Alien
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Montag, 30. Juli 2012

Nacktheit

Wie konnte es nur geschehen, daß meine Kleidung verloren gegangen ist? Ich weiß es nicht, doch ich sollte mir schnellstens etwas zum Anziehen suchen. Ein paar Ideen, wo ich vielleicht irgendein abgelegtes Kleidungsstück von anderen Leuten finden könnte, habe ich auch schon. Während ich mich nackt auf die Suche mache, tritt ein bärbeißiger großer und dicker Mann in Holzfällerkleidung an meine Seite, der mich im wahrsten Sinne des Wortes unter seine Fittiche nimmt, indem er seinen mächtigen Arm um mich legt und mit mir den Weg weiter läuft. In seinen massigen Fleischbergen versinke ich geradezu, was mich gleichzeitig wärmt und schützt. Eigentlich fühle ich mich zwar nicht unbedingt so, daß ich Schutz brauche, aber angenehm ist es trotzdem. Er übergibt schließlich an eine junge Frau, die mich an einen Ort führt, wo sie meint, daß mir geholfen werden könnte. Dieser Ort entpuppt sich als eine kinnhohe Theke hinter welcher uniformierte Frauen etwas verkaufen. Anscheinend ein Fahrkartenschalter, denn ohne mich wirklich zu registrieren fragt die eine, ob ich einen Fahrschein nach .... (ich glaube, es war ein Reiseziel in Asien) kaufen möchte. Demonstrativ stelle ich mich auf die Zehenspitzen, damit sie einen Blick auf meinen naturalistischen Aufzug erhaschen kann und frage schnippisch: "Meinen Sie wirklich, daß ich SO nach .... fahren will?" Sie schaut etwas betreten, hat aber wohl auch keine Lösung für mein Kleidungsproblem.

Sonntag, 29. Juli 2012

Regen

macht den Hosenboden nass.

Regen1

Samstag, 28. Juli 2012

...

"Wir gehen an unserem eigenen Stammhirn zugrunde", sagt Geoffrey Miller, Evolutionspsychologe an der University of New Mexico. Er ist der Meinung, dass der größte Teil des menschlichen Erfindungsgeistes heutzutage gebraucht wird, um virtuelle Lebenserfahrung zu erzeugen statt wirklicher Dinge wie zum Beispiel Wasserkraftwerke. Er behauptet sogar, dies sei der Grund, warum wir nie Kontakt mit einer technisch überlegenen außerirdischen Zivilisation bekommen haben. Theoretisch ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sich auf einem der 100 Milliarden Sterne der Milchstraße eine weitere Zivilisation entwickelt hat. Aber intelligenten Wesen im All, argumentiert Miller, werde es ebenso ergehen wie uns. Sobald sie technologisch so weit sind, dass sie virtuelle Welten erfinden können, fangen sie an, sich an ihnen zu berauschen. Folglich würden die Aliens eher an ihrer Spielkonsole sitzen, als die Kolonisierung unserer Galaxis in Angriff zu nehmen."
(aus "Genug" von John Naish)

Klingt irgendwie plausibel...

Heimliche Lust

Mit einem Mann treffe ich mich regelmäßig heimlich in einer Wohnung, wo wir bekleidet auf dem Bett eng aneinandergekuschelt vollkommen hemmungslos fernsehen und essen, natürlich beides gleichzeitig. Dabei sagen wir kein Wort, sondern schweigen uns an. Das gehört dazu. "Fast wie ein altes Ehepaar", denke ich bei mir. Doch wir sind keines, es gibt einen Unterschied. Irgendwann mache ich eine flapsige Bemerkung über Kisten, die im TV zu sehen sind, weil eine Kiste plötzlich die Sicht zum Bildschirm versperrt. Er lacht sich hin und weg über die Bemerkung, als hätte ich einen supertollen grandiosen Witz gerissen. Dabei schaut er mich an mit einem Blick, der sagt: "Du bist sensationell, großartig und ich liebe dich!"...

Donnerstag, 26. Juli 2012

Blogplanschen

Auf dem Balkon meiner Nachbarn findet seit zwei Tagen lustiger Badespaß statt. Man hört Wasserplätschern, Wellengang und Kinderstimmen und bekommt Lust, mitzumachen. Ach, das waren Zeiten als man noch in eine Babybadewanne paßte! Zum Glück hatte ich den Einfall, vor drei Tagen eine Wassermelone nach Hause zu schleppen und ansonsten gibt es für Erwachsene ja das Blogplanschen um sich abzukühlen oder auch zu erhitzen. Und dabei wird mir mal wieder klar, daß ich Blogs liebe. Alleine daß man in so ein Teil wirklich jeden Müll schreiben kann, ohne Verbote und Reglements (mal abgesehen von der grundlegenden Nettiquette und den rechtlichen Ausschlüssen), und vieles auch gelesen wird, ist doch gigantisch - zumindest für den Schreiber. Mit Foren komme ich nicht klar - zu viele Regeln und Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. In meinem Blog darf ich sogar, wenn ich das will, einfach nur einen formschönen eleganten Punkt posten. Das ist dann mein eigener, ganz persönlicher Punkt und jeder weiß, daß ich mir dabei etwas gedacht habe oder auch nicht, aber er nichtsdestotrotz eine Bedeutung hat, die sonst niemand kennt, aber der auf diese Weise Ausdruck zu verleihen, meine Entscheidung und mein Recht ist. Niemand der mich anmotzt "Was soll der Sch...?" und dann mal gleich meinen ganzen Account sperrt, kein angepisster Administrator, der mir erklärt, daß Googeln bildet, nur weil es mir Spaß macht, Fragen zu stellen und die Blogleser für die Beantwortung arbeiten zu lassen (die das natürlich gerne für mich tun). Und wem das alles nicht paßt, wem Punkte und Fragen und sonstiger Blogmüll nicht gefallen, der kann sich nur still vor sich hinärgern, sich trollen oder aber das Blog betrollen und bespaßen. Ätsch!

Montag, 23. Juli 2012

Für meine Brüste

fühlt sich niemand mehr zuständig. Keiner will etwas mit ihnen zu tun haben. So traurig. Das klingt jetzt nach einem Witz, ist aber keiner. Meine Gynäkologin ist der Meinung, daß die nicht mehr ihr Bier wären, sondern das der Onkologin. Die Onkologin allerdings interessiert sich auch nur peripher für sie, nämlich in Form von Mammografiebefunden. Mehr hatte ich bisher auch nicht erwartet, da sie keine Gynäkologin ist und mir das unlogisch erschienen wäre. Bei Eierstockkrebs geht man ja wahrscheinlich hinterher zur Vorsorge ebenfalls weiter zum Gynäkologen und läßt nicht andere Fachrichtungen dort herumfingern. Jedenfalls werde ich wohl irgendjemanden dazu verdonnern müssen. Nützt ja alles nix....

Samstag, 21. Juli 2012

Tassengeflüster

Nach noch einmal 11 Stunden Schlaf, erstaunlich gutem Schlaf, was ja nicht mehr all zu oft vorkommt, gibt mein Gehirn wieder erste Lebenszeichen von sich. (Ich träumte, ich pflücke Kirschen von einem Baum, esse sie und spucke die Kerne provokativ über einen Zaun.) Der Muskelkater dagegen ist etwas anhänglicher. Nachdem wir am Dienstag Frauen und Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs spielten, da durch die schiefen Kanten und Nischen in der Küche nichts paßte, kam es doch noch zu einem Teil-Happy End. Die Hängeschränke hängen und ich konnte auch einen Großteil der Sachen darin unterbringen, komme nun endlich wieder an den Tee und die anderen Dinge. Was jetzt noch in Kisten lagert, ist nicht mehr so wichtig. Irgendwie habe ich allerdings immer ein bißchen Angst, daß die schwer beladenen Schränke herunterfallen könnten - warum weiß ich auch nicht. Ich hatte 20 Jahre lang einen noch größeren Monsterhängeschrank an 8er-Dübeln zu hängen, da ist nie etwas passiert. Allerdings waren es dickere Haken, die Schrauben jetzt kommen mir etwas dünn und kurz vor. Ich gehe aber davon aus, daß es meinem Bruder aufgefallen wäre, wenn die Schrauben nicht reichen. Das Schöne ist ja, daß man, sobald man seinen Haushalt ausräumen und neu einräumen muß, viele Dinge findet, die man gar nicht mehr braucht, oder die dabei kaputt gegangen sind und deshalb ebenfalls gut zu entsorgen sind. Einige Blogs haben es sich zur Aufgabe gemacht, täglich ein Teil zu entrümpeln und fotografisch zu dokumentieren. Für mich wäre das nichts, weil mir Entrümpeln so in Fleisch und Blut übergegangen ist, daß ich es ganz automatisch mache und am liebsten säckeweise. Alles vorher zu fotografieren erschiene mir wie Zeitverschwendung, denn schließlich will ich an die Dinge hinterher nicht mehr denken. Am Mittwoch war es wieder soweit - ich entsorgte alle meine Kaffeetassen, habe also nicht mehr alle Tassen im Schrank. Doch nachdem ich sie 20 Jahre lang nicht ein einziges Mal gebraucht habe, werde ich sie wohl auch die nächsten 20 Jahre nicht mehr brauchen. Ich selbst trinke keinen Kaffee und Gäste haben bei mir mit Tee Vorlieb zu nehmen. Eine Glaskaraffe, die mir meine Schulfreundin schenkte und die ich nie benutzt habe, hat einen Sprung bekommen und wurde nun endlich ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt, sowie auch etlicher anderer Hausrat. Man staunt immer wieder, mit wie wenig Geschirr man eigentlich auskommen kann, nur leider hatte ich mal so eine kleine Leidenschaft für Sushiteller und Zubehör, weshalb ich mit denen jetzt fast ein Sushirestaurant ausstatten könnte, mich aber auch nicht von ihnen trennen möchte. Da sind zum einen die mit dem zartgrünen Bambuszweig, zu denen mehrere richtig große Platten gehören, die man auch gut für Kuchen u.ä. verwenden kann. Dann die Reinweißen, an deren Rechteckform die Kanten zu praktischen Griffen geformt sind, sowie die kleinen, quadratischen und warmgrünen Teller, zu denen in der gleichen Farbe winzige Ingwerschälchen, Schalen für die Sojasoße und sogar Stäbchenablagen vorhanden sind. Am liebsten benutze ich die dicken Stäbchen aus reinem Holz, aber von meinen Eltern besitze ich auch edle Stäbchen mit Intarsieneinlagen, die eine so dünne Spitze haben, daß man damit tatsächlich nur ein einzelnes Reiskorn greifen kann. Farblich passend sind dazu verschiedene Ausführungen von Bambustischmatten vorhanden. Und da sind noch die chinesischen Suppenschalen mit chinesischen Suppenlöffelchen aus Porzellan, ebenfalls Erbstücke von meinen Eltern. Ich sollte, wenn ich Sushi bestelle, das Zeug auch mal benutzen...

Freitag, 20. Juli 2012

Gestern

Stress macht Knochen anfälliger für Metastasen las ich kürzlich. Zum Glück wird es jetzt wieder entspannter, ist auch dringend nötig. Die Onkologin hörte gestern gar nicht mehr auf sich zu wundern. Sie wunderte sich über meine Eierstöcke (mal wieder), über meine Schwäche, die ich im Moment schlimmer finde, als noch im Winter (wahrscheinlich war es ziemlich naiv zu glauben, daß es stetig nur noch besser werden würde, aber es scheint gar nicht so ungewöhnlich zu sein), wie immer über die Schmerzen, die ich bei kleinsten Belastungen und Anstrengungen in den rechten Rippen bekomme (glücklicherweise ist aber nichts zu entdecken und ich finde es wegen dieser Schmerzen sehr beruhigend, wenn die Ärztin alle drei Monate mal meine Organe mit Ultraschall abcheckt) und über die Osteopenie. Wie sowas sein könne, fragt sie mich. Ich sage, daß halt Chemo, bzw. Cortison auf die Knochen gehen und sie nickt und antwortet: "Beides geht auf die Knochen.". Na sowas. Beim letzten Mal hieß es noch, daß die Chemo den Knochen überhaupt nix tut. Und ich wundere mich, warum sich die Onkologin ständig wundert, da sie doch genug Patienten hat, von denen sie sowas bereits kennen dürfte. Sie meinte, man sähe mir das alles gar nicht an, ich sähe ganz normal aus. Dolles Ding! Wenn es danach ginge und ich mich so fühlen würde, wie ich aussehe, wäre ich das wandelnde blühende Leben und wäre es auch vor zwei Jahren gewesen als ich mit einem Bein im Grab stand. Den Spruch kenne ich ja schon, leider scheint das blühende Leben nur so eine Art flüchtige Aura zu sein, wie ich regelmäßig feststellen darf, denn genauso wie früher geht gar nichts mehr, obwohl man sich in guten Momenten gerne darüber hinwegtäuscht. Die Ärztin meinte, es könnte auch eine Depression sein, wie sie von den Antihormonen ausgelöst werden kann, aber die Psychologin glaubt wiederum nicht, daß es eine Depression ist, als ich sie daraufhin ansprach.
Nach dem Arztbesuch erklomm ich meinen Lieblings-Trümmerberg und war überrascht, wie sehr sich dort alles verändert hat, denn ich war schon einige Jahre nicht mehr dort. Wo früher Heide war ist inzwischen alles mit Gebüsch überwuchert, so daß ich die alten versteckten Pfade und Orte nicht mehr oder nur mit Mühe fand. Und von der Bank, von der man früher einen Sonnenuntergang über den Dächern von Berlin beobachten konnte, guckt man nur noch auf Gebüsch. Eigentlich schade, denn der Reiz eines Berges, egal wie hoch, ist es doch, einen weiten Ausblick zu haben. Wenn der nicht ist, habe ich nicht mehr viel Lust, auf einen Berg zu klettern. Gebüsch kann ich mir auch unten angucken. Da sich das Wetter nicht entscheiden will zwischen Regen und Sonne, kam ich zwischendurch in einen Regenguß und versank in den schon vorher teilweise verschlammten Wegen. Zum Glück hatte ich keine Strümpfe an, so daß nur die Füße naß wurden. Eigentlich soll man ja nicht mit nackten Füßen durch Gebüsch und Wiesen laufen, wegen der Zeckengefahr. Ich mache es immer noch und weder hatte ich jemals eine Zecke, noch habe ich jemals in meinem Leben eine gesehen. Den gruseligen Zeckenerzählungen von anderen lausche ich stets staunend und ungläubig, so wie man sich Märchen von feuerspeienden Drachen erzählen läßt. Ich glaube, Zecken mögen mich nicht. Wenn ich angetrampelt komme, suchen sie wahrscheinlich fluchtartig das Weite. Nach den drei Tagen Anstrengung war es aber wohl etwas viel, denn als ich um 17 Uhr zu Hause war, fiel ich wie tot ins Bett, schlief bis 20 Uhr, aß schnell etwas zu Abend, ging wieder ins Bett und schlief bis vormittags um 10 Uhr. Ich habe nicht ausgerechnet, wieviel Stunden das sind, aber sie waren notwendig, und selbst jetzt fühle ich mich noch nicht vollständig wiederhergestellt, wobei sich bei Erschöpfung auch immer mein Gehirn herunterfährt, weshalb mir das Schreiben dann schwerer fällt, sowie überhaupt einen klaren Satz oder Gedanken zusammen zu bekommen.

Trümmerberg

Sonntag, 15. Juli 2012

Immer schön langsam

mit den jungen alten Pferden und eines nach dem anderen - daran sollte ich mich endlich mal halten. Vielleicht ist es sogar ganz gut, daß ich durch meine akute Lahmeritis und diverse andere Hindernisse immer wieder zu Pausen gezwungen werde, auch wenn ich dann innerlich koche. Sollte alles gut gehen, hängen am Dienstag zumindest die ersten Hängeschränke in der Küche und ich kann schon mal ein paar Kisten auspacken, sowie mit der nächsten Ecke weitermachen. Zu allem Überfluß bekam ich gerade ein Buch geschickt, auf welches ich mich beworben habe, um eine Rezension zu schreiben. 30 Tage bleiben mir Zeit, um das Buch zu lesen und zu rezensieren. Dolles Ding, was habe ich mir dabei wohl gedacht? Glücklicherweise ist das Buch nicht so dick, wie ich erwartet hatte, sondern nur ca. 160 Seiten lang. Und vom Thema her dürfte es sich recht spannend und damit schnell lesen. So ein bißchen erinnert mich das an die Hausaufgaben, die man in der Schule zu machen hatte. Ich war natürlich konsequent erst auf den letzten Drücker dabei. Was die Rezension betrifft, wird meine erste Amtshandlung heute sein (so lange ich noch nicht zum Lesen komme), das Buch unter mein Kopfkissen zu legen. Hat früher auch immer geholfen.

Donnerstag, 12. Juli 2012

vergelesen

Gerade meine Email-Benachrichtigung gelesen: "Letzte Absurdität auf...." (beliebiges soziales Netzwerk einsetzen)

Muß natürlich heißen "Letzte Aktivität auf...."

Was ich mir dabei wohl gedacht habe?

Mittwoch, 11. Juli 2012

Landluft

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Traumzeitsplitter

Unmittelbar nachdem die Götter die Erde schufen bin ich ein Teil dieser Schöpfung. Unter freiem Himmel ruhe ich in einem Garten Eden, in dem es empfindlich kühl ist, wie ich bemerke, was mich jedoch überhaupt nicht stört. Hinter mir ein riesiger Phönix-Vogel, welcher sein Pfauenhaupt und den langen Hals einer Giraffe müde auf dem Boden abgelegt hat. Das Gefieder funkelt in metallischem Indigo.