Alien
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Freitag, 20. März 2009

...

Es gibt ein Sehen, das den Augen im Kopf überlegen ist
und weiter reicht als zu den Himmeln und zur Erde.

(Meister Eckhart)

Donnerstag, 19. März 2009

Heute

B1

B2

B3

B4

B5

B6

B7

Und wirkt besser als jede Schmerztablette. Als ich wieder nach Hause kam, waren die Kopfschmerzen fast weg.

Mittwoch, 18. März 2009

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Montag, 16. März 2009

Augen wie Terence Hill

Als ich heute im Büro auf den Fahrstuhl wartete, standen zwei Klienten vor mir, die sich angeregt über ihre Schufa-einträge unterhielten. Da es ewig dauerte bis der Fahrstuhl kam, blickte ich schnell an dem einen vorbei auf die Anzeige, um zu sehen, ob sie leuchtet. Das war der Auslöser dafür, dass sie mich inmitten ihres Gespräches auf einmal wahrnahmen und einer von den beiden nun einen Flirtvorstoß wagte, in dem er anfing, etwas von meinen Augen zu faseln. Unter anderem sagte er, dass ich Augen wie Terence Hill hätte. Na ja, mit einem gewissen Pegel Alkohol im Blut wird es wahrscheinlich schwierig, blau von grün zu unterscheiden. Weil er auch seinem Kumpel gleich die großartige Entdeckung meiner Augen mitteilen mußte, starrten mich schließlich beide während des Fahrstuhlfahrens an und redeten über meine Augen, während ich vor mich hin grinste und bei mir dachte: Ich warte auf den Tag, an dem jemand zu mir sagt, ich sehe aus wie Bud Spencer.

(Tagebucheintragung vom 31.08.2004)

Gerade gelesen

Ein Mann meint zu seiner Frau als sie das Lokal verlassen haben: "Das Trinkgeld, das du dem Ober gegeben hast, war aber reichlich übertrieben." - "Nein", antwortet sie. "Das war es mir wert. Hast du nicht gesehen, in was für einen tollen Mantel er mir reingeholfen hat?"

Engel + Kathedrale =

Eine Kathedrale aus Engelsflügeln spannt sich hoch im Halbrund über mein Bett. Von den Engeln ist allerdings nichts zu sehen. Vielleicht befinden sie sich hinter den Flügeln auf der anderen Seite der Kathedralenkuppel, dort, wohin mir der Blick durch die Flügel verwehrt wird. Doch ich bin ziemlich sicher, daß sie da sind. Und daß ihre Körperhaltung hinter der Kuppel, um ihre Flügel so über- und nebeneinanderzulegen, daß ein ganzes Bauwerk entsteht, ganz schön unbequem sein muß.

Bemerkung: Sowas passiert, wenn man Filme über Kathedralen schaut und theologische Bücher über Engel liest.

Sonntag, 15. März 2009

Von wegen Liebesgeschichte...

Ok, Liebesgeschichten kommen zwar darin vor, aber man kann "Lila, lila" von Martin Suter auch als unaufdringlichen Thriller im Literaturmilieu lesen. Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl ich die vielen Lokalitäten, in denen sich die Protagonisten ständig tummeln, teilweise etwas befremdlich finde.

Der lächelnde Mond

Der lächelnde Mond

Samstag, 14. März 2009

Nahendes

Ich bin klein,
mein Herz ist rein,
mein Kopf ist leer,
die Glieder schwer,
zuviel Cortisol
in meinen Adern
und du sagst:
Reiß dich zusammen!,
aber der Frust
frißt verfressen
unaufhörlich...

(2005)

Paßt zur Zeit irgendwie wieder ganz gut.

Das Balzverhalten des männlichen Homo sapiens zur Frühlingszeit in freier Wildbahn (Eine Beobachtungsstudie)

Ein weiblicher, dem äußeren Anschein nach sehr fruchtbarer und gesunder Homo sapiens, flaniert in der ersten wärmeren Frühlingssonne mit einem kurzen Röckchen und nackten Beinen auf der Halteinsel der Straßenbahn. Ein männlicher Homo sapiens, sofort angelockt von den leuchtend blonden Haaren und so viel entblößter Haut, bleibt auf dem Gehweg gegenüber am Straßenrand stehen und beginnt das Weibchen zu taxieren. Da sie anscheinend den Anforderungen eines weiblichen Sexualpartners entspricht, setzt nach wenigen Sekunden das Balzverhalten ein. Dieses äußert sich durch spezielle, pfeifende oder schnalzende Laute, die das Männchen von sich gibt, z.B. "pfiiiiii....pfiiii......pfiiii" oder ein langgezogenes "Pfiiiiiiiiiiiiiiiiiiii" oder aber ein "klack...klack....klack", das mit der Zunge geschnalzt wird. Dabei plustert sich der männliche Homo sapiens mit seinem ganzen Körper auf, damit er so groß und stattlich wie möglich wirkt.

Das Weibchen tut so, als bemerke sie ihn nicht.

Dies entmutigt das Männchen jedoch keineswegs, sondern spornt es an, seine Balzaktivität zu erhöhen und die Werbung fortzusetzen, indem es zunehmend lauter und herausfordernder wird.

Das Weibchen wirft ihr langes Haar nach hinten und ihm mit einem Augenaufschlag einen kurzen Blick zu.

Nun wird das Männchen noch aktiver, indem es wild zu gestikulieren anfängt und seine Zähne zeigt.

Der weibliche Homo sapiens wendet sich demonstrativ gelangweilt ab.

Der männliche Homo sapiens dagegen wirft sich in Pose und stolziert lässig über die Straße, um sich dem begehrten Sexualpartner zu nähern - sich dabei so breit wie möglich machend und ohne das Weibchen aus den Augen lassend. Nur knapp entgeht er dem Bus, der ihn beinahe erfasst hätte.

Aufgrund der obigen Beobachtung rege ich zu einer empirischen Untersuchung darüber an, ob sich zwischen der statistisch auffällig erhöhten Anzahl von Todesfällen im Frühling und dem Beginn der umgangssprachlich als "Paarungszeit" bezeichneten Phase erhöhter sexueller Aktivität signifikante Zusammenhänge ergeben.

(Tagebucheintragung vom 14. April 2005)

Freitag, 13. März 2009

Gehn wie ein Ägypter

Tagebucheintrag vom 19.04.2005

Eine Kollegin kommt in mein Zimmer gestürzt, legt mir was auf den Schreibtisch, stutzt und fragt mich:
"Bist du heute geschminkt?"

Etwas erstaunt schaue ich sie an, denn ich bin jeden Tag geschminkt und meistens immer auf die gleiche Weise. Deshalb frage ich mich, was diese Frage zu bedeuten hat und worauf sie damit hinaus will.

"Ähm.....ja.....wieso....eigentlich bin ich immer geschminkt....."

"Achso....na ja...ich weiß nicht....bist du gepudert? Oder warst du Wochenende in der Sonne?"

Ich, schon befürchtend, dass ich den ganzen Tag mit Make-up-Streifen auf der Nase oder verwischter Wimperntusche herumgelaufen bin und meinen Drang zum Spiegel zu springen kaum noch unterdrücken kann, bin noch verunsicherter.

"Nee.....wieso.....ich hab nur Make-up drauf. Das gleiche wie immer.....warum?" *schulterzuck*

Seltsamerweise scheint meine Kollegin jetzt von den Antworten auch immer irritierter zu werden und druckst irgendwie, so scheint es mir, rum. Kurzentschlossen gehe ich deshalb zum Frontalangriff über in Erwartung eine unangenehmen Gegenschlages.

"IST IRGENDWAS?"

"Nö....nein....es ist ist nichts..... äh....ich weiß nicht...äh.....du siehst heute irgendwie so anders aus."

"Ich seh anders aus?"

Jetzt muß ich sie wohl mit so groß aufgerissenen, verwunderten Augen angeschaut haben, dass sie beschließt, die Sache nun auf sich beruhen zu lassen. Doch an der Tür dreht sie sich nochmal um und meint:

"Aber du siehst wirklich schön aus heute. Vielleicht liegt's ja an den Haaren. Ich weiß auch nicht."

Vielleicht sollte ich ja öfters am Wochenende saufen, rauchen und bis um 6 Uhr früh durchfeiern. Das scheint für den Teint äußerst bekömmlich zu sein und enorm verschönernd zu wirken.



Ja, wie konnte ich das nur vergessen. Ich muß unbedingt rauchen, saufen und bis um 6 Uhr früh durchmachen, um meinen Teint aufzufrischen.

Donnerstag, 12. März 2009

Ich bin ein schlechter Patient.

Das war ich schon immer. Sobald ich mich nicht mehr so bewegen kann, wie ich will, werde ungeduldig und bin voll gestresst. Bettruhe ist am schlimmsten. Die halte ich wirklich nur ein, wenn nichts anderes mehr geht. Und so langsam reißt mir wieder der Geduldsfaden. Auf der Überweisung steht: "V.a. MS". Erst wußte ich nicht, was mit den Abkürzungen gemeint ist. So konkret hatte die Ärztin mir das gar nicht gesagt, sondern sprach von etwas "Entzündlichem". Nun ja, inzwischen ist mir fast schon egal, was ich habe, wenn ichs nur endlich wüßte und es hoffentlich etwas ist, womit Ärzte etwas anfangen können, damit ich nicht ständig herumgereicht werde. Termin habe ich allerdings erst am 05.05. und jetzt muß ich weiter funktionieren, irgendwie.

...

"Religio" ist also eine Lebenshaltung, in der man sich bemüht, den bewußtseinstransparenten Hintergrund unseres Lebens (alles "Jenseitige") ernst zu nehmen und darauf zu achten, was aus diesem "Jenseits" für Botschaften "herüberkommen" ins Bewußtsein. Wenn wir sorgfältig beachten, was unsere Träume uns sagen, achten wir auf eine Stimme, die nicht von unserem Ich (= dem "Diesseits" der Alten) herrührt, sondern von etwas, das jenseits inseres Ichs ist.
Echte Religiosität nimmt Träume ernst. Wer Träume nicht ernst nimmt, lebt nicht religiös, auch wenn er in der Kirche keine einzige Messe verpaßt, täglich seinen Rosenkranz betet und viele gute Werke tut. Echte Religiosität schließt zwar keineswegs aus, einer der bestehenden Religionen anzugehören und ihre Riten mitzufeiern; aber das allein genügt nicht. Grundlegend für eine echte Religiosität ist ein ganz persönlicher, fruchtbarer und sorgfältiger Umgang mit dem Unbewußten, das unser bewußtes Tun oft ergänzt und kompensiert. Die persönlich erfahrene und gestaltete Religiosität ist die Grundlage zur Selbstwerdung.

(aus "Die Hölle - Eine neue Reise in unsere Unterwelt" von Rolf Kaufmann)

Mittwoch, 11. März 2009

Wechselbäder

Ein Raum mit einem Schwimmbecken. Dieses ist relativ klein, mit einer breiten Mauerstufe eingefaßt und auch nicht sehr tief, eigentlich mehr wie eine Brunneneinfassung. Das Wasser ist grünlich und klar. Ich stehe auf dem Mauerabsatz und irgendjemand will mich aus Spaß in das Wasser schubsen. Ich wiederstehe erst dem Schubs, schwanke ein wenig, doch als ich das Gleichgewicht verliere, springe ich einfach mit großem Satz auf die schräg gegenüberliegende Mauereinfassung und stehe wieder. Ätsch, nicht geschafft! Doch der Scherzbold gibt nicht so schnell auf und schubst jetzt wieder. Diesmal lande ich im Badebecken, steige aber sofort wieder raus. Von der "Schwimmhalle" führt eine Tür in ein Nebenzimmer, wo eine Badewanne mit klarem hellblauem Wasser steht. Sie sieht sehr einladend aus und scheint zumindest von der Tiefe her mehr Wasser zu haben als das "Schwimmbecken". Ich bekomme Lust, mich hineinzulegen und tue dies auch, allerdings nur kurz, denn ich habe keine Zeit und muß weiter. Wieder führt eine Tür in ein Nebenzimmer. Auch hier steht eine Badewanne. Das Wasser ist klar, aber diesmal dunkelblau. Ich kann es nicht lassen, auch diese Badewanne auszuprobieren, bekomme aber gleich zu spüren, daß dieses Wasser fühlbar kälter ist als in den vorherigen Badegelegenheiten. Brrrr.... Dann verstehe ich plötzlich, wo ich bin: Ich bin in einer Bade- und Wellnessanstalt, in welcher mit Wechselbädern Krankheiten geheilt werden. Deshalb die unterschiedlichen Temperaturen!

Gedenkessen

Langsam fällt es mir extrem auf, daß ich meist ausgerechnet beim Zubereiten von Essen oder beim Essen selbst an meinen Vater denken muß. Das liegt wahrscheinlich daran, daß er gerne und reichlich gegessen hat. Heute habe ich mir nach längerer Zeit mal wieder Grützwurst mit Sauerkraut gemacht. Grützwurst war neben Kohlrouladen eines seiner Lieblingsessen, allerdings bekam er die in der Jugend auf dem Dorf stets frisch vom Schlachtfest, welches wohl eine sehr erfreuliche Erinnerung gewesen sein muß, denn er erzählte stets und ständig begeistert von den Schlachtdelikatessen. Als ich so neben der Pfanne stand, kam mir spontan die Vorstellung, wenn er mir jetzt von irgendwo zuschaut, denkt er bestimmt: "Oochhhh, bei der gibt es Grützwurst, so eine Gemeinheit, ich habe ewig keine Grützwurst mehr gegessen." Natürlich völliger Blödsinn, aber schon komisch, was einem manchmal spontan in den Sinn kommt und welche Reaktionen oder Sprüche einem so im Gedächtnis verhaftet sind, daß man fast meint, sie immer noch zu hören oder zu erleben.

Dienstag, 10. März 2009

Der Koran online

Eigentlich suche ich nach einer Seite, auf der man online den Koran nicht nur lesen, sondern auch in ihm suchen kann.

Beim Durchforsten des Web stieß ich auch auf diese Seite. Hier wird einem der Koran sogar vorgelesen, allerdings ist diese Stimme, die einen in Empfang nimmt, ob man will oder nicht, echt gruselig. Macht auf mich irgendwie mehr den Eindruck von Hypnose als von Vorlesen.