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Sonntag, 1. April 2007

Tip

Unter http://www.theosophischer-verlag.de - Bücher online kann man eine PDF-Datei der "Stimme der Stille", sowie diverse andere Literatur herunterladen.

"Hast du dein Herz und Gemüt mit dem großen Gemüt und Herzen der ganzen Menschheit in Harmonie gebracht? Denn wie in der tosenden Stimme des heiligen Stromes sich alle Töne der Natur widerhallend finden, so muß das Herz dessen, der in den Strom eintreten will, auf jeden Seufzer und Gedanken von allem, was da lebt und atmet, mitfühlend reagieren."

Traumklassifizierung nach Blavatsky

In ihrer Studie über Träume, enthalten im Anhang der 'Transactions of the Blavatsky Lodge', antwortet sie auf die Frage "Gibt es Methoden, mit denen Träume gedeutet werden können - wie zum Beispiel die Art von Interpretationen der Traumdeutungsbücher?"
"Nein, es gibt nur hellseherische Fähigkeiten und die geistige Intuition des 'Interpreten'. Alle träumenden Egos unterscheiden sich voneinander, genauso wie unsere Körper." Die Bezeichnung 'hellseherische Fähigkeiten' sollte sicherlich kein Hinweis auf öffentlich praktizierende Hellseher sein, da sie von deren Zuverlässigkeit wenig hielt.

Als Hilfsmittel zur Klassifizierung unserer Träume führt HPB am Ende ihrer Studie folgende Aufstellung an:

Man kann Träume in sieben allgemeine Kategorien aufteilen...:

1. Prophetische Träume. Sie werden vom höheren Selbst in unser Gedächtnis und sind zumeist einfach und klar: Entweder wird eine Stimme gehört oder ein kommendes Ereignis vorausgesehen.
2. Allegorische Träume. Das sind kurze, verschwommene Einblicke des Gehirns in Wirklichkeiten, die zusätzlich durch unsere Phantasie verfälscht werden.
3. Träume, die übermittelt werden von Adepten, guten oder schlechten, von Hypnotiseuren oder durch die Gedanken von sehr mächtigen Geisteskräften, die uns ihren Willen aufzwingen wollen.
4. Retrospektive Träume. Das sind Träume von Ereignissen, die in früheren Inkarnationen stattfanden.
5. Warnträume, für andere Menschen bestimmt, die selbst keine Einprägungen empfangen können.
6. Konfuse Träume, deren Ursachen bereits erwähnt wurden.
7. Träume, die nichts anderes als reine Einbildung und chaotische Bilderfolgen sind und auf Verdauungsstörungen, mentale Probleme oder ähnliche äußere Ursachen zurückgehen.

(aus "Leben und Werk Helena Blavatskys")

In der Geheimlehre heißt es, was auch im Hinblick auf allegorische Träume anwendbar ist:
Da es für jedes Symbol und jede Allegorie sieben Interpretationsschlüssel gibt, werden dort, wo z.B. keine passenden psychologischen oder astronomischen Bedeutungen entschlüsselt werden können, sicherlich korrekte physische oder metaphysische Erläuterungen gefunden.

...

Zum Schluß seines Artikels schreibt Dr. Algeo: "Weitere Beweise für Baums theosophische Interessen spiegeln sich in seinen Kinderbüchern, insbesondere in dem 'Zauberer von Oz' wider....Sein Werk ist getränkt von theosophischem Gedankengut, ihm verdankt er seine Inspiration." Tatsächlich darf diese Zaubergeschichte als theosophische Allegorie aufgefasst werden, worauf Algeo in einem zweiten Artikel hinweist.
(aus "Leben und Werk Helena Blavatskys")

...

Sie redeten, und sie legte Patiencen und addierte ihre Punkte auf der grünen Tischdecke; sie schien zuzuhören, aber manchmal wurde es ihr zu viel. Einmal redete eine Frau unaufhörlich von dem "göttlichen Funken" in ihrem Innern, bis Madame Blavatsky sie zum Schweigen brachte: "Ja, meine Liebe, Sie haben einen göttlichen Funken in sich, und wenn Sie nicht sehr aufpassen, werden Sie ihn bald schnarchen hören!"
(Yeats über Blavatsky)

(aus "Leben und Werk der Helena Blavatsky")

Samstag, 31. März 2007

...

Für geistig träge und stumpfsinnige Menschen wird die Theosophie immer ein Rätsel bleiben. In der Welt der Gedanken und der Spiritualität macht man Fortschritte nur durch eigene Anstrengungen. Die Autorin kann dem Leser nicht das Denken abnehmen, und er hätte auch nichts davon, selbst wenn ein solches stellvertretendes Denken möglich wäre.
(Aus dem Vorwort zu "Der Schlüssel zur Theosophie" von Blavatsky)

Ich finde, sowas wie der letzte Satz sollte in JEDEM Buch stehen, einschließlich der Bibel, genau wie in der Werbung "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" oder auf Zigarettenschachteln "Rauchen kann tödlich sein"- vielleicht als "Warnhinweis: Das Lesen dieses Buches ersetzt nicht das eigene Denken" oder so, denn leider habe ich immer wieder den Eindruck, dass sich das noch nicht überall herumgesprochen hat. Es soll sogar Leute geben, die allein aus der Anwesenheit von vielen Fremdwörtern in einem Text schließen, dass dieser eine geistig hochwertige Aussage hat und von besonderen Fähigkeiten des Schreibers zeugt.

...

Aber das Problem der Kommunikation bleibt. Wie kann das Wesen des Samadhi-Zustands jemandem vermittelt werden, der ihn nicht persönlich erfahren hat, wenn Sprache, das wichtigste Kommunikationsmittel, ihren Ursprung gerade in jenen Erfahrungsbereichen hat, , die durch Samadhi überschritten werden? Natürlich lösen Zen-Meister das Problem auf ihre Weise, indem sie versuchen, die Sprache überhaupt wegzulassen. Die traditionelle buddhistische Lösung des Problems ist weniger drastisch. Eine Gruppe der Sutras....beruht hauptsächlich auf der Methode des systematischen Paradoxons. Eine andere Gruppe....greift auf die Poesie zurück, insbesondere in der hochentwickelten Form des kosmischen Mythos. "Die Stimme der Stille" ist wahrscheinlich einzigartig, indem sie beide Methoden kombiniert, ein Vorgang, der ohne Zweifel viel mit der außergewöhnlichen Wirkung dieser kleinen Abhandlung auf das Erwachen der schlummernden Seelen-Weisheit des qualifizierten Jüngers hat.
(aus einem Vortrag von Dennis Lingwood über "Die Stimme der Stille")

...

Ich habe alles, was ich gesehen, gehört, beobachtet habe, gesammelt und verwertet. Meine Werke haben von tausend verschiedenen Personen Nahrung bezogen.....ich habe oft geerntet, wo andere gesät hatten, mein Werk ist das eines Sammelwesens, und es trägt den Namen Goethe.
(Goethe über sich und sein Werk, 1832)

Freitag, 30. März 2007

Über dem Berliner Hauptbahnhof

scheint ein verhängnisvoller Fluch zu liegen. Erst macht ein Amokläufer die Einweihung desselben zum ungewollten Schlachtfest, dann stürzt beim ersten kleinen Stürmchen ein lässig aufgelegter Stahlbalken auf die Treppe und gestern (eigentlich der Tag, an dem ich diesen Eintrag schrieb, wenn er denn per Email angekommen wäre) gab es erneut eine Komplettevakuierung wegen einer Bombendrohung. Ich glaube, ich werde künftig einen großen Bogen um das Teil machen. Der schiefe Turm ist mir sowieso suspekt.

Wobei,

bei der Sache mit der Meise, nicht meiner, sondern der am Fenster, fällt mir gerade noch eine Begebenheit von gestern ein. Auf dem U-Bahnhof sehe ich einen älteren Mann herumstromern, der interessiert in die Müllkörbe guckt und darin herumwühlt. Er zieht diverse Zeitungen heraus, wirft einen Blick darauf, und dann höre ich ihn laut schimpfen: "So ein Scheiß hier! Wieder alles nur Westzeitungen." Er schimpft noch empört ein bißchen weiter, was ich aber nicht mehr verstehe, und meine Bahn kommt. Zum Glück bin ich es diesmal nicht, die schuld ist, dass nicht die richtigen Zeitungen in den Papierkörben liegen.

Also wirklich!

Da habe ich den Futternachschub für die Meisen eingestellt, weil ich mir denke, die finden wieder genug und können selbst mal was tun, kommt doch so eine (richtig dicke) Meise vor mein Fenster geflogen, schimpft und randaliert, dass es mir selbst drinnen in den Ohren klingelt, und guckt dabei frech und vorwurfsvoll zu mir ins Zimmer. Gehts noch? Du siehst ja nun wirklich nicht verhungert aus.

Mittwoch, 28. März 2007

Casino Royale

habe ich nun auch endlich gesehen. Und ich muss ehrlich sagen, zu behaupten, ich bin enttäuscht, wäre untertrieben. Ich bin nicht enttäuscht, ich bin entsetzt! Das soll ein Bond-Film sein? Also bitte!
Das ist vielleicht ein Action-Film (und nicht mal ein guter), aber niemals ein Bond-Film, und ich werde auch sagen warum.
Nach einer Stunde ermüdender Langeweile stand ich kurz davor, auf den weiteren Genuß derselben zu verzichten, hielt aber durch. Das war auch gut so, denn sonst wären mir die wichtigsten Sätze des Filmes entgangen.
Der bescheuertste Satz ist mit Abstand: "Sie sind sehr witzig, Mr. Bond.", denn das stimmt HIER definitiv nicht. Ich habe im ganzen Film vielleicht zwei bis drei Male ein kleines bißchen gelacht, aber es war niemals an einer Stelle, an der Bond etwas zu sagen hatte. Die anderen waren eindeutig witziger. Aber wer weiß, vielleicht bin ich ja auch zu doof, irgendeinen tieferliegenden, verborgenen Humor zu begreifen.
Der wahrste und hoffentlich auch selbstironische Satz des Abends: "Das MI6 wird inzwischen nur noch von Buchhaltern regiert." Schade, dass sie diesen nicht an den Anfang gesetzt haben, dann wäre man gleich vorgewarnt gewesen.
Die wirklich dämlichste Filmszene aller Zeiten: die Szene, in der sich Bond selbst defribillieren soll, mit einem Defribillator, der sich nur einmal aufläd, und sich cool nebenbei noch eine Injektion in die Halsschlagader setzt. Was ist das bitte? Früher waren die technischen Gadgets der Bond-Filme visionär bis revolutionär. Heute hat jeder 75jährige herzkranke Greis bessere Geräte als Bond. Vielleicht sollten sich die Filmemacher mal nicht nur für das Geldverdienen interessieren, sondern auch für andere Dinge. Dann würde ihnen mit viel Glück auch mal wieder was einfallen, das nicht nur Gähnen oder Kopfschütteln hervorruft.
Aber das störendste am ganzen Film ist wirklich der neue Bond selbst. Nach spätestens einer Stunde kann man dieses ständig verkniffene, verklemmte, schmollende und überanstrengte Gesicht nicht mehr anschauen. Ich habe genau aufgepasst - ich habe im ganzen Film nicht einmal richtig seine Zähne gesehen. Er schafft es nicht, eine Frau gerade heraus anzulächeln. Was anscheinend ein Lächeln sein soll, sieht mehr aus wie ein nervöses Zucken. Ein bißchen wirkt er auf mich ständig so, als säße ihm irgendwas quer, oder als hätte ihn seine Mutti nicht lieb gehabt, er deshalb zuviel Ballerfilme gesehen, und müsse sich nun an den bösen Verbrechern und an sich selbst für sein Unglück rächen, indem er mit übermenschlicher Anstrengung den Actionheld seiner Ballerfilme mimt, zum Geheimdienst geht und davon träumt die Welt zu retten, um endlich von seiner Mama geliebt zu werden. Als psychotischer Bösewicht hätte er eindeutig eine bessere Figur gemacht.
Am liebsten möchte ihm dauernd zurufen: "Mensch Junge, mach endlich eine Psychotherapie und verschone uns mit diesem bedauernswürdigem Anblick!"
Wo ist der weltmännische Charme, die elegante Nonchalance, die tierische Sinnlichkeit, die distanzierte Kaltblütigkeit, die souveräne Selbstherrlichkeit? Wo ist das absolute Pflichbewußtsein gepaart mit dem locker-überlegenem Auftritt gegenüber Autoritäten? James Bond ist ein Halbgott und war es immer. Er steht über allem und hat es nicht nötig, sich von irgendjemandem ärgern zu lassen oder sich gar mit ihm anzulegen. Er hat für alles, was nicht direkt sein Leben bedroht, nur ein Lächeln übrig, ob nun verächtlich, ob charmant, sei es nun Bürokratie, nervende Chefs oder zickige Frauen. Ein ECHTER Bond hat es nicht nötig, zu einer Frau ein müdes "blöde Kuh" zu sagen, er hat viel bessere Argumente, sei es nun rhetorisch oder erotisch.
Ein ECHTER Bond hat die Kindheit und alle kleinlichen Konflikte lange hinter sich gelassen, nimmt in ständiger Todesnähe alles mit, was sich ihm bietet. Ein ECHTER Bond ist unantastbar, unberührbar, abgehoben, und muss sich nicht anstrengen, um seine Überlegenheit zur Schau zu stellen. Er trägt sie selbstvergessen in sich, sie ist ein Teil von ihm, die Verachtung des Todes und die Gewißheit überlebt zu haben.
Ich bin wirklich froh, den Film nicht im Kino gesehen zu haben.

Bond ist tot.

In ewigem Gedenken...

PS: Ich sperre die Kommentare, weil ich kein Bock habe darüber zu diskutieren. Das ist meine Meinung und die bleibt es auch. Basta!

Schlafen wie ein Stein (Landschaftsjaspis)

Seit Tagen und Nächten versuche ich nun schon, dem Landschaftsjaspis ein paar Träume abzulocken - ohne viel Erfolg. Es ist zwar nicht so, dass ich überhaupt nichts träume, jedoch sind es so bedeutungslose und kurze Dinge, dass sie sozusagen zur einen Gehirnzelle reingehen und zur anderen wieder raus. Letzte Nacht zum Beispiel habe ich von Kissen geträumt, die wie Tonkrüge und -skulpturen aussahen, sowie von einem Entertainer, der am Alex einzelne Leute auf einem Arm balancierte ("auf den Arm nahm"?). Etwas anderes ist viel auffälliger. Mit dem Landschaftsjaspis schlafe ich im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Stein, soll heißen, ich wache nach 6-7 Stunden auf, ohne mich auch nur im mindesten bewegt zu haben, genauso wie ich eingeschlafen bin. Das ist eher ungewöhnlich, da ich mir normalerweise beim Schlafen immer irgendwelche Nerven einklemme, den Hals verrenke, Muskeln zerre oder blaue Flecken hole. (Irgendwann werde ich mir einmal beim Schlafen das Genick brechen.)
Von daher finde ich es ganz angenehm, so tief zu schlafen, nur hat es leider den Nachteil, dass ich auch keinen von meinen drei Weckern mehr höre und zwei bis drei Stunden brauche, um nach dem Aufstehen richtig wach zu werden.

Ich versteh gar nicht,

was die alle mit meinem Pullover haben. Eben hat mich eine wildfremde Frau im Fahrstuhl angequatscht, wobei sie meinte, der Pullover sähe aber lustig aus, ob die Stulpen oben befestigt sind.

Und die Minka auf meinem Bildschrim streckt hier dauernd alle Viere von sich und schnarcht, während ich am arbeiten bin. Da wird man richtig neidisch, inzwischen schimpfe ich mit ihr, wie mit einem Haustier. Wie lange geht sowas ohne Einweisung gut?

Dienstag, 27. März 2007

...

Es besteht die Gefahr der schwarzen Magie, in die die ganze Welt, und insbesondere Amerika, auf schnellstem Weg hineinläuft. Nur eine umfassende Kenntnis der wahren psychischen und spirituellen Natur des Menschen kann die Menschheit vor großen Gefahren retten...
...Ganze Nationen werden unmerklich in die schwarze Magie treiben, mit guten Absichten, ohne Zweifel, aber trotzdem pflastern sie damit die Straße zur Hölle! Sehen Sie nicht das ungeheure Übel, das sich hinter Hypnose verbirgt? Hypnose und Suggestion sind große und gefährliche Kräfte, weil nämlich das Opfer selbst nie weiß, wann es ihnen ausgesetzt ist, es wird ihm sein Wille gestohlen....
....Wenn Sie vorhersehen könnten, was ich vorhersehe, würden Sie mit ganzem Herzen und aus tiefster Seele die Lehre der universellen Brüderlichkeit verbreiten. Sie ist unser einziger Schutz!...
...Weil es eine Seele gibt, die allen Menschen gemeinsam ist, ist diese Brüderlichkeit, dieses Verstehen möglich. Bringen Sie Menschen dazu, sich darauf zu besinnen, und sie werden in Sicherheit sein. Es gibt in jedem Menschen eine göttliche Kraft, die sein Leben leitet, und die niemand zu bösen Zwecken beeinflussen kann, nicht einmal der größte Magier.
(aus einem Gespräch zwischen Charles Johnston und HPB)

(aus "Leben und Werk der Helena Blavatsky")

Komisch, dass ich hier sofort an die heutige Werbung denken muss...

Ostern ist verplant

Ich krauche nun schon seit Wochen auf dem Zahnfleisch auf jedes Wochenende zu, welche wie nichts vergehen, krauche danach weiter und halte mich wie ein Ertrinkender an den vier Tagen zu Ostern fest, weil mein nächster Urlaub erst Ende Mai ist. Ich habe keinen Schimmer, wie ich es bis dahin durchhalten soll - eigentlich bräuchte ich jedes Vierteljahr mindestens zwei Wochen Urlaub, aber so viel habe ich natürlich nicht. Und dabei muss ich auch noch dankbar sein, dass es mir schon besser geht, als am Anfang meines Berufslebens, als ich noch jeden Tag um 5 Uhr aufstehen musste, mir nicht selbst einteilen konnte, wann ich mit der Arbeit beginne oder aufhöre, die Pausen zugeteilt bekam und auch nur 15 Tage im Jahr Urlaub hatte, mal ganz abgesehen von der Samstagsarbeit. So gesehen geht es mir jetzt richtig gut - was ich ständig mantramäßig vor mich hinmurmel, um mich so über Wasser zu halten.
Ostern wird allerdings auch nicht wirklich ruhig. Die Mutter meiner Schwägerin ist vor kurzem, genau in der Nacht nach ihrem 75. Geburtstag, ins Krankenhaus gekommen. Sie hatte schon zwei Wochen lang Magenschmerzen, aber es stellte sich heraus, dass es nicht der Magen war, sondern das Herz. Zum Glück noch kein Herzinfarkt, aber es musste ein Bypass gelegt werden, und nun ist sie zur Rehabilitation. Wie es der Zufall so will, findet diese Rehabilitation genau in dem Spreewalddorf statt, aus dem mein Vater stammt und wo meine Großeltern gelebt haben. Nun hatten meine Mutter und meine Schwägerin letztes Jahr schon die Idee, mal einen Ausflug dorthin und Fotos zu machen (was meine Aufgabe ist), um meinem Vater so ein Fotobuch zu schenken, wie ich es meiner Mutter von Kostrzyn geschenkt habe, damit er sich darin ein bißchen die Bilder anschauen kann. Meine Schwägerin kam daher spontan auf die Idee, diesen Ausflug vorzuverlegen und mit dem Besuch bei ihrer Mutter zu verbinden.
Am Ostersamstag läd sie uns also alle in ihr Auto, wir absolvieren unseren Krankenbesuch und machen eine kleine Tagestour durch den Spreewald, bzw. durch das Dorf. Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr dort und bin schon gespannt, wie sich alles verändert hat, aber die alte Mühle und der Hafen sind bestimmt noch da. Eigentlich würde ich der Rehabilitantin gerne etwas mitnehmen, aber mir fällt nichts ein. Blumen halten die lange Autofahrt sicher nicht durch und Naschereien für eine Herzinfarktkandidatin mit verkalkten Herzkranzgefäßen ist wohl auch nicht so angebracht. Ich hoffe, mir kommt noch irgendein Einfall.
Am Ostersonntag marschiert dann die gesammelte Mannschaft im Pflegeheim auf - irgendwie habe ich so eine Vision, dass wohl in den nächsten Jahren Familienfeierlichkeiten nur noch in Heimen und Krankenhäusern stattfinden werden - und danach ist ein Tisch im Restaurant bestellt. (Mein Vater hat meine Mutter gestern mit der Bemerkung überrascht, dass er so erschöpft von der langen Reise ist. Als sie ihn fragte, wo er denn war, meinte er, dass er mit dem Flugzeug geflogen ist. Ein Haus, dass er schräg von seinem Fenster aus sieht, wo immer viele Menschen ein- und ausgehen, bezeichnet er als das Bärenhaus und die Leute hält er für Bären.)
Außerdem muß ich über Ostern unbedingt meinen Balkon machen. Bisher war ich nur damit beschäftigt, den Müll, der während der Renovierung ohne erreichbare Mülltonnen darauf gelandet ist, zu entsorgen. Und eventuell würde ich auch noch gerne ins Kino gehen, in "La vie en rose", was ich aber wahrscheinlich wegen Zeitmangels wieder flachfallen lasse, um auf die DVD zu warten. Wie es aussieht, werde ich also keine Zeit haben, um mich im Weltschmerz zu suhlen.

Heute wäre

ein guter Tag, um zu verzweifeln, gepflegt und still zu verzweifeln. Ohne Grund, zumindest keinem akuten, und trotzdem gibt es so viele, dass ich Schwierigkeiten habe, zu entscheiden, welcher mir der liebste ist - menschliche Dummheit, die nicht nur unendlich ist, wie Einstein sagte, sondern auch relativ, eigene Mittelmäßigkeit, freudlose Verpflichtungen, immerwährende Erschöpfung, stundenlanges sinnloses Aktensuchen und und und.....

Montag, 26. März 2007

Bücher-Stöckchen

Gebunden oder Taschenbuch?

Ist mir relativ egal, wobei ich ja Taschenbücher praktischer finde, weil mehr davon in mein Regal passen. *gg*


Amazon oder Buchhandel?

Im Buchhandel habe ich noch nie so sehr viel gekauft, weil mich die Überfülle an Büchern, die mir beim Betreten so eines Etablissements entgegenschlägt, ziemlich schnell wieder hinaustreibt. Ich kann so eine Masse an Informationen nicht verarbeiten, was dazu führt, dass ich, je mehr Angebot (nicht nur bei Büchern) um mich herum ist, um so weniger kaufe. Ich bin es halt aus meiner DDR-Vergangenheit gewöhnt, dass alles gut vorsortiert ist. *gg*
Außerdem weiß ich meist schon ungefähr, was ich suche, so dass ich Bücher lieber im Internet kaufe und jetzt vollständig auf Amazon gesattelt habe. Das wollte ich anfangs nicht, da Amazon eh schon groß genug ist und ich dachte, man müßte auch anderen eine Chance geben, aber Amazon hat einfach den besten Service (noch nie ist etwas schief gelaufen, alles funktioniert wie geschmiert und man kann durch die persönlichen Vorschläge und Rezensionen auch allgemein gut stöbern) und da ich nicht Mutter Theresa bin, beziehe ich nun das meiste an Büchern von dort.


Lesezeichen oder Eselsohr?

Ich gehe zwar mit meinen Büchern nicht gerade zimperlich um, wenn es darum geht, darin herumzumalen, -zuschreiben oder -zukleben, aber Eselsohren? Niemals! Irgendein Schnipsel findet sich immer als Lesezeichen.


Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?

Weder noch. Da ich nicht viel Platz für Bücher habe, muss ich sie notgedrungen vorrangig nach Größe ordnen. Damit ich aber einigermaßen weiß, wo ich etwas finde, ordne ich sie nach Themengebieten vor.


Behalten, wegwerfen oder verkaufen?

Die meisten behalte ich schon, da ich sowieso viel mehr Sachbücher habe. Von Romanen oder anderen Büchern, die mir nicht besonders gefallen haben, kann ich mich aber ziemlich gut trennen. Entweder gebe ich sie jemandem, der sie haben will, lege sie auf Arbeit aus, oder wenn das nicht möglich ist, landen sie halt in der Papiertonne. Ich belaste mich nicht gern mit Dingen, von denen ich weiß, dass sie mir nichts mehr geben.


Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?

Solange der Schutzumschlag ansehnlich ist, behalte ich ihn natürlich. Bei alten Büchern, wo er zerrissen oder zerfleddert ist, werfe ich ihn weg.


Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?

Meistens mit, aber wenn ich das Buch mit in die Badewanne nehme, mache ich ihn lieber ab, damit mir das Buch nicht versehentlich herausrutschen kann.


Kurzgeschichten oder Roman?

Ich habe ehrlich gesagt eine Abneigung gegen Kurzgeschichten, obwohl ich selbst schon welche geschrieben habe. Aber das liegt einfach daran, dass ich noch nicht den Dreh herausgefunden habe, wie man 900 Seiten dicke Romane schreibt. *gg*
Gelesen werden Kurzgeschichten von mir selten und wenn, dann nur von Autoren, die ich schon kenne. Dagegen gebührt meine größte Bewunderung und Neigung am besten tausendseitigen Romanen, die auch noch von der ersten bis zur letzten Seite spannend sind. Leider gibt es davon kaum welche.


Harry Potter oder Lemony Snicket?

Der Zauberer der Smaragdenstadt und der Feuergott der Maranen.


Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?

Eigentlich würde ich lieber ordentlich beim Ende des Kapitels aufhören, nur leider fallen mir viel zu oft schon vorher die Augen zu und das geht so plötzlich, dass ich es nicht mehr merke, wenn ich müde werde. *gg*


„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?

"Es war einmal" muss nicht sein, da Märchen nicht unbedingt meine Lieblingslektüre sind. Bei "Die Nacht war dunkel und stürmisch", würde ich den zweiten Satz auch noch lesen und schauen, ob mich daran irgendwas fesselt.


Kaufen oder Leihen?

Als Kind habe ich mir oft Bücher aus der Bibliothek geholt, aber eigentlich mag ich es nicht so gerne, geliehene Bücher zu lesen, weil ich mit denen nicht machen kann, was ich will.


Neu oder gebraucht?

Lieber neu. Ich mag es, neue Bücher zu riechen und anzuschauen. Alte stinken oft nur nach Staub und sehen auch nicht mehr besonders appetitlich aus.


Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

Bestsellerlisten habe ich aufgegeben, professionelle Rezensionen in Zeitungen usw.mag ich nicht wirklich lesen, weil ich ihnen nicht traue und weil einem bei der Masse keine Zeit zum Bücherlesen mehr bleibt. Stattdessen orientiere ich mich lieber an Empfehlungen in Blogs, oder auch an den Rezensionen bei Amazon. Stöbern ab und zu ganz gerne, doch nicht wirklich intensiv.
Aber es gibt auch so genug Bücher, die ich noch lesen möchte, so dass die Lektüre wohl jetzt schon bis an mein Lebensende reichen würde.


Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?

Egal - Hauptsache es passt.


Morgens, mittags oder nachts lesen?

Nachts klappt es nicht wirklich gut, weil ich da leider immer einschlafe.


Einzelband oder Serie?

Serien? Ich kenne keine Serien als Bücher...


Lieblingsserie?

Gibt es dann wohl nicht.


Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?

Ich glaube "Rheingold" von Grundy ist nicht wirklich sehr bekannt, aber ob da noch niemand von gehört hat?


Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?

"Medea" von Christa Wolf hab ich letztes Jahr gelesen und es hat es auf meine Lieblingsbücherliste geschafft.


Welches Buch liest du gegenwärtig?

Wie immer tausend Bücher gleichzeitig.*gg*
Hauptsächlich aber in diesen Tagen die Blavatsky-Biographie


Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

Schwierig, und für "alle Zeiten" kann ich nicht garantieren, denn früher war mein absolutes Lieblingsbuch "Hundert Jahre Einsamkeit", aber ich glaube, es ist jetzt tatsächlich noch immer "Der Steppenwolf".

*lol*

Ich habe heute einen uralten violetten Pulli mit Armstulpen aus dem Schrank gekramt, die vor hundert Jahren mal modern waren und ein Stückchen vom Oberarm frei lassen. Da kommt meine Chefin ins Zimmer und ruft: "Ooooh, xxxx, wo willst du denn heute noch hin? Heiß siehst du aus!"

Klasse, da zeigt man nur ein bißchen Oberarm und schon werden einem irgendwelche Motive unterstellt. Das hat man nun davon, wenn man sonst immer in schlabbrigen, warmen Strickpullis herumläuft.*gg*

Klientenpost

"Ist es dieser Tage Aufgabe des xxxx, oder haben wir es nur mit einer Verkettung fabulöser Umstände zu tun, denen es zuzuschreiben ist, emsiges Treiben gleich hypnotischem Handeln setzen zu lassen?
Experimentelle Deutung wandelt auf fruchtbarem Boden, der genährt durch Ignoranz nur noch nach der fingiert-filtrierten Beschilderung sucht."

Denkblase:
? *pling*
? *pling*
? *pling*

[Mdm. Blavatskys Augen]

Am mondfahlen Licht
der flackernden Nacht
brechen der Spiegel
krumme Schatten,
rächen den Schöpfer,
der sie einst gemacht
zu Splittern im Traume
der schlafenden Gottes

Diesseits der Einöden,
im brodelnden Grunde,
quirlt der Drache,
die schwarze Mutter,
aus lodernden Flammen
die Lebenssuppe,
ruft aus den Wassern
zur letzten Runde

Ein Ton zerspringt,
fällt in die Welten,
wenn Shiva tanzt,
summt das Pralaya,
fern in den Sternen,
da schläft der Riese
und wer ihn weckt,
muss barfuss wandern

Sei, wo der Weg ist,
stets auch ein Wille,
so wie die relative Zeit
stets kreist mit der Ewigkeit,
und in des stillen Auges
brechendem Lichte
rauscht das Brahman,
lauscht die Sybille

Sonntag, 25. März 2007

...

Ich habe nie gesehen, dass sie zwei Personen gleich behandelt hätte. Sie erkannte bei jedem sofort die Charakterschwächen. Die außergewöhnliche Art, wie sie das herausfand, überraschte mich. Jene, die täglich Kontakt mit ihr hatten, erlangten allmählich Erkenntnis über das Selbst; wer ihre praktischen Unterrichtsmethoden wahrnahm, machte gute Fortschritte. Aber viele Schüler verabscheuten diesen Prozess, denn es ist nie angenehm, mit seinen eigenen Schwächen konfrontiert zu werden.
(Gräfin Wachtmeister über HPB)

(aus "Leben und Werk der Helena Blavatsky")

...

Aus eurer Sicht, der Sicht des zivilisierten und kultivierten Teils der Menschheit, ist es eine unverzeihliche Sünde [bei gesellschaftlichen seine wahren Gefühle zu zeigen]. Aus unserer Sicht, der Sicht unkultivierter Asiaten, ist es die größte Tugend. Ehe es ihr zur Gewohnheit geworden war, pflegte HPB an ihrer westlichen Natur zu leiden und darin ein Selbstopfer an persönlichem Ansehen zu sehen.
(aus einem Brief einer der Meister HPBs)

(aus "Leben und Werk der Helena Blavatsky")

Die Schleimspur hinter Verona (Bergkristallkugel)

Ich sitze irgendwo in einem Park auf einer Bank und stelle fest, dass anscheinend eine große Tierwanderung stattfindet. Unmengen von kunterbunten Meisen und Enten ziehen alle in eine Richtung, allerdings laufend und hüpfend, nicht fliegend. Es sind aber auch noch andere Tiere dabei, wie zum Beispiel kleine Löwen. Diese schauen sich mißtrauisch zu mir um, als befürchten sie, ich könne sie aufhalten. Später befinde ich mich in einem Raum, wo eine Besprechung stattfindet. Verona Pooth und jemand anderer, der ziemlich bekannt ist, sind ebenfalls dabei. Verona trägt wieder tolle Klamotten, diesmal eine schneeweiße Weste mit flauschigem Fellrand. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was genau dort gesagt wurde, aber es ist wohl ihr gegenüber nicht so gut. Sie verläßt mittendrin den Raum und wirkt dabei etwas traurig oder bedrückt. Ich gehe mit ihr und wir stehen in einem Vorraum mit Gardrobenschränken rum. Sie ist ganz in Gedanken versunken, sagt kaum ein Wort und ich fange an zu plappern. "Ich kann gar nicht verstehen, was die Leute gegen dich haben. Ich finde dich sehr sympathisch." Sie sagt nichts und lächelt nur. Ich plapper weiter: "Ich verstehe auch gar nicht, warum die Leute deinen Namen so komisch aussprechen, so..." - ich versuche es vorzumachen, wobei ich einen sehr verächtlichen Tonfall hineinlege, in der Anstrengung des Nachahmens vergesse ich das T und sage nur "Verona Poo". Verona lacht und meint: "Ja, und vor allem heiße ich ja auch Verona Poo." "Upps" verbessere ich, "ich meinte natürlich Pooth." Nun stehen wir nebeneinander an der Heizung und ich habe immer noch nicht genug. "Ich finde jedenfalls, dass du eine sehr taffe Frau bist und......" Mir fällt das Wort nicht ein, das ich sagen will. "Und gut siehst du natürlich auch aus, aber das muss ich ja nicht extra erwähnen." Noch immer suche ich nach dem Wort, das sie charakterisieren soll, aber ich komme nicht darauf. Während ich stottere: "Du bist so....so....." und krampfhaft nach dem Wort suche, welches mir auf der Zunge liegt, legt sie mir ihren Arm um die Schulter, zieht mich näher zu sich und flüstert mir verschmitzt und sehr leise ins Ohr: "Und wenn du weiter so schreist, dann weiß es auch da drinnen gleich jeder, wie du mich findest.", wobei sie auf die Tür zum Besprechungsraum zeigt. Erschrocken schlage ich die Hände vor den Mund. Ich habe wirklich sehr laut gesprochen und es nicht ausgeschlossen, dass die da drinnen alles gehört haben. Der Gedanke ist mir außerordentlich peinlich, dass sie mitbekommen haben, wie gut ich Verona finde. Verona scheint das zu wissen, aber vollstes Verständnis dafür zu haben. Deshalb hat sie mich auch darauf aufmerksam gemacht, damit ich mich nicht weiter in diese peinliche Situation hineinreite. Ich bin ihr dankbar und Verona lächelt noch immer über meinen erschrockenen Gesichtsausdruck, drückt mich ein bißchen und dann schweigen wir beide.

Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet von Verona träume. Ich habe zwar nichts gegen sie, bin aber auch kein ausgesprochener Fan von ihr.

Weste
Volkstümlich:
(europ.) : - man ist von Feindseligkeit umgeben; man achte auf seine Handlungen und verberge den Argwohn.

Weiß
Allgemein:
Weiß als Farbe steht für Unschuld, Reinheit und Vervollkommnung, nach der man strebt, die man aber nie ganz erreicht. In manchen Kulturen im Fernen Osten gilt weiß als Farbe der Trauer und des Todes.

Samstag, 24. März 2007

Die sieben Prinzipien

Die vergängliche Vierheit

1. Physischer Körper (Rupa)
2. Astralkörper (Linga Sharira)
3. Lebens- und Vitalprinzip (Prana)
4. Tierische Wünsche und Empfindungen (Kama Rupa)

Die unvergängliche Triade

5. Geist [Verstand und Vernunft] (Manas)
6. Spirituelle Seele (Buddhi)
7. Reiner Geist (Atma)

Manas, oder Geist, wird, sagt man, während der Inkarnation dual; jener Teil, der mit der Vierheit verbunden ist, wird Niederes Manas oder Gehirnverstand genannt; jener, der mit Buddhi und Atma vereint ist, wird Höheres Manas oder Intuition genannt.


(aus "Leben und Werk der Helena Blavatsky")

Synapsen fangen oder der Zeittunnel (Tigerauge)

Bunt und abenteuerlich geträumt von grauen Riesenspinnen auf zwei Beinen, interessanten Mustern aus leuchtenden Linien, die sich selbständig fortsetzten und zum Schluß folgende Geschichte: Ich bin mit einem Türken unterwegs. Zwischendurch packe ich irgendwelche Koffer und Kisten, bzw. räume sie auf. Es ist Nacht und der Türke fragt mich, ob er noch mit zu mir kommen darf, um einen Kaffee zu trinken. Eigentlich will ich das nicht so gern, da es spät ist, ich müde bin und mir außerdem nicht sicher bin, ob er nicht irgendwelche Hintergedanken hat. Für mich ist er einfach nur ein Bekannter, der tatsächlich nicht mehr als einen Kaffee bekommen würde. Schließlich lasse ich mich überreden und wir gehen nicht zu meiner Wohnung, sondern zur Wohnung meiner Eltern, die aber vollständig anders eingerichtet ist. Anscheinend wohne ich da und mein Vater ist noch auf. Er schaut einen Film und wir setzen uns dazu. Ich glaube, er ist nicht so begeistert von meinem Bekannten und auch mir kommen langsam Zweifel, ob er wirklich der ist, von dem ich denke, das er es ist. Vielleicht ist er der falsche und nicht der, den ich zu kennen glaube, wobei an diesem Gedanken auch die Beobachtung seiner Hände nicht unschuldig ist. Sie sehen seltsam aus - sehr groß, besonders die Finger sind sehr lang, natürlich dunkel, aber trotzdem noch anders dunkel als normal und einer der Daumennägel ist unglaublich lang gewachsen und von schmutzig-brauner Farbe. Im Zimmer war ebenfalls ein kleiner Junge. Dieser ist nun weg und auch der Türke geht.
Plötzlich hören wir Stimmen, es sind die des Bekannten und des kleinen Jungen, die miteinander reden. Sie kommen von irgendwoher aus dem Nichts und machen klar, dass der Türke ihm irgendwas antun will. Es ist von einem Messer die Rede. In meinem Bewußtsein glaube oder weiß ich, dass mein Vater dem Jungen ein Gerät (Hörgerät?) gegeben hat, mit dem Dinge von einem Ort, woanders, an einem anderen Ort, hörbar werden. Mein erster Gedanke ist sofort der Dachboden und mein Vater, ich und andere Gestalten(?) stürzen in den Hausflur und auf den Dachboden, wo wir tatsächlich den Türken mit dem Jungen finden. Ich hatte also recht mit meinem Mißtrauen. Glücklicherweise sind wir rechtzeitig da und können den Jungen befreien. Dieser steht nun neben mir auf der Straße und scheint dankbar zu sein. Er sagt irgendwas wie, dass ich oder wir weiter Synapsen fangen sollen. Dann steigt er in ein durchsichtiges Fahrzeug, das wie eine große gläserne Röhre aussieht, in welchem noch viele andere Kinder sitzen. Sie kommen aus einer anderen Zeit und fliegen wieder dorthin zurück, indem sie sich vor meinen Augen in Luft auflösen.

Synapsen: Kontaktstellen zwischen Nervenzellen bzw. Nervenzellen und anderen Zellen (wie Sinnes-, Muskel- oder Drüsenzellen). An ihnen findet die Erregungsübertragung von einer Zelle auf die andere statt.

Zitate: Er hilft vor allem bei nervlicher Überlastung, Unkonzentriertheit, Vergesslichkeit ("Prüfungsstein"), Verspanntheit, nervösen Schlafproblemen ("Ameisenlaufen"...) und allen nervlich aber auch durchblutungsbedingten Schmerzen.
Bei motorischen Störungen - z. B. Epilepsie - kann Tigerauge eingesetzt werden, denn es unterstützt das Kleinhirn, das für die Bewegungskoordinaten verantwortlich ist. Hilft bei Geisteskrankheiten. Gegen Krämpfe, zeitweise Verlust des Bewusstseins oder Verfolgungswahn. Er wirkt hormonellen Überfunktionen ebenso entgegen wie jeder Übererregung der Nerven. Das Tigerauge solle nie länger als eine Woche direkt am Körper getragen werden, da es den Energiefluß im Körper hemmt.


Nachtrag: Mir ist irgendwie so, als gäbe es ein Synonym für "Verbrecher", das so ähnlich wie "Synapse" klingt, aber ich komme nicht drauf(obwohl es mir auf der Zunge zu liegen scheint) und finde auch im Internet keines.

Donnerstag, 22. März 2007

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Gott schläft im Stein
Träumt in der Pflanze
Erwacht im Tier
Und handelt im Menschen.

(Indianischer Spruch)

Ein bißchen Rumspinnen muss sein....

Ich bin jetzt ungefähr zu drei Viertel die langatmige "Geheimlehre" durch und muss sagen, dass sie einem doch erstaunlich neue, bzw. eigentlich alte, Denkanstöße zu bestimmten Themen gibt. Was ich nicht so mag, ist die etwas dogmatische Weise, wie damit umgegangen wird, zumal dies genau etwas ist, was HPB immer an der Kirche kritisiert. Als eigentlicher "Profaner", wie ich mich aus dem Munde von HPB nennen lassen muss, der von den zutiefst geheimen Mysterien, zu denen nur die geheimsten der geheimen Eingeweihten Zugang haben, natürlich einzig und allein zum Schutze der Menschheit, da die Welt noch nicht bereit für solches Wissen ist, keine Ahnung hat, frage ich mich, warum man dann überhaupt irgendwann im Dunkel der Geschichte damit begonnen hat, dieses Wissen geheimzuhalten. Denn wenn dieses Wissen als ein "natürliches" Wissen im Bewußtsein der Menschheit geblieben wäre und nicht nur noch in alten dreifach verschlüsselten Mythen herumspuken würde, bräuchte man heute auch nicht herumzujammern, dass die Menschheit, die über Jahrtausende in der Masse im Unklaren gelassen wurde, nicht bereit ist und das Wissen von der Kirche verfälscht wurde. Es scheint mir also mehr oder weniger ein "hausgemachtes" Problem zu sein, dessen Ursprung wahrscheinlich in irgendwelchen Machtfragen liegt, vielleicht, wenn man der geschichtlichen Sichtweise Blavatskys glauben darf, zu Zeiten des großen Krieges, der zum Untergang von Atlantis führte.
Weiterhin denke ich mir, dass selbst wenn HPB dieses Wissen von einem allerhöchsten indischen Weisen und Adepten gechannelt und eingegeben wurde, der mit seinem Astralleib in der Welt herumreist und Wunder vollbringt, dies noch lange nicht bedeuten muss, dass dieser Weise allwissend ist, gerade auch in Anbetracht der unglaublichen Zeiträume, die in der Geheimlehre für das Entstehen der ersten Menschen und ihrer "Vorrunden" angegeben werden. Für solche Zeitalter wäre selbst das älteste von Menschen, Heroen oder gar Halbgöttern überlieferte Wissen nur ein Fliegenschiß und dementsprechend "flexibel", was kleinere und größere Ungenauigkeiten betrifft. Aber gut, als Profaner sollte ich mir sicher nicht anmaßen, irgendwelche Urteile zu fällen. Lustig finde ich, dass mir beim Lesen der Geheimlehre ständig Erich von Däniken wie die Hexe Baba Jaga im Nacken sitzt und wild kichert. Das liegt daran, dass hier ebenfalls jede Menge Drachen vorkommen und man die ersten Unterweiser der Menschheit von Blavatsky einfach nur Außerirdische nennen müßte.
Nach Blavatsky, bzw. ihren Kommentaren zu geheimen Schriften, sollen die ersten Lebensformen, aus denen später die Form der heutigen Menschheit entstand, als Schatten aus ihren Schöpfern ausgetreten sein. Die Schöpfer waren die Elohim, englische Wesen, von denen Jehova, der Gott der Bibel, nur einer war, der sich aber anscheinend später anmaßen wollte, als der alleinige Schöpfer zu gelten (dasselbe Spiel, das man heute auch unter Menschen immer wieder beobachten kann). Zur Unterstützung suchte er sich eine Volksgruppe, die einigermaßen in Bedrängnis war, versprach ihnen das gelobte Land, und durfte sich dafür von ihnen als alleiniger Gott und Schöpfer preisen lassen, wobei sie ihre neue Religion durch ihre Wanderung natürlich verbreiteten.(Warum hätte er sonst andere Götter verbieten sollen, wenn es keine gegeben hätte?) Das mit dem Schatten ist interessant, denn den Begriff "Schatten" könnte man auch als Synonym für "Gegenbild" nehmen und wie erzeugt man ein genau identisches Gegenbild? Durch Klonen! Jetzt gibt es hier einen Punkt, der mir die Außerirdischen-Theorie logischer erscheinen läßt, als die Engel-Theorie, was aber auch einfach nur an meiner begrenzten und vorgeprägten Vorstellungskraft liegen mag. Die Engel sind laut Blavatsky Manifestationen des einen großen himmlichen Wesens, also des eigentlich wirklichen Gottes, der zum Bauen und Erschaffen Unterstützung braucht, da er selbst unbegrenzt und ewig ist und deshalb allein mit der Materie nicht so zurechtkommt, eben deshalb Baumeister benötigt.
Kommen wir zu den Drachen zurück. Erich von Däniken versucht in seinen Büchern zu beweisen, dass mit Drachen Außerirdische gemeint sind und es deshalb in allen frühen Menschheitsmythen von Drachen nur so wimmelt, weil die frühe Menschheit von Aliens besucht wurde. Nach Blavatsky, wo alles eine mehrfache Bedeutung hat, je nach Kontext, sind als Drachen symbolisch hauptsächlich Weise und Adepten zu verstehen. Diese Weisen und Adepten nennen sich wohl häufig "Söhne des Drachen", weshalb diese Deutung daraus geschlossen wurde. Allerdings sind Drachen nicht gleich Söhne des Drachen, wenn man genau sein will, und auffällig ist, dass der Begriff Drache sich wohl angeblich (ich habe es nicht nachgeprüft) aus einem Wort, das "schuppig" bezeichnet, gebildet haben soll. Man könnte also die "Söhne des Drachen" auch die "Söhne des Schuppigen" nennen. Was wäre nun, wenn diese Bezeichnung nicht ein imaginäres Symbol für eine Bruderschaft der Weisheit ist, sondern genau das bedeutet, was es aussagt?
Doch noch einmal anders herum. Blavatskys Kommentare sagen ebenfalls aus, dass die Menschheit nicht von Anbeginn so aussah, wie sie heute aussieht. Die Schatten, die hervorgetreten sind, waren zuerst ätherisch, durchsichtig und knochenlos, verdichteten sich langsam, pflanzten sich später durch Teilung fort, noch später durch Eiablage, erhielten Knochen, wurden irgendwann getrenntgeschlechtlich (Erschaffung der Eva) bis das Aussehen und die Fortpflanzungsart erreicht war, wie wir sie heute kennen. Blavatsky meint in den Kommentaren, dass sich diese Entwicklung noch immer an der Entwicklung eines Embryos nachvollziehen lasse. Auffällig ist, dass Embryos Phasen haben, in denen sie fisch- und reptilienartig aussehen. Das ist zwar nicht der alleinige Grund, wird aber auch dafür mit angeführt, dass behauptet wird, Menschen stammten eher von Reptilien ab, als von Affen und Affen seien nicht weiter als Ableger der Menschheit, Bastarde, die von frühen, weitgehend unbewußten Menschen mit Tieren gezeugt wurden und deshalb später erschienen seien, als der erste Mensch. Dies sei der sogenannte Fall der Engel, als sie sich mit den Töchtern der Riesen vermählten.
Wenn Menschen eine "reptiloide" Entwicklung durchlaufen sind und sich Gruppen davon noch immer "Söhne des Schuppigen, bzw. des Drachen" nennen, dann frage ich mich, wie diese "Schatten" der Schöpfer wohl tatsächlich aussahen. Waren es wirklich ätherische, durchsichtige Wesenheiten im Sinne eines englischen Schattens, oder aber das identische Gegenbild eines Wesens, das diese Entwicklung bereits teilweise vollzogen und in seinen Genen gespeichert hatte? Dabei erinnere ich mich, bei Däniken oder woanders gelesen zu haben, dass einige der Außerirdischen Fischleiber hatten und die Menschen vom Wasser aus unterrichteten.
Nach Blavatsky sind nun die Unterweiser der Menschheit, die Drachen, nichts anderes gewesen als die Engel, welche die Menschheit nicht im Dunkeln lassen wollten und ihnen deshalb das Licht(Bewußtheit) brachten und sich dafür an ein irdisches Los ketten ließen. Das ist insbesondere der gefallene(auf die Erde) Engel der Bibel, Lucifer, der nun mit der Hölle eines materiellen Daseins bestraft ist. Diese Engel widersetzten sich den anderen, welche eifersüchtig und neidisch auf die Menschen waren und nicht wollten, dass diese dieselben göttlichen Fähigkeiten erhielten wie sie selbst. Die gleiche Situation könnte man sich auch gut unter Aliens vorstellen, von denen ein Teil das Geschöpf, das sie geschaffen, als ein dumpfes Tier dahinvegetieren lassen will, vielleicht aus Furcht, das es ihnen "über den Kopf wachsen könnte", während der andere Teil bereit ist, es mit jedem erdenklichem Wissen, Fähigkeiten und Erkenntnis auszustatten, um ihm so die Mittel in die Hand zu geben, selbst Not und Leid mildern zu können. Hier hätten wir dann die Situation des Krieges im Himmel und um es nochmals biblisch auszudrücken: sowohl die Schlange(Satan) als auch Gott waren die Schöpfer und Satan ist der "Widersacher", der andere, der mit seinem ehemaligen Kollegen eine kleine Meinungsverschiedenheit auszutragen hat. Da eine gütliche Einigung anscheinend nicht möglich ist, nimmt er die Sache selbst in die Hand und lässt sich auf die Erde(Hölle) plumpsen, um dort zu leben und die Menschen zu lehren, während die anderen Schöpfer irgendwo gemütlich in Wolkenkuckucksheim(Himmel) sitzen und sich nur sehr entfernt darum scheren, was aus ihren verbrochenen Mißbildungen wird. Wenn die Menschheit brav ist, nicht zuviel fragt und sich an die Gebote hält, darf sie irgendwann vielleicht auch mal nach Wolkenkuckucksheim (wozu auch immer), wer sich aber nicht unterordnet, zu viel wissen will und damit zu gefährlich ist, muss auf der Erde bleiben. Womit ich wieder am Anfang und am Ende von meiner Weisheit wäre....


PS: Um es nochmal deutlich zu sagen - ich hatte mit dieser sicher sehr lückenhaften und die Aussagen Blavatskys nur grob skizzierenden Beweisführung keineswegs vor, Erich von Däniken unter die Arme zu greifen. Doch es passte alles so schön. *gg*

Sie sind unter uns!

Mittwoch, 21. März 2007

Auszug 3 Geheimlehre II - Götter als Menschen der dritten Rasse, Genesis und die Runden, Riesen, Weizen, Zeitmessung, der Nordpol als immer bestehender Kontinent

Das einzige Ding, das jetzt an diesen zu beachten ist, ist, daß die Hauptgötter und Heroen der vierten und fünften Rasse, sowie des späten Altertums, die vergötterten Bilder dieser Menschen der Dritten sind. Die Tage ihrer physiologischen Reinheit und jene ihres sogenannten Falles sind gleichermaßen in den Herzen und Gedächtnissen ihrer Nachkommen lebendig geblieben. Daher die bei diesen Göttern auftretende doppelte Natur – sowohl Tugend wie Sünde sind in den von der Nachwelt zusammengestellten Lebensbeschreibungen bis zu ihrem höchsten Grade erhöht. Sie waren die voradamische und die göttliche Rasse, mit denen sich jetzt sogar die Theologie, in deren Anschauung sie alle „die verfluchten kainitischen Rassen“ sind, zu beschäftigen beginnt.

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Die Madegassen - die Insel gehörte zu Lemurien - haben eine Überlieferung in Bezug auf den ersten Menschen. Er lebte zuerst ohne zu essen, und nachdem er der Speise gefrönt hatte, erschien eine Anschwellung an seinem Bein; diese zerplatzte und es kam aus ihr ein Weib hervor, welche die Mutter ihrer Rasse wurde. Die Polypen . . .bringen ihre Nachkommenschaft aus sich selbst hervor, wie die Knospen und Verzweigungen eines Baumes . . .“ Warum nicht der ursprüngliche menschliche Polyp? Der sehr interessante Poly Stauridium geht abwechselnd von der Knospung zur geschlechtlichen Fortpflanzungsart über.

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Diese Reihenfolge der Entwicklung findet sich auch im ersten und zweiten Kapitel der Genesis, wenn man sie in ihrem wahren esoterischen Sinn liest; denn Kapitel I enthält die Geschichte der ersten drei Runden, sowie die der ersten drei Rassen der vierten bis zu dem Augenblicke, da der Mensch von den Elohim der Weisheit zu bewußtem Leben gerufen wird. Im Kapitel I werden Tiere, Walfische und Vögel der Luft vor dem androgynen Adam erschaffen. In Kapitel II kommt Adam (der geschlechtslose) zuerst, und die Tiere erscheinen erst nach ihm.
Selbst der Zustand geistiger Stumpfheit und Unbewußtheit der ersten zwei Rassen, und der ersten Hälfte der dritten Rasse, wird in dem zweiten Kapitel der Genesis durch den tiefen Schlaf des Adam versinnbildlicht. Der traumlose Schlaf der geistigen Unthätigkeit, der Schlummer der Seele und des Gemütes ist mit jenem „Schlafe“ gemeint, und durchaus nicht der physiologische Prozeß der Differentiation der Geschlechter, wie ein gelehrter französischer Theoretiker, Herr Naudin, sich einbildete.
Die Purânen, die chaldäischen und ägyptischen Bruchstücke, und auch die chinesischen Überlieferungen zeigen alle eine Übereinstimmung mit der Geheimlehre in Bezug auf den Vorgang und die Reihenfolge der Entwicklung.
Wir finden in ihnen die Bestätigung von nahezu unserer ganzen Lehre: zum Beispiel die Behauptung betreffs der oviparen Erzeugungsart der dritten Rasse, und selbst eine Andeutung einer weniger unschuldigen Erzeugungsart der ersten Säugetierformen. „Riesig, durchsichtig, stumme und ungeheuerlich waren sie“, sagt der Kommentar. Man studiere in diesem Zusammenhang die Geschichten der verschiedenen Rishis und ihrer mannigfaltigen Nachkommenschaft. Pulustya ist der Vater aller Schlangen und Nâgas - eines Eier hervorbringenden Geschlechtes; Kashyapa ist durch sein Weib Tâmrâ Ahnherr der Vögel und des Garuda, des Königs des gefiederten Geschlechtes; während er durch sein Weib Surabhi der Vater der Kühe und Büffel u. s. w. war.

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Denn ,,es waren Riesen“ in den Tagen des Altertums, in der That. Die Entwicklungsreihe der Tierwelt ist eine Bürgschaft dafür, daß dasselbe Ding innerhalb der menschlichen Rassen stattfand. Noch niedriger in der Schöpfungsordnung finden wir Zeugen für dieselbe verhältnismäßige Größe in der Flora, welche gleichen Schrittes mit der Fauna ging. Die hübschen Farnkräuter, die wir sammeln und zwischen den Blättern unserer Lieblingsbücher trocknen, sind die Abkömmlinge der riesigen Farne, welche während der Karbonzeit wuchsen.
Schriften und Bruchstücke von philosophischen und wissenschaftlichen Werken kurz nahezu jede Aufzeichnung, welche uns vom Altertume überkommen ist - enthalten Bezugnahmen auf Riesen. Niemand kann verfehlen, die Atlantier der Geheimlehre in den Râkshasas von Lanka den von Râma besiegten Widersachern wiederzuerkennen. Sind diese Berichte nichts Besseres als das Erzeugnis leerer Phantasie? Schenken wir dem Gegenstande einige Augenblicke Beachtung.
Die Überlieferungen eines jeden Landes und Volkes deuten auf diese Thatsache hin. Donnelly citiert aus Pater Durans Historia Antiqua de la Nueva España von 1885, wo ein Eingeborener von Cholula, ein Hundertjähriger, die Erbauung der großen Pyramide von Cholula wie folgt erklärt: „Im Anbeginne, bevor das Sonnenlicht erschaffen worden war, war dieses Land (Cholula) in Finsternis und Dunkelheit . . . aber unmittelbar, nachdem das Licht der Sonne im Osten emporstieg, erschienen riesenhafte Menschen . . . . welche die genannte Pyramide erbauten, worauf ihre Erbauer nach allen Teilen der Erde zerstreut wurden.“

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Denn die Geheimlehre lehrt, daß während dieser Runde sieben irdische Pralayas stattfinden müssen, welche durch die Änderung in der Neigung der Erdachse verursacht sind.
So haben, seit Vaivasvata Manu‘s Menschheit auf dieser Erde erschien, bereits vier solche Achsenstörungen stattgefunden. Die alten Kontinente - ausgenommen den ersten - wurden von den Ozeanen verschlungen, andere Länder tauchten auf, und gewaltige Bergketten erhoben sich, wo zuvor keine gewesen waren. Die Oberfläche der Kugel wurde jedesmal vollständig verändert; das ,,Überleben der tauglichsten“ Nationen und Rassen wurde durch rechtzeitige Hilfe gesichert; und die Untauglichen - die Mißerfolge - wurden abgethan, indem sie von der Erde weggefegt wurden.
Jedes siderische Jahr entfernen sich die Wendekreise vom Pole um vier Grade bei jeder Revolution der Äquinoktialpunkte, wie sich der Äquator durch die Tierkreiskonstellation bewegt. Nun steht, wie jeder Astronom weiß, der Wendekreis gegenwärtig nur dreiundzwanzig Grade und einen Bruchteil, der kleiner ist als ein halber Grad, vom Äquator ab. Daher hat er noch zweiundeinhalb Grade vor dem Ende des siderischen Jahres zu durchlaufen. Dies giebt der Menschheit im allgemeinen und unseren civilisierten Rassen im besonderen, eine Frist von ungefähr 16000 Jahren. Nach der großen Flut der dritten Rasse (der Lemurier), wie der Kommentar Dreiunddreißig uns sagt:
nahmen die Menschen beträchtlich an Größe ab, und ihre Lebensdauer wurde verringert. Da sie in der Frömmigkeit herabgesunken waren, vermischten sie sich mit tierischen Rassen, und vermählten sich mit Riesen und Zwergen (den zwerggewordenen Rassen der Pole). . . Viele erlangten göttliches, mehr noch - ungesetzliches Wissen, und folgten freiwillig dem linken Pfade. So näherten sich die Atlantier ihrerseits dem Untergange. Wer kann sagen, wie vieler geologischen Perioden es bedurfte, um diese vierte Zerstörung zu vollenden!

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Aber wenn behauptet wird, daß es keine auf Erden unbekannte Getreide und Früchte giebt, dann können wir den Leser daran erinnern, daß der Weizen niemals in wildern Zustande gefunden worden ist: er ist kein Produkt der Erde. Alle anderen Getreidearten sind auf ihre ursprünglichen Formen in Gestalt verschiedener Arten wilder Gräser zurückgeführt worden, aber der Weizen hat bisher der Anstrengungen der Botaniker, ihn auf seinen Ursprung zurückzuführen, gespottet. Und halten wir uns vor Augen, in diesem Zusammenhange, wie heilig dieses Getreide bei den ägyptischen Priestern war; Weizen wurde selbst in ihre Mumien gelegt, und ist Jahrtausende später in ihren Särgen gefunden worden.

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Von den Ägyptern herab bis auf die Juden wurde es für die größte Sünde gehalten, irgend etwas zur richtigen Zeitabmessung gehöriges zu veröffentlichen. Für die Verbreitung der Geheimnisse der Götter ward Tantalus in die Unterwelt gestürzt; die Bewahrer der heiligen sibyllinischen Bücher waren auf die Veröffentlichung eines Wortes aus denselben mit der Todesstrafe bedroht. Sigalions oder Bilder des Harpokrates waren in jedem Tempel - insbesondere in jenen der Isis und des Serapis - und ein jedes drückte einen Finger auf die Lippen. Und die Hebräer lehrten, daß die Veröffentlichung der Geheimnisse der Kabbalah, nachdem man in die rabbinischen Geheimnisse eingeweiht war, dem Essen der Frucht vom Baume der Erkenntnis gleichkam; sie war mit dem Tode zu bestrafen.
Und trotzdem haben wir Europäer die exoterische Chronologie der Juden angenommen! Was Wunder, daß seither immer alle unsere Vorstellungen von Wissenschaft und der Dauer der Dinge beeinflußt und gefärbt hat!

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Es ist sehr merkwürdig, daß Kosmas Indikopleustes, welcher im sechsten Jahrhundert n. Oh. lebte, immer behauptete, daß der Mensch in einem Lande, "jenseits des Ozeans“ geboren worden sei und zuerst gewohnt habe, wofür ihm in Indien durch einen gelehrten Chaldäer ein Beweis gegeben worden war. Er sagt:
Die Länder, in denen wir leben, sind vom Ozean umgeben, aber jenseits jenes Ozeans liegt ein anderes Land, welches die Mauern des Himmels berührt und in diesem Lande wurde der Mensch erschaffen und lebte dort im Paradiese.
Während der Sintflut wurde Noah in seiner Arche in das Land gebracht, das seine Nachkommenschaft jetzt bewohnt. Das zwölfbeinige Roß des Huschenk wurde auf jenem Kontinent, genannt die ,,trockene Insel“, gefunden.
Die ,,christliche Topographie“ des Kosmas Indikopleustes und ihre Verdienste sind wohlbekannt; aber hier wiederholt der gute Vater eine universale Überlieferung, welche jetzt obendrein durch Thatsachen bestätigt worden ist.
Jeder Nordmeerreisende vermutet einen Kontinent oder eine ,,trockene Insel“ jenseits der Linie des ewigen Eises. Vielleicht mag jetzt die Bedeutung der folgenden Stelle aus einem der Kommentare klarer werden. Im ersten Anbeginne des (menschlichen) Lebens war das einzige trockene Land am rechten Ende der Sphäre, wo sie (die Kugel) bewegungslos ist. Die ganze Erde war eine weite Wasserwüste, und die Wasser waren lauwarm . . . . Dort wurde der Mensch geboren auf den sieben Zonen des Unsterblichen, des Unzerstörbaren des Manvantaras. Dort war ewiger Frühling in der Finsternis. (Aber) das, was Finsternis ist für den Menschen von heute, war Licht für den Menschen seiner Morgendämmerung. Dort ruhten die Götter, und herrscht Fohat immer seit damals . . . . So sagen die weisen Väter, daß der Mensch in dem Haupte seiner Mutter (Erde) geboren ist, und daß ihre Füsse am linken Ende die üblen Winde hervorbrachten (erzeugten), welche aus dem Munde des niederen Drachen blasen . . . . Zwischen der Ersten und Zweiten (Rasse) wurde das Ewige Centrale (Land) durch das Wasser des Lebens geteilt.
Es wird im Occultismus behauptet, daß das Land oder die Insel, welches den Nordpol wie eine Schädeldecke krönt, das einzige ist, das während des ganzen Manvantaras unserer Runde besteht. Alle centralen Kontinente und Länder werden oftmals der Reihe nach aus dem Meeresgrunde auftauchen, aber dieses Land wird sich niemals verändern.

(aus "Die Geheimlehre II" von Blavatsky)