Vorhin habe ich mal wieder eine Glossybox bekommen, da ich noch Punkte zum Einlösen hatte. Ich habe also nichts bezahlt, schaute mich aber extra vorher in anderen Blogs und Vlogs um, weil ich nicht mehr eine Box kriegen möchte, von der ich überhaupt nix gebrauchen kann. Und ich sah, daß es sich bei dem Produkt, das diesmal in allen Boxen ist, um eine wasserfeste Mascara von icona Milano ist. Mascara geht immer. Ebenso Luvos-Heilerde und Proben von Lavera. Außerdem hat der enthaltene Nagellack von Catrice "The very berry best" diesmal eine schöne Berry-Farbe, die auch mir gefällt. Und da ich Masken gerne nehme, ist die Maske von Unani ok. Ich betete allerdings, daß ich keine Bodymilks und keine Haarpflegeprodukte erhalte, doch dieser Wunsch wurde nur halb erfüllt. Denn von Bodymilks blieb ich zwar verschont, hatte dafür aber eine Haarkur mit Silikonen von Fibreplex. Die kann im Prinzip gleich in den Müll wandern. Doch wie zum Hohn hätte es diesmal sogar die Option gegeben, ein silikon- und parabenfreies Shampoo von ahuhu organic hair care in der Box zu haben, was recht außergewöhnlich für die Glossybox ist. Dieses Shampoo hätte ich sogar gerne genommen, aber stattdessen wirft man mir weiterhin die Silkone hinterher, die für meine Haare Gift sind. Tja, Pech gehabt.
Silikone ebenso in der Tagespflege von Sans Soucis und in den Reinigungstüchern von Nivea. Erst war ich ja erleichtert, als ich die Reinigungstücher gesehen habe, weil man Reinigungstücher immer mal gebrauchen kann. Dies änderte sich aber schnell, als ich die Inhaltsstoffe sah. Mit diesen Reinigungstüchern könnte man noch nicht einmal seine Hände reinigen, ohne sie kaputt zu machen. Wahrscheinlich kann man die nur zum schnellen Abschminken nutzen, wenn man hinterher mit Wasser und Seife die Haut gründlich nachreinigt. Und selbst bei der Luvos-Heilerde als Paste, also keine spezielle Maske, habe ich den Eindruck, daß es günstiger und chemiefreier ist, sich die Heilerde selbst anzurühren, so wie ich es sowieso bisher getan habe. In der nächsten Glossybox, der Urban-Edition, soll angeblich eine Detox-Seife enthalten sein (bin mir allerdings nicht sicher, ob das stimmt, denn die Quelle finde ich nicht mehr). Ich liebe Seifen, deshalb werde ich es wohl im nächsten Monat nochmal mit der Glossybox probieren.
Doch nun zur Teufelkralle. Seit dem netten "Hexenschuß" vor einer Woche, hatte ich jede Menge Gelegenheit, diese und jene Mittelchen auszuprobieren. Zuerst hatte ich eine Beinwellsalbe, die mir mal meine Mutter gab, aber die hat mir überhaupt nichts gebracht. Doch dann fand ich eine kleine Tube Salbe mit Teufelskralle - ich wußte gar nicht mehr, daß ich die besitze - und zusammen mit dem Badeöl "Rückenwohl" mit Teufelskralle von Dr. Kneipp ging es sehr schnell in Richtung Besserung. Ich kann allerdings nicht sagen, ob das ebenfalls so gewesen wäre, hätte ich diese Salbe von Anfang an genommen. Inzwischen geht auch wieder das Schlafen ganz gut, weil die Schmerzen im Bein nachgelassen haben. Interessanterweise ist seit diesem "Hexenschuß" die Morgensteifigkeit und auch die Steife bei langem Sitzen mit angezogenen Beinen, die ich vorher hatte, verschwunden. Deshalb scheint mir, das war erneut so eine der gefürchteten Ent-Blockierungen, die oft schmerzhafter sind als die Blockade selbst. Ich habe das ja nun schon einige Male mitgemacht. Diesmal war es aber besonders heftig und noch habe ich eher das Gefühl, die Blockade ist eine Etage tiefer gerutscht, denn mein Po tat mir so weh, als hätte ich die Tracht Prügel meines Lebens bezogen und tut es bei Bewegungen nach vorne immer noch. Alle anderen Bewegungen gehen wieder, aber Vorbeugen nicht, dann lass ich es halt. Erstmal. Ich hoffe, das legt sich allmählich mit den nachlassenden Schmerzen.
Noch völlig versunken betrachte ich eine bunte Unterwasserwelt, als mir eine Stimme die Anweisung gibt einzuatmen. Mit dem Einatmen werde ich leichter und leichter, so daß ich immer weiter nach oben schwebe. Erst da wird mir bewußt, daß ich mich unter Wasser befinde und ich frage mich leicht panisch, ob ich rechtzeitig an die Wasseroberfläche komme. Doch ich schwebe nur stets weiter nach oben, ohne daß ein Ende abzusehen ist. Inzwischen hat sich die Panik gelegt, denn ich merke, daß ich tatsächlich atmen kann, sei es unter Wasser oder was immer das ist, worin ich mich befinde. Um mich herum dehnt sich nach allen Seiten eine hellblaue, perlende Unendlichkeit. Ich fühle mich etwas verloren darin und sehne mich nach dem Grund, denn dort war wenigstens der Boden noch eine Begrenzung. Es ist mir jedoch nicht mehr möglich, tiefer zu gehen. Dazu bin ich zu schwerelos. Und andererseits genieße ich das auch staunend.
In einem weiteren Traumbild sehe ich mich selbst als Baby und erfahre, daß ich bereits in meinen ersten Monaten einen Umzug mitgemacht habe. (Das stimmt sogar, allerdings war ich da noch im Bauch meiner Mutter.) Außerdem sehe ich einen weißen Pudel, der zur Familie gehörte. Dieser sieht aus wie ein Opferlamm und verhält sich auch so. Ich beobachte, wie sein Körper bedrängt durch irgendein anderes Tier, an das ich mich nicht erinnere, dicht an der Wand klebend, losläßt und zitternd bereit ist, sich herzugeben und zu opfern. Dazu kommt es allerdings nicht.
Später befinde ich mich auf dem Spielplatz meiner alten Kita, im Hinterhaus unseres Pfarrhauses, die Kindergärtnerin ist jedoch die ehemalige Teamleiterin, Frau K. Sie bedauert es, daß vor dem angenehmen und leichten "Spielteil", der einer Kita angemessen ist, erst eine langwierige und schwierige Konferenz und Zusammenkunft stattfindet, um einige ernste Fragen zu klären. Ich verschwinde jedoch währenddessen über den Zaun, den Abhang hinunter zu den verwilderten Gärten, wo die Brombeerbüsche wuchern. Leider sind noch keine Brombeeren zu sehen, dafür entdecke ich aber drei reife, dunkelviolette Pflaumen, die ich mitnehme und esse.
Als nächstes finde ich mich in einem Zimmer mit geschlossenem Fenster wieder. Plötzlich ist vor dem Fenster der Kopf eines dunkelgrauen, fast schwarzen Elefanten zu sehen, der versucht, die Fensterscheibe einzudrücken. Ich erschrecke, aber eine Stimme im Zimmer sieht das recht gelassen und sagt: "Das ist ein gutes Zeichen!"
Ich kann nicht recht ausmachen, wem die Stimme gehört, Mann, Frau oder Engel, deshalb sage ich einfach Geistführer dazu, und mit der Bemerkung wird mir klar, daß ich wohl auf irgendeine Initiation warte. Der Geistführer öffnet das Fenster und statt des Elefanten springt ein fast nackter, nur mit einem sehr knappen Lendenschurz bedeckter, dunkelhäutiger Indianer herein. Mit einem etwas irren und aggressiven Blick schaut er sich im Zimmer um. Ein anderer Indianer, der mit bunten Federn geschmückt ist, bleibt draußen am Fenster stehen. Ich bin jetzt ebenfalls in der Landschaft vor dem Fenster, wo sich vor mir ein saftig grüner, enorm hoher Berg erstreckt. Die Landschaft erinnert mich an Irland, doch wegen der Indianer, denke ich nun wohl an Südamerika und halte die Indianer für Maya. Die Stimme des Geistführers weist die beiden Indianer an, sich auf die Hochzeit vorzubereiten. Damit ist die Hochzeit mit mir gemeint, doch mir ist auch klar, daß es sich wohl um irgendeinen symbolischen religiös-rituellen Akt handelt und keine richtige Eheschließung. Der Akt beginnt dann auch mit einem Geschlechtsakt, den ich mit dem Lendenschurz-Indianer vollziehe, wobei dieser allerdings ständig wie wild mit seinen Fingern auf meinem Körper herumtrommelt. Mir ist das lästig, weshalb ich mich dagegen wehre, was ihn nur dazu anspornt, noch eifriger zu trommeln, denn er scheint mich dabei irgendwie "auszulesen". Das heißt, mit seinen Fingern nimmt er Fähigkeiten und Begabungen von mir auf, die er dann als knappe Stichworte dem Buntgefiederten zuwirft, welcher sie wiederum irgendwo abspeichert. Bei dem, was ich in meiner Aufregung mitbekomme, bevor ich erwache, scheint es sich hauptsächlich um präkognitive Fähigkeiten zu handeln.
Als ich heute unterwegs war, fuhr ein Lastwagen mit der Aufschrift "Wucherpfennig - Autovermietung" an mir vorbei. Sehr hübsch! Genauso wie der Nachname "Ungewitter", der im Haus meiner Ärztin an einem Klingelschild steht. Aber mein Lieblingsname ist ja noch immer "Jungverdorben". Gegen diesen Nachnamen kommt einfach kein anderer an.
Gestern vormittag war das Taubennest noch leer, doch als dann den ganzen Nachmittag und die Nacht hindurch die Taube im Blumentopf saß, ahnte ich schon, daß es nun passiert war. Als gegen Mittag der Täuberich seine Frau abholte, wahrscheinlich zum Essen fassen, warf ich mit der Kamera einen Blick hinein. Tatsächlich liegt jetzt ein Taubenei im Nest. Da bin ich ja gespannt, ob die Tauben es schaffen, das Ei in dem Blumentopf durchzubringen. Um Rührei daraus zu machen ist es definitiv zu klein, obwohl die Türkentauben eigentlich so groß wie Hühner sind.

Umgeben von Bekannten und ehemaligen Mitschülern wird mir klar, das alle irgendwie Beziehungen miteinander haben und hatten, manche nur eine, andere sogar mehrere. R. hat eine Familie und eine Tochter, M. hatte tatsächlich mehrere abenteuerliche Verbindungen, nur ich bin irgendwie außen vor. Nachdenklich beschäftige ich mich mit der kleinen Tochter von R., die strohhelle Haare hat, und beantworte geduldig deren kindliche Fragen, während die anderen in Aktivitäten um uns herumwuseln. Dennoch fühle ich mich auf eine seltsame Art dazugehörig und von den anderen geschätzt, aber irgendwie auch etwas fremd, weil ich die einzige bin, die dem Beziehungsringelreihen ferngeblieben ist.
In einem späteren Traumbild stehe ich in meiner Küche und bereite Essen vor für meine Familie. Dazu lege ich knallrote, glänzende Äpfel zu einem runden Kreis aus, fast wie eine Art Mandala. Allerdings sind einige der Äpfel bereits angebissen.
Dann schließlich ein Traumbild in einer nächtlichen Wildnis. Ein Puma jagd eine Herde Ziegen, die panisch im Gebüsch verschwindet. Heraus kommt der Puma jedoch mit einem Waschbären zwischen seinen Zähnen und trabt davon.
Die Türkentauben haben ihre Idee, bei mir auf dem Balkon zu brüten, wohl doch nicht aufgegeben, denn heute morgen wurde fleißig am Nest weitergebaut. Jetzt liegt sogar ein Zweig mit Blättern drin, bzw. fast ein Ast. Vielleicht ist ja ihr neuer Plan, sich mit Blättern zu tarnen. Sehr raffiniert! Zum Glück sollen Tauben angeblich nur zwei Eier bebrüten. Das wird dann wenigstens nicht so ein Gedränge wie bei den Grünfinken.
Heute hatte ich das erste Mal Overnight Oats, die der neue Trend beim Frühstücken sind. Eigentlich bin ich nicht der Haferflocken-Fan und mich früh hinstellen, um Haferschleim zu kochen, würde ich ganz sicher nicht. Aber die Overnights sind so einfach und mal eine willkommene Abwechslung zum Müsli, daß ich es ausprobierte. Ich nahm also ein gläsernes Weckglas, das ich noch von den Kuchen im Glas hatte und füllte es zur Hälfte mit Haferflocken, tat ein bißchen klein geschnittene getrocknete Früchte und Zimt dazu und füllte alles nicht mit Milch, sondern mit Sirup auf. Natürlich nicht Sirup pur, sondern mit Wasser verdünnt, wie ich ihn auch trinke. Ich habe immer eine Flasche Buchholzer Sauerkirsch-Sirup zu Hause, weil ich den so gerne trinke. Dazu tat ich einige tiefgefrorene Sauerkirschen und stellte das Glas mit Deckel zum Quellen in den Kühlschrank. Nach dem Aufstehen wurde es gleich wieder aus dem Kühlschrank genommen, damit es beim Essen nicht so kalt ist, und siehe da, es war tatsächlich ein schmackhaftes und frisches Frühstückchen. Ich hatte erst die Befürchtung, daß es mir zu fade sein könnte und ich mit Zucker und Zimt nachhelfen muß, aber durch das Sirupwasser war es perfekt leicht gesüßt. Das werde ich jetzt wohl häufiger machen, besonders im Sommer.
besagt, daß je weniger man in der Lage ist, etwas aufzuheben und sich zu bücken, um so häufiger fällt etwas runter. Das habe ich inzwischen zweifelsfrei verifiziert. Ok, ich habe zwar gesagt, daß ich die nächsten zwei Wochen keinen Sport machen möchte, aber ich meinte damit NICHT, daß ich stattdessen noch mehr Schmerzen brauche. Überhaupt scheinen es Feiertage gerade überhaupt nicht gut mit mir zu meinen. Weihnachten konnte ich vergessen, Ostern ebenfalls und Pfingsten, nun ja. Gestern schwang ich mich jedenfalls mit jugendlichem Übermut aus meinem Bett (soweit das den möglich ist, wenn man sowieso einen morgensteifen Rücken hat) und da war plötzlich so ein reißender Schmerz im rechten Beckengelenk, als sei tatsächlich irgendetwas gerissen oder herausgesprungen, der mich rücklinks wieder auf das Bett zurück katapultierte. Dann begann die ganze rechte Seite zu schmerzen, Muskelschmerzen bis zu den Waden hinunter. Jetzt ging selbst laufen und liegen nicht mehr gut, sitzen sowieso nicht. Nachts konnte ich nur mit Schmerzmittel und viel Magnesium einschlafen. Außerdem hatte ich nun endlich einmal Gelegenheit, die Thermacare-Rückenauflage, die ich als Probe bekam, auszutesten. Immerhin gibt es hier Positives zu berichten, denn ich finde diese Auflagen in der Tat recht nützlich, da sie eine lange und gleichmäßige Wärme abgeben, dabei aber so dünn sind, daß man sie unter der Kleidung tragen und darauf schlafen kann. Wärmflaschen kann ich nicht ständig mit mir herumtragen und drauf schlafen ist auch sehr unbequem. Allerdings irritieren mich die Anweisungen auf der Verpackung etwas, da dazu keine Begründungen angegeben sind. Und Anweisungen, deren Sinn ich nicht durch Argumente nachvollziehen kann, neige ich dazu nicht zu befolgen, wenn es nicht zu meinen Gunsten ist. Da steht zum Beispiel, daß Menschen über 55 Jahren, diese Auflagen nicht mehr auf der Haut tragen dürfen. Nun bin ich noch nicht so alt, trotzdem interessiert mich, warum da diese magische Grenze von 55 Jahren ist. Und es heißt, daß man die Auflagen nicht länger als 8 Stunden tragen soll, aber nicht warum. Ich trage meinen Gürtel inzwischen gut 24 Stunden und es ist nichts Schlimmes geschehen, außer daß sich inzwischen etwas Schleim unter dem Gürtel gebildet hat. Er gibt aber immer noch Wärme ab. Auch nicht so gut gefällt mir, daß er natürlich hauptsächlich für die Lendenwirbelsäule gedacht ist und die Auflage deshalb nicht so ganz über beide Beckengelenke links und rechts davon reicht. Aber die Nützlichkeit hat mich trotzdem so überzeugt, daß ich mir sowas in meiner Hausapotheke deponieren werde, für die künftigen Gelegenheiten, die hoffentlich nie kommen werden.
Inzwischen habe ich zwei Tage nicht geduscht, weil ich einfach keine Lust habe, in die Badewanne zu klettern, aber dafür hat es gestern gerade so gereicht, mit viel hin- und herrutschen und maunzen, um den Roman "Die Bücherdiebin" abzuschließen und danach den Film dazu anzuschauen. Eigentlich habe ich mit Bestsellern ja eher schlechte Erfahrungen gemacht und wenn das Buch nicht "Die Bücherdiebin" heißen würde, hätte ich dieses wahrscheinlich nie gelesen. Aber der Titel hat mich so angesprochen, ganz direkt angesprochen, da ich ja in meinem jugendlichen Leichtsinn Bücher geklaut habe wie eine Elster, daß ich es doch tun wollte. Und diesmal hat mir das Buch sogar gefallen, weil es doch recht gekonnt den schmalen Grat zwischen Anspruch und Unterhaltung entlangzuwandern versteht. Den Film dagegen fand ich recht billig und schnell zusammengeschustert. Teilweise war die Handlung völlig verändert, damit sie schneller abläuft und in den Film paßt, wodurch aber gerade die wirklich bewegenden Momente, die kleinen, nicht die großen, außen vor blieben, bzw. wenn sie enthalten waren, deren Bedeutung nicht richtig klar wurde. Ich kann ja verstehen, daß es schwierig ist, so ein dickes Buch in einen Film umzusetzen, aber die Vorlage hätte durchaus Potential für einen feinen Zweiteiler gehabt.
Alles beginnt damit, dass ich auf dem Rücken mit großzügiger Zeitzugabe in ca. 110 Gedichten schwimme. Ich hatte auf meinem neuen Smartphone nach oben gerichtete kleine Lichtstrahler anbringen können und sehe, wie die Hexe Ssolocha eine Hand voll Sterne vom Himmel stiehlt, um sich Akten herauszusuchen und meine Eltern aus "Der Wein des Mystikers" (eine Übersetzung mit Deutungen von Paramahansa) zitieren: "Es findet sich mehr Weisheit unter den Gästen, als ich Tränen gelacht habe."
Im Jahre 1692 ließ der Bischof von Ayre in Santiago de Compostela fünf Mönche lebendig einmauern, weil sie vertikal in die Hände der Jesuiten gefallen waren. Er ließ sie mit einem hübschen Band um ihre Aura verschnüren, so wie man sie früher in Truhen und Schränke gehängt hat, um sich daran zu erinnern, daß Liebe aus dem einsehbaren Teil der Nacht kommt. Es war ein alter steinerner Kamin. Der Ofen hatte eine Hintertür. Die Maus rät uns, das Offensichtliche nicht zu stören oder hineinzugehen, sondern schleiche vorsichtig zum Ausgang.
Eine hübsche junge Frau erfährt gerade, dass die Mitarbeiter der IT-Stelle sich zwar zahlreich eingefunden haben, ist aber ein bißchen skeptisch, besonders weil sie nicht süß schmecken, sondern scharf pfefferminzig. Lernen von den IT-Menschen, wir selbst dürfen dabei eigentlich nichts anfassen, ebensowenig die Hausmeister. Sie fragt, was der Wahrheit entspricht, und ist dann doch zu alt, um Nähen, Klöppeln oder Latein zu lernen. Heute ist es ihr auf die Östrogene zuzubilligen. Also bleibe ich zum Kurswert und wie nicht abgeholt im Flur stehen. Ich mache den Vorschlag, den Schreibtisch besser neben das Mädchen zu setzen, das im Juni geliefert werden sollte und bekomme sogar prompt eine Antwort: "Ich mag immer mit Herrn N." (wobei mich letzterer stark an unsere letzte Inkarnation als Adonai, Genius der Sonne; Tao, des Mondes; Eloi, des Jupiter; Sabaoth, des Mars; Orai, der Venus; Astaphai, des Merkur; und Ildabaoth erinnert). „Aber eine Frau hat sich auf die Bank zu setzen und zu heulen" sagte sie weiter und grüßte. Ich grüßte zurück, übers Treppengeländer.
Seit 15 Jahren studiere ich nun die Heizung und den Füllstand des Samowars. Kähne, Yachten und Motorboote liegen bewegungslos auf dem Büroschreibtisch. Irgendeine Art schlechtes Karma? Oder eine Spiegelung meines inneren begrenzten Horizonts? Die Installation ging sogar noch in meiner letzten Stunde nicht. Schon gestern morgen fing meine Narbe am Oberschenkel an zu träumen. Aus allen Wolken Schmerzmittel.
Mein Kumpel nennt einen Bekannten von ihm 'Phonotelephot'. So wie auch Botticelli in den Bergen und Hitchcock im Tierpark habe ich die Aufgabe, ihn jeden Dienstag irgendwohin zu bringen. Das muss immer ein anderer versteckter Platz sein. Mein Kollege versucht Essen zu organisieren und es sind keine Abfälle, sondern riesige Hechte. Deshalb sah ich einmal seine rote Gestalt die Baumallee entlanggehen. Die Wangen im sonst bleichen Gesicht des Alten glühten. Wie nicht anders erwartet, fielen Benediktinertulpen vom Sturm zerpflückt, leuchtend auf seine Wege. Zwar hoppelt manchmal ein Spaziergänger am Eingang, als wollte er mich fragen, ob ich auch die Zeit und Muße zum Fotografieren finde, um sie mit einem bunten, manchmal aberwitzigen, und lehrreichem Abenteuer zu unterhalten, aber es ist mir durch vielfache Beobachtungsgelegenheiten klar geworden, dass mein Kopf ab ist, und das half mir galant aus dem Lot. Sind die Wurzeln heil und ganz, kannst du deinen Verstand beiseite lassen.
"You're my happy meal" statt "You make me happy"
Der Spruch stand auf einem T-Shirt. "You're my happy meal" würde sich darauf sicher auch gut machen.
scheint mein Magnesiumbedarf zu sein. Ich habe die Zufuhr noch einmal erhöht und ich merke dann auch, wie sich die Muskel- und Gelenkschmerzen im Becken bessern, aber trotzdem nie ganz verschwinden. Und eine Magnesiumvergiftung möchte ich nicht bekommen, allerdings soll die sich angeblich nur mit Durchfall bemerkbar machen und davon bin ich weit entfernt. Nächste Woche sind Pfingstferien und kein Zumba. Ich glaube, ich werde einfach mal zwei Wochen überhaupt keinen Sport machen, die Magnesiumration weiterhin steigern und alle Viere von mir strecken. Bei "Die Bücherdiebin" fehlen mir nur noch 80 Seiten, bis ich das Buch ausgelesen habe. Die geliehene DVD mit dem Film dazu liegt hier schon seit etlichen Wochen herum. Natürlich auch die Lynchfilme und jede Menge anderer Lesestoff. Ich darf nur nicht auf Youtube herumklicken und ans Tanzen erinnert werden. Und dann nach zwei Wochen wird hoffentlich der Rücken, bzw. das Becken wieder aufgehört haben zu meckern. Yoga hilft diesmal jedenfalls nicht, bzw. nur um kurzfristig beweglicher zu werden. Teilweise werden die Schmerzen sogar bei bestimmten Übungen hervorgerufen, bei denen die Beine und das Becken gedehnt werden. Vermutlich meinem Beckenschiefstand und dem etwas verkürzten linken Bein geschuldet, kommt es mir vor, als hätte ich da eine natürliche Grenze erreicht. Ich habe mal osteopathische Übungen gesehen, die man mit einem verkürzten Bein ausführen soll. Genau bei dieser Art Bewegung, die ich automatisch manchmal mache, wenn ich beim Spreizen die Blockade im linken Bein spüre, beginnen mir später, wenn ich das zu häufig und intensiv mache, die Hüfte und das Becken zu schmerzen. Ich habe keinen Schimmer, ob das tatsächlich etwas für das Bein bringt, diese Übungen zu machen und die Schmerzen sind einfach zu lästig.
Zwar mag ich die Filme von David Lynch, aber bisher besaß ich nur die Twin Peaks-Gesamtausgabe. Mein drei Lieblingsfilme von ihm wollte ich mir immer mal aufnehmen, nur gibt es leider kaum bis keine Gelegenheit zum Aufnehmen, also habe ich mir stattdessen die Sammelbox mit genau diesen drei Filmen geleistet. Im Sommerloch macht es sich gut, mal wieder ein paar alte Filme auszugraben.
Aber auch im Alltag kann man Surreales erleben. Ich zum Beispiel höre zur Zeit Stimmen. Nicht immer, seltsamerweise nur, wenn ich auf dem Klo sitze. Ich habe noch nicht herausgefunden, wer oder was da mit mir redet, aber ich denke jedes Mal, ich würde durch zwei Türen hindurch hören, wie jemand auf meinen Anrufbeantworter spricht. Doch das ist es nicht und die Stimmen sind so leise, daß man sie auch nicht wirklich versteht. Also wenn die etwas Spezielles von mir wollen, haben sie Pech gehabt. Vermutlich gibt es eine ganz einfache Erklärung dafür. Vielleicht habe ich ja nach meiner Ohrenentzündung einen Klo-Tinnitus oder der Typ unter mir hat im Badezimmer eine Freisprecheinrichtung installiert, was weiß ich.


wurde ich gestern gesehen. Meine Bekannte vom Zumba ist vorbeigefahren, weil sie dort in der Straße in ein Fitnessstudio geht. Man merkt sogar, daß es hilft, denn seitdem hat sie einen viel weniger roten Kopf beim Zumba. Mich müßte man allerdings in ein Fitnessstudio prügeln. Eine andere Bekannte wollte mal mit mir einen Gutschein für einen Schnuppertag einlösen, aber Fitnessstudios kommen bei mir gleich hinter Fabrikarbeit, die ich ja kenne. Nichts, worauf ich wirklich Lust habe. Und so total unkreativ und unspaßig. Die Leute, die sowas durchhalten, haben meine Hochachtung, denn meine Motivation reicht bei so viel gequälter Langeweile gerade mal bis vorgestern. Dann lieber vier Stunden tanzen, aber gut, nicht jeder hat so viel Zeit.
"Die wahren Worte blühen oft zuerst im Verborgenen und wollen dort abgeholt werden."
Eigentlich waren es Werte statt Worte, aber ich finde, Worte passen auch gut in den Satz.
sollen höher besteuert werden. Ähm, meinen die die 0,50 Prozent, die man als Bestandskunde gerade noch so bei großzügigen Banken erhält? Eine interessante Variante, das Pferd von beiden Seiten abzuschlachten. Ebenso die Variante, die Zinsen zu senken und gleichzeitig auf die Abschaffung des Bargeldes hinzuarbeiten. Manchmal kommt man sich wirklich nur noch vor wie im Kasperletheater. Irgendwie aber auch traurig, daß einem als Kasperletheaterzuschauer nicht mehr Grips zugetraut wird.
sah und bekam ich heute das erste Mal ausziehbare Eßstäbchen mit Plastikgriff. Wär hätte gedacht, daß sogar Eßstäbchen noch kaputt optimiert werden können.
Die Ärztin war heute sehr zufrieden mit meinen Ohren. "Wunderbar!" meinte sie, obwohl das linke noch immer ein wenig zugeschwollen ist, wenn auch nicht stark. Doch sie meint, das wird noch. Ich soll nur nix in die Ohren stecken, nicht mal den Finger, und nicht tauchen. Das stand demnächst sowieso nicht auf meinem Plan.
Danach mißachtete ich die Regel, nicht mit leerem Magen einkaufen zu gehen und wußte eigentlich vorher, was passiert. Immer wenn ich mit Hunger einkaufen gehe, kaufe ich so viel Fleisch, als wollte ich einen halben Hirsch in meine
Höhle Wohnung schleppen. Dabei esse ich gar nicht so viel Fleisch, aber wenn ich richtigen Hunger habe, scheint irgendein Raubtierinstinkt nach Fleisch zu verlangen, zumindest wenn es vor mir schon überall gerissen herumliegt. Wenn ich satt bin, kaufe ich stattdessen hauptsächlich Gemüse und dann ist es auch ok, wenn ich Hunger habe, mir mit Gemüse etwas zuzubereiten.
Wenn man bei diesen Temperaturen am Sportplatz vorbeiläuft, kann man dort halbnackten Männern beim Poledance zusehen, zumindest so eine Art Poledance. Jedenfalls hing er tatsächlich nur mit seinen beiden Armen quer an einer Stange des rudimentären Fußballtores und hielt sich so mindestens eine halbe Minute in der Luft.
Ein wenig wunderte ich mich, warum die Leute immer so seltsam an mir vorbeisahen, besonders die Blumenfrauen, bis ich zu Hause den Grund dafür entdeckte. In meinem Haar hing eine Blüte. Das muß ein Zeichen sein!
sieht gar sehr nach Aua aus. Und die vielen Liegestütze finde ich auch etwas übertrieben. Da ist man ja schon nach einem Song fix und fertig. Aber gut, falls ich irgendwann mal wieder viel zu viel Energie haben sollte, kann ich mich wahrscheinlich nicht bremsen, das zu tanzen. Heute jedoch nicht und sicher nicht so bald. Und da ist ja auch wieder der kleine Hund.
Die erste richtige Sommernacht noch mit 20 Grad um Mitternacht und einem klaren Sternenhimmel, so klar, wie er in der Stadt zu sein vermag. Halb nackt auf dem Balkon sitzen und den Sommer auf der Haut willkommen heißen. Wenn ich so im Dunkeln bin und nur die laue Sommerluft auf der Haut spüre, dann fühle ich mich seltsamerweise, als wäre ich gerade erst Achtzehn. Das Gefühl auf der Haut ist dasselbe, auch wenn sie inzwischen anders aussieht, ebenso wie der Körper darunter.
Mein Türkentaubenpärchen ist wirklich hartnäckig. So wie in den letzten Jahren, haben sie sich auch in diesem Jahr wieder meinen Balkon als Liebesnest erkoren. Jedes Jahr zur Balzzeit kehren sie zurück, im Winter dagegen ist nichts von ihnen zu sehen. Und ich werde trotz halbtauber Ohren früh um 8 Uhr von furchtbaren Geräuschen vor meiner Balkontür geweckt. Inzwischen weiß ich aber, daß sich kein wildes Raubtier dorthin verirrt hat und es auch keine Liebesgesänge der Buckelwale sind. Wenn man die balzenden Tauben unter Wasser halten würde, würde es sich wohl sehr ähnlich wie die Liebesgesänge der Buckelwale anhören. Nein, es sind nur Türkentauben im Liebesrausch. Und in diesem Jahr dachten sie sich, warum soll man den Balkon nur als Liebesnest nutzen? Man könnte genauso gut auch ein richtiges Nest darauf bauen. Gesagt, gegurrt, getan, und schon saß Fräulein Täubchen in meinem Blumentopf, während Herr Täuberich rege mit Zweigchen im Schnabel hin und her flog. Leider wollte ich dann ebenfalls irgendwann den Balkon benutzen und das fanden sie nicht so gut. Heute waren sie jedenfalls nicht mehr gesehen, aber dafür habe ich jetzt einen Haufen Zweige in und um meinen Blumentopf herum. Wenn sie gar nicht einziehen, dann sollen sie doch die Zweige gefälligst selbst wieder wegbringen. Oder ich lasse das ganze als kunstvolle Dekoinstallation so stehen. Aber besser ist es, wenn sie das nicht als Nest benutzen. Denn wenn es nicht einmal die Amseln in diesem Blumentopf geschafft haben, das Nest vor den Krähen zu schützen, schaffen es die Tauben noch viel weniger, weil sie nicht so auf Zack sind wie die Amseln. Und auch ich möchte mir den Balkon nicht unbedingt mit so einer riesigen Brüterin teilen. Immerhin sind sie doppelt so groß wie eine normale Stadttaube. Sie wirken zwar nicht so, als könnten sie aggressiv werden, so wie zum Beispiel Meisen, wenn man sich dem Nest nähert, aber allein, wenn so eine Meise auf einen zugeschossen kommt, kriegt man schon einen Schreck. Bei so einem riesigen Apparat möchte ich das nicht gerne erleben.
Ich mache jetzt bereits Sommersiesta, dabei müßte ich ganz dringend putzen. Es ist alles ganz schrecklich, wenn die Sonne so plötzlich durch die Fensterscheiben scheint. Man fragt sich, wie man es den ganzen Winter zwischen diesem Dreck ausgehalten hat, doch im Winter sieht man den ja nicht. Aber mein Rücken weigert sich. Mein Rücken würde sich am liebsten gar nicht mehr bewegen. Wenn man mit diesen Schmerzen noch anfangen würde zu putzen, müßte man schon sehr masochistisch sein. Selbst zum Tanzen habe ich nicht mehr viel Lust, bzw. Lust habe ich schon, wenn ich mir Tanzvideos anschaue, aber dann denke ich an das Aua dabei und schon vergeht mir die Lust. Weil mich die plötzliche Stärke der Rückenschmerzen irritierte, wurde ich wegen der hochdosierten Vitamin-D-Einnahme argwöhnisch und recherchierte ein wenig in diversen Foren. Dabei stellte ich fest, daß Muskel- und Knochenschmerzen anscheinend eine recht bekannte und oft vorkommende Erstverschlimmerung darstellen, gegen die man mit Mineralien vorgehen kann, weil die Ursache Mineralienmangel ist. Also mischte ich Magnesiumcitrat in das Mineralwasser und es besserte sich zumindest so, daß ich wieder sitzen kann. Ich habe jetzt allerdings so viel Magnesium zu mir genommen, daß ich mir gar nicht vorstellen kann, noch mehr zu brauchen. Es heißt auch, daß man da einfach durch muß und es sich nach einigen Wochen von allein wieder bessert. Ich weiß aber gar nicht, ob ich da durch will, wenn ich mich so lange nicht bewegen kann.

Eigentlich bin ich auf dem Weg zu einem Seminar meines Kunststudiums, doch vorher muß ich aus dringenden Gründen zu Hause vorbei. Es ist das alte Pfarrhaus und als erstes schaue ich in den Briefkasten. Es liegt ein Zettel drin für mich und ein Stein. Der Stein sieht aus wie grünlich glänzender Granit aber mit einer Art transparenter leuchtender Umhüllung. Inzwischen in der Wohnung beginne ich den Zettel zu lesen. Darauf ist eine Mischung aus Anweisungen und Fragen, zusammen mit einigen Zeichnungen. Alles mutet irgendwie wie ein Rätsel an, denn den Sinn dafür weiß ich nicht. Trotzdem folge ich dem, was auf dem Zettel steht. Zuerst heißt es, daß ich das Transparente des Steines in meine Ohren träufeln soll. Ich frage mich, wie das gehen soll, sich einen Stein ins Ohr zu träufeln, doch dann merke ich, daß man das Transparente tatsächlich anstechen kann und dann Flüssigkeit herausläuft. Ich finde es ein wenig schade, den Stein anzustechen, denn ohne das Transparente wird er nicht mehr so schön das Licht fangen, aber ich tue es und gebe die Flüssigkeit in meine Ohren. Dann heißt es auf dem Zettel, nun soll ich darüber nachdenken, was am 9. Dezember 1929 geschehen ist. An diesem Tag wurde mein Vater geboren, allerdings bleibt es mir absolut ein Rätsel, was das mit dem Stein und mit meinen Ohren zu tun hat. Trotzdem nehme ich das als Antwort, da mir nichts anderes dazu einfällt und lese weiter. Auf der nächsten Hälfte des Zettels steht als Überschrift: "Das Gefüge fügt sich zusammen" und darunter ist ein gezeichneter menschlicher Schädel in der Seitenansicht, an dem man genau sieht, wie die Knochenstückchen sich wie kleine Puzzleteile zu dem Schädel zusammenfügen. Während ich noch über die Bedeutung nachdenke, wache ich auf.