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Donnerstag, 13. November 2008

Wandering Lights

Wandering Lights

Nach Dienstberatungen

werde ich entweder depressiv oder aggressiv. Herr N. versuchte mich wieder aufzubauen, indem er mir mehrmals versicherte, auf das, was die bei den Dienstberatungen quasseln, dürfe man eh nicht hören, die reden sowieso nur Sch.... Normalerweise mache ich das auch nicht, sondern beschränke mich auf zum einen Ohr rein, zum anderen raus, aber anscheinend ist selbst das noch zuviel.

Ein Geburtstagsgeschenk für Samstag habe ich immer noch nicht und ich habe mich jetzt entschlossen, Geld zu schenken. Wenn mein Bruder der Meinung ist, daß er neue Klamotten braucht und ihm sonst nichts einfällt, ist das vielleicht das Beste, auch wenn ich Geld schenken eigentlich blöd finde. Nun fiel mir dazu ein, daß es in meiner Kindheit Anziehpuppen aus Papier gab, die man auschneiden konnte und mit ebenfalls ausgeschnittenen Sachen "anziehen" konnte. Gibt es sowas eigentlich heute noch? Das wäre ja mal ein witziges Detail, das Geld mit so einer Anziehpuppe mit aufgeklebtem Gesicht von meinem Bruder oder so zu verschenken. Leider fällt mir das mal wieder viel zu spät ein, so daß ich es wahrscheinlich bis Samstag vergessen kann.

Mittwoch, 12. November 2008

Erfahrungsräume und Bardos

Klarträumen hat übrigens gegenüber Trancereisen den großen Vorteil, dass es für Praktizierende von Achtsamkeitsmeditationen wesentlich leichter zu lernen ist als Trance. Es ist ein selten erwähntes Phänomen, dass mit steigender Bewusstheit, die Trancefähigkeit nachlässt! Klarträumen bietet hier einen anderen Zugang, das Unterbewusstsein zu bereisen.
Sehr gutes Papier zur Traumkultur!

Dienstag, 11. November 2008

Zur Zeit

stürzen sich die Termine auf mich, als wäre ich ein gefundenes Fressen. Ich muß nur einmal "Piep" sagen oder mich irgendwo blicken lassen, schon hab ich wieder einen an der Backe. Dabei fühle ich mich kräftemäßig dem nicht gerade gewachsen, aber sobald ich mich in mein Schneckenhaus verkriechen will, sind alle Umstände gegen mich. Anscheinend gibt es kein Entkommen. Ich hoffe bloß, daß es zu Weihnachten hin nicht noch schlimmer wird.

Montag, 10. November 2008

Bin ich naiv?

Es gibt so Gelegenheiten, bei denen mir der Gedanke kommt, irgendetwas stimmt mit mir nicht. So eine war auch heute, als eine Kollegin von ihrem Vorstellungsgespräch erzählte. Eine Konkurrentin für die Stelle wartete vor der Tür und die Kollegin überlegte, ob sie nicht, wenn sie hinausgeht, eine "Strike"-Geste machen solle, um die andere zu verunsichern. Sie tat es nicht, aber ehrlich gesagt, ich wäre vorher noch nicht einmal im Traum auf so eine Idee gekommen. Und ich halte mich wirklich nicht für unschuldig. Ich habe schon geklaut, Unterschriften gefälscht, Emailkonten geknackt, geschwänzt, gelogen, geflucht, böse Briefe geschrieben, gewissen Männern Haarausfall an den Hals gewünscht, kleine Kinder geschubst, mich sinnlos besoffen, an die Kirche gepinkelt (ok, das war aus der Not heraus) und bin mit fremden Männern mitgegangen - alles Dinge, die eine gut erzogene Pfarrerstochter eigentlich nicht tut. Wenn es allerdings um subtile Einschüchterungs- oder Rufschädigungsstrategien geht, das Spinnen von Intrigen bzw. darum, Leute zu verarschen, bin ich eine komplette Niete. Nicht nur, daß ich von alleine garantiert in keiner Situation auf solche Taktiken komme, ich erkenne sie meist auch nicht bei anderen. Zwar kann ich manchmal die tiefsten Geheimnisse und die blinden Flecke von anderen Menschen ergründen, je tiefer es geht, um so treffsicherer werde ich, doch wenn es um oberflächliche Launen und Intentionen geht, versage ich auf ganzer Linie. Auch ich mache immer wieder den Fehler, zuerst von mir selbst auszugehen, obwohl doch klar ist, daß nicht jeder Mensch so ist wie ich. Aber irgendwie kann ich auch einfach nicht auf diese Art denken. Deshalb muß man mich schon mit der Nase darauf stoßen, und selbst dann falle ich noch immer jedesmal aus allen Wolken, besonders wenn es mich betrifft, aber auch, wenn ich solche Aktivitäten um mich herum bemerke, sei es nun sowas relativ Harmloses wie bei obiger Kollegin, das anonyme Anschwärzen von jemandem beim Arbeitgeber (wie im Freundeskreis meines Bruders geschehen), beliebte Spielchen im Büro, wie Informationen vorenthalten oder bewußt jemanden madig machen. Ich kenne das alles und vergesse es wieder. Mir muß da irgendeine Hirnregion fehlen, vielleicht die für versteckte Winkelzüge. Ich kann ja auch kein Schach spielen, obwohl ich die Regeln kenne. Und als ich mit 14 oder 15 "Gefährliche Liebschaften" von de Laclos gelesen habe, habe ich kein Wort kapiert, sondern mich gewundert, warum sich Leute so gähnend langweilige Briefe schreiben. Ich bin absolut untauglich für diese Spielchen und wahrscheinlich deshalb ein um so leichteres Opfer. Bloß gut, daß ich davon meistens gar nichts mitkriege...

Turn out the lights

Turn out the lights 2

Sonntag, 9. November 2008

...

Eine mir durch mündliche Überlieferung bekannt gewordene Legende will wissen, daß Maria Magdalena den Gral nach Marseille mitgebracht und in einer Höhle (Sainte-Baume bei Tarascon) gehütet habe. Es handelt sich hierbei um die Rhonestadt Tarascon. Wie ich aber im Textteil bereits angedeutet habe, kannten die Tarusconienses im Ariegetal diese Tarask als Totem. Ich nehme an, daß hier eine Verschmelzung von zwei Tarasklegenden vorliegt.
(aus "Kreuzzug gegen den Gral")

Neptun im 8. Haus

Bei guten Aspekten Vermögenszuwachs durch die Ehe oder durch Erbschaften; Befähigung, tief in okkulte Dinge einzudringen.
Ein schlecht - gestellter Neptun bringt eine gleichgültige, nachlässige Ehehälfte, Verluste durch die Ehe, durch Nachlasssachen, Testamente usw., Gefahr eines rätselhaften Todes, verborgene, schleichende Krankheiten, Doppelleben, Verschwinden, Verschollenheit.


Jim Morrison hatte Neptun im 8. Haus.

Ich selbst bekomme ihn als Transit und habe einen Quadrataspekt von Neptun zur Hausspitze, führe aber jetzt schon mehr oder weniger ein Doppelleben. Sollte ich also plötzlich (Uranus Herrscher des 8. Hauses) spurlos verschwinden, setze ich mein Doppelleben wahrscheinlich irgendwo anders fort.

Zucker sagt,

als eines der nützlichsten Werkzeuge Satans und einer überstandenen Virusgrippe leide ich unter Beschränkung.

Samstag, 8. November 2008

Ahn (1820 - 1904)

Ahn

Ich glaube, ich habe das schon einmal geschrieben, aber ich finde, mein Ahn sieht aus wie Nosferatu. Er war übrigens Arbeiter in einer optischen Anstalt (ja, ja, das sagen sie alle), neben dem Bäckerhandwerk (von dergleichen Fähigkeiten aber nichts auf mich übergesprungen ist) das traditionelle Gewerbe unserer Familie. Inwieweit dies damit zusammen hängt, daß die meisten auch dicke Brillen tragen, wage ich nicht zu beurteilen.

Cross over

Cross over

When the music's over



Ich mag Jim Morrison nicht besonders. Ehrlich jetzt. Jeder denkt, wenn man gerne The Doors hört, müsse man Jim Morrison mögen. Das stimmt nicht. Zum Beispiel finde ich ihn nicht besonders gutaussehend und attraktiv (ok, bis auf die Hüften, als er noch schlank war - aber das Gesicht ist doch wirklich gruselig). Vielleicht habe ich aber auch nur so ein gespaltenes Verhältnis zu ihm, weil ich in meinen ersten vier Schuljahren einen Mitschüler hatte, der genauso wie ein kleiner Jim Morrison aussah. Er hatte dieselben Schlupfaugen, dasselbe flache Gesicht und denselben Trotzmund. Außerdem auch noch genau die gleiche Frisur, was die Eltern wohl absichtlich so wollten. Er war ein Rabauke wie Jim Morrison, nur an Intelligenz mangelte es ihm völlig (ganz im Gegensatz zum Vorbild). Ich mag zum zweiten die Stimme und den Gesang von Jim Morrison nicht besonders, sondern war schon immer der Meinung, daß viele der Doors-Songs instrumental sehr gut kommen, weshalb ich mich meistens mehr auf die Begleitung konzentriere. Das ist ungefähr so wie bei den Wagner-Opern, nur mit dem Unterschied, daß bei den Doors der Gesang die Songs nicht sehr viel schlechter macht und man das halt wegen der Lyrics akzeptiert. Allerdings gibt es auch hier eine einzige Ausnahme, nämlich diese paar Zeilen "When the music's over, when the music's over, yeeeeaaaaahhh....turn out the lights, turn out the lights", von ihm gesungen mit diesem Timbre wie tropfender zähflüssiger Sirup in der Stimme, die ich immer wieder hören könnte.

Freitag, 7. November 2008

Doppelte Rezeption

In der Zeit von März 2003 bis 2011 stehen Uranus und Neptun in Rezeption: Uranus, der Herrscher von Wassermann, durchläuft in diesen Jahren das Fischezeichen, während Neptun, der Herrscher der Fische, im Wassermann weilt. Das an sich ist noch nicht so aufregend. Das wird es erst, wenn in ca. zwei Jahren beide Planeten auch in Rezeption in Bezug zu meinen Radixhäusern stehen: Uranus als Herrscher des 8. Hauses im 9. Haus und Neptun als Herrscher des 9. Hauses im 8. Haus. Spannend!

Traumsplitter

Einen grünen Apfel (wahrscheinlich Granny Smith - meine Lieblingssorte) gegessen, Bissen für Bissen. Den süß-sauren saftigen Apfelgeschmack noch nach dem Aufwachen im Mund gespürt.

Ich erhalte von Traumzeit einen Kommentar in meinem Weblog, der von Stalin handelt. Erst wundere ich mich darüber. Habe ich überhaupt jemals über Stalin geschrieben? Ich lese meinen Eintrag selbst noch einmal. Ich habe ihn flüchtig nur für mich hingerotzt und er enthält nicht den Namen "Stalin". Trotzdem hat sie den Inhalt wohl richtig erraten. Auch der Kommentar an sich ist recht interessant. Weniger wegen des Inhalts als wegen seines Aufbaus. Er beginnt mit einer Frage. Danach schreibt sie, daß sie nicht bewaffnet ist, bzw. sich entwaffnet hat und dies als sehr wohltuend empfindet, wenn sie Kommentare gibt. Erst danach beginnt der eigentliche Kommentar. Ich denke bei mir, daß sie die Sache ziemlich raffiniert angeht, denn diese Art, Kommentare zu beginnen, ist sozusagen entwaffnend.

Meine Mutter enthüllt mir, daß sie Krebs hat, Brustkrebs. Sie gesteht auch, daß sie es bereits eine ganze Weile weiß, es mir gegenüber aber bisher verschwiegen hat. Ich frage nach Stand der Dinge, Behandlung usw. Angeblich ist sie in Behandlung. Sie trägt ein schmutzigweißes Oberteil. Über ihrer linken Brust zeichnet sich ein kleiner, bräunlich nässender Fleck ab. Auch die Konsequenz für mich wird mir klar - also nicht nur meine Großmutter.

In einem Park mit einem verwitterten altertümlichen Haus. Das Haus hat zwei Balkone, einen links und einen rechts an der Fassade, wobei der linke nicht ganz so weit hervorsteht wie der rechte. Ich stehe genau unter einem der Balkone und frage mich, ob der wohl noch trägt oder womöglich jeden Moment herunterkommt. Aber nein, das Haus sieht zwar verwittert aus, aber nicht verfallen. Der Balkon dürfte also keine Gefahr darstellen. Ungewöhnlich ist, daß ich, wenn ich hochblicke, eine eingemeißelte Schrift auf der Unterseite des Balkonbodens erkennen und entziffern kann. Auch der zweite Balkon ist "beschriftet". Leider habe ich mir die Worte nicht gemerkt.

Bauchmuskeltraining der fortgeschritteneren Art

Die gestrige neue Übung für die schrägen Bauchmuskeln, die ein wenig an einen strampelnden Käfer auf dem Rücken erinnerte, war schon erheblich anspruchsvoller als die früheren. Dies merke ich daran, daß ich fast den Anflug eines Schweißausbruches zu verspüren meinte, während ich mit Oberkörper und Beinen in der Luft zappelte, und daß ich mich heute fühle, als hätte mir jemand einen Schlag in die Rippen gegeben. Die Physiotherapeutin versprach mir freudig, daß wir diese Übung auch im Gruppenkurs machen werden. Ich kann es kaum erwarten. *ächz*

Donnerstag, 6. November 2008

Turn out the lights, turn out the lights

Turn out the lights, turn out the lights

Mittwoch, 5. November 2008

When the music's over

When the music's over

turn out the lights...

Am Rheinfall (hoffentlich mit H), zartgrünes Bambuspapier und ein zahmer Grünfink

Ein Familienausflug in eine Stadt mit Wasserfall. Meine Mutter, meine Schwägerin, mein Bruder und meine Tante sind dabei. Ich sehe die Stadt zuerst von oben, als würde ich über ihr schweben. Man sieht den sogenannten Rheinfall, einen sehr großen Wasserfall, sogar der Größte in Europa, wie ich im Traum weiß. Über diesem Rheinfall hängen zur Vergnügung runde, reifenartige Schaukeln, in welche man sich setzen kann. Sie sind angeordnet wie ein großes Mobile, schlenkern hin und her oder drehen sich um sich selbst. Zum Schluß kann man von der Schaukel abspringen, direkt in den Wasserfall hinein. Meine Schwägerin ist sofort begeistert und möchte das machen. Sie sagt, wir brauchen nur ein paar Boote, falls jemand nicht schwimmen kann. Noch einmal werfe ich einen Blick von oben auf die Stadt. An drei Stellen leuchtet ein Licht, als wären einige Häuser riesige Lampen. Unter anderem fällt mir eine langgestreckte Halle auf, die wohl schon aus früheren Jahrhunderten stammt. Sie ist ebenfalls stark beleuchtet und trägt zwei Kuppeln, die einen warmen, gelblichen Schein ausstrahlen. Nun befinden wir uns mitten in der Stadt. Zuerst halten wir uns in einem Lokal auf, welches eigentlich nicht geöffnet hat, aber trotzdem offen steht. Es ist Tradition, daß sich dort müde Gäste an den Tischen ausruhen und ihre mitgebrachten Stullen essen können. Ein Streit bricht zwischen zwei Männern aus und es geht hoch her. Wir ziehen weiter durch die Gassen der Altstadt. Diese Gassen sind wirklich sehr eng und beiderseits an den Häusern befinden sich alte schmiedeeiserne Schilder, ab und zu auch Marktstände, an denen man sich vorbeidrängeln muß. Bald haben wir einen Aufsichtspunkt auf Treppen erreicht, links von uns die langgestreckte, große Halle. Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt und ich mache Fotos vom Panorama, zuerst mit der Digitalkamera, aber ich habe auch die analoge Pentacon mitgeschleppt, mit der ich nun die gleichen Bilder machen möchte. Leider habe ich den Film noch nicht eingelegt und das jetzt auf der Tteppe zu machen, ist mir irgendwie zu fummelig, weshalb ich die Kamera resigniert zuklappe. Allerdings habe ich in ihr noch ein Stückchen belichteten und entwickelten Film gefunden. Genau drei Negative, welche Zwillinge (?) zeigen. Bin ich der eine Zwilling? Die Bilder müssen uralt sein. Ich beachte sie nicht weiter. Jetzt wird wieder der Rheinfall aktuell. Wir betreten das Gebäude, von dem aus es zu den Schaukeln und zum Wasser geht. Man läuft hier über erhöhte Gänge und schaut seitwärts hinunter auf riesige Badewannen mit Wasser. Die Badewannen sehen wie ganz normale weiße Badewannen aus, scheinen aber für haushohe Riesen gemacht worden zu sein. Man bekommt das Gefühl, daß jeden Moment solch ein Riese herbeikommt und sich in eine der Badewannen legt. Dabei sind diese eigentlich für die Besucher gedacht. Eine ist zum Tauchen, eine zum Sprudeln usw. Nur daß hier nirgendwo ein Besucher zu sehen ist. Wir sind die Einzigen in diesem Haus und mein Bruder zeigt begeistert auf die einzelnen Wannen, während ich skeptisch bleibe und mir der Gedanke unangenehm ist, in einer dieser Badewannen zu schwimmen oder zu tauchen. Wir verlassen das Gebäude wieder und landen in einem Shop, in welchem ganz besonderes Zeichenpapier in Stapeln aufgeschichtet ist. Es ist Bambuspapier und man bekommt es in vielen Variationen und Größen, auch mit zarten Tönungen. Mir gefällt besonders das Papier mit zartgrüner Tönung. Eigentlich habe ich ja das Zeichnen aufgegeben, aber diese reinen, leeren Papierblöcke reizen mich. Ob ich einen mitnehmen sollte?

In der nächsten Traumsequenz finde ich in meinem Zimmer einen Grünfinken. Ich vermute, daß er sich einfach verflogen hat und ganz schnell flüchten wird, aber überraschenderweise trippelt er stattdessen auf mich zu. Er kommt so nah, daß er meinen Schuh berührt und ich halte ihm einen Finger hin. Vorsichtig pickt er daran herum, als suche er Kontakt und streicht mir jetzt fast wie eine Katze um die Beine. Ich beginne ihn zu streicheln und er scheint es tatsächlich zu mögen. Könnte es sein, daß der Grünfink mein Haustier sein möchte? Ich bekomme fast den Eindruck, er legt es darauf an.

Bemerkung: Aus der Wikipedia habe ich gerade gelernt, daß es wirklich einen Rheinfall gibt und dies tatsächlich der größte Wasserfall in Europa ist. Ich schwöre, ich habe das bisher nicht gewußt. Stattdessen habe ich an meinem Traum gezweifelt und gedacht, na ja, wer weiß, vielleicht der größte Wasserfall Deutschlands oder so (dabei liegt er aber gar nicht in Deutschland). Da sieht man mal wieder, daß auf Träume Verlaß ist. Ich staune aber auch jedesmal, an welchen Orten ich mich nachts so herumtreibe, die ich eigentlich gar nicht kenne und die es dann wirklich gibt. Kyritz habe ich ebenfalls so kennengelernt. Jetzt frage ich mich nur noch, was es mit diesen Schaukeln über dem Wasserfall auf sich hat. Die wird es ja wohl in Wirklichkeit nicht geben.

Es tut mir sehr leid,

aber ich kann die allgemeine Euphorie über den Wahlsieg von Barack Obama nicht teilen. Zwar halte ich ihn für das kleinere Übel, aber mehr auch nicht. Und das liegt nicht daran, daß er farbig ist - würde Louis Armstrong noch leben und hätte kandidiert, was ja auch unter Unterhaltungskünstlern vorkommen soll, hätte ich keinerlei Bedenken. Aber Barack Obama ist mir irgendwie nicht geheuer, ich könnte jedoch nicht benennen, woran das liegt. Er ist ebenso glatt wie seine Wahlkampfmethoden und der Ehrgeiz, der in ihm steckt, muß immens sein. Wobei das bei amerikanischen Präsidenten sicher nichts Neues ist, aber trotzdem - ich glaube rein intuitiv, er ist noch einen Zacken schärfer als manch anderer. Ich weiß, dies ist ein völlig unqualifizierter Beitrag zu diesem Thema, aber ich schreibe ja hier sowieso keine qualifizierten Beiträge, wie allgemein bekannt ist.

Dienstag, 4. November 2008

Am Brunnen

Am Brunnen

Unter Wölfen

Manchmal fühle ich mich, als befände ich mich mitten unter Wölfen, die nur darauf warten, daß ich irgendeinen Fehler mache, um sich dann sofort auf mich zu stürzen. Das Problem ist allerdings, daß ich einfach zu gut bin, was zwar nicht bedeutet, daß ich keine Fehler mache, aber in Verbindung mit meinen Leistungen zumindest von der Leitung noch niemanden gestört hat. Man weiß, was man an mir hat, trotz der Schwächen, die auch ich in einigen Bereichen, die nicht zu meinen Fähigkeiten gehören, an den Tag lege. Ich habe den Eindruck, daß dies manchen ein Dorn im Auge ist, ebenso wie die Tatsache, daß ich für mich gekämpft habe, um nicht weiter wie ein alter Schindergaul ausgebeutet zu werden. Wenn ich trotz dieser kleinen gewonnenen Freiheit noch immer mehr Leistung bringe als manch anderer, so spricht das eigentlich nur für mich, finde ich. Trotzdem bleiben die Neider nicht aus und so sehr ich sie verstehen kann, so kann ich ihnen doch den Weg nicht abnehmen, selbst für sich einzutreten und zu handeln, wie auch immer das dann aussieht. Sie sehen nur die paar Privilegien, die ich jetzt genieße, aber nicht das, was ich dafür auf mich genommen habe und wie ich mich durchsetzen mußte, um überhaupt ernst genommen zu werden. Jedem steht es frei, den gleichen Weg zu gehen oder es zu lassen. Dann sollte er sich aber auch nicht beschweren, wenn er nichts geschenkt bekommt. Niemand bekommt in diesen Zeiten etwas geschenkt. Das Einzige, was man mir vorwerfen kann, ist - wie nennt man das heute? - mangelnde Teamfähigkeit. Das bedeutet nicht, daß ich unsozial, unfreundlich oder rücksichtslos wäre, im Gegenteil, es bedeutet einfach nur, daß ich meine Ruhe haben will. Es gab Zeiten in meinem Leben, da habe ich alles getan, um so zu sein wie andere, um möglichst nicht aufzufallen oder anzuecken. Da war ich sehr teamfähig. Bis ich gemerkt habe, daß es viel zu viel Kraft kostet, etwas anzustreben, wenn es nicht wirklich dem entspricht, was man ist oder möchte. Das Leben ist zu kurz und weder habe ich Lust, ständig Verantwortung für andere zu übernehmen und deren Arbeit zu machen, nur weil ich weniger Ellenbogen habe, noch meine Freizeit mit Leuten zu teilen, die mich nicht so akzeptieren wollen oder können wie ich bin, bzw. mir etwas neiden und nur darauf warten, etwas zu finden, womit sie an meinem Image kratzen können. Manchmal ist mir dieses Interesse an meinen Fehlern, aber auch dahingehend suspekt, daß ich mich frage, womit ich so viel Interesse eigentlich verdient habe. Ich bin doch im Grunde so völlig uninteressant und harmlos...