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Samstag, 22. Juni 2013

Flaschenpost #3

Logbuch der Polarexpedition:
Kann mich hier die ganze Nacht hindurch sonnen, da wir gerade traumhaften Mittsommersonnenschein haben. Ein Wal ist auch wieder aufgetaucht, aber als ich ihn fotografieren wollte, war im gleichen Moment das Akku leer. Nun ja, man kann nicht alles haben. Dafür habe ich einen alten Fast-Kapitän kennengelernt, der mir jetzt aus dem Nähkästchen erzählt und erklärt, warum rechts das Steuerbord ist.

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Donnerstag, 20. Juni 2013

Flaschenpost #2

Logbuch der Polarexpedition:
Um 7.12 Uhr überquerten wir gestern den Polarkreis. Zur Erkundung des Gletschers wurden wir danach mit einem Schnellboot ausgesetzt, mit welchem wir später unserem Schiff über eine lange Meeresstrecke folgten, um wieder an Bord zu gehen. Unterwegs sahen wir einen Wal zweimal mit seiner Flosse auftauchen, leider ziemlich weit entfernt, aber als das Boot beidrehte, um den Wal beobachten zu können, blieb er untergetaucht und wußte wahrscheinlich auch, weshalb. Unsere Polartaufe begingen wir bei der Besichtigung einer Eisskulpturenbar. Einmal ordentlich durchfrieren bitte!  Wenigstens haben sie Felle auf den Eissitzbänken. Und mein Handy schickt mir Warnhinweise, weil in Berlin gefühlte 38 Grad herrschen sollen.

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Mittwoch, 19. Juni 2013

Flaschenpost #1

Logbuch der Polarexpedition: Wir haben bereits den ersten Fjord, Unmengen Wasserfälle, umnebelte Berge und Trolle gesehen, eine besondere vierfingrige Spezies, die ihre Klopapiervorräte auf Feldern verteilt. Das Wetter ist wechselhaft. Mit Regen und Sturm, der einen an Bug des Schiffes fast umwirft, perfektes Schiffswetter, aber immer wieder unterbrochen von sonnigen Perioden zum Aufwärmen. Es schläft sich an Bord traumhaft, denn das Schwanken des Schiffes ist so schön beruhigend, fast wie fliegen, wenn man im Bett liegt.  Manchmal wacht man auch in einer leichten Schräglage auf, aber aus dem Bett gepurzelt bin ich nie. Inzwischen habe ich mich außerdem an das Schwanken so gewöhnt, daß ich es tagsüber kaum bemerke. Und wenn man nachts aus dem Bullauge bzw. Fenster schaut, ist das Meer immer noch da, ebenso die Sonne. Morgen heißt es sich warm anziehen, denn da geht es zum Gletscher.

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Dienstag, 11. Juni 2013

Auf dem Schiff

sind alkoholische Getränke nur zwischen 6 und 3 Uhr erhältlich, lese ich gerade. Jetzt frage ich mich, ob das von 6 Uhr abends bis 3 Uhr morgens bedeutet, oder von 6 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags. Auch die Speisekarte klingt mit "Gammelost" sehr vielversprechend. "Ost" ist der Käse und "Gammelost" - Überraschung! - heißt alter Käse. Im übrigen darf ich bis zu 10 Kilo Obst, Gemüse und Beeren ins Land einführen, aber keine Kartoffeln. Dabei hätte so ein Sack Kartoffeln ganz prima als Notvorrat für eine eventuelle Meuterei oder ein Überangebot an altem Käse in meinen Koffer gepaßt. Ein älterer Herr, schätzungsweise knapp auf die Sechzig zugehend, schien im Supermarkt, als ich die Kartoffeln holen wollte, musikalische Unterstützung zu benötigen, denn aus seinem Einkaufsbeutel hörte man Rammstein tönen: Hier kommt die Sonne. Wie die Sonne sah er jedoch nicht aus.

Meine ehemalige Mitpatientin dagegen hat sich in der Reha etwas eingefangen und ist krank nach Hause gekommen, weil es dort überall sehr kalt und zugig war. Übrigens dieselbe Klinik, wo bereits beim letzten Mal das Essen so "übersichtlich" gewesen ist, wie sie es nennt. Sie meint, es gehe ihr richtig mies und Rehas haben sich für sie erledigt. Ich reise da lieber gleich bis jenseits des Polarkreises, da weiß ich wenigstens, warum es zieht und friert.
Ich würde unheimlich gerne mal ein Nordlicht sehen, aber es ist klar, daß im Sommer, wenn es nicht dunkel wird, so etwas kaum vorkommen wird. Ob ich extra dafür eine weitere, winterliche Polarexpedition starten werde, ist fraglich. Genauso gerne würde ich einmal Delphine sehen und hier stehen die Chancen schon besser. Drückt mir die Daumen.

Wem es ohne mich zu langweilig wird, wer mich vermisst oder wer einfach nur kurzweilige Lektüre für den Urlaub sucht, darf gerne in meinem Buch mit den Piraten segeln, sich 3,99 EUR rauben lassen und ebenfalls ein Seeabenteuer erleben. 1,44 EUR sind mein Anteil an der Beute und wenn es gefällt, freue ich mich auch über Rezensionen. Bookrix hat mir geschrieben, daß ihnen mein Werk gefällt und daß sie es marketingtechnisch unterstützen wollen. Sogar ein Gewinnspiel haben sie sich bereits dafür ausgedacht. Ich finde das super, denn das gehört so bei ihnen nicht zum Autorenvertrag.

Montag, 10. Juni 2013

Kunstvolles Brot

Trostlos ist die Kunst,
die ohne Seele ist,
doch nicht die Kunst,
die ohne Brote bleibt
So backe ich selbst,
backe meine Sinne
hinein in meine Worte,
meine Worte hinein
in meine Sehnsucht
backe meine Brote,
Zuckertränen auf Hefezopf
Salzherz im Laugenmantel
die eigenen Brötchen,
die kleinen, wahren,
die Leib und Seele
zusammenhalten

(insp. by Jost)

Zeitlöcher

Es scheint gerade, als würde ich ständig in Zeitlöchern versacken. Kaum ist man drin – schwupps, fehlen auf einmal mehrere Stunden und man fragt sich, wo die geblieben sind. Vor zwei Tagen zum Beispiel. Eigentlich wollte ich nur schnell Geld abheben, bei meiner Ärztin vorbei, um mir den speziellen Überweisungsschein für das Genetische Institut ausfüllen zu lassen, danach etwas einkaufen und den Rest des ersten sonnigen Nachmittags hatte ich vor, auf dem Balkon endlich mal wieder zur Ruhe zu kommen. Denkste – ich wartete Stunden im Wartezimmer der Ärztin und das schließlich für nichts, denn sie erklärte mir, sie fülle keine Laborscheine (dieser Schein, den ich vom Institut bekam, war anscheinend einer) aus, wenn sie nicht selbst Blut abgenommen hätte. Ich vermute mal eher, daß sie Angst vor irgendwelchen Kosten hatte, denn sie sagte auch, wenn es eine Laboruntersuchung für 3,50 EUR, wäre, würde sie es tun. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das Institut lügt, wenn es mir erklärt, unter der eingedruckten Kennziffer würde das Budget der Ärztin nicht belastet, sondern die Kosten aus dem Budget des Instituts gehen. Aber ich habe da ja überhaupt keine Einblicke, um mir einen Reim darauf zu machen, also muß ich mich im Juli weiter darum kümmern. Ich war endlich um halb Acht Uhr abends zu Hause, die Sonne hatte sich natürlich inzwischen verzogen, aber immerhin hatte ich vorher beim Discounter die perfekten Kochtöpfe für meine neue Küche gefunden, welche ich im Karton nach Hause schleppte. Außen sind sie in einem Rotton, wie er zu meiner Küche paßt, und haben außerdem praktische Glasdeckel mit einem Entlüftungsloch. Gleich wurden Spaghetti darin gekocht und es ging wunderbar.

Es nervt mich ein bißchen, daß ich den ganzen Juli schon wieder voller Termine habe, obwohl ich mir vorgenommen hatte, wenigstens den Sommer ohne Termine zu lassen. Ich habe sogar bereits überlegt, mir einen Zeitplaner zuzulegen – ICH! Ich hatte noch nie einen bzw. wenn ich einen hatte, habe ich ihn nie benutzt. Aber irgendwie ist es auch eine kleine Genugtuung für mich, wenn ich die Termine in meinem Kopf noch nicht doppelt belege oder vergesse. Ich bin bloß froh, daß ich, zumindest theoretisch, nichts zu tun habe, denn sonst würde ich ernsthafte Schwierigkeiten mit der Koordination bekommen.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Martin Grubinger und Camerata Salzburg

spielten gestern in der Philharmonie und ich war dabei. Irgendwie war es aber insgesamt ein merkwürdiger Tag. Überhaupt ist es zur Zeit gerade sehr hektisch und meine Begleiterin meinte ebenfalls, sie hätte den Eindruck, die Menschen würden gerade alle am Rad drehen. Wenn die Sonne mal hervorschaut, kommt mir das regelmäßig so vor. Dazu kamen einige schlechte Nachrichten. Zum Beispiel meldete sich eine Kollegin, die als nächste wegen Burnout krankgeschrieben ist und bei der die Antidepressiva nicht wirken, weshalb sie jetzt wegen eines Psychiaters herumgeschickt wird. Ich finde es so krank, daß die Menschen, die an sich gesunde Reaktionen auf diese abartigen Arbeitsbedingungen zeigen, als krank abgeschoben und therapiert werden, während es eigentlich die auf Kosten und Leistung ausgerichteten Arbeitsstrukturen sind, die krank bzw. krankmachend sind. Man kann schon nicht mehr mitzählen, wie viele von meinen Kollegen zu psychiatrischen Fällen werden, wenn sie sich nicht gar umbringen oder zu Tode saufen.
Jedenfalls schien die Musik im ersten Teil des Konzerts, die Symphonie Nr. 2 »Sinfonía india« von Carlos Chávez und das Konzert für Marimba und Orchester von Ney Rosauro, diese Aufregung und Hektik zu einem dramatischen Höhepunkt zu komprimieren. Martin Grubinger hat sich zwar bewunderungswürdig an den Percussions verausgabt, aber in meinen Ohren klang alles total disharmonisch und besonders das Getrommel ging mir richtig auf den Keks. Meine Begleiterin meinte, sie hätte von der Musik Zahnschmerzen bekommen, fand sie aber trotzdem "interessant". Ich dagegen wunderte mich nur, daß mir die Musik nicht auch an meine Zahnnerven gegangen ist, und bekam fast schon schlechte Laune, weil mich an einem hektischen Tag statt entspannender Musik so etwas erwartete. Glücklicherweise erinnerte ich mich an die Tipps aus dem Buch "Wenn die Haut zu dünn ist. Hochsensibilität - vom Manko zum Plus" von Rolf Sellin, nämlich daß man Reize auszublenden lernen kann, wenn man sich auf andere Dinge konzentriert. Ich achtete also nicht mehr auf die Musik und versank in meine Tagträume, und dabei fiel mir auf, daß ich genau dies eigentlich seit meiner Kindheit intuitiv tue und meine exzessive Tagträumerei wohl genau in dieser Reizüberforderung ihre Ursache hat.
Doch nach einer Pause wurden wir für den eher unerfreulichen ersten Teil des Konzerts entschädigt. Bei Tango-Variationen, brasilianischen Klängen und einer Salsa-Session stieg die Stimmung rapide. Endlich wieder Balsam für die Ohren und ein paar vernünftige Rhythmen! Selbst die lauten Trommeln klangen nun auf beruhigende Art beschwingend und nicht mehr nervtötend. Das gesamte Publikum war beim zweiten Teil deutlich entfesselter und erfreuter.
Letztens lief bei arte ein Themenabend über das "Sacre du Printemps" von Strawinski und ich habe den ganzen Abend durchgehalten, mir das anzuschauen und anzuhören. Als ich meiner Begleiterin davon erzählte, schaute sie mich groß und verständnislos an und fragte mich: "Du leidest wohl gerne, oder?" Gelitten habe ich wirklich, denn die Musik hat mich irgendwie richtig aggressiv gemacht. Das sind einfach nicht meine Rhythmen und Melodien. Aber ich fand es sowohl von der Geschichte als auch von der tänzerischen Umsetzung her sehr interessant. Immerhin hatte ich sogar den ersten leisen Fagottpart einige Tage als Ohrwurm, das war aber auch der einzige Part, der in meinen Ohren angenehm klang.

Montag, 3. Juni 2013

Es ist schön,

wenn es eine Instanz gibt, zu der man gehen kann und sicher weiß, daß man dort immer aufgebaut wird, egal mit welchen Problemen man kommt. Psychologen sollten so eine Instanz sein, eigentlich, und zumindest bei "meiner" Psychologin ist es genau so. Als ich ihr von meinen Zweifeln erzählte, meinte sie, sie glaube nicht, daß ich oberflächlich oder langweilig schreibe. Besser gesagt, sie könne es sich beim besten Willen nicht vorstellen, daß ich oberflächlich oder langweilig schreibe. Gut, deshalb muß es nicht so sein, aber man hört es gerne, wenn man auf andere diesen äußeren Eindruck macht.

Und während die Menschen da draußen verzweifelt gegen die Flut kämpfen, bereite ich mich innerlich auf die Begegnung mit der Meeresflut vor. So eine Seefahrt ist ja im Grunde erst richtig lustig, wenn das Wasser von allen Seiten kommt und der Orkan einen fast von Deck pustet. Nur kentern sollte der Kahn nicht, das würde mir dann doch zu naß werden. Bei diesen Flutkatastrophen frage ich mich immer, warum Berlin mit der Spree nie von so etwas betroffen ist. Eine Erklärung dafür findet sich hier: http://www.uwe-rada.de/themen/fluesse_spreehochwasser.html.

Samstag, 1. Juni 2013

Die Brut

ist ausgeflogen, das Nest leer. Wurde auch höchste Zeit, denn Frau und Herr Meise standen kurz vor einem Burnout, so wie sie immer hektischer hin- und hergeflogen sind. Die Jungen dagegen wurden mit jedem Tag lauter, zum Schluß konnte man sie schon vom Hof aus schreien hören. Ich kann mich nicht erinnern, daß die Grünfinken so laut waren, aber das liegt vielleicht daran, daß sie mehr Platz hatten und in meinen Balkonkästen spazierengehen konnten, statt zusammengedrängt in einem engen Nistkasten zu sitzen. Wenn die Meisen ihre Flügel darin ausprobiert haben, hörte sich das ein bißchen an, als hätte ich einen schnurrenden Tiger auf dem Balkon oder als würde der Nistkasten fauchen. Bevor sie sich aus dem Staub gemacht haben, beraubten sie mich meiner Walnüsse. Ich hatte einige geschälte zum Knabbern auf dem Tisch zu liegen, ging ins Zimmer und als ich zurückkam, waren sie verschwunden. Deshalb legte ich, um den Dieb zu stellen, eine weitere Walnuß auf den Tisch und versteckte mich hinter der Tür. Es dauerte nicht lange, da konnte ich ihn auf frischer Tat ertappen. Er trug gelb-blaue Federn und sah sich erst mit offensichtlich schlechtem Gewissen nach allen Seiten um, bevor er damit davonflog.

Ansonsten ist mein Lieblingshobby zur Zeit zu zweifeln. Obwohl es hundert andere Dinge gäbe, bei denen das wirklich lohnen würde, zweifel ich dabei immer noch am allerliebsten an mir selbst. Bei einer Geburtstagsfeier konnte ich mich heute ablenken, aß zwei Stück Quarktorte und ein Stück Kalter Hund, trank starken Tee und alkoholfreien Sekt, danach wurde mir leicht übel. Zum Abendessen gab es nur noch Kartoffelbrei und jetzt schwelge ich in den 80ern mit der gefühlt 500. Achtziger-Show, aber egal, macht jedesmal wieder Spaß.

Dienstag, 28. Mai 2013

Ostprodukte

Wieder etwas mehr Muße habend, stöberte ich ein bißchen im Ostprodukte-Versand, auf den ich durch die Liebesperlen gestoßen bin. Und ich finde darin vieles, das nicht sehr authentisch ist.  Mir kommt es so vor, als würden die Hersteller zwar auf der Ostalgie-Welle reiten wollen, aber gleichzeitig passen sie ihre Produkte immer mehr  den westlichen Marktstandards an, was in den meisten Fällen nicht einmal eine Verbesserung darstellt, sondern eher eine Verschlimmbesserung. Mir scheint es, als würden diese Produkte vor allem für Westler gemacht, die keinen Vergleich zu früher haben, aber neugierig und offen sind. Doch sie bekommen halt nicht wirklich das, was sie erwarten, sondern nur ein paar Produkte, die sich von anderen kaum unterscheiden. In meinem Bekannten- und Familienkreis höre ich oft, daß jemand sich irgendein ehemaliges DDR-Produkt kauft und danach enttäuscht ist, weil es nicht mehr dasselbe ist. Ganz besonders häufig hört man das bei Lebensmitteln oder Kosmetik. Dann heißt es: “Nein, das kaufe ich nicht nochmal.” Denn als ehemaliger Ostler will man es tatsächlich so wie damals haben, alles andere hätte als Nostalgie-Produkt nicht viel Sinn. Kinder, die mit Werther’s Echte aufgewachsen sind, wollen ja auch, daß der Bonbon nach dreißig Jahren noch so schmeckt wie in der Kindheit, zumal diese Werbung ebenfalls auf Nostalgie setzt.

 

Ein Ostprodukt, welches von mir weiterhin regelmäßig gekauft wird, ist Bautz’ner Senf, einfach deshalb, weil mir wirklich kein anderer schmeckt. Und der Geschmack ist glücklicherweise genau wie früher, allerdings gab es ihn damals in Gläsern, heute in Plastikbehältern. Und was ist daran nun besser, außer daß man mehr Plastikhormone im Senf hat? Oder das Russisch Brot – früher war es viel dicker, weicher und vor allem war nicht so viel Luft in der Tüte. Heute ist das so ein dünnes Knusperzeug und kaum was drin in der aufgeblasenen Tüte, kaufe ich also nicht mehr. Oder die Zitronendrops. Ich meine mich zu erinnern, daß die in meiner Kindheit eine mehr pulvrige, nicht sehr feste Konsistenz hatten. Außerdem hatten sie einen sehr dünnen feinen Rand, den man dank der pulvrigen Konsistenz vorher mit den Zähnen “abratzen” konnte, wie ich es immer gerne getan habe. Heute funktioniert das nicht mehr. Ist zwar generell sicher nicht so schwerwiegend, aber eben auch nicht mehr das gleiche. 

 

Im Ostprodukte-Versand gibt es ein Intershop-Paket mit speziellen Kultprodukten. Hallo? Im Intershop gab es damals nur West-Produkte, also wenn schon, müßte das Ding Exquisit oder Delikat heißen. Und dieses Kondom mit dem Jungpionier-Motto “Seid bereit, immer bereit!” ist zwar witzig, doch bei uns hießen die damals “Mondos”. Ich glaube, das waren blaue oder rote kleine Schächtelchen. Als Kind habe ich gerne mal in das Nachtschränkchen meines Vaters gespäht und dachte dann, da sind Schokoladentäfelchen drin. Die Kondome bzw. Mondos waren darin nicht eingeschweißt, sondern steckten lose, so daß ich sie herausholen, damit herumspielen und mich wundern konnte, wozu die Dinger gut sind. Danach stopfte ich sie wieder in die Verpackung. Glücklicherweise, oder vielleicht auch leider, hatte das keine Folgen, denn ich bekam keine jüngeren Geschwisterchen.

Samstag, 25. Mai 2013

Liebesperlen

Was bedeutet es eigentlich, wenn man von Liebesperlen träumt? Also genauer gesagt in einem ganzen Berg kleiner bunter und zuckriger Liebesperlen liegt? Ich werde es wohl nie herausfinden, denn ich bin aktuell dabei, so pausenlos zu arbeiten, daß mir das Gelesene wieder zu den Ohren herauskommt. Bis zur nächsten Woche möchte ich fertig sein.