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Mittwoch, 1. November 2006

Nass, kalt, stürmisch - und der passende Text dazu:

Wenn man sich am abend endgiltig entschlossen zu haben scheint, zuhausezubleiben, den Hausrock angezogen hat, nach dem Nachtmahl beim beleuchteten Tische sitzt und jene Arbeit oder jenes Spiel vorgenommen hat, nach dessen Beendigung man gewohnheitsmäßig schlafen geht, wenn draußen ein unfreundliches Wetter ist, das das Zuhausebleiben selbstverständlich macht, wenn man jetzt auch schon so lange bei Tisch still gehalten hat, daß das Weggehn nicht nur väterlichen Ärger sondern allgemeines Staunen hervorrufen müßte, wenn nun auch schon das Treppenhaus dunkel und das Haustor gesperrt ist und wenn man nun trotz alledem in einem plötzlichen Unbehagen aufsteht, den Rock wechselt, sofort straßenmäßig angezogen erscheint, weggehn zu müssen erklärt, es nach kurzem Abschied auch tut, je nach der Schnelligkeit mit der man die Wohnungstüre zuschlägt und damit die allgemeine Besprechung des Fortgehns abschneidet, mehr oder weniger Arger zu hinterlassen glaubt, wenn man sich auf der Gasse wiederfindet mit Gliedern, die diese schon unerwartete Freiheit, die man ihnen verschafft hat, mit besonderer Beweglichkeit belohnen, wenn man durch diesen einen Entschluß alle Entschlußfähigkeit in sich aufgeregt fühlt, wenn man mit größerer als der gewöhnlichen Bedeutung erkennt, daß man mehr Kraft als Bedürfnis hat, die schnellsten Veränderungen leicht zu bewirken und zu ertragen, daß man mit sich allein gelassen in Verstand und Ruhe und in deren Genusse wächst, dann ist man für diesen Abend so gänzlich aus seiner Familie ausgetreten, wie man es durchdringender durch die entferntesten Reisen nicht erreichen könnte und man hat ein Erlebnis gehabt, das man wegen seiner für Europa äußersten Einsamkeit nur russisch nennen kann.
(aus Kafkas Tagebüchern)

Ich werde es nie lernen,...

meinen Mund zu halten, wenn ich mit meiner Mutter spreche.
Da erwähne bei einem Telefonat vollkommen beiläufig, was ich gar nicht erwähnen wollte, nämlich dass ich eine Erkältung habe, und kann meine Mutter anschließend nur mit Mühe davon abhalten, gleich in den Bus zu steigen, um mir ein Huhn zu bringen. Ich brauche kein Huhn. Was soll ich mit einem Huhn? Ich stelle mich bestimmt nicht mit Triefnase hin und koche einen Topf Hühnerbrühe von einem ganzem Huhn. Ich schwöre ja sowieso auf Holunderheißgetränk und das geht schnell zu machen: Pulver rein, Wasser drauf.

Letzte Nacht....

...habe ich von meinem ehemaligen stellvertretenden Chef geträumt, der mich immer mal gerne angebaggert hat. Im Traum sah er viel älter aus, als ich ihn in Erinnerung habe und inzwischen müßte er schon seit ca. einem Jahr oder länger in Rente sein. Da ich ausgerechnet heute von ihm träume und er schon damals mehrere Herzinfarkte hinter sich hatte, frage ich mich ein bißchen, ob er wohl noch unter den Lebenden weilt.

Dienstag, 31. Oktober 2006

Gruselig

Eine Horde maskierter Kinder erinnerte mich heute abend beim Einkaufen daran, dass Samhain (besser bekannt als Halloween) ist. Das trifft sich gut, denn mit meinem rotfleckigem, schnupfenverquollenem Gesicht und der aparten Leichenblässe sehe ich wirklich zum Fürchten aus - und das ganz ohne Maske. Doch tatsächlich Gruseln werde ich mich erst, wenn mir irgendwann, in zwanzig Jahren vielleicht, maskierte Rentnerhorden zu Halloween begegnen. Der eigentliche diestagige Horror ist der, dass ich nächsten Dienstag ein Vorstellungsgespräch habe und mich deshalb, außer dem anderen Stress, auch noch damit beeilen muss, mich wieder aufzupäppeln, damit ich zu diesem Termin nicht so abgewrackt aussehe. Das kommt wahrscheinlich nicht so gut, und dass ich zur Zeit nicht an meinen Kleiderschrank komme, da dort noch die ausgeräumten Schränke und Regale lagern, dass ich deshalb seit ca. 3 Wochen immer dieselben abgewetzten löchrigen Jeans und das hippiemäßige Batikshirt trage (natürlich mit wöchenlicher Maschinenwäsche), hilft in dieser Situation nicht wirklich.
Ansonsten gilt es wieder in der kommenden Nacht besonders gut auf die Träume zu achten, denn einem alten Hexen(aber)glauben zufolge geht alles, was man in dieser Nacht träumt, in Erfüllung. Dies kann ich bisher jedoch nicht bestätigen, denn ich träume in dieser Nacht meistens von Verstorbenen (was ja auch irgendwie passend ist), wovon glücklicherweise aber selten etwas wahr wird. Den realen Besuch von Verstorbenen würde ich mir auch verbitten....

Montag, 30. Oktober 2006

Wer hat an der Uhr gedreht?

Nachdem ich heute morgen pünktlich aufgewacht, pünktlich aufgestanden und pünktlich losgegangen war, kam ich doch sehr ins Grübeln, als beide Uhren auf dem S-Bahnhof 10 Minuten nach 9 Uhr zeigten. "Hä?" dachte ich, "Wie kann das sein? So lange hab ich doch am Bus und an der U-Bahn gar nicht gewartet, um jetzt zu spät zu kommen? Und meine Uhren habe ich auch umgestellt. Aber selbst wenn ich sie nicht umgestellt hätte, könnte es jetzt nicht so spät sein." Gerade als ich das dachte, stürzte eine Kollegin auf mich zu: "Fr. XZ, Fr. XZ, haben Sie die Uhren gesehen? Das kann doch gar nicht sein! Ich bin doch wie immer von zu Hause losgegangen! Das ist doch nicht möglich!" Beide hatten wir natürlich keine Armbanduhren und beide waren wir natürlich pünktlich. Da hatte sich wohl jemand einen Scherz erlaubt. Und das auf den Montagmorgen!
Positiv anzumerken ist außerdem noch, dass die Bauarbeiter heute genau über meinem Zimmer angekommen sind und schon den ganzen Tag herumrumsen, bohren und hämmern, sowie die nette Erkältung, die ich mir anscheinend am Wochenende eingefangen habe und die inzwischen in meinem Schädel herumsummt und -brummt wie eine Horde Fliegen. So fängt die Woche gut an....

Sonntag, 29. Oktober 2006

Erneute Entrümpelungsaktion

Inzwischen finden diese Aktionen bei meiner Mutter nicht mehr alle 14 Tage, sondern nur noch alle vier Wochen statt und die Wohnung sieht auch schon ganz anders aus, insbesondere das Zimmer, das mein Vater bis oben hin vollgemüllt hatte. Mit Hilfe meines Cousins ist es renoviert und neuer Teppichboden ausgelegt worden, sie hat den alten Schreibtisch und die mottenzerfressenen Sessel rausgeschmissen, neue Gardinen angebracht, eine Tischlampe in die Ecke und eine Pflanze vor das Fenster gestellt und jetzt fühlt sie sich so langsam wieder wohl darin.
Bei dem Aussortieren ist eine ganze Menge für uns abgefallen, besonders auch für P., die Enkelin von K., da mein Vater ja haufenweise Spielkram hatte. Zum Beispiel eine ganze Batterie Kuscheltiere, und zum Geburtstag hatte sie eine Schachtel mit den bunten indischen Glitzerkugelschreibern bekommen und war happy. Das Weihnachtsfest ist damit für die Oma gerettet.
Ich selbst habe einige Bücher, wie ein Lateinlexikon, ein Lexikon der Nietzsche-Zitate, ein Lexikon der Monster, Geister und Dämonen, "Die Technik des Denkens", "Earthway - die Botschaft einer indianischen Seherin", "Sieben Jahre in Tibet" und die Gedichte von Christian Morgenstern mitgenommen, sowie zwei Bände "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Letztere hatten mich zwar interessiert, ich habe sie jedoch nicht gekauft, weil ich mir geschworen hatte, nie wieder Berstseller zu kaufen, aus dem einfachen Grund, dass mir bisher keiner der Bestseller, die ich bisher kaufte, wirklich gefallen hat. Deshalb versuche ich inzwischen, die Bestsellerliste zu ignorieren, denn anscheinend ist das, was alle kaufen, nicht mein Geschmack. Außerdem habe ich noch ein Buch der Wünschelrutenpraxis mitgenommen, die Wünschelrute dazu hatte ich schon bei einer der letzten Aktionen gefunden. Jetzt muss ich es nur noch lesen und dann kann ich in meiner Wohnung nach Öl suchen gehen. *gg*
Wenn ich auch noch nicht weiß, wo es in meiner Wohnung Öl gibt, so musste ich jedoch feststellen, dass sie extrem Elektrosmog verseucht ist. Bei den Sachen, die ich abgestaubt habe, war nämlich auch ein Messgerät für Elektrosmog dabei. Als ich damit durch die Wohnung ging, wunderte mich zwar nicht, dass es in der Nähe des Fernsehers rot blinkte, dass es aber auch in der Nähe meines kleinen Radioweckers am Bett verrückt spielte schon. Ich werde das Teil wohl von meinem Bett verbannen und mir dafür einen Zen-Wecker kaufen. Und als ob ich noch nicht genug Elefanten in der Wohnung hätte, ist nun auch noch ein hübscher brauner aus Leder zur Elefantenfamilie gestoßen.
Weitere Erwerbungen: Zwei Delphin-Schlüsselanhänger, ein Yin-Yang-Schlüsselanhänger, Ohrhörer mit Lautstärkeregelung, ein Mini-Parfümzerstäuber, ein silberner Brieföffner, eine Steinfigur in Form einer Osterinselskulptur, eine Kette mit Delphin und eine mit afrikanischer Maske (Ich frage mich, was mein Vater mit den vielen Ketten wollte, es waren nämlich noch viel mehr - tragen?). Für meinen Kumpel habe ich einen Intarsien-Aschenbecher, ein elegantes Feuerzeug, eine Camel-Gürteltasche und einen Schlüsselanhänger mit einer Silberhülse mitgenommen. So bei genauerem Betrachten muss ich allerdings feststellen, dass in die Silberhülse nur Tampons passen, zumindest würde mir nichts anderes einfallen. Ich weiß nicht, ob es solche Schlüsselanhänger mit Hülsen für Not-Tampons tatsächlich gibt und was mein Vater damit wollte, aber vielleicht sollte ich das Teil doch nicht meinem Kumpel schenken. Und als krönenden Abschluß werde ich morgen einen Taschenrechner in Form eines Goldbarrens mit in das Büro nehmen. Ist zwar nicht wirklich mein Geschmack, aber ich habe mir gedacht, sollen die Kollegen ruhig über den Goldbarren auf meinem Schreibtisch staunen. *gg*

Ich freue mich auf's Adventskranzbasteln....

.....auch wenn ich anscheinend alleine basteln werde. Hab mir heute einen Weidenkranz, Bindedraht und Dekomaterial besorgt. Tannenzweige hole ich erst in der Woche vorm 1. Advent und bis dahin muss ich rausfinden, wie man die dann an dem Kranz befestigt. Mal schauen, ob es Bastelanleitungen im Internet gibt. Und überhaupt, was ist gegen Adventskranzbasteln einzuwenden? Ich mag Weihnachten. Insbesondere das Weihnachten, wie ich es aus meiner Kindheit in der DDR kenne, wo der Kommerz sich noch schamhaft hinter der Ecke versteckte. Natürlich haben wir damals auch Geschenke gekauft, und das Kaufhaus am Alex war da ebenfalls schon kurz vor Weihnachten stark überlaufen, nur mit dem Unterschied, dass man von einem Ende bis zum anderen durchgucken konnte und schnell wieder draußen war, während man sich heute zwischen den Warenregalen und in den Warenangeboten regelrecht verläuft. Und immerhin wurde man nicht von aggressiver Werbung und Schokoweihnachtsmännern im September genervt. Letztere gab es nur kurz vor Weihnachten und man musste schnell sein, damit man noch welche abbekam.
Wegen der begrenzten Möglichkeiten, seine Kaufkraft irgendwie loszuwerden, war das Basteln eigentlich das ganze Jahr hindurch eine Lieblingsbeschäftigung des DDR-Bürgers. Da wurden Trabis aufgemotzt, alte Klamotten zu neuen umgenäht, Bettlaken gefärbt und zu topmodischen Taschen verarbeitet oder Stoffwindeln zu Halstüchern, Lampenschirme aus Makramee gefertigt, Vogelhäuschen gezimmert, Ohrringe aus Vogelfedern, Perlen und Sicherheitsnadeln gelötet, extravagante Netzshirts gestrickt - je dicker die Kochlöffel, die als Stricknadeln fungierten, um so heißer -, alte Möbel mit neuem Lack verschönert, Patchwork-Tagesdecken genäht, Kerzen gedrechselt, Diskokugeln aus zersprungenen Spiegeln zusammengesetzt, Handpuppen aus Pappmache geformt und vieles mehr. Vor Weihnachten konnte man zwar weniger konsumieren, hatte aber dadurch halt mehr Zeit zum Basteln, was auch eifrig getan wurde. Von Bastelzubehör wie heute (wie ich bei meinem Einkauf feststellte), konnte man damals nur träumen oder auf ein Westpaket hoffen. Meistens musste man sich deshalb auf Papiergirlanden, Papier- oder Strohsterne, Stoffbänder und Tannenzapfen beschränken. Ich kann mich noch sehr gut an das Weihnachten erinnern, als wir ein Carepaket aus dem Westen von einer Patengemeinde erhielten. Da ich meistens immer erst die leeren, bzw. halbleeren Westpaktete sah, also hauptsächlich die Pappkartons, hatte ich die Angewohnheit, diese gänzlich auseinanderzunehmen und noch in die Ritzen zwischen den einzelnen Pappschichten zu schauen in der vagen Hoffnung, dort eine sensationelle Entdeckung zu machen. Auch bei diesem Paket tat ich das, als meine Mutter den Karton schon fortnehmen wollte, und fand zu meiner überschäumenden Freude gepaart mit detektivischem Stolz ein Heft mit bunten Bastelfolien. Später vermutete ich, dass das eine abgekartete Sache war und meine Mutter der netten Frau St., die einmal bei uns zu Besuch gewesen ist, einfach gesagt hat, dass sie was zwischen den Kartonboden legen soll. Aber egal, die Bastelfolien habe ich gehütet wie einen Schatz.
Ja, ich habe als Kind gerne gebastelt. Ich nannte es zwar keine Lieblingsbeschäftigung, aber tat es, wenn ich dazu aufgefordert wurde mit Interesse und Freude und manchmal sogar unaufgefordert. Ich habe schon von klein auf alles geliebt, was irgendwie kreativ war. Zwar gab es auch damals Kinder, die das weniger gerne taten als ich, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass wir viel häufiger bastelten als die lieben Kleinen heute. Na klar, wir hatten ja noch keine Playstation.

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Ich fasse es nicht...

gerade habe ich vor der Tür eines Kollegen die alte, zahnlose Zigeunerin aus Bosnien wiedergetroffen, die schon in den ersten Tagen meiner Ausbildung vor ungefähr 13 Jahren bei mir in der Sprechstunde war. Sie hat es also geschafft, der Rückreise zu entgehen und sieht überhaupt nicht verändert aus. Schlohweiße Haare um ein braungebranntes, zerfurchtes Gesicht, mit unwahrscheinlich lebendigen und lachenden braunen Augen. Es scheint beinahe so, als hätte ihr Körper schon in der Jugend eine Stufe des Alterns erreicht, in der eine Steigerung nicht mehr möglich ist und die jetzt über Jahrzehnte hinweg bis zum Grab beibehalten wird. Wie alt sie wirklich ist, weiß ich nicht, vermutlich sehr viel jünger als sie aussieht, aber ich bin mir sicher, dass ihre Schlitzohrigkeit ebenso unverändert geblieben ist wie ihr Aussehen.

Statt zu schlafen....

überlege ich mir gerade, dass ich meinem Blog mehr Qualität geben sollte. Ich meine, so als öffentlich zugängliches Medium hat man ja auch einen gewissen Bildungsauftrag, wobei ich allerdings fast der Meinung bin, dass ich mit der Live-Berichterstattung über den Ulysses-Lesemarathon mein Soll so zu ca. 150 Prozent übererfüllt habe. Und ich will aus dem Blog keinen Job machen, schließlich werde ich nicht dafür bezahlt. Und wenn ich etwas tue, wofür ich nicht bezahlt werde, soll es zuallererst Spaß machen, erst dann Arbeit und es sollten auch ein paar völlig unqualifizierte Labereinträge drin sein. Wie stelle ich das also am besten an? Hmm?

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Podcast-Tip

Die Folge der Bücherwelt-Sendung der Deutschen Welle "Beim Häuten der Zwiebel". ( http://www.dw-world.de/popups/popup_single_mediaplayer/0,,2140084_type_audio_struct_5929,00.html?mytitle=Das%2BLiteraturmagazin%2Bals%2Bdownload ) Interessant ist dabei weniger das Häuten der Zwiebel - wen interessiert das schon nach diesem unproduktiven (O-Ton irgendjemand) Rummel -, als viel mehr die Kolumne darüber, wie Marylin Monroe "Ulysses" gelesen hat. Und im übrigen möchte ich anmerken, dass ich nach Lesen der ersten Seite des Buches NICHT aggressiv geworden bin.

Dienstag, 24. Oktober 2006

...

Merhabe salute, großes Kind,
fürcht' dich nicht, weine nur ein bißchen,
dass du spielen kannst mit ihnen, deinen Tränen,
wie mit kleinen Rinnsalen im Sand,
baue einen Staudamm, wenn du magst,
doch vergiß nicht ihn hinwegzureißen
- mit glitzerhellem Lachen.

Montag, 23. Oktober 2006

Aus meinem Wohnhorroskop mit Randbemerkungen von mir

MC im Zeichen Widder:
Nimmt auch das Zeichen Skorpion einen nennenswerten Teil des vierten Hauses ein, zeigt sich eine Tendenz, den privaten Lebensraum zu etwas sehr Intimem zu machen, zu einem Geheimzirkel, zu dem nicht jeder Zutritt erhält und in dem die Regeln nicht so leicht durchschaubar sind. (ganz genau)

Jupiter im 4. Haus:
Wer zu den Auserwählten gehört, die Zugang zu Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung haben, hat Glück, denn Sie schütten Ihr Füllhorn an Großzügigkeit und Wissen über sie aus. Ihr Zuhause ist ein Ort regen geistigen Austausches, und jeder geht mit Gewinn von dannen. Die Begriffe groß und weit sind charakteristisch für Sie. Ob Ihre Wohnung klein oder groß ist - Sie lieben es freizügig und offen. Ihre innere Haltung schafft den Raum. (Nun ja, ein bißchen mehr äußerer Raum wäre mir aber trotzdem ganz lieb.)

Neptun im 4. Haus:
In Ihrer Privatsphäre brauchen Sie Zeit zum Träumen, zum Alleinsein ohne Störung von außen, denn Sie sind sehr duchlässig für Einflüsse. (nichts neues)
Auf der äußeren Ebene könnten Sie mit den Kräften der Ordnung im Clinch liegen und gegen das Chaos ankämpfen, das entweder Sie selbst, Ihr Partner oder Familienmitglieder verursachen. (Tja, leider kann ich die Schuld auf niemanden abwälzen.)

Mond im 9. Haus:
Sie lieben die Natur und wohnen daher gern weit entfernt vom Zivilisationsgetriebe. Nicht, daß Sie die Annehmlichkeiten modernen Komforts nicht schätzen, doch Sie brauchen ein natürliches Umfeld, wenigstens einen Garten, in dem auch Wildwuchs (ganz besonders der!) erlaubt ist. Sie brauchen den weiten Blick, das Ursprüngliche, damit Ihre Seele Flügel bekommt. So wird man Sie eher auf dem Land oder zumindest am Stadtrand finden als in der belebten Innenstadt. (wie wahr)
Ihre Ungebundenheit von Lebensnormen ist Ihnen sehr wichtig, Ihre Freizügigkeit braucht Raum und möchte sich nicht von Regeln beschränken lassen. Auch Besitz könnte Sie einengen, weil er Sie an einen Platz bindet, während es Sie durchaus zu anderen Ufern drängt, wenn eine Lebensphase abgeschlossen ist. (Deshalb entrümple ich ständig.)

Mond im Zeichen Widder:
Wenn Sie Gäste haben, entspricht Ihnen ein Selbstbedienungsbuffet eher, als daß Sie
stundenlang in der Küche stehen und lange Menüfolgen auf den Tisch zaubern. (ertappt...)

Mond Konjunktion Chiron:
Sie tragen eine alte Wunde von Ungeborgenheit in sich, die Sie stark motiviert, sich selbst einen heimatlichen Ort zu schaffen, an dem Sie sich aufgehoben fühlen. Um dorthin zu gelangen, gehen Sie vermutlich durch allerlei Irrungen und Wirrungen. Entweder finden Sie nicht den geeigneten Platz, oder es gibt Störungen in Ihrer nächsten Umgebung, die Ihr Wohlgefühl beeinträchtigen und Ihre Bedürfnisse nicht richtig zum Zuge kommen lassen. (Die Störungen kenne ich. Überall wohin ich gehe, folgen mir die Baugerüste und Presslufthämmer.)

Mond Opposition Uranus:
Ihre Wohnsituation erfährt zuweilen abrupte Umbrüche. Sie ziehen von der Stadt aufs Land oder umgekehrt. Oder Sie wechseln Ihren Stil total, lösen das Alte auf und fangen ganz neu wieder an. Oft handeln Sie auch aus Protest gegen die herrschenden Maßstäbe. Sie wollen Ihren eigenen eigenwilligen Stil verwirklichen, der Ihren tiefsten seelischen Bedürfnissen und Ihrem Wunsch nach persönlicher Freiheit gerecht wird. Da Sie nicht der Typ für Resignation oder Stagnation sind und sich von liebgewonnenen Gewohnheiten nicht einschläfern lassen, gibt es früher oder später einen neuen Aufbruch, der Ihrer derzeitigen Entwicklung angemessen ist. Sie reißen die äußeren Wurzeln heraus, um klarer zu Ihren inneren Wurzeln zu kommen. So ist Ihr Leben von vielen Wechseln geprägt, die Sie schließlich Stück für Stück nach Hause bringen, zu sich selbst. (Hm, als Wohnungswechsel habe ich noch nicht so viele Umbrüche bemerkt.)

Venus im 3. Haus:
Ihre Einrichtung muß nicht unbedingt aus einem Guß sein. Sie lieben durchaus Abwechslung und die bunte Vielfalt. Doch insgesamt passen doch wieder alle Dinge gut zusammen, denn Sie haben einen guten Blick für die richtigen Proportionen, für das Spannungsfeld zwischen Formen, Farben und Materialien. (Ich sage nur "Elefantenschrank". Allerdings bezweifle ich, dass mein kunterbunter Stil-Ethno-Mischmasch bei Innendekorateuren so gut ankommen würde. *gg*)

Venus im Zeichen Waage:
Sie kommen selbst in Harmonie, wenn Sie sich mit gestalterischen Aufgaben befassen. Ihr ausgefeiltes Stilempfinden reicht von der Anordnung der Möbel bis hin zur Auswahl des Geschirrs, und natürlich arrangieren Sie alles formvollendet. Doch das ist nicht nur einfach Selbstzweck, es tut auch Ihrer Seele gut, Ausgewogenheit in Ihrem konkreten Umfeld herzustellen und zu erleben. Liebe und Schönheit gehen bei Ihnen Hand in Hand, das eine erzeugt das andere. Beides ist Ihr Lebenselixier.

Venus Opposition Chiron:
Sie betrachten Ihre Wohnsituation als kreative Herausforderung, und vorhandene Unzulänglichkeiten oder Einschränkungen wecken Ihren Ehrgeiz, diese durch ästhetische Lösungen auszugleichen. So können Sie aus einer Hütte einen Palast machen, einfach weil Sie nicht aufgeben und so lange suchen, bis der Gesamteindruck stimmt. (Ja, da bin ich gerade dabei. Ich bezweifle aber, dass es ein Palast wird - zaubern kann ich (noch) nicht.)

Sonne im 1. Haus:
Genauso gehen Sie bei der Einrichtung vor. Aus einem sicheren Selbstbewußtsein heraus wählen Sie, was Ihnen gefällt, und kümmern sich nicht groß darum, was andere dazu sagen. Da Sie unkompliziert sind, geht es meist zügig voran. Sie möchten schnell Resultate sehen. Theoretische Modelle interessieren Sie weniger, Sie schreiten lieber gleich zur Tat und verfahren nach dem Motto "Versuch und Irrtum". (Genau. Und die "Irrtümer" werden notfalls zerkloppt.)

Sonne Sextil Jupiter:
Sie brauchen das Gefühl, sich ausdehnen, Ihrer Kreativität und Ihrer Lebenslust freien Ausdruck verleihen und ungezwungen leben zu können. Was Sie unter Luxus verstehen, hat nicht unbedingt etwas mit Geld zu tun. Es kann auch ein urwüchsiges, ungestörtes Leben auf dem Lande bedeuten, wo Sie sich nicht an kleinkarierte Regeln halten müssen, sondern nach Ihrem Gusto schalten und walten können und die umgebende Natur sozusagen mit gemietet haben, "Ihren" Wald und "Ihre" Wiesen.

Sonne Quadrat Neptun:
Sie haben eine sehr feinsinnige, kreative Phantasie und brauchen Zeit zum Träumen. Manchmal sind Sie jedoch verunsichert, wer Sie in Ihrem schöpferischen Potential eigentlich sind. Die sogenannte Realität und Ihre Vorstellungen driften auseinander, und Sie beginnen an sich selbst zu zweifeln, als gäbe es keine Resonanz für Ihre Schaffenskraft, für das, was Sie zu geben haben. Es gibt die Tendenz zu resignieren, doch dann bricht erneut Ihr Wille hervor, sich selbst zum Ausdruck zu bringen. Nach einer Phase der Verzagtheit fühlen Sie sich schließlich wieder von Ihrem kreativen Geist angezogen und entwerfen neue Bilder und Visionen. Das mag sich auf die Gestaltung Ihrer Wohnung oder auf andere Projekte beziehen. Plötzlich sind Sie eingetaucht in Ihr wahres Potential und schöpfen neuen Mut, sich der Welt zu stellen. Diese meditativen Regenerationsphasen sind äußerst wichtig für Ihr inneres Gleichgewicht, denn Sie finden zurück zu Ihrem Glauben an sich selbst. Ihr Zuhause, von Ihnen für Ihre Bedürfnisse gestaltet, ist ein Ankerplatz, ein Refugium, wo Sie die Gewißheit Ihrer inneren Wahrheit spüren können.

Mars im 1. Haus:
Wenn also Ihre Wohnsituation in das Blickfeld Ihres Interesses rückt, machen Sie sich sofort ans Werk, ob es die Wohnungssuche oder die Einrichtung betrifft. Die Lust der Aktion treibt Sie voran, Sie müssen nicht extra von außen motiviert werden, sondern ergreifen aus innerem Antrieb die Initiative. Etwas zu erschaffen, eine neue "Baustelle" zu eröffnen, energetisiert Sie. Wenn der Impuls in Ihnen aufsteigt, machen Sie sich über weitere Konsequenzen wenig Gedanken, die Hauptsache, das Ding wird erst einmal angeschoben. Wenn Sie etwas Bestimmtes wollen, lassen Sie sich kaum davon abbringen. Ihr Wille genügt als Begründung, und Hindernisse schrecken Sie nicht ab, sondern stacheln Sie eher noch an, Ihre Vorstellungen durchzusetzen. (Wenn ich jedesmal vorher über die Konsequenzen nachdenken würde, würde ich gar nicht erst anfangen.)

Mars im Zeichen Löwe:
Sketche liegen Ihnen besonders.... (DAS ist mir neu - obwohl meine Leidenschaft für Al Bundy ist wohl dem zu danken.)

Mars Quadrat Saturn:
Sie haben eine hohe Leistungsbereitschaft, neigen aber zuweilen dazu, sich zu übernehmen. Zunächst fühlen Sie sich noch vitalisiert durch die Wichtigkeit Ihrer Aufgabe, doch dann beginnen die Anforderungen, Ihnen nur noch im Nacken zu sitzen und Sie niederzudrücken. Schließlich, wenn Sie diesen Prozeß nicht stoppen, fühlen Sie ausgebrannt und brauchen eine lange Zeit der Erholung. (laaange, lange Zeit)

Sonntag, 22. Oktober 2006

Erst jetzt

habe ich durch Zufall mitbekommen, dass Crocodil Hunter im September durch einen Stachelrochen ums Leben gekommen ist. Und irgendwie tut es mir so überhaupt nicht leid. Ich habe auch kein schlechtes Gewissen, dass ich mir beim Anblick seiner affigen Aktionen immer gewünscht habe, ein Krokodil würde mal so richtig zuschnappen und ihn erwischen. Nun war es kein Krokodil sondern ein Stachelrochen. Auch gut. Die Natur bringt eben jedem früher oder später Respekt bei und die Tiere brauchen weiß Gott keine zusätzliche Affenart, die sich für unbesiegbar hält und ihnen an den Schwänzen zieht.

Samstag, 21. Oktober 2006

Die Existenz chinesischer Drachen bewiesen? Ein Drachen als Warnung vor dem Kommunismus?

Heute hier gefunden: http://www.clearharmony.de/articles/200509/26623.html

Nun, mag sein, dass chinesische Drachen existieren, es gibt ja nichts, was es nicht gibt, wenn man daran glaubt, wobei ich bei chinesischen Drachen immer zuerst an die These von Däniken denke, dass es außerirdische Flugobjekte waren oder sind, aber interessant finde ich doch, wie diese Feststellung sofort mit der Politik in Verbindung gesetzt wird. Es ist ja auch alles so einfach - der Kommunismus ist böse und moralisch verdorben, Menschen, die der Kommunistischen Partei angehören sind ebenfalls böse und verdorben und können nur gerettet werden, wenn sie austreten. Woran erinnert mich das nur?
Das ist wieder einmal so ein Beispiel dafür, dass die Trennung von Staat und Religion noch lange nicht bedeuten muss, dass Religion nicht mehr zur Manipulation und Durchsetzung von politischen Interessen missbraucht wird. Es ist ja auch viel einfacher und wahrscheinlich für das ungebildete Volk viel wirkungsvoller, zu sagen, wenn ihr das und das tut oder unterlaßt, seid ihr Gott ein Wohlgefallen und werdet gerettet, als wenn man die Menschen zum eigenen Denken und selbständigen Entscheidungen ermutigt. Doch wenn selbst die Opposition dazu nicht in der Lage ist, was sind das für Aussichten?