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Dienstag, 29. Juli 2014

Mein gewonnener Preis

beim XVII. Gedichtwettbewerb ist angekommen und: Überraschung! Hey, woher wissen die dort, daß Christian Morgenstern mein großes Vorbild ist? Das ist ja direkt unheimlich!

PreisGedichtwettbewerb

Genau deshalb besitze ich auch schon so zwei bis drei Ausgaben, aber egal, denn ich glaube, in denen sind nicht wirklich alle Gedichte drin. Jedenfalls habe ich einige entdeckt, die mir noch unbekannt waren.

Die zwei Wurzeln

Zwei Tannenwurzeln groß und alt
unterhalten sich im Wald.

Was droben in den Wipfeln rauscht,
das wird hier unten ausgetauscht.

Ein altes Eichhorn sitzt dabei
und strickt wohl Strümpfe für die zwei.

Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.
Das ist genug für einen Tag.

Ich werde meinen magischen Ohrstöpseln das Rezitieren beibringen.

Sonntag, 27. Juli 2014

Woran erinnert mich das?

Im Frieden müssen wir noch eine dem "Reich" entsprechende Sonntagszeitung für das Land bekommen. Sie erscheint am Samstag und liegt den Bauern am Sonntag vor. Sie soll viel Bildwerk enthalten, so gesetzt sein, daß sie leicht zu lesen ist, und auch einen Roman bringen, damit die Dirndln was davon haben.
(22.2.1942, Wolfsschanze, aus "Hitlers Tischgespräche" von Henry Picker)

(Was meint ihr, soll ich in dieser Nacht wieder Ohrenstöpsel tragen und lustige Träume haben?)

Ein Depeche Mode-Konzert

Im Traum der letzten Nacht war ich in einem Depeche Mode-Konzert und das sogar ohne Eintrittskarte. Ihr wollt wissen, wie es gewesen ist? Dann erzähle ich euch das. Alles begann damit, daß eine ehemalige Schulkameradin mich in einem Klassenraum ansprach und mir eine sehr fette und wohlgenährte Elster vor unserem Fenster zeigte. Wir zogen zu dritt los und ich begleitete die beiden anderen zum Depeche Mode-Konzert, für welches sie zwei Karten hatten, ich jedoch nicht. Die eine Bekannte meinte, man könne sich dort im weiteren Umkreis ein Plätzchen suchen und höre alles mit. Beim Einlaß schlüpfte ich einfach durch, während sie nach den Karten kramte, blieb aber einige Schritte später hinter einer Ecke stehen und wartete darauf, ob sich jemand beschwert. Doch die Bekannte kam und niemandem war etwas aufgefallen. Die Massen strömten eine Treppe hinunter, verliefen sich aber sehr schnell irgendwohin, so daß es auf dem Hinterhof, den wir nun betraten, recht leer schien. Ein Gemüseladen war hier ansässig und hatte als Maskottchen vor seinem Eingang einen großen, lebenden Panda-Bären, der die ganze Zeit auf zwei Beinen stehend Gemüse aß. Der Konzertsaal, den wir nun betraten, glich eher einem kleinen Varieté: Tische mit Stühlen und eine winzige Bühne, die noch hinter einem gläsernen Vorhang verborgen lag. Während wir uns neugierig umsahen, lief Dave Gahan an uns vorbei zur Tür hinaus. Der Saal selbst ist mäßig besetzt. Einige Tische sind noch frei. Die Plätze der beiden anderen liegen weit auseinander, einer direkt an der Bühne, einer weiter hinten. Da ich nicht wußte, ob sich die leeren Tische füllen würden mit Leuten, die dort ihren reservierten Sitz haben, ging ich erst einmal wieder hinaus. Wenn das Konzert angefangen hatte, könnte ich immer noch schauen, ob ein Platz frei geblieben ist. Ein Mann mit Vollbart, der anscheinend für die Show zuständig ist, lief geschäftig mit mir nach draußen, suchte auf dem Hof irgendetwas und eilte erneut ins Haus. Ich dagegen erwachte und ärgerte mich. Toll, da hast du es ohne Eintrittskarte auf ein Depeche Mode-Konzert geschafft und wachst auf, bevor es angefangen hat. Ganz prima!

Doch ich schlief wieder ein und der Traum ging weiter. Das Konzert hatte inzwischen begonnen und ich ging in den Saal, um nach einem Sitzplatz Aussschau zu halten. Da ich keinen sah, lief ich in das Foyer, schnappte mir von dort einen Stuhl und stellte diesen, recht unbeeindruckt davon, ob ich jemanden störe, im Saal ab und setzte mich. Die Leute auf der Bühne sahen nicht wie Depeche Mode aus, fiel mir auf, vielleicht eine Vorband? Eines der Bandmitglieder ging durch den Saal und kontrollierte bei jedem Zuschauer die Zähne. Dann ging es erst wirklich los und ich stellte fest, daß ich in einem Spektakel aus Bud Spencer-Komödie und Village People gelandet bin. Da mir bewußt war, daß ich träume, konnte ich mich vor Lachen nicht mehr auf meinem Stuhl halten, stand auf und hielt mich stattdessen an einem Stehtisch fest, während ich mich vor Lachen darüber ausschüttete, in was für einem komischen Traum ich hier aufgeschlagen bin. Schließlich schmiß ich vor Lachen noch den Stehtisch um und die Leute sahen mich verständnislos an. Aber das war mir egal. Ist schließlich mein Traum und wenn ich sie nicht träumen würde, wären sie gar nicht da. Dann wachte ich erneut auf und konnte nicht aufhören zu lachen, auch deshalb, weil mir auffiel, daß dies die erste Nacht war, in der ich die Ohrenstöpsel von Ohropax getragen hatte. Da war ich ja richtig gut vorbereitet auf dieses Konzert gegangen! Gegen den Fluglärm nützen die Ohrenstöpsel übrigens fast gar nichts, aber wenn ich damit immer solche lustigen Träume bekomme, trage ich sie trotzdem.

Ein Segen für die Völker

Der Chef bemerkte zum Schluß, daß es eigentlich eine feine Sache sei, wenn sämtliche Außenminister Angelsportler seien. Denn die Beruhigung ihrer Nerven durch das Fischen sei wahrlich ein Segen für die Völker.
(aus "Hitlers Tischgespräche" von Henry Picker)

Vielleicht hätte er auch mal angeln gehen sollen...

Freitag, 25. Juli 2014

Regensiesta

zusammen mit Puschel in der Hängematte, in einem Bildband über versunkene Städte blätternd. Der Drang, so wie in Kindheitszeiten aufzubrechen, um die Smaragdenstadt zu suchen. Leider wurde ich am Nachmittag durch ein empörendes Ärgernis aus der Hängemattenidylle geworfen und war bei erfrischenden Hundertachtzig. Darüber ein anderes Mal mehr oder auch nicht. Bin gespannt, wie das für mich ausgeht.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Ich liebe diesen Regen!

Ich liebe diesen Regen, der in gerader Linie vom Himmel auf die Erde fällt. Er muß deshalb gerade herunterfallen, weil er mich dann auf meinem Balkon nicht erreichen kann und ich im Trockenen sitze, nur die regenfeuchte Luft um mich und ab und zu mal ein verirrter Regentropfen. Ich liebe es, dort mit nackten Beinen zu sitzen (am besten frisch geduscht und unbedingt völlig ungecremt!), um die Kühle zu spüren. Es darf nur nicht zu kühl werden! Seltsamerweise friere ich obenrum viel schneller als an den Beinen. Vielleicht ist dort meine Fettschicht dicker. Es ist, als könnte ich meine Haut in solchen Momenten direkt atmen fühlen, wie sie sich gierig durch jede Pore die erfrischende Luft einverleibt. Es ist tatsächlich so, daß man in Luft baden kann, mit demselben Genuß wie in Wasser.

Eine Preisträgerin des XVII.Gedichtwettbewerbs 2014

Jawohl, das bin ich. Ich kann es selbst kaum glauben. Ich war zwar schon sehr oft in den Anthologien der Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte vertreten, aber immer eher so auf die Art: "Und Ihr Gedicht wurde auch noch für die Anthologie ausgewählt." Mit einem Preis wurde ich bisher nie prämiert. Ich habe übrigens, wie ich zu meiner Schande gestehen muß, bisher nie eine der Anthologien gekauft oder eines dieser komischen Gutachten bestellt, egal ob Basis oder erweitert. Es gibt ja böse Zungen, die behaupten, das wäre eh alles Nepp und es würden nur Autoren aufgenommen, die kaufen und Geld dort lassen. Ich bin das beste Beispiel dafür, daß dies nicht stimmt. Ich gehöre einfach nicht zu den Menschen, die mit allem, was sie veröffentlicht haben, unbedingt angeben müssen. Ich komme mir da eher albern vor. Eine sehr schlechte Voraussetzung für Selbstmarketing, ich weiß. Aber wenn ich gut verkaufen könnte, egal ob mich oder andere Dinge, dann wäre ich wahrscheinlich Handelsfrau geworden und nicht Schreiberin.

Es heißt, mein Werk sei hervorragend und sie schicken mir in den nächsten Tagen meinen Buchpreis zu. Leider stehts nichts in dem Brief, welches Buch ich "verliehen" bekommen habe. Da muß ich mich wohl überraschen lassen. Aber ich vermute mal ganz stark, man erhält dann eine der früheren Anthologien, oder? Lieber wäre mir ja als Preis das Paket für einen Lyrikband (2. Platz) gewesen, aber gut, man arbeitet sich halt so langsam die Preisleiter hoch. Meine Versorgung ist ebenfalls um 20 EUR gestiegen. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber es ist ja schon schön zu wissen, daß es nach oben geht und nicht nach unten.

Glossybox Summer Holiday Edition Juli 2014

Vorhin kam die Glossybox und diesmal bin ich wieder richtig begeistert. Genauer gesagt bin ich vor allem von einem Produkt begeistert, nämlich von dem Lidschattenpinsel von Teeez, weil ich den nicht nur sehr gut gebrauchen kann, sondern er auch noch wirklich gut aussieht. Weiter enthalten waren eine Schaum-Dusche "Wachgeküsst" von Kneipp - auch sehr in Ordnung, sowie ein Nagellack von Essie. Die Farbe ist zwar keine favorisierte von mir, so eine Art Himbeerrot, aber zumindest ist es eine Farbe, die mir steht (style hunter). Außerdem war in diesem Monat eine 3D-Schlafmaske von Ohropax in der Box. Nun bin ich ja etwas eigen mit Dingen an meinem Kopf, das heißt, ich ertrage Schlafmasken, Brillen, Mützen oder ähnliches meist nicht lange am Kopf, aber diese ist mit Klettverschluß, man kann sie also sehr locker einfach nur aufsetzen und ist dazu noch 3 D, liegt also nicht eng auf und schützt dabei das Augen-Makeup. Vielleicht ist das ja genau die richtige Schlafmaske für mich, damit ich so etwas auch mal trage. Das werde ich ausprobieren. Allerdings gefällt mir das Material nicht besonders. Ist alles Kunstfaser und sieht auch so billig aus, mal ganz abgesehen vom Geruch. Für eine hochsensible Diva wäre mindestens schwarzer Bio-Baumwollsamt angemessen. Mit dem Bronze-Shimmer von ModelCo kann ich leider weniger anfangen, irgendwie ist der Puder viel zu dunkel für meine helle Haut. Als Goodie gab es zwei kleine Zahnpastaproben von swiss smile. Die sind prima zum Verreisen.

Und dann erhielt ich heute noch etwas viel Besseres als die Glossybox, nicht nur, daß es endlich regnet, nein. Aber was das ist, erzähle ich euch erst im nächsten Blogeintrag.

Glossybox Juli 2014

Dienstag, 22. Juli 2014

Mein neuer Bauch

Pro-Tipp: Wenn man die Wassermelone von außen nach innen in den Bauch umlagert, verschwinden sogar die Streifen!

Mein neuer Bauch

Montag, 21. Juli 2014

Mein neues Tattoo

(ist natürlich nur ein Schatten.)

Tattoo

Samstag, 19. Juli 2014

Romanfragment und eine andere Form von Liebe

Aus unbestimmten Gründen fällt mir ein altes, von mir begonnenes Romanfragment ein, welches noch irgendwo in einer Schublade herumliegt, allerdings bin ich mir selbst im Traum nicht sicher, ob dieses tatsächlich existiert oder das nicht eher eine Erinnerung an die Zukunft ist. In diesem Romanfragment kommen Erzählungen aus unserer Familie über Begebenheiten im zweiten Weltkrieg vor und mir wird mit einem Mal klar, daß ich etwas machen möchte, das mich wirklich angeht und berührt. Komödiantische Thriller haben zwar auch ihre Berechtigung, aber auf mich üben sie, zumindest zur Zeit, keine tiefere Anziehung mehr aus. Gleichzeitig kommt mir der Gedanke, oder besser gesagt die Erkenntnis, daß Kritik, insbesondere an den Vorgängen in der Gesellschaft, so lange sie nicht fanatisch oder aus Selbstzweck geschieht, eine sehr reine und reale Form der Liebe ist, die sich wohltuend von der distanzierten und unberührbaren Liebe spiritueller Gurus abhebt.


Ich arbeite mich gerade recht mühsam durch den dicken Wälzer von "Hitlers Tischgespräche" aus dem Nachlaß meines Vaters. Natürlich könnte ich es auch sein lassen, aber dazu bin ich doch zu geschichtsinteressiert. Letztens stolperte ich über eine aufgezeichnete Äußerung vom "Chef", der darin sinngemäß sagt, daß der Krieg doch viel Gutes für die Künstler bewirke, denn erst auf dem Schlachtfeld würden sie so richtig heranreifen. Was von Künstlern, die er aus dem Kriegsdienst zurückgeholt habe, an Selbsterlebtem dargestellt werde, gehöre zu dem Wertvollsten der Gegenwartskunst. Dabei mußte ich sofort an den Onkel meiner Mutter denken, der Künstler war und im Kriegsdienst gefallen ist, allerdings nicht bevor er noch die Zeichnung eines Schlachtfeldes nach Hause geschickt hatte. Diese Zeichnung ist verloren gegangen. Mein Großvater väterlicherseits war zwar beruflich kein Künstler, schrieb aber Gedichte, spielte Klavier und leitete einen Chor. Er ist vor Stalingrad in Kriegsgefangenschaft geraten und nach dem Krieg nach Hause zurückgekehrt, wo er seine Erlebnisse aufschrieb über die er sonst nie sprach. Auch seine Aufzeichnungen sind anscheinend verschollen. Nun ist die Familie meiner Mutter beim Kriegsende ausgebombt worden, so daß es durchaus sein kann, daß die Zeichnung damals ebenfalls vernichtet wurde, so wie es keine alten Fotos aus dieser Familienlinie mehr gibt. Und ich fragte mich, was all diese Künstler im Geiste, von denen es sicher noch viel mehr gab, die all das zeichneten und aufschrieben, was sie erlebten, wohl dazu gesagt hätten, daß ihre Dokumente wie durch Zufall im Laufe der Zeit verloren gehen, wobei man manchmal den Eindruck bekommt, daß der Zufall gar nicht so zufällig ist, sondern Ausdruck der inneren Ablehnung engerer und "involvierter" Angehöriger ist, sich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Waschmaschinengeheimnisse

Nachdem es gestern bei SternTV um die Wäsche ging und auch darum, welche Teile der Waschmaschine ab und zu gereinigt werden sollten, schaute ich mir heute mal meine Waschmaschine genauer an. In der Sendung zeigten sie die Gummiabdichtung der Wäscheöffnung und meinten dort könne sich ein "Biofilm" mit Mikroben absetzen. Nun sieht meine Gummidichtung völlig anders aus als die in der Sendung und hat mich bisher noch nie sonderlich interessiert. Zuerst kommt eine breite Gummifläche, dann ein "Bruch" und danach eine schmalere Gummifläche. Beide Flächen sind sehr sauber und trocken. Aber erst jetzt bemerkte ich, daß sich hinter dem "Bruch" der Zugang zu einer tiefen Falte verbirgt. Mutig fasste ich hinein und stieß buchstäblich auf Gold. Nicht nur, daß ich neben Wasser darin Geld fand (sowie einen Knopf und das Teil eines Reißverschlusses), nein, sogar mein vor ca. acht Jahren spurlos verschollener Ohrring fand sich darin. Dieser hat sich jedoch inzwischen in der Waschlauge fast aufgelöst, aber die roten Steine sind noch deutlich zu erkennen. Damals war ich ja bereits so schlau gewesen, im Fusselsieb nachzuschauen, allerdings ohne Erfolg. Kein Wunder, lag er ja in der Gummifalte. Da ich nun schon so viel gefunden hatte, inspizierte und reinigte ich auch mal wieder das berüchtigte Fusselsieb. Wenn ich es herausgenommen habe und mit den Fingern vorsichtig in der Waschmaschinenöffnung herumtaste, fühle ich mich immer ein bißchen wie im Dschungelcamp bei einer neuen Challenge. Im Fusselsieb steckend fand ich dann außerdem einen verbogenen Draht. Ich vermute mal, das ist der Bügel einer meiner BHs. Ansonsten finde ich dort aber nie etwas außer Schleim und Fussel. Ich prangere das an! Ich möchte, daß der Osterhase mir ein neues Paar Ohrringe im Fusselsieb versteckt!

Mittwoch, 16. Juli 2014

Komischer Tag

Das meinte auch die Postangestellte, die mich bediente, und die müssen ja an komischen Tagen einiges mehr mitmachen. Hinter mir stand eine ältere Frau in der Schlange, die gleich als sie die Post betrat, laut lästerte, wie lange es immer dauere und daß alle Mittagspause machen würden. Als sie nach FÜNF Minuten an der Reihe war, verließ sie den Schalter lauthals schimpfend wieder: "WAS? Das ist ja viel zu teuer! Und dafür steht man hier 'ne Stunde an!" Unangenehme Leute gibt es und an Tagen wie diesen drehen sie besonders am Rad. Bloß gut, daß ich mich an komischen Tagen meist auf dem Balkon verbarrikadieren kann.
Die Erdbeere an der Ecke war ebenfalls bereits verriegelt und verrammelt, anscheinend ist die Erdbeersaison schon wieder vorbei. Da habe ich am Montag gerade noch die letzten Erdbeeren ergattert. Von der Erdbeerampel aus dem Baumarkt, die mit Mehltau befallen war, kann ich sicher auch keine Erdbeeren mehr erwarten. Die Milch-Wasser-Mischung, mit der ich die Pflanzen besprüht habe, hat zwar geholfen, denn sie bekommen jetzt wieder frische grüne Blätter, aber mit Früchten wird das wohl nichts mehr. Und im nächsten Jahr kaufe ich garantiert keine teure Erdbeerampel mehr aus dem Baumarkt. Das war mir jetzt zweimal eine Lehre.

Dienstag, 15. Juli 2014

Gurkensaft

Obwohl ich gestern um halb zehn Uhr abends ins Bett gefallen und erst heute am späten Vormittag aufgestanden bin, fühle ich mich trotzdem noch nicht saniert. Meine Nerven liegen irgendwie blank. Es war aber auch nicht so viel Schlaf wie es sich anhört, denn zwischendurch wurde ich immer mal wieder wach. Jetzt, wo Fußball vorüber ist, fiel den Herren der Schöpfung plötzlich ein, daß sie nun unbedingt früh um sieben den Rasen mähen müssen. Wir wissen ja alle, daß Männer sich nicht wohlfühlen, wenn sie keinen Lärm machen können. Das muß so ein Überbleibsel aus dem Höhlenzeitalter sein, als es elementar wichtig war, wilde Tiere und andere Feinde von den Höhleneingängen zu verjagen. Anscheinend hat die Evolution vergessen, diese Prägung aufzulösen oder sie arbeitet noch daran. Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, einen weiteren Versuch mit Ohropax zu starten, allerdings sind bisherige Versuche immer gescheitert, weil ich mit Ohropax in den Ohren weniger schlafe als ohne. Man hört dann immer so aufdringlich das eigene Grundrauschen in den Ohren und ich finde es schwieriger, dieses Rauschen auszublenden als die Flugzeuge über meinem Kopf.

Als ich gestern nach dem Arztbesuch im Biomarkt war, nahm ich eine Flasche Gurkensaft mit Zitrone von Voelkel mit, um meinem Mineralienhaushalt etwas Gutes zu tun, aber auch, weil ich selbst schon den Gedanken hatte, eine übrig gebliebene Gurke mit Zitronensaft zu einem Smoothie zu verarbeiten. Ich tat es aber doch nicht, warum auch immer. Faulheit oder Vergesslichkeit. Daß es so etwas zu kaufen gibt, wußte ich bis gestern gar nicht, doch nun hatte ich Gelegenheit, den Geschmack zu testen und ich muß sagen, dieser ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ich glaube, falls ich noch einmal das Bedürfnis verspüre, eine Gurke zu einem Smoothie zu verarbeiten, würde ich wohl lieber Salz und Pfeffer hinzugeben.

Gurkensaft