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Donnerstag, 26. März 2009

Es nervt mich wirklich,

daß man zwar heutzutage in den Lebensmitteldiscountern zwar jeden Müll kaufen kann, ok, natürlich teilweise auch gute Sachen, aber wenn man ganz bestimmte, einfache und normale Dinge sucht, steht man oft in einer Wüste, umgeben von schillerndem Verpackungsabfall. Zum Beispiel Zimt. Man gehe in einen Lebensmitteldiscounter und suche Zimt. Ich weiß zwar nicht, wie daß in anderen Filialen ist, aber bei denen in meiner Nähe sucht man umsonst. Zu DDR-Zeiten war Zimt STANDARD. Den gab es in jeder Kaufhalle und in jedem Konsum, auch in dem "um die Ecke". Man hatte sogar die Auswahl zwischen Zimtstangen und gemahlenem Zimt. Gut, dafür war es zwar schwieriger, an Bananen zu kommen, aber Milchreis mit Zucker und Zimt, war nie ein Problem, zu keiner Zeit. Ebenso gab es zu jeder Zeit Sirup und das auch noch in mindestens drei oder noch mehr Sorten. Heute gibt es Sirup nur noch zu bestimmten Terminen als Sonderware und auch nicht jeder davon ist schmackhaft. Inzwischen schwöre ich bei Sirup ja sowieso auf Bio-Ware, weil dieser viel natürlicher und besser schmeckt. Aber den bekommt man erst recht nicht einfach so im Vorbeigehen. Natürlich gibt es auch die besser ausgestatteten Supermärkte, allerdings sind die regelmäßig seltener gestreut und ich habe keine große Lust, wegen ein bißchen Zimt drei Kilometer durch die Gegend zu fahren. Das erinnert mich an unsere früheren Delikatläden, die es nur in begrenzter Zahl gab (ebenso wie die Intershops), und wo man einmal im Monat hinfuhr, um sich mit Hirschsalami und Pfirsichkonserven einzudecken. Wahrscheinlich würde man sogar Zimt im Internet finden, aber das dauert mir etwas zu lange, wenn ich gerade heute abend einmal im Jahr Appetit auf heißen Milchreis mit Zimt und Zucker habe. Armselig hinter glänzender Fassade.

Mittwoch, 25. März 2009

Ich frage mich gerade,

ob ein Millionengewinn wohl in der Lage wäre, eine Spontanheilung auszulösen.

Die vorletzte Nacht

war ziemlich seltsam. Erstaunlicherweise habe ich relativ gut und fest geschlafen, obwohl es die Nacht vor dem ersten Arbeitstag nach zwei Wochen war und ich dann meist vor Horror vor den Bergen auf dem Schreibtisch kaum schlafen kann. Ich habe auch nicht direkt geträumt, sondern mehr irgendwie gedacht. Dabei hatte ich aber immer das Gefühl, A. zu sein, bzw. A.s Gedanken zu denken. Dann erwachte ich und war total verwirrt, weil ich dachte ich sei A., bis mein Identitätsgefühl langsam wiederkehrte. Was ist das denn? Das sind doch nicht A.s Gedanken, sondern meine. Sobald ich wußte, wer ich bin, fragte ich mich, wie ich darauf komme, A. zu sein, zumal ich doch den Tag zuvor nicht einmal an ihn gedacht hatte? Sogar bei der Legung der Zigeunerkarten ist er mir nicht eingefallen, dafür fielen mir jetzt aber die Karten ein und das Ganze wurde noch unbegreiflicher, da auf gewisse Weise zu meinen Wünschen passend, aber auf eine andere reale Weise so überhaupt nicht. Ist die Illusion von der Illusion die wahre Illusion?

Dienstag, 24. März 2009

Die faule Gerbera

Die stellvertretende Gruppenleiterin kam heute überall in die Zimmer und schenkte jedem von uns eine Gerbera. Sozusagen als Motivationshilfe, "damit wir durchhalten", wie sie meinte. Zuerst dachte ich ja, ich hätte meinen eigenen Geburtstag verpaßt, als sie mit den Blumen hereinspazierte und sofort auf mich zustrebte. Ich bekam die rote, Herr N. die gelbe Gerbera, da sie ihm nicht die rote schenken wollte, wie sie erklärte. Als sie wieder weg war, sagte Herr N. trocken, eine Gehaltserhöhung wäre ihm lieber gewesen. Aber das beste passierte erst nach ein bis zwei Stunden. Von beiden Gerbera, die zusammen in derselben Vase standen, ließ die gelbe schon nach kurzer Zeit welkend ihren Kopf hängen, während die rote noch kerzengerade stand. Als ich dies sah, sagte ich erst nichts dazu, doch etwas später entdeckte es auch Herr N. und konnte es gar nicht fassen. Er lief extra in die anderen Zimmer, um zu sehen, ob die Gerbera dort noch frisch sind und auch die standen alle kerzengerade. Dann wollte er von einer hereinkommenden Mitarbeiterin wissen, wie sowas sein kann. Schließlich behauptete er, natürlich aus Spaß, das habe Frau K. mit Absicht gemacht, er fühle sich gemobbt und werde nicht mehr kommen. Witzigerweise können sich die beiden aber tatsächlich nicht besonders leiden. Jedenfalls fanden es alle sehr lustig, daß ausgerechnet die Gerbera von Herrn N. sofort den Kopf hängen ließ.

Montag, 23. März 2009

...

"So wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind: Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der Schriftstudien zu lesen haben wird, die ihm dann das Fehlerhafte seines Tuns zeigen werden."
(Band 7 der Schriftstudien, aus "Zeugen Jehovas" von Lothar Gassmann)

Das ist in der Tat eine grausame Strafe.

Sonntag, 22. März 2009

Auswahl und Umfrage Buchcover

Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. Deshalb mache ich jetzt einfach eine Umfrage. Vielleicht mag ja jemand seinen Senf dazugeben. Welches der entworfenen Buchcover gefällt euch am besten, bzw. spricht euch am meisten an?

Zur Umfrage geht es HIER, hoffe ich. Irgendwie war mir so, als wenn Umfragen automatisch erscheinen. Vielleicht funktioniert es aber auch gar nicht mehr, dann gerne per Kommentar.

Cover 1:

Cover 1

Cover 2:

Cover 2

Cover 3:

Cover 3

Cover 4:

Cover 4

Cover 5:

Cover 5

Cover 6:

Cover 6

Samstag, 21. März 2009

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Es ist erstaunlich, wieviel Zeit gute Menschen damit verbringen, den Teufel zu bekämpfen. Wenn sie nur die gleiche Energie aufbrächten, ihren Nächsten zu lieben, dann würde der Teufel vor Langeweile sterben.
(Helen Keller, amerikanische Schriftstellerin)

Freitag, 20. März 2009

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Es gibt ein Sehen, das den Augen im Kopf überlegen ist
und weiter reicht als zu den Himmeln und zur Erde.

(Meister Eckhart)

Donnerstag, 19. März 2009

Heute

B1

B2

B3

B4

B5

B6

B7

Und wirkt besser als jede Schmerztablette. Als ich wieder nach Hause kam, waren die Kopfschmerzen fast weg.

Mittwoch, 18. März 2009

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Montag, 16. März 2009

Augen wie Terence Hill

Als ich heute im Büro auf den Fahrstuhl wartete, standen zwei Klienten vor mir, die sich angeregt über ihre Schufa-einträge unterhielten. Da es ewig dauerte bis der Fahrstuhl kam, blickte ich schnell an dem einen vorbei auf die Anzeige, um zu sehen, ob sie leuchtet. Das war der Auslöser dafür, dass sie mich inmitten ihres Gespräches auf einmal wahrnahmen und einer von den beiden nun einen Flirtvorstoß wagte, in dem er anfing, etwas von meinen Augen zu faseln. Unter anderem sagte er, dass ich Augen wie Terence Hill hätte. Na ja, mit einem gewissen Pegel Alkohol im Blut wird es wahrscheinlich schwierig, blau von grün zu unterscheiden. Weil er auch seinem Kumpel gleich die großartige Entdeckung meiner Augen mitteilen mußte, starrten mich schließlich beide während des Fahrstuhlfahrens an und redeten über meine Augen, während ich vor mich hin grinste und bei mir dachte: Ich warte auf den Tag, an dem jemand zu mir sagt, ich sehe aus wie Bud Spencer.

(Tagebucheintragung vom 31.08.2004)

Gerade gelesen

Ein Mann meint zu seiner Frau als sie das Lokal verlassen haben: "Das Trinkgeld, das du dem Ober gegeben hast, war aber reichlich übertrieben." - "Nein", antwortet sie. "Das war es mir wert. Hast du nicht gesehen, in was für einen tollen Mantel er mir reingeholfen hat?"

Engel + Kathedrale =

Eine Kathedrale aus Engelsflügeln spannt sich hoch im Halbrund über mein Bett. Von den Engeln ist allerdings nichts zu sehen. Vielleicht befinden sie sich hinter den Flügeln auf der anderen Seite der Kathedralenkuppel, dort, wohin mir der Blick durch die Flügel verwehrt wird. Doch ich bin ziemlich sicher, daß sie da sind. Und daß ihre Körperhaltung hinter der Kuppel, um ihre Flügel so über- und nebeneinanderzulegen, daß ein ganzes Bauwerk entsteht, ganz schön unbequem sein muß.

Bemerkung: Sowas passiert, wenn man Filme über Kathedralen schaut und theologische Bücher über Engel liest.