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Freitag, 24. Oktober 2014

Selbstgemachter Kakao-Kaffee-Sahnelikör

Ich bin heute über dieses einfache Rezept gestolpert, welches dem Geschmack nach einem bekannten und beliebten Cremelikör ähneln soll. Dieser Cremelikör ist ziemlich teuer, wenn man einen Hieper darauf hat, deshalb erschien es mir notizwürdig. Ausprobiert habe ich es jedoch noch nicht.

Also:
Ein Viertel Liter Sahne leicht cremig schlagen, aber nicht steif. Ein Viertel Liter Whiskey, Rum oder Weinbrand, 2 Teelöffel Instant-Kakaopulver und 4 Teelöffel Instant-Kaffeepulver hineinrühren. 250 g Puderzucker hineinsieben und wieder verrühren. Um die Haltbarkeit muß man sich angeblich keine Sorgen machen, da er meistens den Abend nicht übersteht.

Immerhin weiß ich so jetzt auch, was ich mit dem Kaffeepulver aus der letzten Biobox anfangen kann, welches ich nicht trinken möchte.

Twoday.net-Überwachung

Im Traum stellt sich Twoday.net als eine Art Clubtreffen dar, welches in einem recht kleinen Hinterhofgarten stattfindet. Die Blogger haben sich zusammengefunden, manche unterhalten sich miteinander, manche nicht, einige spazieren zwischen Blumenbeeten umher und andere sitzen auf den zahlreichen Bänken, die im Clubgarten aufgestellt wurden. Für das leibliche Wohl wird mit wenigen Buden gesorgt. Ich selbst sitze in der Mitte zwischen zwei Bloggern auf einer Bank, wobei ich der (nicht identifizierten) Bloggerin, die rechts von mir sitzt, so nahe bin, daß sich sogar unsere Schultern berühren. Wir haben beide eine Zeitschrift oder etwas anderes zum Lesen in der Hand und immer, wenn wir etwas Interessantes finden, stupsen wir uns gegenseitig mit der Schulter an, um den anderen darauf aufmerksam zu machen. Manchmal kichern wir auch zusammen. Doch mein Blick wird immer wieder von dem mehrstöckigen Gebäude abgelenkt, welches die hintere Begrenzung des Clubgartens bildet. Die Fensterreihe unter dem Dach ist verspiegelt und ich weiß, daß sich dahinter die Macher von Twoday.net befinden, welche das Treiben auf dem Clubtreffen beaufsichtigen. So eine Aufsicht ist auf einem Zusammentreffen von vielen verschiedenen Menschen sicher nötig, aber irgendwie habe ich das unbestimmte Gefühl, daß man mich besonders intensiv beobachtet.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Der mündige Patient

Heute durfte ich mal wieder erleben, was man in Deutschland unter dem mündigen Patienten versteht. Es war zur Nachsorge das Röntgen der Lunge fällig und ich ging in die Radiologie, in der ich vorher bereits immer gewesen bin, allerdings fiel mir sofort auf, daß es extrem leer war, anders als sonst. Aus einem mitgehörten Gespräch erfuhr ich, daß die Ärztin, die dort bisher geleitet hat, weggegangen ist und nun ein neuer Arzt die Praxis übernommen hat, welcher aber auch gerade im Urlaub war. Anwesend war nur eine Urlaubsvertretung, die ich nicht zu Gesicht bekommen habe wie meistens in der Radiologie.

Aber gut, daß es leer war, störte mich erstmal nicht, um so schneller war ich an der Reihe. Die Dame, die mich durchleuchten sollte, schaute mich kaum an und rief mir nur über die Schulter ihre Befehle nach hinten. Nun hatte man mir aber im Krankenhaus erklärt, ich solle möglichst bei dieser Untersuchung vorher immer sagen, daß ich eine lange Lunge habe und die Platte hochkant genommen werden sollte. Also begann ich, meinen Psalm aufzusagen, wurde aber bereits nach drei Worten unterbrochen, indem sie ihre Befehle wiederholte, ohne von meiner Mitteilung Notiz nehmen zu wollen. Ich redete aber trotzdem weiter, weil ich es unhöflich fand, unterbrochen zu werden, und so redeten wir beide, ich meinen Psalm und sie ihre Befehle. Als sie fertig war, wiederholte ich noch einmal kurz, was man mir aufgetragen hatte und sie erwiderte nur kurz angebunden: "Platten benutzen wir hier nicht mehr." Als ich mich dann wie befohlen um dieses neue Gerät gewickelt hatte und schon fertig stand, kam sie wieder angelaufen und erklärte: "Na gut, dann werde ich es mal etwas höher schrauben." -
Da frage ich mich wirklich, wieso hängen sie in ihrer Praxis eigentlich keine großes Hinweisschild auf: "Patienten bitte Schnauze halten!"?

Die Bilder wurden mir gleich mitgegeben, aber der Befund wird zur Ärztin gefaxt, hieß es und ich habe noch nichts erfahren. Ist zwar anders als sonst, aber mir ganz recht, wenn ich den nicht extra noch abholen muß. Dafür bin ich endlich dazu gekommen, das für mich hinterlegte Geburtstagsgeschenk abzuholen. In dem Päckchen fand ich ein Buch aus der Bibliothek der Schenkerin "Harem - Erinnerungen der Prinzessin Djavidan Hanum, frühere Gemahlin des Khediven von Ägypten". Interessierte mich zuerst nicht so, aber ich dachte, ok, liest man halt mal, wie es in so einem Harem zugegangen ist. Doch in der Geburtstagskarte fand ich dann noch 150 EUR (!). Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet und jetzt habe ich ein ganz schlechtes Gewissen, weil der Geburtstag schon zwei Monate her ist. Auf jedem Fall weiß ich, was ich als nächstes nun wieder zu tun habe, nämlich Korrespondenz.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Berliner Flughafenrätsel gelöst

Gestern abend lief bei mir der History Channel während ich mit anderen Dingen wie Schreiben beschäftigt war und kaum hinschaute. Bei Hangar 1 erregte aber eine Geschichte meine Aufmerksamkeit, die gerade erzählt wurde, nämlich von einem Mann, der eine Toilette suchte, in den Fahrstuhl stieg und einen roten Knopf drückte. Er fuhr endlos lange mit dem Fahrstuhl nach unten und landete in einem völlig verlassenen Gang, in welchem er eine Herrentoilette fand. Als er hineinging erschrak er, denn er sah zwar Urinale, aber diese waren riesig und hingen viel zu hoch, so als seien sie für ganz andere Wesen geschaffen. Er bekam Angst, rannte sofort zurück zum Fahrstuhl und fuhr wieder nach oben. Danach wurde erklärt, es gäbe Indizien dafür, daß es beim Bau des Flughafens von Denver nicht mit rechten Dingen zugegangen wäre und Gerüchte besagen, daß unter dem Flughafen eine unterirdische Basis errichtet wurde, welche Beweise für Außerirdische, bzw. sogar Außerirdische selbst verbirgt. Denn der Flughafen hätte viel mehr Millionen Dollar gekostet als vorgesehen, wäre sehr viel später fertig geworden als vorgesehen, läge abgeschnitten mitten in der Pampa und außerdem gäbe es seltsame Bauten und Kunstwerke darauf. -
Ähm, Moment mal! Woher kenne ich das nur? Der Berliner Großflughafen kostet Millionen Euro mehr als vorgesehen, die Eröffnung wird schon seit Jahren verschoben, er liegt mitten in der Pampa und von seltsamen Gebäuden dort habe ich auch schon gehört. Jetzt wird mir einiges klar. Das wird eine Alien-Basis! Deshalb legt wohl aus der Politik auch niemand Wert darauf, daß er wirklich eröffnet wird.

Und noch ein anderes Rätsel konnte endlich gelöst werden. Seit Jahren wundere ich mich ja hin und wieder über vergrabene Eicheln in meinen Balkonkästen. Zur Zeit ist es aber richtig schlimm, weil sie nicht nur in den Balkonkästen sind, sondern überall auf meinem Balkonboden herumliegen, so daß ich jedesmal auf mindestens eine drauflatsche, wenn ich auf den Balkon trete, obwohl ich weit und breit keine Eiche in der Nähe habe. Ich fragte mich deshalb, wer mir ständig die Eicheln anschleppt und was er damit bezweckt. Heute habe ich den Übeltäter auf frischer Tat ertappt. Es war ein Eichelhäher, der bereits des öfteren um meinen Balkon herumscharwenzelte und diesmal hatte er eindeutig eine Eichel im Schnabel. Anscheinend verwechselt er meinen Balkon mit einer Vorratskammer:

"Im Herbst sammelt der Allesfresser vor allem Eicheln und vergräbt diese im Boden. Wenn dann im Winter das Futter knapp wird, stillt er seinen Hunger mit Nahrung aus solchen Vorratskammern. Vergessene Eicheln beginnen später zu keimen."

Aber das mit dem Vergraben scheint er irgendwie nicht so ganz ernst zu nehmen. Vielleicht erwartet er ja auch, daß ich seine Eicheln vergrabe, die er auf meinem Balkon fallen läßt. So weit kommt es noch.

Glossybox Oktober 2014 - Herbstzauber-Edition

Inzwischen ist die Glossybox wieder eingetrudelt und war auch diesmal insgesamt eine angenehme Überraschung, wenn auch nicht so gut wie die letzte Box. Gefreut habe ich mich erstmal sehr über das Gimmick, die Luvos-Vitalmaske mit Quittenextrakt. Heilerde benutze ich ja sowieso regelmäßig als Maske und ich wollte schon lange gerne mal die fertigen Masken von Luvos ausprobieren. Absolut in Ordnung ist auch das erfrischende Gesichtspeeling von Love Me Green, welches statt Kunststoffkügelchen grobes Mehl aus Argansamenschalen enthält. Das Duschgel Vanilla and Raspberry von Original Source riecht genauso wie sein Name ist, nämlich wahnsinnig lecker. Es gibt sich vegan und enthält angeblich natürliche Duftstoffe. Allerdings enthält es irgendwelche Kunststoffe. Nun wußte ich nicht, ob diese, genauso wie Silikon, die klebrige Schicht auf der Haut hinterlassen, die ich so unangenehm finde, weshalb ich völlig auf Seifen umgestiegen bin. Deshalb testete ich das heute gleich mal und mußte feststellen, daß auch hier der klebrige Film übrig bleibt, jedoch ohne den Duft des Duschgels. Also nicht optimal. Das Augenbrauen-Gel von ModelCo finde ich auch ok, obwohl ich schon eines habe und selten benutze. Den Matte Top Coat von Nails Inc werde ich ebenfalls bestimmt testen, obwohl ich generell glänzend schöner finde, egal ob Mode oder nicht. Nicht so toll finde ich die Frosted Cranberry Mini Body Butter von The Body Shop. Nicht nur, daß darin Silikone enthalten sind, sie riecht auch irgendwie sehr künstlich und unangenehm. Bloß gut, daß es nur eine Mini-Größe ist.

Glossybox Oktober 2014

Dienstag, 21. Oktober 2014

Fazit zu den Kochzauberbox-Rezepten

Inzwischen habe ich mich durch alle drei Wochenrezepte der Kochzauberbox gefuttert und habe dazu noch einiges zu sagen. Das erste Rezept, den Penne-Auflauf, fand ich, wie ich bereits schrieb, in Ordnung, wenn auch geschmacklich nicht ganz durchdacht. Am besten gefiel mir hier die Idee mit den gerösteten und gesalzenen Cashew-Kernen im Auflauf, eine Idee. die ich sofort beim dritten Rezept eigenständig wieder aufgriff. Das dritte Rezept, Gurken- und Blumenkohlsalat in Kefirdressing, war zwar etwas besser als reiner Gurkensalat, den ich nicht mag, aber für meinen Geschmack trotzdem nicht das Wahre, auch mit Blumenkohl darin. Also besorgte ich mir nochmal eine ganze Büchse Cashewkerne und hübschte den Salat damit auf. Damit bekam er etwas mehr Biss, wurde aber trotzdem kein Favorit von mir. Das Falafel zum Salat allerdings ging überhaupt nicht. Ich muß dazu bemerken, daß ich noch nie Falafel gegessen oder gemacht habe, so daß ich keinen Vergleich ziehen kann. Ich hielt mich jedoch genau an die Anweisungen auf der Rezeptkarte. Doch erstmal war der Teig viel zu flüssig, ich mußte jede Menge Mehl mehr dazugeben, um überhaupt etwas daraus formen zu können, und dann zerfiel er teilweise im Fett. Zudem sah er auch völlig anders aus, als der Teig auf dem Rezeptfoto. Während die Teigbällchen auf dem Foto eine helle normale Teigfarbe hatten, war mein Teig grün, da auf der Rezeptkarte stand, man solle die Kräuter daruntermixen. Außerdem fand ich auch die Anweisung ziemlich merkwürdig, Zwiebel, Knoblauch und Kräuter fein zu hacken und dann alles zusammen mit den Kichererbsen in den Blender zu geben. Wenn sowieso alles im Blender gemixt wird, würde grob hacken ja eigentlich reichen, dachte ich mir. Dann, mit sehr viel mehr Mehl als angegeben und nach einigen Versuchen, habe ich irgendwas aus dem Fett geholt, das zusammen mit dem Salat irgendwie interessant geschmeckt hat, wenn es allerdings sehr seltsam aussah. Im Grunde so eine Art frittierter grüner Smoothie. Übrigens funktionierte das Frittieren am nächsten Tag, nachdem ich die Hälfte des Teiges eine Nacht lang im Kühlschrank zu stehen hatte, sehr viel besser und ohne daß der Teig auseinanderfiel. Allerdings möchte ich so etwas nicht erst selbst herausfinden müssen, wenn ich nach einem unbekannten Rezept koche. Dennoch muß ich sagen, daß ich dieses Rezept alles andere als optimal und auch viel zu aufwendig für ein normales Kochen in der Woche fand. Auf der Karte stand drauf, daß es 45 Minuten dauert, aber ich schnippelte den Salat schon am Morgen, weil Salate ja besser schmecken, wenn sie etwas ziehen, und machte abends den Teig, ließ ihn dann wie angegeben 30 Minuten ruhen, um mich danach zum Frittieren an den Herd zu stellen. Das finde ich absolut nicht alltagstauglich, vor allem, wenn man dann noch feststellt, daß mit dem Rezept etwas nicht stimmen kann.
Mein Favorit ist ganz klar das zweite Rezept, die Schweinemedaillons auf Zartweizen und Rucola, eine Kombination, die sehr köstlich war. Wenn ich das noch einmal mache, werde ich es allerdings ohne Fleisch machen, da Fleisch ja kein Geschmacksträger ist und für mich auch nicht unbedingt nötig. Außerdem werde ich Wildreis statt Zartweizen nehmen. Ich denke mir, Wildreis mit Rucola und Gorgonzola, dazu in Rosmarin und Thymian gebratene Champignons, ist alleine so ein tolles Geschmackserlebnis, da braucht es gar kein Fleisch. Den Auflauf aus dem ersten Rezept werde ich mit Sicherheit auch noch einmal machen, dann aber ohne Fenchel und somit etwas subtiler die anderen Zutaten hervorhebend.
Im Ganzen habe ich also die eine und andere Idee mitgenommen und noch etwas ist mir aufgefallen: Obwohl die Mengen, die ich verzehrt habe, wirklich reichlich waren, eigentlich sogar mehr als sonst, habe ich in der vergangenen Woche zwei Kilo abgenommen. Das heißt, die Rezepte in der Fit for fun-Box sind, wie angegeben, tatsächlich kalorienreduziert, was eigentlich für mich gar nicht ausschlaggebend war. Dennoch war ich immer rundherum satt und habe das Essen, zumindest meistens, genossen.

Montag, 20. Oktober 2014

Serienlust

Wenn die Tage deutlich schneller dunkel werden, wird die Couch drinnen immer einladender und so überkam mich mal wieder die Lust, bei einer Fernsehserie mitzufiebern. Dies ist einfacher gesagt als getan, denn der Großteil der Fernsehserien sind einfach Mist, so daß ich sie generell schon meide. Wenn man aber eine finden will, die mitreißen kann, bleibt nichts anderes übrig, als doch mal einzuschalten. Also befragte ich das Fernsehprogramm und suchte mir die Termine von einigen heraus. Die Versuchsreihe startete ich zuerst mit "The Walking Dead", bei der ich allerdings nach 20 Minuten bereits genug hatte und umschaltete. Irgendwann ist eine ansatzweise intelligente Handlung eben spannender und das Dumme an Zombies ist, daß sie keine Intelligenz besitzen. Im Prinzip handelt es sich wohl um in endlos langen Staffeln wie zäher Käse ausgeweiteten Zombie-Horror. Immerhin habe ich mich in diesen 20 Minuten trotzdem köstlich amüsiert, indem ich das Röcheln und das Gehen wie ein Zombie durch meine Wohnung hindurch übte und mich bei der Vorstellung vor Lachen kugelte, wie ich bei meiner eigenen Beerdigungsfeier als Zombie aus dem Sarg steige. Über meinen seltsamen Humor kann ich manchmal auch nur mit dem Kopf schütteln, glaubt mir. Zur Zeit bin ich wahnsinnig verspielt und Verspieltheit ist eigentlich meine Grundstimmung. Wenn ich dies bin, ist das immer ein Zeichen, daß es mir gut geht, weshalb ich das sehr begrüße. Überhaupt erscheint mir Verspieltheit einer der gesündesten und natürlichsten Zustände zu sein, weshalb Kinder das instinktiv von sich aus sind.

Als nächstes wollte ich es mit "Sleepy Hollow" versuchen, die auf Fox läuft. Der Film hatte mir zwar gefallen, aber was die Serie betrifft bin ich gerade deshalb skeptisch und die Trailer bei Fox wirken auf mich ebenfalls eher nach Gähnen. Jedoch verpaßte ich die Ausstrahlung von "Sleepy Hollow" und landete bei "Amercan Horror Story", von welcher ich dann an einem Stück vier Folgen hintereinander schaute, ohne so recht zu wissen, was ich davon halten soll.
Die Serie scheint aus allem zusammengeschustert zu sein, was man im Horrorbereich finden kann. Manchmal scheinen die jeweiligen Anspielungen noch nicht einmal einen Sinn zu machen, jedenfalls bringen sie die Geschichte an sich nicht weiter und erklären nichts. Man wundert sich immer mehr, fragt sich dies, fragt sich jenes, aber vielleicht ist genau das der Grund, warum man dran bleibt. Möglicherweise soll das ja wirklich nichts anderes sein, als eine völlig unlogisch, aber mit viel Spaß an trashigem Grusel erzählte Gespenstergeschichte sein, wie man sie sich gerne an Lagerfeuern erzählt. Die Geschichte hat alles, was es dazu braucht und klaut sich auch gerne von überall etwas dazu: Ein Psychiater (The Sixth Sense) ist fremdgegangen und will nun mit seiner Frau und Tochter woanders ein neues Leben anfangen. Sie kaufen unwissend ein spukiges Geisterhaus (siehe Genre der Geisterhaus-Filme) und ziehen dort ein. Eine seltsame Nachbarin und ihr mongoloides Kind (Kingdom Hospital) sind regelmäßig uneingeladene Gäste in dem Haus. Natürlich gibt es jede Menge Geister, die alle auf irgendeine Weise in dem Haus zu Tode gekommen sind, allerdings scheinen sich die einen eher zu verstecken, während sich die anderen sogar von der Familie als Hausmädchen anstellen (The Others) oder sich vom Psychiater therapeutisch behandeln lassen. Wieso und weshalb sie das alles tun, bleibt mir unklar, auch, warum sie für die einen zu sehen sind und für andere nicht, oder warum das Hausmädchen für alle, für die sie zu sehen ist, als alte distinguierte Dame auftritt, aber dem Hausherrn (und einmal auch dem Polizisten, der bei ihm ist) jung, sexy und in verführerischen Strapsen erscheint. Die Handlung ist genauso irrational wie es Geister an sich sind und hat nicht vor, Erklärungen anzubieten. Am besten, man begreift es als Schabernack, den nur die Geister verstehen. Ebenso wenig verstehe ich, warum der seltsame verbrannte Typ mit Hirntumor einerseits den Hausherrn angeblich warnen will, aber dann schnell mal dessen Geliebte um die Ecke bringt und verbuddelt. Zwischendurch gibt es immer wieder Anspielungen auf bekannte Horrorfilme wie "Der Fahrstuhl des Grauens" oder "Alien". In jeder Folge wird am Anfang zurückgeblendet und die Geschichte von diesem oder jenem Geist erzählt, aber ohne daß deren Motivation deshalb unbedingt klarer wird. Relevanz haben die Rückblenden eigentlich nur für die unmittelbare Handlung. Nach einigen unschönen Vorkommnissen und nachdem das Paar festgestellt hat, daß ihr Haus in der Geistertour durch Los Angeles sämtlichen Touristen als "Mordhaus" vorgeführt wird, versuchen sie es nun panisch wieder loszuwerden, aber natürlich wahrscheinlich ohne Erfolg, zumal die einzigen Interessenten die Geister selbst sind, die für Besichtigungen oder als "Aufhübscher" an der Tür klingeln. Auch wenn ich von der Handlung kaum etwas verstehe, zumindest nicht im Logik-Modus, so haben aber die ersten vier Folgen es auf jeden Fall geschafft, mich mitzunehmen.

Und wer jetzt denkt, ich wäre darauf aus gewesen, eine Horror-Serie zu sehen - dem ist nicht so. Ich hätte auch jede andere fesselnde Serie genommen, aber irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Horror-Serien zur Zeit ganz große Mode sind. Anscheinend wird gerade aus allem, das als Horrorfilm gut lief, auch eine Serie gemacht. Nicht zuletzt beginnt heute um 22:10 h die Serie "Dracula" auf Vox. Aber möchte man Dracula wirklich über endlos lange Staffeln hinweg sehen? Immerhin ist der Graf zumindest etwas intelligenter als ein Zombie.

Samstag, 18. Oktober 2014

Je später der Sommer,

desto fetter die Spinnen. Den ganzen letzten Sommer hindurch war ich von Spinnen regelrecht eingesponnen, so als wollten sie mich beschützen. Am Balkon hingen die Netze von allen Seiten und vor dem Küchenfenster positionierte sich dieses ausnehmend hübsche Exemplar. Keine von ihnen bedrängte mich. Alle blieben, wo sie hingehören und ließen mich in Ruhe, so wie ich sie in Ruhe ließ. Es ist, als hätten sie meine telepathische Stimme gehört, die ihnen beschwörend sagte: "Du darfst dein Netz da und dort aufhängen, aber komm mir bloß nicht zu nahe." Sie hielten sich an die Abmachung. Und während die Spinnen die Welt von mir fernhielten, hörte ich auf mein Herz und stellte fest: Wenn man auf sich selbst und sein Herz hört, ist es nicht nur zwangsläufig so, daß man die Erwartungen anderer enttäuscht, ebenso enttäuscht man auch die eigenen Erwartungen, die man an sich selbst hat. Das Herz ist eben immer für Überraschungen gut.

Kreuzspinne

Freitag, 17. Oktober 2014

Die Kochzauber-Box

Letztens bekam ich einen 20 Euro-Gutschein für die Kochzauber-Box geschenkt und eigentlich hatte ich vor, diesen Gutschein verfallen zu lassen. Oh Gott, dachte ich, noch ein Abo und man kriegt jede Woche eine Box, in der vielleicht Sachen drin sind, die man gar nicht essen möchte. Aber dann erfuhr ich, wie flexibel die Kochzauber-Box funktioniert und beschloß, mir doch eine Box schicken zu lassen und die Sache mal zu testen.
Mit flexibel meine ich, daß man, sobald man auf http://www.kochzauber.de registriert ist, in seinem Konto mit einem Klick für mehrere Wochen im Voraus die Boxen deaktivieren oder aktivieren kann, je nachdem, ob man eine bekommen möchte oder nicht. Da eine Woche im Voraus jeweils die nächsten Rezepte veröffentlicht werden, kann man sich noch relativ kurzfristig entscheiden. Man kann auch sämtliche Details der Lieferung für jede Woche einzeln ändern. Es gibt verschiedene Boxen - die Box für Familien mit Kindern, die normale Original-Box, die Veggie-Box und die Fit for fun-Box. Alle Boxen gibt es in der Variante für zwei Personen und in der Variante für vier Personen. Man muß nicht bei einer davon bleiben, sondern kann sich für die Woche jeweils aussuchen, welche davon man möchte oder halt lieber keine. Ich habe jetzt erstmal die nachfolgenden Boxen deaktiviert und entscheide dann einzeln, ob ich wieder eine Box bestelle. Für jede Woche ist mir das eindeutig zu viel, da die Box jeweils für 2 Personen ist und nicht alle Rezepte sagen mir zu. Auch der Liefertermin ist für jede Woche flexibel einstellbar. Geliefert wird Mittwochs oder Freitags jeweils in verschiedenen Zeitfenstern. Ich entschied mich für Mittwochabend zwischen 18-20 Uhr und erhielt auch pünktlich in diesem Zeitraum die Box per DHL-Kurier. Die Lieferung erfolgt kostenlos.

Ich bestellte die Fit for fun-Box, die mit 49 EUR eine der teureren Boxen ist, aber da ich ja den Gutschein hatte und mich deren Rezepte am meisten ansprachen, fand ich es zum Testen mal ok. Für die Ernährung in einer Woche gebe ich normalerweise weniger aus, aber die Box ist ja auch für zwei Personen gedacht, so daß sie theoretisch an Lebensmitteln für sechs Tage bei mir reichen müßte, wenn sogar noch mehr, überlegte ich.

Als ich die Box erhalten hatte, packte ich erst einmal alles aus. Das Gemüse darin war wirklich knackig frisch. Das sieht man sehr leicht an den Schnittstellen, auf welche ich im Supermarkt auch immer achte, und das Gemüse kam mir noch deutlich frischer vor als meist im Supermarkt, wo die Schnittstellen oft schon etwas verfärbt oder angetrocknet sind. Die Gurke hatte eine leichte "Schnittverletzung", vielleicht durch den Transport, was ich aber nicht weiter tragisch fand. In einer extra Kühleinheit befanden sich Putenbrust, Schweinefilet, Kefir und - Hurra! - eine Packung Gorgonzola. Ich hatte irgendwie übersehen, daß die Rezepte mit Käse waren und wenn man mir Käse schickt, kann man mir auch gleich eine Tüte Pickel schicken. Und dazu war der auch noch sowas von lecker, daß ich mich zusammenreißen mußte, ihn nicht gleich pur aus der Packung zu essen. Da der Käse als Zutat für zwei der Gerichte gedacht war und ich von diesen Gerichten jeweils zwei Tage esse, teilte ich mir den Käse sozusagen über vier Tage ein und hoffe, daß mein Haut sich dann nicht beschweren wird.

Etwas pikiert schaute ich auf das winzige Päckchen Penne in der Box, von denen ich an einem Abend locker das Doppelte vertilgt hätte, allerdings beruhigte ich mich mit dem Gedanken, daß die Nudeln für einen Auflauf sind und dann wohl noch so viel Gemüse dazukommt, daß man davon satt wird, hoffentlich. Leider waren es außerdem keine Vollkornnudeln.

Insgesamt war in der Box enthalten:

1 Blumenkohl
1 Raddiccio
1 Birne
1 Zitrone
1 Salatgurke
1 Fenchelknolle
1 Knoblauchzwiebel
1 Schalotte
1 Zwiebel
1 Packung Rucola
1 Packung weiße Champingons
1 Packung frischer Koriander aus Israel
1 Packung frische Kräuter mit Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin und Thymian
100 g Penne Rigate
236g Schweinefilets
240g Putenbrust
1 Flasche Bio-Kefir
170g Bio-Gorgonzola
25 g gehobelte Mandeln
25 g geröstete und gesalzene Cashewkerne
125 g Zartweizen
2 g Falafelgewürz
ein Tütchen Weinstein-Backpulver
und
1 Dose Kichererbsen, was ich nicht so toll fand, denn meinen Dosenöffner habe ich das letzte Mal vor ca. drei Jahren benutzt. Ich hätte wahrscheinlich bei einem Einkauf eher geschaut, ob ich Kichererbsen im Glas oder getrocknet finde.
Als Zugabe, wie ich annehme, da die Zeitschrift nur monatlich erscheint, lag die Oktoberausgabe der Fit for fun bei, mit so tollen Themen wie "Besser im Bett dank Sex-Workout" und "Der richtige Laufplan für dich inklusive Laufschuhtest", sowie eine Fit for fun-Infokarte über richtiges Atmen.

Bei so einer Box ist es natürlich schwierig nachzuvollziehen, woher die Zutaten stammen, doch auch daran ist mit einem kleinen Flyer gedacht, in welchem steht, woher die Zutaten bezogen werden:
Gemüse über den Frische-Logistiker Havelland Express, auf den auch viele Sternerestaurants vertrauen,
Molkereiprodukte grundsätzlich in Bio-Qualität, z.B. von Söbbeke,
Fleischprodukte stammen von der Fleischmanufaktur Gezer,
Fisch von der Erich Geiger GmbH,
Gewürzmischungen werden von den Rezeptentwicklern selbst kreiert und vom Gewürzhändler des Vertrauens zusammengestellt. Wer dieser Gewürzhändler ist, verraten sie allerdings nicht, dabei wäre das gerade bei Gewürzen und Kräutern ebenfalls interessant, da diese in Nicht-Bio-Qualität mit am stärksten mit Schadstoffen belastet sind.

Für die drei Rezepte gibt es jeweils eine Rezeptkarte, sowie eine Vorschaukarte für die nächste und übernächste Woche.
Die Gerichte, die ich aus meiner Kochzauber-Box nun zaubern kann, sind folgende:
Penneauflauf mit Radiccio, Birne und Pute
Rucola-Zartweizen mit gebratenen Champignons und Schweinemedaillons
Falafel zu Gurken-Blumenkohl-Salat mit Kefir-Dressing.

Bisher habe ich nur den Penneauflauf gemacht und kann dazu sagen, daß der Auflauf, trotz der wenigen Nudeln, wirklich reichlich war. Ich weihte die neue Auflaufform von Karls ein, die schon relativ groß ist, aber für den Inhalt wurde das Fassungsvermögen trotzdem knapp. Dazu behielt ich noch einen halben Radiccio über, da für den Auflauf nur ein halber gebraucht wurde. Daraus kann man noch einen extra Salat machen. Ich habe von dem Auflauf zweimal gegessen und es war jedesmal mehr als genug, um satt zu werden, ist also für zwei gut essende Personen absolut ausreichend, wahrscheinlich würden auch drei davon satt werden. Für mich alleine reicht der Gesamtinhalt so locker über eine ganze Woche, gut gekühlt natürlich. So einen Grundstock von Zutaten wie Öl, Salz, Mehl, Milch usw. sollte man aber schon haben und ist ja meist auch in jeder Küche vorhanden. Der Auflauf selbst hat mir interessante Geschmacksanregungen gegeben, aber er hat mich so, wie er war, nicht überzeugt. Gefallen hat mir das Zusammenspiel von dem herben Radiccio, den pikanten Cashewkernen und des Gorgonzola mit der Fruchtigkeit der Birne. Jedoch der Fenchel paßte irgendwie nicht dort hinein, denn der hat so einen starken Eigengeschmack, daß diese interessante Kombination davon "untergebuttert" wurde. Ich habe Lust, diesen Auflauf noch einmal zu machen, aber dann mit Vollkornnudeln und ohne Fenchel.

Ich bin gespannt, wie mir die anderen beiden Rezepte zusagen werden, vor allem der Gurken-Blumenkohl-Salat, da ich Gurkensalat eigentlich nicht mag, Blumenkohl dagegen schon. Und wenn beides zusammenkommt? Ich lasse mich überraschen.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Zumba

war super! Ich habe kein einziges Zipperlein mehr gespürt. Das machen wahrscheinlich die Endorphin-Lawinen. Nach der Stunde hätte ich sogar noch weitertanzen können, überhaupt erscheinen mir die Stunden von mal zu mal kürzer und inzwischen schon zu kurz. Danach fing es auf dem Kopf allerdings erneut an zu ziehen und zu ziepen. Dann habe ich mich den ganzen Tag durchgefuttert und jetzt ist es wieder besser. Ich habe noch nie verstanden, wie man mit Sport abnehmen kann - ich bekomme nach dem Sport immer noch mehr Hunger als vorher. Es gab also erst zwei Pfannkuchen und zwei Mandarinen, später eine Doppelsemmel mit pflanzlichem Zwiebelschmalz und zum Abend eine riesige (und das ist nicht übertrieben!) Portion gedämpften Bio-Blumenkohl mit brauner Butter und Spiegelei. Und jetzt fühle ich mich sehr wohlig satt und müde.

Montag, 13. Oktober 2014

Ein Sahnebonbon wollte Zumba tanzen

Heute war wieder Termin bei der Onkologin und da habe ich sie gleich mal vor neue Rätsel gestellt bezüglich meiner "umherwandernden" Neuralgien. Die Beschwerden sind zwar seit letzter Woche besser geworden, aber noch nicht ganz weg und wechseln gerne von rechts nach links und umgekehrt. Darauf meinte sie zu mir: "...aber aussehen tun Sie wie ein Sahnebonbon!"
Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich morgen zum Zumba gehe oder nicht, denn ich fürchte, daß das Gehopse für meine Nerven zuviel ist, sie erneut sauer werden und sich die Beschwerden nochmals verschlimmern. Andererseits nervt es mich auch, wenn ich nicht hingehe, weil danach nämlich auch schon wieder Ferien sind.
Könnte es sein, daß ich erste Suchterscheinungen zeige? Ich bin hier übrigens gerade von Glückskäfern umzingelt. Sie kleben an allen Fenstern. Mal schauen, was sie bringen.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Lektüreempfehlung meines Urgroßvaters

Sonnabend den 24/1. 1880
Am Montag Abend war ich zum Verein, am Dienstag habe ich und unseren liebe Freunde (A. H., A. K., C. R., W.W.,W.G.) wieder, wie am 13. unsere Lieder aus dem Vereinsliederbuch gesungen. In der Missionsstunde in der Kirche am Mittwoch sprach Herr Sup. Glotzke über den Glauben der Indianer und Inder von dem Leben nach dem Tode. Am Donnerstag Abend waren Pavels, W. Sch., E. Sch. und E. Dietz zum Besuch bei uns, am Freitag Abend besuchte ich H. Pavel. Im Lesen des Handbuchs der Bibelerklärung, welches wir Aug. zu Weihnachten geschenkt haben, bin ich jetzt bis zur Gesetzgebung auf Sinai gekommen; es ist dies ein sehr gutes Buch und habe ich dasselbe gern gelesen, da es viel zum Verständniß der heiligen Schrift beiträgt. Die Erzählung “Werbelow” habe ich gestern auch zu Ende gelesen, worin (?)Episoden aus den Kämpfen der Deutschen gegen die Wenden geschildert werden.


"Werbelow" von Otto Brennekam bei Google-books:
http://books.google.de/books/about/Werbelow.html?id=HKPdtgAACAAJ&redir_esc=y

Die historischen Hintergründe zu "Werbelow":
http://2012.schorfheide.info/Chronik_Altenhof.html

Mehr über Otto Brennekam:
http://www.zeitstimmen.de/index.php?page=liste&is_autor=381&l_cat=cat_5&l_item=1&max_item=5&prev=http%3A%2F%2Fwww.zeitstimmen.de%2Findex.php%3Fpage%3Dliste%26is_ort%3D2316