Alien
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Sonntag, 1. Oktober 2006

Nein, es sind keine Kobolde....

....es sind die Sterne. Wie konnte ich das nur vergessen. Bitte mehr Steine - ich bin noch nicht fertig mit dem Bauen.

Konzentrierte Energie ***
Während vieler Monate gültig: Die Grundbedeutung dieses Einflusses ist disziplinierte Energie. Das heißt, Sie sind jetzt fähig, Ihre Energie auf ein bestimmtes Projekt zu konzentrieren, ohne sich zu sehr durch unwichtiges ablenken zu lassen. Es kann aber auch gehemmte Energie sein, was bedeutet, daß Sie nicht zu viele Dinge innerhalb eines zu breiten Spektrums angehen sollen. Vielleicht wird auch viel und schwere Arbeit von Ihnen verlangt. Wie Sie diese Zeit erleben, hängt davon ab, wie Sie mit den jetzt dominierenden Energien fertig werden.
Die jetzt freiwerdenden Energien können Sie leicht reizbar machen. Schon Kleinigkeiten können Sie jetzt auf die Palme bringen. Aber leider sind es jetzt alles andere als Kleinigkeiten, mit denen Sie konfrontiert werden. Sie scheinen jetzt häufiger als sonst die Erfahrung zu machen, daß Sie sich durch Menschen oder Umstände gehindert fühlen. Vielleicht sträubt sich Ihr Chef oder Arbeitgeber ohne ersichtlichen Grund gegen Ihre Vorstellungen. Oder er bürdet Ihnen so viel Arbeit auf, daß Sie keine Zeit für andere Dinge finden.

Sie könnten sich jetzt auf erbitterte persönliche Konflikte mit anderen Menschen einlassen und eine Verschwörung gegen sich vermuten - aber das wird kaum der Fall sein. Wahrscheinlicher ist, daß Sie selbst - trotz bester Absichten -bedrohlich auf die Mitmenschen wirken. Auch wenn Sie glauben, daß Sie nicht bedrohlich wirken, sollten Sie in dieser Richtung besonders aufpassen. Sie könnten aber auch selbst zum Opfer aggressiver Angriffe werden, ohne sie bewußt herausgefordert zu haben.

In dieser Zeit haben Sie leicht das Gefühl, daß Sie sich zwar in vielen Bereichen behaupten wollen, aber es scheinen sich Ihnen immer wieder Hindernisse in den Weg zu stellen. Daher sollten Sie jetzt nur Projekte von begrenztem Umfang in Angriff nehmen, die einen hohen Krafteinsatz und starke Konzentration im Rahmen Ihrer Möglichkeiten erfordern. Wenn Sie Ihre Kräfte auf relativ begrenzte Ziele konzentrieren, können Sie sie konstruktiv nutzen.


Durch Benutzer ausgewählter Transit:
Saturn Konjunktion Mars
aktuell ab Mitte September 2006 bis Ende Juni 2007.

Dienstag, 26. September 2006

Diese schneeweiße flauschige Feder....

...hinterließ ein Besucher heute morgen auf meinem Balkon. Vielen Dank dafür! Vermutlich hat er sie sich vor Verzweiflung ausgerissen, als um Punkt 7 Uhr die Kreissägen anfingen zu kreischen...

Montag, 25. September 2006

...


You Are a Seeker Soul

You are on a quest for knowledge and life challenges.
You love to be curious and ask a ton of questions.
Since you know so much, you make for an interesting conversationalist.
Mentally alert, you can outwit almost anyone (and have fun doing it!).

Very introspective, you can be silently critical of others.
And your quiet nature makes it difficult for people to get to know you.
You see yourself as a philosopher, and you take everything philosophically.
Your main talent is expressing and communicating ideas.

Souls you are most compatible with: Hunter Soul and Visionary Soul

Na gut...

Da anscheinend sonst niemand Lust hat, mitzurätseln, werde ich jetzt verraten, wohin unser Ausflug ging. Erlebnispark, wie Wintermond sagt, ist schon gar nicht so schlecht, allerdings beschränkt sich das Erlebnis hier mehr auf das Naturerlebnis, bis auf den Kinderspielplatz, auf dem man diese Pueblos und Hängebrücken findet. Wir waren im Lausitzer Findlingspark der auf einem kleinen Teil der riesigen Fläche eines alten Tagebaus erst ziemlich "frisch" angelegt wurde und auf dem es verschiedene kleine Aussichtshügel mit unterschiedlicher Gartengestaltung gibt. Dieser "keltische" Hügel zum Beispiel ist der skandinavische Garten, wo man jede Menge Findlingssteine besichtigen kann und dann gibts aber auch noch den Heidegarten, wo jede Art von Heidekraut blüht und verschiedene andere Gärten mit exotischen Gräsern oder Bäumen. Da der Park so jung ist, noch nicht fertig und alles mehr oder weniger frisch angepflanzt, waren wir etwas enttäuscht, aber haben beschlossen, in fünf Jahren nochmal hinzufahren. Ich glaube, dass der Park erst in zehn Jahren so richtig toll ist, wenn alles hochgewachsen ist. Das eigentliche Erlebnis ist der alte Tagebau an sich, denn da gibt es auf der Strecke zum Findlingspark einen Aussichtspunkt, wo man die ganze Fläche überschauen kann. Diese Fläche ist gigantisch und hat so eine Weite, dass man das Gefühl hat, auf das Meer zu schauen. Man konnte dort außerdem noch Förderbrücken sehen, die vom Aussichtspunkt aus winzig klein aussehen, aber in der Nähe oder wenn man die Eisenbahnwaggons im Vergleich sieht, unglaublich groß sind. Der ganze Tagebau soll irgendwann Erholungsgebiet werden und der Findlingspark ist nur ein Anfang davon. Aus anderen Tagebaus wurden z. B. Seen gemacht, vielleicht soll dort ebenfalls ein See hin. Das Gebiet neben dem Findlingspark, auf welchem nicht mehr gefördert wird, das aber auch noch nicht begrünt ist, erweckt den Eindruck einer amerikanischen Prärielandschaft. Ich habe zu den anderen gesagt, man erwartet fast, dass jeden Moment eine Gruppe Indianer auf ihren Pferden vorrüber jagt.

Sonntag, 24. September 2006

Gelesen

"Feng Shui - Elster" statt "Feng Shui - Meister"

Und das Überraschungs-Ausflugsziel war...

Die Kaffeeeinladung auf der Rückfahrt entpuppte sich als eine gewisse Tante Christa von K.
Tante Christa, um die 70, jedoch sehr aufgeweckt und rege, mit adretter Lockenfrisur und dritten Zähnen, fuhr zu diesem Zweck in ihrem Garten außer Kaffee eine ganze Tafel voller selbstgebackenem Kuchen auf: einen Kranz mit fetter Butterkrem, eine Torte mit Eierlikörkrem und Zartbitterschokolade und einen Blechkuchen mit viel Zucker. Nachdem wir zu Mittag eine riesige Portion Bauernfrühstück in einem Gasthof gegessen hatten, waren wir so satt, dass wir den Kuchen regelrecht runterwürgen mussten, aber Tante Christa bestimmte, dass von dem Kuchen gegessen werden müsse und aus Höflichkeit probierten wir von allen. Das Gespräch bei Kaffeetisch, zu welchem noch ihr Mann Herbert und eine andere ältere Frau zugegen war, drehte sich um Krankheiten, Grabpflege und eigene Beerdigungsvorbereitungen. Irgendwie erinnerte mich die Szenerie frappierend an die Seniorenparty aus meiner Fortsetzungsgeschichte. Ich glaube, ich sollte mir genauer überlegen, was ich schreibe, denn es scheint eine selbsterfüllende Tendenz zu haben. Danach wurden wir von Tante Christa genötigt, uns in dem Bungalow, den sie vermietet, in welchem im übrigen bei 26 Grad gut eingeheizt war, frisch zu machen. Fast hätte sie uns auch noch in die Bungalowbetten genötigt, doch da K. Termine hat, kam das nicht in Frage.

Auf der Autobahn gerieten wir abends, schon im Dunkeln, leider in einen Stau, Zivilpolizei kam von allen Seiten und es schien irgendwas geschehen zu sein. Beim langsamen Weiterfahren sah ich neben der Autobahn einen Polizisten etwas begutachten, das dort im Graben lag. Erst nach ein paar Momenten erkannte ich, dass es ein Rehbock war. Er musste tatsächlich versucht haben, die Autobahn zu überqueren und war hinüber. K. meinte, dass müsse ein selten dämlicher Rehbock gewesen sein. Der Wagen, vor den er gelaufen ist, hatte Totalschaden, aber glücklicherweise war niemand verletzt. Komischerweise muss immer erst was passieren, damit die Autofahrer umsichtiger fahren, das hat man deutlich nach dem Unfall gemerkt.

Donnerstag, 21. September 2006

Neue Hinweise für das übermorgige Ziel....

....erhielt ich heute von K.:

- Es ist weiter entfernt als Rheinsberg

- Es liegt im Süden

- Wir haben auf der Rückfahrt eine Einladung zum Kaffee

- Es soll dort traumhaft sein und wir werden viel laufen (Dampferfahrt fällt damit schonmal flach)

Ich überlege schon die ganze Zeit, wen K. im Süden kennen könnte (da sie selbst dort anrufen will, wenn wir es nicht schaffen, nehme ich an, dass es Bekanntschaft von K. ist und keine Verwandschaft von uns), mir fällt dazu aber nur K.'s Mutter ein, die in Cottbus wohnt.
Und im Süden gibt es natürlich viel schöne Gegenden, ob nun im Spreewald oder noch weiter südlich, aber welche davon geradezu traumhaft sein soll, will sich mir noch nicht erschließen.
Man, ist das alles aufregend...... und - ich liebe Überraschungen!

Außerdem erzählte sie, wie mein Bruder in ihrem Urlaub sie jeden Abend in das Schlafzimmer eingesperrt hat, dann auf Spinnenjagd gegangen ist, und dass sie auf jeder Fahrt in den Bungalow ihr eigenes Federbett und ihren eigenen Duschvorhang mitnimmt, weil dort in der Hütte alles so keimig ist. Sie riet mir ab, allein dorthin zu fahren, wenn ich nicht gerade ein Spinnen- und Insektenfreund bin. Na toll, sowas alles hat mir meine Bruder gar nicht erzählt. Der würde mich wahrscheinlich ohne mit der Wimper zu zucken auch in ein Obdachlosenheim oder in ein Burgverlies schicken. Wenn ich das höre, hat sich die Blockhütte irgendwie für mich erledigt, denn wenn ich mit der Bahn fahre, kann ich nicht mein Federbett und noch einen Kilovorrat Insektengift mitschleppen.

Mittwoch, 20. September 2006

Habe nur ich diesen Eindruck...

oder wird die Werbung tatsächlich immer bescheuerter? Die Fernsehwerbung sehe ich schon gar nicht mehr, zumindest nicht bewußt, aber an den großen Werbeplakaten komme auch ich nicht vorbei, ohne dass mein Blick darauf fällt. Und es begegnete mir heute die Werbung für DMAX "Männer an die Macht" (als ob sie nich genug hätten), sowie ein Werbeplakat der Berliner Wasserbetriebe mit der Aufschrift "Herzlichen Gluckwunsch (das "gluck" ist kein! Schreibfehler), 150 Jahre Wasser". Erstmal frage ich mich, wozu die überhaupt werben müssen, schließlich haben sie ja wohl kaum irgendwelche Konkurrenz, ich zumindest kann mir nicht aussuchen, ob ich mein Wasser von den Berliner Wasserbetrieben beziehen will oder nicht, und dann wundert es mich ein bißchen, dass es Wasser erst seit 150 Jahren geben soll. Was haben die Berliner eigentlich vorher ohne Wasser gemacht? *augenroll*

So langsam bin ich bereit zu morden.....

denn seit geschlagenen drei Tagen beschäftige ich mich mit damit, den neuen WLAN-Router so zu konfigurieren, dass ich damit auch tatsächlich kabellos surfen kann und nicht neben dem Router hocken muss, um Empfang zu haben. Ich weiß nicht.....mit meinem alten, zugegeben nicht sehr sicherem schnurlosem Telefon+Surf-Netz war alles viel einfacher - Pluggen, Software installieren und schon konnte ich kabellos lossurfen, und zwar überall ohne Unterschied. Wie ich jetzt merke sogar anscheinend in Turbogeschwindigkeit, nur wenn zu viele Programme, z.B. beim Downloaden auf das Internet zugriffen, gab es Probleme. Eigentlich hatte ich gedacht, dass ein WLAN-Router mindestens das auch können müßte. Ich weiß nicht, wie oft ich jetzt schon mit dem Notebook hin- und hergerannt bin - weg vom Router, hin zum Router, jedesmal irgendeine Einstellung ändernd. Immerhin ist im Moment die Wireless-Verbindung noch nicht abgerissen, obwohl ich drei Meter entfernt vom Router sitze und sich eine Wand dazwischen befindet, aber dafür ist sie arschlangsam, ebenso wie das System, wenn ich auf den Seitenaufbau warte. Ja, ich weiß, ich hatte eigentlich was anderes vor....

Dienstag, 19. September 2006

Wer sich.....

wie Traumzeit und ich gerne die zwei Bände der Geheimlehre von Blavatsky antun möchte - hier mein Tip:

unter http://de.wikipedia.org/wiki/Blavatsky bis nach unten zu den Links scrollen und zwei kostenlose PDF-Dateien herunterladen. ;o)

Der geheime Schacht hinter meinem Herd

Ihn gab es schon immer in dieser meiner Wohnung - ein nur durch eine schiefe Blechtür verriegelter Schacht, der direkt oberhalb des Herdes liegt. Mir ist bis heute seine Funktion nicht ganz klar, vielleicht stammt er aus Zeiten, als noch auf Holzöfen gekocht wurde oder es ist sowas wie ein frühzeitliches Dunstabzugssystem, jedenfalls vermute ich, dass es da eine Verbindung zum Dach gibt. Bei den Schornsteinfegerkontrollen, die zu Zeiten der noch vorhandenen Kachelöfen regelmäßig durchgeführt wurden, wurde dieser Schacht stets mitkontrolliert, obwohl die Kachelöfen am anderen Ende der Wohnung liegen lagen. Die kleine Blechtür ist meist vom Herddeckel verdeckt, den ich fast durchgängig oben habe. Heute jedoch sah ich von der Seite die Tür hervorblitzen und kam auf die Idee (so ist es eben im Urlaub - nichts als Flausen im Kopf), mal dahinterzuschauen. Eigentlich weiß ich ja, dass dahinter nichts ist, denn früher hab ich auch schon reingeschaut, aber irgendwie mußte es unbedingt wieder sein, der Drang war einfach zu stark. Also klappte ich den Herddeckel hinunter, öffnete die Tür und fand das:
Eine Geröllhalde!

Von mir kann der ganze Schutt nicht sein, aber ich vermute, dass während der Dach und Fassadeninstandsetzung das Zeug da reingefallen ist. Und irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, diese Geröllhalde jetzt rauszuschippen und mit dem Müll wegzuschleppen, schnell habe ich die Tür wieder geschlossen.

...

Letzte Nacht wurde ich vom Geist einer Mücke heimgesucht, die ich am Tag zuvor erschlagen habe, weil sie mich in der Nacht vor diesem Tag mit unzähligen Stichen malträtiert hat, welche sich teilweise sogar auf der Fußsohle befinden. Und selbst tot scheint sie noch nicht genug Blut zu haben. Sie kommt wieder. Sie will mehr.

Montag, 18. September 2006

Hm, eine Überraschung erwartet mich angeblich

am nächsten Samstag, für den unsere Geburtstagsfahrt geplant war. Eigentlich war von Schloß Rheinsberg die Rede, doch telefonisch erfuhr ich heute, dass K. einen besonderen Tip bekommen hätte und es nun ein anderes Ziel wird, welches allerdings auf Wunsch meiner Mutter noch nicht verraten werden soll, da sie daraus eine Überraschung machen möchte. Sie wies mich sogar nochmal extra an, dass ich meinen Fotoapparat nicht vergessen solle, was ich aber sowieso niemals tun würde. Zu ihrem Geburtstag hatte ich ihr ja außer dem richtigen Geschenk trotzdem das verkorkste Fotobuch geschenkt, was ich ansonsten nur noch hätte wegwerfen können. Dazu war es mir dann aber doch zu schade, obwohl ich nichts dafür bezahlen mußte, und das war gut so, denn meine Mutter war total hingerissen von den Fotos und hat sich riesig gefreut. Also fahren am Samstag ich und meine Tante (mein Bruder kann diesmal nicht mit, weil er mit seiner Band eine Mukke in Leipzig hat) völlig ahnungslos mit ihr und K. ins Blaue hinein, ohne dass wir wissen, wo wir landen. Jetzt bin ich erst recht gespannt wie ein Flitzebogen......*zappel*

Samstag, 16. September 2006

Irgendwie...

ist das ja ein komisches Gefühl, wenn man ein altes Buch in den Händen hält, das schon in Besitz fremder und höchstwahrscheinlich verstorbener Menschen gewesen ist. Neugierig wie ich bin, habe ich mal gegoogelt und fand eine ganze Graf-von-Brockdorff-Seite, nämlich hier:

http://www.grafvonbrockdorff.de/

Allerdings scheint es von diesem Adel viele verschiedene Linien überall in Deutschland zu geben und den Vornamen kann ich leider nicht entziffern. Man, ist das alles aufregend....

Und wieder ein paar Bücher vor der drohenden Vernichtung gerettet

Meine Mutter läßt ja zur Zeit Bücher tonnenweise abfahren, aller Zimmer sind voll gestapelt, und wir gucken dann mehr oder weniger durch, ob wir davon noch was haben wollen. Unter diesen auf den Altstoffhandel wartenden Exemplaren gibt es jede Menge teure Ausgaben, für die man viel Geld zahlen müßte. Als ich das meiner Mutter sagte, meinte sie nur: "Tja, erst gibt er viel Geld aus, um sie zu kaufen, und jetzt gebe ich viel Geld aus, um sie wieder loszuwerden.". Ich glaube, wenn mein Vater das vorher gewußt hätte, als er voll da war, hätte er sich im noch nicht vorhandenen Grab umgedreht. Da ich in meiner Wohnung nur wenig Platz habe und meine zwei Bücherregale schon fast voll sind, muss ich mir sehr ausführlich überlegen, welche davon ich nehmen will und auf welche ich verzichte. Deshalb nehme ich vor allem die, mit denen ich schon geliebäugelt habe, die mir aber immer zu teuer waren, um sie zu kaufen. Das wären zum Beispiel zwei dicke Bände der Geheimlehre von Madame Blavatsky in einer alten Ausgabe, die mal einem Grafen von Brockdorff gehört hat. Diese Ausgabe hat mein Vater sogar selbst repariert - er hat manchmal selbst Buchbindearbeiten durchgeführt -, denn anscheinend waren die Seiten schon lose.
Dann wäre da das dicke medizinische Manual, die Bibel der Ärzte, für die man ebenfalls ein Haufen Geld ausgeben muss, sowie der Wälzer "Hitler's Tischgespräche" mit den aufgezeichneten Aussagen und Reden Hitler's im engeren Kreis, für einen Geschichts- und Psychologieinteressierten wie mich nicht vernichtbar. Außerdem noch eine Chronik des Heiligen Krieges von Scholl-Latour, der zum Glück gleich ein Zeitungsartikel beigelegt ist, aus dem hervorgeht, dass die Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind, wobei ich mir ja immer einbilde, Hetzerei ziemlich schnell durchschauen zu können. Jedenfalls ist es auch sowas, das ich mir niemals selbst kaufen würde, mich aber trotzdem interessiert.

Desweiteren bin ich gestern im Baumarkt schwach geworden und habe mir für 6,50 € einen Kunstdruck von Rosina Wachtmeister gekauft. Schwach deshalb, weil mir die Sachen von Wachtmeister zwar immer ziemlich gut gefallen haben, zumal ich ja so ein Katzenfreak bin, mir aber nie sowas kaufen wollte, was man überall in den Katalogen und Geschäften sieht. Außerdem wollte ich mir sowieso nicht mehr so viel Bilder in das Zimmer hängen, weil ich finde, dass meine kleine Wohnung bunt genug ist, und wenn Bild, dann keinen Kunstdruck. Stattdessen hatte ich geplant, zwei mit ägyptischen Szenen bemalte Papyrusblätter, die mal zu einem Kalender gehörten, zu rahmen. Die passen dann auch gut zu der bronzenen Bastetfigur, die ich ebenfalls aus dem aussortierten Zeug von meinem Vater habe. Doch an diesem Bild bin ich dann irgendwie nicht vorbeigekommen. Ich weiß noch nicht, wo ich es hinhängen werde.

Gelesen

Was wohl eine "Krimiehe" ist?

Gelesen statt "Krimireihe"....

Freitag, 15. September 2006

Der langsame Abschied meines Vaters

"Stell dir vor was heute passiert ist: Ich bin rübergegangen und die Tür war verschlossen!" begrüßte er letztens meine Mutter. Es ist hauptsächlich sie, die das wirre Zeug, das er jetzt mehr und mehr von sich gibt, mitbekommt, da sie ihn noch immer fast jeden Tag im Pflegeheim um die Ecke besucht. Wenn ich oder mein Bruder ihn besuchen, dann erkennt er uns zwar, vergisst aber sofort wieder, dass wir da gewesen sind. Meine Mutter ist froh darüber, dass sie ihn in dem evangelischen Heim gut aufgehoben weiß und hat jetzt erneut begonnen, mittwochs zum Töpfern zu gehen. Das Personal ist bemüht, er hat sein eigenes Zimmer, wird alle zwei Stunden umgebettet, damit er sich nicht wundliegt - er kann sich ja selbst nicht bewegen - und das Essen dort scheint gut zu sein, denn im Gegensatz zum Krankenhaus, haut er mittags tüchtig rein. Vor ein paar Tagen gab es Eierkuchen - Plinsen sagte er dazu, wie sie im Spreewald heißen - und er hat jede Menge verdrückt.
Windeln trägt er jetzt nicht mehr, denn von alleine geht nichts mehr - er wird seinen Blasenkatheder behalten und auch den künstlichen Darmausgang. Seine ehemalige Hausärztin betreut ihn im Heim weiter, hat eine Spezialmatratze für in beantragt, die wie eine Luftmatratze mit Luft gefüllt ist und am besten gegen das Wundliegen helfen soll. Sie meinte, dass sie bisher wenig Glück mit diesen Matratzen hatte, weil sie von der Kasse meist abgelehnt wurden, aber bei meinem Vater haben sie die Kosten anstandslos übernommen. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass er nochmal auf die Beine kommt und er scheint selbst kein Interesse daran zu haben. Meine Mutter wollte ihm die Vorstellung schmackhaft machen, dass sie ihn mit einem Rollstuhl in den anliegenden Park fahren könnte, wenn er in der Lage wäre zu sitzen, aber das scheint kein Anreiz für ihn zu sein, er zuckt dann nur mit den Schultern. Eine Physiotherapeutin war da, die seine Füße bewegt und ein paar Übungen mit ihm gemacht hat, er hatte aber schnell genug und später darauf angesprochen, erneut einige Übungen zu machen, antwortete er, dass er das doch schon getan hätte und man ja auch mal eine Ruhepause brauche.
Es ist nicht mehr zu übersehen, dass es nicht alleine das körperliche Handikap ist. Er redet immer häufiger von längst verstorbenen Menschen, sagt zu uns, wir sollen seine Mutter grüßen, bzw.fragt was sie macht, redet auch von meiner anderen Großmutter und dass sie doch kommen wollte, fragt nach Leuten, die er selbst schon längst beerdigt und unter die Erde gebracht hat. Neulich sagte er zu meiner Mutter, dass er um Fünf Uhr eine Beerdigung habe und sie ihm die schwarzen Schuhe und den Talar bringen soll, und ein anderes Mal eben dieses: "Stell dir vor was heute passiert ist: Ich bin rübergegangen und die Tür war verschlossen!" Er setzte noch hinzu, dass er nicht mehr rausgekommen sei, deshalb geschrien habe und die Heimleiterin erschienen sei. Eine Schwester, darauf befragt, erklärte, dass es tatsächlich einen Zwischenfall gegeben habe. Er sei mit dem Fuß zwischen das Gitter des Bettes gerutscht und hätte ihn sich eingeklemmt. Als er laut geschrien habe, seien sofort ein paar Schwestern in das Zimmer gelaufen und hätten ihn befreit. Nun kann man rätseln, was es mit dem Rübergehen und der Tür auf sich hat. Ich vermute stark, dass er nicht mehr zwischen Träumen und Wirklichkeit so recht unterscheiden kann, denn einen anderen Tag meinte er zum Beispiel, dass ihm sämtliche Zähne ausfallen würden, was aber nicht stimmt - er hat noch alle und die sitzen fest. Vermutlich hat er das geträumt und bei dem Vorfall hat er eventuell ebenfalls geträumt, da er außerdem was von "Unterricht" erzählte. Vielleicht ist er im Traum in den Gemeindesaal hinüber gegangen, wo immer der Konfirmandenunterricht statt fand. Oder er ist wirklich "rübergegangen" und es war die Himmelspforte, die er verschlossen fand. K. meinte einmal, das Leben beginnt in Windeln und es endet in Windeln. Ich glaube, das ist sogar im weitesten Sinne wahr, denn nicht nur, dass er hilflos wie ein Säugling ist, gefüttert, gewaschen und gebettet werden muss, es ist ja auch ein Phänomen bei Säuglingen und Kleinkindern, bei denen das Bewußtsein noch nicht vollständig entwickelt ist, dass sie Traum und Wirklichkeit nicht unterscheiden können. Genauso ist es wohl am Lebensende, wenn das Bewußtsein sich langsam wieder zurückzieht. Ob dies nun tröstlich ist oder nicht, darüber kann man nur spekulieren, aber erst jetzt verstehe ich den Traum, den ich hatte, kurz nachdem mein Vater in das Krankenhaus kam (es ist nach meiner Erfahrung häufig so, dass man Träume erst nach einiger Zeit deuten kann, wenn entsprechende Ereignisse eingetreten sind). Ich träumte von einem älteren Mann mit einer Mitra auf dem Kopf, der langsam im Wasser eines Sees oder Teiches versinkt, bis nur noch die Mitra zu sehen ist. Damals habe ich meinen Vater nicht erkannt und konnte mit dem Traum nichts anfangen, da er zum einen keine Todesnachricht zu sein schien, aber auch nicht das Gegenteil. Und als evangelischer Pfarrer trägt er natürlich keine Mitra. Nun jedoch sieht mein Vater völlig verändert aus - der Vollbart ist ab, das Haar ist viel weißer und seine Augen sind so unglaublich hell (ein helles Grün, das früher mehr grau wirkte, und das sich in meinen Augen wiederholt), unnatürlich hell, was wahrscheinlich durch die Opiate in den Schmerzmitteln kommt, durch die sich die Pupillen verengen. Und jetzt gleicht er haargenau dem Bild des Mannes aus meinem Traum - ich hatte ihn damals schon so gesehen, wie er heute ausschaut. Auch das andere im Traum erklärt sich fast von selbst: Es ist ein langsames Weggleiten, Absinken in den Schoß des Unbewußten, nur was die Mitra symbolisiert, ist nicht ganz klar, vielleicht eine Essenz, vielleicht aber auch ein Status.

Ich glaube, dass es noch eine Weile dauern wird, bis er vollständig "hinübergegangen" ist. (Ich glaube auch ungefähr zu ahnen, wann das sein wird, denn die Hinweise waren bei ihm immer sehr deutlich, und eventuell werde ich dazu noch einen eigenen Eintrag für Astrologieinteressierte schreiben.) Bis dahin wird er wohl weiter hin- und herreisen und allem Anschein nach etliches aus seinem Leben aufzuarbeiten versuchen. Jedenfalls hat er sich neulich ganz überraschend bei meiner Mutter für die viele Arbeit, die sie mit ihm hatte und noch haben wird, bedankt - etwas, was vorher niemals vorgekommen ist.
Ab und zu ist er noch aggressiv, aber als ihn letztens eine der Schwestern darauf ansprach, warum er sie beschimpft, behauptete er, nichts davon zu wissen und entschuldigte sich schließlich. Ich könnte mir vorstellen, dass er sowas teilweise wirklich nicht mehr weiß, zum einen, weil er es wahrscheinlich längst wieder vergessen hat, oder zum anderen, weil es tatsächlich sowas wie Aussetzer sind.
Er hat jegliches Interesse an Büchern verloren, hat zwar tonnenweise davon angehäuft, doch jetzt, wo es an das letzte geht, sind es wohl doch nur die einfachen Dinge, wie zum Beispiel Süßigkeiten, die noch Beachtung finden. Irgendwann, und sei es erst mit einem Bein im Grab, wird anderes wichtiger.

Mich erinnert seine beginnende Demenz stark an das Schicksal meiner Großmutter, seiner Mutter. Diese hat in hohen Jahren im Altersheim auch ständig von verstorbenen Leuten geredet und von ihrer Arbeit, dass sie Brötchen austragen müsse, usw.
Ich vermute, dass meinem Vater die Veranlagung dazu vererbt wurde und durch die vielen Narkosen, sowie das künstliche Koma und die Isolation der Ausbruch sozusagen forciert wurde. Deshalb bin ich entgegen meiner Mutter gar nicht so sicher, ob ein Einzelzimmer wirklich so günstig ist, selbst wenn er nichts hören kann. Als er im Krankenhaus in einem Mehrbettzimmer war, hat er sich immerhin für die anderen Kranken interessiert, war neugierig und wollte dauernd wissen, was dieser hat und was jener. Ich glaube, dass es hauptsächlich der Wunsch meiner Mutter ist, dass er allein liegt, damit sie mit ihm alleine im Zimmer sein kann. Überhaupt ist es manchmal wirklich grausig zu beobachten, mit welchem Enthusiasmus sie sich auf ihren neuen hilflosen Säugling wirft. Das hört sich vielleicht zynisch an, aber das Grausige ist dabei nicht, dass sie sich um meinen Vater kümmert, sondern das Grausige ist es zu sehen, mit wie viel Egoismus und fehlendem Einfühlungsvermögen sie das macht. Auf den ersten Blick scheint es, als würde sie sich selbstlos für jemand anderen aufopfern, doch auf dem zweiten Blick erkennt man, wie sehr sie selbst den anderen braucht und sich in dieser Aufgabe ohne Rücksicht auf Verluste oder die Person des anderen durchzusetzen versucht. Ihr selbst ist das natürlich nicht bewußt, sie glaubt, nur das Beste zu wollen, was ja wirklich stimmt, nur dass sie nie merkt, wie stark die Entscheidung über das Beste von ihrem eigenen, verleugnetem Egoismus beeinflußt wird. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich als Kind gezwungen war, immer eine gewisse Distanz zu meiner Mutter aufzubauen, eine Vorgehensweise, die ich bis heute ebenfalls bei anderen Menschen beibehalten habe, um nicht völlig von meiner Mutter vereinnahmt zu werden und meine eigene Identität zu verlieren. Erst im Nachhinein merke ich, wie sehr ihr es trotzdem gelungen ist, mich in Hinsicht meiner eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu verwirren. Doch was die Beziehung zwischen meinen Vater und meiner Mutter angeht, mische ich mich da nicht mehr ein. Beide waren/sind so voneinander abhängig, dass sie sich trotz aller Aggressivität, Feindseligkeit und aller gegenseitigen offenen und versteckten Manipulationen für ein ganzes Leben zusammen entschieden haben, und in dem Maße, wie seine Persönlichkeit zerfällt und die Rollen eindeutig verteilt sind, wird es ihn nicht mehr stören. Manchmal denke ich sogar, es sollte so sein, es war vorherbestimmt, vielleicht gibt es tatsächlich Wiedergeburt und Karma und beide haben dieses Szenario freiwillig in einem anderen Leben gewählt.

Mir bleibt zu hoffen, dass ich neben der Augenfarbe nicht ebenfalls dieses Demenzgen vermacht bekommen habe, und dass es so, wie alles gekommen ist, gut war. Für meine Mutter war es das auf jeden Fall. Sie meint, wenn es ein plötzlicher Todesfall geworden wäre, wäre sie total überfordert gewesen. So hat sie jetzt Zeit sich langsam daran zu gewöhnen, allein zurecht zu kommen. Und ich selbst finde, dass sie in dieser neuen Situation, wo sie die Möglichkeit hat, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und gleichzeitig weiterhin ihren Sinn darin findet, jemanden zu bemuttern, regelrecht aufblüht. Ob es für meinen Vater auch besser so ist, werden wir nie wissen.