Mein Bruder am Telefon.
Ich sage: "Schön, daß du angerufen hast."
Er, leicht leidend: "Na wir sind ja schließlich immer noch Geschwister, oder nicht?"
Ich: "Wieso? Willst du mich nicht mehr als Schwester haben?"
Er: "Doch, doch, ist schon ok."
Sogar die Lehren müssen mit Dualismen arbeiten - etwa um eine Hinwendung zur Tugend und einen Widerwillen gegen Untugend zu erzeugen -, und hier wird der Dualismus der Unwissenheit als Mittel zur Überwindung der Unwissenheit eingesetzt. Unsere Einsicht muss sehr subtil werden, und sehr leicht kann man hier in die Irre gehen. Deshalb ist Praxis so wichtig, damit wir zu unmittelbarer Erfahrung kommen, anstatt nur ein weiteres Begriffssystem zu entwickeln, das dann ausgestaltet und verteidigt weden muss.
(aus: "Übung der Nacht" von Tenzin Wangyal Rinpoche)
Nachdem ich im September ein neues Notebook gekauft habe, bin ich ja nun auch Vista-Nutzer und ich muß sagen, es nervt doch schon gewaltig. Das seltsame Startmenü, für das man einen Geduldsfaden wie Drahtseile braucht, habe ich gleich zu Beginn rausgeschmissen, aber schlimmer, als daß Vista so langsam ist, ist vor allem, daß es ständig einfriert, egal was man macht. Das ist echt toll, wenn man gerade nur etwas schreibt, in den Editor, also noch nicht einmal großartige Software geladen hat, und plötzlich nichts mehr geht, nicht einmal der Taskmanager. Das hat mich regelrecht zur Verzweiflung gebracht und siehe da....ich scheine nicht der einzige mit dem Problem zu sein. Wenn man googelt, findet man Massen von Leute, denen Vista ebenfalls immer einfriert, nur scheint es nicht wirklich eine einheitliche Lösung dafür zu geben, falls überhaupt eine. An XP gab es zwar auch Sachen die genervt haben, aber ehrlich gesagt, das mit dem Einfrieren, was ja nun der absolute Gau ist, da alles verloren, was man gerade gemacht hat, ist mir da nicht ein einziges Mal passiert. Seit September versuche ich deshalb schon dem Verursacher von diesen Frostanfällen auf die Spur zu kommen. Später installierte Software kann es nicht sein, da dies bereits vorkam, als noch nichts weiter installiert war. Service Pack 1 hat auch keine Abhilfe gebracht. Ich hatte außerdem Grafik- und Soundtreiber in Verdacht und hab einige andere bzw. neuere probiert, wobei man als Notebookbesitzer nicht allzu viel Auswahl hat. Dann dachte ich, ich gehe doch mal diesen neuartigen Vista-Features wie Superfetch und ReadyBoost nach. Wenn man dazu googelt, findet man verschiedene Meinungen. Aber die Computerzeitschriften und andere Experten schreiben in der Regel alle, daß man diese Sachen nicht abschalten sollte, da sie Vista tatsächlich beschleunigen (es gibt sogar Messdaten im Vergleich zu XP). Ich dachte natürlich, die müssen ja wissen, wovon sie schreiben, und ließ die Finger davon. Gestern habe ich es aus Verzweiflung doch gemacht und die entsprechenden Dienste auf manuell gestellt. Als ich das Notebook neu startete, legte das ganze Betriebssystem einen raketenartigen Start hin, sogar mit Vista-Sidebar, daß ich nur noch ungläubig auf den Monitor starrte und dachte: "Wie jetzt?..... Schon fertig?" So viel Geschwindigkeit bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Und vor allem, seit gestern Nachmittag läuft die Kiste, ohne sich ein einziges Mal aufgehängt zu haben. Ich will mich nicht zu früh freuen, aber wenn ich sehe, wie schnell das System und die Programme jetzt starten, frage ich mich, wie die Computerexperten wohl ihre angeblichen Tests machen. Ich mein, ich sitze zwar nicht mit der Stoppuhr daneben, aber ich krieg das sogar ohne jede Uhr mit, daß es jetzt schneller geht.
Für das höhere Selbst gestaltet sich der Versuch, mit dem normalen Wachbewußtsein zu kommunizieren, ebenfalls sehr schwierig. Es ist etwa so, als würde Einstein versuchen, einem Fünfjährigen die Prinzipien der Nuklearphysik zu erläutern.....Das Ego wird möglicherweise tief in die Trickkiste greifen. Wenn Sie ernsthaft versuchen, es aus Ihren Träumen zu verbannen, fängt es vielleicht an, Ihre Träume zu manipulieren und seine eigene Tagesordnung in Ihr Unbewußtes zu projezieren....
Nicht jeder Traum muß genau identifiziert werden, doch oft ist es wirklich wichtig, den Unterschied zwischen einem intensiven, jedoch vom Ego gesteuerten Traum und einem vom Göttlichen beeinflußten Traum zu erkennen....
Doch je mehr Sie versuchen zu verstehen, bevor Sie erfahren haben, um so seltener werden Sie echte Erfahrungen machen. Es funktioniert nur, wenn Sie zuerst erfahren und dann später versuchen, sich die Dinge zu erklären, und selbst dann sind die Erklärungen meistens nicht sehr brauchbar....
Beim Traum-Yoga wird empfohlen, auf der linken Seite zu schlafen (mit einem angezogenem Bein, um den Bauch zu entspannen), das rechte Nasenloch mit dem linken Handrücken zu verschließen und die ganze Nacht durch das linke Nasenloch zu atmen, um zu erreichen, daß nur der spirituelle Energiestrom aktiv ist und den physischen Körper sowie die verschiedenen geistigen Ebenen regeneriert. Diese Schlafposition beeinflußt auch die Trauminhalte.
(aus "Praxis des Traum-Yoga" von Swami Sivananda Radha)
Hypnagog: Ein alter Mann mit langem grauen Bart und schwarzen, leeren Augenhöhlen.
Im Traum mache ich mich an die Vermessung der Träume, indem ich die Bilder wie in einer Art Rahmen sehe und als äußeres Ich diese Bilder mit einem Lineal nachmesse. Dabei habe ich alle Dimensionen zur Verfügung, ich kann also nicht nur horizontal oder vertikal messen, sondern auch innerhalb der Traumbilder alles messen, bzw. in die Tiefe der Träume der gehen. Seltsamerweise kommt beim Messen immer die Zahl Sieben heraus, was mich etwas verwundert. Hinter dem Rahmen der Bilder bildet sich nun ein zweiter Rahmen. Der Traum ändert sich dahingehend, daß der erste gesichtete Rahmen, mir als der Rahmen einer neuartigen Computersoftware bewußt wird. Diese Software installiert sich unten in der Taskleiste und zeigt in diesem Rahmen mit Hilfe einer Webcam alles an, was man selbst sieht, allerdings gereinigt von allen Vorstellungen und subjektiven Eindrücken. Also besser gesagt zeigt die Software, was man nicht sieht, wenn man irgendwo hinschaut, nennt sich aber "Was man sieht". Irgendwie finde ich diese Software ziemlich cool.
Auch in den späteren Träumen kommt die Zahl Sieben immer wieder vor. In einem entscheide ich spontan, wieder zum Kunstunterricht bei meinem früheren Kunstlehrer zu gehen. Dazu muß ich einfach den Ort wiederfinden, indem ich in Prenzlauer Berg eine bestimmte Straße hinunterlaufe. Dort suche ich sowohl den Kunstunterricht, als auch einen Laden, in dem ich sieben Jahre nicht mehr war. Die Schule findet sich schnell (wobei der Ort mehr an den Zeichenzirkel erinnert, mit dem mein Kunstlehrer nichts zu tun hatte) und ich setze mich einfach so zu den anderen hinein, als wäre nichts gewesen. Mein Kunstlehrer kommt, schaut über seine Brille und obwohl er nichts sagt und ebenso tut, als wäre nichts gewesen und als hätte nie eine Unterbrechung stattgefunden, spüre ich, daß er sich freut. Ich fühle mich willkommen und geschätzt. Mein Blick fällt auf meine nackten Unterarme, die von blonden feinen Härchen übersät sind und zwischen ihnen ein Heft, in welchem ich bereits irgendwelche Mitschriften gemacht habe. Es macht Spaß wieder zu lernen. Eine kribbelnde vorfreudige Spannung macht sich in mir breit.
Sieben (Zahl)
Assoziation:
- In die Form gebrachte Energie; Wachstumszyklen; Disziplin.
Fragestellung:
- Was bin ich zu lernen bereit?
Allgemein:
Die Sieben war im Altertum eine heilige Zahl und nach uralter Geheimlehre hat die Zahl höchste magische Gewalt. Sie war ein Symbol für den Kosmos, der von sieben Planeten, nämlich Sonne, Mond, Saturn, Jupiter, Mars ,Venus und Merkur beherrscht wurde. Die Sieben hat auch eine dynamische Bedeutung. Die Woche hat sieben Tage, der Mondzyklus besteht aus viermal sieben Tagen, der Regenbogen zeigt sieben Farben. In der Esoterik wird die Symbolbedeutung der Sieben damit erklärt, daß sie sich aus der Zahl Drei, dem Bild für schöpferische Geisteskraft und der Vier, dem Ganzheitssymbol zusammensetzt. Im Traum steht die Sieben meist als Bild für eine Veränderung, eine Persönlichkeitswandlung des Träumenden. Sie symbolisiert die Vollendung einer Arbeit (der siebte Tag der Schöpfung!), aber sie kann ebenso auf die wunderbare Wandlung des eigenen Ich hinweisen. Die Zahl gibt manchmal auch den Hinweis, man möge seine "sieben Sachen", sein Besitz, besser zusammenhalten. Hier und da macht das Unbewußte ebenso darauf aufmerksam, daß die Woche nur sieben Tage hat, übersetzt: Man sollte stets die Zeit nützen und jede Woche sich wenigstens einen Ruhetag gönnen.
Volkstümlich:
(ind. ) : - Glück. (Siehe auch "Zahlen")
wenn man in schlechter Stimmung ist? Man schreibt. Manchmal habe ich das Gefühl, beim Schreiben spielt sich dasselbe ab, wie man es dem Laufen nachsagt, nur daß ich persönlich beim Laufen noch nie irgendwelche Glücksgefühle verspürt habe. Jedenfalls endete das alte Jahr mit einem Roman und das neue beginnt mit einer Novelle. Zumindest theoretisch soll es eine Novelle werden, ob das Ergebnis dann auch praktisch so ausfällt, wird sich zeigen. Genaugenommen hatte ich damit in Ansätzen schon im Sommer begonnen und die Idee entstammt einem Traum von mir, zusätzlich inspiriert durch dieses Bild.
wenn man genau am ersten Tag des Jahres einen Teller fallen läßt und zerdeppert? Bringen Scherben auch Glück, wenn einem das Teil mit der schmalen Kante genau auf den großen Zeh fällt (der Zeh ist noch dran)? Eigentlich hatte ich gar nicht vor, ins neue Jahr zu poltern, und jetzt habe ich es doch gemacht. (Ich hätte im Bett bleiben sollen, wie ursprünglich geplant.)
Eine petrolblaue Spinne hängt an einem Faden von meiner Nasenspitze herunter und krabbelt nach oben. Wahrscheinlich ist ihr Ziel mein Nasenloch. Ich eile deshalb zu einer Arzthelferin, damit sie mir die Spinne abnehmen kann, bevor sie es erreicht hat. Das tut diese vorsichtig mit einer Pinzette und dann schreibt sie einen lateinischen Namen auf, irgendetwas mit U.... beginnend. Das ist wohl der Name der Spinne.
Mein Bruder, ich und viele Bücher
Eine ehemalige Kollegin vom alten Arbeitsplatz (D.B.) mit der ich bei irgendeinem großangelegtem Rätselspiel mit Schnitzeljagd mitmache.
Ein ganz wundervoller großer Schrank, der in meinem Dienstgebäude steht. Er ist bunt wie der Regenbogen und über und über mit leuchtenden Intarsien und Schnitzereien verziert. Vielfarbige Schmetterlinge, Papageien, Pflanzen und Ranken gehen ineinander über. Links trägt er drei kleine rechteckige Spiegel. Was für ein phantasievoller, schöner Anblick. Ich will diesen Schrank fotografieren, doch als ich dies später tue, stelle ich fest, daß ein Großteil des farbigen Lebens verschwunden ist. Nur noch ein kleiner Teil an der linken Seite "blüht". Der Rest wurde zerstört und grau überstrichen. Was für eine Schande! Die Leute aus meinem Büro und mein Arbeitgeber machen auch vor gar nichts Halt!
Bemerkung: Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß dieser bunte Schrank ich bin.
Frage: Warum trägst du deine Armbanduhr immer links?
Weil ich so schreiben und gleichzeitig auf die Uhr schauen kann ohne abzusetzen. Besonders während Schule und Studium ist das viel praktischer, aber auch heute muß ich nicht erst absetzen und umständlich den Arm drehen, wenn ich zum Beispiel die Zeit notieren will.
Herr N. sagt zu mir, daß er gerne etwas hätte und sich wünscht. Ich beschwichtige ihn, indem ich sage, daß es damit schon noch klappen wird. Doch nun suche ich selbst etwas. Ich suche zuerst in meiner Erinnerung nach einem Gedicht, welches ich vor langer Zeit einmal auswendig gelernt habe. Es ist nicht nur ein Gedicht, sondern eine Art gereimte Formel, eine Schatzkarte, die mich irgendwo hinführen kann. Leider will mir nicht ein einziger Reim mehr einfallen, dabei müßte doch das alles irgendwo noch in meinem Gehirn sein. Aber so viel ich auch in meiner Erinnerung krame, ich kriege es einfach nicht mehr zusammen. Deshalb suche ich jetzt nach dem Zettel, auf dem dieses Gedicht stand. Er muß doch noch irgendwo hängen oder liegen. Aber auch diese Suche ist umsonst. Eine Frau kommt mir zu Hilfe, die dieses Gedicht im Hintergrund aufsagt, was mir nicht viel nützt, da es zu lang ist, um sich das alles zu merken, selbst wenn man es einmal auswendig wußte. Das Gedicht geht ungefähr so:
Zehn Schritte zu den Buchen
dort sollst du nicht suchen
Kehr die Nase nach Osten
folge den laufenden Pfosten usw.
aber alles noch sehr viel länger. Ärgerlich, daß es mir nicht mehr einfallen will, denn genau jetzt bräuchte ich es.
Der gesamte Traum spielt an wechselnden Orten, aber hauptsächlich in den Parks von Babelsberg. Einmal treffe ich in einem Park einen majestätischen, männlichen Löwen, der hinter einem Felsen sitzt. Eigentlich müßte ich die Wiese überqueren, aber ich denke mir, ich bin doch nicht lebensmüde, jetzt da entlangzugehen, wenn der Löwe dort frei herumstreift. Schließlich versuche ich es doch, als der Löwe abgelenkt ist, und schleiche mich hinter seinem Rücken über die Wiese.
Daß Hormone den Männergeschmack beeinflussen ist inzwischen bekannt. Bekannt ist an sich auch, daß Hormone die Geschmacksknospen beeinflussen, zumindest während einer Schwangerschaft. Darüber, wie die Pille die Geschmacksknospen beeinflußt gibt es vielleicht schon Untersuchungen, aber ich konnte dies gerade aus eigener Anschauung feststellen. Jeder Mensch hat ja so eine Art Geschmacksplan, der sich in der Kindheit aufbaut, der sich aber mit den Jahren ändern kann. Wie sehr solche an sich belanglosen Veränderungen mit dem biochemischen Gleichgewicht im Körper zusammenhängen, wird einem erst klar, wenn man es selbst erlebt und läßt einen nur noch mehr darüber staunen, wie so ein Organismus funktioniert und selbst auf winzigste Veränderungen reagiert.
Ich aß früher unheimlich gerne Dosenananas und konnte mit rohem Fisch überhaupt nichts anfangen. Der schmeckte für mich nach gar nichts. In den letzten Jahren veränderte sich mein Geschmack dahingehend, daß ich keine Dosenananas mehr essen konnte, weil ich die ekelhaft süß fand, mich aber immer fragte, ob die früher auch schon so süß gewesen sei, denn das war mir nie so vorgekommen. Stattdessen entdeckte ich meine Vorliebe für Sushi und rohen Fisch, was für mich ebenfalls ziemlich überraschend war, da ich nicht erwartet hätte, daß mir sowas noch einmal schmecken würde. Ich schob das dann halt auf das Alter. Doch jetzt kommt der Hammer: In einer dreimonatigen Pillenpause in diesem Jahr kehrte sich das ganze Ding wieder um. Ich aß tonnenweise Dosenananas und schon bloß beim Gedanken an rohen Fisch wurde mir schlecht, weshalb ich dachte, meine plötzliche Vorliebe für Sushi sei genau so plötzlich wieder verschwunden. Witzigerweise wunderte ich mich auch darüber, daß die Ananas auf einmal gar nicht mehr so süß schmeckt und dachte, ich hätte eine besonders gute Sorte erwischt. Wie sehr ich dabei einer biochemischen Illusion erlegen war, wurde mir gestern klar, als ich eine Dose Ananas wegschüttete, die mir unerträglich süß vorkam und es handelte sich um ganz genau dieselbe Sorte, die ich in den drei Monaten massenhaft verzehrt hatte. Außerdem denke ich wieder mit Appetit an rohen Fisch und aß heute Sushi, ohne daß ich es eklig fand. Es scheint also tatsächlich so, als seien die Hormone daran schuld, wenn ich plötzlich gerne rohen Fisch esse und die meisten Nahrungsmittel/Konserven aus dem Supermarkt als viel zu süß empfinde. Das sind sie zwar auch wenn ich keine Hormone nehme, aber da fällt es mir nur halb so stark auf und stört mich weniger. Es ist beinahe so, als würde mein Geschmack feiner und empfindlicher werden, weshalb ich dann natürlich Nahrungsmittel mit feineren Aromen bevorzuge, die für mich "pillenlos" eigentlich nach nichts schmecken würden.
greifen wieder um sich, also werde ich dieser schönen Tradition auch mal folgen:
Eine neue feste Stelle, aber zwiespältige Gefühle dazu,
mehr Arbeit,
ein neues Notebook,
ein neues Rückenleiden
und mehrere Katastrophen,
ein fertiggestellter Roman.
Das ganze Jahr war eine Gratwanderung zwischen Lachen und Weinen, ein Wolkenvertreiben inmitten eines ständigen Wolkenbruchs.
Der beste Kauf:
Das Internetradio - ich finde es immer noch jedes Mal genial, wenn ich in der Küche einfach so jede mp3 von meinem Computer und jeden Radiosender hören kann, ohne daß ich irgendwas verkabeln oder in die Ohren stecken muß.
Meine Mutter arbeitet im Traum noch in ihrem Verlag und nimmt mich, wie sie es in meiner Kindheit oft getan hat, mit zur Arbeit. Es findet eine Verlagsbesprechung statt, denn nicht nur das Redaktionsteam, sondern noch viel mehr Leute haben sich im Zimmer versammelt. Ich sitze mitten drin und werfe auch immer wieder ein paar Bemerkungen ein, obwohl ich gar nicht gefragt bin, aber anscheinend stört es niemanden. Doch eigentlich interessiert mich die Besprechung nicht besonders und ich höre nur mit halbem Ohr zu, da mich viel mehr die Bücher interessieren, die rund um die Schreibtische in niedrigen Regalen stehen. Aufmerksam studiere ich deren Buchrücken. Die Besprechung ist nun vorbei und beim Aufstehen fällt mein Blick auf eine Garderobe auf der ein Riemen mit einer Grubenlampe liegt. Diese Grubenlampe gehört zur Arbeitsausstattung der Verlagsmitarbeiter, allerdings fällt mir auf, daß meine Mutter keine hat. Diese auf der Garderobe gehört ihrem Kollegen im Zimmer. Warum man für die Verlagsarbeit Grubenlampen braucht, ist mir schleierhaft. Als ich den Flur betrete, kommt mir eine durchsichtige, kopflose Gestalt entgegen. Ich realisiere sofort - das muß ein Geist sein! Schnell verstecke ich mich hinter der Tür, doch der Geist hat mich gesehen und betritt das Zimmer. Nun hat er wieder ein Gesicht, in fürchterliches, schaut mich direkt an und erteilt mir irgendeinen Auftrag oder eine Aufgabe. Was das für eine war, habe ich jedoch vergessen, da ich im Traum trotzig dachte, ich laß mich doch nicht von so einem Verlags-Geist erpressen!
Witzige Wasserspeier am Dom zu Naumburg, ein Mönch und eine Nonne halb aus dem Turmfenster stürzend. Leider finde ich im Netz dazu keine Fotos, anscheinend kommen da nicht viele Fotografen hin. Deshalb hier aus dem Büchlein "Licht im Verborgenen" von Anneliese Hertzsch gescannt.
"Im Grenzbereich zwischen Halten und Fallen, in einer immerwährenden Schrecksekunde hat der Naumburger Meister sie verharren lassen."
Wie ein Weihnachtsmann bepackt kam ich heute zu Hause an, allerdings nicht nur wegen der Geschenke, ich hatte auch wieder jede Menge Bücher aus der alten Bibliothek dabei, die ich sowieso noch hätte abholen müssen. Die Künstlerin war heute sehr freigiebig und breitete ca. 10 selbstgetöpferte Stücke auf dem Tisch aus, die sie alle verschenkte. Jeder durfte sich aussuchen, was er haben wollte. Mir gefiel spontan diese Schale am besten,
weil sie so ein bißchen aussieht, als hätte man sie gerade aus einer Aztekenstadt ausgebuddelt. Außerdem wählte ich auch noch diese:
Einen schönen Schal bekam ich geschenkt,
und diesmal statt eines Weihnachtsmannes aus Schokolade einen aus Kuchen.
Einiges von meiner Amazon-Wunschliste ist abgearbeitet und einen Termin für einen Computer-Crashkurs (natürlich nicht einen Computercrash-Kurs, das ist die leichteste Übung) für meine Schwägerin brachte ich mit, den ich ihr geben soll, da sie so vieles nicht wisse, z.B. wie sie ihre Bilder auf dem Computer speichert. Ich fühlte ein wenig vor und fragte sie nach ihrem Windows-Explorer. "Äh, was für'n Ding? Ja, ich sage jetzt mal, daß ich sowas habe." Sie bestand darauf, daß ich an einem Sonntag gleich ganz früh komme, damit wir den vollen Tag Zeit haben (den wir wohl auch brauchen werden) und sie ist Frühaufsteherin. Aber was tut man nicht alles für die Verwandtschaft.
auch weil ich endlich mal wieder dazu komme, Filme zu entwickeln. Gehe ich arbeiten und bin abends fertig, habe ich wenig Lust, mich in ein rabenschwarzes Bad zu sperren und beim Filmeaufspulen vielleicht einzuschlafen. Diesmal testweise ein ISO 3200 - Film unter schlechtesten Lichtbedingungen verwendet, da ich für die alte 50iger Jahre-Spiegelreflex weder Blitz noch Lampen habe. Es ist trotzdem erstaunlich, wieviel man mit so wenig Licht noch auf den Film bekommt, auch wenn das Korn schon Nebelqualitäten aufweist.