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Dienstag, 11. Februar 2014

Mutter Teresa und die Quantendressurversuchsreihe

Über Facebook bin ich auf den Link für einen Berufstest gelangt und habe diesen absolviert, da zeigt mir das Ding doch fröhlich eine Seite auf welcher steht, ich sei der Mutter-Teresa-Typ! Die weitere Beschreibung meines Wesens könnte ich vollumfänglich unterschreiben, aber warum bin ich deshalb ein Mutter-Teresa-Typ? Dabei sage ich doch gerne extra nachdrücklich, daß ich nicht Mutter Teresa bin!

Der Mutter-Teresa-Typ

Vorhin war ich das erste Mal nach zwei Monaten beim Zumba und bin wieder angefixt. Allerdings ist meine Kondition im Eimer, die vorherigen Choreografien ebenfalls, da ich mich an sie kaum noch erinnere, und bei den neuen Choreografien verstehe ich wie immer beim ersten Mal nur 'Bahnhof' und tanze so wie 'Bahnhof'. Irgendwie schon blöd, daß gerade dann, wenn ich die Choreografien einigermaßen drauf habe, und da bin ich nicht besonders schnell, stets Ferien sind. Man fängt ständig von vorne an und mein Gehirn braucht anscheinend eine Weile, um in den richtigen Modus zu switchen. Es gibt tatsächlich so etwas wie einen Tanzmodus. Ich merke manchmal, wie sich irgendein Schalter im Kopf umlegt und dann geht es mit den Schritten fast von allein, während man sich hauptsächlich von der Musik leiten läßt. Leider brauche ich dazu länger, aber es ist direkt festzustellen, daß Tanzen nicht nur gut für die Kondition ist, sondern auch das Gehirn trainiert, so wie der Kopf dabei manchmal raucht. Dieser Artikel behauptet sogar, daß Tanzen im Gegensatz zu anderen Sportarten das Demenzrisiko senkt: http://www.focus.de/wissen/bild-der-wissenschaft/tid-12876/hirnforschung-tanzen-macht-schlau_aid_356073.html

Und meine Quantendressurversuchsreihe (>> http://weltentanz.twoday.net/stories/schroedingers-briefe/) geht ebenfalls weiter. Beim letzten Brief war das Ergebnis eher durchwachsen, doch trotzdem kein Mißerfolg. Neues Spiel, neues Glück. Quanten haben eben ihren ganz eigenen Kopf und machen gerne, was sie wollen. Deshalb heißt es ja auch Quantensprung und nicht Quantenspaziergang.

Montag, 10. Februar 2014

Glossybox Februar 2014 - Valentins

Diese Box kam so früh wie sonst noch keine, aber klar, Valentinstag ist schon am 14., wäre blöd, wenn die Box später käme. Und sie ist meine letzte Box aus dem Abo. Ein bißchen bin ich froh darüber, denn auch wenn ich aus den Boxen einiges mitgenommen habe, das mir gefiel, war noch mehr 'Verschnitt' darunter. Nachdem ich ja beim letzten Mal 'die beste Box ever' hatte, war ich diesmal erneut eher enttäuscht. Mir fiel gleich auf, daß das Päckchen schwerer ist als sonst - die Ursache war das Miracle-Shine Shampoo in Originalgröße von Aussie. Nun wäre Shampoo an sich nicht das Problem, wenn nicht ausgerechnet Silikon drin wäre. Bei meinen glatten dünnen Haaren das schlimmste, was ich ihnen antun kann, damit sie noch platter herunterhängen. Leider kenne ich auch niemanden, der krause Haare hat, die so viel Glätte und Schwere vertragen können. Ich jedenfalls finde meine Haare sehr viel schöner, wenn ich die Silikone aus meinen Haaren raus habe und eigentlich dachte ich, das hätte sich inzwischen allgemein herumgesprochen. In Australien anscheinend noch nicht. Auch das kleine Fläschchen Sparkling Body Shimmer von Nougat London Limited ist mit Silikonen, aber gut, wenn man den Schimmer nur vereinzelt aufträgt, ist das vielleicht zu verkraften. Ich könnte mir ebenfalls vorstellen, daß man nur einen kleinen Klecks davon in 'saubere' Bodylotion gibt, um ihr ein wenig Schimmer zu verleihen. Oder ich verschenke es mal wieder. Erneut dabei war ein Jelly Pong Pong Eyeliner&Shadow, den ich bereits einmal in Schwarz hatte. In Schwarz ist er völlig ok, wenn auch als Eyeliner etwas dick, aber diesmal ist es Bronze, die schlimmste Farbe überhaupt für meine Augen und Haut, neben Gold. Nicht benutzbar. Also entweder verschenke ich den oder benutze ihn zum Zeichnen. Dann gibt es als zusätzliches Gimmick in dieser Box einen Schlüsselanhänger von Liebeskind. Gefällt mir nicht besonders, deshalb wird er auf jeden Fall verschenkt. Das einzige Produkt aus der Box, das mir wirklich gefiel ist ein Nagellack mit rot-buntem Glitter von Models Own und zwar deshalb, weil ich einen schwarzen Nagellack habe, zu dem ich gerne ein kleines Fläschchen mit blau-türkisem Glitter benutze. Schwarz pur ist irgendwie nicht mein Ding. Der rote Glitter sieht darauf wahrscheinlich ebenfalls gut aus oder auch auf anderen Farben. Außerdem war in der Box eine Packung Augenpads von Anatomicals gegen Augenringe enthalten. Das finde ich zum Ausprobieren in Ordnung.
Tja, mein Fazit dieses Glossybox-Jahres: Sich überraschen zu lassen ist zwar nett, aber weniger ist mehr, vor allem wenn zu viel dabei ist, was man nicht gebrauchen kann. Das neue Beautyprofil scheint da doch keine Besserung bewirkt zu haben, obwohl es beim letzten Mal beinahe so aussah. Das war aber wahrscheinlich nur ein Zufallstreffer. Deshalb werde ich mir wohl künftig nur vereinzelt mal eine Box holen, wenn ich Lust darauf habe.

Glossybox Februar 2014

Sehr viel mehr begeistert mich gerade ein Buch, welches ich mir neu angeschafft habe. Ja, ich tat es, obwohl ich eigentlich null Platz für neue Bücher habe. Aber es ist ein besonderes Buch und keines zum Lesen, zumindest vorerst nicht, sondern zum selbst hineinschreiben. Es ist aber auch kein gewöhnliches Tage- oder Notizbuch, sondern ein Fünf-Jahres-Buch. Es hat ein kleines handliches Format, ist stabil gebunden und relativ dick, da es für jeden Tag im Jahr eine Seite gibt. Diese Seite hat fünf Unterteilungen, jede für ein Jahr - die Jahreszahl trägt man vorne ein -, in welchen man die spezielle Frage zu diesem Tag des Jahres beantwortet. Das macht man fünf Jahre lang und kann dann später schauen, was man fünf Jahre früher zu einer Frage gedacht hat. Die Frage für den aufgeschlagenen 14. Februar lautet zum Beispiel: "Did you kiss someone today?", aber es gibt außerdem Fragen nach Stimmungen, Zielen oder dem Wetter, mal eher oberflächlich, mal etwas zum Reflektieren. Die Fragen dieses Buches sind auf Englisch, aber das hat mich nicht gestört, weil ich ja sowieso inzwischen englischsprachige Software benutze und englischsprachige Ebooks lese, da aus irgendeinem Grund das deutschsprachige Angebot dauernd hinterherhinkt. Und Fünf-Jahres-Bücher gibt es zwar ebenfalls in deutschen Versionen, aber diese gefielen mir alle nicht, sowohl von der Aufmachung her als auch von den Fragen. Dieses Buch ist dagegen wunderhübsch gestaltet, sogar mit Goldschnitt, was man auf dem Foto nicht so gut erkennt und sieht in Natura viel besser aus als auf den Bildern. Eigentlich schade, daß ich es nicht früher entdeckte, denn die letzten Jahre waren mit ihren Aufregungen und Achterbahnfahrten ziemlich innerlich und äußerlich verändernd, so daß die Antworten über diesen Zeitraum besonders interessant gewesen wären.

Fünf-Jahres-Buch

Sonntag, 9. Februar 2014

Traumschabernack

In der letzten Nacht träumte ich von jemandem, der mir auf mehreren sozialen Netzwerken folgt, mit dem ich aber sonst keinen weiteren Kontakt habe. Ich sah ihn nackt, aber wirklich nackt, bis in einige Winkel, in die man lieber nicht so genau schaut. Er war alt und kahlköpfig, hatte jedoch am ganzen Körper schwarze Behaarung. Und als ich ihn küssen wollte, fielen ihm die Zähne aus dem Mund, weil die so schlecht waren. Aber ich mochte ihn, wirklich wahr! Ich sage nicht, um wen es sich handelt. (Und nein, es ist niemand, der sich hier auf twoday.net herumtreibt.)

Mittwoch, 5. Februar 2014

Zerstörungsblockade

Was macht ihr eigentlich mit euren KAPUTTEN Festplatten?
Die letzte verstorbene Festplatte hatte ich aufgeschraubt und mit dem Hammer zerstört, aber bei der jetzigen geht das nicht, weil sie mit so komischen Schrauben verbarrikadiert ist, für die ich keinen Schlüssel besitze. Stattdessen habe ich ihr jetzt ein kaltes Bad eingelassen, in welchem sie liegt und bibbert. Da sie kaputt ist, kann ich irgendwelche Programme zum Überschreiben nicht benutzen, habe aber Sorge, daß man mit anderen Methoden trotzdem noch Daten auslesen könnte.

Montag, 3. Februar 2014

Meine Bibliothek der ungelesenen Bücher

Angesichts der nächtlichen Unterhaltung auf Gaga Nielsens Blog ( http://gaga.twoday.net/stories/640155814/ ) poste ich hier mal einen kleinen Einblick in meine Bibliothek der ungelesenen Bücher. Natürlich sind nicht alle Bücher ungelesen, aber dann und wann räume ich die gelesenen Bücher in die zweite Reihe, denn sie stehen bei mir zweireihig, wenn es geht. Und wie man sieht, paßt kaum noch ein Gramm Luft ins Regal. Dieses ist mit 2,30 m Höhe und 2 m Breite das Größte, es gibt aber drei weitere kleinere Regale. Und es gibt ebenfalls einige Büchertürme mehr als der, welcher auf dem Foto zu sehen ist, da der Platz in den Regalen nicht mehr reicht. Meine Büchersoftware sagt mir, daß ich knapp 1700 Bücher besitze, davon ist ungefähr die Hälfte ungelesen. Leider bin ich eine Leseschnecke, aber ich habe ausgerechnet, daß das noch in diesem Leben zu schaffen sein könnte. Doch im Grunde schreibe ich ja lieber selbst, bin aber bedauerlicherweise ebenso eine Schreibschnecke. Da muß man Prioritäten setzen oder zur Rennschnecke werden. Und meine Psychoonk will mir zum nächsten Termin ein Buch mitbringen, um es mir zu borgen, als hätte ich nicht genug Lektürematerial.

Mein Bücherregal

Mein Bücherturm

Samstag, 1. Februar 2014

Männerverändernde Cafés und ökologischer Gartenbau

Nachdem ich im Traum eine Sportstunde mit jungem Sportlehrer erlebte, in welcher eine Mischung aus PingPong und Volleyball gespielt wurde, indem man den Ball erst über eine Tischplatte schlagen und aufkommen lassen mußte, bevor er auf das Volleyballfeld flog, saß ich mit einem Mann, der eine schwarze Brille trug, in einem glitzernden Café. Glitzernd deshalb, weil die Wände aus Gestein bestanden, vielleicht Quarzen, welche im Schein der Lampen funkelten und gleichzeitig einige seltsame, aufgemalte Symbole und Zeichen trugen. Unsere Tischnachbarn erklärten, daß dieses Café eine besondere Wirkung auf Männer ausübe und diese verändere. Das läge daran, daß Männer so viel eher als die Frauen auf der Erde gewesen seien. In mir regt sich Unglauben und Widerspruch. Wenn Männer so viel eher auf der Erde gewesen waren, wie haben sie es dann geschafft, nicht auszusterben ohne Frauen? Aber ich sage nichts. In der nächsten Traumsequenz gehe ich auf Reisen und obwohl ich meinen Koffer bereits gepackt hatte, nehme ich zusätzlich eine warme Strickjacke und andere wärmende Dinge mit, da das Wetter eher kühl zu werden verspricht. Schließlich kommt mir der Gedanke, daß ich gerne einen ökologischen Garten anlegen würde. Ich muß an meine Tante denken, die an ihren Gartenschuppen immer Eierkartons nagelte, um in ihnen Wespen zu züchten. Seitdem hatte sie keine Blattläuse mehr. Doch Wespen im Garten zu haben erscheint mir eher unangenehm. Es müßte sicher auch andere ökologische Lösungen geben. Vor mir liegt eine Palette mit kleine zarten Pflänzchen in umwickelten kleinen Töpfchen. Wenn man von oben hineinschaut, sieht man auf jeder Pflanze einen prächtigen Schmetterling. Zwischen all diesen Traumbruchstücken fehlen mir jeweils lange Teile. Nur die für mich bemerkenswertesten Stellen gelangten in die Erinnerung.

Freitag, 31. Januar 2014

Im Vorbeigehen

Ich bin 'ne alte Frau
mit 'nem jungen Leib,
werde täglich neu geboren
Ich muß nicht gerettet werden
Bitte lassen Sie mich liegen
und in den Himmel blicken
Gehen Sie weiter,
und grüßen Sie Gott
Das Leben ist gut zu mir,
es läßt mich staunen
über die Wunder meines Seins
Spiegelwelten nur für mich
Universen, die sich atmen
Viel gesehen, doch nie genug
Viel gedacht, doch nie zu Ende
Für die Rettungen,
da gibt es andere Instanzen,
sie arbeiten unsichtbar
mit leisen Stimmen

Mittwoch, 29. Januar 2014

Schrödingers Briefe

Gedanken darüber, ob es sich mit Briefinhalten genauso verhalten könnte, wie mit Schrödingers Katze, daß sie nämlich erst dann einen eindeutigen Zustand annehmen, wenn man den Brief öffnet. Und je nachdem zu welchem Zeitpunkt und von wem der Brief geöffnet wird, formieren sich die Quanten anders. Die Vorstellung, wie ich sie - die wild innerhalb des Kuverts umhersausen - mit versprochenen Zuckerstückchen dressieren könnte, beim Öffnen genau den Platz einzunehmen, den ich mir wünsche. Das Problem: Irgendwann muß ich den Brief aufmachen und weiß erst dann, ob meine Quantendressurversuche Erfolg hatten.

Der Sturz auf den Kopf scheint doch Auswirkungen zu zeigen, denn ich habe keine Lust auf Zumba mehr. Es könnte aber auch einfach an der Kälte liegen und daran, daß ich trotzdem viel unterwegs bin und Termine habe. Außerdem könnte ich dauernd essen: Eintopf, Käse, Mangos, Knuspererdnüsse, Nuß-Schoko-Riegel und auch dieses Bio-Turron aus der einen Bio-Box hat sehr gut geschmeckt, besser als jede Schokolade. Nur leider bekommt man es nicht einfach mal irgendwo zu kaufen, um sich Nachschub zu holen. Vom Gynäkologen bin ich jetzt wieder TÜV-geprüft, fehlt bloß noch der Kopf, aber da bin ich nicht sicher. Der EEG-Befund, den ich letztens abholte, zeigt eine leichte Funktionsstörung in Form einer etwas vermehrten Thetaaktivität ohne Herdbefund. Womöglich erhalte ich ohne Kopf-TÜV-Siegel keine Zulassung zum Bloggen mehr. Das wäre schade.

Immerhin stehe ich kurz vor dem Abschluß eines größeren, haushaltsinternen Projekts. Ich bin gar nicht faul. Ich tue nur gerne so.

Montag, 27. Januar 2014

Der Medicus und einige Schnäppchen

Der Medicus ist ein toller Abenteuerfilm, zur Abwechslung einmal ohne diesen ganzen Fantasy-Kram, den ich nicht so gerne mag. Ich gestehe, daß ich das Buch nicht gelesen habe und deshalb keinen Vergleich anstellen kann, aber ich finde meine Taktik, Bestseller nicht zu lesen, sondern sie als Film anzuschauen, ausgesprochen angenehm und optimal. Vielleicht würde mir sogar der 'Hundertjährige' als Film gefallen. Allerdings hat die Kassiererin diesmal ziemlich blöd die Plätze verteilt. Obwohl ich immer zur ersten Vorstellung gehe, die regelmäßig fast leer ist, hat sie die Karten alle auf einer Stelle verkauft. Erst saßen hinter mir Leute, die laut herumknisterten, dann saß genau rechts von mir ein Paar und schließlich kam sogar noch eine junge Frau, die behauptete, ich säße auf ihrem Platz. Ich meinte, das könne nicht sein, erklärte aber gleich, es sei egal, da es mir hier zu eng wird und ich mich eine Reihe vor setze. Als ich vorne saß, sagte die junge Frau, sie habe sich geirrt und hätte genau den Platz links von mir. Ich hätte also total eingequetscht dort gesessen, und das, obwohl der restliche Kinosaal so gut wie leer war. Um so besser, daß ich gleich nach vorne ging. Ich bin es einfach nicht mehr gewöhnt in Menschenmengen im Kino zu sitzen, sondern schätze es sehr, wenn ich viel Platz um mich habe.

Nach dem Kino machte ich noch einige Schnäppchen, nämlich zwei Oberteile die auf jeweils 7 EUR heruntergesetzt waren. Die blaue Bluse hat vorher 25 EUR gekostet und das graue Shirt 18 EUR. Ich habe beides nicht einmal anprobiert, da ich keine Lust hatte, mich aus den Winterklamotten zu schälen, aber dachte mir, bei 7 EUR kann man nicht viel verkehrt machen. Und beide Oberteile passen perfekt. Der Aufdruck auf dem Shirt ist etwas kitschig, aber die Farben gefallen mir.
Außerdem kaufte ich zwei wunderschöne Kladden, die aber nicht so billig waren. Die große Kladde ist liniert und die kleine Kladde unliniert. Zuletzt nahm ich noch einen Kohlkopf mit, denn bei dieser Kälte bekomme ich Heißhunger auf Eintopf. Also wird am Wochenende Eintopf gekocht. Zu Hause gab es Glühwein zum Aufwärmen, aber keinen selbstgemachten, sondern den Frucht-Glühwein aus Werder. Schmeckt sehr gut, aber haut mächtig rein. Schon nach einer halben Tasse fing sich alles an zu drehen. Zum Glück ist es jetzt nicht mehr so glatt draußen wie am Montag, sondern 'normal' glatt, wie üblicherweise im Winter. Bei meinem Sturz dagegen war der Boden wie spiegelglatt poliert, aber ohne daß man irgendetwas gesehen hätte. Seltsamerweise habe ich am ganzen Körper Muskelkater, so als hätte ich tagelang Hochleistungssport getrieben. Dabei ließ ich mich doch einfach nur fallen, wenn auch nicht freiwillig. Sehr merkwürdig.

Oberteil 2

Oberteil 1

Kladden

Sonntag, 26. Januar 2014

Bücher auf Bestsellerlisten

Irgendwann habe ich aufgehört, mich für Bücher auf Bestsellerlisten zu interessieren und lese sie nur vereinzelt, wenn mich mal wieder irgendjemand dazu überredet hat. Das liegt daran, daß mein Geschmack und Bestsellerlisten anscheinend nicht kompatibel sind. Ich kann mich im Grunde nur an einen einzigen Bestseller erinnern, welchen ich las und tatsächlich überragend fand, so wie es sich nach meiner Ansicht für einen Bestseller gehören sollte, nämlich "Das Parfum" von Süskind. Das ist nun für aufmerksame Leser des Blogs nichts neues, aber was ich doch sehr interessant finde, ist folgendes: Wenn man diese Meinung in Gruppen äußert, egal welcher Art, erhält man sofort vollste Zustimmung und eifriges Kopfnicken. Es ist beinahe so, als würde sich alle Welt von Bestsellerlisten fernhalten und niemand die darauf befindlichen Bücher lesen. So ähnlich, wie ja auch das Dschungelcamp niemand sieht. Und dann entstehen so paradoxe Situationen wie letztens bei einer Familienzusammenkunft. Da meine Mutter noch immer die riesige Bibliothek meines Vaters verkleinert, schauen wir regelmäßig Bücherberge durch. Und ich äußerte dabei, daß ich nicht verstehen könne, wie manche Bücher auf Bestsellerlisten landen, da ich sie meistens ziemlich durchschnittlich finde und sie mir nicht gefallen. Sofort nickten alle eifrig und stimmten mir zu. Ihnen erginge es ganz genauso, und so weiter, und so fort. Man würde sich gar nicht mehr nach Bestsellerlisten richten, denn es sei eh nur Mist, was die Massen da kaufen. So ging es eine Weile, bis plötzlich meine Mutter und meine Schwägerin einstimmig in das Loblied für ein Buch einfielen, natürlich eines von der Bestsellerliste. "Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" heißt es und durch den ausgefallenen Titel hatte ich davon bereits gehört, aber ohne daß ich Lust bekommen hätte, es zu lesen. Nun wurde ich quasi bekniet, das Buch mitzunehmen und zu lesen, von meiner Mutter auch mit so subtilen Anmerkungen wie: "Lies das mal! SO muß man schreiben."
Tja, und was soll ich sagen - dieses Buch ist ein weiterer Beweis dafür, daß Bestsellerlisten und ich nicht zusammenpassen. Ich habe genau fünfzig Seiten davon gelesen und mehr will ich gar nicht. Es hat mich nirgendwohin mitgenommen. Weder bin ich gespannt, was als nächstes passiert, noch ist die Sprache besonders ergötzlich. Im Gegenteil, den Sprachstil finde ich ganz fürchterlich. Er ist mir viel zu distanziert und abgehackt, ich nenne so etwas Jugendbuchstil. Ähnlich wie bei "'Harry Potter", nur daß "Harry Potter" wenigstens tatsächlich ein Jugendbuch ist. Ich fand schon als Kind Jugendbuchstil nicht besonders anregend, deshalb las ich lieber Klassiker aus der Bibliothek meines Vaters. Wenn meine Gehirnzellen beim Lesen nicht ein wenig umherspringen und sich an fließender Sprache laben können, bin ich wahnsinnig schnell gelangweilt. Und von diesem Buch finde ich eigentlich nur den Titel gut, eine magere Ausbeute nach fünfzig Seiten.
Ich kann mit Fug und Recht behaupten, daß meine Meinung über Bestsellerlisten ehrlich meiner Wirklichkeit entspricht, während sie anscheinend von vielen anderen nur geäußert wird, um sich in Gesellschaft als besonders unabhängiger und eigenständiger Leser darzustellen. Anders kann ich mir die Diskrepanzen zwischen Meinung und Statistik nicht erklären. (Diese Gerüchte, wie Bestseller angeblich von Verlagen mit unlauteren Methoden "gemacht werden", lasse ich hier mal außen vor, bestärken mich aber darin, mir meine Lektüre nach anderen Gesichtspunkten zu suchen.)