Montag, 26. Juli 2010
Sonntag, 25. Juli 2010
Und damit begann es
Wenn ich tanzen ging, trug ich immer einen silber glitzernden Ripprolli und silberne Schnürstiefeletten.
Aber eigentlich stimmt es nicht, eigentlich begann alles schon mit Acid House, das bereits in den DDR-Clubs gespielt wurde.
Und ich zerbreche mir
http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1357589/Dr-Motte-attackiert-Veranstalter-der-Loveparade.html#reqRSS
Mäuse in Babyschuhen und 25jähriges Jubiläum
Mit meinem Kumpel in der Stadt unterwegs. Es dämmert, aber noch in der aufziehenden Dunkelheit, entdecke ich mehrere große Bögen am Himmel. Sind das Regenbögen? Ich zähle acht. Also einen achtfachen Regenbogen habe ich noch nie gesehen. Sie scheinen die gesamte Himmelskuppel zu überspannen. Aber eigentlich seheh sie nicht wirklich wie Regenbögen aus. Als Farbe erkenne ich zwischen einem dunklen Mischmasch nur Grün und etwas Weißes sieht aus, als gehöre es zu Schriftzügen darauf. Irritiert frage ich meinen Kumpel, ob er das auch sieht, was ich sehe, denn vielleicht bilde ich es mir ja nur ein. Er nickt jedoch, erklärt aber auch gleich, daß dies keine Regenbögen sind, sondern die Bögen für ein 25jähriges Jubiläum aufgebaut wurden, wobei er seufzend eine Bemerkung über die Schnelllebigkeit der Zeit hinterher setzt. Nachdenklich bleibt er vor einem Schaufenster stehen. 25 Jahre. Ich weiß nicht, was vor fünfundzwanzig Jahren hier in der Stadt war, aber das interessiert mich auch nicht so sehr. Stattdessen versuche ich zu ergründen, an welches Leben mein Kumpel wohl denkt, das er vor fünfundzwanzig Jahren hatte. Damals kannten wir uns noch nicht. Das sind bisher erst achtzehn Jahre.
Bemerkung: Letzte Woche kaufte ich ein gebrauchtes Buch, in dessen erste Seite der Vorbesitzer ganz unauffällig die Schriftzüge seines Namens hinein geprägt hat. Da man sie nur durch die Erhebung erkennt, habe ich den Namen erst entdeckt, als ich das Buch schon gelesen hatte.
Samstag, 24. Juli 2010
Ein Vogel wollte Hochzeit machen...
Als Kind habe ich ständig die Strophen von dem Lied vergessen und heute findet man alles im Internet. Wenn wir damals spielten, so ganz ohne Internet, und nicht mehr wußten, wie es weitergeht, dichteten wir mit Vergnügen selbst und dabei kam dann sowas raus:
Die Taube, die Taube, die schnürt der Braut die Haube.
Der Sperling, der Sperling, der gibt der Braut den Hochzeitsring.
Die Krähe, die Krähe, ist auch ganz in der Nähe.
Die Nachtigall, die Nachtigall, die flötet auf dem Hochzeitsball.
Der Geier, der Geier, der spielt dazu die Leier.
Das Rebhuhn, das Rebhuhn, endet im Topf als Suppenhuhn.
Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schaut den Köchen in den Topf.
Der Reiher, der Reiher, brät schnell noch ein paar Eier.
Das Käuzchen, das Käuzchen, rasiert sich glatt das Schnäuzchen.
Der Kranich, der Kranich, der heiratet heut gar nich.
Fortsetzung ist ausdrücklich erwünscht.
Ähm,
Tags: Yoga
Lagerung von Melonen
Traumsplitter
Freitag, 23. Juli 2010
Traumsplitter
Bärenmarke
Edit: Aber ok, Müller schrumpft stattdessen ständig seine Verpackungsgrößen, ohne daß der Preis weniger wird.
Donnerstag, 22. Juli 2010
Traumsplitter
Ich bin die Besitzerin eines Blumenhandels, wobei dieser schon etwas größer sein muß, denn ich muß selbst überhaupt nichts mehr tun, sondern kann meine Angestellten herumschicken. Einige männliche Angestellte sorgen gleichzeitig für mein persönliches Wohlergehen, indem sie mich massieren. Während des Massierens kommt mir die Idee, vor das Geschäft auf die Straße, auf der bisher gar nichts steht, einen bepflanzten Kübel hinzustellen. Einfach so zur Verschönerung, als Blickfang und eventuell auch Werbung. Ich rufe eine weibliche Angestellte und gebe ihr den Auftrag, einen großen Kübel hübsch mit Erika und dazu passenden anderen Stauden zu bepflanzen. Doch diese schüttelt den Kopf und meint, das wäre keine gute Idee, weil die Pflanzen auf der Straße geklaut werden würden. Die männlichen Angestellten stimmen ihr zu und ich fühle mich überstimmt, weshalb ich nachgebe, aber innerlich ärgert es mich. Zum einen ist es mir völlig egal, ob die geklaut werden, denn schließlich habe ich genug davon und kann das verschmerzen, und zum anderen hätte ich es gerne ein wenig schöner, und zwar nicht nur für mich, sondern für alle, also auch auf der Straße.
Während der ganzen Nacht lief im Hintergrund unter den Träumen eine Melodie mit Text wie so eine Art Filmmusik.
Bemerkung: Erst Fitnessgeräteverkäufer, dann Blumenhändler, fehlt bloß noch, daß ich im Traum irgendwann zum Staubsaugervertreter werde.
Phänomene des Alltags
Mittwoch, 21. Juli 2010
Ich möchte ja Rilke
Die Nachtigall erzählt
"Gestern sah ich aus der Linde
einem Mägdlein in sein Buch.
Golden war der Blätter Rinde
und der Einband blaues Tuch.
'Der Geliebten!' stand emphatisch
vorn in Arabeskenschrift,
und der Sänger sang ekstatisch
von der Liebe Rausch und Gift.
Fünf mal Fünfundzwanzig Seiten
und kein echter Laut und Hall -
doch dafür in jedem zweiten
Liede ich, die Nachtigall.
'Schluchzend', 'jubelnd', 'klagend', 'lachend',
wie's grad dem Herrn zu paß. -
Leutchen, schlechte Verse machend,
wißt ihr, ich verbitt mir das!...
Und ich schlug in meiner Linde
dunkelgrünem Zauberschloß,
daß dem jungen schönen Kinde
heiß das Blut zu Herzen schoß.
Seine Hand sah ich es pressen
auf die Augen, tränennaß...
Und das Büchlein glitt, vergessen,
nieder in das hohe Gras."
Dienstag, 20. Juli 2010
Das Eistütenorakel
Also: Ich kann mich nicht zwischen Schokolade und Zitrone entscheiden, denn das kommt auf das spezielle Eis an. Zum Beispiel hasse ich Schokostückchen, sowohl auf als auch im Eis. Es sollte deshalb schokostückchenfrei sein. Das Zitroneneis sollte cremig und nicht unbedingt ein Sorbet sein, außerdem nicht zu aufdringlich nach Zitrone schmecken. Überhaupt esse ich sowieso lieber zwei Sorten gleichzeitig, also eben Schokolade und Zitrone, oder Schokolade und Vanille. Vanille mag ich eigentlich generell nur mit einer zweiten Eissorte, entweder Schoko- oder ein Fruchteis. Eine Eissorte alleine ist irgendwie langweilig. Was sagt das jetzt über mich aus?
Montag, 19. Juli 2010
Traumsplitter
Sonntag, 18. Juli 2010
Verschollen im Märchenland
Perfektes Wetter war das heute, Ausflugswetter. Viel zu schade, um lange Telefonate zu führen, was sich aber trotzdem so ergab. Danach Lust auf einen kleinen Spaziergang. Diesmal ohne direktes Ziel, nur der Nase nach genau in die Richtung, in die ich sonst vom Fenster aus blicke, in die ich aber selten gehe, da es dort nur Villen und Kleingartenanlagen gibt. Sobald man in das Viertel eintaucht, fühlt man sich fast wie in einem anderen Ort. Sogar Hähne krähen dort, wie auf dem Dorf, die ich aber in meiner Wohnung nicht höre, wahrscheinlich weil die Autobahnzufahrt sie übertönt. Ein großer Greifvogel flog über mich hinweg. Das ist natürlich etwas völlig anderes als ein kleiner Spatz, denn wenn der seine Flügel breitet, steht man im Schatten. Beeindruckend. Und dann verlief ich mich im Märchenland zwischen Sterntaler- und Drosselbartweg, wobei verlaufen übertrieben ist, denn eigentlich fand ich nur keinen Durchgang, da es im Märchenland fast ausschließlich Sackgassen gibt, scheint mir. Erst als ich dem unverschämt langen gelben grauen Backsteinweg folgte, führte der mich wieder hinaus. Zu Hause gab es zur Stärkung leckeren Fruchtsalat, für den ich aber erst ewig in der Küche stehen mußte, um die Pfirsiche abzubrühen, zusammen mit der Ananas klein zu schneiden, die Kirschen alle einzeln mit Hand und Messer zu entkernen und Walnüsse zu knacken und zu entpolken. Da ist der Abend des viel zu kurzen Wochenendes weg und der Salat genau so schnell. Aber gut, zweimal im Jahr kann man sich die Zeit ruhig nehmen.
Mein Glücksklee
Samstag, 17. Juli 2010
Im Regenschloß
"Sie verlöschen so schnell, daß man das Regenmännlein nicht immer erblicken kann. aber manchmal sieht man es." Peter schaute sich nach dem Tigerchen um, das neben ihm herlief, denn es fürchtete sich nicht vor dem Regen.....
....Peter war sicher, dass die Regenmännlein sie sahen.
"Sie kennen auch unseren Tiger, und er kennt sie. Komm, Tigerchen, ich will dir etwas sagen." Peter flüsterte ihm etwas ins Ohr und das Tigerchen begriff sofort.
Eines der Bläschen, es glich den übrigen, war aber wohl etwas größer, blieb plötzlich stehen, schwamm näher an den Rand der Pfütze heran und wuchs und wuchs wie eine Seifenblase. Und dann war es wie ein durchsichtiger, gläserner Kahn. Im Kahn stand das Regenmännlein mit einem riesigen Hut und mit einer Pelerine. Es verneigte sich, und Peter und Kati warteten, was es ihnen sagen würde, aber es sang nur leise vor sich hin, so wie der Regen manchmal singt:
"Regenmännlein heiße ich.
Es fährt mein Wunderkahn
euch brave Kinder alle
ins Traumland wundersam."
Sie stiegen ein, und der Kahn schwankte nicht einmal, obwohl er aussah, als wäre er aus dünnem Glas gemacht. Tymonek (der Tiger, bzw. Kater) war als erster hineingesprungen.
Sie fuhren, fuhren lange im rauschenden Regen, und das Regenmännlein pfiff leise vor sich hin, flüsterte und sang ein Lied, und das klang und tönte wie der Regen in der Dachrinne an einem frühen Sommermorgen, wenn man noch schläft...
....Peter fragte das Regenmännlein nicht mehr, wohin sie fuhren, denn sie erblickten gerade das Regenschloß. Sie erkannten es sofort: Es war grün wie Wasser, durchsichtig wie der Regen. In der Nähe rauschte ein Bach, und an seinem Ufer troff von den Zweigen der Trauerweiden und Hängebirken der Regen. Doch es war gar nicht traurig und langweilig in diesem Regenland, denn in allen Dachrinnen klang und tönte es wie ein großes Orchester, Springbrunnen plätscherten, und in den Springbrunnen hüpften Regenmännlein, die wiegten sich auf den Wasserfäden und kreischten vergnügt....
....Wie hurtig die Regenmännlein am Werke waren - selber ganz blau, grün, lila von dem Regenbogen, den sie gerade webten, wirkten und glätteten! Die bunten Fäden, Bänder und Streifen flogen nur so durch die Luft, und auch der Boden war damit bedeckt....
....Die Regenmännlein sangen bei ihrem fröhlichen Schaffen...
...."Der Sonnenschein wartet", wiederholte das Regenmännlein im Kahn die letzten Worte des Liedes. " Kommt, ich öffne euch das Tor."
Hinterm Tor rauschte der Regen nicht mehr, die Springbrunnen waren verstummt, nur ein letzter feiner Regen wisperte noch zum Abschied und klopfte gegen den Regenschirm. Die bunten Vögel auf dem Schirm hatten nasse, blankgewaschene Federn.
Kati schloß den Regenschirm. Am Griff hing ein buntes Bändchen.
"Das war vorhin nicht da, wie kommt es hierher?"
"Ein Regenmännlein wird es zum Andenken um den Griff geschlungen haben, das ist doch klar", sagte Peter.
Am Himmel leuchtete ein herrlicher, breiter Regenbogen...
...Auf der großen Pfütze waren schon alle Bläschen erloschen. Nein, nicht alle: Eines entfernte sich eilig, kleiner und kleiner werdend. Darin stand das Regenmännlein und winkte mit seinem großen Hut.
(gekürzt - aus "Das Haus unter den Kastanien" von Helena Bechlerowa)









