und bekomme jetzt die Quittung dafür. Das Karma-Orakel beim SpiritProject berechnet mir, daß ich Tänzerin in Westafrika gewesen bin. Das ist natürlich Quatsch, aber die Vorstellung gefällt mir. Afrikanischen Tanz mag ich, weil er so ursprünglich ist und nicht so steif wie diese dürren Ballettstangen.

Samstag, 16. Mai 2015

Memories

Letztens wurde ich von einer Doku über den Norden Europas, die Lofoten und die nördlichste Hurtigrutenstrecke geweckt. Und das alles genau einen Tag nachdem ich mich träumend durch meine sämtlichen Norwegen-Fotos geklickt hatte. Bald ist wieder Midsommer.

Norwegen-Memories3

Norwegen-Memories2

Norwegen-Memories1

Freitag, 15. Mai 2015

Radieschen und Kochzauberbox

Im Supermarkt heute eine Mutter mit ihrer Tochter, die wohl gerade lesen gelernt hatte, denn sie buchstabierte fleißig Etiketten und Schriften und fragte dann ihre Mutter - guck mal, so und so, ist das richtig? Die Mutter sichtlich genervt - ja, ja doch, ist richtig - und wendet sich wieder ihren Einkäufen zu. Nun möchte die Tochter dringend Radieschen kaufen. Die Mutter dazu: "Nein, wir kaufen keine Radieschen!" Das Mädel trotzig darauf: "Aber Radieschen sind gesund!" und die Mutter streng: "Ich habe gesagt, wir kaufen jetzt keine Radieschen!" Normalerweise sieht man solche Szenen ja eher vor dem Süßigkeitenregal. Und was mache ich? Ich gehe zum Gemüseregal und packe ein Bund Radieschen in den Korb. Zu Radieschen habe ich ein etwas gespaltenes Verhältnis. Ich esse sie zwar, gehe aber beim Einkaufen doch eher achtlos daran vorüber. Manchmal braucht man eben eine Extra-Aufforderung.

Letztens hatte ich auch wieder eine Kochzauberbox (Woche 19) und es lohnte sich diesmal. Es gab:

Lachsfilet mit Rosmarinkartoffeln und Nektarinen-Gurken-Salat - Die Lachsfilets waren sehr schön und der Nektarinen-Gurken-Salat (mit Öl-Essig-Dressing) ist ein weiteres tolles Gurkenrezept. Schmeckt tatsächlich und werde ich sicher im Sommer noch häufiger machen. Dazu hatte ich Schokopudding gemacht, mußte aber feststellen, daß der Pudding von Alnatura den Kakao wohl nur im Vorbeigehen gesehen hat. Dann lieber der von Rapunzel, der etwas teurer ist, aber bedeutend besser schmeckt.

Italienische Nudelpfanne mit Caserecci, weißen Bohnen und würziger Salsiccia - War ebenfalls sehr lecker und hat mich auf die Idee zu einer Currywurst-Nudelpfanne gebracht, die mir noch besser geschmeckt hat.

Gratiniertes Grillgemüse mit knusprigem Thymianbaguette - Das Thymianaroma fand ich toll, weshalb ich mir für den Balkon gleich einen Busch Zitronenthymian geholt habe. Weiterhin kaufte ich Ananas-Minze (Minzblättchen kann man gut in Eiswürfel einfrieren lassen) und einen Weinstock. Was mich mit dem Weinstock geritten hat, ist mir ein Rätsel. Der war zwar auch mit Halbschatten gekennzeichnet, aber ich habe auf meinem Balkon ganz gewiß kein Weinklima. Na egal. Probieren geht über Studieren. Wahrscheinlich sahen die Trauben auf dem Etikett einfach so schön rot aus.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Der alte Sprengmeister

Als alter, erfahrener Sprengmeister habe ich mich in einem leer stehenden und verfallenden Gebäude einquartiert, welches ich sprengen soll. Es ist ein Fabrikgebäude, das wahrscheinlich einmal für den Maschinenbau genutzt wurde, mit riesigen Hallen, Eisenträgern, massiven Wänden und Böden, auf denen teilweise Gleise zu finden sind. Solch eine Sprengung ist keine Sache für einen Tag, sondern erfordert genaueste Vorbereitung, um ein Mißlingen oder etwaige Gefahren für die Umgebung auszuschließen. Deshalb übernachte ich auch in dem Gebäude und wende meine Zeit dafür auf, alle Wände aufmerksam bis in jeden Winkel abzuhorchen, Risse zu suchen, die Böden abzuklopfen und die Struktur des Gebäudes zu erfassen. Mit mir leben in den großen Hallen zwei streunende Hunde, braun-weiß gefleckt, die ihre Schlafstätten frech verteidigen. Am Abend steige ich auf das Dach der Fabrik. Ich bin zwar nicht schwindelfrei und von dort geht es ziemlich tief hinab, aber man hat einen phantastischen Ausblick auf die Skyline einer, wie mir scheint, amerikanischen Metropole, denn man sieht hauptsächlich moderate Wolkenkratzer mit großen Werbeflächen für Cola und andere Dinge. Auf einer Stufe auf dem Dach, gefährlich nahe dem Abgrund sitzend, versinke ich in die nächtliche Aussicht und fühle mich poetisch so berührt, daß ich mir vorstelle, einen Roman über dieses Gebäude, mein Leben und meine Arbeit darin und über diese Skyline zu schreiben. Doch dazu muß ich diese Ansicht irgendwie festhalten, denn die Fabrik wird es bald nicht mehr geben. Ich spüre etwas Wehmut darüber, denn ich habe mich an das Leben in diesem Haus, seine Weite und die Atmosphäre des romantischen Verfalls gewöhnt. Während ich aufstehe, um meine Fotokamera zu holen, fällt mir ein, daß ich diese irgendwo vergessen habe. Dann also ein Zeichenblock. Damit dauert es zwar länger, aber die Ansicht vom Dach kann ich damit ebenfalls festhalten.

Montag, 4. Mai 2015

...

Ohne nun irgendeine Bewertung vorzunehmen, können Sie sich in diesem Zusammenhang einfach vorstellen, als U-Boot - im Gegensatz zu Schiffen - geboren zu sein, mit der Fähigkeit in den dunklen, tiefen Ozean Ihres Geistes und Ihrer Seele abzutauchen. Dorthin, wo kein Außenstehender Ihnen folgen kann, und wo Sie nur alleine mit sich selbst sind. Dieses Alleinsein und diese Einsamkeit brauchen Sie als HSM (hochsensitiver Mensch) zuweilen mehr als andere Menschen...
Die Innenwelt ist auch immer dann relevant,wenn Situationen für Sie sehr stimulierend waren und in denen Sie viele äußere und innere Daten aufgenommen haben. Als U-Boot können Sie sich ja sowohl unterhalb wie auch oberhalb der Wasseroberfläche aufhalten und dem Schiffsverkehr und bunten Treiben "da oben" zusehen und teilnehmen. Haben Sie genügend Daten "gesammelt" oder geht ein langer Arbeitstag zu Ende, tauchen Sie einfach ab und verarbeiten diese Daten...
Haben Sie bereits Ihr Periskop entdeckt? Das Periskop erlaubt Ihnen, sich einige Meter unter der Wasseroberfläche vor Überstimulation zu schützen, sich aber trotzdem noch einen Rundumblick zu erhalten und ein wenig "oben" zu sein. Generell ist diese Sehrohrtiefe ein bequemes Plätzchen, um nach denjenigen Dingen Ausschau zu halten, die wichtig und interessant erscheinen. Dies kann eine spannende Lektüre, ein interessanter Mensch, ein neues Hobby oder eine tolle Idee sein, die Sie in die Tat umsetzen wollen.
Immer dann tauchen U-Boote nämlich wie aus dem Nichts auf und steuern volle Fahrt darauf zu, sie "hyperfokussieren" und können leidenschaftlich in diesen Dingen aufgehen. Die Motivation für eine solche Überwasserfahrt ist wesentlich emotional geprägt und sie muss vor allem eines: Sinn ergeben.
Haben U-Boote also keine Lust, erscheint die Welt der "Überwasserschiffe" langweilig, anstrengend und zu stimulierend, dann wird der Sinn eines Auftauchmanövers gar nicht gesehen und sie bleiben auf gewohnter Tauchstation.
Leider, und dies ist meines Erachtens ein Dilemma, gibt es noch keine "U-Boot-Schule", niemand sagt den kleinen und großen U-Booten, was das Besondere an ihnen ist, was sie können und vor allem, worauf sie beim Abtauchen achten müssen. So bleibt jeder sich selbst überlassen und muss alles Stück für Stück alleine herausfinden, und nicht selten wächst die Erkenntnis, dass hier wirklich etwas nicht zu stimmen scheint. Manche wollen doch einfach nur so sein, wie alle anderen, doch je mehr sie das versuchen und je weniger sie abtauchen, desto überstimulierter werden sie. Manchmal kommt es auch zu einer Radikalwende und sie tauchen ab, wann immer sie möchten. Wenn die Welt über Wasser nicht länger von Wichtigkeit ist, dann kann es zu ihrem Schicksal werden, ziellos im Ozean zu treiben.

(aus:Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal von Birgit Trappmann-Korr )

Mir hätte es ja schon gereicht, wenn es in meiner Kindheit bereits solche Bücher gegeben hätte. Dann wäre vielleicht einiges anders gelaufen. Mein Periskop habe ich aber wohl relativ schnell entdeckt. Nur so ist es zu erklären, wie ich die gesamte Schulzeit verträumen und dabei dennoch die relevanten Informationen für etwaige Leistungskontrollen herausfiltern konnte.

Samstag, 2. Mai 2015

Großeinkäufe

Es war mal wieder an der Zeit Geld auszugeben und wenn ich schon dabei bin, gebe ich gerne auch mehr aus als ich eigentlich wollte. Die Ausbeute meines Wellness-Großeinkaufs sieht so aus:
Mogli Spelties - Bio-Dinkel gepufft mit Honig
Ich bin ja nicht so der Cerealien-Frühstücker, aber manchmal ist es ganz praktisch, wenn man etwas da hat, das schnell geht. Die Dinkelpops sind knusprig, kaum süß und schmecken leicht karamellig. Ich füge gerne noch getrocknete Kirschen hinzu und löffle sie mit verdünntem Apfeldicksaft, da ich Milch meide wie die Pest.
Kiwa - Rote Beete Chips
Rote Beete esse ich gerne, allerdings nur die, die es fertig zu kaufen gibt. Die Chips hatte ich noch nicht probiert. Man kann sie durchaus essen, allerdings fehlt etwas Salz, wie ich finde. Nachdem ich selbst etwas Salz hinzufügte, habe ich dann auch ganz schnell eine Tüte weggeknuspert. Klarer Nachteil jedoch - man bekommt rote Finger davon.
Lavera - Natural Liquid Foundation
Im Winter habe ich diese Foundation in Ivory benutzt und war sehr zufrieden. Jetzt für den Sommer mußte eine Nuance dunkler her.
Cattier Paris - Bio-Duschpeeling mit Weißer Heilerde, Zitrone und Bambuspuder
Riecht jedenfalls schon mal sehr angenehm natürlich nach Zitrone.
Cattier Paris - Heilerde Maske mit Grüner Heilerde und Minze für fettige Haut
Ich hatte vorher die Heilerdemaske von Korres, allerdings für das bißchen, was da in der Tube war, fand ich den Preis ziemlich fett. Eigentlich schwöre ich ja auf die Facial Detox-Maske von elemental herbology mit Malachite, Kaolin und Manuka Honey, die bekommt man in Deutschland jedoch nur schwer und sie ist auch noch um einiges teurer.
Ein Set "Spaziergang im Wald" mit dem Edeltannen-Erholungsbad von Weleda, dem Birke-Duschpeeling von Weleda und einer Tüte Bio-Salbeitee
3x das Birken Aktiv-Getränk von Weleda
Damit mache ich im Frühjahr immer eine Kur und bilde mir ein, daß die mich gegen Birkenpollen desensibilisiert. Wahrscheinlich ist das wirklich nur Einbildung, aber es schadet ja nix.
DermaSel - Poren-Feinkur mit Minimizer-Effekt - neue 3 Ampullen Wochenkur für ebenmäßige Struktur mit Mineralien und Propolis-Komplex
Mal schauen, ob die hält, was sie verspricht.
Burt's Bees Tinted Lip Balm in Red Dahlia
und zum Schluß die Maharishi-Kräutertabletten Kapha-Balance.

Wellness-Einkauf

Im Baumarkt habe ich bereits am Donnerstag mein Geld gelassen, denn dort kaufte ich für den Balkon ein. Es mußte ein Balkonkasten ausgetauscht werden, da das Plastik buchstäblich unter meinen Händen zerbröselte. Mit mir nach Hause kommen durften Bauern-Orchideen, Mittagsgold, Stiefmütterchen, Fuchsien, Hängetomaten und Erdbeerpflanzen. Die Erdbeerampeln kaufe ich nicht mehr in diesem Baumarkt, denn ich hatte die letzten Jahre immer Mehltau drin. Mal schauen, ob ich jetzt mit den einzelnen Pflanzen mehr Glück habe. Gestern wurde von mir alles auf den Balkon gesetzt.

Freitag, 1. Mai 2015

...

Leider lernen manche HSK (hochsensitive Kinder) nur schmerzlich, denn verbal vermittelte Aufforderungen oder dargelegte Konsequenzen erreichen sie nicht vollständig. Die Wahrnehmung stuft derartige Informationen als nicht so wichtig ein, denn Worte stellen ein zu schwaches Aufforderungssignal dar. Das hochsensitive Kind ist es gewohnt, Umweltinformationen tief zu erleben und überall, wo dieser Aspekt fehlt, ist es eben nur "die halbe Miete". Hinzu kommt, dass das Empfinden und Erleben eine primäre Funktion darstellt, denn sie bereichert die Wahrnehmung um ein Vielfaches. So, wie Sie sicherlich Fernsehfilme lieber in Farbe anstatt in Schwarz-Weiß sehen, weil es eher der Wirklichkeit entspricht, so fehlt dem HSK die "Farbe" bei gesprochenen Worten. Es ist ein wesentliches Kennzeichen von Hochsensitivität, diese "Farbe" als primäre Qualität einzustufen, während sie für alle anderen Menschen eine sekundäre Funktion darstellt. Interessant in diesem Zusammenhang sind auch die Ausführungen zum visuell-räumlichen Lernstil, denn dies ist eine weitere Konsequenz daraus...
Bei einem hochsensitiven Menschen liegt keine Filterschwäche vor, sondern der Filter der Aufmerksamkeit = Wahrnehmung ist einfach nur anders eingestellt, denn der "Schalter" für die Grundeinstellung steht auf Holistisch und nicht auf Analytisch.
Ein holistischer, d.h. ganzheitlicher Wahrnehmungsstil erklärt auch das schnelle Umschalten der Aufmerksamkeit (Ablenkbarkeit), denn das passiert nur, wenn sich etwas in der Umwelt verändert und dies wird unmittelbar registriert. Das kann im Fall von HSM schon bei kleinsten Begebenheiten passieren, die für andere Menschen als völlig unwichtig eingestuft werden, weil sie sich in der Peripherie abspielen...
...Dasjenige, was dabei als Störfaktor oder als "Schwäche" wirkt, hängt nur sekundär mit Wahrnehmungsfiltern zusammen, denn es ist die Zeit, die wieder einmal für Verwirrung sorgt. Für hochsensitive Menschen ticken die Uhren einfach anders, denn aufgrund der Fülle der Daten brauchen sie einfach länger, eine Situation, andere Personen oder Sachverhalte zu erfassen. Dieses "Mehr-an-Zeit" und die daraus resultierende Langsamkeit existiert jedoch nur aus der Sicht anderer Personen, die diese Art der Wahrnehmung nicht haben...
Hochsensitive Menschen sind also dank ihrer Emotionen Spezialisten fürs Komplizierte und bei einfachen und alltäglichen Aufgaben scheinen sie zu versagen...Dies alles passiert nur, weil die Wahrnehmung durch ein tiefes Erleben gekennzeichnet ist...
So entwickeln viele Hochsensitive eine Abneigung gegen Mathematik und haben nicht selten das Gefühl, sie seien einfach zu dumm dafür. Sogenannte Lernfächer werden nicht nach Regeln begriffen, sondern bei Fremdsprachen zum Beispiel wird lieber ganzheitlich gelernt. Das heißt, die Melodie der Sprache bzw. das Grundprinzip der Sprache muss erlebt und gefühlt werden. So wird bei Relativsätzen oder bei Deklinationen nicht die Grammatikregel herangezogen, sondern vielmehr wird darauf geachtet, ob es so besser klingt, sich richtiger anhört und ob das geschriebene Wort so oder anders "besser aussieht".
(aus Hochsensitiv: Einfach anders und trotzdem ganz normal von Birgit Trappmann-Korr)

Donnerstag, 30. April 2015

Walpurgisnacht

An die Jury von 'Blogging Queen': Ist das jetzt ein adäquates Walpurgisnacht-Outfit? Meinen Besen habe ich allerdings irgendwo beim Herumfliegen stehen gelassen. Aber ich finde, es ist auf jeden Fall ein sehr passendes Outfit, um Uranus über dem MC willkommen zu heißen, der genau am 1. Mai in den Orbit eintritt. Ich weiß nicht, ob Kuchen zu backen eine bevorzugte Tätigkeit von Hexen ist, ich habe es trotzdem getan, denn mit irgendetwas muß ich mich ja stärken, wenn ich in den Mai tanze.

Walpurgisnacht2

Walpurgisnacht1

Montag, 27. April 2015

Mein neues Couchliegeoutfit

sieht irgendwie etwas nach Pippi Langstrumpf aus. Fehlt nur noch der Affe. War aber so nicht beabsichtigt.

Couchoutfit

Die Verhaftung

Auf den sumpfigen Baustellen Berlins unterwegs, lande ich irgendwann in einem Geschäft, wo es neben Speisen und einer Wursttheke auch einen Kramtisch mit Jeanshosen gibt. Zwischen Wursttheke und Kramtisch steht eine nette junge Verkäuferin. Während mir eine Speise zubereitet wird, suche ich mir drei Jeanshosen heraus, die ich später anprobieren will, und lege sie mit diesen Worten auf einen Tisch in der Mitte des Ladens. Man bittet mich, mir dann nach dem Essen die Finger abzuwischen. Aber, selbstverständlich! Zum Essen setze ich mich an den großen Tisch, die junge Verkäuferin und eine ältere, ebenfalls sehr nette, setzen sich zu mir um zu plaudern. Mit ihnen tauche ich nun in eine Geschichte ab, die ein Traum im Traum zu sein scheint. Dabei fährt die ältere zu einer Stelle am Spreeufer, wo die jüngere wie es scheint als Leiche herausgefischt wird. Doch auf der Bahre schlägt sie plötzlich die Augen auf und ist quicklebendig, woran ich nicht unschuldig zu sein scheine. Mit der ganzen Geschichte hat ein Zeitsprung stattgefunden, denn zurück am Tisch ist irgendwie die Atmosphäre verändert. Die Veränderung liegt in der Dankbarkeit, die mir entgegengebracht wird, wenn ich auch nicht genau weiß, wofür. Man bittet mich, die Jeanshosen als Gegenleistung zu behalten und zeigt mir außerdem eine Schußwaffe in Metallic-Dunkelrot. Das Metallic-Dunkelrot gefällt mir so gut, daß ich die Waffe sofort haben möchte. Ich stecke all die Dinge in einen Beutel und räume noch den Tisch sehr ordentlich auf, bevor ich den Laden verlasse.

Wieder zu Hause in meinem Kinderzimmer lege ich die Waffe achtlos zwischen meine Schuhe unter einen Stuhl und gehe ins Bett. Doch bevor ich noch eingeschlafen bin, geht die Tür auf und ein kräftiger Mann betritt das Zimmer. Ich bin erst irritiert, was er hier zu suchen hat, doch an seiner Kluft erkenne ich, daß er wohl von der Polizei ist. Hm, was soll das? Sucht der etwas? Ohne irgendetwas zu erklären geht er sofort an meinen Kleiderschrank, öffnet diesen und holt ein kleines schwarzes Päckchen daraus hervor. Er öffnet es - es enthält ein graues Pulver -, streckt es mir entgegen und bittet mich zu sagen, wonach das riecht. Ich schuppere - es riecht nach Staub oder muffiger Pappe, finde ich, allerdings ahne ich bereits, daß dies wohl nicht die richtige Antwort ist. Überhaupt, wie ist dieses Päckchen in meinen Kleiderschrank gekommen?
Der Polizist reagiert etwas spöttisch auf meine Antwort, sagt aber nichts, sondern beginnt zu protokollieren. Dabei lehnt er sich gegen den Tisch und ich merke, wie sein Blick unter meinen Stuhl fällt und dort hängen bleibt. Trotzdem läßt er sich nicht sofort etwas anmerken, erst einige Minuten später stellt er seine Frage mit einem süffisanten Wortwitz: "Dann schießen Sie mal los - was wollen Sie mit der Schußwaffe?" Ich denke nur 'Ach, du sch...!' und versuche es mit der Wahrheit:
"Öhm, eigentlich nix."
"Das heißt., Sie hatten nicht vor, sie zu benutzen?"
"Genau", bestätige ich und beginne zu erzählen, wie ich dazu gekommen bin und daß mir das Rot so gut gefiel. Der Polizist registriert das wieder ziemlich spöttisch und ich werde nun in ein anderes Zimmer zu einem Verhör geführt. Hier befinden sich mehrere Beamte, die mich noch einmal zum Rauschgift und der Waffe befragen. Es scheint mir, daß sie selbst nicht so recht daran glauben, daß ich irgendwie kriminell oder gefährlich bin, aber die Indizien sind eindeutig. Sie sagen mir, daß ich meine Strafe werde abbüßen müssen, sichern mir aber Diskretion zu. Innerlich bin ich schon dabei, mich damit abzufinden, daß ich ins Kittchen muß, und frage mich nur, wie lange es wohl sein wird und ob ich das so abbüßen kann, daß es niemand bemerkt.
Aber dann gehen doch noch die Nerven mit mir durch und ich versuche immer wieder zu erklären, daß ich mit dem Rauschgift nichts zu tun habe und nicht weiß, wie es in meinen Schrank gelangt ist. Dabei bin ich so aufgeregt, daß ich statt 'Rauschgift' immer 'Schlauschgift' sage, weil mir das richtige Wort nicht mehr einfällt. Ein Beamter hält mich am Arm fest und schaut dabei direkt mitfühlend auf mich herab, aber ich schätze, das wird mir auch nicht mehr helfen. Als ich schließlich erwache bin ich aber sowas von froh zu erkennen, daß es nur ein böser Traum gewesen ist! Mindestens so froh wie damals bei dem Traum, als ich Fünflinge geboren hatte!

Verhaftung wegen Schlauschgift- und Waffenbesitz, ich glaube, für mich braucht man manchmal wirklich einen Waffenschein. Nächstens werde ich noch wegen Flauschgiftbesitz festgenommen - dafür soll es ja hin und wieder lebenslänglich geben.