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Dienstag, 28. April 2009

Der Bookrix-Schreibwettbewerb

läuft noch bis zum 03.05.2009 und ich könnte noch ein paar Pokale (Abstimmungen) gebrauchen. Ok, ich steh zwar eh unter "ferner liefen", aber es sieht einfach besser aus. ;o) Wer also einen Bookrixaccount hat und mir eine Abstimmung spendieren möchte, sollte sich ranhalten. Ich gebe zu, es ist nicht gerade meine beste Geschichte, aber sie paßte so gut zum Thema. Besser als zum Thema "Öffentliche Verkehrsmittel". Zu einem so lautenden Kurzgeschichtenwettbewerb hatte ich sie nämlich bereits einmal eingeschickt, aber ohne Erfolg. Das sehe ich auch ein, denn eine Leiche auf dem Bahndamm ist sicherlich nicht sehr imagefördernd. Doch immerhin hat der Zug nur fast Verspätung. (Kann man mir deshalb Realitätsfremdheit vorwerfen?) *gg*

In fremden Schuhen

Durchbruch

Durchbruch

Der beste Grund für mich

ein Produkt NICHT zu kaufen, sei es Eis, Joghurt, Kekse oder was auch immer, sind Schokostückchen. Ich mag zwar Schokolade, aber ich hasse Schokostückchen, egal ob Vollmilch oder Zartbitter. Ich hasse es, Schokostückchen zu kauen und zwischen den Zähnen kleben zu haben. Doch anscheinend stehe ich damit allein auf weiter Flur, denn in der Werbung gelten Schokostückchen wohl noch immer als das Zugpferd, um ein Produkt dem Käufer schmackhaft zu machen. Hat aber irgendwie auch Vorteile, denn so muß ich mich nicht zwischen vielen Produkten entscheiden und die Werbung läßt mich völlig kalt.

Montag, 27. April 2009

Raumzeit

Raumzeit

Wespen

mögen unheimlich gerne Holz. Und da ich eine Menge Holz auf dem Balkon habe, in Form von Futterhäuschen, Sichtspalier und Fußboden, höre ich es zur Zeit um mich herum ständig schnurpsen und knuspern, und das in einer Lautstärke, daß ich zuerst gar nicht an Wespen gedacht habe, sondern größere Tiere dafür verantwortlich machen wollte. Fast fühle ich mich wie die Hexe in "Hänsel und Gretel". Doch die Wespen raspeln nicht nur Holz, sondern fliegen auch in meinem Vogelnistkasten ein und aus. SO war das eigentlich nicht gedacht. Noch ist alles friedlich und ich sehe immer nur eine einzelne Wespe, wobei ich nicht weiß, ob das stets dieselbe ist. Vielleicht sind es verschiedene, die sich beim Holzraspeln abwechseln. Um mich machen sie einen großen Bogen und ich habe nicht das Gefühl, daß ich sie mit Eis oder anderen Leckereien aus dem Nistkasten locken könnte - irgendwie sind sie viel zu sehr beschäftigt. Eventuell kommt die Vergnügungszeit erst später, wenn Nestbau und Fortpflanzung erledigt sind. Wenn sie so am Holz schnurpsen, sehen sie ja richtig putzig aus, aber einen ganzen Staat davon muß ich nicht unbedingt in meiner Nähe haben. Wie gesagt, im Moment stören sie mich nicht, aber ich weiß ja nicht, was sich da im Nistkasten noch alles so entwickelt. Dafür weiß ich aber endlich, wie man den Unterschied zwischen Bienen und Wespen erkennt. Es ist eigentlich babyeinfach, so einfach, daß man von allein darauf hätte kommen können. Der Schlüssel ist die "Wespentaille". Hätten Bienen eine Taille, würde es "Bienentaille" heißen. Trotzdem spricht in Hinsicht auf den Begriff "flotte Biene" einiges dafür, daß Taille nicht alles ist. ;o)

Im Buch "tierisch gut" von Regula Meyer steht zu den Wespen:

"Sie raspeln mit ihren scharfen Kiefern Fasern von morschem Holz, zerkauen diese und verspeicheln sie zu einem zähen Brei. Diesen papierähnlichen Brei kleben sie zu Waben zusammen. (Ich befürchte, in meinem Nistkasten.)...
...Ein Wespenvolk vertilgt zur Aufzucht Unmengen von Insekten. (Hoffentlich dann auch meine Blattläuse, wenn sie denn schon auf meinem Balkon hausen.)...
....Wespen und Hornissen erinnern uns an die Nachlässigkeit. Hatten Sie eine Begegnung mit einer dieser Insekten, sollten Sie wieder vermehrt auf Ihr eigenes Ich achten. Wie schnell ist es doch geschehen, dass wir uns selbst immer wieder vernachlässigen. Seine eigene Persönlichkeit zu vernachlässigen ist nicht empfehlenswert."


Hmmm....

Sonntag, 26. April 2009

Marcel Reich-Ranicki, seine Frau und die fremden Schuhe

Ein Seminar, in welchem ich mit vielen anderen Teilnehmern an u-förmig gestellten Tischen sitze. Dozent ist mal wieder Reich-Ranicki, jedoch ist diesmal auch seine Frau dabei. Es geht um Literatur und irgendwie spielt außerdem im ganzen Traum meine Kurzgeschichte "In fremden Schuhen" eine Rolle, da sie noch wichtig für den Verlauf des Traumes wird. Reich-Ranicki doziert sehr leidenschaftlich und polemisch, dann übergibt er allerdings seiner Frau das Zepter. Und diese ist noch einen Zahn schärfer als er. Wie ein Feldwebel stolziert sie vorne herum und brüllt fast ihre Anweisungen. Ich sitze am oberen Balken des U, Reich-Ranicki hat einen Platz unter den Studenten am seitlichen Flügel eingenommen. So kann ich ihn von hinten ein wenig beobachten. Er sieht sehr alt aus, älter als sonst, und seine spärlichen Haare sind so lang gewachsen, daß er sie mit einer schmalen Haarklemme festgesteckt hat. Jetzt springt er auf und stellt sich seiner Frau in den Weg, um sie, relativ freundlich und witzig, um ein wenig Mäßigung zu bitten. Er ist ja gar nicht so schlimm, seine Frau ist schlimmer, eindeutig.
In einem Zwischenstück des Traumes geht es um konzentrierte Textarbeit. Diese findet so statt, daß Sätze und Wörter wie Puzzlestücke herumgeschoben werden, um einen ganz bestimmten bildlichen "Bogen" zu erreichen, welcher wiederum der Schlüssel ist, um etwas zu finden.
Im dritten Traumfragment befinde ich mich mit meiner Seminargruppe in einem Fußgängertunnel. Wir veranstalten hier Grabungen im Untergrund von Berlin und ich finde irgendwo hinter der Wand aus grünen Kacheln, die an einer Stelle aufgestemmt wurde, ein Paar Schuhe. Die Schuhe sehen neu aus, wie selten oder nie getragen, sind dunkelbraun oder schwarz, knöchelhoch und flach, also eine Art Boots, man sieht aber an der relativ schmalen Fußform, daß es sich um Frauenschuhe handelt. Außerdem klappert es in dem einen. Ich drehe ihn deshalb um und halte meine Hand darunter. Vier wunderschön leuchtende Steine fallen in meinen Handteller und bedecken ihn fast vollständig. Aufmerksam betrachte ich sie. Die Steine sind ungeschliffen, fein durchscheinend und haben vier verschiedene Farben. Der eine ist weiß und hat quarzähnliche kubische Auswüchse, so daß es eventuell ein Bergkristall sein könnte. Der zweite ist wässrig türkis, sieht aber nicht wie ein Türkis aus, sondern wie die selteneren Laminare, der dritte ist leicht rosa und der vierte violett, aber in einem so schillerndem, daß die Fläche des Steines bei jeder Handbewegung anders leuchtet, wie eine Art von violettem Perlmutt. Ich bin mir während des Betrachtens der Steine nicht sicher, ob das tatsächlich ungeschliffene Edelsteine sind oder vielleicht auch nur schillerndes Glas. Irgendwie vermute ich, daß sie wohl nicht besonders wertvoll sind, aber trotzdem einfach märchenhaft schön. Vielleicht waren diese vier Steine und die neuen Schuhe der kleine Schatz einer Person aus dem zweiten Weltkrieg, der hier in der Wand versteckt wurde. Doch plötzlich erkenne ich im Traum den absurden Zufall, daß ich fremde Schuhe gefunden habe und meine Kurzgeschichte "In fremden Schuhen" heißt. Aber für Zufall kann ich es nicht mehr halten, es erscheint mir geradezu gespenstisch und ich laufe mit dem einen Schuh zum Grabungsleiter, um ihn zu fragen, was er davon hält. Dieser (er ähnelt dem Bezugbetreuer eines Klienten von mir) ist hochgewachsen und schlank, könnte mit seinen halblangen Haaren jedoch auch als Frau durchgehen. Und in meiner Aufregung spreche ich ihn mit "Frau" an, was mir so peinlich ist, daß ich, bevor ich sprechen kann, erst einmal einige Minuten gleichzeitig lache und weine. Ich möchte von ihm wissen, ob er es nicht ebenfalls sehr seltsam findet, daß ich ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt diese Schuhe gefunden habe und das in einem Fußgängertunnel. Für mich jedenfalls scheint es wie eine Botschaft mit einer wichtigen Bedeutung, geradezu unglaublich. Die Antwort erfahre ich nicht mehr.

Bemerkung: Bei den vier Steinen muß ich zum einen an die vier edlen Wahrheiten des Buddhismus denken, und zum anderen an die Redewendung von den "ungeschliffenen Diamanten".

Laminar

Noch ein Schatz im Fußgängertunnel

Außerdem könnte ich mal wieder ein paar Edelstein-Traumexperimente machen. Die habe ich sträflich vernachlässigt.

psychedelic pink

psychedelic

Samstag, 25. April 2009

Funde im Weinregal

Ich habe so ein kleines Flaschenregal in einem kleinen Beistellwagen, der sich bei mir in der Küche befindet. Dort gammeln schon seit ewigen Zeiten fünf Flaschen Wein herum, die so zwischen 5 - 15 Jahre alt sind und demnach wahrscheinlich nur noch Essig enthalten. Ich trinke nämlich nur Wein, wenn ich dazu gezwungen werde, bin ein ignoranter Weinverächter, und die Leute, die zu mir zu Besuch kommen, wissen inzwischen, daß sie sich den Wein selbst mitbringen müssen, wenn sie sowas bei mir trinken möchten. Da die Chance, daß ich die Flaschen in den nächsten 10 Jahren auch nur ansehen werde, weniger als 0,000001 Prozent beträgt, dachte ich mir heute, ich entrümpele sie endlich und nutze den Platz für einen Not-Wasservorrat, schließlich weiß man ja nie, was diese Finanzkrise noch bringt. Allerdings war ich mir sicher, daß sich im Weinregal ausschließlich die Pflaumenweinflaschen befinden, die ich eine zeitlang ständig von meinem Bruder geschenkt bekam, bis ich ihm dezent zu verstehen gab, daß ich kein Sammellager für Pflaumenwein werden möchte, sowie eine Flasche Ungarischer Gewürztraminer, die mir einmal mein Nachbar überreichte, als ich eine ganze Kiste davon während seines Urlaubs entgegengenommen hatte. Doch falsch gedacht, ich fand auch noch eine Flasche Erben-Spätlese und jetzt bin ich die ganze Zeit am überlegen, wie sich diese Flasche wohl zu mir verirrt hat. Es will mir einfach nicht einfallen.

Freitag, 24. April 2009

...

Und die Sorgen verhüllen mich,
vernehme ich den tiefen Klang
der Hörner, die zum Angriff rufen:

Ihr Wille sei rein, beteuern sie,
die folgsamen Empörten,
doch bekommen sie nicht,
was sie wollen, denn der Wille
des einen dirigiert sie -

Marionetten in seinen Händen,
die Fäden bleiben verhüllt
von lautem Aktionismus
und zur Nahrung werden sie
für Würmer und die Krähen.

Mit dem Sommer

sind auch die Bauarbeiter zurückgekehrt, die nun den dritten Abschnitt unseres Häuserblocks instandsetzen, der vierte Sommer Lärmbelästigung in Folge. Im Winter würde es mir ja weniger ausmachen, da ich dann sowieso Fenster und Türen geschlossen habe. Aber nun gut, im nächsten Jahr dürfte theoretisch wieder Ruhe einkehren und wenn in 2011 der Flughafen Tegel schließt, ist es wahrscheinlich so eine ungewohnte, himmlische Ruhe, daß ich es richtig mit der Angst zu tun bekommen werde. Schade nur, daß ausgerechnet bereits 2012 die Welt untergeht. Blödes Timing. Da hab ich nicht mehr viel von der neu gewonnenen Ruhe. Schön ist auch, daß die Bäume vor meinem Balkon inzwischen so hoch gewachsen sind, daß es nur noch wenige Jährchen dauern dürfte, bis ich im Sommer gänzlich in der grünen Blätterwand verschwinde und kein Durchblick mehr zur gegenüberliegenden Häuserzeile möglich ist. Wie paradiesisch wird das sein - wenn nicht, ja wenn nicht in 2012 die Welt untergehen würde. Blödes Timing, wie gesagt. Beim Googlen zum Flughafensachverhalt - ich war mir nicht sicher, ob die Schließung nun schon in allen Instanzen bestätigt ist - landete ich auf dem Blog eines Berliners, der feststellte, daß er den Flughafen vermissen wird und ohne den Fluglärm nicht schlafen kann. Tja, da kann ich nur raten, nach Schönefeld zu ziehen. Wahrscheinlich kriegt man dort die Einfamilienhäuser schon hinterhergeschmissen.

Dienstag, 21. April 2009

So langsam verstehe ich,

was meine Mutter damit meinte, als sie erklärte, daß der Roman "Lourdes" für das Krankenhaus (in dem sie damals lag)wohl doch nicht so geeignet wäre und bei der Erwähnung des Buches immer die Augen verdreht und ein "Schlimm, schlimm!" von sich gibt. Nachdem ich die ersten hundert Seiten gelesen habe, bin ich selbst schon ganz krank. Ok, das bin ich sowieso, aber wenn man darin liest, hat man das Gefühl, nur noch von Krankheiten und Leiden umgeben zu sein. Der Schreibstil an sich ist nicht schuld, denn Zola schreibt sehr flüssig und schön, aber was er beschreibt...
Manchmal hat es, wenn man selbst versehrt ist, allerdings auch Vorteile, weil man beim Lesen ab und zu denkt - was willst du eigentlich, könnte dir doch noch viel schlimmer gehen. Dennoch bin ich inzwischen soweit, daß ich, zumindest bei einer zufällig gebotenen Gelegenheit, schnurstracks selbst nach Lourdes pilgern würde.

Montag, 20. April 2009

Fensterputzen mit Nano-Autopolitur

Auf den Tip meiner Schwägerin hin habe ich gestern einige Fenster mit Nano-Autopolitur geputzt. Angeblich soll man danach den Schmutz, wenn sich denn noch welcher absetzt, einfach mit einem trockenem Tuch abwischen können. Und für weniger Arbeit bin ich ja immer zu haben. Aber trotz allen Polierens sehen die Scheiben jetzt in der Sonne richtig schlierig aus. Ok, in der Sonne sehen meine geputzten Fenster eigentlich nie besonders toll aus, da ich zum Fensterputzen genauso wenig Talent habe, wie zu allem anderen. Aber nie sahen sie bisher SO aus. Entweder mache ich etwas falsch oder Nano-Autopolitur ist doch keine so gute Idee. Im Waschbecken macht sich das Zeug allerdings fantastisch.

Der Kuß von Richard Gere

Ein undefinierter Ort, an welchem ich mich anscheinend mit dem Malen beschäftige, denn ich stehe an einem Wasserhahn und spüle eine Farbtube, die mit himmelblauer Farbe bekleckert ist, und einen Pinsel ab. Die Tür geht auf und Richard Gere kommt herein. Das wundert mich gar nicht, denn ich weiß im Traum, daß er sich ebenso wie ich schon länger hier aufhält und wir uns seitdem kennen. Genaugenommen hat Richard Gere einen Narren an mir gefressen und innig väterliche und freundschaftliche Gefühle für mich entwickelt. Ich empfinde seine Nähe und Fürsorglichkeit ebenfalls als sehr angenehm, wir fühlen eine tiefe Sympathie füreinander, allerdings habe ich auch ein starkes Verlangen nach mehr körperlicher Nähe, während er in diesem Punkt eher distanziert bleibt. Ich denke mir, es liegt daran, daß ich so jung bin und er in mir eher eine Tochter, allerhöchstens platonische Freundin sieht. Außerdem entnehme ich einer Bemerkung von ihm, deren genauen Wortlaut ich vergessen habe, daß er wohl dem Sex abgeschworen hat und eine ganz persönliche Strategie zur Befriedigung notwendiger körperlicher Bedürfnisse verfolgt, indem er es "einfach laufen läßt". Dies stört oder interessiert mich jedoch nicht weiter, da ich nicht auf Sex aus bin. Es geht nur um eine stärkere körperliche Nähe, da ich mich, je näher sein noch immer athletischer Körper mir ist, um so wohler fühle. Jetzt gerade, als er zur Tür herein gekommen ist, hat er mir ein Geschenk mitgebracht. Es ist zusammengerollt und er breitet es, vor mir hockend, auf einer Liege aus. Es ist ein Handtuch, welches mit einem Landschaftsgemälde bedruckt wurde, im Hintergrund blauer Himmel, vielleicht Berge, im Vordergrund ein einsamer kahler Baum im dunklen Kontrast. Ein klitzekleines bißchen bin ich ja enttäuscht, denn ich denke mir, würde er in mir nicht nur eine kindliche Freundin sehen, sondern vielleicht die Geliebte, hätte er mir sicher etwas anderes geschenkt. Evtl. Schmuck, einen Ring, mindestens eine Kette. Es geht mir dabei nicht um das Geschenk an sich, sondern darum, was es über die Art der Beziehung aussagt. Trotzdem rührt mich diese kleine liebevolle Geste und ich würdige das Handtuch auch gebührend, indem ich sage, wie schön es ist. Gleichzeitig mache ich mich still an die Arbeit, meinen Status bei ihm aufzuwerten, indem ich ihm stetig näher komme, ihn berühre und ihm schließlich keine andere Wahl mehr lasse, als mich zu küssen. Wahrscheinlich hat er gewußt, daß er meinen Berührungen nicht widerstehen kann und sich deshalb so zurückgehalten, denn jetzt fallen spürbar alle Schranken und moralischen Bedenken. Der Kuß ist lang und zärtlich. Als wir daraus auftauchen, liegen wir nackt nebeneinander auf einem Bett, ohne daß etwas geschieht. Ich liege einfach nur in seinen Armen und lasse meine Blicke über seinen Körper wandern, begutachte die schon grauen Härchen, die wie ein leuchtender Flaum seinen Körper bedecken. Hier, in seiner Umarmung, fühle ich mich wunderbar sicher und geborgen.

Bemerkung: Ok, ok, schon klar. Statt an Marcel Reich-Ranicki sollte ich mich besser an Richard Gere halten. Allerdings könnte ich echt bessere Ratschläge von meinem Traumratgeber gebrauchen, da ich weder mit dem einen, noch mit dem anderen jemals in solch eine Situation kommen werde. :-/

Samstag, 18. April 2009

Empfang von Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki soll zu uns zu Besuch kommen. Er wird, wenn er da ist, eine Runde zum Karl-Marx-Denkmal, zum Lenindenkmal und zum Stalindenkmal machen und dann jeden einzelnen von uns begrüßen. Bevor er eintrifft erfahre ich durch Zufall, daß er mein Buch (Gedichtband?) "Perlen weiblicher Vorhänge" gelesen hat und meinte, es hätte nie veröffentlicht werden dürfen. Natürlich hätte es nie veröffentlicht werden dürfen! Das sollte es eigentlich auch gar nicht. Wie konnte das nur geschehen? Ich bin geschockt und vermute in meiner Mutter den Übeltäter. Jetzt ist er endlich da und schüttelt jedem die Hände. Er ist dabei sehr herzlich, umarmt sogar jeden und drückt meiner Mutter sein Beileid aus. Nur mich ignoriert er vollständig. Es scheint so, daß er mich nicht leiden kann. Über die Gründe dafür kann ich nur spekulieren. Trotzdem finde ich es ziemlich unhöflich.

Donnerstag, 16. April 2009

Trichterwinde,

Paternosterblume, Barbarakraut, Geranien, Duftprimeln und Armeria maritima blühen in meinem Garten auf meinem Balkon. Ich habe festgestellt, daß dieser in diesem Jahr etwas rosa-lastig geworden ist, was mich selbst verwundert, da Rosa nicht unbedingt meine favorisierte Farbe ist. Aber zur Zeit empfinde ich es irgendwie als sehr entspannend, allerdings nur in natürlicher Form.


Blumengruß

Dienstag, 14. April 2009

Verdienste

Im Laufe der Geschichte gab es ja so einige Personen, die es durch ihre Verdienste zu mehr oder weniger Bekanntheit gebracht haben. Der zweifelhafte Verdienst vom werten Herrn John Taylor, reisender englischer Augenheiler und Scharlatan, besteht darin (wenn man dem Streifen "Händel - Der Film" Glauben schenken kann), sowohl Johann Sebastian Bach als auch Georg Friedrich Händel mit einer mißglückten Staroperation unter die Erde gebracht zu haben. Irgendwie nicht sehr erstrebenswert, als Heiler mit solch einer Bilanz in die Ruhmeshalle der Geschichte einzugehen.

...

Die Tibeter glauben, dass Traum- und Wachbewusstsein nur zwei Pole des menschlichen Geistes sind und wir folglich nicht nur mit dem, was wir im Wachzustand tun, sondern auch mit unserem Verhalten im Traum altes Karma bereinigen oder neues Karma entstehen lassen können.
(aus "Mönche, Magier und Schamanen" von J.H.Brennan)