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Montag, 5. Mai 2008

Statistische Verteilung des Nachnamens

statistische Verteilung des Nachnamens

Wie man der Karte unschwer entnehmen kann, ist die Hochburg meiner Sippschaft Berlin. Dort gibt es nämlich ganze 14 Telefonanschlüsse mit diesem Namen. Wenn man aber ein Eingeweihter unserer Familie ist, weiß man, daß der geheime eigentliche Familiensitz in Potsdam liegt, nahe Berlin (nein, nicht die königliche Linie). Dort gibt es zwar weniger Telefonanschlüsse, aber die berühmtesten Vertreter einer gewissen familientypischen Zunft kommen von dort. Erstaunlicherweise gibt es in der Schweiz nur einen einzigen Telefonanschluß mit diesem Namen. Meine Sippe scheint nicht sehr auswanderungsfreudig zu sein, obwohl ich auch schon in den USA diesen Namen gefunden habe. Vielleicht sind das ja die Nachfahren eines gewissen Karl XXX, der laut Schiffsbüchern im 19. Jahrhundert an Bord eines Ozeanriesen ging, um nach Amerika zu schippern.

gefunden bei Singelmama - zum Link

Sonntag, 4. Mai 2008

Zucker sagt,

einer der Hauptzwecke des menschlichen Körpers besteht letztlich nur darin, ein Universum der Illusion zu erzeugen. So hat endlich jemand den Knick in der BhagavadGita gefunden, der vom göttlichen Krishna als sicherer Weg zum Glück führt. Das war ganz gewiß ein Kabbalist, der eine mentale und/oder emotionale Verbindung zu einer eleganten Hochsteckfrisur aufgenommen hat. So wurde aus der variierenden Variable ein garantiert apartes und exklusives Lesezeichen.

Samstag, 3. Mai 2008

Fladenbrot als Kriegsnahrung, Stern Regina und der wundersame Hinterhof - Manganum sulfuricum

Es ist mitten im Krieg und um Geld für Waffen zu sparen, bzw. weil kein Geld mehr vorhanden ist, ist es nur noch erlaubt, trockenes Fladenbrot zu essen. Dieses gibt es dafür in jeder Variation: dünn und dick, eckig und rund, klein und groß. Überall um mich herum stapeln sich Türme von Fladenbrot. Ich nehme mir ein rechteckiges, das relativ weich ist und knicke es einmal in der Mitte, um es zu essen. Meine Mutter sitzt nun auf einem Stuhl in der Pfarrküche. Ihr Haar ist völlig grau geworden und lang, im Nacken zu einem Zopf zusammengefasst. Ich streiche ihr ein paar Strähnen zärtlich aus dem Gesicht, so wie sie es früher bei mir getan hat. Sie ist wirklich alt geworden, allerdings ist ihr Gesicht frisch und lebendig. Sie ist eine sehr schöne alte Frau. Sie sagt zu mir, daß ein Stern, der äußerst wichtig ist, im nächsten Jahr wieder einen großen Einfluß bekommt. Diesen Einfluß hat er nur selten, deshalb verdienen diese Zeiten besondere Aufmerksamkeit. Es ist der Stern Regina.
Später befinde ich mich in der Wohnung von Verwandten. Es sind drei nebeneinanderliegende Zimmer, das mittlere davon ist ziemlich dunkel, außerdem hängt auch noch so eine seltsam häßliche Lampe darin. Diese hängt nicht in der Mitte, sondern direkt in der Ecke, wo sich beide Durchgangstüren befinden. Sie hat zwei Glühbirnen und ist sehr unförmig, weder rund, noch oval, bucklig trifft es am besten. Aber gut, es muß ja nicht mir gefallen. Ich trete zur Balkontür des Zimmers heraus, diese führt direkt auf den umbauten Hinterhof des Hauses. Gleich neben mir sitzt ein Vogel auf einem Zweig und fliegt überhaupt nicht weg. Er muß entweder sehr zutraulich sein oder er bemerkt mich nicht. Unbekümmert singt und zwitschert er. Da kommen auch schon zwei putzige Waschbären heran, die ebenso zutraulich sind. Sie schleichen mir wie Katzen um die Beine und versuchen sich durch die Tür in die Wohnung zu stehlen. Einem gelingt das auch - oh Gott, was werden meine Verwandten denken, wenn sie einen Waschbären in ihrer Wohnung finden. Ich muß ihn unbedingt wieder hinausbefördern, bevor er viel Unheil anrichten kann. Zum Glück gelingt mir das auch und während ich den Waschbären hinauskomplimentiere, werfe ich noch einmal einen Blick auf den Hinterhof. Auf den ersten Blick sieht dieser sehr wüst aus, da er nur aus Sand, umgekippten Bäumen und hoch in den Himmel ragenden Baumwurzeln besteht. Doch irgendwie bietet diese Baumwurzelwüste auch einen bizarr-zauberhaften Anblick, mit diesen besonders zutraulichen Tieren darin eine fast märchenhafte Atmosphäre.

Bemerkung: Wie ich gerade verblüfft feststelle, heißt der Fixstern Regulus, der im Horoskop auf meiner Mars-Sonne-Lilith-Konjunktion liegt, auch stella regina. Ich hatte bereits gleich nach dem Aufwachen an Regulus gedacht, allerdings nur aus einer spontanen Assoziation heraus.

Daraus schlussfolgert, dass verstärkt diejenigen Fixsterne beachtet werden, die nicht allzuweit von der Ekliptik entfernt sind. Die Zunahme der Wertigkeit mit der Nähe zum Tierkreis drückt sich bei einem Stern schon im Namen aus.
Der Beinamen für den im Löwen liegenden Regulus lautet "stella regina". Dies bedeutet Königsstern und diese Namensgebung beruht darauf, dass dieser Stern haargenau auf der Ekliptik liegt und somit häufig punktgenaue Konjunktionen mit den Planeten zustandekommen.

Astronomische Ereignisse: Merkur 0°39' nördlich Regulus am 2. August 2009

Regulus in der Astrologie

Freitag, 2. Mai 2008

Der große Bär(lauch)

Der große Bär(lauch)

Paracelsus Report

Der Paracelsus Report erschien leider nur von 1995 bis 2000, aber jetzt kommts - es gibt ein Archiv der Ausgaben, in welchem man viele Artikel nachlesen kann. Unbedingt zu empfehlen! Besonders interessant die Artikel über psychologische Homöopathie, da diese auch Träume in die Zuordnung einbeziehen.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Das Haus am Erlengrund

Das Haus am Erlengrund

...

Jedes Kind trägt heute stolz seine mit Bonbons gefüllte Schultüte bei der Einschulung mit sich. Die Schultüte, früher auch Trichter genannt, hatte ursprünglich einen anderen Zweck: Einem Schüler, der ein Defizit an Intelligenz und Auffassungsgabe hatte, setzte man für kurze Zeit eine spitze Mütze auf. Man glaubte, damit würde das Hirn stimuliert und so natürlich auch die Auffassungsgabe des Schülers gestärkt. Es war in den Augen anderer Schüler auch eine Schande, wenn man eine solche Behandlung notwendig hatte. Der die Intelligenz steigernde "Nürnberger Trichter" fällt ebenfalls in diesen Bereich der Überlieferungen.
Es bestehen zudem keinesfalls negative Beziehungen zur Zipfelmütze des "deutschen Michels", zur Mütze der "französischen Marianne" und, man höre und staune, zur Schlafmütze, die man im Bette sich über die Ohren zog.
Auch die Pyramidenhüte im tibetischen Tantrismus, die Mützen der gelben Lamas, die altägyptischen Kronen und die Tiara des Papstes sind nur Variationen zum gleichen Thema...
Die spitze Mütze hat eine sehr tiefe Symbolik und ist älter als manches, was wir heute auf der Erde als alt betrachten.

(aus "Vatan - Der Pfad des Nordens")

vergelesen

"Zu Beginn ein paar lebenswichtige Daten" statt "Zu Beginn ein paar wichtige Lebensdaten"

Die Tochter von Madonna und Gloria Gaynor

Madonna hat einen Promotionauftritt irgendwo in Berlin. Ich bin unter den Gästen und treffe eine Dame, die genau wie Gloria Gaynor aussieht. Zuerst halte ich sie auch dafür, doch sie schüttelt den Kopf und sagt, sie sei die Tochter von Madonna und Gloria Gaynor. Huch, ich wußte gar nicht, daß beide eine erwachsene Tochter zusammen haben! In diesem Moment kommt Madonna wie ein Wirbelwind hereingefegt. Sie ist sehr unauffällig gekleidet, Jeanshosen und olivgrünes Achselshirt, zieht aber sofort sämtliche Aufmerksamkeit auf sich. Sie bestätigt die Aussage, läßt jedoch ihre Tochter ab sofort nicht mehr zu Wort kommen. Stattdessen tanzt, plappert und singt sie sich durch die herumstehenden Gäste. Ihre Tochter scheint von ihr ziemlich untergebuttert zu werden. Einerseits finde ich Madonnas Unbeschwertheit und Temperament zwar faszinierend, andererseits ärgert mich ihr mangelndes Einfühlungsvermögen ihrer Tochter und wahrscheinlich auch anderen gegenüber, wenn sie sich so rücksichtslos in den Mittelpunkt stellt.
Der Traum geht irgendwo in einem Flugzeug weiter, das ich mit Madonna und ihrer Tochter besteige und viel später in einem ganz anderen Traum, huscht ein regenbogenfarbig schillernde Schlange an mir vorbei. Leider habe ich das drumherum des Traumes vergessen, was ich schade finde, da ich um einen Heiltraum bat. Der Traum war allerdings so wenig aufregend, daß ich wirklich nur der Schlange verwundert hinterherschaute, aber ansonsten alles vergaß.
Aufgewacht bin ich mit dem neuen "4 Minutes"-Song im Kopf.

Die Regenbogenschlange
Und hier

Mittwoch, 30. April 2008

Der letzte Engel

Ich bewohne wieder mein altes Kinderzimmer bei meinen Eltern. Der schon damals abartig schäbige Fußbodenbelag ist nun ganz hinuntergetreten. Blütenförmige Kratzer und Löcher sind gleichmäßig in ihm verteilt. Ich überlege, das Zimmer mit einem neuen flauschigen Teppich auszulegen. Da wird sich auch meine Katze freuen. Irgendwoher kommt mir zu Ohren, daß es auf dem Dachboden des Pfarrhauses noch einige Wohnungen gibt. Das wußte ich gar nicht und ich wußte auch nicht, daß jemals jemand auf dem Dachboden gewohnt hat. Aber wenn ich jetzt wieder im Pfarrhaus wohne, könnte ich mich ja für eine der Wohnungen bewerben. Vielleicht habe ich Glück. Aber nein, wenig später erfahre ich, daß man mir keine Wohnung geben will. Der Grund dafür ist vergessen. Zur Ablenkung beschäftige ich mich mit einem alten Bücherregal meines Vaters. Ich gehe jede Reihe einzeln durch und schaue, ob ich etwas interessantes finde. In der obersten Reihe fällt mir ein Buch auf, daß sich auf kulturhistorische, literarische und dabei auch humorvolle Weise mit Fußball beschäftigt. Das interessiert mich nun überhaupt nicht, aber ich wundere mich ein wenig, daß mein Vater sowas besitzt. In der Reihe darunter liegen zwei große und schon ziemlich kaputte Bücher quer. Es scheinen richtig alte antiquarische Schinken zu sein, der königsblaue Leineneinband ist seitlich am Buchrücken eingerissen, Fäden baumeln lose herunter. Eines davon ist sehr dick, das andere sehr dünn, aber sie gehören wohl zusammen. Obwohl beide abgegriffen und speckig sind, schimmert doch unter dem oberflächlichen Dreck das tiefe Blau geheimnisvoll changierend hervor. Vielleicht ist es das Blau, das mich in seinen Bann zieht, vielleicht auch etwas anderes, aber während ich sie kurz vorher achtlos übergehen wollte, bücke ich mich nun und versuche den Titel auf dem Buchrücken zu entziffern. Es ist gar nicht so einfach, den einst wahrscheinlich auf dem Blau toll leuchtenden Goldschnitt in alter Frakturschrift zu lesen, aber dann hab ich es. Das Buch heißt: "Der letzte Engel" und besteht augenscheinlich aus zwei Bänden. Nicht nur der Titel, auch der leise Hauch von Schönheit, der unter dem äußeren Alter, der Staubschicht und den Schäden noch immer hervorbricht, machen mich neugierig. Es scheint so, als hätte man sich mit diesem Buch einmal unglaublich viel Mühe gegeben, um es wertvoll erscheinen zu lassen und ich frage mich, ob das wohl ein Hinweis auf den Inhalt ist.

Ein weiterer Traum besteht nur aus druckreifen, aneinandergereihten Gedanken, die ich ohne Stocken und Zögern denke, so als wären sie schon lange da und ich läse sie irgendwo ab. Den genauen, sehr blumigen Wortlaut habe ich vergessen, aber es geht um A. und die Gedanken waren, daß ich mich nach ihm sehne, daß ich mir absolut sicher bin, daß sich sein Körper und seine Küsse nicht verändert haben. Es ist der Wunsch etwas wiederzuerleben, etwas in Erinnerung zu holen, das lange in der Vergangenheit liegt, doch das meine Sinne sofort wiedererkennen würden - ich bin mir dessen gewiß, es genauso bei ihm zu finden. Weder Jahre noch Alter noch Gefühle haben daran etwas geändert. Unterschwellige Zweifel, daß seine Küsse vielleicht kürzer sein könnten als früher, schiebe ich sofort beiseite. Und während ich das träume, beginne ich mich schon zu wundern, warum ich solche Gedanken habe. Beinahe erscheint mir der Traum wie ein heimlicher Vorwurf an mich, da ich im Wachsein nur selten an A. denke. Eine Rüge, die mir zeigen will, wie ich eigentlich denken sollte, es aber nicht tue. Verunsichert darüber, vielleicht etwas verkehrt gemacht zu haben, erwache ich.

Bemerkung: Es gibt tatsächlich ein Buch, das "Der letzte Engel" heißt, aber obwohl es mit meinem Traumbuch überhaupt nichts zu tun haben dürfte, hört es sich verdammt spannend an.

Dienstag, 29. April 2008

Marilyn Monroes Regenmantel und anderes

Nur Erinnerungsfragmente an letzte Nacht:

Ich schwimme in einem normalen Schwimmbecken und stoße mich immer wieder kraftvoll vom Rand ab, um die nächste Querbahn zu schwimmen. Jedesmal, wenn ich mich mit den Füßen abgestoßen habe, scheine ich direkt über das Wasser zu fliegen statt darin zu gleiten, und bevor ich mit dem ersten Schwimmstoß beginnen kann, habe ich schon den anderen Rand erreicht. Das kann doch gar nicht sein! Sollte das Schwimmbecken so klein sein, daß ich mit einem Abstoß schon die andere Seite erreiche? Nein, so klein sieht es überhaupt nicht aus. Erstaunlich! Dann muß das wohl meine ungeheure Sprungkraft sein, die mich wie der Wind über das Wasser fliegen läßt und das Becken viel zu klein für mich macht. Das hätte ich von mir überhaupt nicht erwartet.

Ein Umzug findet statt. Wie ein Weltmeister räume ich in meinen Träumen in Kartons und Kisten herum, packe Sachen, lege Dinge zusammen, sortiere aus. Mir ist, als zöge ich in eine Betreuungs-WG, später wandelt sich die Situation mehr in einen Büroumzug. Sicher ist, daß ich in das Zimmer Nr. 190 ziehe, allerdings habe ich noch gar keinen Schlüssel. Wo kriege ich den jetzt so schnell her? Während des Räumens fällt mir ein milchig-weißer, leicht transparenter Regenmantel in die Hände. Er ist in A-Form geschnitten, vielleicht auch mehr eine Art Pelerine. Ach ja, das ist der Original-Regenmantel von Marilyn Monroe. Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, wie ich dazu gekommen bin, aber den gebe ich keinesfalls weg. Dazu ist er viel zu wertvoll, auch wenn der Wert für mich mehr ein ideeller ist.

Saftiges Vollkornbrot

mit Butter und frischen Bärlauchblättern - einfach FANTASTISCH! Die Bärlauchblätter sind allerdings nicht selbst gepflückt, sondern in der Bioabteilung des Supermarktes gekauft. Ich wüßte zwar, wo ich welchen finde, aber die Aussicht von vorbeipinkelnden Hunden, zumal das Waldgebiet ein Lieblingshundeauslauf ist, macht mir weniger Appetit. Es ist immer wieder erstaunlich, wie umwerfend ganz einfache Dinge schmecken können. Wer da noch Geschmacksverstärker braucht, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber vielleicht schmeckt es mir auch nur deshalb so gut, weil ich endlich überhaupt wieder etwas schmecke, nachdem ich es ja gestern Mittag schon mit dem verstopften Klumpen in meinem Gesicht nicht mehr ausgehalten habe und die Mittagspause zu einem Spontanbesuch einer Poliklinik in der Nähe meines Büros nutzte. Die HNO-Ärztin war zwar nicht so begeistert, hat mir aber zur ersten Hilfe ein super-neues und super-teures Nasenspray verschrieben und mir gleich noch einen Termin zum Allergietest aufgedrückt. Den hab ich mir auch für die Mittagspause geben lassen, weil ich keine Lust habe, noch nach der Arbeit bei Ärzten rumzusitzen. Anscheinend sind es die Birken, die mich so zur Strecke gebracht haben.

Montag, 28. April 2008

Heute auf einem Werbeplakat gelesen:

Er kann nicht warten, bis ihm die Evolution hilft.
Schützen Sie Delfine vor dem Lärm in Ozeanen.
Werden Sie Delfinpate bei http://www.delfine.org/.


Schön und gut. Ich gönne es den Delfinen ja, aber wer schützt eigentlich MICH vor dem Lärm in Großstädten? Ich kann auch nicht warten, bis mir die Evolution hilft, denn entweder bin ich vorher schon taub oder habe eine ganze Straße voller Autofahrer einschließlich des Flughafens mit der Kettesäge weggeputzt.

Sonntag, 27. April 2008

Verdammt!

Könntet ihr euch jetzt BITTE endlich vertragen? Ja, euch meine ich, ihr beschwingtes Pollenzeugs auf verliebter Mission und euch, ihr übereifrigen Antikörper in aggressiv-giftiger Abwehrformation. Es will doch niemand etwas Böses, absolut nicht. Es ist alles in bester Ordnung, es wird einfach nur Sommer, steckt eure Speere wieder ein, die in meiner Nase zwicken. Jetzt gebt euch schon die Hand und habt euch lieb! Na los - ein Schritt, noch einen Schritt, ja, näher, noch näher, und jetzt brav die Hand ausstrecken - na kommt schon, möglichst eh mir der Schädel platzt - und nicht so finster dabei gucken, sondern LÄCHELN. Na los!

Samstag, 26. April 2008

Die Spreewaldkahnfahrt

Meine Schwägerin brauchte wieder neues Leinöl, welches sie nur frisch gepresst im Spreewald kauft, und das nahmen wir zum Anlaß für einen kleinen Ausflug. Sie verstaute zehn leere Flaschen im Auto, die alle voll werden sollten, da sie auch Leinöl nach Bayern verschicken will, dann ging es los. Nachdem die Flaschen in der Mühle gefüllt worden waren, aßen wir zu Mittag in einem Landgasthaus. Das Essen war vorzüglich, hauptsächlich Spreewälder Spezialitäten. Ich hatte Grützwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln und habe ehrlich noch nie solch ein gutes Sauerkraut gegessen. Danach begaben wir uns zum Kahnhafen und mieteten zu dritt einen Kahn für uns. Der Kahnführer kam wegen uns extra angefahren und erklärte, daß durch den späten Frühling noch gar nicht geschafft wurde, alle Holzkähne flott zu machen, die geteert und dann im Wasser versenkt werden. Es stand deshalb nur ein einziger Kahn zur Verfügung. Da bisher auch noch kein Bedarf an Kahnfahrten bestanden hatte, also wir wohl die ersten Interessenten in diesem Jahr waren, sind außerdem die Fließe noch nicht gesäubert worden. Dies bedeutet, daß aus ihnen größere, abgebrochene Äste herausgefischt werden. Diese schwammen nun aber noch darin herum und das merkten wir derart, daß wir immer mal wieder mit dem Kahn über einen Ast "scheuerten", was ein merkwürdiges Geräusch machte, so wie die Geräusche, die ich aus U-Boot-Filmen kenne. Auch die Tiere rechneten anscheinend noch nicht mit Besuch. Ein Rehbock, der in einem Gebüsch gekauert hatte, sprang erschrocken hoch und hoppelte eine ganze Weile am Ufer vor unserem Kahn her. Der Kahnführer erklärte, daß die Rehe manchmal auch die Fließe durch das Wasser überqueren, aber Wildunfälle gibt es anders als auf Autobahnen nicht. Eine Wildente flatterte leicht panisch nur einen Meter entfernt aus dem Schilf auf, hat uns damit mehr erschreckt, als wir sie, und ein Biber lag reglos wie ein Baumstamm im Wasser, so daß wir ihn gar nicht gleich registrierten. Aber als er merkte, daß er angestarrt wird, schwamm er ärgerlich davon. Diese Stille in den Fließen ist wirklich unvergleichlich, natürlich nur, wenn man nicht mit dem ganzen Betrieb eine Betriebsausflug-Kahnfahrt macht, auf der alle durcheinanderschnattern. Nach der Fahrt gönnten wir uns ein Stück Kuchen - für mich gab es Mandarinensahnetorte - in einem Naturgarten-Cafe. Dort sitzt man zwischen Anlagen mit prächtigen Pfauen, Kaninchen und sonstigem Getier, und der Kuchen wird von den Besitzern selbstgebacken und ist absolut köstlich, besser als das Essen. Schon auf unserem letzten Ausflug aßen wir dort und schwärmten von Mohn- und Streuselkuchen.


Spreewaldkahnfahrt

Spreewaldkahnfahrt | 2

Spreewaldkahnfahrt | 3

Spreewaldkahnfahrt | 4

Spreewaldkahnfahrt | 5

Spreewaldkahnfahrt | 6

Spreewaldkahnfahrt | 7

Spreewaldkahnfahrt | 8

Auf der Rückfahrt hielten wir in Königs-Wusterhausen, am Wusterhausener Schloß, weil dort gerade ein Keramikmarkt stattfand. Als Eintrittskarte erhielt man eine kleine gebrannte Tonmünze und außer den unheimlich vielen Ständen mit Keramik konnte man auch eine Feuertänzerin begutachten. Nach diesem Tagesprogramm bin ich fix und alle.

Keramikmarkt

Wusterhausener Schloß

Feuertänzerin

Elsas Film

Ich schaue einen Film, in dem Elsa in jungen Jahren mitgespielt hat. Die Handlung findet ausschließlich in einem Raum statt. Mir fallen beim Betrachten ihre afroamerikanischen Gesichtszüge auf. Vielleicht hat sie afrikanische Vorfahren, ihre Haut ist aber nur leicht gebräunt.
Augenblicklich befinde ich mich selbst in diesem Zimmer. Es ist etwas chaotisch, unter einer Couch stehen zum Beispiel viele Schuhkartons mit Kosmetika. Elsa greift nach einer Kette mit einem faustgroßen Stein, um sie mir zu zeigen. Sie meint, es wäre ein Tigerauge. Er ist an einem doppelten Lederband befestigt und weißlich, mit schwarzer Marmorierung. Das kann eigentlich kein Tigerauge sein. Sie verbessert sich jetzt auch und sagt, es wäre ein Douglasie.
Hm, eine Douglasie ist doch ein Baum, überlege ich, sage aber nichts.

Bemerkung: Das Aussehen des Steines entsprach mehr einem weißen Howlith und der Traum wurde augenscheinlich durch diesen Traumbeitrag und Kommentar angeregt.

Zucker sagt,

endlich bin ich in den Sarg versetzt worden. Meine nun gigantisch viel freie Zeit werde ich jetzt mal wieder kennenlernen, wie auch die Möglichkeit, meine Arbeit zu machen, und er meinte, das ist wirklich witzig. Noch schöner wäre es morgen. Darauf beschließe ich, mich in einen Sandstrand zu verwandeln. Bond ist ein dehnbares Wort, das eine Ruheperiode von beliebiger Natur bedeutet, wie anderwärts erklärt. Dieses Dogma, höchstes Glaubensgebot für Katholiken, ist erneut bestätigt worden und ich sehe durchaus ein Verhältnis zur Körpergröße. Und nun wollen wir mal wieder.