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Donnerstag, 14. September 2006

Diese dämliche "Firma" kotzt mich so langsam echt an...

Mit tendenziellen Dummbeuteln zu tun zu haben ist das eine, Kindergarten, Gängelei und der Hang zum Treten nach unten und Buckeln nach oben das andere, und die Art, wie manche übervorteilt werden, das dritte. Eigentlich ist alles so wie immer - je mehr man arbeitet, um so mehr ist man in den Arsch gekniffen. Da kommt gestern eine Kollegin und sagt, ich solle mich um die Post von Kollegin H. kümmern, die sich vor ein oder zwei Wochen krank gemeldet hat (im übrigen hält sie sich generell öfter zu Hause auf als auf Arbeit). Anscheinend hat sie gewußt, dass sie krank wird, denn sie hat mir vorher noch rechtzeitig zwei echte Scheissakten gegeben, die sie zwar angefangen hatte, aber wohl nicht weiter bearbeiten wollte. Ok, dachte ich, wahrscheinlich weiß sie über dieses Metier nicht so genau Bescheid wie ich, und saß ca. drei Tage an den Dingern. Im Prinzip hab ich ja auch nichts dagegen, mich um ihre Post zu kümmern, allerdings nervt es mich, dass ich mich kümmern soll, aber sich nie irgendein Schwein um meine Post kümmert, wenn ich nicht da bin. Diese stapelt sich munter, bis der Postkasten überquillt, was er im übrigen schon nach zwei Wochen macht. Nun habe ich also die Post von ihr geholt und meiner Kollegin noch gesagt, dass ich ab nächster Woche Urlaub habe. Die Post war lächerlich wenig - eine Postmappe und zwei bis drei Briefe, für mich zwar gut, aber auch irgendwie verdächtig, nun gut, wer kaum anwesend ist, kann natürlich nicht viel schreiben und bekommt eben wenig Post.

Heute kommt nun meine Chefin und meint so, sie habe gehört, ich sei bald im Urlaub, wann ich denn Urlaub hätte, sie habe sich das nicht aufgeschrieben. Ich sage ihr also, dass ich ab nächste Woche vier Wochen Urlaub habe und sie fragt: "Habe ich das denn schon unterschrieben?"
Ich: "Aber natürlich. Ich habe es sogar schon von der Büroleitung zurück."
Sie schief grinsend: "Na gut. dann lassen wir das so."
Ha, ha, ha, Witz komm raus....

Ja, ich weiß lieber würde sie mich an den Schreibtisch ketten, mich kann man ja so schön als Arbeitsklaven mißbrauchen, mir alles aufdrücken, wozu man selbst keine Lust hat, und alle anderen wegrationalisieren. Ich verlange noch nicht mal eine Stelle oder eine Beförderung - wie praktisch.

Ich bin ehrlich froh, dass ich in den nächsten vier Wochen zwar weiterhin jede Menge Arbeit haben werde, aber nur mir selbst gegenüber verpflichtet und verantwortlich bin, mich nicht gängeln lassen muss, keine Arbeit von anderen miterledigen muss und hinterher mehr von der Schufterei habe werde, als einen Arschtritt. Ich entscheide, wann ich wieviel und was mache, wie schnell oder wie langsam ich arbeite, ob ich zwischendurch was anderes machen möchte oder nicht. Niemand der herumnörgelt, weil auf einer Exceltabelle keine Pluszeichen vor den Zahlen stehen, weil Zahlen ohne Minus in Excel automatisch Pluszahlen sind, niemand, der andere aus Karrieregeilheit unter Druck setzt und hundert Statistik-Meldungen für nix haben will. Das wird zwar auch jede Menge Stress, aber wenigstens ist er selbstgemacht.

Hei, hei, hopsassa....

Vor meinem Bürofenster singen gerade Kinderstimmchen aus einer Kindergartengruppe ständig "Hei, hei, hopsassa, der Herbst ist da!"
Nachdem das nun an die zwanzig Minuten so ging, bin ich inzwischen auch soweit und singe begeistert an meinem Schreibtisch mit:

Hei, hei, hopsassa, der Herbst ist da!
Hei, hei, hopsassa, der Herbst ist da!
Hei, hei, hopsassa, der Herbst ist da!
Hei, hei, hopsassa, der Herbst ist da!
Hei, hei, hopsassa, der Herbst ist da!

Ja, das waren noch Zeiten, als man den ganzen Tag hindurch singen und spielen durfte....

Die längst vergessenen, alten Schulhefte

Eigentlich hätte ich nicht damit gerechnet, diese noch einmal in meinem Leben wieder zu sehen. Schließlich habe ich sie stets so bald wie möglich nach einem Schuljahr oder wenn ich wusste, dass ich sie nicht mehr brauche, entsorgt. Ich hegte nie das Bedürfnis, so etwas aufzuheben. Das einzige, was ich noch besitze, ist meine Facharbeiterprüfungsarbeit mit dem Titel: "Untersuchen Sie, welche Spezialmaschinen bei der Anfertigung einer Hose eingesetzt werden, beschreiben Sie deren Anwendung und die sich daraus ergebenden Vorteile.", eine Staatsbürgerkundearbeit zu der Aufgabe "Erarbeite eine Argumentation zu der Behauptung, die Sowjetunion bedrohe die freie Welt mit einer maßlosen Aufrüstung und trage somit die Schuld an der Verschärfung der internationalen Lage!", eine Semesterarbeit zu dem Thema: "Gefährdet der Dualismus zwischen den öffentlich-rechtlichen und den privaten Funkmedien die politische Funktion dieser Massenmedien?", sowie diverse juristische, betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Klausuren. Ich habe meine Schulhefte und -hefter gehasst, ebenso wie ich meine Schrift und generell das Mitschreiben gehasst habe, und hatte nie Lust, mir mein Gekrakel irgendwann nochmal zu Gemüte zu führen.

Heute nun erzählte meine Mutter, als ich bei ihr war, um wieder einigen Müll wegzuschaffen, dass sie den letzten großen Karteikasten meines Vaters erst nicht aufbekommen habe, er ihr aber plötzlich herausgerutscht und der gesamte Inhalt herausgefallen wäre. Dieser bestand aus Bergen von handbeschriebenen und in der Mitte durchschnittenen Papierblättern. Meine Mutter fragte mich feststellend, dass das doch meine Handschrift wäre. Ich erkannte meine Schrift ebenfalls, konnte mir jedoch nicht vorstellen, woher meterweise beschriebenes Papier von mir kommt, weshalb ich erst zweifelte. Doch nach Durchsicht fand ich auch noch ein A5-Heft, auf welchem in Russisch mein Name stand und diverse Karteizettel, die meinen Namen enthielten. Als ich mir die Sachen genauer anschaute, stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass mein Vater anscheinend sämtliche Schulhefte aus allen Klassen von mir gesammelt, sie auseinandergenommen und in der Mitte durchgeschnitten hat, damit die Seiten als Karteiblätter in den Karteikasten passen.
Genaugenommen haute mich das so aus den Socken, dass ich immer wieder rief: "Was ist das denn? Das gibt's doch nicht!", denn zum einen ist es mir wirklich ein Rätsel, was er mit diesem Papier wollte und zum anderen, wie er da ran gekommen ist. Es scheint fast so, als hätte er sie aus dem Mülleimer gefischt, wenn ich sie entsorgt habe. Eigentlich ist das meiste darin völlig uninteressant, gerade aus den unteren Klassenstufen, außerdem ist ja alles zu Karteikarten zerschnitten, wenn er einfach nur ein Heft hätte von mir aufheben wollen, wäre es nicht notwendig gewesen, diese kiloweise in Karteikästen zu horten, es ist mir unbegreiflich, was er sich dabei gedacht hat. Merkwürdig daran finde ich auch, dass sich nur Schulhefte von mir finden, aber kein einziges von meinem Bruder.

Meine Mutter wollte wissen, ob ich das Zeug haben will, aber da ich es bisher nicht vermisst habe, werde ich es auch künftig nicht vermissen. Wer kann es sich schon leisten, in einer kleinen Mietwohnung jedes winzige Zipfelchen seines Lebens in einem Archiv zu verwahren (ok, bis auf Marlene Dietrich, aber die hatte dann auch nur noch Platz für das Bett)?
Sollte mir wirklich irgendwann der Physik-Nobelpreis verliehen werden, ist das natürlich ein herber Verlust für meine künftigen Biographen, wenn sie nicht mehr in meinen alten Physikheftern wühlen und nach den ersten Geistesblitzen fahnden können. Aber so ein bißchen geheimnisvolle Aura hat noch nie geschadet....

Dienstag, 12. September 2006

...

Ok, wenn ich mir vorstelle, was ich noch alles schreiben muss, damit die Geschichte so wird, wie mir es wage vorschwebt, mal ganz abgesehen davon, was mir zwischendurch so für Sachen einfallen, könnten es wohl doch 700 Seiten werden. Allerdings müßte ich dann tatsächlich etwas schneller schreiben, damit das Ganze noch fertig wird, bevor ich das Zeitliche segne. :-/

Sonntag, 10. September 2006

Neuer Garten Potsdam

Gestern machte ich mit M. wieder einen Ausflug nach Potsdam, diesmal aber nicht zum überlaufenen Sanssouci, sondern in den Neuen Garten am Heiligen See. Dort findet man relativ wenige Touristen, abgesehen vom Schloß Cecilienhof, das ein Hotel berherbergt, allerdings scheinen die Hotelinsassen sich wenig im Neuen Garten zu verlaufen. Obwohl den ganzen Tag dicke graue Wolken am Himmel hingen, regnete es nicht, und auch meine Kamera hat ein großes Lob verdient. Ich habe letztens sehr preiswert eine 1 GB-Speicherkarte bekommen, auf welcher ich nun Platz für 420 Fotos habe, so dass es nie mehr Speichermangel gibt. Allerdings hatte ich Sorge, dass dafür der Akku nicht so eine lange Tour durchhalten würde und ein Ersatzakku habe ich nicht. Doch es ist echt Wahnsinn, ich habe genau 195 Bilder gemacht und das Akku war immer noch zweidrittel voll (und das, obwohl ich die Kamera zwischendurch oft angelassen habe, weil sich beim ständigen An und Aus manchmal das Objektiv verklemmt). Unglaublich!
Es war ein schöner Tag und wir haben viel gelacht, insbesondere M. über meine Angewohnheit, statt Miniermotte, oder wie die heißt, Minimiermotte zu sagen. Aber ganz so falsch ist das ja nicht, denn schließlich minimiert sie ja die Kastanien. *gg*
Angefangen haben wir unsere Tour bei der kleinen gothischen Bibliothek. Danach sind wir am Ufer des Heiligen Sees entlang zur Küche des Marmorpalais. Von hier aus führt ein unterirdischer Gang direkt bis in das Palais. Zwischendurch einen Abstecher zur pseudoägyptischen Pyramide. Und dann weiter am Heiligen See entlang bis zum Grünen Haus. Auf dem See konnte man sogar richtige Fregatten sehen und die nachfolgende Grotte am Jungfernsee animierte M. wegen des Namens ebenfalls zu einigen Heiterkeitsausbrüchen. Von hier aus zum Schloß Cecilienhof und weiter hinauf auf den Pfingstberg zum Belvedere. Und wieder am Jüdischen Friedhof vorbei hinab Richtung Russische Kolonie. Hier findet man eine Orthodoxe Kirche und viele traditionelle russische Holzhäuser.

Von hier sind wir auf unserem Rundgang wieder am Eingang des Neuen Gartens angelangt, insgesamt waren ca. vier Stunden unterwegs, hatten aber noch keine Lust nach Hause zu fahren, weshalb wir beschlossen, uns noch ein stilles Plätzchen zum Ausruhen zu suchen. Da ich mehr als 200 Bilder übrig hatte, kam ich an der gothischen Bibliothek spontan auf die Idee, Fotos von M. zu machen. Leider hatte eine Fotografin die gleiche Idee, um ein Hochzeitspaar zu fotografieren und auf ihren Wunsch hin, mussten wir uns hinter die Bibliothek verstecken, damit wir nicht mit auf den Hochzeitsbildern erscheinen. Weil mein Kumpel keine Lust hatte, gestellte Fotos von sich machen zu lassen, schlich ich immer hinter ihm her, um unauffällig ungestellte Fotos zu machen, wobei ich zwischendurch von einigen Enten abgelenkt wurde, die ich ebenfalls fotografierte.

Ich hatte noch immer mehr als genug freie Bilder, weshalb ich M. kurzerhand die Kamera in die Hand drückte und beauftragte, auch von mir Fotos zu machen.

Zu guter Letzt suchten wir uns eine Bank mit Blick über den gesamten Heiligen See bis hinüber zum Grünen Haus, wo wir bis zum Einbrechen der Dunkelheit verweilten. Mit der Dämmerung gingen am Grünen Haus zwei Laternen an, die über den See leuchteten und dieser Anblick brachte mich auf die Idee, dass ich mir so einen Landsitz durchaus für mich selbst vorstellen könnte - ein schönes Landhaus direkt mit Blick auf den (unbefahrenen) See auf der einen Seite und auf der anderen Seite des Sees eine kleine Bibliothek mit Schreibzimmer in der Kuppel ebenfalls mit herrlichem Ausblick. Allerdings befüchtete ich, dass einem in so einem Schreibzimmer mit diesem Landhausausblick wahrscheinlich nur schnulzige Liebesromantik einfällt.
Außerdem sagte ich, dass auf solchen alten Landsitzen mit stillen Seen immer weiße Frauen spuken. Zufälligerweise liefen da gerade eine weiße und eine schwarze Gestalt an der Biblothek herum und mein Kumpel meinte, da sei die weiße Frau. Nun stellte sich aber bei genauerem Hinsehen heraus, dass das weiße ein Mann und das schwarze eine Frau war, worauf ich entgegnete, dass es doch eigentlich umgekehrt sein müsste - schwarzer Mann und weiße Frau. Dies erklärte M. damit, dass sie wahrscheinlich einen Rollentausch gemacht hätten und so haben wir noch eine Weile völligen Unsinn geredet, bis wir uns schließlich auf den Heimweg gemacht haben.

Freitag, 8. September 2006

...

Wird einem der Physik-Nobelpreis eigentlich auch für außerordentliche Dienste an verdienten Physikern verliehen?

Dieses eine Werbeplakat der REPs...

finde ich wirklich sehr aussagekräftig. Eine blonde Walküre mit Riesenti....., äh ich meine einem Riesentitel "Deutsch ist geil". Irgendwie wirkt das auf mich wie die albtraumhafte Vision der unheilvollen Allianz zwischen einem gewissen geizigen Elektronikfachhändler und der Telefonsexwerbung im Fernsehen. Alleine dies ist für mich ein Grund, die REPs nicht zu wählen.

Donnerstag, 7. September 2006

...

Fortwährend du,
fortwährend fort,
während du streichst
ziellos umher
sagst du stets,
es gäbe da nichts,
doch hältst dich fest,
Rosen knickend,
spürst die Dornen nicht -
wirf sie fort,
während du gehst!

Mittwoch, 6. September 2006

Ich muss schon sagen,....

dass zumindest ich (denn ich habe nicht den Eindruck, dass sonst noch viele mitlesen), meine Fortsetzungsgeschichte ungeheuer spannend und nervenzerreißend finde. Dies meine ich jetzt nicht gleichbedeutend mit gut, aber die Spannung bringt mich wirklich bald um, die Spannung, ob und wie ich es wohl schaffen werde, alle drei völlig zeitunabhängigen Handlungsstränge punktgenau und plausibel zu einem Ganzen zusammenzufügen. Bisher habe ich nur eine sehr wage Vorstellung davon, wie das vor sich gehen soll, doch es ist sowas von merkwürdig - sobald ich weiterschreibe, fügt sich jedes neu erdachte Detail zum anderen und alle scheinen wie geölte Zahnräder ineinander überzugreifen. Ich habe keine Ahnung, ob das so bleibt, vielleicht bleibt irgendwann ein einsames Zahnrad übrig, aber ich bin fest entschlossen, mich überraschen zu lassen, denn das andere Eigenartige ist, sobald ich versuche, im Voraus eine Strategie oder einen detaillierteren Plan zu erdenken, passiert einfach überhaupt nichts. Im Voraus zu planen funktioniert allerhöchstens nur wenige Schritte und auch dann führt mich das Schreiben manchmal in eine ganz andere Richtung, als ich es vorgesehen hatte, weil mir erst beim Schreiben selbst die klaren Einfälle kommen, die wie selbstverständlich zur Geschichte zu gehören scheinen, obwohl sie noch gar nicht geschrieben sind. Ganz ehrlich, kein einziges Buch, welches ich in den letzten Jahren gelesen habe, hat mir so viel Nervenkitzel bereitet, wie diese Geschichte, aber leider hat sie einen entscheidenden Nachteil - ich kann nicht einfach wie bei einem gekauften Buch mal schnell ein paar Seiten vorblättern, um meine unerträgliche Neugier zu befriedigen, wie die Sache wohl ausgeht. *grrrmpf*

Also ich weiß nicht...

Weil ich früh vergessen habe, mein Essen einzustecken, habe ich mir auf dem Weg zur Arbeit ein fertiges Salami-Baguette gekauft. Als man 2,50 EUR dafür wollte, habe ich mir noch nichts dabei gedacht, doch später fiel mir auf, dass das ja umgerechnet ca. 5 DM wären (ja, ich rechne in freien Minuten immer noch um, leider aber meist erst nach dem Kauf). Ich kann mich ehrlich nicht erinnern, dass Baguettes früher so teuer waren. Schon der teuerste Döner kostete nur 4,50 DM und Baguettes eigentlich noch weniger. Aber ok, warum wundere ich mich überhaupt. Wenn ich mir überlege, was ich früher im Monat ausgegeben habe und was ich heute ausgebe, kann ich kaum einen Unterschied erkennen, außer den, dass ich zwar ungefähr dieselben Beträge ausgebe, aber nur noch die Hälfte an Geld dafür zur Verfügung habe.

Dienstag, 5. September 2006

Eine Urlaubskarte von der Ostsee

"So unzufrieden mit dem Wetter müssen wir gar nicht sein, es gibt noch viele Mutige, die baden bei immerhin 18 Grad Wassertemperatur. Ich versuche bei jeder Gelegenheit so wie du wie ein Weltmeister zu fotografieren, aber da muß ich wohl bei dir noch in die Schule gehen. Wir lassen es uns jedenfalls hier gut gehen und beobachten nebenbei das Liebes- und Überhaupt-Leben der dicken fetten Kreuzspinnen."

Eigentlich wollte ich dieses Ferienhaus ja auch mal anmieten, wenn ich mit der Wohnung fertig bin, aber da ich immer höre, was für Spinnenmutationen die Holzhütte besetzt halten, weiß ich nicht, ob ich dass wirklich alleine will. Zumindest wohl nur zusammen mit einem Extra-Koffer Insektengift....

Montag, 4. September 2006

Gacker gacker - flatter flatter

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich begegne zur Zeit ständig Leuten, insbesondere im Job, die sich gerne aufplustern wie sonst was und sich enorm wichtig machen. Insgeheim vergleiche ich sie immer mit gackernden Hühnern, weil man wirklich den Eindruck hat, dass sie wie kopflose Hühner andauernd durch die Flure flattern, stundenlang am Telefon gackern, aber bei dem ganzen Gewese doch nix Vernünftiges rauskommt. Ich meine, normalerweise finde ich das ja ganz amüsant zu beobachten, aber andererseits kann das manchmal auch für mich ziemlich nervig werden, zum Beispiel bei der einen Kollegin, die dasselbe wie ich nur in einem anderen "Zweig" meiner "Firma" macht. Aus irgendeinem Grund ruft sie mich schon seit Anfang des Jahres wegen der gleichen Sache an und erzählt mir auch immer das gleiche, zu dem ich ihr auch nur das gleiche erwidere. Ich an ihrer Stelle hätte schon längst Klage eingereicht. Soll das Gericht entscheiden, dazu ist es ja da. Aber stattdessen jammert sie jedes Mal auf's Neue über die Verjährungstermine und labert mich mit hochgestelztem Managerlatein zu, ohne dabei irgendetwas zu sagen. Ich verstehe zwar, was sie sagt, aber nicht wirklich, was sie von mir will. Wenn sie eine Rede halten will, sollte sie es vielleicht mal mit einem Jobwechsel versuchen. Ich jedenfalls komme mit meinen Akten nicht weiter, wenn ich hundertmal dieselbe nutzlose Rede schwinge. Ab und zu sollte man auch mal eine Entscheidung treffen, selbst wenn sie falsch sein könnte.

Gelesen

"Vergnügungsansprüche" statt "Vergütungsansprüche"

Falls es tatsächlich einen Vergnügungsanspruch gibt, mache ich ihn hiermit geltend.

Sonntag, 3. September 2006

Grauverträumter Sonntag

Dicke Regenwolken, ein ständiges leichtes oder auch stärkeres Nieseln, jedoch knapp über 20 Grad Lufttemperatur luden heute dazu ein, es mir auf meinem Stammplatz auf dem Balkon bequem zu machen und mich in die unglaublichen Welten Castanedas voller anorganischer Wesen, selbstgefälliger Zauberer, brutzelnder Scouts und einem räuberischen Universum zu vertiefen, nur von einigen versprengten Regentropfen getroffen. Und bei dem gelben Nebel der Welt der Anorganischen fühlte ich mich unversehens an diesen gelben Nebel meiner Kindheit erinnert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_gelbe_Nebel

Kampf den Asietten und schwarze Katzenkostüme

Ich bin mit einer Gruppe von Leuten in einem seltsamen fremden Land unterwegs. Wir trennen uns zwischendurch und irgendjemand von uns geht dort in die Politik und kandidiert. Sein erklärtes Ziel ist die Abschaffung der Asietten. Aus diesem Grund mag ihn ( bzw. sie, wie ich glaube) die Bevölkerung des Landes überhaupt nicht, weil sie nicht auf Asietten verzichten möchten. Während ich alleine weiterreise, fahre ich mit einer S-Bahn und werde dort von den Leuten feindselig angeschaut, weil sie mich als einen der Fremden erkennen, der in ihr Land gekommen ist. Ich fühle mich deshalb bemüßigt, ihnen zu erklären, dass Asietten Aluminium enthalten und Aluminium eventuell bei der Entstehung von Alzheimer mit beteiligt ist. Sie antworten nicht darauf und ich steige irgendwann aus. Und wieder versuche ich durch Fragen auf der Straße eine Unterkunft zu finden, so wie ich es schon die ganze Zeit mache. Ich bin nirgendswo zu Hause, sondern reise stets weiter und suche mir auf der Straße Unterkünfte. In dieser Stadt fallen mir vollkommen schwarze Gestalten auf, die anscheinend von oben bis unten mit schwarzem Fell bewachsen sind und auch die Augen sehen nicht menschenähnlich aus. Zuerst bin ich mir nicht sicher, ob es völlig "unmenschliche" Wesen sind und frage mich, in was für einem Land ich gelandet bin, doch dann beschließe ich einfach, ohne gefragt oder nachgeschaut zu haben, dass sich die Leute als schwarze zweibeinige Katzen verkleidet haben, weil sie anscheinend so Karneval feiern. Auf der Suche nach einer Unterkunft komme ich an einem Park vorbei, in welchem sich Flußpferde und Krokodile am Ufer eines schmalen Flusses aufhalten. Ich mache einen großen Bogen um sie. Endlich befinde ich mich in einer Unterkunft, die heimähnlich wirkt, denn ich bin dort in einer Art Schlafsaal. Eine Frau, die aus diesem Saal in das Freie tritt, wird plötzlich ohne Vorwarnung von jemandem erschossen und ein Mann mit einer Pistole kommt hereingestürzt. Ich wechsle einige Worte mit ihm, wobei ich wohl auch die Polizei erwähne und erfahre, dass er Polizist ist und dieses Vorgehen in dem Land üblich und gesetzlich ist.

Samstag, 2. September 2006

Aus "Die Prophezeihungen von Celestine" von James Redfield

»Sind Sie sicher? Sobald man mit der Energie verbunden ist, haben Gedanken oftmals andere Erscheinungsformen.« Ich sah ihn verwirrt an.
»Die Worte, die Sie gewöhnlich in Ihren Kopf zwingen, um Ereignisse mit Hilfe der Logik zu kontrollieren, versiegen, sobald Sie Ihr Kontroll-Drama aufgegeben haben. Während Sie sich mit Energie auftanken, manifestieren sich Gedanken einer anderen, höheren Qualität in Ihrem Bewußtsein. Hierbei handelt es sich um Ihre Intuitionen. Sie mögen fremdartig erscheinen und halten sich meistens im Hinterkopf auf, doch ab und an erscheinen sie in Form eines Tagtraumes oder einer Mini-Vision. Sie kommen auf direktem Wege, um Sie anzuleiten.«....

Du mußt verstehen, daß es im Leben nicht um Antworten geht. Es geht darum, die aktuellen Fragen zu erkennen. Hast du die richtige Frage erkannt, folgt immer auch die Anwort.
Sobald du ahnst, was als nächstes passieren wird, heißt es ausgesprochen aufmerksam und wach zu werden. Früher oder später werden scheinbare Zufälle auftauchen, die dafür sorgen, daß du dich tatsächlich in die Richtung bewegst....

»Indem wir unsere akuten Lebensfragen im Kopf behalten und dann auf Anweisungen warten, die uns in Form von Träumen oder Intuitionen erscheinen. Oder in der Form, daß unsere Umgebung uns erleuchtet.«
»Ja!« sagte Pablo. »Das ist der richtige Weg. Und jedes Mal führen diese Fügungen zu etwas Neuem.Wir wachsen, werden reifere Persönlichkeiten und existieren auf einer Ebene gesteigerter Schwingung.«...

Er bückte sich erneut und pflückte eine Blume.
»Sie sagt, daß wir nicht nur von Träumen geleitet werden, sondern auch von Gedanken und Tagträumen.«
»Ja, Pater Carl behauptete das auch. Erklär mir, wie Tagträume funktionieren.«
»Durch sie sind wir in der Lage, Szenen oder Ereignisse zu sehen, die sich tatsächlich ereignen können. Wenn wir aufmerksam genug sind, können wir uns durch sie auf eine Wendung in unserem Leben vorbereiten. Der Siebten Erkenntnis nach haben wir sie wesentlich häufiger, als wir annehmen. Um sie zu erkennen, müssen wir jedoch lernen, die Position eines Beobachters zu beziehen. Und taucht ein Gedanke auf, müssen wir fragen, warum er das tut und warum gerade jetzt? In welcher Beziehung steht er zu der Problematik unseres Lebens? Die Position des Beobachters hilft uns dabei, das Bedürfnis nach völliger Kontrolle aufzugeben. Sie bringt uns in Verbindung mit dem Fluß unserer Entwicklung.«
»Aber was ist mit den negativen Gedanken?« fragte ich. »Der Furcht davor, daß etwas Schreckliches geschehen wird, jemand, der uns nahesteht, verletzt werden könnte, oder wir nicht erreichen, was wir uns vorgenommen haben?«
»Ganz einfach«, sagte Pablo. »Die Siebte Erkenntnis sagt, daß Bilder der Angst bei ihrem Auftauchen angehalten und durch etwas Positives ersetzt werden. Daraufhin wird es bald so gut wie keine negativen Bilder oder Gedanken mehr geben. Du wirst nur mehr Ahnungen von positiven Ereignissen haben.
Sollten negative Bilder auftauchen, dann rät das Manuskript, sie unbedingt ernst zu nehmen, sie je doch nicht weiterzuverfolgen. Wenn du zum Beispiel ein Bild davon hast, wie du in einem Lastwagen verunglückst, und jemand bietet dir an, in seinem Wagen mitzufahren, so lehne das Angebot ab.«...

»Vergiß nicht, unterwegs so oft wie möglich zu halten und dich mit der Energie zu verbinden. Versuche erfüllt und voller Liebe zu bleiben. Hast du diesen Zustand einmal erreicht, kann nichts und niemand dir mehr Energie abziehen, als du imstande bist zu ersetzen. Um genau zu sein, schafft die Energie, die du abgibst, eine Art Strömung, die dafür sorgt, daß du ebensoviel Energie wieder aufnimmst. Du brauchst keine Angst zu haben, leerzulaufen. Doch mußt du dir dieses Vorganges die ganze Zeit bewußt bleiben, sonst funktioniert er nicht. Das gilt in verstärktem Maße, wenn du es mit anderen Menschen zu tun hast.«
»Meine Intuition rät mir, dir noch etwas mitzuteilen. Später wirst du es besser verstehen lernen: Laß dich durch deine Wahrnehmung des Schönen und Schillernden leiten. Menschen und Orte, die Antworten für dich bereithalten, werden dir leuchtender und attraktiver erscheinen.«...

»Ich werde dir die im Manuskript aufgeführten Klassifikationen aufzählen«, sagte Sanchez. »Jeder Mensch bemüht sich um Energie, entweder aggressiv, das heißt, er zwingt Leute mit direkter Gewalt ihre Energie an ihn abzugeben, oder passiv, indem jemand mit dem Mitleid oder der Neugierde anderer Menschen spielt, um auf diese Weise Aufmerksamkeit zu erregen. Bedroht dich zum Beispiel jemand körperlich oder verbal, so bist du aus Angst davor, daß dir etwas Schreckliches widerfahren könnte, gezwungen, ihm deine Beachtung zu schenken und damit auch deine Energie. Der dich Bedrohende zieht dich in das aggressivste aller Dramen, ein Typus, der in der Sechsten Erkenntnis als Einschüchterer bezeichnet wird.
Zählt dir jemand all die gräßlichen Dinge auf, die ihm, möglicherweise auch noch deinetwegen, zugestoßen sind, und erklärt, daß sich diese Schreckenserlebnisse fortsetzen werden, wenn du dich weigerst, ihm zu helfen, so versucht jemand auf der passivsten aller Ebenen Kontrolle zu erlangen.
Das Manuskript nennt dies das Drama des armen Ich.
Denk einen Augenblick darüber nach, bevor du antwortest. Warst du jemals mit Menschen zusammen, die dir ein Gefühl der Schuld vermittelt haben, obwohl es eigentlich keinerlei Grund dafür gab? ...Hat der Betreffende versteckte Aggressionen und untergräbt, um an deine Energie zu gelangen, deine Welt, indem er Fehler darin findet, wie dein Vater, so handelt es sich bei der Person um einen Vernehmungsbeamten.
Weniger passiv als das Drama des armen Ich ist deine eigene Unnahbarkeit. In ihrer Abstufung lauten die Typen: Einschüchterer, Vernehmungsbeamter, Unnahbarer und armes Ich. Leuchtet dir das ein?«
»Ich denke, schon. Meinen Sie, daß jeder unter einen dieser Typen einzuordnen ist?«
»Ich bin davon überzeugt. Manche benutzen allerdings mehrere Dramen, wenn die Situation es rechtfertigt, doch die meisten unterliegen einem einzigen dominanten Kontroll-Drama, das ständig wiederholt wird, da es sich vorher in der Familie bewährt hat.«
Allmählich dämmerte es mir. Ich sah Sanchez an.
»Jetzt fällt's mir ein. Meine Mutter war ebenfalls ein Vernehmungsbeamter.«
»Dann hast du eine zweifache Dosis abbekommen«, sagte Sanchez. »Kein Wunder, daß du so unnahbar geworden bist. Aber zumindest haben sie dich nicht eingeschüchtert, und du hast nie um deine Sicherheit bangen müssen.«
»Was wäre dann passiert?«
»Du wärst im Drama des armen Ich hängengeblieben. Ist dir jetzt klar, wie die Sache funktioniert?
Wenn dich als Kind jemand mit der Androhung körperlicher Gewalt um deine Energie bringen will, dann reicht Unnahbarkeit als Gegenwehr nicht mehr aus. Durch gespielte Schüchternheit bekommst du deine Energie nicht zurück - man kümmert sich dann einen Dreck darum, was in dir vorgeht. Der Druck von außen ist zu groß. Also bist du gezwungen, dich passiver zu verhalten und ins Drama des armen Ich zu flüchten, du appellierst an die Gnade der betreffenden Person und flößt ihr Schuld für ihre Untaten ein.
Wenn das nicht funktioniert, mußt du als Kind einfach durchhalten, bis du groß genug bist, um zu explodieren und gegen die Gewalt zu kämpfen. Aggression steht dann gegen Aggression.« Er hielt einen Moment inne. »Wie das Kind in der peruanischen Familie, von dem du mir erzählt hast.
Ein Mensch versucht alles, um in seiner Familie an Energie zu gelangen. Jedes Mittel ist ihm recht. Und ist er einmal erfolgreich, wird diese Strategie zum dominierenden Mittel, um den Energiezufluß aller anderen zu kontrollieren, und somit zu einem ständig wiederholten Drama.«
»Den Einschüchterer verstehe ich«, sagte ich, »aber wie entwickelt sich der Vernehmungsbeamte?«
»Was würdest du tun, wenn du als kleines Kind entweder ignoriert würdest oder deine Eltern nicht daheim wären, weil sie zum Beispiel ihrer Karriere nachgehen?«
»Ich weiß nicht.«
»Unnahbar spielen würde dir keine Aufmerksamkeit einbringen; es würde niemandem auffallen. Denkst du nicht, du müßtest anfangen, so lange zu bohren und zu schnüffeln, bis du einen Fehler bei diesen unnahbaren Leuten findest, um sie damit zu zwingen, dir etwas von ihrer Aufmerksamkeit und damit ihrer Energie zu geben? Genau das ist es, was ein Vernehmungsbeamter tut.«
Ich begann, den Inhalt der Erkenntnis zu verstehen.
»Unnahbare Leute schaffen Vernehmungsbeamte!«
»Genau das.«
»Und umgekehrt! Der Einschüchterer provoziert das Drama des armen Ich oder, falls das nicht zum Erfolg führt, einen weiteren Einschüchterer!«
»Exakt. Auf diese Weise setzen Kontroll-Dramen sich fort. Behalte aber im Auge, daß wir durchaus dazu neigen, diese Dramen in anderen zu erkennen, während wir uns selbst in diesen Belangen für unfehlbar halten. Jeder von uns muß diese Illusion aufgeben, bevor wir uns weiterbewegen können. Die meisten von uns hängen, zumindest einen Teil ihrer Zeit, in einem Drama fest, und unsere Aufgabe besteht darin, einen Schritt davon zurückzutreten und uns selbst lange genug zuzuschauen, um herauszubekommen, worin genau das Drama besteht.«
Ich schwieg einen Augenblick. Dann sah ich Sanchez wieder an und fragte: »Was geschieht, wenn wir unser Drama erkannt haben?«
Er verlangsamte die Fahrt, um mir in die Augen zu sehen. »Dann erst steht es uns wirklich frei, eine Rolle in einem anderen Stück zu spielen und nicht immer nur den gleichen Akt, den uns unser Unterbewußtsein vorschreibt. Wie ich schon sagte, können wir uns dann um die höhere Bedeutung unseres Lebens kümmern und möglicherweise einen spirituellen Grund dafür finden, warum wir in eine bestimmte Familie geboren wurden. Wir können uns endlich darüber klarwerden, wer wir wirklich sind.«...

Das Manuskript beweist, daß solche Versuche, Energie abzuziehen, nicht mehr funktionieren, sobald man sie zur Sprache oder ins Bewußtsein der jeweiligen Person bringt, weil sie nur verdeckt existieren können. Die Wahrheit wird sich in einem Gespräch schließlich immer durchsetzen. Danach
muß dein Gegenüber aufrichtiger und ehrlicher sein.«
»Das ergibt Sinn«, sagte ich. »Ich schätze, daß ich selbst bereits Dramen beim Namen genannt habe, ohne mir dessen bewußt zu sein.«
»Wir alle haben das getan. Wir begreifen jetzt langsam, was auf dem Spiel steht. Die Lösung liegt darin, auf die wahre Person hinter dem Drama zu schauen und soviel Energie wie möglich an diese Person abzugeben. Wenn sie merkt, daß Energie in ihre Richtung fließt, braucht sie nicht mehr mit allen Mitteln dafür zu kämpfen.«...

Pater Costous ist ein gutes Beispiel«, fuhr er fort. »Er war im Besitz einer wertvollen Botschaft für dich, und du hast ihm nicht geholfen, sie zu enthüllen. Du hast Antworten von ihm verlangt, was zu einer Art Wettbewerb zwischen euch führte und sein Kindheitsdrama, das des Vernehmungsbeamten, auf den Plan rief. Dadurch wurde dann auch das Gespräch bestimmt.«
»Das wirst du sein«, sagte er, »wenn du deine Fragen immer im Hinterkopf behältst. Selbst Menschen, die noch kein Bewußtsein darüber haben, können eine Botschaft tragen, die irgendwie zur Beantwortung deiner Fragen beiträgt. Das gilt insbesondere für sogenannte Unglücksfälle, wie wir sie nennen. Die Siebte Erkenntnis führt aus, daß die Herausforderung darin besteht, das Gute in jeder Begebenheit aufzufinden - egal wie negativ sie zunächst auch erscheinen mag. Zunächst dachtest du, daß deine Gefangennahme alles ruiniert habe. Doch jetzt siehst du, daß du hier am richtigen Ort bist. Hier lagen die Antworten auf deine Fragen.«
»Die Achte Erkenntnis warnt dich«, rief er mir hinterher. »Sie warnt dich davor, dein Wachstum aufzugeben... Das passiert, wenn du nach eine anderen Person süchtig wirst.«
»Am Anfang einer Liebe versorgen sich beide Partner unbewußt gegenseitig mit Energie, geraten als Folge davon in Hochstimmung und fühlen sich beflügelt. Dieses unwahrscheinlich intensive Hochgefühl nennen wir >Verliebtsein<. Wenn die Partner jedoch erwarten, der andere müsse ihnen dieses Gefühl vermitteln, so schneiden sie sich damit von der Energiezufuhr des Universums ab und werden im Lauf der Beziehung immer abhängiger von der Energie des Partners - unglücklicherweise ist sie dort zu diesem Zeitpunkt meistens nicht mehr im Überfluß
vorhanden. Und so wird an der eigenen Energie gespart. Die Beteiligten verfallen wieder in ihre alten Dramen und versuchen einander zu kontrollieren, um die Energie des anderen in die eigene Richtung zu lenken. An diesem Punkt verkommt die Beziehung zu dem ja bestens bekannten stinkgewöhnlichen Machtkampf.«....

»Wie ich vorhin schon sagte, behauptet die Achte Erkenntnis, daß wir zu Beginn unserer Bewußtseinsbildung automatisch mit der Energie des anderen Geschlechtes versorgt werden.
Sie hat ihren natürlichen Ursprung in der Schöpfungsgewalt.
Doch müssen wir achtgeben, denn wenn uns jemand den direkten Zugang zu dieser Energie anbietet, schneiden wir uns von der wahren Quelle ab..., und aus ist es mit der Weiterentwicklung. Wir fallen zurück.« ...
»Die Idee besteht darin, Hochgefühle und Euphorie,wie sie nur zu Beginn einer Abhängigkeitsbeziehung auftreten, auch allein empfinden zu können. Sie müssen Ihren Partner gewissermaßen in Ihrem Inneren entwickeln. Danach werden Sie Fortschritte machen und können sich endlich auf die Suche nach jener einmaligen romantischen Beziehung machen, die Ihnen auf den Leib geschneidert ist.«...

»Wann immer ein anderer Mensch unseren Weg kreuzt, trägt er eine Botschaft für uns. Zufällige Begegnungen gibt es nicht. Wie wir auf Begegnungen reagieren, entscheidet darüber, ob wir in der Lage sind, die Botschaft aufzunehmen oder nicht. Wenn wir in einer Unterhaltung mit jemandem keine Botschaft in bezug auf unsere aktuellen Fragen erhalten, so heißt das nicht, daß keine Botschaft für uns existiert, sondern nur, daß wir sie aus irgendeinem Grunde nicht verstanden haben.«

Sich unausgesetzt in diesem nahezu magischen Fluß aufzuhalten, darin lag das Geheimnis für Glück.