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Montag, 26. Juli 2010

Mein Hippienachweis (TÜV-erneuert am 26.07.2010)

Immer diese Bürokratie...*grmpf* -

Bewerbung für die Hippie-Kommune "Peace On Earth":

Papphaus

In Polen

Sonntag, 25. Juli 2010

Und damit begann es

damals, ich weiß es noch wie heute.



Wenn ich tanzen ging, trug ich immer einen silber glitzernden Ripprolli und silberne Schnürstiefeletten.
Aber eigentlich stimmt es nicht, eigentlich begann alles schon mit Acid House, das bereits in den DDR-Clubs gespielt wurde.

Und ich zerbreche mir

die ganze Zeit den Kopf darüber, warum der Veranstalter so blöd ist, bei einer Massenveranstaltung die Leute durch einen Tunnel zu schleusen. Sowas ist doch entgegen jedem Sinn und Verstand. Allerdings bin ich nicht auf des Rätsels Lösung gekommen, zum einen wahrscheinlich, weil mir jedes Profitdenken abgeht, und zum anderen, weil ich diese Vorgehensweise von der Loveparade in Berlin nicht kenne, daß einem zusätzlich Geld abgeknöpft wird. Unglaublich! Gerade letzte Woche hatte ich einen Loveparade-Gedenktag eingelegt, aber ich wußte noch nicht, WIE tot die Loveparade wirklich ist.

http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1357589/Dr-Motte-attackiert-Veranstalter-der-Loveparade.html#reqRSS

Mäuse in Babyschuhen und 25jähriges Jubiläum

Im Sessel neben der Fensterwand mit den zugezogenen Gardinen, welche im Traum rot statt wie in Wirklichkeit weiß sind, erwache ich. Ich muß eingeschlafen sein. Noch mit schläfrigem Blick fällt mir gleich neben mir ein Schriftzug auf, der wie in die Gardine hineingeprägt zu sein scheint und deshalb nur sehr undeutlich zu entziffern ist. Ich versuche es trotzdem und meine, meinen Namen zu erkennen, zumindest etwas in der Art, so wie "Anne Susanne". Das ist unheimlich. Wie kommt der Schriftzug in die Gardine? Steht dahinter jemand, der ihn hineinstempelt? Und jetzt bewegt sich die Gardine auch noch von alleine! Auf einmal ist sie nicht mehr zugezogen, sondern zur Seite gerafft. Ich habe jedoch nicht wirklich vor, diesen unheimlichen Vorgängen auf den Grund zu gehen, sondern bleibe sitzen. Dabei sehe ich in einer Ecke nun drei Mäuse, die sich dort an liegen gebliebendem Katzenfutter gütlich tun. Zwei davon sitzen seltsamerweise in Babyschuhen und bewegen sich mit ihrem jeweiligen Schuh auch fort. Da muß sie doch jemand hineingesetzt haben! Womöglich ebenfalls mein unheimlicher Gast. Aber was will er damit bezwecken?

Mit meinem Kumpel in der Stadt unterwegs. Es dämmert, aber noch in der aufziehenden Dunkelheit, entdecke ich mehrere große Bögen am Himmel. Sind das Regenbögen? Ich zähle acht. Also einen achtfachen Regenbogen habe ich noch nie gesehen. Sie scheinen die gesamte Himmelskuppel zu überspannen. Aber eigentlich seheh sie nicht wirklich wie Regenbögen aus. Als Farbe erkenne ich zwischen einem dunklen Mischmasch nur Grün und etwas Weißes sieht aus, als gehöre es zu Schriftzügen darauf. Irritiert frage ich meinen Kumpel, ob er das auch sieht, was ich sehe, denn vielleicht bilde ich es mir ja nur ein. Er nickt jedoch, erklärt aber auch gleich, daß dies keine Regenbögen sind, sondern die Bögen für ein 25jähriges Jubiläum aufgebaut wurden, wobei er seufzend eine Bemerkung über die Schnelllebigkeit der Zeit hinterher setzt. Nachdenklich bleibt er vor einem Schaufenster stehen. 25 Jahre. Ich weiß nicht, was vor fünfundzwanzig Jahren hier in der Stadt war, aber das interessiert mich auch nicht so sehr. Stattdessen versuche ich zu ergründen, an welches Leben mein Kumpel wohl denkt, das er vor fünfundzwanzig Jahren hatte. Damals kannten wir uns noch nicht. Das sind bisher erst achtzehn Jahre.

Bemerkung: Letzte Woche kaufte ich ein gebrauchtes Buch, in dessen erste Seite der Vorbesitzer ganz unauffällig die Schriftzüge seines Namens hinein geprägt hat. Da man sie nur durch die Erhebung erkennt, habe ich den Namen erst entdeckt, als ich das Buch schon gelesen hatte.

Samstag, 24. Juli 2010

Ein Vogel wollte Hochzeit machen...



Als Kind habe ich ständig die Strophen von dem Lied vergessen und heute findet man alles im Internet. Wenn wir damals spielten, so ganz ohne Internet, und nicht mehr wußten, wie es weitergeht, dichteten wir mit Vergnügen selbst und dabei kam dann sowas raus:

Die Taube, die Taube, die schnürt der Braut die Haube.

Der Sperling, der Sperling, der gibt der Braut den Hochzeitsring.

Die Krähe, die Krähe, ist auch ganz in der Nähe.

Die Nachtigall, die Nachtigall, die flötet auf dem Hochzeitsball.

Der Geier, der Geier, der spielt dazu die Leier.

Das Rebhuhn, das Rebhuhn, endet im Topf als Suppenhuhn.

Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schaut den Köchen in den Topf.

Der Reiher, der Reiher, brät schnell noch ein paar Eier.

Das Käuzchen, das Käuzchen, rasiert sich glatt das Schnäuzchen.

Der Kranich, der Kranich, der heiratet heut gar nich.

Fortsetzung ist ausdrücklich erwünscht.

Ähm,

ja, alles klar. Eigentlich hatte ich nach was einfachem gesucht. Gibt es nicht ein Ratten-Asana oder sowas?



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Lagerung von Melonen

Zwei amerikanische Wissenschaftlerinnen konnten jedoch nachweisen, dass durch die Lagerung bei Zimmertemperatur der Anteil an Carotinoiden stark ansteigt, während er bei den im Kühlschrank gelagerten Früchten konstant bleibt oder sogar abnimmt. Carotinoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen (Link), sorgen für die gelbliche bis rote Farbe in Obst und Gemüse und wirken im menschlichen Körper als Antioxidanzien. Diese sind vermutlich am Schutz vor Krebs, Herz-Kreislauf- und anderen Erkrankungen beteiligt.

Traumsplitter

Mir wird ein Schriftstück mit einer Aufzählung gezeigt. Einen Punkt davon soll ich anstreichen, weil er mich betrifft. Darin steht, daß mir in der nächsten Zeit wichtige Fragen gestellt werden.

Freitag, 23. Juli 2010

Traumsplitter

Mit einer Freundin und einem Mann spiele ich ein Ballspiel. Außerdem wird mir bei einem Test die Frage gestellt, welche Art Beziehung ich mit dem Mann bevorzugen würde. Dazu habe ich vier Punkte zum Ankreuzen. Punkt eins ist Freundschaft, Punkt zwei eine Partnerschaft, die Punkte drei und vier habe ich vergessen. Spontan wähle ich 'Freundschaft'. Meine Freundin fragt mich daraufhin, warum ich mir ausgerechnet das Schwierigste aussuche. Hm, könnte sein, daß sie recht hat. Jetzt bemerke ich, daß beide miteinander tuscheln. Ich soll davon nichts mitbekommen, aber ich höre trotzdem genau, daß es dabei um meinen Geburtstag geht. Stimmt, der ist ja bald. Er fragt sie, ob sie sich schon etwas überlegt hat und sie antwortet irgendetwas in der Art, daß ich mir Obst wünsche. Wünsche ich mir Obst? Doch ja, es ist so. Aber wie ich nun höre, gibt es wohl Probleme damit.

Bärenmarke

ist ja süß: Verkaufen Schokomilch, schreiben drauf, man soll schütteln, und schon ist es ein Schüttel-Shake, sicherlich gleich teurer, aber auf jeden Fall up to date. Wenn ich die Müllermilch schüttel, kommt wahrscheinlich dasselbe raus und die schmeckt auch besser.

Edit: Aber ok, Müller schrumpft stattdessen ständig seine Verpackungsgrößen, ohne daß der Preis weniger wird.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Traumsplitter

Ein Büroraum mit zwei gegenüberstehenden Schreibtischen. An einem sitzt Madonna, am anderen irgendeine Kollegin. Der nagelneue Song von Madonna läuft im Hintergrund und geht mir unwiderstehlich in die Beine, so daß ich spontan anfangen muß zu tanzen. Der Song ist sehr tanzbar, wie ich finde, zumindest im Refrain, den zwischendurch hat er auch einige langsamere Passagen. Doch Madonna scheint von meinem Tanzdrang zu ihrem Song nicht begeistert, stattdessen schaut sie mich verärgert an, vielleicht weil ich nicht wirklich gut tanzen kann, und auch die Kollegin fühlt sich wohl eher gestört. Es ist mir ja peinlich, aber ich kann einfach nicht damit aufhören, trotz dieser Reaktionen.

Ich bin die Besitzerin eines Blumenhandels, wobei dieser schon etwas größer sein muß, denn ich muß selbst überhaupt nichts mehr tun, sondern kann meine Angestellten herumschicken. Einige männliche Angestellte sorgen gleichzeitig für mein persönliches Wohlergehen, indem sie mich massieren. Während des Massierens kommt mir die Idee, vor das Geschäft auf die Straße, auf der bisher gar nichts steht, einen bepflanzten Kübel hinzustellen. Einfach so zur Verschönerung, als Blickfang und eventuell auch Werbung. Ich rufe eine weibliche Angestellte und gebe ihr den Auftrag, einen großen Kübel hübsch mit Erika und dazu passenden anderen Stauden zu bepflanzen. Doch diese schüttelt den Kopf und meint, das wäre keine gute Idee, weil die Pflanzen auf der Straße geklaut werden würden. Die männlichen Angestellten stimmen ihr zu und ich fühle mich überstimmt, weshalb ich nachgebe, aber innerlich ärgert es mich. Zum einen ist es mir völlig egal, ob die geklaut werden, denn schließlich habe ich genug davon und kann das verschmerzen, und zum anderen hätte ich es gerne ein wenig schöner, und zwar nicht nur für mich, sondern für alle, also auch auf der Straße.

Während der ganzen Nacht lief im Hintergrund unter den Träumen eine Melodie mit Text wie so eine Art Filmmusik.

Bemerkung: Erst Fitnessgeräteverkäufer, dann Blumenhändler, fehlt bloß noch, daß ich im Traum irgendwann zum Staubsaugervertreter werde.

Phänomene des Alltags

Kann es eigentlich sein, daß eine erhöhte Sonnenfleckenaktivität Funkuhren stören kann? Jedenfalls spinnen meine Funkuhren schon länger und das trotz voller Batterien. Mal geht der Zeiger gar nicht mehr oder springt im Zwei-Stunden-Takt, mal geht die Uhr heillos hinterher und zeigt immer die falsche Zeit an. Komischerweise gibt es zwischendrin Tage, wo sie wieder völlig normal und korrekt geht. Und da wir gerade bei Physik sind: Warum sind weiße durchsichtige Bewässerungskugeln eigentlich stets schneller leer, als rote durchsichtige Bewässerungskugeln? Und das bei denselben Pflanzensorten?

Mittwoch, 21. Juli 2010

Ich möchte ja Rilke

kein Unrecht tun, aber manchmal sind mir die Gedichte von Ch. Morgenstern lieber.

Die Nachtigall erzählt

"Gestern sah ich aus der Linde
einem Mägdlein in sein Buch.
Golden war der Blätter Rinde
und der Einband blaues Tuch.

'Der Geliebten!' stand emphatisch
vorn in Arabeskenschrift,
und der Sänger sang ekstatisch
von der Liebe Rausch und Gift.

Fünf mal Fünfundzwanzig Seiten
und kein echter Laut und Hall -
doch dafür in jedem zweiten
Liede ich, die Nachtigall.

'Schluchzend', 'jubelnd', 'klagend', 'lachend',
wie's grad dem Herrn zu paß. -
Leutchen, schlechte Verse machend,
wißt ihr, ich verbitt mir das!...

Und ich schlug in meiner Linde
dunkelgrünem Zauberschloß,
daß dem jungen schönen Kinde
heiß das Blut zu Herzen schoß.
Seine Hand sah ich es pressen
auf die Augen, tränennaß...
Und das Büchlein glitt, vergessen,
nieder in das hohe Gras."

Dienstag, 20. Juli 2010

Das Eistütenorakel

http://www.hr-online.de/website/radio/hr3/index.jsp?rubrik=54785&key=standard_document_39460047

Also: Ich kann mich nicht zwischen Schokolade und Zitrone entscheiden, denn das kommt auf das spezielle Eis an. Zum Beispiel hasse ich Schokostückchen, sowohl auf als auch im Eis. Es sollte deshalb schokostückchenfrei sein. Das Zitroneneis sollte cremig und nicht unbedingt ein Sorbet sein, außerdem nicht zu aufdringlich nach Zitrone schmecken. Überhaupt esse ich sowieso lieber zwei Sorten gleichzeitig, also eben Schokolade und Zitrone, oder Schokolade und Vanille. Vanille mag ich eigentlich generell nur mit einer zweiten Eissorte, entweder Schoko- oder ein Fruchteis. Eine Eissorte alleine ist irgendwie langweilig. Was sagt das jetzt über mich aus?

Montag, 19. Juli 2010

Traumsplitter

In einer Gesellschaft bin ich die einzige Blondine unter Frauen, die alle tiefschwarze Haare haben, meist bereits gefärbt über grauen Haaren. Ich frage mich deshalb, ob ich etwas verpaßt habe und ob das jetzt jeder haben muß. Es gefällt mir nicht, aber andererseits fühle ich mich als Außenseiter, weshalb ich die Gesellschaft verlasse und mit einem Fahrstuhl in ein anderes Stockwerk möchte. Schnell springe ich in einen Fahrstuhl, der schon halb offen steht, doch erst als ich drin bin entdecke ich das knutschende junge Pärchen. Wahrscheinlich störe ich, aber egal, ich drücke trotzdem den Knopf - nichts tut sich. Anscheinend ist der Fahrstuhl defekt. Ich steige in einige andere Fahtstühle um, doch keiner bewegt sich. Alle kaputt. Schließlich, es ist nicht klar, ob dies ein neuer Traum ist, werde ich in einer Rakete senkrecht nach oben katapultiert, wobei ich nicht mehr weiß, was das Ziel ist und ob ich dort angekommen bin. Die auf den Körper ausgeübte Gegenkraft war beim Raketenflug jedoch erstaunlich echt zu spüren.

Sonntag, 18. Juli 2010

Verschollen im Märchenland

Perfektes Wetter war das heute, Ausflugswetter. Viel zu schade, um lange Telefonate zu führen, was sich aber trotzdem so ergab. Danach Lust auf einen kleinen Spaziergang. Diesmal ohne direktes Ziel, nur der Nase nach genau in die Richtung, in die ich sonst vom Fenster aus blicke, in die ich aber selten gehe, da es dort nur Villen und Kleingartenanlagen gibt. Sobald man in das Viertel eintaucht, fühlt man sich fast wie in einem anderen Ort. Sogar Hähne krähen dort, wie auf dem Dorf, die ich aber in meiner Wohnung nicht höre, wahrscheinlich weil die Autobahnzufahrt sie übertönt. Ein großer Greifvogel flog über mich hinweg. Das ist natürlich etwas völlig anderes als ein kleiner Spatz, denn wenn der seine Flügel breitet, steht man im Schatten. Beeindruckend. Und dann verlief ich mich im Märchenland zwischen Sterntaler- und Drosselbartweg, wobei verlaufen übertrieben ist, denn eigentlich fand ich nur keinen Durchgang, da es im Märchenland fast ausschließlich Sackgassen gibt, scheint mir. Erst als ich dem unverschämt langen gelben grauen Backsteinweg folgte, führte der mich wieder hinaus. Zu Hause gab es zur Stärkung leckeren Fruchtsalat, für den ich aber erst ewig in der Küche stehen mußte, um die Pfirsiche abzubrühen, zusammen mit der Ananas klein zu schneiden, die Kirschen alle einzeln mit Hand und Messer zu entkernen und Walnüsse zu knacken und zu entpolken. Da ist der Abend des viel zu kurzen Wochenendes weg und der Salat genau so schnell. Aber gut, zweimal im Jahr kann man sich die Zeit ruhig nehmen.

 

H 7        H 6

 

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H 3 

 

H 2H 1

 

Fruchtsalat am Abend

Mein Glücksklee

sieht wirklich traurig aus in diesem Jahr. Und von den wenigen Trieben, die gekommen sind, hängen die meisten auch schon wieder schlaff in den Seilen. Dabei war er seit Jahren unverwüstlich. Ist die Frage, ob er so traurig aussieht, weil ich kein Glück habe, oder ob ich kein Glück habe, weil er so traurig aussieht.

Samstag, 17. Juli 2010

Im Regenschloß

Es regnete. Es regnete so lange, bis Gras und Wege blankgewaschen waren und die Pfützen sich in richtige Seen verwandelt hatten. Auf den Pfützen bildeten sich glänzende Regenbläschen und erloschen wieder. Nicht jeder weiß, dass in diesen Bläschen Regenmännlein auf dem Wasser schwimmen. Peter wußte es.
"Sie verlöschen so schnell, daß man das Regenmännlein nicht immer erblicken kann. aber manchmal sieht man es." Peter schaute sich nach dem Tigerchen um, das neben ihm herlief, denn es fürchtete sich nicht vor dem Regen.....
....Peter war sicher, dass die Regenmännlein sie sahen.
"Sie kennen auch unseren Tiger, und er kennt sie. Komm, Tigerchen, ich will dir etwas sagen." Peter flüsterte ihm etwas ins Ohr und das Tigerchen begriff sofort.
Eines der Bläschen, es glich den übrigen, war aber wohl etwas größer, blieb plötzlich stehen, schwamm näher an den Rand der Pfütze heran und wuchs und wuchs wie eine Seifenblase. Und dann war es wie ein durchsichtiger, gläserner Kahn. Im Kahn stand das Regenmännlein mit einem riesigen Hut und mit einer Pelerine. Es verneigte sich, und Peter und Kati warteten, was es ihnen sagen würde, aber es sang nur leise vor sich hin, so wie der Regen manchmal singt:

"Regenmännlein heiße ich.
Es fährt mein Wunderkahn
euch brave Kinder alle
ins Traumland wundersam."

Sie stiegen ein, und der Kahn schwankte nicht einmal, obwohl er aussah, als wäre er aus dünnem Glas gemacht. Tymonek (der Tiger, bzw. Kater) war als erster hineingesprungen.
Sie fuhren, fuhren lange im rauschenden Regen, und das Regenmännlein pfiff leise vor sich hin, flüsterte und sang ein Lied, und das klang und tönte wie der Regen in der Dachrinne an einem frühen Sommermorgen, wenn man noch schläft...
....Peter fragte das Regenmännlein nicht mehr, wohin sie fuhren, denn sie erblickten gerade das Regenschloß. Sie erkannten es sofort: Es war grün wie Wasser, durchsichtig wie der Regen. In der Nähe rauschte ein Bach, und an seinem Ufer troff von den Zweigen der Trauerweiden und Hängebirken der Regen. Doch es war gar nicht traurig und langweilig in diesem Regenland, denn in allen Dachrinnen klang und tönte es wie ein großes Orchester, Springbrunnen plätscherten, und in den Springbrunnen hüpften Regenmännlein, die wiegten sich auf den Wasserfäden und kreischten vergnügt....
....Wie hurtig die Regenmännlein am Werke waren - selber ganz blau, grün, lila von dem Regenbogen, den sie gerade webten, wirkten und glätteten! Die bunten Fäden, Bänder und Streifen flogen nur so durch die Luft, und auch der Boden war damit bedeckt....
....Die Regenmännlein sangen bei ihrem fröhlichen Schaffen...

...."Der Sonnenschein wartet", wiederholte das Regenmännlein im Kahn die letzten Worte des Liedes. " Kommt, ich öffne euch das Tor."
Hinterm Tor rauschte der Regen nicht mehr, die Springbrunnen waren verstummt, nur ein letzter feiner Regen wisperte noch zum Abschied und klopfte gegen den Regenschirm. Die bunten Vögel auf dem Schirm hatten nasse, blankgewaschene Federn.
Kati schloß den Regenschirm. Am Griff hing ein buntes Bändchen.
"Das war vorhin nicht da, wie kommt es hierher?"
"Ein Regenmännlein wird es zum Andenken um den Griff geschlungen haben, das ist doch klar", sagte Peter.
Am Himmel leuchtete ein herrlicher, breiter Regenbogen...
...Auf der großen Pfütze waren schon alle Bläschen erloschen. Nein, nicht alle: Eines entfernte sich eilig, kleiner und kleiner werdend. Darin stand das Regenmännlein und winkte mit seinem großen Hut.

(gekürzt - aus "Das Haus unter den Kastanien" von Helena Bechlerowa)

Regen

Regen macht die Erde nass

Unheimlich

war es heute als ich nach Hause fuhr, und an der Bushaltestelle kein Mensch stand und sich im Bus ebenfalls niemand befand. Ich fragte mich, ob ich der einzige bin, der gearbeitet, bzw. so lange gearbeitet hat, und sich die anderen schon längst ins Wasser verkrümelt haben. Im übrigen wird der Rücken durch das ständige Schleppen oder Heben von Wassermelonen auch nicht besser, aber ohne geht überhaupt nicht. Und was ich endlich mal gerne wissen würde: Wer ist eigentlich diese ominöse Hannah Montana, von der ich überall auf Radiergummis, Ordnern, Linealen, Handyanhängern usw. lese?