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Freitag, 2. Mai 2008

Der große Bär(lauch)

Der große Bär(lauch)

Paracelsus Report

Der Paracelsus Report erschien leider nur von 1995 bis 2000, aber jetzt kommts - es gibt ein Archiv der Ausgaben, in welchem man viele Artikel nachlesen kann. Unbedingt zu empfehlen! Besonders interessant die Artikel über psychologische Homöopathie, da diese auch Träume in die Zuordnung einbeziehen.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Das Haus am Erlengrund

Das Haus am Erlengrund

...

Jedes Kind trägt heute stolz seine mit Bonbons gefüllte Schultüte bei der Einschulung mit sich. Die Schultüte, früher auch Trichter genannt, hatte ursprünglich einen anderen Zweck: Einem Schüler, der ein Defizit an Intelligenz und Auffassungsgabe hatte, setzte man für kurze Zeit eine spitze Mütze auf. Man glaubte, damit würde das Hirn stimuliert und so natürlich auch die Auffassungsgabe des Schülers gestärkt. Es war in den Augen anderer Schüler auch eine Schande, wenn man eine solche Behandlung notwendig hatte. Der die Intelligenz steigernde "Nürnberger Trichter" fällt ebenfalls in diesen Bereich der Überlieferungen.
Es bestehen zudem keinesfalls negative Beziehungen zur Zipfelmütze des "deutschen Michels", zur Mütze der "französischen Marianne" und, man höre und staune, zur Schlafmütze, die man im Bette sich über die Ohren zog.
Auch die Pyramidenhüte im tibetischen Tantrismus, die Mützen der gelben Lamas, die altägyptischen Kronen und die Tiara des Papstes sind nur Variationen zum gleichen Thema...
Die spitze Mütze hat eine sehr tiefe Symbolik und ist älter als manches, was wir heute auf der Erde als alt betrachten.

(aus "Vatan - Der Pfad des Nordens")

vergelesen

"Zu Beginn ein paar lebenswichtige Daten" statt "Zu Beginn ein paar wichtige Lebensdaten"

Die Tochter von Madonna und Gloria Gaynor

Madonna hat einen Promotionauftritt irgendwo in Berlin. Ich bin unter den Gästen und treffe eine Dame, die genau wie Gloria Gaynor aussieht. Zuerst halte ich sie auch dafür, doch sie schüttelt den Kopf und sagt, sie sei die Tochter von Madonna und Gloria Gaynor. Huch, ich wußte gar nicht, daß beide eine erwachsene Tochter zusammen haben! In diesem Moment kommt Madonna wie ein Wirbelwind hereingefegt. Sie ist sehr unauffällig gekleidet, Jeanshosen und olivgrünes Achselshirt, zieht aber sofort sämtliche Aufmerksamkeit auf sich. Sie bestätigt die Aussage, läßt jedoch ihre Tochter ab sofort nicht mehr zu Wort kommen. Stattdessen tanzt, plappert und singt sie sich durch die herumstehenden Gäste. Ihre Tochter scheint von ihr ziemlich untergebuttert zu werden. Einerseits finde ich Madonnas Unbeschwertheit und Temperament zwar faszinierend, andererseits ärgert mich ihr mangelndes Einfühlungsvermögen ihrer Tochter und wahrscheinlich auch anderen gegenüber, wenn sie sich so rücksichtslos in den Mittelpunkt stellt.
Der Traum geht irgendwo in einem Flugzeug weiter, das ich mit Madonna und ihrer Tochter besteige und viel später in einem ganz anderen Traum, huscht ein regenbogenfarbig schillernde Schlange an mir vorbei. Leider habe ich das drumherum des Traumes vergessen, was ich schade finde, da ich um einen Heiltraum bat. Der Traum war allerdings so wenig aufregend, daß ich wirklich nur der Schlange verwundert hinterherschaute, aber ansonsten alles vergaß.
Aufgewacht bin ich mit dem neuen "4 Minutes"-Song im Kopf.

Die Regenbogenschlange
Und hier

Mittwoch, 30. April 2008

Der letzte Engel

Ich bewohne wieder mein altes Kinderzimmer bei meinen Eltern. Der schon damals abartig schäbige Fußbodenbelag ist nun ganz hinuntergetreten. Blütenförmige Kratzer und Löcher sind gleichmäßig in ihm verteilt. Ich überlege, das Zimmer mit einem neuen flauschigen Teppich auszulegen. Da wird sich auch meine Katze freuen. Irgendwoher kommt mir zu Ohren, daß es auf dem Dachboden des Pfarrhauses noch einige Wohnungen gibt. Das wußte ich gar nicht und ich wußte auch nicht, daß jemals jemand auf dem Dachboden gewohnt hat. Aber wenn ich jetzt wieder im Pfarrhaus wohne, könnte ich mich ja für eine der Wohnungen bewerben. Vielleicht habe ich Glück. Aber nein, wenig später erfahre ich, daß man mir keine Wohnung geben will. Der Grund dafür ist vergessen. Zur Ablenkung beschäftige ich mich mit einem alten Bücherregal meines Vaters. Ich gehe jede Reihe einzeln durch und schaue, ob ich etwas interessantes finde. In der obersten Reihe fällt mir ein Buch auf, daß sich auf kulturhistorische, literarische und dabei auch humorvolle Weise mit Fußball beschäftigt. Das interessiert mich nun überhaupt nicht, aber ich wundere mich ein wenig, daß mein Vater sowas besitzt. In der Reihe darunter liegen zwei große und schon ziemlich kaputte Bücher quer. Es scheinen richtig alte antiquarische Schinken zu sein, der königsblaue Leineneinband ist seitlich am Buchrücken eingerissen, Fäden baumeln lose herunter. Eines davon ist sehr dick, das andere sehr dünn, aber sie gehören wohl zusammen. Obwohl beide abgegriffen und speckig sind, schimmert doch unter dem oberflächlichen Dreck das tiefe Blau geheimnisvoll changierend hervor. Vielleicht ist es das Blau, das mich in seinen Bann zieht, vielleicht auch etwas anderes, aber während ich sie kurz vorher achtlos übergehen wollte, bücke ich mich nun und versuche den Titel auf dem Buchrücken zu entziffern. Es ist gar nicht so einfach, den einst wahrscheinlich auf dem Blau toll leuchtenden Goldschnitt in alter Frakturschrift zu lesen, aber dann hab ich es. Das Buch heißt: "Der letzte Engel" und besteht augenscheinlich aus zwei Bänden. Nicht nur der Titel, auch der leise Hauch von Schönheit, der unter dem äußeren Alter, der Staubschicht und den Schäden noch immer hervorbricht, machen mich neugierig. Es scheint so, als hätte man sich mit diesem Buch einmal unglaublich viel Mühe gegeben, um es wertvoll erscheinen zu lassen und ich frage mich, ob das wohl ein Hinweis auf den Inhalt ist.

Ein weiterer Traum besteht nur aus druckreifen, aneinandergereihten Gedanken, die ich ohne Stocken und Zögern denke, so als wären sie schon lange da und ich läse sie irgendwo ab. Den genauen, sehr blumigen Wortlaut habe ich vergessen, aber es geht um A. und die Gedanken waren, daß ich mich nach ihm sehne, daß ich mir absolut sicher bin, daß sich sein Körper und seine Küsse nicht verändert haben. Es ist der Wunsch etwas wiederzuerleben, etwas in Erinnerung zu holen, das lange in der Vergangenheit liegt, doch das meine Sinne sofort wiedererkennen würden - ich bin mir dessen gewiß, es genauso bei ihm zu finden. Weder Jahre noch Alter noch Gefühle haben daran etwas geändert. Unterschwellige Zweifel, daß seine Küsse vielleicht kürzer sein könnten als früher, schiebe ich sofort beiseite. Und während ich das träume, beginne ich mich schon zu wundern, warum ich solche Gedanken habe. Beinahe erscheint mir der Traum wie ein heimlicher Vorwurf an mich, da ich im Wachsein nur selten an A. denke. Eine Rüge, die mir zeigen will, wie ich eigentlich denken sollte, es aber nicht tue. Verunsichert darüber, vielleicht etwas verkehrt gemacht zu haben, erwache ich.

Bemerkung: Es gibt tatsächlich ein Buch, das "Der letzte Engel" heißt, aber obwohl es mit meinem Traumbuch überhaupt nichts zu tun haben dürfte, hört es sich verdammt spannend an.

Dienstag, 29. April 2008

Marilyn Monroes Regenmantel und anderes

Nur Erinnerungsfragmente an letzte Nacht:

Ich schwimme in einem normalen Schwimmbecken und stoße mich immer wieder kraftvoll vom Rand ab, um die nächste Querbahn zu schwimmen. Jedesmal, wenn ich mich mit den Füßen abgestoßen habe, scheine ich direkt über das Wasser zu fliegen statt darin zu gleiten, und bevor ich mit dem ersten Schwimmstoß beginnen kann, habe ich schon den anderen Rand erreicht. Das kann doch gar nicht sein! Sollte das Schwimmbecken so klein sein, daß ich mit einem Abstoß schon die andere Seite erreiche? Nein, so klein sieht es überhaupt nicht aus. Erstaunlich! Dann muß das wohl meine ungeheure Sprungkraft sein, die mich wie der Wind über das Wasser fliegen läßt und das Becken viel zu klein für mich macht. Das hätte ich von mir überhaupt nicht erwartet.

Ein Umzug findet statt. Wie ein Weltmeister räume ich in meinen Träumen in Kartons und Kisten herum, packe Sachen, lege Dinge zusammen, sortiere aus. Mir ist, als zöge ich in eine Betreuungs-WG, später wandelt sich die Situation mehr in einen Büroumzug. Sicher ist, daß ich in das Zimmer Nr. 190 ziehe, allerdings habe ich noch gar keinen Schlüssel. Wo kriege ich den jetzt so schnell her? Während des Räumens fällt mir ein milchig-weißer, leicht transparenter Regenmantel in die Hände. Er ist in A-Form geschnitten, vielleicht auch mehr eine Art Pelerine. Ach ja, das ist der Original-Regenmantel von Marilyn Monroe. Ich kann mich zwar nicht mehr erinnern, wie ich dazu gekommen bin, aber den gebe ich keinesfalls weg. Dazu ist er viel zu wertvoll, auch wenn der Wert für mich mehr ein ideeller ist.

Saftiges Vollkornbrot

mit Butter und frischen Bärlauchblättern - einfach FANTASTISCH! Die Bärlauchblätter sind allerdings nicht selbst gepflückt, sondern in der Bioabteilung des Supermarktes gekauft. Ich wüßte zwar, wo ich welchen finde, aber die Aussicht von vorbeipinkelnden Hunden, zumal das Waldgebiet ein Lieblingshundeauslauf ist, macht mir weniger Appetit. Es ist immer wieder erstaunlich, wie umwerfend ganz einfache Dinge schmecken können. Wer da noch Geschmacksverstärker braucht, dem ist nicht mehr zu helfen. Aber vielleicht schmeckt es mir auch nur deshalb so gut, weil ich endlich überhaupt wieder etwas schmecke, nachdem ich es ja gestern Mittag schon mit dem verstopften Klumpen in meinem Gesicht nicht mehr ausgehalten habe und die Mittagspause zu einem Spontanbesuch einer Poliklinik in der Nähe meines Büros nutzte. Die HNO-Ärztin war zwar nicht so begeistert, hat mir aber zur ersten Hilfe ein super-neues und super-teures Nasenspray verschrieben und mir gleich noch einen Termin zum Allergietest aufgedrückt. Den hab ich mir auch für die Mittagspause geben lassen, weil ich keine Lust habe, noch nach der Arbeit bei Ärzten rumzusitzen. Anscheinend sind es die Birken, die mich so zur Strecke gebracht haben.

Montag, 28. April 2008

Heute auf einem Werbeplakat gelesen:

Er kann nicht warten, bis ihm die Evolution hilft.
Schützen Sie Delfine vor dem Lärm in Ozeanen.
Werden Sie Delfinpate bei http://www.delfine.org/.


Schön und gut. Ich gönne es den Delfinen ja, aber wer schützt eigentlich MICH vor dem Lärm in Großstädten? Ich kann auch nicht warten, bis mir die Evolution hilft, denn entweder bin ich vorher schon taub oder habe eine ganze Straße voller Autofahrer einschließlich des Flughafens mit der Kettesäge weggeputzt.

Sonntag, 27. April 2008

Verdammt!

Könntet ihr euch jetzt BITTE endlich vertragen? Ja, euch meine ich, ihr beschwingtes Pollenzeugs auf verliebter Mission und euch, ihr übereifrigen Antikörper in aggressiv-giftiger Abwehrformation. Es will doch niemand etwas Böses, absolut nicht. Es ist alles in bester Ordnung, es wird einfach nur Sommer, steckt eure Speere wieder ein, die in meiner Nase zwicken. Jetzt gebt euch schon die Hand und habt euch lieb! Na los - ein Schritt, noch einen Schritt, ja, näher, noch näher, und jetzt brav die Hand ausstrecken - na kommt schon, möglichst eh mir der Schädel platzt - und nicht so finster dabei gucken, sondern LÄCHELN. Na los!

Samstag, 26. April 2008

Die Spreewaldkahnfahrt

Meine Schwägerin brauchte wieder neues Leinöl, welches sie nur frisch gepresst im Spreewald kauft, und das nahmen wir zum Anlaß für einen kleinen Ausflug. Sie verstaute zehn leere Flaschen im Auto, die alle voll werden sollten, da sie auch Leinöl nach Bayern verschicken will, dann ging es los. Nachdem die Flaschen in der Mühle gefüllt worden waren, aßen wir zu Mittag in einem Landgasthaus. Das Essen war vorzüglich, hauptsächlich Spreewälder Spezialitäten. Ich hatte Grützwurst mit Sauerkraut und Kartoffeln und habe ehrlich noch nie solch ein gutes Sauerkraut gegessen. Danach begaben wir uns zum Kahnhafen und mieteten zu dritt einen Kahn für uns. Der Kahnführer kam wegen uns extra angefahren und erklärte, daß durch den späten Frühling noch gar nicht geschafft wurde, alle Holzkähne flott zu machen, die geteert und dann im Wasser versenkt werden. Es stand deshalb nur ein einziger Kahn zur Verfügung. Da bisher auch noch kein Bedarf an Kahnfahrten bestanden hatte, also wir wohl die ersten Interessenten in diesem Jahr waren, sind außerdem die Fließe noch nicht gesäubert worden. Dies bedeutet, daß aus ihnen größere, abgebrochene Äste herausgefischt werden. Diese schwammen nun aber noch darin herum und das merkten wir derart, daß wir immer mal wieder mit dem Kahn über einen Ast "scheuerten", was ein merkwürdiges Geräusch machte, so wie die Geräusche, die ich aus U-Boot-Filmen kenne. Auch die Tiere rechneten anscheinend noch nicht mit Besuch. Ein Rehbock, der in einem Gebüsch gekauert hatte, sprang erschrocken hoch und hoppelte eine ganze Weile am Ufer vor unserem Kahn her. Der Kahnführer erklärte, daß die Rehe manchmal auch die Fließe durch das Wasser überqueren, aber Wildunfälle gibt es anders als auf Autobahnen nicht. Eine Wildente flatterte leicht panisch nur einen Meter entfernt aus dem Schilf auf, hat uns damit mehr erschreckt, als wir sie, und ein Biber lag reglos wie ein Baumstamm im Wasser, so daß wir ihn gar nicht gleich registrierten. Aber als er merkte, daß er angestarrt wird, schwamm er ärgerlich davon. Diese Stille in den Fließen ist wirklich unvergleichlich, natürlich nur, wenn man nicht mit dem ganzen Betrieb eine Betriebsausflug-Kahnfahrt macht, auf der alle durcheinanderschnattern. Nach der Fahrt gönnten wir uns ein Stück Kuchen - für mich gab es Mandarinensahnetorte - in einem Naturgarten-Cafe. Dort sitzt man zwischen Anlagen mit prächtigen Pfauen, Kaninchen und sonstigem Getier, und der Kuchen wird von den Besitzern selbstgebacken und ist absolut köstlich, besser als das Essen. Schon auf unserem letzten Ausflug aßen wir dort und schwärmten von Mohn- und Streuselkuchen.


Spreewaldkahnfahrt

Spreewaldkahnfahrt | 2

Spreewaldkahnfahrt | 3

Spreewaldkahnfahrt | 4

Spreewaldkahnfahrt | 5

Spreewaldkahnfahrt | 6

Spreewaldkahnfahrt | 7

Spreewaldkahnfahrt | 8

Auf der Rückfahrt hielten wir in Königs-Wusterhausen, am Wusterhausener Schloß, weil dort gerade ein Keramikmarkt stattfand. Als Eintrittskarte erhielt man eine kleine gebrannte Tonmünze und außer den unheimlich vielen Ständen mit Keramik konnte man auch eine Feuertänzerin begutachten. Nach diesem Tagesprogramm bin ich fix und alle.

Keramikmarkt

Wusterhausener Schloß

Feuertänzerin

Elsas Film

Ich schaue einen Film, in dem Elsa in jungen Jahren mitgespielt hat. Die Handlung findet ausschließlich in einem Raum statt. Mir fallen beim Betrachten ihre afroamerikanischen Gesichtszüge auf. Vielleicht hat sie afrikanische Vorfahren, ihre Haut ist aber nur leicht gebräunt.
Augenblicklich befinde ich mich selbst in diesem Zimmer. Es ist etwas chaotisch, unter einer Couch stehen zum Beispiel viele Schuhkartons mit Kosmetika. Elsa greift nach einer Kette mit einem faustgroßen Stein, um sie mir zu zeigen. Sie meint, es wäre ein Tigerauge. Er ist an einem doppelten Lederband befestigt und weißlich, mit schwarzer Marmorierung. Das kann eigentlich kein Tigerauge sein. Sie verbessert sich jetzt auch und sagt, es wäre ein Douglasie.
Hm, eine Douglasie ist doch ein Baum, überlege ich, sage aber nichts.

Bemerkung: Das Aussehen des Steines entsprach mehr einem weißen Howlith und der Traum wurde augenscheinlich durch diesen Traumbeitrag und Kommentar angeregt.

Zucker sagt,

endlich bin ich in den Sarg versetzt worden. Meine nun gigantisch viel freie Zeit werde ich jetzt mal wieder kennenlernen, wie auch die Möglichkeit, meine Arbeit zu machen, und er meinte, das ist wirklich witzig. Noch schöner wäre es morgen. Darauf beschließe ich, mich in einen Sandstrand zu verwandeln. Bond ist ein dehnbares Wort, das eine Ruheperiode von beliebiger Natur bedeutet, wie anderwärts erklärt. Dieses Dogma, höchstes Glaubensgebot für Katholiken, ist erneut bestätigt worden und ich sehe durchaus ein Verhältnis zur Körpergröße. Und nun wollen wir mal wieder.

Freitag, 25. April 2008

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Ach, da wir Hilfe von Menschen erharrten, stiegen Engel lautlos, mit einem Schritt hinüber, über das liegende Herz.
(Rainer Maria Rilke)

Audriis Rasterzöpfe

Ein neues verstecktes Heim mit kleinem Vorgarten auf einem Hinterhof. Es ist alles ein wenig heruntergekommen und verdreckt. Der kleine Vorgarten ist überdacht und es stehen Müllcontainer darin. Auf einer Bank sehe ich eine riesige geöffnete Tüte mit Back-Pommes frites. Ein Blick durch die Öffnung zeigt mir, daß da nicht nur Pommes frites, sondern verschiedene andere Teigstückchen, Waffeln und ähnliches darin sind, teilweise in sehr blumigen Formen und seltsamerweise alle mit Zahlen und Buchstaben beschriftet. Könnte es sein, daß dieser Vorgarten der Müllplatz für ein Restaurant ist? Da muß ich nochmal mit dem Vermieter sprechen, denn zum einen möchte ich nicht einen Müllplatz in meinem Vorgarten und auch nicht, daß fremde Leute hier hereintrampeln. Der kleine Vorgarten ist relativ schmal und in wenigen Schritten folgt sogleich eine sehr schöne, in eine hohe Mauer eingelassene, schmiedeeiserne Tür, die zu einem zweiten Hof führt. Sonne fällt durch sie hindurch in den relativ dunklen Hofgarten und ich vermute, daß mein richtiges Heim, in dem ich wohnen werde, irgendwo dahinter liegt. Ich vermute es, da der kleine Garten links und rechts von unbewohnten Baracken begrenzt ist, die nicht nach Wohnungen aussehen. Ein kurzer Blick über die schmiedeeiserne Tür zeigt mir dagegen hohe, sonnenbeschienene Holzhäuser. Ich wußte gar nicht, daß mit Holz auch mehrstockige Wohnhäuser bauen kann! Das ist doch relativ ungewöhnlich. Zunächst einmal begnüge ich mich aber mit dem bißchen Sonne, was durch das Tor in der Mauer fällt und versuche schon einmal ein wenig aufzuräumen. Ich beginne mit dem Maschendrahtzaun, dessen Pfähle sich vom Wind gebeugt, tief zu einer Seite gesenkt haben. Ich richte sie auf und versuche sie so zu befestigen, daß der Zaun wieder gerade steht. Danach mache ich einen Ausflug in die Umgebung, wobei mir seltsam bewußt wird, daß mir ist, als wäre ich hier einmal vor langer Zeit gewesen, aber trotzdem irgendwie alles neu und unbekannt ist. Einen kleinen Berg, besser gesagt Hügel, in der Nähe passiere ich auf der sonnenbeschienenen Straße, - an die Umgebung kann man sich gewöhnen, es gibt sicher noch einiges Schönes zu entdecken -, da spricht mich eine junge Frau an, die mir eine Zeitung entgegenstreckt. "Schau nur, da ist ein Bild von mir drin!" Jetzt weiß ich, daß es Frau Audrii ist, aber noch etwas ratlos suche ich sie auf dem Bild. Das Bild ist linksseitig in sehr kräftigen, dunklen Farben, ohne daß etwas nennenswertes darauf zu entdecken wäre. Allerdings ziehen die kräftigen Farben meinen Blick auf sich, erst danach wandert er auf die rechte Seite, die in zarten, kaum wahrnehmbaren pastelligen Tönen und feinen Strukturen gestaltet ist. Nach längerem Hinschauen erkenne ich in diesen Strukturen ein Doppelbildnis von Audrey Hepburn mit einem prachtvollen Diadem, an "Frühstück bei Tiffany" erinnernd. Aber das ist doch nicht Audrii! Natürlich nicht, sie zeigt jetzt auf eine viel kleinere versteckte Person im Hintergrund. Ihr Gesicht ist nicht zu sehen, dafür aber eine sehr ausgefallene Frisur - kleine dicke Rasterzöpfe rings um den Kopf herum, welche in großen roten Perlen enden. "Coole Haare hast du!" sage ich, sie nickt, scheint allerdings nicht sehr begeistert.

Bemerkung: Das Doppelbildnis von Audrey Hepburn erinnert mich ein wenig an ein Doppelbildnis von zwei balinesischen Tänzerinnen, das ich vor langer Zeit einmal gemalt und längst weggeworfen habe, da die Haltung, die Blickrichtung und die Perspektive sehr ähnlich war.

Donnerstag, 24. April 2008

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Der Allah des Islam (der Mondgott) war lange bevor Mohammed geboren wurde der Hauptgötze in der Kaaba. Allah ist nicht der Gott der Bibel, und ebenso wenig kann ein Christ die Lehre des Koran empfehlen, die zum Dschihad (der »heilige Krieg«) gegen alle Nichtmuslime aufruft. Der Koran erklärt, Allah sei kein Vater und habe keinen Sohn... Bei einem Zusammentreffen mit muslimischen Führern in Westafrika im Jahr 1993 rief der Papst »Christen, Muslime und Animisten auf "die religiösen Überzeugungen des anderen zu respektieren". Wie kann man Überzeugungen respektieren, die Menschen in die Irre und in okkulte Verbindung mit Dämonen führen? Der Bibel liegt es fern, uns zum »Respekt« gegenüber heidnischen Religionen aufzufordern, sondern verurteilt sie vielmehr. Der Katholizismus war dem Heidentum natürlich schon immer ein guter Partner. Johannes Paul II. vertritt seine übermäßig tolerante Auffassung nicht nur im Hinblick auf den Islam, sondern auch auf den Buddhismus und alle anderen Religionen.... Stellen Sie sich einmal Petrus vor, wie er einem buddhistischen Tempelritual beiwohnt und die buddhistische Weisheit lobt! Oder den Apostel Paulus, wie er einer hinduistischen Zuhörerschaft sagt, wie Johannes Paul II. während seiner Indienreise, dass er nicht gekommen sei, um ihnen eine neue Lehre zu bringen, sondern um »von [ihrem] reichen spirituellen Erbe zu lernen«, und dass die Welt es nötig habe, Indiens »spirituelle Sicht des Menschen« zu beachten! Die ersten Christen wären nie als Märtyrer gestorben, wenn sie auf solche Weise die heidnischen Riten Roms angenommen hätten.... Noch einmal muss gesagt werden, dass es in der Bibel keinen einzigen Fall von Anerkennung »geistlicher Werte« in falschen Religionen gibt! Solche Religionen werden vielmehr als Werkzeuge Satans entlarvt. Der Okkultismus und die dämonische Finsternis, die die Anhänger der vom Papst gelobten Religionen verblendet und gefangen hält, sollte aufgezeigt und ihnen das Evangelium verkündet werden, anstatt sie in ihrem Irrglauben zu bestätigen und sie damit tiefer in Verdammnis zu führen. Der Wunsch nach ökumenischer Einheit führt zur Zersetzung durch falsche Kompromisse. Traurigerweise loben führende Evangelikale den Papst und fordern zu einer Partnerschaft mit Rom auf.....

....Und was hat Bonifaz in seiner Bulle Unam Sanctam erlassen? Es gibt nur eine heilige, katholische und apostolische Kirche, außerhalb der es kein Heil und keine Sündenvergebung gibt. Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig. Dieses Dogma, höchstes Glaubensgebot für Katholiken, ist erneut bestä- tigt worden und gilt auch heute noch als unfehlbar. Das ist der wahre Glaube des Papstes und seiner Bischöfe und seiner Kardinäle, hinter dem ökumenischen Lächeln und der kooperativen Fassade, mit der sie sich jetzt der Welt präsentieren....Die unverblümte Wahrheit ist, dass Katholiken evangelisiert werden müssen, vom Papst angefangen bis zum Fußvolk. Doch stattdessen haben die Evangelikalen ein Abkommen unterzeichnet, nicht »Schafe zu stehlen « und vereinen, nachdem sie Katholiken als Christen akzeptiert haben, mit ihnen ihre Kräfte, um die Welt bis zum Jahr 2000 zu evangelisieren.....
...Diese römisch-katholische Lehre, die Kirche habe Israel ersetzt, lenkte den Blick auf ein irdisches Reich und führte so dazu, dass die biblische Lehre vom Himmel als Heimat und Hoffnung des Christen verworfen wurde. Unausweichlich darauf folgte, dass die Lehre von der Entrückung der Gemeinde verworfen wurde. Da die katholische Kirche meint, sie sei das neue Israel, versteht sie ihre Mission als eine Aufrichtung des Reiches Gottes auf Erden..... Die Bibel erklärt, dass vor dem Offenbarwerden des Antichristen Christus die Toten auferwecken und sie zusammen mit den lebenden Gläubigen von der Erde nehmen, ihnen in der Luft begegnen und sie in den Himmel nehmen wird. Diejenigen, die ihrem »Christus« dann mit ihren Füßen auf dieser Erde begegnen und ihn empfangen, damit er das für ihn errichtete Reich übernimmt, haben offensichtlich nicht Christus, sondern dem Antichristen in die Hände gespielt! Letzterer wird nach der Entrückung auf dieser Erde ein Reich errichten, das von Christus vernichtet wird, wenn er wiederkommt und seine Tausendjährige Herrschaft antritt... Durch die ökumenische Bewegung fließen diese Ströme nun alle zusammen und bilden so ein nie zuvor dagewesenes Ausmaß an Okkultismus. Was wir sehen, kann nur der große Abfall sein, von dem Paulus sagte, dass er kommen muss, damit der Tag Christi hereinbrechen und der Antichrist offenbart werden kann. Was am endgültigen Triumph der okkulten Invasion noch fehlt, ist die Einführung einer Neuen Weltreligion in Partnerschaft mit einer Weltregierung. Man müsste blind sein, wenn man nicht sieht, wie diese von George Bush und dem Papst angekündigte Neue Weltordnung mit hohem Tempo auf uns zukommt....

....Anti ist eine griechische Vorsilbe, die allgemein mit der Bedeutung »gegen « verstanden wird. Sie hat jedoch noch eine weitere Bedeutung: »an Stelle von oder als Ersatz für.« Der Bibel zufolge wird der Antichrist beide Bedeutungen verkörpern. Er wird sich tatsächlich gegen Jesus Christus richten, doch in der diabolisch cleversten Art und Weise überhaupt (irgendetwas Geringeres würde nicht dem Höhepunkt von Satans Erfindungsreichtum entsprechen), indem er als Christus auftritt und so die Christenheit von innen her zersetzt. Somit werden die Anhänger des Antichristen tatsächlich »Christen« sein. Von daher ist es kein Wunder, dass diesem Aufstieg zur Macht der Abfall vorausgehen muss. Ein falsches ökumenisches und antichristliches »Christentum« muss zur Vorbereitung der Machtübernahme des Antichristen die Welt überspülen. Die wahren Christen werden dann bereits in den Himmel entrückt worden sein, und der Antichrist wird von denen angebetet, die zurückgeblieben sind, abgesehen von denen, die während dieser schrecklichen Zeit zum Glauben an Jesus Christus kommen und für ihren Glauben als Märtyrer sterben....

...Die ganze Welt kennt diesen aufopfernden Dienst und bewundert Mutter Teresa dafür, dass sie Obdachlose aus den Gossen Kalkuttas aufliest und sich um sie kümmert. Doch welche Tragödie, dass diese bedauernswerten Kreaturen dann von einem sauberen Bett in eine Ewigkeit ohne Christus geschickt werden, ohne dass ihnen das Evangelium gesagt wurde, welches allein sie erretten könnte! Es ist ein Evangelium, das Mutter Teresa als lebenslange Katholikin leider nicht kannte... Mutter Teresa wendete damit lediglich den römisch-katholischen Glauben an. Das Zweite Vatikanische Konzil verurteilt jeden, der zu glauben wagt, dass man nicht für die eigenen Sünden leiden muss (zusätzlich für Jesu Leiden am Kreuz).... Die Heizung blieb nicht aus Kostengründen ausgeschaltet. Mutter Teresa hatte Millionen von Dollar auf Lager und hätte sich so die Heizkosten sowie Teppiche und alle nötigen medizinischen Vorkehrungen leisten können. Doch sie lebte ohne diesen ganzen »Luxus«, legte diese Regel auch ihren »Missionarinnen der Nächstenliebe« auf und entzog diese Vorrechte auch ihren Patienten. Genau wie Mutter Teresa hoffte, ihren Weg zum Himmel mittels ihrer eigenen Entbehrungen und Leiden zu verdienen, so hoffte sie zweifellos auch ihren Patienten zum Himmel zu verhelfen, indem sie ihnen Leiden auferlegte....

....Wir haben einige dieser unterschiedlichen Bedeutungen aufgezeigt, so große Unterschiede, dass bis heute das maßgeblichste Dokument der römisch-katholischen Kirche 100 Verdammungsurteile gegen die evangelikalen Glaubenssätze enthält. Zusammengefasst richten sich die zuvor zitierten Verdammungsurteile gegen folgende Gläubigen: jeder, der glaubt, dass die Errettung allein durch Glauben an Jesus Christus, unabhängig von Sakramenten und der römisch-katholischen Kirche geschieht; jeder, der glaubt, dass er für seine Sünden nicht leiden muss, weil Jesu Leiden völliges Genüge getan hat; jeder, der leugnet, dass Jesus Christus auf den katholischen Altären immer wieder und buchstäblich als Opfer für Sünden dargebracht wird, und der stattdessen seinen Glauben auf das Opfer richtet, das ein für allemal am Kreuz vollbracht wurde; und jeder, der mit Gewissheit behauptet, dass er errettet ist und ewiges Leben hat. In jedem dieser Fälle wird ein römisch-katholisches Anathema gegen eine solche Person ausgesprochen. Die Unterschiede zwischen dem evangelikalen und dem katholischen Evangelium und dem jeweiligen Verständnis der Errettung sind so groß wie der Unterschied zwischen Himmel und Hölle. Nur eine Seite kann Recht haben. Und die Vortäuschung, es gäbe keinen Unterschied, weil sie dieselben Worte benutzen, während die klaffenden Differenzen in der Bedeutung dieser Worte ignoriert werden, ist Manipulation der schlimmsten Art. Seit der Zeit, als beide Seiten noch ehrlich genug waren und sich entweder für ihren Glauben umbringen ließen oder den anderen umgebracht haben, haben sich weder die römisch-katholische noch die evangelikale Lehre irgendwie geändert. Wenn sich also Katholiken und Evangelikale einander als »Brüder und Schwestern in Christus« bezeichnen und behaupten, sie würden an ein und dasselbe Evangelium glauben, muss ein schwerwiegender Fehler vorliegen. Entweder starben die Märtyrer wegen eines bloßen semantischen Missverständnisses, das heute plötzlich geklärt worden ist, oder andernfalls ist diese neue gegenseitige Akzeptanz und das damit verbundene Bekenntnis der Einheit ein Betrug.... Hätte Jesus sich in einer solchen Koalition zur moralischen Besserung mit den Rabbis zusammengetan, dann wäre er sicherlich ein großer ethischer Reformer geworden, der viel Gutes erreicht hätte - und alles, ohne ans Kreuz zu gehen!

(aus "Die okkulte Invasion" von Dave Hunt)

Fazit: Die Katholiken a la Dave Hunt zu evangelisieren, wäre ungefähr das gleiche, wie den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

...

Die meisten Christen wird es schockieren, dass das beliebte englische Wort revival (»Erweckung«) in der King-James-Bibel nicht vorkommt (ebenso kommt »Erweckung« in der Elberfelder Bibel nicht vor). »Revived « findet sich sechsmal, doch bezieht es sich stets auf das körperliche Wiederaufleben einer Einzelperson. »Revive« kommt achtmal vor, meistens in Bezug auf Israel. Nirgends in der ganzen Bibel findet sich auch nur ein Hinweis auf eine »geistliche Erweckung«, wie Christen es sich heute vorstellen. Kein einziger! »Erweckung« klingt so biblisch, so geistlich und ist heute das meisterstrebte Ziel unter Christen. Jeder denkt gern an die großen Erweckungen der Kirchengeschichte: unter Wesley, Whitefield, Edwards, Finney, Moody und anderen. Sicher muss es richtig sein, eine weitere solche »Heimsuchung des Heiligen Geistes« zu erwünschen. Ist das nicht die Hoffnung jedes gottesfürchtigen Gemeindeleiters für seine Gemeinde, für unser Land, für die ganze Welt? Und das soll es in der Bibel nicht geben? Unmöglich!... Die Führer dieser gegenwärtigen Erweckung laden gewohnheitsmäßig den Heiligen Geist ein, anwesend zu sein und zu wirken. Aber er wohnt in uns und er ist anwesend und wirkt unter uns, wenn wir als Christen zusammenkommen. Deshalb ist der Gedanke einer »Erweckung« als irgendeine besondere Salbung oder Heimsuchung des Heiligen Geistes nicht biblisch und könnte auf einen Irrweg führen, wie es bei der charismatischen Bewegung geschehen ist... Wenn wir die heutige christliche Szene beobachten, erwächst eine weitere Sorge. Erweckung wird durch Emotionalisierung und Publicity künstlich aufgepumpt. In den meisten Gemeinden spielt das so genannte »Praise&Worship-Team« eine große Rolle. Auch in Toronto und Pensacola ist es ein wichtiger Bestandteil. Dieser Praise&Worship-Stil stammt zum Großteil aus der Vineyard-Bewegung und zeichnet sich aus durch oberflächliche Wiederholungen von Reimen und einem rockähnlichen Rhythmus. Dieser Autor hat sich mit tiefer Traurigkeit endlose Wiederholungen angehört von »We love to worship You, we love to worship You« oder zur Abwechslung »We love to praise You, we love to praise You«. Doch enthalten solche wiederholten Phrasen weder Anbetung (»worship«) noch Lobpreis (»praise«). Das ist so, als wären wir in die Liebe verliebt, als würden wir den Lobpreis loben und die Anbetung anbeten. Gefühle geraten in Wallung, aber diesen Gefühlen liegt kein Inhalt zugrunde, bloß grundlose Gefühle. Wahre Anbetung und Lobpreis erfordern eine Wertschätzung dessen, wer Jesus Christus ist und was er getan hat, was die alten Choräle mit einem tiefen Verständnis bieten. Den heutigen Kehrreimen fehlt dieser Tiefgang weitgehend....
....Der Autor vertritt die sorgfältig bedachte Auffassung, dass die Feier und die den Vorabend des Jahres 2000 begleitenden Ereignisse eine weltweite spirituelle Verblendung herbeiführen werden, die jede Vorstellungskraft übersteigt. Die Verwirrung wird derart groß und die falsche religiöse Einheit so vereinnahmend sein, dass der wahre christliche Glaube zum Untertauchen gezwungen wird... Im selben Geist der Ökumene sagte Shirley Dobson, Gattin des christlichen Psychologen James Dobson, der Nationale Gebetstag, dessen Vorsitz sie führt, »gehöre allen Glaubensrichtungen und allen Menschen. Und wir ermutigen alle Menschen in ihrem Einflussbereich, zum Gebet und zur Fürbitte für unsere Nation zusammenzukommen.« Hatte der Papst in Assisi wirklich die richtige Idee? Sind die Gebete von allen, sogar von Animisten, Medizinmännern, Hindus und Buddhisten, wirksam? Wiie können Evangelikale Heiden, Okkultisten und Anhänger falscher Religionen ermutigen, sich mit ihnen im Gebet um »Gottes« Segen zu vereinen? Ist das nicht so, als würde Elia die Propheten des Baal bitten, sich mit ihm im Gebet um Gottes Segen für Israel zu vereinen, oder als würde Paulus die Priester der Diana in Ephesus und die Stoiker auf dem Areopag auffordern, sich der Gemeinde anzuschließen, um Gottes Segen für das Römische Reich zu erbitten?... .Wieder und wieder drückten die Teilnehmer ihre Sehnsucht nach einer moralischen und geistlichen Erweckung in Amerika aus, die Familien und Volksgruppen vereinen würde. Die ersehnte Einheit und Erweckung konzentrierte sich jedoch auf einen artgerechten »Glauben« und eine Ökumene, die nichts Schlimmes an falschen Lehren oder okkulten Praktiken findet. Zwischen Gottes Wahrheit und Satans Lüge wurde keine Unterscheidung getroffen, und über die falschen Religionen, die die Menschen verführen und in die Verdammnis bringen, wurde keine Besorgnis laut, lediglich der Wunsch nach Einheit ohne Wahrheit.

(aus "Die okkulte Invasion" von Dave Hunt)

Mittwoch, 23. April 2008

Wie lange reicht eine Million?

Der fünfzigste Geburtstag einer Kollegin wurde zum Anlaß, darüber zu reflektieren, wie lange eine Million reicht, denn Kollegin M. machte den Spruch, wenn sie eine Million hätte, würde sie sofort aufhören zu arbeiten. Daraufhin schüttelten einige sofort den Kopf und meinten, das reiche niemals, das Geld wäre in ein paar Jahren weg. Dann fingen sie auch gleich an aufzuzählen - Haus abzahlen, Auto, Urlaubsreisen usw. Meinen Einwurf, daß man Zinsen bekommt, wenn man das Geld anlegt, wischten sie mit dem Argument hinweg, bei den paar Prozenten lohne sich das gar nicht. Hm, das sehe ich anders. Das Perverse an Zinsen ist ja, daß dort am meisten hinkommt, wo schon am meisten ist, frei nach dem volkstümlichen Sprichwort: Der Teufel sch.... immer
auf den größten Haufen. Für nur 500.000 € und lumpigen 2 Prozent Zinsen, bekäme man im Jahr 10.000 € Zinsen, das ist ca. ein Drittel meines Jahreseinkommens, und zwar völlig mühelos. Auf Monate verteilt wären das knapp über 800 €, entspricht also fast der üblichen Grundsicherung und reicht zum überleben. Nun möchte ich auch nicht unbedingt auf Grundsicherungsniveau leben, allerdings glaube ich, daß ich mit einer Million durchaus für mein Leben ausgesorgt hätte. Das liegt vielleicht daran, daß ich relativ sparsam bin, nicht aus Geiz, sondern weil ich vieles, was andere unbedingt brauchen, überhaupt nicht vermisse. Das fängt schon bei Alkohol und Zigaretten an und hört bei All-inklusiv-Reisen auf. Ich rauche und trinke nicht, nicht weil ich es mir nicht leisten kann, sondern weil ich kein Bedürfnis danach habe. Die Flasche Baileys gönne ich mir trotzdem, allerdings reicht die oft sogar ein halbes Jahr. Würde ich plötzlich das unwiderstehliche Verlangen auf teure Weine oder Zigaretten haben, würde ich auch ohne zu zögern mein Geld dafür auf den Kopf kloppen, aber ich hab es nicht. Beim Einkaufen im Supermarkt schaue ich nie auf das Geld, ich könnte nicht sagen, wie teuer Milch, Butter, Brot gerade ist und ob es teurer oder billiger geworden ist. Sowas erfahre ich nur durch die Medien und trotzdem komme ich im Monat mit weniger als 200 € aus. Geizig werde ich erst bei Parmesan-Käse für 12,99 €, den bestelle ich lieber für 4,99 € bei Gourmondo. All-inklusive-Reisen reizen mich überhaupt nicht, wenn ich Fernweh habe, fahre ich an die Ostsee und finde dort alles, was ich brauche - Meer, Sand, Felsen, Wald, Sonne und Wind. Im Vergleich mit anderen fühle ich mich manchmal schon wie ein (unbeabsichtigter) Asket. Nachdem das Gespräch weiter ging, wurde mir dann klarer, warum eine Million für einige nicht reichen würden, es ging nämlich nun um Wohnungen. Da wurde von den tollen Wohnungen erzählt, in denen man schon wohnte oder wohnt, 40 qm Dachterasse, Blick auf irgendwelche Schlösser, 700-900 € Bruttokaltmiete, da wundert mich gar nichts mehr. Ich gestehe, daß mich bei diesem speziellen Punkt oftmals der Neid packt, denn eine große und schöne Wohnung ist etwas, wovon ich selbst gerne träume, wobei meine Träume aber ziemlich wankelmütig sind, denn ab und zu träume ich auch von Campingwagen und Blockhaus und habe dabei das starke Gefühl, daß mich weniger sogar glücklicher machen würde. Und da mir in der Situation, in der ich mich gerade befinde, mal wieder die Vorteile einer unspektakulären, kleinen und schnuckligen Wohnung bewußt geworden sind, hatte der Neid diesmal keine Chance, denn ich dachte bei mir, so ein Leben, in dem man tatsächlich gezwungen ist, unentwegt und ohne Abstriche zu arbeiten, bloß weil man so eine Wohnung an der Backe hat, die man außerdem auch noch saubermachen und renovieren soll, muß doch noch furchtbarer sein als meines. Das lohnt sich eigentlich nur, wenn man gar nicht mehr arbeiten muß und sich auch das Personal dazu leisten kann. Man zahlt nicht nur Euro dafür, sondern Zeit, jede Menge Lebenszeit. Meine Wohnung ist zwar klein, was den Stresslevel betrifft vollkommen ausreichend, doch hat den unschätzbaren Vorteil, daß ich jederzeit meine Arbeitszeit um die Hälfte verkürzen könnte und trotzdem mit dem Einkommen gut ausreichen würde. Irgendwie ist diese Gewißheit auch ein Stück Freiheit, zwar gut versteckt, aber eine offene Möglichkeit. Und jetzt gönne ich mir den Luxus der ersten Eiscreme in diesem Jahr - Tarte de pommes/Apfeltarte -, sehr lecker!