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Samstag, 1. Dezember 2007

Göttlicher Arsch

Meine Träume müssen sehr lustig gewesen sein, denn mitten in der Nacht wachte ich wegen eines Lachanfalls auf. Ich kann mich jedoch nur noch an einen Begriff erinnern, nämlich "göttlicher Arsch", um den es ging, allerdings hatte er im Schlaf eine, wie mir schien ganz selbstverständliche andere Bedeutung, als gemeinhin gebraucht, denn die Betonung und der wörtliche Sinn lag hier auf "göttlich" und nicht auf Arsch. Vielleicht hat mich dies so erheitert.

Bemerkung: Erinnert an den "großen Sack"-Traum.

Donnerstag, 29. November 2007

...

Aber über den Häuptern der Gestalten war es wie eine Himmelfeste, wie ein Kristall, unheimlich anzusehen, oben über ihren Häuptern ausgebreitet, daß unter der Feste ihre Flügel gerade ausgestreckt waren, einer an dem andern; und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib. Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. Wenn sie aber stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen, und es donnerte im Himmel über ihnen. Wenn sie stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen.
Und über der Feste, die über ihrem Haupt war, sah es aus wie ein Saphir, einem Thron gleich, und auf dem Thron saß einer, der aussah wie ein Mensch. Und ich sah, und es war wie blinkendes Kupfer aufwärts von dem, was aussah wie seine Hüften; und abwärts von dem, was wie seine Hüften aussah, erblickte ich etwas wie Feuer und Glanz ringsumher. Wie der Regenbogen steht in den Wolken, wenn es geregnet hat, so glänzte es ringsumher. So war die Herrlichkeit des Herrn anzusehen. Und als ich sie gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hörte einen reden.

(Hesekiel 1.2, Vers 22-28)

Zucker sagt,

Gott erreichst du nur, oder besser gesagt, Gott kann dich nur von gegenüber bei eingeschaltetem Licht sehen.

Ich bin Mittelmaß,

hat mir Herr N. heute erklärt. Darauf kann man sich bei Herrn N. aber beinahe schon etwas einbilden. Es ging um die chaotische Ordnung und Arbeitsweise von Frau Sch. mit zig Ordnern unbearbeiteter Post und Akten auf dem Fußboden, auf dem Schreibtisch ebenfalls Berge von unbearbeiteter Post wie Kraut und Rüben. Dazu kommt, daß sie oft krank ist und jedesmal ihr Gegenüber ebenfalls plötzlich erkrankt, was ich auch irgendwie nachvollziehen kann, wenn ich für dieses Sachgebiet Vertretung machen müßte. Herr N. regte sich also wieder einmal auf, weil er gerade dabei war, die Post, die ich zusammen mit den Akten ab nächste Woche bekomme, herauszusuchen und fragte mich: "Ihnen gefällt doch sowas auch nicht?" Und das stimmt, ich mag solch ein Chaos tatsächlich nicht, wenn ich allerdings nicht damit zurechtkommen muß, sondern jemand anderes, ist es mir relativ egal. Jeder kann ja die Ordnung haben, die er will, so lange er mich damit nicht belästigt und selbst die Arbeit macht. Ich nickte also, fügte aber diese Überlegungen hinzu, sagte, daß es halt solche und solche Menschen gibt und daß er nicht nur von sich selbst ausgehen könne. "Von mir selbst sowieso nicht, wenn man so gut ist wie ich....äh.....so übertrieben wie ich, aber man kann ja ein Mittelmaß nehmen. Ich mein, Sie zum Beispiel oder so." Ich mit scharfem Blick und etwas provokant: "Äh, hab ich das jetzt richtig verstanden, wollten Sie damit gerade sagen, daß ich Mittelmaß bin?"
Er windet sich grinsend etwas, erklärt dies und jenes, unter anderem: "Ich meine, Frau Sch., Herr K. und Frau M. könnten sich ja von Ihrem Arbeitsplatz auch noch etwas abgucken. Wenn sie sich von mir was abgucken sollten, das wäre ja dann schon Mobbing, so übertrieben und so.....na ja. "
Aha. Ich sage zu ihm: "Wird Zeit, daß ich anfange, mal ein paar Kaffeeflecken auf dem Schreibtisch zu hinterlassen....."

Mittwoch, 28. November 2007

Zucker sagt,

um Antworten zu finden, sehe man zu, daß man den Polarstern in der U-Bahn-Station erwischt. Aber nur im Hoch-Bahnhof ist diese Brüderlichkeit, dieses Verstehen möglich.

Der Urlaubstag

Nachdem ich bis Mittag geschlafen habe, stehe ich auf und denke mir, daß ich jetzt mal was unternehmen sollte. Mein Blick fällt aus dem Fenster und ich sehe eine Stadtlandschaft mit einem Fluß, auf welchem Schiffe und Kähne fahren. Man sieht Männer auf den Schiffen arbeiten, Kräne und Baustellen an den Ufern. Durch ein Gebäude am Ufer fällt das Sonnenlicht hindurch, da es auf beiden Seiten Glasfenster hat. Das zerstreute Sonnenlicht leuchtet aus einem bestimmten Blickwinkel golden und strahlend, wie ein geheimer, in diesem Gebäude verborgener Schatz. Auf einmal weiß ich, was ich den Rest des Tages tun werde - ich werde auf Fototour gehen. Nochmals ändere ich meinen Blickwinkel, das Strahlen verblaßt, doch jetzt sehe ich deutlich den Sonnenball durch beide Fenster hindurch. Seltsam, daß die Mittagssonne so niedrig steht, als wäre es am Morgen. Dann beschließe ich, mich frisch zu machen zu machen und suche den Waschraum. Dieser befindet sich in einem winzigen Verschlag auf dem Hof, nicht größer als ein Kleiderschrank. Nur mit einigem Dünnmachen und Quetschen passe ich da hinein. Ein Mann fährt in einem Auto auf dem Hof vor und will mich sprechen. Da bemerke ich mit einigem Erstaunen, wie ich mich teile, sich eine zweite Person von mir abspaltet und zu dem Mann geht. Mein Beobachter und erstes Ich bleibt jedoch in dem Waschschrank. Die zweite Hälfte kommt nach einigen Worten wieder zurück, doch wo wir nun beide in den Waschschrank passen müssen, wird es doppelt so eng. Sie weist meine erste Hälfte an, mehr zusammenzurücken und sich kleiner zu machen, damit sie auch noch in den Waschschrank hineinpaßt.

Bemerkung: Als ich heute morgen meinem Büro zustrebte, fiel blendend helles Sonnenlicht strahlend durch die Fensterseite des Büroflurs und eine Kollegin, die mir entgegenkam grüßte und meinte: "Na, haben Sie die Sonne mitgebracht?"

Dienstag, 27. November 2007

Zucker sagt,

neben mir sitzt jetzt ein Scherz, oder?

Herr im Himmel,

ich schwöre, wenn ich den Lotto-Jackpot gewinne, werde ich die neugewonnene Zeit sinnvoll nutzen und die beste Dschinghis Khan Video Parodie aller Zeiten produzieren. *kniet*

Montag, 26. November 2007

Das dämonische Datum - der 1.1.

Montag vormittag eine zweistündige Dienstberatung und schon ist man für den Rest der Woche wieder bedient. Eine still keimende Hoffnung trage ich jedes Jahr aufs neue in mir und jedes Jahr wird sie aufs neue enttäuscht. Ich werde diesen 1.1.-Fetischismus nie verstehen, doch ob ich ihn verstehe oder nicht, jedes Jahr pünktlich Ende November bis Anfang Dezember kriechen die 1.1.-Fetischisten aus ihren Löchern und der 1.1.-Wahn bricht aus, während sie all die Monate davor in tiefem Schlaf ruhten. Das schlimme ist, daß diese Kranken auch noch ganz normale und vernünftige Leute damit anstecken, die durchaus nichts gegen jedes andere Datum davor oder danach gehabt hätten, aber auf einmal hundert Sachen auf einmal an die Backe geklebt kriegen, welche zu diesem Datum erledigt werden müssen oder beginnen. Und dann wundern sich die Kranken noch und stöhnen, daß jedes Jahr im Dezember soviel Hektik und Streß ist und heutzutage das Weihnachtfest nicht mehr würdig und besinnlich begangen wird, sondern ständig in einer Katastrophe endet, weil viele, selbst die ganz normalen, ob des geballten Drucks reizbar und aggressiv werden. Doch es ist auch einfach unmöglich, sich dieser Hektik zu entziehen, da der 1.1.-Wahnsinn anscheinend epidemieartigen Charakter besitzt. Manchmal habe ich mir schon überlegt, den gesamten Dezember Urlaub zu nehmen und allen die Nase zu zeigen, aber mit meinen paar Urlaubstagen komme ich da nicht sehr weit.

Sonntag, 25. November 2007

Herrlich!

Im Fernsehen läuft "zdf umwelt", eine charmante blonde Moderatorin kündigt einen Beitrag über gesundes Schulessen an. Der Beitrag läuft, recht positives Fazit, Bio und engagierte Köche in den besuchten Schulen. Beitrag endet und eine dunkelhaarige Dame erscheint. "Ja, meine Damen und Herren, Sie wundern sich sicher, wo xxx geblieben ist. Meiner Kollegin ist ganz plötzlich schlecht geworden und jetzt mache ich einfach weiter. So flexibel sind wir."
Ich fürchte, die blonde Moderatorin hatte wohl deutlich schlechtere Erfahrungen mit dem Schulessen. *lol*

EDIT: Ende der Sendung mit den Worten "Meine Kollegin xxxx hat sich heute ganz plötzlich in die Babypause verabschieden müssen. Wir wünschen ihr alles Gute." Hört sich für mich eher so an, als wäre sie verabschiedet worden. Grausame Medienwelt.

Samstag, 24. November 2007

P lanet T error -

Zombiehorror aus einer Mischung von Kettensägenmassaker und die Nacht der lebenden Toten, mit Litern von Schleim und Eiter und einer einbeinigen Amazone, die ein Maschinengewehr als Prothese trägt und eigentlich mal Stand-up-Comedian werden wollte. So kanns gehen.
Aber jetzt muß ich erstmal was essen.

Es gibt zwei Dinge,

die ich an Agatha Christie schätze. Das allererste ist ihr Humor, der mir dem meinen nicht unähnlich scheint und überall auch in ihren Krimis hindurchblitzt, sowie ihre Schnörkellosigkeit und Direktheit. Letzteres finde ich manchmal erfrischend, manchmal ist es mir aber auch fast zuviel, dann ertappe ich mich dabei, mir zu wünschen, sie hätte diese oder jene Szene noch ein wenig mehr ausgeführt.
Doch der Humor ist immer gleichermaßen skurril und in ihren Erinnerungen an glückliche Tage, den Bericht über ihre Ausgrabungsreisen durch Syrien und Mesopotamien mit ihrem Mann, dem Archäologen, lese ich oftmals witzige Beschreibungen über das alltägliche Leben während der Reise, von denen ich sofort denke, genauso oder so ähnlich würde es wohl klingen, wenn ich diese Erlebnisse gehabt und im Blog festgehalten hätte. Überhaupt erscheinen ihre Erzählungen wie frisch gebloggt. Man merkt ihnen gar nicht an, daß sie in einer Zeit entstanden, in welcher der Reißverschluß eine vollkommen neuartige Erfindung gewesen ist. Modern, frech und zeitlos, trotz ihres nachvollziehbaren Mißtrauens gegen die Unwägbarkeiten dieses technologisch hochwertigen Verschlußsystems. Genau das richtige amüsante und leichte Leseabenteuer für graue und dunkle Novembertage und für mich gerade eine regelrechte Erholung. Endlich kein gechanneltes oder spirituelles Geschwafel, keine Außerirdische, keine fliegenden Untertassen, keine Sephirots, keine aus fgestiegenen Meister und das Eschaton immanentisiert sich eh, wann und wo es will.

"La Sainte Sophie ist herrlich", schwärmt ein Franzose. Jedermann stimmt ein, bis auf eine unrühmliche Ausnahme, und die bin ich. Ich Unglücksrabe habe der Hagia Sophia nie etwas abgewinnen können. Ein bedauerlicher Mangel an Kunstverstand, aber so ist es. Schon immer war ich der Ansicht, daß diese Moschee einfach falsche Maße aufweist. Voller Scham über meinen perversen Geschmack halte ich den Mund."

"Als wir heirateten, schätzten Max und ich die Freuden der Tafel in vollkommener Übereinstimmung - wir aßen mit Verstand, doch viel zu üppig. Betrübt stellte er fest, daß mir gute Weine, ja jeder Alkohol, nichts, aber auch gar nichts bedeuteten. Er gab sich alle Mühe, mich zu erziehen, indem er mir Beaujolais und Sauternes, weißen Bourdeaux und Rheinwein, schließlich voll Verzweiflung Tokaier, Wodka und Absinth vorsetzte. Am Ende gestand er die Niederlage ein, denn mir schmeckte das eine immer scheußlicher als das andere. Mit einem müden Seufzer faßte Max eine Zukunft ins Auge, in der er auf ewig dazu verdammt war, in Restaurants mir eine Karaffe Wasser zu erkämpfen. Er behauptet, er sei deswegen um Jahre gealtert."

(Das zweite Zitat könnte auch von mir sein. *gg*)

Der Schlüssel passt, weil es ein Traum ist und der Teufel trägt Lidstrich

Ich bin in der Wohnung meiner Mutter, gehe aber wieder, und als ich auf der Straße unterwegs bin, sehe ich eine Frau als Paketausfahrerin. Plötzlich fällt mir ein, daß meine Mutter immer von einer supernetten Paketausfahrerin erzählt und daß sie außerdem ein Paket erwartet. Das muß diese Frau sein und sie steht genau an der Ecke zur Straße meiner Mutter. Ich überlege deshalb, ob ich schnell zurück in die Wohnung gehen soll, damit jemand da ist, wenn sie klingelt, denn meine Mutter ist irgendwo unterwegs. Allerdings habe ich gar keinen Schlüssel mitgenommen, denn der liegt noch da, wo er immer liegt bei mir zu Hause (auch in real). Doch halt! Ich war doch eben schon in der Wohnung und habe auf- und zugeschlossen? Wie habe ich das denn gemacht? Das muß mein eigener Schlüssel gewesen sein. Wie geht das denn, daß er ebenfalls für die Wohnung meiner Mutter paßt? Dann weiß ich auf einmal die Antwort: Der Schlüssel paßt deshalb, weil das hier ein Traum ist. Hätte ich ja eigentlich auch eher drauf kommen können, denn ich wußte ja die ganze Zeit, daß ich in einem Traum unterwegs bin.
In einem zweiten Traumfragment kämpfe ich diesmal nicht gegen Geister, sondern gegen den Teufel. Der Teufel sind zwei Frauen, eine menschliche und eine außerirdische, welche beide ihre Augen sehr schwarz mit Lidstrich umrahmen. Dabei ähnlich sie sich verblüffend, aber man kann trotzdem erkennen, wer die Außerirdische ist, sie hat nämlich einen größeren, birnenförmigen Kopf und schrägstehende große Augen. Um den Teufel verschwinden zu lassen, spreche ich (wie im Traum "Verräucherte Geisterstunde") etwas Humbug und mache ein paar Armbewegungen in Richtung eines Spiegels (?). Diesmal hilft es aber wirklich, denn eine Stichflamme schießt heraus und der Teufel ist verschwunden. Super! Jetzt besteht keine Gefahr mehr.
Im dritten Traumfragment befinde ich mich in einem Raum, wo ringsumher an den weißen Wänden kleine Schaukästen mit zwei sich einander berührenden schwarzen X hängen. Mein Exfreund K. ist dabei und schießt mit Laserstrahlen auf die beiden X, um sie auf eine bestimmte Art zu teilen, während ich ihn dazu navigiere. Er hat es sich dazu in der Mitte des Zimmers, gleich neben einem Treppenaufgang, auf einem Stuhl bequem gemacht, während ich von Kasten zu Kasten gehe. Es geht darum, die X an nicht mehr als fünf Stellen oder an genau fünf Stellen zu teilen(?).

X-Traum

Bemerkung: Beim letzten Traumfragment finde ich nur vier oder mehr als fünf Stellen, um die X zu teilen, bin mir aber nicht sicher, ob es nicht genau fünf sein sollten. Im Nachhinein erinnern mich die beiden X an Chromosomen. Zum ersten Traum fällt mir auch Traumzeits gestriger Schlüsseltraum ein.
aus der Wiki:
Die X-ähnliche Form der Chromosomen, die in den meisten Darstellungen vorherrscht, tritt nur in einem kurzen Abschnitt während der Zellkernteilung (Mitose) auf, nämlich in der Metaphase...
...So ging Walther Flemming 1882 noch davon aus, dass sich die „Kernfäden“ erst während der frühen Phase der Kernteilung aus einem zuvor durchgehenden Faden voneinander trennen. Zwar beobachtete er eine Längsspaltung der Chromosomen zu einem späteren Zeitpunkt (heute als Metaphase bezeichnet), nahm aber an, dass sich das gesamte Chromosom (also mit beiden Chromatiden) später (heute: Anaphase) in Richtung eines Spindelpols bewegte. Auch schloss er nicht aus, dass sich Zellkerne zumindest in manchen Fällen auch neu bilden könnten, also nicht durch Teilung aus bestehenden Kernen. Beides zusammen macht deutlich, dass die Bedeutung der Chromosomen für die Vererbung noch nicht erkannt wurde...
...Die Metaphase tritt genau in dem Moment in die Anaphase über, indem sich die Chromosomenpaare an der Zentromerstelle trennen und die beiden Tochterchromosomen zu den einzelnen Polen wandern. Damit passiert in dieser Phase eigentlich nichts bis auf den erreichten Zustand, indem die eigentliche Chromosomentrennung stattfindet....
... Beim Menschen ist das 23. Chromosom das Geschlechtschromosom. Bei Frauen ist dieses durch ein Paar X-Chromosomen ausgeprägt, bei Männern durch ein Paar aus einem X-Chromosom und wegen seiner Form Y-Chromosom genanntes Exemplar.

Freitag, 23. November 2007

Die besten deutschen Musiker

heute im Zdf. Immerhin - Rosenstolz vor Modern Talking. Es hätte mich ja nicht wirklich sehr gewundert, wenn letztere auf dem ersten Platz gelandet wären.

Ich mußte allerdings zum wiederholten Male feststellen, daß ich eine tiefsitzende Aversion gegen die "Ode an die Freude" von Beethoven hege. Der Text ist ja ok, aber die Melodie hat für mich den Charme eines Abzählreimes, nur das Abzählreime gnädigerweise in der Regel etwas kürzer sind.

Agatha Christie

heiratete mit vierzig Jahren einen sechsundzwanzigjährigen Archäologen und sagt dazu:

Heiraten Sie nur einen Archäologen. Je älter Sie werden, desto interessanter findet er Sie.
Ok, drei Jahre hab ich ja dann noch Zeit, um mir einen jungen Archäologen zu suchen. *die Humboldt-Uni belagert*

Mittwoch, 21. November 2007

rosed

rosed

Zucker sagt,

nach mehrmaliger Aufforderung habe ich randaliert, weil dieses das Denken wie einen aufgehängten Teppich sich selbst überläßt und den Kantischen Idealismus nicht entkräftet, sondern vielmehr bestärkt.

Bratkartoffeln oder Realitätswechsel?

Knusprige, goldgelbe, duftende, saftige, perfekte Bratkartoffeln mit Quark stehen auf einem Teller neben meinem Bett, besser, als sie je Klaus Luchterhand machen könnte. Doch leider werden sie kalt, wie ich aus einer neuen Realität bedauernd bemerke, weil sich nämlich in der Wand des Schlafzimmers ein Durchgang zu einer anderen Wirklichkeit geöffnet hatte, welchen ich beschloß zu durchqueren. In einer verschneiten Landschaft auf der Autobahn unterwegs, besser gesagt auf mehreren, da ich im Zickzack über einige weit gestreute, nebeneinanderliegende Autobahnen fahre, im wahnwitzigem Tempo, so als würde ich ein Muster zeichnen. Ich kann mich jedoch nicht mehr erinnern, ob ich selbst am Steuer saß. An den Autoscheiben fliegen schneebedeckte Tannenwipfel vorüber und ich halte vor einer alten Burg. In dieser Burg geht etwas Gespenstiges vor sich, etwas, das mit dem Tod zu tun hat. Deshalb steht wahrscheinlich eine Warnung draußen am Eingang. Ich entziffere "Death". Der Eingang hat Ähnlichkeit mit dem Durchguck auf meinem zweiten Grafiktablettversuch, nur daß er auch von Nahem besehen nur die Breite eines Risses in der Wand hat. Vielleicht das Tor zur dritten Realität?

Auszüge aus "Die Kabbala im Traumleben des Menschen" von Friedrich Weinreb - Teil 3 - Traumdeutung Mann/Mensch, sterbendes Tier, Tod

Wie hast du den Mann im Traum gesehen? Wenn er einen Beruf repräsentierte, dann bedeutet es, du neigst zur Spezialisierung, der Mann in dir ist gespalten. Im Leben kann man auf viele Arten gespalten sein. Einer sagt zum Beispiel: Ich bin nur Bibelforscher. Das ist sogar eine ganz grausame Spezialisierung, würde ich sagen. Ein anderer möchte nur Naturforscher oder nur Wirtschaftsfachmann oder nur Sozialpsychologe sein. Heute spricht man ja auch besonders gern jemandem die Kompetenz für andere Gebiete ab - dies vor allem auch sich selbst. Aus lauter Verzweiflung gibt man sein Menschsein auf. Von einem Weisen wird gesagt, er kenne alle 70 Wissenschaften, alle 70 Sprachen. In unserer Zeit der Rekordsucht denkt man dann gleich an Sprachgenies - übrigens oft sehr beschränkte Leute. Die 70 Sprachen aber - damit ist gemeint: Er versteht die Arten, wie alles sich äußert; versteht jeden Menschen, wie immer er sich gibt. Du sollst, heißt es, die Bereitschaft haben, jeden verstehen zu wollen, wie immer er auch zu dir spricht... ...Ein Herr im Traum ist eben nur einer, der alles hat. Wenn ein Mann im Traum als einer erscheint, der bestimmte Aufgaben zu erledigen hat, dann ist er nicht Herr. Wie auch einer, der ein schwarzes Gewand trägt und predigt, noch lange nicht Priester ist - im Traum wie im Leben. Priester ist er nur, wenn er dir Antworten auf alle Fragen gibt, die du je stellen könntest; als solcher Ruhepol könnte er dir auch im Traum erscheinen. So wird gesagt: Siehst du einen Herrn, einen König, einen Priester im Traum, dann ist es gut. Du hast die Sehnsucht zur Totalität. Sind es Menschen, die dir in Berufen erscheinen, dann bist du selbst irgendwie degradiert, du hast eine Kain-Neigung. Das ist natürlich nie eine Festlegung für immer; in dem Moment bist du vielleicht so, im nächsten schon kannst du anders sein...

...Das Enden eines Tieres im Traum: Die Existenz des Menschen endet in Phasen. Schlaf und Tod, heißt es, sind im Prinzip identisch: 60 mal der Schlaf ist der Tod. Schon die Zahl, die hier genannt wird, macht klar, daß der Schlaf nicht zum Horizontalen, zum Kausalen gehört. Du schläfst ein, kannst nichts dazu tun. Der Schlaf ist im Leben eine Ausschaltung; danach wirst du wieder wach. »60 mal« bedeutet: die 6 Tage der Schöpfung in der Ebene der Gegenwart, der Zehner. Die Einerebene ist die Vergangenheit in den Tiefen deiner Erinnerung, die Hunderterebene ist das Künftige. Hier im Diesseits, will das »60 mal« sagen, ist Schlaf und Tod die gleiche Erfahrung; du gehst nicht fort, dein Ich bleibt. Schlaf und Tod entsprechen Traum und Prophetie. Die Prophetie kommt dir, wie der Traum dir kommt. Durch Konzentration oder Studium oder sonstige Anstrengungen sind prophetische Visionen nicht zu erlangen. Im Hebräischen trägt das Wort für Prophetie den Begriff des Kommens in sich. Hier im Leben schon erlebst du das Jenseitige...
...Das Töten der Tiere zum Essen des Fleisches wird vom Menschen, der das Leben und die Welt nur in den engen Grenzen von Leben und Tod kennt, oft sentimentalisiert. Es sei grausam, sagt man dann, das Tier dafür umzubringen. In den Traumdeutungen aber heißt es: Das Tier sehnt sich danach. Das Tier, das auf dem Berg Moria bereitsteht - wie unser Körper bereitsteht - möchte gern geopfert werden. Das ist auch der Grund, warum der Körper älter und schwächer wird. Das Erlebnis des Körpers ist diese Sehnsucht, »korban« zu sein, dorthin zu kommen. Der Körper spürt, daß er aus dem Gesetz in die Freiheit kommt. Immer wieder auch liest man in Berichten von Leuten, die klinisch tot waren, aber wieder ins Leben zurückkehrten: »Ich sah meinen ganzen Körper, alle Funktionen, nur die Schwere war nicht da, der Druck fehlte, es war leicht.« Die Tiere, sagt man, kommen herbei und bieten sich zum Opfer an. Das Tier wartet auf den Menschen, der Körper sehnt sich nach der Erlösung durch den Menschen. Wenn der Mensch es schlachtet, bedeutet es, daß es ihm nun eine Freude ist. Deine körperliche Existenz wird dir zum Zeichen deiner Persönlichkeit, deines Ichs, das bleibt. Du bist nicht mehr Tier, sondern erfährst dich selbst...

...In allen Traumbildern sollten wir das Ewige suchen, denn sie kommen uns doch aus der Vertikale. Die Sicht der Horizontale, an die wir hier gewöhnt sind, ist, könnte man sagen, eine prinzipielle Fehlerquelle. Oft sehen wir das Leben nur als ein Leben in den Grenzen der Zeit: »Gelebt hat er von dann bis dann«, vorher nichts und nachher nichts, die Vertikale wird ausgeschaltet. Nun sind aber der Schlaf mit dem Tod und der Traum mit der Prophetie verbunden; alle Träume also sind prophetische Bilder. Mißverstehen Sie bitte Prophetie nicht im Sinne einer nützlichen Vorhersage. Prophetie ist eine Mitteilung aus dem Sein. Auch der Traum kommt aus dem Sein, daher manifestiert er sich im menschlichen Verhalten. Was der Mensch denkt und tut, ist eine Manifestation in der Horizontale dessen, was aus der Vertikale zur Befruchtung der Horizontale gegeben wird. Die Vertikale ist das Männliche; das Horizontale, die Zeitlinie von Ort zu Ort, wird das Weibliche genannt. Vom Vertikalen wird das Weibliche befruchtet; die Befruchtung aber ist nicht so, daß das Weibliche sich um die Heranzüchtung des Kindes kümmern müßte. Es kommt von selbst, oder es kommt nicht. Die Züchtungsversuche, das ständige Untersuchen und genaue Schauen, wie es sein wird, verhindern das Kind, es kommt gar nicht zustande. Das Traumleben geschieht schon währe während des Tages. Wenn es aber nicht im Geschehen aufgeht, wenn du dich an etwas erinnerst, dann, sagt man, bedeutet es: Der Prophet spricht, und die Worte des Propheten sind aufgeschrieben. Man erzählt in der Überlieferung: Unendlich vieles haben die Propheten gesprochen, aber nur die wenigen Kapitel in der Bibel sind erhalten; es sind die Träume, die in der Erinnerung bewahrt blieben. Lies deshalb, heißt es, einen Traum, der in deiner Erinnerung bewahrt blieb, wie ein prophetisches Buch. Niemals kannst du es in der Absicht lesen, Nutzen für dich davon zu haben....

...In allen Träumen, in denen du Freude erlebst, ist der Tod weggenommen. Der Gesalbte ist das Erlebnis der Freude. Nie kannst du, heißt es, von Erlösung sprechen und dabei düster dreinschauen. Dann ist es nicht wahr, dann lebst du in einem Zwang. Jeder ist irgendwo auf dem Weg. Niemals kannst du wissen, wo der andere gerade ist...
...Bist du den Tag über aufgeräumt, gelassen und gehst du ein auf alles, was auf dich zukommt, dann weißt du aus deinem Verhalten, daß du von der Freude geträumt hast...
...Bist du gedrückt und sorgenvoll den Tag über, hast du im Traum wohl auch keine Freude erlebt, sie wäre sonst gewiß ins Verhalten durchgekommen. Ein freudiges Verhalten aber löst und erlöst vieles. Es ist unmöglich, dem Erlöser anders als in Freude zu begegnen.

Dienstag, 20. November 2007

Die Preise werden immer verrückter.

Nicht nur für New Age-Literatur, von der man eh nur Komplexe bekommt, weil man sich irgendwann für unnormal hält, da einem bisher weder Jesus, noch Thot, noch Maria, noch ein indischer Yogi, noch irgendein Engel der obersten bis untersten Hierarchien, ja, noch nicht einmal das winzigste Marsmännlein oder ein Ufo erschienen ist, während die sonst anscheinend ÜBERALL in den Wohnungen der Esoterikautoren ein- und ausgehen. (Ok, ist wahrscheinlich auch besser, denn ich würde sowieso nur einen Lachkrampf kriegen oder hektisch nach meinen Exzorzisten-Utensilien suchen.) Heute kam ich bei Blume 2000 vorbei und sah dort ein paar Zweige mit roten Beeren, von den ich mir einen mitnehmen wollte. Es waren noch nicht einmal große Zweige, zu klein für eine Bodenvase, eben nur ein kleines Zweiglein mit ein paar Beeren dran, aber als ich den Preis sah, dachte ich, ich befinde mich in einem Paralleluniversum. 1,99 EURO pro Zweig. (Und ich rechne noch immer in DM um, obwohl man das nicht tun darf, weil einen sonst das kalte Grausen befällt.) Ist das noch normal? Ich glaube, ich werde mich mal in den Straßen genauer nach Gestrüpp mit roten Beeren umschauen und mir dann dort ein paar Zweige abholzen. Blöderweise fotografiere ich die immer nur und vergesse dann, was mitzunehmen. Es ist zwar nicht so, daß ich mir so einen Zweig für 1,99 EURO nicht leisten könnte und auch nicht so, daß ich für schöne und gute Sachen nicht auch einmal gerne etwas mehr Geld ausgebe, aber irgendwo ist bei mir eine Punkt, da beginne ich bockig zu werden.