Eine Kollegin erzählte heute die Story von einer anderen Kollegin, welche ich nur vom Sehen kenne und die vor einigen Jahren eines Freitags nichtsahnend in das Wochenende ging, abends Bauchschmerzen bekam und am Samstag überraschend Mutter wurde. Ich kann sowas immer schwer nachvollziehen. Was für Verdauungsstörungen muss man eigentlich haben, damit man bis zum letzten Tag nicht merkt, dass man schwanger ist? Vor allem stelle ich es mir lustig vor, wenn man Freitags so wie jede Woche Feierabend macht und Montags anruft mit der Nachricht, dass man am Wochende Nachwuchs bekommen hat. Das ist ungefähr so wie die Hubschrauberlandung als Grund für's Zuspätkommen.
Elefantenschrank, bemalter
aus edlem Shishamholz -
warum darf ich nicht
dich mein eigen nennen?
Liebe war's, im ersten Blick,
doch trennen uns vier Treppen,
die viel zu lang und du zu schwer,
so müssen wir denn scheiden.
Zellophan hängt an der Lampe
rauschend erzählt's den Plastiktraum
so klarsichtig und öde
weht, oh wehe mir....
die auf meinem Schreibtisch aufgebaut waren, als ich das Büro betrat, habe ich meinen Computer nicht mehr gefunden. Ich liebe es so, dass ich kotzen könnte. Und meine Chefin kam schon 5 vor 9 h hereingestürzt und schmiß einen ultradringenden Klagevorgang auf den Tisch, von dem sie wollte, dass ich ihn mir ansehe und wir dann "nachher" darüber reden. "Nachher" hat sie aber nichts mehr von sich hören lassen und ich nehme mal an, das war ihre subtile Art mir zu sagen, dass sie mit dem Teil in Ruhe gelassen werden will und ich es bearbeiten soll.
Die letzten Personalratsmitteilungen sind nur noch Katastrophenmeldungen. Sie schreiben, dass sie schon vor zwei Jahren meinten, das Ende der Fahnenstange sei erreicht, aber nicht gewußt hätten, dass sich die Fahnenstange so weit verlängern ließe. Eine Kollegin in
einem besonders heruntergekommenen Dienstgebäude hat über Wochen hinweg im letzten Winter bei nur 8 Grad Raumtemperatur gearbeitet. Erst als sie völlig ausgekühlt den Personalrat anrief, konnten die erreichen, dass sie ein beheiztes Büro bekam. Also wenn man mich bei 8 Grad Raumtemperatur arbeiten lassen würde, dann wäre bei mir nach zwei Stunden der Ofen sprichwörtlich aus, dann würde ich gehen. Eigentlich denke ich, wenn kein Personal mehr da ist, weil alle abgebaut werden, müßten doch zumindest ausreichend Räume zur Verfügung stehen. Aber da kommt mir eine Idee: warum vermieten sie ihre Bruchbuden nicht einfach an Unternehmen, die damit Vorlieb nehmen wollen, vielleicht weil es so preiswert ist, und wir setzen uns mit unseren Schreibtischen alle auf den Hof und in die Garagen? So könnte man den Klienten sogar noch anstrengendes Treppensteigen ersparen. DAS nennt man kundenfreundlich und gleichzeitig würde wieder ein bißchen Geld ins Säckel fließen, das
aber natürlich nicht für mehr Arbeitspersonal, sondern für den fünften Chef ausgegeben wird.
Sie schreiben, es bliebe nur zu hoffen, dass die soziale Verantwortung für Menschen, von der unser Oberster so gerne redet, auch für die eigenen Mitarbeiter übernommen wird. Tja, ohne Finanzen keine soziale Verantwortung. Jeder sieht zu, wo er bleibt.
Vormittag des gestrigen Tages: Anruf von K. mit der Mitteilung, dass sie heute zu Ikea raus fahren will und sie fragt, ob ich Lust habe mitzukommen, da ich ja sicher auch noch einiges für meine Wohnung brauchen kann. Wir verabreden uns.
11:00 h des heutigen Tages: Pünktlich steht sie vor der Tür. Paule, ihre 5jährige Enkeltochter, sitzt schon im Kindersitz. Sie fährt mit zu Ikea, da ihre Mutter arbeiten muss.
11:10 h an der nächsten Straßenkreuzung: Kläglich klingen die quengelnden Rufe eines hungernden und durstenden Kindes vom Rücksitz. Sie scheint kurz vor dem Verrecken zu sein, doch lt. K. hat sie gerade erst gefrühstückt. Schließlich gibt sich P. mit einer Flasche Cola (ausnahmsweise) und einem Kaugummi zufrieden.
11:15 h: P. protestiert dagegen, nach Lichtenberg zu fahren. Sie wohnt zwar da, möchte aber lieber in Marzahn wohnen. Wir versichern ihr, dass wir nur durchfahren.
11:20 h: P. hat Gefallen an meinem Namen gefunden und schreit in ohrenbetäubender Lautstärke immer wieder "Susanne". Ich drehe mich jedesmal um und sie grinst mich schelmisch an.
11:25 h: P. schaut sich Prospekte vom Findlingspark an und man hört bewundernde Ausrufe wie "Cool!!" und "Voll krass!!!"
11:30 h: P. redet von einer Rosie. Wir fragen, wer das ist und sie zeigt auf mich. So schnell kann das gehen.
11:35 h: P. stülpt sich eine Plastiktüte über den Kopf, die sie aus der Handtasche von Oma gezogen hat und K. verliert kurzzeitig die Kontrolle über den Wagen, als sie erschreckt nach hinten brüllt, P. solle sofort die Tüte vom Kopf nehmen.
11:40 h: Wir fahren am Tierpark vorbei. P. schreit: "Ein Bär!" und fragt, ob Oma und sie mit mir in den Tierpark gehen. Doch es bleibt bei Ikea.
11:45 h: P. fragt mich, ob ich bei Ikea mit ihr spiele. K. erklärt ihr, dass man bei der Kinder-Sammelstelle in Smaland so Große wie mich nicht mehr nimmt. Ich bin geknickt.
11:50 h: P. schreit: "Wo ist denn endlich Ikea?"
11:51 h: P. schreit: "Wann sind wir denn endlich da?"
11:52 h: P. schreit: "Wie lange dauert es denn noch?". Ikea kommt in Sicht. Alle atmen auf.
11:53 h: P. schreit: "Fahr doch mal schneller, Oma! So schnell wie der da vorne!"
11:54 h: P. schreit: "Wann sind wir denn endlich da?"
11:55 h: P. schreit: "Los! tritt doch mal auf's Gas! Ich will endlich zu Ikea!"
11:56 h: Eine rote Ampelphase hält uns bei der Einfahrt auf den Parkplatz auf. Minutenlang hören wir lautstark und nervzerreißend jemanden demonstrieren: "Es soll Grün sein! Es soll Grün sein! Es soll Grün sein! Es soll Grün sein! Es soll Grün sein! Es soll Grün sein! Es soll Grün sein! Es soll Grün sein!" usw. usf.
12:00 h: Endlich bei Ikea. P. darf sich in den Einkaufswagen setzen und sich fahren lassen. Sie soll mit in die Möbelabteilung, da bei Smaland die Kinder nur anderthalb Stunden betreut werden. Der Wagen ist unwahrscheinlich schwer. In der Möbelabteilung überlasse ich ihn K.
12:01 bis 13:00 h: Wir schauen mehr auf P. als auf die Möbel, da sie ständig im Wagen aufsteht, herumklettert, herausklettert und wegrennt. Mehrmals müssen wir sie suchen, doch zum Glück hat soie ein Schreiorgan, das nicht zu überhören ist. Meine Nerven machen langsam schlapp. Ich bin es nicht gewohnt, meine Augen überall gleichzeitig zu haben.
13:05 h: P. kritzelt mit den Ikea-eigenen Bleistiften intensiv einen Einkaufszettel, wobei sie die Mustermöbel als Unterlage nimmt, da sich darauf besser schreiben lässt.
13:10 h: Wir fahren mit dem Fahrstuhl nach unten und P. will unbedingt den Knopf drücken. Sie steht im Einkaufswagen, welchen ich wieder vor mir her schiebe, genau in der Ecke, ist auch schneller als Oma am Knopf, doch ranzt mich aus welchem Grund auch immer an, dass ich sie mit dem Wagen nicht an den Knopf geschoben habe.
13:15 h: K. bringt P. ins Smaland. Ich warte mit dem Wagen.
13:40 h: Endlich könnten wir entspannt einkaufen, wenn da nur nicht die sich stromartig wälzenden Menschenmassen und der Zeitdruck wären.
15:00 h: Jeden Moment erwarten wir, ausgerufen zu werden, weil die Zeit abgelaufen ist, weshalb wir uns zur Kasse schlagen.
15:05 h: Ich warte mit dem Wagen und K. geht das Kind abholen. Es dauert merkwürdig lange. Aus der Ferne sehe ich sie ratlos unter Sitzbänken und hinter Vorhängen suchen. P. ist weg!
15:10 h: Noch immer sucht K. mit einem Suchtrupp von anderen Kindern. Auf die Frage, was P. denn für Kleidung trägt, fallen ihr nur die geringelten Strumpfhosen ein.
15:20 h: P. macht sich lustlos bemerkbar. Sie hatte sich versteckt und will nicht gehen. Schließlich läßt sie sich mit dem Versprechen überreden, dass sie, bis wir den Wagen eingeladen haben, noch Fernsehen darf und danach eine Bratwurst bekommt.
15:30 h: Wir haben den Wagen eingeladen und setzen uns mit einer Bratwurst auf eine Bank in die Eingangshalle. P.'s Bratwurst ist mit extra viel Ketchup, so wie sie es mag. Ich ahne Schlimmes.
15:35 h: Innerhalb weniger Minuten ist P. wortwörtlich von der Nasenspitze bis zu den Schuhen mit Ketchup bekleckert. K. bemerkt das weiße Mustersofa, auf dem sich ebenfalls einige Leute niedergelassen haben und meint, dass es sich doch viel mehr gelohnt hätte, wenn wir uns dort hingesetzt hätten. Ich verstehe sofort, was sie meint.
15:40 h: K. versucht die Hände von P. mit einer Serviette zu säubern, wobei sie Ketchup in eine winzige Schnittwunde schmiert, wo es natürlich brennt. P. brüllt durch die Halle, als würde sie gerade gekreuzigt und gevierteilt.
15:45 h: Wir fahren nach Hause. Es ist ungewohnt still hinten im Wagen. P. ist tief und fest eingeschlafen.
17:00 h: Wieder zu Hause. Für heute ist mein Bedarf an Kindern gedeckt. Ich bin froh, mich mit meiner neuen rot-orangen, herrlich weichen Kuscheldecke begnügen zu dürfen. Doch dafür und für den neuen Spiegel, die Bilderrahmen, Kerzen und Glaskugeln hat sich der Einkauf gelohnt.
"Ali Baba und die 40 Räuber" habe ich als Kind schon einmal gelesen, vielleicht auch mehrmals wie vieles andere. Ich erinnere mich nicht mehr. Ich muss es ziemlich nachlässig und unaufmerksam gelesen habe, denn sonst hätte ich mir wahrscheinlich eine tiefe Erkenntnis dieses Märchens gemerkt - Kreide an der Tür kann nichts Gutes bedeuten. Zweimal hatte ich Kreide an meiner Kellertür und zweimal wurde der Keller aufgebrochen. Zweimal habe ich nicht auf die Kreide geachtet, weil ich früher Märchen wie Fast Food verschlungen habe. Jetzt bin ich schlauer. Jetzt weiß ich, dass Kreide ein traditionelles und internationales Kennzeichen von Räubern ist und dass Märchen nicht nur moralische Werte, sondern auch sehr konkrete, praktische Ratschläge und Handlungsweisen vermitteln. Wie zum Beispiel, dass man sich nicht von Fremden im Wald ansprechen lassen soll oder noch besser, diese gar nicht erst mit leuchtend roten Käppchen anlockt, sondern schlauerweise stattdessen Tarnkappen oder zumindest Tarnkleidung trägt. Oder aber, dass Kreide an der Tür nichts Gutes bedeutet und es möglicherweise Räuber auf einen abgesehen haben. Überhaupt scheint Kreide im Märchen stets ein Werkzeug des Bösen zu sein. Seien es nun die Räuber oder aber der Wolf, der mit Hilfe der Kreide seine Stimme verändert, man könnte fast den Eindruck bekommen, dass die Märchen jeden eindringlich davor warnen, Leuten zu trauen, die Kreide benutzen. Da es vor allem ein ganz bestimmter Berufstand ist, den man mit Kreide in Verbindung bringt, nämlich die Lehrer, glaube ich nun die tiefere und verschlüsselte geheime Botschaft der Märchen verstanden zu haben: Nimm dich in acht vor Lehrern und Räubern!
Auf meinem Stundenplan für irgendwas steht das Besichtigen der Pathologie und das Zuschauen beim Sezieren einer Leiche. Mit anderen Kommilitonen werde ich von jemandem in dem Keller herumgeführt, in dem sich die Pathologie befindet. Er hat verwinkelte Gänge mit verschiedenen Zimmerverschlägen und im Zentrum einen größeren hellen Raum mit Tischen, innerhalb dessen nochmals ein kleinerer Raum abgeteilt ist. Beim Marschieren durch die Gänge konnte ich in den Zimmerverschlägen schon einzelne Leichen erspähen. Sie werden dort aufbewahrt, wobei sie entweder einen Verschlag für sich haben oder teilweise aber auch an der Wand hängen und ausgestellt werden. Allen gemeinsam ist, dass sie keine Haut mehr haben, so dass man nur das dunklere Muskelfleisch sieht. Sie erinnern mich an die präparierten Leichen von Gunther von Hagen und nicht an normale Menschen. Schließlich warten wir in dem größeren Raum und werden nach einiger Zeit in den kleinen gebeten. Dort sollen wir uns um einen großen dreieckigen Tisch mit abgerundeten Kanten setzen. In der Mitte des Tischen befindet sich die Vorrischtung, in der die Leiche aufgebahrt wird. Wir holen unsere Hefte heraus und mir wird ein bißchen mulmig, weil wir so nahe dran sitzen. Ich hatte gehofft, dass das ganze in einem großen Hörsaal stattfindet, wo man vom Weiten sowieso nicht viel mitbekommt. Da die Leiche sozusagen direkt vor meiner Nase seziert werden soll, bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich und mein Magen das verkraften, weshalb ich ziemlich unruhig bin.
In der nächsten Traumsequenz befinde ich mich mit jemandem auf einem ausgedehnten, freien Platz und kleine, drachenartig aussehende Flugzeuge fliegen tief über uns hinweg. Als sie weg sind sehe ich auf einmal ein Schiff durch die Luft fliegen, und zwar ein richtiges, so wie es sonst normalerweise auf Wasser fährt. Es fliegt langsam und gemächlich und landet, bzw. geht vor Anker, in einer kleinen, eigens dafür vorgesehenen Station auf dem Platz.
....es sind die Sterne. Wie konnte ich das nur vergessen. Bitte mehr Steine - ich bin noch nicht fertig mit dem Bauen.
Konzentrierte Energie ***
Während vieler Monate gültig: Die Grundbedeutung dieses Einflusses ist disziplinierte Energie. Das heißt, Sie sind jetzt fähig, Ihre Energie auf ein bestimmtes Projekt zu konzentrieren, ohne sich zu sehr durch unwichtiges ablenken zu lassen. Es kann aber auch gehemmte Energie sein, was bedeutet, daß Sie nicht zu viele Dinge innerhalb eines zu breiten Spektrums angehen sollen. Vielleicht wird auch viel und schwere Arbeit von Ihnen verlangt. Wie Sie diese Zeit erleben, hängt davon ab, wie Sie mit den jetzt dominierenden Energien fertig werden.
Die jetzt freiwerdenden Energien können Sie leicht reizbar machen. Schon Kleinigkeiten können Sie jetzt auf die Palme bringen. Aber leider sind es jetzt alles andere als Kleinigkeiten, mit denen Sie konfrontiert werden. Sie scheinen jetzt häufiger als sonst die Erfahrung zu machen, daß Sie sich durch Menschen oder Umstände gehindert fühlen. Vielleicht sträubt sich Ihr Chef oder Arbeitgeber ohne ersichtlichen Grund gegen Ihre Vorstellungen. Oder er bürdet Ihnen so viel Arbeit auf, daß Sie keine Zeit für andere Dinge finden.
Sie könnten sich jetzt auf erbitterte persönliche Konflikte mit anderen Menschen einlassen und eine Verschwörung gegen sich vermuten - aber das wird kaum der Fall sein. Wahrscheinlicher ist, daß Sie selbst - trotz bester Absichten -bedrohlich auf die Mitmenschen wirken. Auch wenn Sie glauben, daß Sie nicht bedrohlich wirken, sollten Sie in dieser Richtung besonders aufpassen. Sie könnten aber auch selbst zum Opfer aggressiver Angriffe werden, ohne sie bewußt herausgefordert zu haben.
In dieser Zeit haben Sie leicht das Gefühl, daß Sie sich zwar in vielen Bereichen behaupten wollen, aber es scheinen sich Ihnen immer wieder Hindernisse in den Weg zu stellen. Daher sollten Sie jetzt nur Projekte von begrenztem Umfang in Angriff nehmen, die einen hohen Krafteinsatz und starke Konzentration im Rahmen Ihrer Möglichkeiten erfordern. Wenn Sie Ihre Kräfte auf relativ begrenzte Ziele konzentrieren, können Sie sie konstruktiv nutzen.
Durch Benutzer ausgewählter Transit:
Saturn Konjunktion Mars
aktuell ab Mitte September 2006 bis Ende Juni 2007.
...hinterließ ein Besucher heute morgen auf meinem Balkon. Vielen Dank dafür! Vermutlich hat er sie sich vor Verzweiflung ausgerissen, als um Punkt 7 Uhr die Kreissägen anfingen zu kreischen...
You Are a Seeker Soul
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You are on a quest for knowledge and life challenges.
You love to be curious and ask a ton of questions.
Since you know so much, you make for an interesting conversationalist.
Mentally alert, you can outwit almost anyone (and have fun doing it!).
Very introspective, you can be silently critical of others.
And your quiet nature makes it difficult for people to get to know you.
You see yourself as a philosopher, and you take everything philosophically.
Your main talent is expressing and communicating ideas.
Souls you are most compatible with: Hunter Soul and Visionary Soul
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Da anscheinend sonst niemand Lust hat, mitzurätseln, werde ich jetzt verraten, wohin unser Ausflug ging. Erlebnispark, wie Wintermond sagt, ist schon gar nicht so schlecht, allerdings beschränkt sich das Erlebnis hier mehr auf das Naturerlebnis, bis auf den Kinderspielplatz, auf dem man diese Pueblos und Hängebrücken findet. Wir waren im Lausitzer Findlingspark der auf einem kleinen Teil der riesigen Fläche eines alten Tagebaus erst ziemlich "frisch" angelegt wurde und auf dem es verschiedene kleine Aussichtshügel mit unterschiedlicher Gartengestaltung gibt. Dieser "keltische" Hügel zum Beispiel ist der skandinavische Garten, wo man jede Menge Findlingssteine besichtigen kann und dann gibts aber auch noch den Heidegarten, wo jede Art von Heidekraut blüht und verschiedene andere Gärten mit exotischen Gräsern oder Bäumen. Da der Park so jung ist, noch nicht fertig und alles mehr oder weniger frisch angepflanzt, waren wir etwas enttäuscht, aber haben beschlossen, in fünf Jahren nochmal hinzufahren. Ich glaube, dass der Park erst in zehn Jahren so richtig toll ist, wenn alles hochgewachsen ist. Das eigentliche Erlebnis ist der alte Tagebau an sich, denn da gibt es auf der Strecke zum Findlingspark einen Aussichtspunkt, wo man die ganze Fläche überschauen kann. Diese Fläche ist gigantisch und hat so eine Weite, dass man das Gefühl hat, auf das Meer zu schauen. Man konnte dort außerdem noch Förderbrücken sehen, die vom Aussichtspunkt aus winzig klein aussehen, aber in der Nähe oder wenn man die Eisenbahnwaggons im Vergleich sieht, unglaublich groß sind. Der ganze Tagebau soll irgendwann Erholungsgebiet werden und der Findlingspark ist nur ein Anfang davon. Aus anderen Tagebaus wurden z. B. Seen gemacht, vielleicht soll dort ebenfalls ein See hin. Das Gebiet neben dem Findlingspark, auf welchem nicht mehr gefördert wird, das aber auch noch nicht begrünt ist, erweckt den Eindruck einer amerikanischen Prärielandschaft. Ich habe zu den anderen gesagt, man erwartet fast, dass jeden Moment eine Gruppe Indianer auf ihren Pferden vorrüber jagt.
"Feng Shui - Elster" statt "Feng Shui - Meister"
Die Kaffeeeinladung auf der Rückfahrt entpuppte sich als eine gewisse Tante Christa von K.
Tante Christa, um die 70, jedoch sehr aufgeweckt und rege, mit adretter Lockenfrisur und dritten Zähnen, fuhr zu diesem Zweck in ihrem Garten außer Kaffee eine ganze Tafel voller selbstgebackenem Kuchen auf: einen Kranz mit fetter Butterkrem, eine Torte mit Eierlikörkrem und Zartbitterschokolade und einen Blechkuchen mit viel Zucker. Nachdem wir zu Mittag eine riesige Portion Bauernfrühstück in einem Gasthof gegessen hatten, waren wir so satt, dass wir den Kuchen regelrecht runterwürgen mussten, aber Tante Christa bestimmte, dass von dem Kuchen gegessen werden müsse und aus Höflichkeit probierten wir von allen. Das Gespräch bei Kaffeetisch, zu welchem noch ihr Mann Herbert und eine andere ältere Frau zugegen war, drehte sich um Krankheiten, Grabpflege und eigene Beerdigungsvorbereitungen. Irgendwie erinnerte mich die Szenerie frappierend an die Seniorenparty aus meiner Fortsetzungsgeschichte. Ich glaube, ich sollte mir genauer überlegen, was ich schreibe, denn es scheint eine selbsterfüllende Tendenz zu haben. Danach wurden wir von Tante Christa genötigt, uns in dem Bungalow, den sie vermietet, in welchem im übrigen bei 26 Grad gut eingeheizt war, frisch zu machen. Fast hätte sie uns auch noch in die Bungalowbetten genötigt, doch da K. Termine hat, kam das nicht in Frage.
Auf der Autobahn gerieten wir abends, schon im Dunkeln, leider in einen Stau, Zivilpolizei kam von allen Seiten und es schien irgendwas geschehen zu sein. Beim langsamen Weiterfahren sah ich neben der Autobahn einen Polizisten etwas begutachten, das dort im Graben lag. Erst nach ein paar Momenten erkannte ich, dass es ein Rehbock war. Er musste tatsächlich versucht haben, die Autobahn zu überqueren und war hinüber. K. meinte, dass müsse ein selten dämlicher Rehbock gewesen sein. Der Wagen, vor den er gelaufen ist, hatte Totalschaden, aber glücklicherweise war niemand verletzt. Komischerweise muss immer erst was passieren, damit die Autofahrer umsichtiger fahren, das hat man deutlich nach dem Unfall gemerkt.