Rauhreifgeschmückt,
nach innen scheint der Blick,
der Leidenschaften denkend
- zerronnen wie der Schnee -
weit entrückt in stiller Flucht,
verlassen ist was war,
durchschritten alle Höllen
Das ist doch einmal etwas, aus dem sich etwas lernen lässt.
(Mozart über die Musik von Johann Sebastian Bach)
"Natürlich sind meine Filme brutal, sie sind halt echte Tarantino-Werke. Man geht ja auch nicht auf ein Metallica-Konzert und verlangt, dass die Idioten auf der Bühne die Musik leiser machen."
(Quentin Tarantino - Regisseur und Master of Trash)
Letztens nahm ich mir aus dem Supermarkt so einen Fertigteig für Marmorkuchen mit, den man mitsamt der Alu-Backform nur noch in den Backofen schieben muss. Ich hab sowas bisher noch nicht ausprobiert, aber heute dachte ich bei mir, ich werde mir zum Nachtisch und als Proviant für die lange Twin Peaks-Nacht mal einen richtig frischen Marmorkuchen machen.
Als ich die Folie anzog, klebte an ihr ziemlich viel von dem flüssigen Teig, weshalb ich einen Löffel nahm, den Teig abkratzte und kurzerhand in meinen Mund beförderte. Danach konnte ich mich kaum noch bremsen und hätte am liebsten die ganze Backform sofort leer gelöffelt. Nur mit übermenschlicher Willensanstrengung gelang es mir, mich loszureissen und die Schüssel mit dem Teig in den Backofen zu feuern, denn den Teig "roh" aufzuessen war ja eigentlich nicht der Sinn der Sache.
Ich weiß gar nicht, wie lange ich schon keine Teigschüssel mehr ausgekratzt habe, so wie ich das früher bei meiner Mutter durfte. Kuchen backe ich selbst so gut wie nie. Deshalb erinnerte mich der Geschmack des Teiges auch so sehr an meine Kindheit und daran, wie gerne ich Teig genascht habe. Dies ging sogar so weit, dass ich mit ca. 4-5 Jahren, als meine Mutter leider, wie ich fand, viel zu selten Kuchen backte, mir versuchte selbst den Teig zusammenzurühren, um ihn dann aufzuessen. Ich nahm mir dazu eine grosse Tasse und mischte in ihr Mehl, ein Ei, Margarine und was ich sonst noch meinte, was in Teig hineingehört. Natürlich schmeckte die Pampe absolut widerlich, es war der reinste Mehlkleister geworden. Deshalb stellte ich die Tasse in meinen Nachtschrank und ließ sie dort vergammeln. Nach einigen Monaten fand sie meine Mutter und zog es vor, sie mitsamt des Inhalts in den Müll zu befördern.
Ich jedoch wandte mich darauf lieber wieder meinem Spezialgebiet der Eierpampenherstellung zu, in welchem ich es mit intuitiver Rafinesse, durch Ausprobieren von Mischungen verschiedener Sand- und Erdarten und unter Hinzufügen von allen möglichen auf Hof und Strasse auffindbaren Substanzen zur wahren Meisterschaft brachte. Den vorläufigen Gipfel meines Schaffens bildete ein Eierpampen-Hochwurf-Contest, nach welchem meine von mir persönlich entworfenen und auch den anderen Kindern zur Verfügung gestellten Eierpampen-Knödel (die als Geheimzusatz eine nicht unerhebliche Menge Mörtelstaub von jenem Platz enthielten, auf welchem vor nicht allzu langer Zeit Baustoffe gelagert hatten) über Jahre hinweg mehrere Meter hoch an der Wand unseres Wohnhauses kleben blieben und ihnen dort selbst Regen, Wind und Wetter nichts anhaben konnten.
Verlanghinsterbende Klänge kumulieren jenseits von Bronze und Gold zu einer famosen Furz-Arie und transmigrieren so zu bloomigen Düften. Windbloomelein sang.
Eselshäute. Werden durchs Leben geprügelt und nach dem Tode gedroschen.
Tagesfazit: Wie gut, dass es kein Geruchs-Lesen gibt!
Ich habe es versucht. Ich habe es wirklich versucht. Jeden Abend das Buch mit ins Bett genommen, um noch ein wenig darin zu lesen. Leider hat genau dieses bronzefarbene Goldkapitel eine, dem Schlaflied nicht unähnliche, enorm einschläfernde Wirkung auf mich. Das hat zur Folge, dass mir spätestens nach einer halben Seite die Augen zufallen und ich oft bis zum frühen Morgen mit dem Buch an meiner Seite nächtige. Puschel ist schon ganz eifersüchtig, weil ich jetzt lieber mit Joyce kuschle statt mit ihr. Für große Literatur sollte man halt ausgeschlafen sein und keine schweren Arbeiten verrichten müssen. Auch nervende Chefs sind für das Kunstverständnis alles andere als zuträglich.
Verlanghinsterbender Klang.
Tagesfazit: Sonnambula
Krumm kommen alle guten Dinge ihrem Ziele nahe. Gleich Katzen machen sie Buckel, sie schnurren innewendig vor ihrem nahen Gluecke,—alle guten Dinge lachen.
(Nietzsche)
Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit des Schöpfers.
Sie wird von denen erkannt, die sie suchen und lieben.
(Sprüche Salomos 6.13)
Hab den ZDF-Persönlichkeitstest mitgemacht und entpuppte mich als Beziehungstyp "Treue Seele" dicht gefolgt mit nur einem Punkt Unterschied vom "Fels in der Brandung".
Na ja, als östlicher Hund mit westlicher Löwenseele war das wohl abzusehen. Den "Brodelnden Vulkan" hab ich mir eh schon längst abgeschminkt.
Im ARD lief dagegen die Mozart-Show. Ich frag mich immer, was Mozart wohl so populär macht. Die PR-Maschine läuft jedenfalls bestens. Warum nicht Bach? Ich liebe Bach. Aber ok, feiern kann man mit Bach wohl nicht so ausgelassen wie mit Mozart.
Ich bin stolz auf mich. Nützt aber nichts. Habe mich heute noch nach der Arbeit aufgerafft, um die Decke zu weißen und bin einmal über alle 8 qm drüber. Reicht aber nicht, ich muss noch eine Dose Farbe holen und einen Zweitanstrich machen. Wär ja auch zu schön gewesen, fertig zu sein.
So auf der Leiter fiel mir ein, dass die stellvertretende Vorgesetzte heute meinte, als sie in mein Büro kam, dass es bei mir so schön nach knackfrischen Brötchen riecht. Ich habe sie etwas entgeistert angeschaut, da bestimmt bis in einige Kilometer Entfernung kein frisches Brötchen in Reichweite war. Aber sie meinte es ernst und behauptete, es sei als komme man an einem Bäckergeschäft vorbei, wo der Duft nach frischen Brötchen herauszieht und man sich am liebsten gleich welche kaufen möchte. Ich versicherte ihr, dass ich nirgendwo Brötchen versteckt habe, sondern nur zwei eingepackte Hanuta-Schnitten als Eßbares in der Schublade lagern. Seltsam, was Leute so alles riechen. Das erinnerte mich an meine ehemalige Kollegin, die sich immer freiwillig anbot, meine Lederjacke in den Schrank zu hängen, um dann daran zu schnüffeln. Sie erklärte dauernd, dass die Jacke so gut riechen würde. Ledergeruch ist sicher auch nicht unangenehm, aber so süchtig bin ich danach nicht, dass ich an fremden Jacken schnüffeln muss. Ich reagiere ja im ersten Moment immer etwas skeptisch auf solche Bemerkungen, weil ich zu allererst annehme, dass man mir durch die Blume irgendwas sagen möchte. Hat das Deo versagt? Hab ich Mundgeruch? Muss ich meine Klamotten wieder waschen? Schreck lass nach und im Blitztempo alles durchchecken. Wer will schon gerne unangenehm auffallen. Doch wenn jemand immer wieder freiwillig an meiner Jacke schnüffelt, kann es wohl tatsächlich nicht unangenehm sein.
Einer meiner Ex-Freunde hatte immer einen sehr typischen strengen Geruch, der von einem ganz perversem Weichspüler herrührte, welchen seine Mutter ständig für die Wäsche benutzte. Der Geruch hatte fast was von altem Schweiß, nur ein bißchen künstlicher. Damals hat mich das nicht so sehr gestört, aber gerade frage ich mich, ob das tatsächlich Weichspüler war oder er mir das nur erzählt hat, und ich das in meiner Naivität auch noch geglaubt habe. Aber ich denke, zu jemandem, der seine Klamotten vor dem Schlafengehen zu einem Päckchen von 30 x 30 cm packt, passt das nicht wirklich.
Mit den alten Goettern gieng es ja lange schon zu Ende:—und wahrlich, ein gutes froehliches Goetter−Ende hatten sie!
Sie “daemmerten” sich nicht zu Tode,—das luegt man wohl! Vielmehr: sie haben sich selber einmal zu Tode—gelacht!
Das geschah, als das gottloseste Wort von einem Gotte selber ausgieng,—das Wort: “Es ist Ein Gott! Du sollst keinen andern Gott haben neben mir!”—
—ein alter Grimm−Bart von Gott, ein eifersuechtiger vergass sich also:
Und alle Goetter lachten damals und wackelten auf ihren Stuehlen und riefen: “Ist das nicht eben Goettlichkeit, dass es Goetter, aber keinen Gott giebt?”
Wer Ohren hat, der hoere.—
(Nietzsche)
Die Macht, die ihr unfehlbar glaubt,
ist die, die euch das Denken raubt.
(Erich Limpach (1899 - 1965), deutscher Dichter, Schriftsteller und Aphoristiker)
Hinterm Baum
da hockt und lockt sie,
ein Schatten nur
ein schwarzes Kleid
Und ihre Nase,
die erschrecklich
ziert eine Warze,
dunkelrot
So viele Namen. Mir ist ganz schwindelig. Doch ich habe den Beweis dafür gefunden, dass auch schon Joyce die außerirdischen Veganer und ihre heimischen Weizengrasfelder kannte:
Aufstrahlender und unsterblicher Weizen, dauernd von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Tagesfazit: Verirrt.
Mein Gott ist das kalt geworden. Kalt ist noch untertrieben. Es ist die Hölle. Die Luft ist so schneidend, dass man kaum wagt einzuatmen, weil man das Gefühl hat, es zerfetzt einem die Lunge. Mein Gesicht ist eingefroren, so dass ich nuschle, als hätte man mir gerade einen Zahn gezogen. Ich fühle mich, als lebte ich plötzlich in Sibirien. Aber wenn ich in Sibirien leben wollte, dann wäre ich dort hingezogen. So wie die Sängerin, bei welcher mein Bruder einst, als sie noch keinen russischen Namen trug, in der Band gespielt hat. Holzhaus in Russland, nicht ganz Sibirien, aber fast. Einmal in der Woche ein vorbeirollender Händler, bei dem man Brot kaufen kann, Wasser vor der Haustür. Ich brauche jetzt ein heißes Bad.
Eigentlich wollte ich dieses Wochenende die Zimmerdecke weißen und den neuen Teppichboden verlegen. Aber was habe ich gemacht? Gedichte geschrieben. Wie sinnvoll. Gelesen. Radio gehört. Und gerade mal eine Türschwelle erneuert. Ich könnte mich ja damit herausreden, dass ich den ganzen Samstag hindurch Kopfschmerzen hatte. Aber für einen Tag ist eine Türschwelle allein auch ziemlich dürftig. Und jetzt muss ich wieder fünf Tage ins Büro, bevor ich erneut genug Zeit habe. Ich war faul, faul, faul. Verdammt!
die sich rührend um mein Sexualleben sorgen, wie z.B. diese hier: "Vergiß alles andere! Tauch ein in die Welt bizarrer Neigungen und Fetische! Girls und Paare haben Lust an dem Besonderen und leben jede noch so perverse Fantasie hemmungslos aus!"
Nun bin ich erst gestern durch den Film "Secretary" mal wieder mit diesem Thema in Berührung gekommen. Der Film war sogar witzig. Hätte eigentlich nicht gedacht, bzw. es ist ungewöhnlich, dass man so eine Geschichte auch humorvoll und mit mehr oder weniger glücklichem Ende erzählen kann. Trotzdem möchte einem das Lachen angesichts der seelischen Motive und Hintergründe irgendwie im Halse steckenbleiben. Sadomasochismus als Ersatz fürs Ritzen - ich weiß ja nicht. Es bleibt so oder so selbstverletzendes Verhalten. So richtig nachvollziehen konnte ich dieses Schneiden und Ritzen noch nie, ist wohl auch gut so, aber irgendwie scheint sich diese Krankheit epdemieartig vor allem unter Jugendlichen auszubreiten. Zumindest könnte man beim Lesen von Weblogs diesen Eindruck bekommen. Ist denn das Leben selbst nicht schmerzhaft genug? Also mir reicht eine einzige Nierenbeckenentzündung, damit ich wieder für mindestens ein Jahr bedient bin. Mal gar nicht zu reden von diversen seelischen Schmerzen, denen man regelmäßig in die Falle tappt. Ich jedenfalls bin froh über jeden Schmerz, der an mir vorbeigeht. Und überhaupt, wieso diese Mühe? Es gibt genügend normale Gelegenheiten, um sich einen tüchtigen Schmerz zu verpassen. Das beste Beispiel dafür sind neue Schuhe. Ich habe noch so gut wie niemals neue Schuhe erlebt, und seien sie noch so bequem geschnitten, die in den ersten Tagen nicht gescheuert hätten. Und so eine blutig gescheuerte Haxen dürfte einen Masochisten doch ungeheuer entzücken (ich allerdings würde es vorziehen, wenn ich irgendwann einmal, in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft, den Schuh finde, der auch beim ersten Tragen meine zarten Füße nicht malträtiert). Nun könnte man ja diese Gedanken weiter spinnen und sich fragen, ob eventuell die besondere Vorliebe von vielen Frauen für neue Schuhe irgendeinen versteckten Hinweis auf die Neigung zu selbstverletzendem Verhalten darstellt. Aber ich glaube, ich setze hier lieber einen Punkt. Punkt.
Ich spiele
Ich lüge
Ich gaukle
Ich scheine
Verliere mich,
nicke ernst,
deklamiere züchtig
Ich spiele mit,
widerstrebend,
gehör' dazu,
vorsorglich,
doch insgeheim,
da lache ich,
nichts ist so wichtig
Was würdest du tun, wenn dich plötzlich Gott beim Joggen überholen würde?
Seltsam im Kopf eines anderes zu sitzen und doch vertraut. Kramen in Schulwissen.
Seine Zunge plapperte Teilnahme. Ts! Ts!
- Die Leute ahnen ja gar nicht, wie gefährlich Liebeslieder sein können, warnte das aurische Ei Russells okkult.
Richard, ein abscheulicher Krummbuckel, unehelich gezeugt, wendet seine Liebe einer verwitweten Ann zu (was ist ein Name?), umwirbt sie und gewinnt sie, eine abscheuliche lustige Witwe. Richard der Eroberer kam nach William dem Eroberten.
Tagesfazit: Die Frisur sitzt.
Mal ein etwas lustigerer
Test.
Ihr Unterbewusstsein ist bestimmt von Liebenswürdigkeit.
Sie verspüren das tiefe Bedürfnis, anderen Menschen freundlich und respektvoll zu begegnen. Möglicherweise versuchen Sie mehr als Ihnen bewusst ist, sich eine liebenswerte Umgebung zu schaffen.
Ihre Nächstenliebe ist vielleicht deshalb so stark ausgeprägt, weil Sie Härte und liebloses Verhalten fürchten. Diese Furcht treibt Sie unbewusst dazu, so liebenswert wie nur möglich in Ihrem Umfeld aufzutreten. Unabhängig von den dahinter liegenden Gründen kennen Ihre Mitmenschen ihren ausgeprägten Hang zur Nächstenliebe.
Sie neigen wahrscheinlich mehr als andere Menschen dazu, von Gefühlen übermannt zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Emotion von Ihnen oder von anderen ausgeht. Möglicherweise resultiert Ihr emotionaler Charakter aus dem Versuch, inneren Schmerz und Unwohlsein zu vermeiden, aber genauso, andere vor Verletzungen zu schützen. Deshalb sind Sie vielleicht empfindsamer als Ihre Freunde oder Ihre Familie. Um Ihre Gefühle kontrollieren zu können, ist es hilfreich, sich diesen Umstand bewusst zu machen. Dann haben Sie die Freiheit, sich in den Momenten, in denen Sie sich wieder einmal von Gefühlen überwältigt fühlen, zurück zu ziehen.
Alles in allem gibt Ihnen ihr freundliches Wesen eine optimistische Grundhaltung, die Ihnen immer wieder hilft, nur das Beste in den Menschen zu sehen. Weil Sie nicht übermäßig über andere urteilen, sind Sie möglicherweise Anlaufpunkt für ihre Mitmenschen, wenn diese einen Rat brauchen oder Sorgen haben. Die Menschen um Sie herum wissen, dass Sie sich um ihr seelisches Wohl sorgen und ihnen zuhören, ohne eigene Überzeugungen aufdrängen zu wollen.
Früher als sonst aufgestanden um zeitig zum Blutabzapfen in der Arztpraxis zu sein. Knüppeldicke voll dort. Vier bis fünf Leute wurden vor mir im rasanten Wechsel gepickst. Bin gerade noch rechtzeitig wieder raus gewesen, um pünktlich auf Arbeit zu sein. Ziemlich lange mit einer ehemaligen Kollegin geschnattert, die mich besuchen kam. Nach der Arbeit noch Bankgeschäfte erledigen, dann auf einen kleinen Ausflug und zum Abschluss und Wiederaufwärmen ein Baumarktbesuch.
Den Ausflug hätte ich beinahe abgeblasen, da das Wetter so ekelhaft war. Der schöne Schnee zum Teil weggeschmolzen, ein undefinierbarer Regen-Graupel-Eis-Schauer ging hernieder und trotzdem ist es kurz darauf erneut so kalt geworden, dass die Schneenässe sofort gefror. Ich wollte dann doch nicht auf den Ausflug verzichten, der sich jedoch als fast lebensgefährlich entpuppte. Ich musste kilometerweit über eine spiegelglatte Autobahnbrücke eiern, wobei ich Blut und Wasser schwitzte. Der Schnee war meterhoch an die Ränder geschippt worden, wo er gefroren war, während sich auf dem Asphalt selbst die verbliebende Nässe in eine Eisbahn verwandelt hatte. Wenn ich meine Gedanken dort auf der Brücke ulyssesmäßig aufschreibe, dann hört sich das ungefähr so an:
Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Ist das glatt! Hilfe! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Die Brücke ist so lang. Wieviele Meter sind das noch? 600? Oh Gott! Das schaffe ich niemals bis dahin. Aber ich komm hier nicht mehr runter. Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Ich brech mir hier noch alle Knochen. Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Ich will nicht mehr. Wann hört das auf? Waaaaa! Beinahe hätt's geklappt. Die Poren öffnen sich. Adrenalinschub. Schweiß. Und dabei laufe ich im Schneckentempo. Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Das Eis muss doch irgendwann zu Ende sein. Ich hab mir noch nie was gebrochen. Soll heute das erste Mal werden? Nein, nur nicht dran denken. Konzentrier dich! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Und wenn doch? Wenn ich mich heute noch hinlege? Nein, hör auf. Denke nicht was sein könnte und konzentrier dich. Geht sonst wirklich noch schief. Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Wann hat das ein Ende? Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott! Oh Gott!
Auf dem Wanderweg war es zum Glück nicht mehr glatt, weil dort nur Schneeharsch lag, aber dafür nervte mich der Autofokus meiner Kamera, der stets bei den Makroaufnahmen den Hintergrund scharfstellen wollte. Letztendlich funktionierte es nur, wenn ich meine Hand in gleicher Höhe vor die Linse hielt. Bei den diversen Versuchen sind mir die Hände deshalb irgendwann vor Kälte fast abgefallen. Aber ok, ich bin schon froh, dass ich mit heilen Knochen wieder zu Hause angekommen bin.